Um Gottes willen – der hat Neger gesagt!!!

Österreich ist eine Insel der Seligen. Das wird an den Themen deutlich, welche die Medien beschäftigen. Krimkrise? Hypo-Desaster? Explodierende Staatsschulden? Alles halb so wild. Die veröffentlichte Meinung hat jede Menge freie Kapazitäten, sich mit wirklich wichtigen Dingen zu beschäftigen. Zum Beispiel mit der mäßig intelligenten Aussage eines der üblichen Verdächtigen – nämlich des Burschenschafters Andreas Mölzer von der FPÖ.

Freiheitliche, diese Botschaft haben grüne Bobos, radikale Linke und rosarote EU-Adoranten tief verinnerlicht, sind rechtsradikale Schmuddelkinder, mit denen man als aufrechter Angehöriger der Wir-sind-die-Guten-Fraktion keinen Umgang pflegt. Dankenswerter Weise liefert einer der ihren – wenige Wochen vor einer wichtigen Wahlentscheidung – prompt einen Beleg für die in Kakanien stets dräuende Gefahr der Wiederauferstehung des Naziregimes.

Dass Mölzer gemeint hatte, das nationalsozialistische Deutschland sei im Vergleich zur EU (im Hinblick auf die herrschende Regulierungsdichte) geradezu „liberal“ gewesen – womit stets wachsame Antifanten prompt den Tatbestand einer „Verharmlosung des Naziregimes“ verwirklicht sehen – war schon schlimm genug. Nachdem er aber noch eins draufsetzte, indem er bei einer Parteiveranstaltung argwöhnte, Europa sei auf dem Weg zum „Negerkonglomerat“, ist endgültig Feuer am Dach.

Das sei purer Rassismus, Menschenverachtung, etc – so der Sermon der üblichen Berufserregten. Was den Inhalt der Aussage Mölzers angeht, herrscht indes lautstarkes Schweigen. Dass das nationalsozialistische Regime sich tatsächlich nicht um die Leistungsaufnahme von Staubsaugern, Glühlampenverordnungen, den Wasserverbrauch von Toiletten oder um flächendeckende Rauchverbote gekümmert hat (und genau so war Mölzer zu verstehen), ist nämlich schlicht und ergreifend wahr. Eine „Verharmlosung des Naziregimes“ ist darin, selbst bei Annahme des Allerschlimmsten, nicht zu erkennen.

Dass der Täter sich reuig zeigt und kübelweise Asche auf sein Haupt streut, vermag die Aufregung nicht zu dämpfen. Ist die linke Jagdgesellschaft erst einmal in Stellung gegangen, dann will sie auch Blut sehen. Der staatliche Rotfunk lässt reihenweise Betroffenheitsexperten aufmarschieren, die am Ende zum Schluss kommen: Worte allein reichen nicht. Im Fall des unbelehrbaren Ewiggestrigen kommt nur der Rücktritt in Frage…

Wieder wird der gewaltige Graben, der zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung liegt, offenbar. Während die Meute der politisch korrekten Meinungsmacher und Intellektuellen ob dieses „Skandals“ tagelang hyperventiliert, findet der Mann von der Straße nichts Böses bei der Verwendung des Wortes Neger. Ihm ist der Unterschied zwischen dem Pejorativ Nigger und derwertfreien Bezeichnung Neger nämlich durchaus bewusst.

Aber selbst wenn es diesen Unterschied nicht gäbe, gilt immer noch die alte britische Weisheit: „sticks and stones may brake my bones, but words will never hurt me!

In Wahrheit geht es aber auch gar nicht um die unbedachte und wenig intelligente Aussage eines freiheitlichen EU-Abgeordneten, sondern um das politische Kapital, das daraus möglicherweise zu schlagen ist. Vor die Entscheidung zugunsten ihres Berufsethos (die eine der Sache angemessene Berichterstattung mit sich bringen würde) oder ihre politischen Sympathien gestellt, entscheiden Medienschaffende sich nur allzu gerne und ganz pragmatisch für letztere (über ORF-Privilegien, Pressesubventionen und -Inserate entscheidet nun einmal nicht die FPÖ…).

Das Ergebnis der bevorstehenden Wahl zum Europaparlament wird zeigen, ob die aufgeregte Meinungsmache den bösen Rechten, wie beabsichtigt, geschadet oder am Ende doch eher genutzt haben wird. Im letzteren Fall dürften sich insbesondere die Herrschaften vom Staatsfunk – wieder einmal – als nützliche Idioten fühlen. Blanker Hass vernebelt nun einmal das Hirn…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2014 17:32

    Die Aussagen von Mölzer waren richtig und falsch zugleich.
    Richtig in der Sache aber falsch zum Zeitpunkt.
    Er hätte wissen müssen, dass die gutmenschliche linke Meute der Journaille auf solche Worte nur gewartet hat mit einer Hetz- und Schmutzkübelkampagne über ihn herzufallen, um der Linken bei den bevorstehenden Wahlen einen Vorteil zu verschaffen.
    Ob die Rechnung aufgeht ist mehr als zweifelhaft.

  2. Ausgezeichneter KommentatorInger
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2014 15:27

    Vorsicht - es könnte ja sein, dass manche Großeltern noch die Kinderreime/-lieder aus ihrer eigenen Kinderzeit im Hinterkopf haben - schnell vergessen, sonst ..
    Womöglich winkt der Knast!

    ------------

    Kinderlied von 1885

    Zehn kleine Negerlein
    die krochen mal auf die Scheun´
    da ist das eine runtergefall´n,
    Da waren´s nur noch neun

    Neun kleine Negerlein,
    Die gingen auf die Jagd,
    Das eine wurde totgeschossen,
    Da waren's nur noch acht

    Acht kleine Negerlein,
    Die gingen in die Rüb'n,
    da ist das eine steckengeblieben
    Da waren's nur noch sieb'n.

    Sieben kleine Negerlein,
    Die gingen mal zu 'ner Hex',
    das eine wurde aufgefressen
    Da waren's nur noch sechs.

    Sechs kleine Negerlein,
    die liefen mal ohne Strümpf
    das eine hat sich totgefror'n
    Da waren's nur noch fünf.

    Fünf kleine Negerlein,
    Die gingen mal zum Bier,
    Das eine hat zu viel getrunken,
    Da waren's nur noch vier.

    Vier kleine Negerlein,
    Die kochten heißen Brei,
    Das eine hat zu heiß gegessen,
    Da waren's nur noch drei.

    Drei kleine Negerlein,
    Die aßen ein hartes Ei
    Das eine hat zuviel gegessen,
    Da waren's nur noch zwei.

    Zwei kleine Negerlein,
    Die fingen an zu weinen,
    Der eine hat sich totgeweint,
    Da gab es nur noch einen.

    Ein kleines Negerlein,
    Das fuhr mal in der Kutsch,
    Da ist es unten durchgerutscht,
    Da war´n sie alle futsch.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorotti
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2014 15:52

    danke für ihren beitrag,
    könnte diesem nichts hinzufügen !

    Schade nur, daß er nicht im ORF verlesen wird.

  4. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2014 23:46

    Zugegeben - die ganze Sache ist die Aufregung nicht wert.
    Aber ich hätte Andreas Mölzer trotzdem zugetraut mit intelligenteren Argumenten seinen EU-Wahlkampf zu führen, denn ich weiß zugegebenermaßen bis heute nicht, was er mit "Negerkongleromerat" gemeint hat. Wobei ich mich nicht an der politisch inkorrekten Bezeichnung "Neger" stoße, sondern an dem Begriff überhaupt.

    In der Europäischen Union gibt es viel mehr und ganz andere Mißstände aufzudecken und da hätte ich mir bei Mölzers Intelligenz gewichtigere Argumente erwartet! Schade, um die vergebene Chance einer qualifizierteren Wahlwerbung!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2014 07:31

    Auch wenn manche afrikanische Strassenbuben sich gegenseitig "Nigga" rufen, oder es lateinamerikanische Liebeslieder gibt, in denen zaertlich "Negro" und "Negra" getraellert wird, waren Moelzers Worte im Gesamtzusammenhang kontraproduktiv. Die FPOe hat nun mal nicht die Meinungsfuehrerschaft und ist unter medialem Dauerstinkbombentrommelfeuer. Auch wenn es nun einige mehr geben wird, die jetzt justament die FPOe waehlen werden, so wird es eine Reihe von Protestwaehlern geben, die bei der FPOe als kleinerem Uebel das Kreuz setzen wollten, aber durch diese taktisch sehr unklugen Sager abgeschreckt werden.
    Ich schaetze zwar Moelzer prinzipiell, wuerde mir jedoch eine etwas geschicktere Vorgehensweise wuenschen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorharo
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2014 14:37

    Die mediale Aufregung ist riesengroß wenn ein Rechter ein politisch-inkorrektes Wort verwendet, keineswegs aber wenn Linksradikale Gewalt ausüben wie man immer wieder in der Wiener Innenstadt gesehen hat. Da gibt es in Medien wie Politik kaum und nur sehr verhalten Kritik an den Gewalttätern sondern es wird auch noch empfohlen die Wünsche der Gewalttäter und Anstifter zu respektieren die obendrein auch nicht zur Verantwortung gezogen werden.

    Welch verlogene Moral!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2014 17:36

    Ach diese Wörter, was die alles bedeuten!

    Mölzer hat sich einfach versprochen. Er wollte nicht Negerkonglomerat sondern
    "Negeratenkonglomerat" sagen. Ein Negerant ist nun im Volksmund kein Mensch mit dunkler Hautfarbe, sondern einer, der keine Marie mehr hat. (http://www.ostarrichi.org/wort-1102-at-Negerant.html )

    Und dass wir uneingestanden, pleite sind, das liegt auf der Hand.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2014 17:36

    Ach diese Wörter, was die alles bedeuten!

    Mölzer hat sich einfach versprochen. Er wollte nicht Negerkonglomerat sondern
    "Negeratenkonglomerat" sagen. Ein Negerant ist nun im Volksmund kein Mensch mit dunkler Hautfarbe, sondern einer, der keine Marie mehr hat. (http://www.ostarrichi.org/wort-1102-at-Negerant.html )

    Und dass wir uneingestanden, pleite sind, das liegt auf der Hand.


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  1. Maryland (kein Partner)
    23. Januar 2015 19:11

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  4. Waltraud Kreunz (kein Partner)
    06. April 2014 18:53

    Nicht nur die Verharmlosung des Nationalsoozzialismus wird hierzulande geahndet, sondern was man Herrn Mölzer im ORF etc. vorwirft, ist der VERGLEICH mit dem Nationalsozialismus. Der böse Herr Mölzer hätte also auch Schuld auf sich geladen, wenn der Vergleich positiv für die EU und negativ für das Hitlerrregime ausgefallen wäre. So streng sind hier die Bräuche!

  5. Martin Yes (kein Partner)
    04. April 2014 15:48

    Diese permanente Angst der Linken vor Populismus und rassistischen Ressentiments, wie sie in Deutschland und Österreich vorherrscht und auf Grund der Nazi-Geschichte verständlich oder zumindest erklärbar ist, mag mitunter zu einer kontraproduktiven Übersensibilisierung in bestimmten pol. Debatten geführt haben, aber die Aussagen von Mölzer überschreiten klar eine rote Linie und sind unakzeptabel. Der Autor Hr. Tögel spricht von den üblichen Berufserregten, ich meine er gehört er zur Gruppe der notorischen Berufsverharmlosern. Man kann an der EU viel kritisieren, ich bin selbst ein EU-Skeptiker, aber ein Vergleich zw. EU und dem Dritten Reich ist reiner Populismus. Das Nazi-Regime war nicht liberaler. Man kann nicht nur die Anzahl der Gesetze abzählen, das ist so lächerlich wie die alte Diskussion um Hitlers Autobahn. In der EU gibt es keine KZs und es steht auch keine Todesstrafe auf Meinungsfreiheit oder sonstwas. Mölzers Dämonie der Wortwahl erfüllt nur einen Zweck: rechte Propaganda. Die Provokation bringt Mölzer genau was er wollte: Die Medienpräsens mobilisiert die müde FPÖ-Wählerschaft. Was das Negerkonglomerat betrifft. Diese Wortkreation erfand Mölzer. Was meint er damit? Keiner weiß es! Man findet dazu keine Einträge oder Quellen. Er weiß es wohl selbst nicht. Zuerst meint Mölzer ja, er hätte nekrophil gesagt, dann muss er zugegeben es war doch Neger, kurz darauf entschuldigt er sich und steht plötzlich nicht mehr zu seiner zuvor selbstsicher hinausposaunten Aussage. Wer Mölzers Roman "Der Graue" kennt, konnte früh erahnen welch Geistes Kind er ist und immer bleiben wird. Selbst Haider trennte sich letztlich von ihm, das will schon was heißen!

    • Neppomuck (kein Partner)
      04. April 2014 17:38

      Billige Argumente sind keine.

      "Diese permanente Angst der Linken ...", das soll wohl ein Witz sein. Warum graben denn die Systemmedien jeden Furz im Nahbereich einer Wahl aus, wenn er von einem Freiheitlichen gelassen wurde, egal wie lang es her ist? Das soll Angst sein? Dieses unsinnige Strickmuster ist doch ein alter Hut, wenngleich methodisch angewandt.

      Befindet sich ein Staat im Krieg, dann kann man nicht erwarten, dass er "liberal" sein soll. Was übrigens keinem Staat der Welt einfallen würde. Auch nicht "gods own country", dem vielgepriesenen "Land der unbegrenzten Möglichkeiten".

      Siehe dazu
      http://url9.de/UdZ

      Und "Negerkonglomerat" ist weder rassistisch noch bedeutungsschwer, sondern eine "contradictio in adjecto". Ist ein "Konglomerat" doch eine Zusammenballung unterschiedlichster Elemente.

      Was bleibt ist die künstliche Aufregung, die immer dann linke Protagonisten packt, wenn a) Wahlen mit sehr ungewissem Ausgang vor der Türe stehen und b) ein Repräsentant der Freiheitlichen sich nicht an die ohne Rechtsgrundlagen verordnete Sprachregelung der selbst ernannten "Lordsiegelbewahrer der internationalen Schönsprech-Gemeinde" zu halten gedenkt. Was man an sich niemandem verargen kann, ist diese Blödheit des "political correctness" doch kaum mehr zu ertragen.
      Analog zu "contradictio in adjecto":
      Was wäre an Politik schon korrekt?


      Außerdem ist die Faschismuskeule längst ein wirkungsloser Atavismus, dessen ständiger Gebrauch nur deutlich macht, wie phantasielos die Linken im Grunde sind.
      Arm, diese Leute.

  6. Inger
    03. April 2014 09:19

    Man mag Mölzer denken wie man will, wir leben in einem freien Land und haben absolut kein Denkverbot. Wir können auch wählen wem wir wollen, und wenn es Herr Mölzer ist. Wir sollten uns freuen, dass es so ist und dass es solche und solche gibt, ist ja nicht neu.
    Es ist auch nicht neu, dass dann, wenn zwei dasselbe tun noch immer nicht dasselbe ist.
    Ich bin nicht angetreten, um Mölzer irgendwie zu verteidigen (das kann er selber gut genug, er hat ja darin Übung) - aber was mich unheimlich giftet, ist , dass man auch da mit zweierlei Mass misst. Der eine wird wegen "Neger" medial hingerichtet, der andere - eine angebliche Qualitätszeitung darf mit "Nigger" titeln:

    http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Queenie-ist-eine-echte-Nigger-Queen;art16,1349282,E#formular

    "Queenie ist eine echte Nigger-Queen!"
    Adi Wolf, aus Bermuda stammende Sängerin, ist im Musical "Show Boat" ab 12. April im Linzer Musiktheater zu sehen

    Silvia Nagl 03. April 2014 - 00:04 Uhr

  7. socrates
    01. April 2014 11:20

    Unter Hitler lernten wir: "Recht hat er schon, aber sagen soll er es nicht!".
    Es ist wieder so weit.

  8. wolf (kein Partner)
    31. März 2014 13:41

    Mölzer schimpft auf die EU
    Mölzer nennt EU 'Negerkonglomerat'
    Mölzer verwendet das Wort 'Konglomerat', also ein Gemisch aus verschiedenen Materialien(!) in Zusammenhang mit Menschen ... naja, war wohl eher ein sprachlicher Missgriff (wo aber sind jetzt die Retter der deutschen Sprache?)

    Mölzer verwendet also 'Neger' und konnotiert es negativ
    oder
    für Mölzer ist 'Neger' genuin negativ konnotiert.

    Damit ist die Sache eigentlich klar: es geht nicht um die vordergründige Verwendung des Wortes, sondern darum, den Begriff 'Neger' negativ zu besetzen und zwar nicht in Bezug auf einen bestimmten Schwarzen, sondern generalisierend. M.E. ist das mehr als grenzwertig.

  9. Aron Sperber (kein Partner)
    30. März 2014 18:36

    Dass es nicht korrekt ist, gegen Minderheiten zu hetzen, ist ein politischer Grundkonsens jeder zivilisierten Gesellschaft.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/03/29/politisch-unkorrekte-reflexe/

    Zunehmend wurde jedoch „politisch korrekt“ mit „politisch links“ gleichgesetzt.

    Das Gebot, nicht auf Minderheiten zu hetzen, wurde mit dem Gebot ergänzt, keine unvorteilhaften Tatsachen über Minderheiten zu verbreiten.

    Ermordete Roma zu verhöhnen, hätte schon immer gegen die politische Korrektheit verstoßen. Heute verstößt es gegen die politische Korrektheit, die ethnische Herkunft von kriminellen Roma in einem Zeitungsartikel zu erwähnen.

    Jene reflexhafte politische Korrektheit wird zu Recht in Frage gestellt.

    Man sollte sich jedoch davor hüten, selbst nur noch reflexhaft politisch unkorrekt zu reagieren.

    • socrates
      01. April 2014 11:21

      "Dass es nicht korrekt ist, gegen Minderheiten zu hetzen, ist ein politischer Grundkonsens jeder zivilisierten Gesellschaft." Wie immer: Gilt das auch in Israel?

  10. cmh (kein Partner)
    30. März 2014 17:36

    Ach diese Wörter, was die alles bedeuten!

    Mölzer hat sich einfach versprochen. Er wollte nicht Negerkonglomerat sondern
    "Negeratenkonglomerat" sagen. Ein Negerant ist nun im Volksmund kein Mensch mit dunkler Hautfarbe, sondern einer, der keine Marie mehr hat. (http://www.ostarrichi.org/wort-1102-at-Negerant.html )

    Und dass wir uneingestanden, pleite sind, das liegt auf der Hand.

  11. haro
    30. März 2014 14:37

    Die mediale Aufregung ist riesengroß wenn ein Rechter ein politisch-inkorrektes Wort verwendet, keineswegs aber wenn Linksradikale Gewalt ausüben wie man immer wieder in der Wiener Innenstadt gesehen hat. Da gibt es in Medien wie Politik kaum und nur sehr verhalten Kritik an den Gewalttätern sondern es wird auch noch empfohlen die Wünsche der Gewalttäter und Anstifter zu respektieren die obendrein auch nicht zur Verantwortung gezogen werden.

    Welch verlogene Moral!

  12. simplicissimus
    30. März 2014 07:31

    Auch wenn manche afrikanische Strassenbuben sich gegenseitig "Nigga" rufen, oder es lateinamerikanische Liebeslieder gibt, in denen zaertlich "Negro" und "Negra" getraellert wird, waren Moelzers Worte im Gesamtzusammenhang kontraproduktiv. Die FPOe hat nun mal nicht die Meinungsfuehrerschaft und ist unter medialem Dauerstinkbombentrommelfeuer. Auch wenn es nun einige mehr geben wird, die jetzt justament die FPOe waehlen werden, so wird es eine Reihe von Protestwaehlern geben, die bei der FPOe als kleinerem Uebel das Kreuz setzen wollten, aber durch diese taktisch sehr unklugen Sager abgeschreckt werden.
    Ich schaetze zwar Moelzer prinzipiell, wuerde mir jedoch eine etwas geschicktere Vorgehensweise wuenschen.

  13. Waltraut Kupf
    29. März 2014 23:51

    Da ich Mölzer für intelligent halte, glaube ich nicht, daß er diese Äußerungen aus Blödheit getan hat, sondern aus einem nicht ganz einsichtigen Kalkül. Er mußte wissen, wie die Reaktionen ausfallen würden, nur zweifle ich daran, daß sie Anklang finden und glaube, daß sie - was die Regulierungswut betrifft - unrichtig sind. Es wurden unter Hitler zwar andere Dinge reguliert, die aber streng und in nicht geringer Zahl. Ich bin Jahrgang 1933 und erinnere mich daher noch an vieles. Die Staubsauger waren Hitler zwar egal, man mußte aber Heizmaterial sparen (Kohlenklau) und durfte Kartoffeln wegen des höheren Abfalls nicht roh schälen, bei den Glühlampen und sogar Taschenlampen gab es Vorschriften, die Verdunkelung hatte so zu funktionieren, daß auch nicht der kleinste Lichtstrahl nach außen dringen konnte, die Jugendlichen mußten zwingend an den sogenannten "Diensten" der Hitlerjugend bzw. des BdM oder der Jungmädel bzw. des Jungvolks teilnehmen, auch an Sportfesten und politischen Feiern, Details der Uniform hatten genauestens eingehalten zu werden, man mußte im Rahmen der Schultätigkeit Maikäfer sammeln und vernichten, Heilkräuter pflücken und abgeben, Seidenraupen füttern, Altpapier sammeln, durfte keine Auslandssender hören, keine Lebensmittelmarken im voraus einlösen, nichts im Schleichhandel kaufen, usw. usw. Die Äußerung Mölzers halte ich für keine Verharmlosung des Nationalsozialismus, sondern für schlicht und einfach dumm. Die Art, wie er dann zurückgerudert ist bzw. seine Neger-Äußerung abgestritten hat, war ebenfalls nicht dazu angetan, besondere Hochachtung abzunötigen. Ich wähle zwar voraussichtlich FPÖ, angesichts solcher Vorkommnisse aber mit deutlich weniger Überzeugung.

    • Haider
      30. März 2014 00:22

      Sie verwechseln in Ihrer Erinnerung leider öfters Äpfel mit Birnen. Ich mußte die Maikäfer erst 1949 sammeln und vernichten. Auch für getötete Ziehsel (bei uns "Erdzeisel" genannt) bekamen wir - lange nach Hitler - eine Prämie.
      Und wie glauben Sie, haben in Großbritannien während eines Bombenangriffs die Lichtquellen geleuchtet - wohl kaum sonderlich hell. Altpapier sammeln wir derzeit auch - Sie nicht?
      Und daß Mölzers angeblicher Sager vor vielen Wochen erfolgte und sicherheitshalber bis zum EU-Wahlkampf in der Schublade lag, macht die künstliche Empörtheit auch nicht gerade ehrlicher.

    • cmh (kein Partner)
      30. März 2014 17:38

      Werte Waltraute!

      Sie sollen den Mölzer ja nicht heiraten, sondern die FPÖ wählen. Nicht weil das solche Lichtgestalten wären, sondern weil die anderen solche Flaschen sind und weil der Wechsel das Lebenselexier der Demokratie ist.

    • Waltraut Kupf
      02. April 2014 10:30

      An Haider: ich verwechsle gar nichts; ich war von 1939 -1941 in Berlin, von 1941-1945 in Leitmeritz an der Elbe, und dort war es jedenfalls so. Es geht aber auch nicht darum, wann Maikäfer wo gesammelt wurden und dergleichen, sondern um den Ausspruch Mölzers, die Regulierungswut der EU übertreffe jene unter Hitler. Es ging darum, daß viele Richtlinien einzuhalten waren und nicht um die Helligkeit der Beleuchtung bei Bombenangriffen.

  14. mischu
    29. März 2014 23:46

    Zugegeben - die ganze Sache ist die Aufregung nicht wert.
    Aber ich hätte Andreas Mölzer trotzdem zugetraut mit intelligenteren Argumenten seinen EU-Wahlkampf zu führen, denn ich weiß zugegebenermaßen bis heute nicht, was er mit "Negerkongleromerat" gemeint hat. Wobei ich mich nicht an der politisch inkorrekten Bezeichnung "Neger" stoße, sondern an dem Begriff überhaupt.

    In der Europäischen Union gibt es viel mehr und ganz andere Mißstände aufzudecken und da hätte ich mir bei Mölzers Intelligenz gewichtigere Argumente erwartet! Schade, um die vergebene Chance einer qualifizierteren Wahlwerbung!

    • Charlesmagne
      30. März 2014 10:24

      Suchen Sie einmal nach Richard Nicolaus Coudenhove-Kalerg und seiner Theorie des Praktischen Idealismus.

      Im Internet wird Coudenhove oft zitiert:

      Der kommende Mensch der Zukunft wird ein Mischling sein.
      Für Paneuropa wünsche ich mir eine eurasisch-negroide Zukunftsrasse.
      Da Zitat soll angeblich aus der Wiener Freimaurerzeitung Nr. 9/10 stammen.
      Darüber scheint es aber Zweifel zu geben. Ich denke aber, daß die Äußerungen von Herrn Kalergi doch sehr deutlich seinen Wunschbilder vermuten lassen, auch ohne das obige Zitat.

      Wahrscheinlich bezog sich Mölzer darauf.
      http://balder.org/judea/Richard-Coudenhove-Kalergi-Praktischer-Idealismus-Wien-1925-DE.php

    • simplicissimus
      30. März 2014 15:39

      Eine "Mischrasse" wird Europa wohl nicht erspart bleiben.

  15. terbuan
    29. März 2014 17:32

    Die Aussagen von Mölzer waren richtig und falsch zugleich.
    Richtig in der Sache aber falsch zum Zeitpunkt.
    Er hätte wissen müssen, dass die gutmenschliche linke Meute der Journaille auf solche Worte nur gewartet hat mit einer Hetz- und Schmutzkübelkampagne über ihn herzufallen, um der Linken bei den bevorstehenden Wahlen einen Vorteil zu verschaffen.
    Ob die Rechnung aufgeht ist mehr als zweifelhaft.

  16. otti
    29. März 2014 15:52

    danke für ihren beitrag,
    könnte diesem nichts hinzufügen !

    Schade nur, daß er nicht im ORF verlesen wird.

  17. Inger
    29. März 2014 15:27

    Vorsicht - es könnte ja sein, dass manche Großeltern noch die Kinderreime/-lieder aus ihrer eigenen Kinderzeit im Hinterkopf haben - schnell vergessen, sonst ..
    Womöglich winkt der Knast!

    ------------

    Kinderlied von 1885

    Zehn kleine Negerlein
    die krochen mal auf die Scheun´
    da ist das eine runtergefall´n,
    Da waren´s nur noch neun

    Neun kleine Negerlein,
    Die gingen auf die Jagd,
    Das eine wurde totgeschossen,
    Da waren's nur noch acht

    Acht kleine Negerlein,
    Die gingen in die Rüb'n,
    da ist das eine steckengeblieben
    Da waren's nur noch sieb'n.

    Sieben kleine Negerlein,
    Die gingen mal zu 'ner Hex',
    das eine wurde aufgefressen
    Da waren's nur noch sechs.

    Sechs kleine Negerlein,
    die liefen mal ohne Strümpf
    das eine hat sich totgefror'n
    Da waren's nur noch fünf.

    Fünf kleine Negerlein,
    Die gingen mal zum Bier,
    Das eine hat zu viel getrunken,
    Da waren's nur noch vier.

    Vier kleine Negerlein,
    Die kochten heißen Brei,
    Das eine hat zu heiß gegessen,
    Da waren's nur noch drei.

    Drei kleine Negerlein,
    Die aßen ein hartes Ei
    Das eine hat zuviel gegessen,
    Da waren's nur noch zwei.

    Zwei kleine Negerlein,
    Die fingen an zu weinen,
    Der eine hat sich totgeweint,
    Da gab es nur noch einen.

    Ein kleines Negerlein,
    Das fuhr mal in der Kutsch,
    Da ist es unten durchgerutscht,
    Da war´n sie alle futsch.

    • simplicissimus
      30. März 2014 13:30

      Richtig.
      Ich habe mit dem Wort "Neger" niemals etwas schlechtes verbunden, habe als Bub begeistert selbst schwarzbunte "Negerfiguren" aus Draht und Bast gebastelt, die mir sehr gefallen haben.
      Erst die unsaegliche WC hat begonnen mir einzuhaemmern, dass dieses Wort so furchtbar schlecht waere.
      Kann ich nicht nachvollziehen, Vielleicht denken ja die WClinge schlecht beim Wort Neger?

    • AGLT (kein Partner)
      02. April 2014 21:48

      Ich hatte als Kind eine nackte Negerpuppe aus Plastik, um die mich alle Mädchen beneideten. Ich persönlich mochte sie nicht. Leider ist sie irgendwann weggekommen, heute hätte ich sie sehr gerne und würde sie auch gerne "präsentieren" ;-).





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