Sarrazin und die Meinungsfreiheit

Er nun wieder. Thilo Sarrazin hat sein drittes Buch veröffentlicht. Erneut stellt er die allgemein gültigen Lehrsätze und Wahrheiten der politischen Korrektheit in Frage. Noch bevor „Der neue Tugend-Terror“ überhaupt erschienen ist, prügeln die Mainstreamjournalisten auf Sarrazin ein. Alles wie gehabt. Es ist ein Ritual mit gut eingespielten Abläufen und Regeln. Jeder hat in diesem Lehrstück seine Rolle. Die Akteure sind, abhängig von ihrer Stellung und Funktion in der Gesellschaft, entsetzt, wütend, enttäuscht oder angewidert.

Alle, die in der Öffentlichkeit stehen oder irgendeinen Einfluss auf die öffentliche Meinung haben, wissen genau, was sie zu denken, zu tun oder zu sagen haben. Hetze, Populismus, Narzissmus, gekränkte Eitelkeit oder Rassismus: Selbst die Vokabeln, Redewendungen und Vorwürfe sind mittlerweile standardisiert und auf Knopfdruck abrufbar. Im Feuilleton und in den Talkshows, den Hochämtern der politischen Korrektheit, wo sich die Gläubigen Orientierung, Selbstbestätigung und Gewissheit holen, wird der Ketzer und seine verbotenen Ansichten mit viel Getöse verdammt.

Ebenfalls unverzichtbar beim medialen Schauprozess sind die persönlichen Unterstellungen und Beleidigungen. Nicht weil er die offensichtlichen Missstände in Deutschland und Europa aufzeigen und anprangern will, schreibt Sarrazin seine Bücher. Nein. Narzisstische Kränkung, Populismus, Geldgier, kurz Eigennutz gepaart mit einem miesen oder zumindest zweifelhaften Charakter sind sein Antrieb, so die Darstellung der Mainstreamjournalisten. Die Guten stehen eben ausschließlich links.

Das Ganze erinnert nicht zufällig an eine Hexenverbrennung oder Steinigung, auch wenn sich die politisch-korrekte Medienmeute noch mit der Vernichtung der sozialen Existenz begnügen muss. Den Mainstreamjournalisten ans Herz gelegt ist die Erzählung „The Mysterious Stranger“ des großen amerikanischen Autors Mark Twain. Hier wird einfach und präzise erklärt, wie sie ticken und wie ihre politisch-korrekten Hetzrituale funktionieren.

Im spätmittelalterlichen Eselsdorf in Österreich wird eine Frau gesteinigt. Der Ich-Erzähler, ein junger Mann, schildert: „Und ich warf den ersten Stein nach ihr, obwohl sie mir im innersten leid tat; doch da jedermann mit Steinen nach ihr warf und jeder seinen nächsten beobachtete, wäre es aufgefallen und übel vermerkt worden, wenn ich es nicht ebenso gemacht hätte.“

Solcherart in Gewissenskonflikt geraten, klärt der mysteriöse Fremde, der eigentlich Satan ist, den Erzähler auf: „ Nun… 68 Leute waren anwesend, und 62 hatten ebensowenig wie du den Wunsch, einen Stein zu werfen. (…) Ich kenne euer Geschlecht. Es besteht aus Schafen. Es wird von Minderheiten, selten oder nie von Mehrheiten beherrscht. Die Menschen unterdrücken ihre Gefühle und ihre Überzeugungen und folgen der Handvoll, die den größten Lärm schlägt. Bisweilen ist diese lärmende Handvoll im Recht, bisweilen im Unrecht; aber einerlei immer folgt ihr der Masse.“

Auch heute wird vieles „übel vermerkt“. Welch passender Ausdruck. Wer nicht mitspielt, bekommt die rote Karte und muss den Platz verlassen. Das politisch-korrekte Mediensystem ist mittlerweile zum Selbstläufer geworden. Es braucht weder Druck von außen, noch Meinungsführer und Zensoren, ja nicht einmal mehr die Leitmedien. Alle rudern kräftig und gleichmäßig: Links, Links, Links….. Selbst der Trommler, der den Meinungs-Takt vorgibt, ist mittlerweile überflüssig. Schließlich weiß auch der junge unerfahrene Volontär im kleinen Provinzblatt von ganz alleine, was von ihm erwartet wird, worüber er wie zu schreiben hat und was man lieber unerwähnt lässt.

Früher brauchte man noch den Spiegel oder die Süddeutsche als mediale Leuchttürme und Leitwölfe. Selbst das ist nicht mehr notwendig. Was man von Sarrazins neuem Buch, von der AfD oder traditionellen Hetero-Familien zu halten hat, wissen die kleinen Schreiber auch ohne ihre publizistischen Vorbilder und Vordenker. Die politisch-korrekten Dos & Dont’s können die Journalisten im Schlaf aufsagen. Wer gut und wer böse ist, was gut und was schlecht ist, was gesellschaftlich erwünscht und was unerwünscht ist, das braucht in den deutschen Medien nicht mehr debattiert und erörtert zu werden, es steht ohnehin außer Frage.

Wie das in Religionen oder totalitäreren Ideologen ebenso ist. Dass Zeitungen und Fernsehen – unter anderem aus diesen Gründen - nicht gerade ein Wachstumsbranche sind, erhöht ohne jedes Zutun den Druck auf die von Abstiegsängsten geplagten Journalisten, sich immer brav und konformistisch verhalten.

Und das Schöne an den schreibenden Galeerensklaven: Im Bauch des Schiffes sieht man nicht, wohin es steuert. Das ist für jene, die am Deck stehen, überaus praktisch. Unabhängig davon wohin die Reise geht, unten wird fleißig gerudert. Ganz egal wie absurd und abwegig das Ziel auch sein mag:

  • Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind vor allem ein soziales Konstrukt! Ho Ruck, volle Kraft voraus;
  • bereits Volksschulkinder sollen mit allen Formen der Sexualität, selbst den exotischsten, konfrontiert werden! Ho Ruck und weiter geht’s;
  • Europas Sozialstaaten brauchen noch mehr Zuwanderung bildungsferner Schichten! Volle Kraft voraus ins neosozialistische Utopia.

Selbst wenn die Galeere geradewegs auf ein Riff zusteuert, die Sklaven rudern, bis ihnen das Wasser über den Ohren steht. Es ist beängstigend, wie blind und übereifrig das politisch-korrekte Fußvolk auch gegen ihre ureigensten Interessen agiert. Wie hat es Mark Twain ausgedrückt: „Die Menschen unterdrücken ihre Gefühle und ihre Überzeugungen und folgen der Handvoll, die den größten Lärm schlägt.“

Ja, den gesunden Menschen- oder Hausverstand hat man in den letzten Jahrzehnten erfolgreich diskreditiert. Man vertraut lieber auf die politisch-korrekt genormte Second-Hand-Realität der Mainstreammedien als auf die eigenen Erfahrungen und Beobachtungen.

Die Menschen sind Schafe. Und Helden sind - wie zu allen Zeiten - eine rare Spezies. Wer sich dabei aus Überzeugung in die Riemen legt und wer nur aus Feigheit, Unsicherheit, Opportunismus oder getrieben von Abstiegsängsten mitrudert, ist von außen nur schwer zu beurteilen. Im Grunde aber auch egal. Das Ergebnis ist dasselbe. Im ganzen deutschsprachigen Raum sind die Medien de facto gleichgeschaltet. Die letzten liberalen, libertären oder konservativen Medien spielen so gut wie keine Rolle in der großen Medienwelt. Ihre Stimme geht im Chor der reichweitenstarken Blätter und Sender unter.

Leider. Für den Meinungsbildungsprozess in unserer Gesellschaft sind die wenigen kleinen Zeitschriften, Blogs und Internetseiten weitgehend bedeutungslos, ihre Außenwirkung überschaubar.

Dass die Mainstream-Journalisten selbst gegen diese letzten winzigen Oasen in der Meinungswüste anschreiben, liegt unter andrem daran, dass sie den politisch-korrekten Meinungssklaven vor Augen führen, dass es doch Alternativen zum eigenen angepassten Verhalten und Tun gibt. Dass man eben nicht gezwungen ist, mit allen andern mitzurudern, dass es trotz aller Schwierigkeiten noch jedem freisteht, seine Meinung zu äußern. Lustig ist das in vielen Fällen freilich nicht, vom Finanziellen ganz zu schweigen. Zugegeben.

Deshalb auch die persönlichen Untergriffe und Beleidigungen gegen alle, die nicht im Mainstream schwimmen. Ein Paradebeispiel dafür ist der  Artikel „Der nun wieder“ von David Hugendick in der Zeit:

„Es ist nicht gewiss, wie viel Todesmut die nicht gerade als Untergrund-Verlag bekannte Deutsche Verlags Anstalt aufgebracht hat, um die 397 Seiten in Druck zu geben. Ebenso unklar ist, ob die Dekorateure deutscher Großbuchhandlungen sich erst einmal ein Maß an Obrigkeitsverachtung ansaufen mussten, um das schwarze Buch nun in die Schaufenster zu stapeln, bevor das Meinungskartell zuschnappt.“

Aus diesen Zeilen trieft die Verachtung, die ein gekränkter opportunistischer Schreiber all jenen entgegenbringt, die trotz Gegenwindes den Mut und die Courage aufbringen, sich dem politisch-korrekten Zeitgeist zu widersetzen. Menschen wie Sarrazin führen den neosozialistischen Spießern ihre eigene Jämmerlichkeit und Mutlosigkeit vor Augen. Zumal sich die modernen aufgeklärten linken Journalisten doch so gerne für sich in Anspruch nehmen widerständig, kritisch und couragiert zu sein. Es ist ein Paradoxon. Alle marschieren in eine Richtung und weigern sich trotzdem, „Mainstream zu sein“. Um diesen Widerspruch aufzulösen, wird die angeblich allgegenwärtige Gefahr des Nationalsozialismus, der hinter jeder Häuserecke lauert, tagtäglich von Politik und Medien heraufbeschworen. Alle Nichtlinken sind irgendwie Nazi.

Das eigene geschundene Journalistenego braucht schließlich seine Streicheleinheiten. Deshalb versichern sich die Akteure der politisch-korrekten Medien-Politik-Wissenschafts-Clique ständig gegenseitig, wie mutig und couragiert sie nicht seien. Das ist auch der Grund, warum der Islam in der Mainstreampresse so gut und seine Kritiker so schlecht wegkommen. Wenn es gefährlich werden könnte, wirft man auch seine politisch-korrekten Überzeugungen über Bord. Das sollte nicht nur Homosexuellen zu denken geben.

Um all das zu übertünchen, wird die „eigene“ Meinung zur einzig wahren erklärt. Da trifft es sich gut, dass die meisten kritischen Geister ohnehin Geisteskranke, Schwachköpfe oder zumindest ungebildet sind: „soviel Basis-Nietzsche und Volkshochschul-Freud müssen sein“, ätzt Zeit-Journalist Hugendick über Sarrazins Buch. Bravo David! Sehr gut, setzen. Mahatmi Ghandi hat seinen Kampf einst so beschrieben: First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you (…)”. Ignorieren kann man Sarrazin jedenfalls nicht mehr.

Trotzdem hat Thilo Sarrazin für die Mainstreampresse eine ganz wichtige Funktion. Er ist das Feigenblatt dafür, dass in Deutschland ja ohnehin Meinungsfreiheit herrscht. Wo er doch so viele seiner bösen Bücher verkaufen darf.

Politisch-korrekte Meinungsdiktatur? Was für eine paranoide Zwangsvorstellung, ist „Sarrazins Meinung doch eher etwas, wovon man in Deutschland finanziell bestens leben kann.“  Aha! Wie viele Menschen außer Thilo Sarrazin  leben sehr gut von „dieser Meinung“?  Niemand oder gar noch ein zweiter? Was für ein toller Beweis! Dass Sarrazin seinen Job verloren hat, seine Frau aus ihrem Lehrerberuf gemobbt worden ist, er ständigen Attacken ausgesetzt ist und ihm jeder kleine Redakteur ans Bein pinkelt, vergisst Hugendick dabei zu erwähnen.

Und weil man Herrn Sarrazin so wunderbar als Beweis für die nicht vorhandene Meinungsfreiheit in diesem Land missbrauchen kann, wird ebendiese munter weiter eingeschränkt. Das geht sogar soweit, dass es selbst einem Paradelinken wie Claus Peymann sauer aufstößt. Er hat die Schreiattacken empörter linker Tugendwächter bei Sarrazins Lesung im Berliner Ensemble als „nazihaftes Gepöbel“ verurteilt. Der politisch-korrekte Mob im Internet hat wie ein pawlowscher Hund umgehend mit einem Shitstorm reagiert. Die Botschaft: Mach dich nicht mit Meinungsverbrechern gemein.  Das hat Peymann zwar gar nicht gemacht, er wollte lediglich die Redefreiheit verteidigen, aber selbst das geht den politisch-korrekten Blockwarten zu weit. Es wird zusehends enger.

Die Entscheidung von Amazon, einige Bücher mit politisch unliebsamen Inhalten nicht mehr zu verkaufen, ist ein weiterer Schritt in diese unheilvolle Richtung und ein neuerlicher Etappensieg für die  Tugendterroristen. Die es, laut eigenen Aussagen, eigentlich gar nicht gibt.

Eine Besserung oder gar Trendwende ist weit und breit nicht in Sicht.  Die neosozialistischen Gesellschafts-Ingenieure können ihre abstrusen Experimente ohne großen Widerstand weiter durchführen. Unten im dunklen Rumpf der europäischen Galeere wird mit mehr oder weniger großer Begeisterung gerudert. Und die fleißigen Ruderer haben offenbar vergessen  oder wollen es nicht wahrhaben, dass sozialistische Gesellschaftsexperimente immer in Krieg, Armut und Chaos enden.

Werner Reichel ist Journalist und Autor aus Wien. Vor wenigen Tagen ist sein neues Buch „Die Feinde der Freiheit“ erschienen.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorM.S.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 14:15

    Dieser großartige Gastkommentar zeichnet ein realistisches und deprimierendes Bild unserer Gesellschaft, der hoffentlich langsam dämmert, dass sie einer fatalen Meinungsdiktatur ausgeliefert ist. Wir erleben die modernen Hexenverbrennungen des 21. Jahrhunderts, inszeniert von den Menschen, die sich heute noch über die Inquisition der spätmittelalterlichen Kirche mokieren.
    Die bange Frage lautet, wo wird das enden?

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    06. März 2014 00:32

    Reichel trifft mit seiner brillanten Zeitgeistanalyse wieder einmal genau ins Schwarze (der linkslinken Seelen!)

    Vor über 70 Jahren nannte man sie Mitläufer und verurteilt sie bis heute aufs Heftigste. Es sind genau die gleichen Charaktere, die sich derzeit die Meinungshoheit mit Hilfe der PC angeeignet haben und jeden bis zur Existenzvernichtung diskriminieren, der sich dagegen auflehnt. Sie setzen dieselben autoritären Mittel ein und geben vor, diese zu bekämpfe = die größte schizophrene Erscheinung unseres Jahrtausends!

    Thilo Sarrazin ist ein Leuchtturm im Meer der Linkstotalitarismus und man kann ihm nicht hoch genug anrechnen, daß er sich seiner tiefen ÜBERZEUGUNG soweit verpflichtet fühlt, auch bei orkanartigem Gegenwind nicht von Bord zu gehen. Ich verneige mich tief vor diesem heldenhaften Widerstandskämpfer in Zeiten wie diesen!!!

  3. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 13:02

    Alles richtig. Jetzt bleibt halt nur noch die Frage, ob Geheimhaltungsbeitritte zu Parteien, die dagegen ankämpfen, auch zum Galeerensklavenschicksal zählen - oder ob sie einer höheren taktischen oder strategischen Überlegung folgen ?

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 16:26

    Danke Herr Reichel für diese deprimierende Zustandsanalyse unserer sehr weit fortgeschrittenen Meinungsdiktatur. Nur 3 Ergänzungen (Lichtblicke?):

    1. Regina Mönch scheibt im Feuilleton der FAZ:
    "Meinungsfreiheit im freien Verfall"

    "Gestritten werden sollte mit Thilo Sarrazin über Meinungsfreiheit und ob es stimmt, dass „linker Tugendterror“ jede andere Meinung, die jener von selbsternannten Gesinnungswächtern widerspricht oder auch nur von ihr abweicht, unterdrückt. Diesen Beweis traten etwa fünfundzwanzig Schreihälse, einige auch zu Handgreiflichkeiten neigend, am Sonntag im Theater gleich an. Der Gast musste nur noch schweigen, seine Gesprächspartner von „Cicero“ ebenfalls. Sarrazins These also bewiesen."......

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/proteste-gegen-sarrazin-meinungsfreiheit-im-freien-verfall-12829754.html

    2. Amazon bietet das neue Buch von Sarrazin auf seiner Homepage an:
    "Thilo Sarrazin ist einer der profiliertesten politischen Köpfe der Republik, ein Querdenker, der sich nicht scheut, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen...."

    http://www.amazon.de/Thilo-Sarrazin/e/B001K1ORRK

    3. Peymann will Sarrazin wieder einladen:

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/sarrazin-lesung-peymann-will-sarrazin-wieder-einladen,10809148,26457220.html

  5. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    06. März 2014 18:52

    Zu diesem Thema ein weiteres Buch, das heute in Ö1 um 14 Uhr in der Sendung "Von Tag zu Tag" mit dem Autor besprochen wurde.
    Auch da konnte ich jedes Wort unterstreichen, wie auch hier zu Werner Reichels Beitrag.

    Thomas Rietzschel, "Geplünderte Demokratie. Die Geschäfte des politischen Kartells"
    Paul Zsolnay Verlag 2014

  6. Ausgezeichneter KommentatorKonrad Loräntz
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 19:10

    Ein besonders treffender und mit feiner Feder verfasster Kommentar.
    Die Verlogenheit der Leitmedien rächt sich freilich. Ich habe 2011 die Presse nicht zuletzt deshalb abbestellt, da bei aller historisienden Lärmerei mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt wurde, dass die Wehrmacht der Roten Armee halt schlicht um Tage oder Wochen zuvorkam. Um oberflächlichen Seich zu lesen, genügt mir HEUTE. Kostet weniger.
    Für Information gibt es zum Glück diesen Blog,
    die Junge Freiheit,
    die Sezession,
    das Compact Magazin (NSU Berichterstattung !)
    und - liebe Grüsse an Undine - auf etwas simplere Weise auch unzensuriert.at. Pi-news könnte man auch noch nennen, die sind aber nicht ganz sine ira et studio.
    Zu Amazon könnte man noch sagen: Im Prinzip immer noch ein lobenswerter Hort der Meinungsfreiheit- auch in der deutschsprachigen Version. Die USA sind freilich hier in der Tat die Land of the brave and the free.
    Ceterum censeo: Man sollte auch die vielen kleineren Läden und Versandhändler leben lassen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 18:39

    Die Linken und ihr Geschrei werden dennoch nicht in der Lage sein den Erfolg von Sarrazins neuem Buch zu schmälern. Im Gegenteil, sie haben damit für Werbung gesorgt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKing_Crimson
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    06. März 2014 14:58

    Sehr guter Gastkommentar! Habe mir das Sarrazin Buch heute gekauft.


alle Kommentare

  1. Nelle (kein Partner)
    17. Februar 2015 10:32

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  2. Addriene (kein Partner)
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  3. Kimmy (kein Partner)
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  4. Ronalyn (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:28

    A Europa tem que apostar no fuurto o fuurto e9 o meio ambiente as energias renovaveis este3o a mostrar aos politicos que fazem crescer o emprego e riquesa ao pais a UE tem que reduzir o monopf3lio das grandes empresas de eletricidade que hoje tem o mercado europeu apostar nas econf3mias verdes

  5. Rafaela (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:20

    The only thing that will improve the ecnomoies of Europe is the dismantling of the EU. It is the cause of all economic woes and its ludicrous and unworkable single currency is an unmitigated disaster. You want trade to improve? Have trade deals without the imbeciles in Brussels acting as a dead weight on enterprise.

  6. Sigtyr
    29. April 2014 15:39

    Sprachverkomplizierung & -verschleierung
    Der rechte Intellektuelle MdEP Andreas Mölzer (FPÖ) hat ja mit seinen unvergesslichen Wortspenden im Zuge des EU-Wahlkampfes geradezu in einen medialen Hornissenschwarm gestochen und für ausgiebige Fernsehdiskussionen im Nachhinein gesorgt. HC Strache und sogar Thilo Sarrazin mussten in der Nacht vom Montag 14.04.2013 auf Puls4 in der Sendung "Pro und Contra" "Mölzer-Rücktritt - ist die FPÖ nun weniger rechts?" ab 23:15 Uhr als Diskussionspartner herhalten. Bei der Gelegenheit erläuterte der Autor des neuen Buches "Der neue Tugendterror - Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland" Thilo Sarrazin den Unsinn der linken Sprachpolizei durch Verdrehen von Begriffen den Eindruck erwecken zu wollen, es gäbe dann gar keine Probleme mehr. Statt Neger müsse man, wenn es nach den Gutmenschen geht, Schwarzafrikaner sagen. Statt Ausländer faselt man neuerdings im politisch korrekten ORF von Personen mit Migrationshintergrund. Sarrazin deckt auf, dass man auch die den Linken politisch unangenehmen Begriffe wie "Alleinerzieherin", "Arbeitslose" u.a. durch verschleiernde Umschreibungen aus der Welt schaffen möchte. Was es nicht geben darf im sozialistischen Paradies, darüber darf man auch nicht reden, urteilt rigoros die linke Sprachpolizei nach Stasiunart. Das erinnert einen ein wenig amüsiert an den glücklosen, unbeholfenen, peinlichen Nachfolger von Hugo Chavéz Nicolás Manduro in Venezuela. Auch hierzulande rümpfen die Experten und akademisch gebildeten Soziologen aus dem Roten Wiener Rathaus schockiert die Nase, wenn bei der zurecht verärgerten aufgebrachten Bevölkerung von Obdachlosen, Alkoholikern oder Sandlern am Praterstern die Rede ist und wollen solche Begriffe gar nicht hören und breiten den begrifflichen, verschleiernden Tarnmantel von "marginalisierten finanzschwachen Personen" über diese ausgegrenzte, unsympathische Randgruppe aus, womit ja alles nur verhüllt, verschleiert, regelrecht vertuscht und lediglich behübscht werden soll. Damit will man uns einlullen und vorgaukeln, es wäre ohnedies alles in bester Ordnung und es gäbe eigentlich gar keinen Grund nicht von vorn herein schon mit allen Maßnahmen der roten Experten einverstanden zu sein und mit solchen vornehmen Umschreibungen will die Gedankenpolizei berechtigte Kritik bereits im Keim ersticken. Schöne neue Welt.

  7. Panentheist776 (kein Partner)
    13. März 2014 14:01

    Sarrazin hat recht. Es ist sinnvoll, eine rechtskonservative, nicht-grüne Ökopolitik zu etablieren. Zudem muss die Kirche abgeschafft werden. Und der Priester muss durch den christlichen Geistheiler ersetzt werden.

  8. Der Durchblicker (kein Partner)
    11. März 2014 19:46

    Herr Reichel: Zum einen benutzt du eine Schriftart die - solide und milde geschrieben - "geistig gestört" ist - ca 10 Prozent der Schriftzeichen im dt. Schriftgebrauch sind disphonemisch.
    Zum weiteren verwendest du die wabernden Lügentriefenden "Begriffsumhüllungen" der Lügenphantasierer. Seit wann ist etwa Hitler kein Sozialist ? Somit ist Hitler nach deren Definition klarerweise auch ein Linker !
    Meinungsfreiheit ...... ist ein nachgesetztes "Begriffsfeld". Wer dies benutzt hat bereits die erste Verteidigungslinie durchbrechen lassen .......
    Worums geht ist die Freiheit historische Fakten konkret auszusprechen ! Genau das ists was zur Disposition steht.
    "Meinung" ist etwas mehr momentbestimmtes, gefühlsorientiertes, doch sehr wandelbares ....... denn wer von "Meinung" schreibt willigt selbst ein nicht wirklich Fundiertes von sich zu geben. So wen "einschränkend" "in die Mangel" nehmen ist beinah ein Gratisgeschenk an einen lügnerischen trickreichen Opponenten, dessen "Wahrheit" auf dem Gegenteil dessen basiert wie Geschichte zeigte.

    Wer im Begriffsfeldern derer schwelgt deren Gottheit oder Gottheiten die Schöpfer vieler Lügen sind ist schon so etwas wie ein zumindest kleiner Masochist ..... denn die Begriffsfelder der Lügentriefenden bedeutungsnah oder bedeutungsident zu nutzen bedeutet auch "sich deren Perspektiven angeschlossen zu haben".

    Das "fühlen" solche als Triumph .... und als Bestätigungen für ihre Lügenkurse.
    Die Galeerensklaven wollen ihren "Herrn" und den vielseitigen Taquiameistern an Deck zeigen, daß "eigentlich sie "es" sein sollten, die auf Deck stehen "sollten"" .....

    Das klare Ansprechen korrekter Begriffsfelder belehrt die unter, wie auch über Deck wie wurmstichig und sinkend die Galeere ist ..... und wie verlogen und heuchlerisch all solche sind, die sie über Wasser zu halten suchen.

    Europa wurde wegen Aristoteles, Kant, Voltaire und Einstein so reifend, nicht wegen, Mohammed, Warraq bin Naufal, Amin al Husseini und Arafat.

    • Der Durchblicker (kein Partner)
      11. März 2014 19:53

      Bedauerlicherweise kroch in Europa auch ein Hegel umher ......... und statt seine Lehre des "Synthetisierens" einzig für die Malkunst und Sinnigem mehr anzubieten verlegten viele sich früh darauf ihm zu folgen auch im Mischen von "Gut und böse" in der irrigen Meinung, dass Neues "um jeden Preis" etwas Besseres sein müsse als das Gute einzig genommen.

      Diese künstlichen "Realitäten" die so in Hirnen geschaffen werden klaffen immens an den Flüssen der realen Realitäten vorbei ...... dies wird nirgendwo deutlicher wie am Islam.....

    • Der Durchblicker (kein Partner)
      11. März 2014 19:59

      Dass Aristoteles, Kant, Voltaire und Einstein häufig in einem "menschengöttlichem" Einflußsphärenbereich gelebt haben, ist nicht bestreitbar, wie auch ihre innersten Distanzen zu "allahitischen "Wirklichkeitsbezugs"modellen" unbestreibar sind --- dessen einziges seltsames "Kausalprinzip" die Stimmungsschwankungsbereiche "Allah`s " sind.

      Dessen Schwankungsneigung den weltgrößten Mörderkult hervorbrachte ..... und seit Ende WK 2 wieder die Führungsrolle unter den Ideologien einnahm unter welchen Personen gemordet worden sind.... etwa 12,5 Millionen Morde seit 1945.

    • Der Durchblicker (kein Partner)
      11. März 2014 20:03

      Nachtrag: Nach islamen Glauben schuf "Allah" diese Welt und die Sterne und alle Seelen .... und deswegen kann auch an Aristoteles - der vor Mohammed gelebt hat - geprüft werden ob er "Allah`s Denkmustern" entsprochen hat oder nicht .......

      Dieser kleine Nachtrag für die "Kurzdenker", die viel zu wenig wissen .... doch irgendwie (..) umgekehrt proportional zu ihrem Nichtwissen meinen, besonders viel "Wissen vorgaukeln zu müssen".

    • Der Durchblicker (kein Partner)
      11. März 2014 20:19

      Nur wer fürs Gute wünscht kann so Gutes zur Realität machen.

      Wer hingegen meint Lüge würde zum Guten werden können unterwirft sich einer Lüge, denn: Dies ist niemals eine fliessende Transformation, sondern ein "Sprung" heraus und hinüber in die gute Wirklichkeitssicht. Das was uns zu erkennen obliegt.......

    • Korrektur (kein Partner)
      11. März 2014 20:21

      Streiche das Wörtchen "Nur" im vorigen Post

  9. Clemens Taferner (kein Partner)
    11. März 2014 13:51

    Brillanter Kommentar!

  10. Politicus1
    10. März 2014 16:39

    Jetzt wird es sogar schon den eigenen Leuten zu viel!
    Der Internetprotest gegen das Stück „Die Neger“ bei den Wiener Festwochen ärgert die Interessengemeinschaft der österreichischen Autoren. Deren Chef Gerhard Ruiss warnt vor „zur Hysterie abgedrifteter Political Correctness“.

    „Wer nicht von vornherein klar und deutlich zu erkennen gibt, dass er auf der ‚richtigen‘ Seite steht, wird automatisch verdächtigt, zu diskriminieren“, so Geschäftsführer Gerhard Ruiss in einer Aussendung am Montag.

  11. Einspruch! (kein Partner)
    08. März 2014 22:56

    Habe mir das brilliant geschriebene neue Buch von Sarrazin vorige Woche gekauft. Er schildert die Umtriebe der linxlinken verlogenen Gesellschaft ruhig und sachlich.

    Irgendwann einmal wird den meisten dämmern, wer sie da so hemmungslos, dreist und unverschämt manipuliert hat. Es kann nicht anders sein. Vielleicht sogar bald.

  12. Arundo.donax
    07. März 2014 21:27

    Sehr geehrter Herr Reichel, ich gratuliere Ihnen zu diesem gelungenen Artikel. Es macht Hoffnung zu sehen, dass es noch vernünftig denkende Menschen in unserer regulierten und politisch korrekten Welt gibt, wenn schon der Großteil der Leute - den Lemmings gleich - ohne Zögern in den Abgrund springt.

  13. Politicus1
    07. März 2014 19:15

    Meinungsfreiheit wird aus politischer Korrektheit nicht genützt - und auch das ist MEINUNGSTERROR!
    Z.B. jetzt gerade in den ORF-WIEN-Heute TV-Nachrichten.
    Sehr detailliert wird über die brutalen Raubüberfälle der letzten Monate in Wien berichtet, nachdem das mutmassliche Verbrecherduo gefasst werden konnte.
    Man erfährt sogar den Vornamen des einen Täters: Stephan.
    Das beide Täter RUMÄNEN sind - das verschweigt der ORF!
    Passt ja auch gar nicht ins Konzept der multikulturellen Kuturbereicherung Wiens durch Gäste aus Osteuropa ....

  14. Konsul Buddenbrook (kein Partner)
    07. März 2014 18:47

    Mimimi, andere Menschen teilen meine Meinung nicht und deshalb ist alles böser Neosozialismus. Sarrazin hat kräftig ausgeteilt, teilweise mit guten Argumenten, teilweise auf der Basis der Povokation um des provozierens willen. Da muss er auch einstecken können, bis auf irgendwelche Auftrittsverhinderungen ist der argumentative Gegenwind völlig legitim, da kann sich der Reichel noch so in Selbstmitleid suhlen und den politisch korrekten, neosozialistischen wasweißichnichtalles Maistream beklagen. Argumente zu Inhalten kommen von Reichel praktisch nie, immer nur pauschales Geraunze über seine Feindkonstrukte.

    • Gast (kein Partner)
      07. März 2014 18:56

      Uiuiui, da muss sich aber so ein kleiner Pseudo-Konsul Buddenbrook ordentlich ertappt gefühlt haben.

      Welche Argumente hätten Sie denn Sarrazin entgegenzusetzen ? Na eben.

      Wenn das Meinungsfreiheit sein soll, dass quer durch alle Medien nur gegen ihn gehetzt wird, anstatt gegenargumentiert (und zwar ohne gefälschte Statistiken), dann gute Nacht!

      Ihresgleichen möchte ich doch wimmern hören, wenn das umgekehrt wäre - eine konservative Presse, die einen Linken so behandelt. Na frage nicht.

    • estate (kein Partner)
      08. März 2014 01:16

      Nicht dass es besonders hervorhebenswert wäre, aber die pudelbrockerl'sche Unterstellung von wegen: ".. teilweise auf der Basis der Povokation um des provozierens willen", ist als abgelutschte Motivunterstellung inzwischen die Universalduftmarke der im rhetorischen Brechdurchfall gedrillten Linksgedrechselten.

      Wollten jemand dieser Preisklasse sich in Originalität üben, sollte er es zwischenzeitlich eher mit "provokantester Prokokation zwecks provozierendster Provokation" versuchen. Die maschinengewehrartig hervorgestossenen 'o's muss man sogar beim Lesen körperlich spüren, während die "i"s abwechselnd gekreischt und infantil quiekend daherkommen, so wie in "Kita", "Nazi", "Öffi" oder "Bim".

      Ostentative Empörung ("Provokation!") war seit jeher das billigste und zugleich lächerlichste Mittel vorzutäuschen, man sei jemand von Relevanz, dessen respektable Würde verletzt worden wäre. War es jetzt aber garnicht die Absicht unseres Pudelbrockerls, sich als wehrloses Opfer einer Provokation zu offenbaren, dessen dauervibrierender Provokationssensor ihm den Schlaf zunichte macht? Dumm gelaufen, denn Gegenteiliges beweisen kann nichts und niemand, also gebietet die blutrote Diskussionskultur, das Brockerl bis auf Weiteres in eben diesem Saft zu schmoren, den es selbst und seine SchwesterInnen als Alleskleber unters Volk bringen. Es ist ein bedauernswertes Provokationsopfer!

      Was hatte das Pudelbrockerl sonst noch für Beweggründe? Es giert nach Aufmerksamkeit. Es wollte Zuspruch. Es offenbarte hemmungslos seine Erbärmlichkeit in einem selbstbefreienden Akt des Outings. Es haschte nach etwas Tröstlichem für seine von ihm selbst als lächerlich empfundene Existenz, ein Schicksal, das es mit der Hach-was-bin-ich-doch-witzig-gleich-mach-ich-ins-Hoserl-Figur des bayrischen Rundfunks teilt, das mit seiner Eristik für Anfänger auf Quotensteigerung im staatlichen Kindergarten abzielt:

      http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/140306-quer-thema-sarrazin-100.html

    • Wyatt
      08. März 2014 08:16

      @ estate (kein Partner)
      @ Gast (kein Partner)
      beiden danke, dass Sie sich die Mühe nahmen.
      ****************!

  15. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    07. März 2014 14:42

    Dass jemand, der Millionen Bücher verkauft, von allen nennenswerten Medien interviewt wird und Stammgast in allen reichweitenstarken Talkshows ist, nicht ausreichend Meinungsfreiheit genießt, klingt ja irgendwie nicht wirklich überzeugend.
    Schreibt heute ganz überzeugend der Ortner.

    • Gast (kein Partner)
      07. März 2014 18:59

      Auch ihnen sei`s geschrieben - man stelle sich die ganze Szenerie mal umgekehrt vor - ein Linker würde von der konservativen Presse durchs Dorf gepeitscht, weil er Wahrheiten ans Licht bringt.

      Lesen sie doch mal quer durch den österr. (und dt. ) Mediendschungel und dann zeigen sie mir mal die Meinungsvielfalt !

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      08. März 2014 09:08

      Erstens ist Vielfalt und Freiheit nicht das gleiche.

      Zweitens geht es vorrangig um deutsche Medien, wie es auch in Sarrazins Büchern vorrangig um Deutschland geht.

      Ganz nebenbei ist Sarrazins sowieso ein Linker, seine Ansichten decken sich tw. frappant mit Gewerkschaften und anderen sozialistischen Teilorganisationen.

  16. Markus Theiner
    07. März 2014 02:28

    Meinungsfreiheit schließt auch das Recht ein die Meinung des Thilo Sarrazin für absurd, rassistisch, verlogen oder dumm zu halten. Wenn eine Mehrheit der Journalisten das so sieht, dann ist das ihr gutes Recht.

    Deswegen ist es wichtig zwischen den völlig legitimen (wenn auch inhaltlich falschen) Meinungsäußerungen linker Journalisten einerseits und inakzeptablen Zwangsmaßnahmen wie eben den Attacken in Berlin.

    Meinungsfreiheit und Demokratie beruhen auf dem Gedanken, dass die Bürger mündig und vernünftig sind. Man muss alle Meinungen vertreten können, weil die Mehrheit der Bürger die vernünftigen Argumente rausfiltert und daher keine Vorfilterung braucht.

    Geht man dagegen davon aus, dass die Menschen von Natur aus Schafe sind, die auf jeden Agitator reinfallen, dann sind Meinungsfreiheit und Demokratie eher sinnlos.

    • Waldkauz (kein Partner)
      08. März 2014 08:21

      @ Markus Theiner

      "......dann sind Meinungsfreiheit und Demokratie eher sinnlos."

      Für die Schafe sowieso, aber nicht für die Wölfe!

      Die Verfassungsform, die Feudalismus und Absolutismus ablöste, war demokratisch;
      die Herrschaftsform plutokratisch. Heute ist Demokratie Fassade der
      Plutokratie: weil die Völker nackte Plutokratie nicht dulden würden, wird ihnen
      die nominelle Macht überlassen, während die faktische Macht in den Händen
      der Plutokraten ruht. In republikanischen wie in monarchischen Demokratien
      sind die Staatsmänner Marionetten, die Kapitalisten Drahtzieher: sie diktieren
      die Richtlinien der Politik, sie beherrschen durch Ankauf der öffentlichen Meinung
      die Wähler, durch geschäftliche und gesellschaftliche Beziehungen die
      Minister.

      R. N. Coudenhove-Kalergi: Praktischer Idealismus – Adel – Technik – Pazifismus, Paneuropa Verlag, Wien-Leipzig 1925.

      Tatsächlich ist diese gemeineuropäische Zwangspolitik, wie sie in ganz Europa
      umgesetzt wird, auf eine gemeinsame geistige Grundlage zurückzuführen.
      Entwickelt wurde diese u.a. von dem österreichischen Schriftsteller, Politiker,
      Hochgradfreimaurer und Gründer der Paneuropa-Union Richard Nicolaus Graf COUDENHOVE-KALERGI.

  17. Tagebuchleser vom Berg (kein Partner)
    06. März 2014 21:38

    weil's gerade so dazu passt: Der überhebliche Jakob Augstein ein Feschak? oder doch nur des „Freitag“ Drecksack?

    siehe:

    http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/im-dunkeldeutschen-wald

    Die Alt- und post68er führen die letzten Gefechte - der Vormärz wird noch einige Jahre andauern, aber Mauern fallen über Nacht.

    LG vom Berg
    Euer Tagebuchleser

  18. Anton Volpini
    06. März 2014 18:52

    Zu diesem Thema ein weiteres Buch, das heute in Ö1 um 14 Uhr in der Sendung "Von Tag zu Tag" mit dem Autor besprochen wurde.
    Auch da konnte ich jedes Wort unterstreichen, wie auch hier zu Werner Reichels Beitrag.

    Thomas Rietzschel, "Geplünderte Demokratie. Die Geschäfte des politischen Kartells"
    Paul Zsolnay Verlag 2014

  19. rueckkehrer (kein Partner)
    06. März 2014 18:24

    Erst Komplimente fuer den Kommentar. Ich bin 2/3 durch Sarrazin's neues Buch, habe auch seine ersten zwei gelesen. Der Autor schreibt einen vortrefflichen Stil, seine Argumente sind Messer scharf und wohl fundiert, niemand wird in dem Buch beleidigt, sogar das Gegenteil ist der Fall. Ich kann nicht verstehen, dass man jemand so verurteilen kann nur weil er Probleme beim Namen nennt. Der Inhalt des Buches hat mich tief nachdenklich gemacht, ich musste einige Pausen beim Lesen machen, um den Inhalt zu verdauen.

  20. kpax (kein Partner)
    06. März 2014 16:18

    Ein großartiger Kommentar, der präzise die Verhältnisse der heutigen Zeit beschreibt.

    Wobei die Situation aber fast ein wenig zu düster gezeichnet wird. Durch die Verbreitung des Internets und der Rückgang genannter Massenmedien hat jedermann eine bessere Chance auf differenzierte Meinungen als noch vor 10 Jahren. Eng wird es nur, wenn die gutmenschliche Linke auch beginnt, das Internet zu zensurieren.

    Es ist jedenfalls eine große Ironie. Ob die Linksgutmenschen schon bemerkt haben, dass sie genau das faschistisch/rassistisch-totalitäre System darstellen, das sie glauben, zu bekämpfen?

  21. King_Crimson (kein Partner)
    06. März 2014 14:58

    Sehr guter Gastkommentar! Habe mir das Sarrazin Buch heute gekauft.

  22. Waldkauz (kein Partner)
    06. März 2014 13:19

    Es gilt wohl in alle Ewigkeit, was Bernanos sagte: „Die Raserei der Dummköpfe überschwemmt die Welt“.

    Thorsten Hinz schreibt in der Jungen Freiheit:

    Um die Struktur und Genese des Tugendterrors zu analysieren, greift Sarrazin auf die „Schweigespirale“ von Elisabeth Noelle-Neumann sowie auf ihren Schüler, den Mainzer Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger, zurück. Er zitiert Verhaltensforscher, und zeigt anhand von George Orwell, wie die „Dekadenz der Sprache“ zu einer „Dekadenz des Denkens“ führt. Er schlägt Bögen zu Machiavellis „Fürst“ und zu Tocquevilles Amerika-Buch, zur mittelalterlichen Inquisition und zur puritanischen Hexenjagd von Salem.

    Nun sind wenige Dinge so zäh und hartnäckig wie der Selbstbeharrungswille der Dummheit. Und je mehr der Dumme den Stachel des ab und zu eben doch durchsickernden Zweifels spürt, umso lauter wird er in die Trompete blasen, umso mehr wird er seine Dummheit rechtfertigen, denn immerhin stehen hier sein ganzes Selbstwertgefühl und seine causa sui auf dem Spiel – Dinge, denen überhaupt der Großteil der Menschheit fast immer die Wahrheit zu opfern bereit ist. Analoges gilt für die politisch Korrekten und die Ideologiegläubigen. Dieser Umstand ist es auch, der viele Vertreter dieser Spezies so gruselig und gleichzeitig so burlesk macht. (Wie Derek Turner einmal sagte: die politische Korrektheit ist „ein Clown mit einem Messer“.)

    Martin Lichtmesz (auf Sezession.de)

    • Julia (kein Partner)
      06. März 2014 13:56

      Waldkauz
      Vielen Dank!
      Es ist das eigene Ego, warum es Menschen so schwerfällt, zuzugeben, dass sie sich geirrt haben. Dieses Ego zu überwinden ist ein rießengroßer Schritt in die Richtung der Genesung. Der geistigen Genesung. Denn wir alle sind seit der Einführung des TV-Gerätes mit geistigem Müll nur so vollgestopft wurden, sodass wir das Wahre aus den Augen verloren haben. Und das wird immer mehr Menschen bewusst.

  23. pehers
    06. März 2014 13:02

    Aus Verteitigung der Wölfe von H.M. Enzensberger:

    gelobt sei´n die räuber; ihr,
    einladend zur vergewaltigung,
    werft euch aufs faule bett
    des gehorsams, winselnd noch
    lügt ihr, zerrissen
    wollt ihr werden, ihr
    ändert die welt nicht mehr.

  24. Waltraut Kupf
    06. März 2014 12:59

    Dieser Artikel muß in seiner Wucht Begeisterung hervorrufen. Auch die Meinung von mischu, die Tugendterroristen und Mainstream-Ruderer seien der gleiche Menschenschlag, der seinerzeit unter Hitler seine Aktivitäten entfaltet habe, ist mir aus der Seele gesprochen. Ich war zu Kriegsende zwölf Jahre alt und hatte reichlich Gelegenheit, Beobachtungen zu machen. Jeder Mensch, der einigermaßen bei Trost war, wußte z.B. spätestens ab 1942, daß der Krieg für Deutschland verloren war, was meine Mutter (ohnedies erst 1944) gegenüber einer freundlichen und hilfsbereiten Nachbarin äußerte, worauf diese erwiderte: „Aber Frau Straub, wenn wir dann doch gesiegt haben, dann sind Sie die erste, die hängt.“ Vorfälle wie dieser waren an der Tagesordnung und wurden als mehr oder weniger normal empfunden. Der Einfluß selbsternannter Parolenausrufer beruht auf der Rezeptionsbereitschaft der Schafe, die es immer geben wird. Auf die können die Medien eindonnern. Als flankierende Maßnahme dient die heftig angekurbelte Migration, die unter dem Deckmantel humanitärer Bestrebungen einzig und allein den Zweck verfolgt, Zugehörigkeiten zu untergraben, sei es, daß es um Sprache, Religion, Brauchtum, Patriotismus und was auch immer geht. Die Identitätslosen, deren es auch jenseits der Migration mehr als genug gibt, lassen sich, wie der Autor treffend sagt, steuern, egal wohin. Die Migration, welche wie ein Naturereignis gleich einem Vulkanausbruch dargestellt wird, ist der Angelpunkt des Ganzen, da er in der Lage ist, ein breitgefächertes Spektrum an erstrebten Mißständen zu erzeugen, welche als deren Gegenteil verkauft werden. Man erkennt die Wichtigkeit dieses Themas u.a. daran, daß Kommentare zur Sinnhaftigkeit der Migration aus on-line Foren mit schöner Regelmäßigkeit wegzensuriert werden, während unsachliche Pöbeleien, wenn sie sich nur an die zu bashenden Leute gerichtet sind, dort willkommen zu sein scheinen.

  25. mischu
    06. März 2014 00:32

    Reichel trifft mit seiner brillanten Zeitgeistanalyse wieder einmal genau ins Schwarze (der linkslinken Seelen!)

    Vor über 70 Jahren nannte man sie Mitläufer und verurteilt sie bis heute aufs Heftigste. Es sind genau die gleichen Charaktere, die sich derzeit die Meinungshoheit mit Hilfe der PC angeeignet haben und jeden bis zur Existenzvernichtung diskriminieren, der sich dagegen auflehnt. Sie setzen dieselben autoritären Mittel ein und geben vor, diese zu bekämpfe = die größte schizophrene Erscheinung unseres Jahrtausends!

    Thilo Sarrazin ist ein Leuchtturm im Meer der Linkstotalitarismus und man kann ihm nicht hoch genug anrechnen, daß er sich seiner tiefen ÜBERZEUGUNG soweit verpflichtet fühlt, auch bei orkanartigem Gegenwind nicht von Bord zu gehen. Ich verneige mich tief vor diesem heldenhaften Widerstandskämpfer in Zeiten wie diesen!!!

  26. Konrad Loräntz
    05. März 2014 19:10

    Ein besonders treffender und mit feiner Feder verfasster Kommentar.
    Die Verlogenheit der Leitmedien rächt sich freilich. Ich habe 2011 die Presse nicht zuletzt deshalb abbestellt, da bei aller historisienden Lärmerei mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt wurde, dass die Wehrmacht der Roten Armee halt schlicht um Tage oder Wochen zuvorkam. Um oberflächlichen Seich zu lesen, genügt mir HEUTE. Kostet weniger.
    Für Information gibt es zum Glück diesen Blog,
    die Junge Freiheit,
    die Sezession,
    das Compact Magazin (NSU Berichterstattung !)
    und - liebe Grüsse an Undine - auf etwas simplere Weise auch unzensuriert.at. Pi-news könnte man auch noch nennen, die sind aber nicht ganz sine ira et studio.
    Zu Amazon könnte man noch sagen: Im Prinzip immer noch ein lobenswerter Hort der Meinungsfreiheit- auch in der deutschsprachigen Version. Die USA sind freilich hier in der Tat die Land of the brave and the free.
    Ceterum censeo: Man sollte auch die vielen kleineren Läden und Versandhändler leben lassen.

  27. Brigitte Imb
    05. März 2014 18:39

    Die Linken und ihr Geschrei werden dennoch nicht in der Lage sein den Erfolg von Sarrazins neuem Buch zu schmälern. Im Gegenteil, sie haben damit für Werbung gesorgt.

  28. terbuan
    05. März 2014 16:26

    Danke Herr Reichel für diese deprimierende Zustandsanalyse unserer sehr weit fortgeschrittenen Meinungsdiktatur. Nur 3 Ergänzungen (Lichtblicke?):

    1. Regina Mönch scheibt im Feuilleton der FAZ:
    "Meinungsfreiheit im freien Verfall"

    "Gestritten werden sollte mit Thilo Sarrazin über Meinungsfreiheit und ob es stimmt, dass „linker Tugendterror“ jede andere Meinung, die jener von selbsternannten Gesinnungswächtern widerspricht oder auch nur von ihr abweicht, unterdrückt. Diesen Beweis traten etwa fünfundzwanzig Schreihälse, einige auch zu Handgreiflichkeiten neigend, am Sonntag im Theater gleich an. Der Gast musste nur noch schweigen, seine Gesprächspartner von „Cicero“ ebenfalls. Sarrazins These also bewiesen."......

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/proteste-gegen-sarrazin-meinungsfreiheit-im-freien-verfall-12829754.html

    2. Amazon bietet das neue Buch von Sarrazin auf seiner Homepage an:
    "Thilo Sarrazin ist einer der profiliertesten politischen Köpfe der Republik, ein Querdenker, der sich nicht scheut, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen...."

    http://www.amazon.de/Thilo-Sarrazin/e/B001K1ORRK

    3. Peymann will Sarrazin wieder einladen:

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/sarrazin-lesung-peymann-will-sarrazin-wieder-einladen,10809148,26457220.html

  29. M.S.
    05. März 2014 14:15

    Dieser großartige Gastkommentar zeichnet ein realistisches und deprimierendes Bild unserer Gesellschaft, der hoffentlich langsam dämmert, dass sie einer fatalen Meinungsdiktatur ausgeliefert ist. Wir erleben die modernen Hexenverbrennungen des 21. Jahrhunderts, inszeniert von den Menschen, die sich heute noch über die Inquisition der spätmittelalterlichen Kirche mokieren.
    Die bange Frage lautet, wo wird das enden?

  30. Helmut Oswald
    05. März 2014 13:02

    Alles richtig. Jetzt bleibt halt nur noch die Frage, ob Geheimhaltungsbeitritte zu Parteien, die dagegen ankämpfen, auch zum Galeerensklavenschicksal zählen - oder ob sie einer höheren taktischen oder strategischen Überlegung folgen ?





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