Die Sozialisten im Mussolini-Bau

Die Delegierten von 28 sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien haben Anfang März im römischen Kongresszentrum ihren Spitzenkandidaten gewählt. Der ORF berichtete darüber und zeigte auch ein Bild des Veranstaltungsortes mit dem neutralen Hinweis, dass es sich bei diesem Gebäude um einen Prunkbau aus der Mussolini-Ära handelt.

Abgesehen davon, dass es interessant ist, dass die europäische Sozialdemokratie keine andere Location für diese wichtige Wahl gefunden hat, stellt sich doch die Frage, wie lässig die europäische Linke (das heutige Italien sowieso) mit dem faschistischen Erbe umgeht. Und wie hysterisch andererseits  die Medien in Österreich oder Deutschland hyperventilieren, wenn irgendwo ein Versatzstück des dritten Reiches gefunden wird, etwa das „Hitlerzimmer“ im Volkstheater, das noch vor einiger Zeit für künstliche Aufregung sorgte.

Prof. Dr. Herbert Kaspar ist Chefredakteur der ACADEMIA, der Zeitschrift des österreichischen Cartellverbandes.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 03:20

    Wenn es in den sozialistischen Opportunismus paßt, sind die Genossen gar nicht so zimperlich, wie wenn es ums Instrumentalisieren geht.

    Siehe auch lt. Wikipedia:

    "In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der 1. Mai ab 1933 durch die Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag. Das Reichsgesetz vom 10. April 1933 benannte ihn als Feiertag der nationalen Arbeit. "

    Und noch kein Sozi hat dessen Abschaffung verlangt - im Gegenteil, er ist und bleibt einer der höchsten sozialistischen Feiertage! ;-)

  2. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 11:05

    Die tuntenhafte Prüderie im Umgang mit 'Relikten', der zelotische Fleiß und das verbissene, streberhafte Denkmalstürmertum ist letztlich der Beweis, daß die politische Linke täglich ihre Alpträume lebt. Ihr schlimmster Albtraum aber wird vor ihren Augen Wirklichkeit: die antifaschistischen Lügengebäude, sorgsam errichtet und von Kommunisten in zwei Generationen ausgeschmückt mit Legenden sonder Zahl, zerbricht unaufhaltsam. Einerseits schreitet die allmähliche Historisierung der NS Zeit konsequent weiter - nur Geisteskranke glauben an eine Blaupausenkopie zur Wiederholung dieser Geschichte. Andererseits öffnen sich Archive und publizieren, besonders übrigens auch russische Historiker, nicht selten aber auch solche aus dem angelsächsischen Raum Fakten, deren Aneinanderreihung zahlreiche - keineswegs alle - revisionistischen Thesen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts stützen. Da nützt die ganze Kampfrethorik nichts und nicht die sektenhafte Verbohrtheit, mit der die 'Einmaligkeit und Einzigartigkeit' bestimmter Vorgänge adjektiviert werden - die moralisierende Geschichtspolitik mit strafbewährter Wahrheitskunde bewaffnet löst sich auf angesichts des ernüchternden Befundes der uns hinsichtlich einiger unangenehmer Wahrheiten eingetretenen Gewissheit. Auch die Siegermächte dieser Epoche begingen genocidale Menschheitsverbrechen, und diese sind an Zahlen gemessen mit Leichtigkeit im Stande, die allseits stets mahnend und richtend verkündeten Regierungsverbrechen zu übertreffen. Am Rande vermerkt - auch diese namens der 'Guten'- oft mit der verkündeten angeblichen historischen Notwendigkeit begründeten Untaten wurden mit 'industriellem Fleiß' verrichtet. Von der 'consecutio temporum' einmal ganz zu schweigen. Aber ein gewisser Opferrassismus - wie anders sollte man es denn beim Namen nennen, läßt letztere unbestraft, ungesühnt, unberichtet und gewiß nicht minder verdrängt, als dies in den unmittelbaren Nachkriegsjahren ersteren wiederfuhr.

    Und so wird es bleiben, solange linke Agitatoren Lehren verbreiten, denen eines gemeinsam ist - das Vertuschen, daß die Massentötungen politischer Widersacher historisch unbestreitbar das Rezept und die Methode erster Wahl der politischen Linken gewesen sind und von ihr als Mittel zur Machtergreifung und Machterhaltung ein den politischen Verkehr gebracht wurde. Das 'Verhaften der üblichen Verdächtigen' läuft also nicht mehr störungsfrei. Da kommt nämlich noch eine Menge Ware auf den Tisch. Und keine Sorge - der Trunk ist Euch bereitet. Die Zeit ist nicht stehengeblieben. Und sie arbeitet gegen die Alltagslügner.

    Und darum stimme ich von ganzem Herzen der Parole zu 'Niemals vergessen'.
    Unversöhnlichkeit ist keine Einbahnstrasse.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    08. März 2014 11:50

    Italien hat noch jeden Krieg gewonnen, zur Not durch rechtzeitige Wende. Die Mafia wurde durch den in den USA lebenden Lucky Luciano wieder istalliert. Dafür machte er die Landung in Sizilien möglich und die Mafia dankt ihren Heimatland. Unter Mussolini hatte Italien einen Großmachttraum und dafür ist es heute noch dankbar.


alle Kommentare

  1. Loren (kein Partner)
    08. Februar 2015 00:43

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  5. Der Durchblicker (kein Partner)
    15. März 2014 18:25

    Ein erschütternder Text über die sozialistische Lehre die Morde zu ähnlich trivialen Geschehnissen herunterzudrehen sucht, wie der diesbezüglich ähnliche Standard in der islamen Ideologie, der Morden zum "sakralen Akt" verbrämt.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_wahrheit_ueber_den_vietnamkrieg_die_falschen_haben_gesiegt

    Der vielleicht größte Unterschied zur Menschenkultur sind die falschen Engen der Ideologien ....... es sind genau diese Engen von Kulten wie Sozentum mit seinen selbstmoralischen Festlegungen was Mord und was umjubelbares "parteipolitisches ideelles Ausschalten von Widersachern" ist und Islam, der in vielem so ähnlich ist, welche die dämonalen Verbrüderungen in den Engen dieser Ideologien schaffen, durch welche die Blicke so neidvoll auf das wirklich Lebensvolle eingeengt sind, daß solches bis hin zum Mordwunsch reicht ... und in vielen die Standardreaktion ist.

    Das Zurückentwickeln ins Tierische - auch häufig durch Symbole offen sichtbar gemacht - führt schlichtweg in Bewußtseinszustände wo bereits dem Lebensvollem Lebenszeit "zu gönnen" bereits als "zuviel eingestanden" "gedacht" wird.

    Der Vorwand der mörderischen "Zwangsbeglückung" ist natürlich klar als Wahnsinn erkennbar.

    Es ist die natürliche Diversität im Lebensvollen weswegen die Nordvietnamesen die sich kapern liessen, die Südvietnamesen überrennen konnten unter "Flankenschutz" durch tiefgründig neidende europäische "Linke" und deren Propaganda der vielen Lügen.

    Wer diese Systematik erkannt und durchschaut hat kapiert auch sofort, wieso parteipolitische Pseudodemokratien IMMER ins Dikatorische abzugleiten drohen ... denn Parteien sind Verenger, sind Segregationisten keine Zusammensinnenden !

    Der Neidzusammenschluß der größten Neidertruppe bestimmt die Schicksale "der vielen"

    Und nicht die zusammen gesinnten Beschlüsse direkt aus dem Volk Gewählter, die vernunftgemäss sinnigerweise niemals segregationistisch denken, weil sie nicht "Partei" "denken"

    • Der Durchblicker (kein Partner)
      15. März 2014 18:39

      Das Leben ist "bunt".

      Parteipolitiker wollen uns blutrote Einfärbigkeit und tiefstes Schwarz oder "das Blaue" oder das Grüne(hinterdemallesrotist) als "Farbenvielfalt" verkaufen .......

      In einer wirklichen Demokratie gibts solche Lügen nicht. Die Gesetze und Gebotstexte würden das bewirken was die heuchlerischen und oft dichotomischen Gesetzeswerke niemals zustande bringen können ...... das ist: Wirklicher Friede.

      Die Partei "Islam" (in der historisch überlieferten Endformation der Koranumbildungen unter Mohammed und danach noch Abu Bakr) behauptet ja diesen Frieden bringen zu können ...... kaum eine zweite Lüge könnte größer sein.

      Übrigens: Kein Kult hat mehr gemordet ......

      Die Sozen die ihren Morde nur in wesentlich kürzerer Zeit.

      Wie würde eine Welt aussehen in welcher nicht das Diktat der "50,0001 %" "DIE Wahrheit" definierte, sondern etwa in Österreich zumindest 40 von 44 direkt Gewählten mit ihrer Wahl die Zukunft bestimmen ?

      Struktur, welche geistig freimütigmenschliche Lösungsbewußtseine stützt schafft etwas ganz anderes als "parteipolitische" oder "kultgebundene" "Denk"-Schärfen ........die im Grunde immer nur auf die Ausbreitung ihrer verengenden Sichten auf alle anderen aus sind....

  6. cmh (kein Partner)
    09. März 2014 20:22

    Warum die Aufregung?

    Sozialismus ist Sozialismus und schuld sind immer nur die anderen.

    • Alfred E. Neumann
      10. März 2014 10:19

      ... ob jetzt national davorsteht oder nicht. Sozi bleibt Sozi!

  7. monofavoriten (kein Partner)
    09. März 2014 16:27

    das ist doch passend! die faschisten sind ja eh ultra links!

  8. Julia (kein Partner)
    09. März 2014 11:38

    Michel Foucault (1926 – 1984) franz. Professor, Historiker und Philosoph

    „Das Gefängnis ist der einzige Ort, wo die Macht ungeschminkt in ihren exzessivsten Formen auftreten und sich gleichzeitig als moralische Instanz rechtfertigen kann. Ist es erstaunlich, dass das Gefängnis den Fabriken ähnelt, den Schulen, den Kasernen, den Krankenhäusern, und diese ihrerseits dem Gefängnis?
    Die alte Mächtigkeit des Todes in der sich die Souveränität sybolisierte, wird nun überdeckt durch die sorgfältige Verwaltung der Körper und die rechnerische Planung des Lebens“ - See more at: http://www.andreas-unterberger.at/2014/03/der-frauentag-und-wo-die-wirklichen-frauenprobleme-liegen/#comment-287630

  9. Gerhard Pascher
    08. März 2014 18:24

    Soll man alle Bauten aus Diktatoren-Zeit entfernen? Lassen wir doch die europäischen Sozialisten/Sozialdemoktraten auch in diesen Hallen nostalgisch singen:
    Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!
    Freundschaft! Amicizia! Friendship! Amitié! ?????? (Druschba)!

    • Gerhard Pascher
      08. März 2014 18:25

      ?????
      Kyrillische Schriftzeichen werden von verwendeten System leider nicht wiedergegeben!

  10. socrates
    08. März 2014 11:50

    Italien hat noch jeden Krieg gewonnen, zur Not durch rechtzeitige Wende. Die Mafia wurde durch den in den USA lebenden Lucky Luciano wieder istalliert. Dafür machte er die Landung in Sizilien möglich und die Mafia dankt ihren Heimatland. Unter Mussolini hatte Italien einen Großmachttraum und dafür ist es heute noch dankbar.

  11. Helmut Oswald
    08. März 2014 11:05

    Die tuntenhafte Prüderie im Umgang mit 'Relikten', der zelotische Fleiß und das verbissene, streberhafte Denkmalstürmertum ist letztlich der Beweis, daß die politische Linke täglich ihre Alpträume lebt. Ihr schlimmster Albtraum aber wird vor ihren Augen Wirklichkeit: die antifaschistischen Lügengebäude, sorgsam errichtet und von Kommunisten in zwei Generationen ausgeschmückt mit Legenden sonder Zahl, zerbricht unaufhaltsam. Einerseits schreitet die allmähliche Historisierung der NS Zeit konsequent weiter - nur Geisteskranke glauben an eine Blaupausenkopie zur Wiederholung dieser Geschichte. Andererseits öffnen sich Archive und publizieren, besonders übrigens auch russische Historiker, nicht selten aber auch solche aus dem angelsächsischen Raum Fakten, deren Aneinanderreihung zahlreiche - keineswegs alle - revisionistischen Thesen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts stützen. Da nützt die ganze Kampfrethorik nichts und nicht die sektenhafte Verbohrtheit, mit der die 'Einmaligkeit und Einzigartigkeit' bestimmter Vorgänge adjektiviert werden - die moralisierende Geschichtspolitik mit strafbewährter Wahrheitskunde bewaffnet löst sich auf angesichts des ernüchternden Befundes der uns hinsichtlich einiger unangenehmer Wahrheiten eingetretenen Gewissheit. Auch die Siegermächte dieser Epoche begingen genocidale Menschheitsverbrechen, und diese sind an Zahlen gemessen mit Leichtigkeit im Stande, die allseits stets mahnend und richtend verkündeten Regierungsverbrechen zu übertreffen. Am Rande vermerkt - auch diese namens der 'Guten'- oft mit der verkündeten angeblichen historischen Notwendigkeit begründeten Untaten wurden mit 'industriellem Fleiß' verrichtet. Von der 'consecutio temporum' einmal ganz zu schweigen. Aber ein gewisser Opferrassismus - wie anders sollte man es denn beim Namen nennen, läßt letztere unbestraft, ungesühnt, unberichtet und gewiß nicht minder verdrängt, als dies in den unmittelbaren Nachkriegsjahren ersteren wiederfuhr.

    Und so wird es bleiben, solange linke Agitatoren Lehren verbreiten, denen eines gemeinsam ist - das Vertuschen, daß die Massentötungen politischer Widersacher historisch unbestreitbar das Rezept und die Methode erster Wahl der politischen Linken gewesen sind und von ihr als Mittel zur Machtergreifung und Machterhaltung ein den politischen Verkehr gebracht wurde. Das 'Verhaften der üblichen Verdächtigen' läuft also nicht mehr störungsfrei. Da kommt nämlich noch eine Menge Ware auf den Tisch. Und keine Sorge - der Trunk ist Euch bereitet. Die Zeit ist nicht stehengeblieben. Und sie arbeitet gegen die Alltagslügner.

    Und darum stimme ich von ganzem Herzen der Parole zu 'Niemals vergessen'.
    Unversöhnlichkeit ist keine Einbahnstrasse.

    • Der Durchblicker (kein Partner)
      15. März 2014 14:36

      Die Regung von menschlichen Bewußtseinsflüssen wird die vielen tierischen Bewußtseine zum intensiven Reuen bringen..... dann wird auch um Sühne nicht mehr so viel gesorgt werden müssen.

      Viele Gestorbene werden angesichts ihrer Schulden sehr eigenentschlossen in die Räder der Wiedergeburt springen ..... und viele "Ex-Todfeinde" in die selben Familien gebracht werden.

      Sowas - das zu Beginn Geschriebene - bringt klarerweise auch Bewegung in die Herzen jetziger Feinde......

      Und klar beginnt viel: Wenn Vieh und Raubzeug nicht mehr an Wände gehängt werden.

  12. mischu
    08. März 2014 03:20

    Wenn es in den sozialistischen Opportunismus paßt, sind die Genossen gar nicht so zimperlich, wie wenn es ums Instrumentalisieren geht.

    Siehe auch lt. Wikipedia:

    "In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der 1. Mai ab 1933 durch die Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag. Das Reichsgesetz vom 10. April 1933 benannte ihn als Feiertag der nationalen Arbeit. "

    Und noch kein Sozi hat dessen Abschaffung verlangt - im Gegenteil, er ist und bleibt einer der höchsten sozialistischen Feiertage! ;-)





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