Die Linke und die Kinder

Linksaußen-Kabarettist Volker Pispers sieht bei der Verleihung des deutschen Kleinkunstpreises 2014 viel sagend in die Fernsehkamera: „Irgendwas muss der Edathy doch falsch gemacht haben. Kann es sein, dass er als Vorsitzender des  NSU-Ausschusses ein paar BKA-Beamten zu heftig auf die Füße getreten ist?“ Die Grün- und Linkswähler im Publikum nicken zustimmend und applaudieren. Pispers deutet an, was in linken Kreisen viele denken.

Edathy sei vor allem eines: das Opfer einer rechten Verschwörung. Sobald einer der Ihren mit Jugend-, Kinderpornographie oder noch widerlicheren Dingen in Zusammenhang gebracht wird, reagieren Linke mit reflexartigen Abwehrmechanismen.

Das war auch so, als die pädophilen Altlasten der Grünen ans Tageslicht gekommen sind. Die linken Mainstream-Medien haben verhalten, relativierend und zum Teil widerwillig berichtet. Die Grünen selbst waren und sind nicht bereit, ihre eigene dunkle Vergangenheit ehrlich und schonungslos aufzuarbeiten oder gar Konsequenzen aus ihr zu ziehen. Stattdessen faule Ausreden, Schutzbehauptungen und Relativierungen. Immer nur so viel zugeben, wie ohnehin schon bekannt ist. Und die grün gefärbten Mainstream-Medien lassen sie damit nur allzu gerne durchkommen. Sonst müsste man ja auch seine eigene politische Überzeugung überdenken. Deshalb gilt das Motto: nur nicht zu viel recherchieren.

Daniel Cohn-Bendit ist in linken Kreisen noch immer ein angesehener Politiker. Dass er seinerzeit im Buch „Der große Bazar“ geschrieben hat: „es kam vor, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln“, hat ihm politisch nicht geschadet. Im Gegenteil. Die Grünen, darunter auch einige alternative Mamis, lieben ihren Dany le Rouge noch immer heiß.

Pädophilieverdacht? Papperlapapp! Cohn-Bendits Gesinnungsgenossen in Politik, Medien und Wählerschaft haben sich nur allzu gerne mit seinen hanebüchenen Rechtfertigungen zufrieden gegeben. Die widerlichen Ausführungen seien nur literarische Provokation gewesen …

Wäre Cohn-Bendit kein Grüner, sondern ein CSU-Abgeordneter oder Priester, man hätte ihm seine Erklärungen als lächerliche Schutzbehauptung um die Ohren gehauen. Was damals wirklich vorgefallen ist, was die Kinder unter Danis Obhut erlebt und erlitten haben, das wollen die linken Moralaposteln gar nicht wirklich wissen. Dabei ist es für die kindlichen Opfer von sexueller Gewalt vollkommen egal, welche Weltanschauung ihr Peiniger hat. Nur die linken politischen und journalistischen Meinungsmacher sehen das etwas anders.

Ganz extrem ist das in Österreich zu Tage getreten. Über Monate hinweg ist die katholische Kirche nicht aus den Schlagzeilen gekommen. Der Missbrauch in katholischen Heimen von den 50er bis in die 70er Jahre beschäftigte (zu Recht) Medien und Politik. Der Staatssender ORF hatte über Wochen ein Leitthema, das in allen Formaten und von allen Seiten beleuchtet worden ist. Selbst Priester, die in den 60er Jahren Jugendlichen eine Ohrfeige verpasst haben sollen, wurden im allgemeinen linken Jagdfieber an die Öffentlichkeit gezerrt und an den Pranger gestellt.

All das änderte sich plötzlich, als bekannt wurde, dass in den Heimen der sozialistisch regierten Stadt Wien über Jahrzehnte schlimme und widerliche Verbrechen an Kindern begangen worden sind. Besonders unerträglich war die Situation im Kinderheim Wilhelminenberg. Dort wurden Kinder über Jahre vergewaltigt, missbraucht und gedemütigt, es herrschte extreme Brutalität. Viele Kinder sollen von Pflegekräften zur Prostitution gezwungen worden sein. Die Missstände waren über viele Jahre den Verantwortlichen in der roten Stadtregierung bekannt. Passiert ist nichts. Und als das Heim schließlich 1977 zusperrte, wurden in einer Nacht- und Nebelaktion alle Heimakten vernichtet.

Bis heute ist niemand dafür zur Rechenschaft gezogen worden. Weder politisch noch strafrechtlich. Die ansonsten dauerempörten Linken haben offenbar kein gesteigertes Interesse daran. Lasst die perversen Genossen doch in Ruhe, Schwamm drüber.

Was sind schon systematische Kindervergewaltigungen in sozialistischen Heimen gegen ein paar Ohrfeigen von einem Priester. Der ORF und all die andern linken Medien haben gerade so viel berichtet, dass man ihnen nicht vorwerfen konnte, sie hätten das abscheuliche Thema totgeschwiegen. Man machte das absolut Notwendige, um journalistisch zumindest eine graue Weste zu behalten.

Aber der journalistische Elan, die moralische Empörung und der investigative Spürsinn waren plötzlich wie weggeblasen. Keiner der linken Journalisten kam auch nur auf die Idee, die über Jahrzehnte andauernden systematischen Verbrechen in den roten Kinderheimen in einen größeren Kontext zu stellen und mit der sozialistischen Ideologie, den linken Glaubenslehren oder der sexuellen Revolution der 68er in Verbindung zu bringen.

So, wie man das ganz selbstverständlich bei den Missbrauchsfällen in Heimen der katholischen Kirche getan hat. Schuld daran waren, da sind sich alle linken Mainstream-Journalisten einig, die Kirche, ihr verbohrtes Personal, der Zölibat oder die überkommenen Moralvorstellungen der christlichen Religion. Die wesentlich schlimmeren Fälle in den roten Heimen wurden hingegen ausschließlich den handelnden Personen, die bis heute nicht bekannt sind, angelastet. Auch eine Austrittswelle aus der SPÖ setzte nach dem Bekanntwerden des Skandals nicht ein, obwohl die SPÖ weitaus verlogener und unwilliger mit ihrer Vergangenheit umgegangen ist als die Kirche.

Die doppelten Standards, die die Journalisten und Politiker in solchen Fällen anlegen, sind offenkundig. Die Häme und klammheimliche Freude über die Missbrauchsfälle im Umfeld der Kirche konnten die Linken in Politik, Kultur und Medien damals kaum verbergen.

So wie auch bei Fukushima. Auch hier freuten sich die grünlichen Ökultisten über den AKW-Unfall wie über einen Sechser im Lotto. Der Zwischenfall ist vor allem in Deutschland und Österreich medial aufgeblasen worden. Die rund 20.000 Toten, die der Tsunami gefordert hat, waren den linken Umweltfreunden indes weitgehend egal. Aus Flutwellenopfern kann man schließlich kein politisches Kapital schlagen. Das wirft ein grelles Licht auf das Menschenbild der Linken und ihr Verhältnis zu Kindern.

Wenn die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft (sexuell) missbraucht werden, ist das nur dann ein echter Skandal, wenn man ihn politisch für seine Zwecke ausschlachten kann. Darüber hinaus ist vielen Linken das Leid dieser Kinder relativ egal. Deshalb drückt man auch bei den links-alternativen Onkels, die sich in den Anfangszeiten der Grünbewegung an Minderjährigen vergangen haben, heute beide Augen zu. Die Kleinen sind gleich doppelt missbraucht worden, sexuell und politisch.

Sie sind lediglich eine ideologische Verschubmasse. Als Individuen zählen sie nicht viel. Wenn es der Verwirklichung der politischen Ideen dient, sind viele Linke erstaunlich skrupellos. Diese Gefühlskälte gegenüber Kindern steckt ganz tief in der sozialistischen Ideologie. Gemäß der politisch-korrekten Utopie müssen die kindlichen Gehirne schon möglichst früh mit den richtigen Gedanken, Verhaltensweisen und Weltbildern gefüttert werden.

Der Bildungsplan in Baden-Württemberg mit der Zwangssexualisierung kleiner Jungen und Mädchen ist ein Beispiel dafür. Was eine solche Indoktrination mit der Psyche, der Gedanken- und Gefühlswelt eines kleinen Kindes anrichtet, ist den selbstherrlichen Apologeten der Gender-Öko-Multikulti-Ideologie egal. Wo gehobelt wird, da fallen eben Späne. Viele dieser Genderisten haben keinen eigenen Nachwuchs, ihnen mangelt es an Empathie. Um die sozialistische Utopie Wirklichkeit werden zu lassen, müssen die Kinder möglichst früh und effektiv geformt und bearbeitet werden.

Deshalb ist es auch eines der Hauptziele linker Politiker, bereits Kleinkinder aus dem Familienverband zu reißen. Dort haben die politisch korrekten Ideologen zu wenig Einfluss auf die Bälger des Klassenfeindes. In staatlicher Obhut kann man sie besser formen und dressieren. Die EU braucht schließlich ihren stromlinienförmigen unkritischen und politisch-korrekten Einheitsbürger. Die linken Sozial- und Geisteswissenschaften liefern bedarfsorientiert die passenden Erkenntnisse und Forschungsergebnisse, um jede noch so absurde gesellschaftspolitische Maßnahme „wissenschaftlich“ untermauern zu können.

Im Dienste des Sozialismus kann man auf die echten und unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern keine Rücksicht nehmen. Sie sind ebenso wie Einwanderer oder Schwule nur Versuchskaninchen der sozialistischen Gesellschaftsingenieure.

Werner Reichel ist Journalist und Autor aus Wien. Vor wenigen Tagen ist sein neues Buch „Die Feinde der Freiheit“ erschienen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2014 08:09

    Genau!!
    Die Aufarbeitung des Wilheminenbergskandals ist ein weiterer Skandal für sich!
    An die 2,000 (!) anerkannte Opfer, die mit Steuergeldern - bei kirchlichen Opfern wurden Entschädigungen aus Kirchenvermögen bezahlt! - entschädigt wurden.
    Aber noch KEIN EINZIGER TÄTER, bzw. keine einzige Täterin wurde belangt.
    Verschwundene und vernichtete Akten blieben ohne strafrechtliche und ohne politische Konsequenzen!

    Und das erstaunliche ist, dass auch kein Journalist, keine Zeitung am Ball bleibt - oder nicht bleiben darf? (Stichwort: Inseraten aus dem Millionenbudget des Rothauses)

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2014 08:44

    Linken ist vollkommen egal, woher Kinder kommen, wichtig ist nur, dass sie "richtig" erzogen werden. Im Sinne der egalitaeren Gesellschaft.
    Abstammung im genetischen Sinn spielt keine Rolle, da ja alle biologisch gleich sind und nur durch die Umwelt geformt.
    Daher wuenschen sich Linke eine 100%ige Gleichschaltung in der Erziehung.
    Und wenn doch ein Kind kommt, das gescheiter oder talentierter ist, dann muss es positiv diskriminierend erzogen werden, um Gleichheit zu erreichen. Um die "Diskrimnierung" der weniger gescheiten und talentierten auszugleichen.

    Bravo! Die Linke, in ihrem Bemuehen den besseren Menschen zu schaffen, verhaelt sich viel unmenschlicher als jeder andere, der biologische Unterschiede akzeptiert und individuell das Beste daraus macht.
    Die Natur ist halt leider nicht "gerecht". Das koennen wir nicht aendern.

  3. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2014 12:31

    Bestens auf den Punkt gebracht, Herr Reichel!

    Ganz im Sinne der linkslinken Ideologie wird ein Meinungsdelikt schwerer bestraft, als Kindesmißbrauch. Das sagt wohl alles über den realen Sozialismus!

    Und deshalb paßt auch einmal mehr zu dieser Gesinnung:

    "Noch hat jeder, der vorgab, das (sozialistische) Paradies auf Erden zu errichten, die Hölle geschaffen. "

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2014 23:58

    Der von den Linken (und zwar von allen Linken, also den roten, schwarzen und grünen, orangen, gelben und was weiß ich noch Färbigen) euphemisch bejubelte AKTIONSKÜNSTLER Otto Mühl (rechtskräftig wegen Kinderschändung verurteilt), stellt für mich ein Paradebeispiel für österreichische Verlogenheit dar. Die Doppelzüngigkeit unserer veröffentlichten Meinung ist der Hauptschuldige an der Politikverdrossenheit in Österreich, am Niedergang des Glaubens an demokratische Werte. Da lügen uns Medien pausenlos ungeniert an und ich soll sie noch dafür mit meinen Steuergeldern belohnen? Für wie dumm halten mich diese Gauner?

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2014 09:49

    Danke Herr Reichel für diesen guten Beitrag! Es ist halt leider so:
    "Quod licet Iovi, non licet bovi"

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2014 08:48

    Rote sind rot vor bestaendiger Selbstschaemerei wegen ihrer Doppelmoral.
    Gruene sind gruen wegen der Uebelkeit ueber Paedasterie und sonstiger Perversitaeten.
    Und es ist extrem traurig, dass soviel Stimmvieh das immer noch nicht sieht.
    Auch wenn andere Parteien teilweise auch nicht viel besser sind.

  7. Ausgezeichneter KommentatorInger
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2014 13:44

    Danke für den exzellenten Beitrag - das Thema Kinder ist ja unerschöpflich.

    Mit Grausen denke ich daran, dass 1991 der Ingeborg Bachmann Preis für den Text "Babyficker" verliehen wurde. Urs Alleman, ein Schweizer, wird sich gefreut haben, ich finde es aber heute noch furchtbar, allein der Titel! Den Text kenne ich
    nicht, aber ich kann mich erinnern, dass es dann schon Turbulenzen gab und sich
    die Kärntner Landesregierung beim Sponsern zurückzog.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAron Sperber
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. März 2014 13:20

    Im Falle des Kinderporno-Konsumenten Sebastian Edathy empörte sich der Spiegel über die Vorverurteilung durch die unethischen Medien.

    Als es jedoch darum ging, den ehemaligen CSU-Innenminister wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses anzuprangern, hatte man sofort rechtliche Expertisen parat:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/02/17/die-friedrich-affare/


alle Kommentare

  1. Adele (kein Partner)
  2. Matt (kein Partner)
    21. Januar 2015 23:59

    The pusarches I make are entirely based on these articles. http://cgjrxlfjz.com [url=http://ztbgaqaye.com]ztbgaqaye[/url ] [link=http://ebejhtkp.com]ebejhtkp[/link ]

  3. Anguio (kein Partner)
  4. Acupuntura (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:26

    That's not even 10 miunets well spent!

  5. Mohammad (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:12

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  6. Robert (kein Partner)
    20. Januar 2015 15:56

    There are no words to describe how boduoicas this is.

  7. Aron Sperber (kein Partner)
    28. März 2014 13:20

    Im Falle des Kinderporno-Konsumenten Sebastian Edathy empörte sich der Spiegel über die Vorverurteilung durch die unethischen Medien.

    Als es jedoch darum ging, den ehemaligen CSU-Innenminister wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses anzuprangern, hatte man sofort rechtliche Expertisen parat:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/02/17/die-friedrich-affare/

  8. Ein wichtiger Pfarrgemeinderat (kein Partner)
    28. März 2014 13:15

    Was ist der Unterschied zwischen einem Politiker (die alle links sind) und einem Pädophilen? – Der Pädophile „mag“ Kinder.

    Deshalb wird in Europa auf dem Fundament der getöteten oder/und mißbrauchten Kinder eine antichristliche „Wertegemeinschaft“ errichtet.

    http://www.kreuz-net.at/index.php?id=358

  9. Konsul Buddenbrook (kein Partner)
    28. März 2014 12:55

    Wie immer von diesem Journalisten eine Reihe von sinnlosen Schlagworten. Aber immerhin ein neues Wort, der Linksaußen-Kabarettist. Gibts eigentlich auch einen Linksinnen-Kabarettisten?

    Wie üblich sieht der Autor auch den Balken im eigenen Auge nicht - Verschwörungstheorien hängen schließlich nur "die Linken" nach... Haider schau oba um nur auf ein Beispiel anzuspielen.

    • simplicissimus
      28. März 2014 19:54

      Nein, natuerlich gibt es keine LinksInnen KabaratistInnen.
      Aber dafuer jede Menge nationalSozialistische "Extreme Rights".
      Hoere das JEDEN TAG im Fernsehen.
      Muss also richtig sein.

  10. ein Steirer (kein Partner)
    27. März 2014 12:56

    Nicht "erleidet", "erlitten" muss es in Absatz sechs heißen. Bitte ausbessern!

    • King_Crimson (kein Partner)
      27. März 2014 22:03

      ....ist das so wichtig?

    • Kaffeehäferl
      28. März 2014 07:14

      Ja, das wollte ich auch schon anmerken. Bitte um korrekte Rechtschreibung.

      Und ja: das ist wichtig, denn Beliebigkeit ist eh schon überall an der Tagesordnung. Korrekte Rechtschreibung kann diesen Kulturverfall wenigstens an einer Front entgegentreten.

  11. Haider
    26. März 2014 23:58

    Der von den Linken (und zwar von allen Linken, also den roten, schwarzen und grünen, orangen, gelben und was weiß ich noch Färbigen) euphemisch bejubelte AKTIONSKÜNSTLER Otto Mühl (rechtskräftig wegen Kinderschändung verurteilt), stellt für mich ein Paradebeispiel für österreichische Verlogenheit dar. Die Doppelzüngigkeit unserer veröffentlichten Meinung ist der Hauptschuldige an der Politikverdrossenheit in Österreich, am Niedergang des Glaubens an demokratische Werte. Da lügen uns Medien pausenlos ungeniert an und ich soll sie noch dafür mit meinen Steuergeldern belohnen? Für wie dumm halten mich diese Gauner?

  12. Inger
    26. März 2014 13:44

    Danke für den exzellenten Beitrag - das Thema Kinder ist ja unerschöpflich.

    Mit Grausen denke ich daran, dass 1991 der Ingeborg Bachmann Preis für den Text "Babyficker" verliehen wurde. Urs Alleman, ein Schweizer, wird sich gefreut haben, ich finde es aber heute noch furchtbar, allein der Titel! Den Text kenne ich
    nicht, aber ich kann mich erinnern, dass es dann schon Turbulenzen gab und sich
    die Kärntner Landesregierung beim Sponsern zurückzog.

  13. mischu
    26. März 2014 12:31

    Bestens auf den Punkt gebracht, Herr Reichel!

    Ganz im Sinne der linkslinken Ideologie wird ein Meinungsdelikt schwerer bestraft, als Kindesmißbrauch. Das sagt wohl alles über den realen Sozialismus!

    Und deshalb paßt auch einmal mehr zu dieser Gesinnung:

    "Noch hat jeder, der vorgab, das (sozialistische) Paradies auf Erden zu errichten, die Hölle geschaffen. "

  14. Le Monde
    26. März 2014 12:29

    Danke! Für diesen exzellenten Kommentar!

  15. terbuan
    26. März 2014 09:49

    Danke Herr Reichel für diesen guten Beitrag! Es ist halt leider so:
    "Quod licet Iovi, non licet bovi"

  16. simplicissimus
    26. März 2014 08:48

    Rote sind rot vor bestaendiger Selbstschaemerei wegen ihrer Doppelmoral.
    Gruene sind gruen wegen der Uebelkeit ueber Paedasterie und sonstiger Perversitaeten.
    Und es ist extrem traurig, dass soviel Stimmvieh das immer noch nicht sieht.
    Auch wenn andere Parteien teilweise auch nicht viel besser sind.

  17. simplicissimus
    26. März 2014 08:44

    Linken ist vollkommen egal, woher Kinder kommen, wichtig ist nur, dass sie "richtig" erzogen werden. Im Sinne der egalitaeren Gesellschaft.
    Abstammung im genetischen Sinn spielt keine Rolle, da ja alle biologisch gleich sind und nur durch die Umwelt geformt.
    Daher wuenschen sich Linke eine 100%ige Gleichschaltung in der Erziehung.
    Und wenn doch ein Kind kommt, das gescheiter oder talentierter ist, dann muss es positiv diskriminierend erzogen werden, um Gleichheit zu erreichen. Um die "Diskrimnierung" der weniger gescheiten und talentierten auszugleichen.

    Bravo! Die Linke, in ihrem Bemuehen den besseren Menschen zu schaffen, verhaelt sich viel unmenschlicher als jeder andere, der biologische Unterschiede akzeptiert und individuell das Beste daraus macht.
    Die Natur ist halt leider nicht "gerecht". Das koennen wir nicht aendern.

    • Waldkauz (kein Partner)
      28. März 2014 15:25

      Birgit Kelle schreibt:

      Unsere Kinder brauchen nicht Zugang zu Sexualität, wir müssen sie eher davor schützen, denn sie ist bereits allgegenwärtig in ihrem Leben. Sie brauchen nicht mehr Gender Mainstreaming als Ersatzreligion, sondern ein Wertegerüst, das sie sicher durch unsere Gesellschaft trägt und in dem Platz ist, Menschen, die anders sind als sie selbst, mit Respekt zu begegnen. Eine ganze Bildungsnation beschäftigt sich also derzeit damit, Kindern möglichst früh und möglichst viele sexuelle Möglichkeiten zu eröffnen, doch nirgendwo scheint Platz zu sein zur Erziehung in der Frage: Wie gründe ich eine glückliche Familie?

      Und das, obwohl laut aller Jugendstudien „Heiraten und Kinder kriegen“ an oberster Stelle steht in der Lebensvorstellung der heutigen Jugend. Wir klären also auf über die Frage, wie man Kinder in allen Lebenslagen verhindert, aber nicht darüber, was eigentlich nötig ist, um ein Kind großzuziehen. Wir klären auf, wie man ohne sich Geschlechtskrankheiten einzufangen möglichst früh und auch viele Sexualpartner haben kann, aber nicht darüber, wie man beziehungsfähig bleibt.

      Das grün-rote Musterländle Baden-Württemberg plant nun auch gleichzeitig, den Biologieunterricht einzudampfen, denn biologische Erkenntnisse sind einfach nicht opportun, wenn man Gesinnung lehren will und die Naturwissenschaft den sozialen Utopien im Weg steht. Früher war es Bildungsziel, dass Schüler sich selbst eine Meinung bilden lernen. Heute gibt man ihnen gleich die einzig richtige Meinung mit auf den Weg. Eltern sind in diesem System nur noch nervtötende Störfaktoren.

  18. Politicus1
    26. März 2014 08:09

    Genau!!
    Die Aufarbeitung des Wilheminenbergskandals ist ein weiterer Skandal für sich!
    An die 2,000 (!) anerkannte Opfer, die mit Steuergeldern - bei kirchlichen Opfern wurden Entschädigungen aus Kirchenvermögen bezahlt! - entschädigt wurden.
    Aber noch KEIN EINZIGER TÄTER, bzw. keine einzige Täterin wurde belangt.
    Verschwundene und vernichtete Akten blieben ohne strafrechtliche und ohne politische Konsequenzen!

    Und das erstaunliche ist, dass auch kein Journalist, keine Zeitung am Ball bleibt - oder nicht bleiben darf? (Stichwort: Inseraten aus dem Millionenbudget des Rothauses)





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