Gleichheit statt Ethik, Selbstverwirklichung statt Kindeswohl, Fortschrittsglaube statt Menschenwürde?

Gleichheit statt Ethik, Selbstverwirklichung statt Kindeswohl, Fortschrittsglaube statt Menschenwürde? Seit wenigen Tagen wissen wir also, was der Verfassungsgerichtshof über In-Vitro-Fertilisation, Samenspende und lesbische Paare denkt.

Verschiedengeschlechtliche und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften dürfen laut dem Gerichtshof nur dann verschieden behandelt werden, wenn überzeugende und schwerwiegende Gründe vorliegen. Der Verfassungsgerichtshof konnte solche Gründe für ein Verbot der Samenspende und der IVF für lesbische Paare nicht erkennen. Die entsprechenden Stellen des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMG) wurden einfach aufgehoben, die Samenspende und die IVF damit für lesbische Paare geöffnet. Ein bioethischer Dammbruch.

Das FMG sah bisher – aus gutem Grund und nach langer und intensiver Auseinandersetzung – Folgendes vor: Wenn eine natürliche Zeugung durch ein Ehepaar (der Rahmen wurde auf zusammenlebende Lebensgefährten ausgedehnt) nicht möglich ist, darf durch medizinische Unterstützung eine Zeugung künstlich erfolgen. Grundprinzip des FMG war daher immer die „natürliche Zeugungskonstellation von Mann und Frau“. Nun hat der VfGH aber - als Collateralschaden seines jüngsten Urteils - diese Unfruchtbarkeit als Voraussetzung einfach weggewischt. Das ist eine politische Entscheidung, denn rechtlich stand diese Frage gar nicht zur Debatte.

Der VfGH hat in dieser Entscheidung nicht thematisiert, dass jedes Kind genetisch einen Vater und eine Mutter hat. Nun weiß man zwar, dass das Leben nicht immer so läuft, wie man sich das anfangs wünscht. Es werden auch ohne Fortpflanzungsmedizin Kinder gezeugt, die nicht bei ihren genetischen Eltern aufwachsen. Mit Hochachtung sei all der Alleinerziehenden, Stief- und Ersatzeltern gedacht, die mit unvergleichbarer Hingabe Großartiges für die betroffenen Kinder leisten. Aber nun werden ähnliche oder jedenfalls vergleichbare Situationen mit dem Sanctus des Gerichts von Vornherein geschaffen. Ein Vater ist einfach nicht vorgesehen, ob genetisch existent oder nicht.

Der VfGH bezieht sich in der sensiblen Materie des Kinderwunsches lediglich auf die Sicht derer, die Eltern werden wollen. Aber auch dem Wunsch des Kindes muss Platz – ja sogar Vorrang(!) – eingeräumt werden. Einen Samenspender zum Vater zu haben, ist für ein Kind immer problematisch. Die vielen Geschichten von Kindern, die ihre Väter suchen, singen davon ein Lied.

Der Samenspender hat meist nicht vor, sich mit seinem Kind auseinanderzusetzen.
Medizinisch unterstützte Fortpflanzungstechniken waren wie der Name schon sagt als Unterstützung zur Fortpflanzung vorgesehen, um medizinische Probleme zu beheben.

Nun sollen biologische Grundtatsachen aufgehoben werden. Was hat sich die Evolution eigentlich dabei gedacht, für die Fortpflanzung Mann und Frau vorzusehen? Keine Technik, kein Gesetz und kein VfGH können die Notwendigkeit dieser Polarität abschaffen oder nachbessern. Das Kind bleibt auf der Suche nach seiner Herkunft.

Für manche von uns (die Autorin mit eingeschlossen) ist das ein Lebensthema aufgrund einer gescheiterten Beziehung der Eltern. Wir müssen alle lernen, mit den Geschichten, die das Leben schreibt, zu leben. Aber wir wollen diese Geschichte dem Kind nicht bereits a priori in die Wiege legen.
 

MMag. Dr. iur. Gudrun Kugler promovierte im internationalen Strafrecht und hält ein Magisterium in Gender Studies sowie in Theologischen Studien zu Ehe und Familie. Die politisch engagierte Mutter von vier Kindern zwischen 0 und 7 Jahren wurde bei der Nationalratswahl 2013 in Vorzugsstimmen Drittplazierte sowohl auf der ÖVP–Bundesliste als auch auf der Wiener Landesliste.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2014 19:25

    *applausapplausapplaus*

    Besser als mit diesem Kommentar kann man es nicht ausdrücken, was der Gesellschaft da aufs Auge gedrückt wird.
    Dieses Urteil bzw. das Anstreben desselben bedeutet doch nur eine Aushebelung der herrschenden Gesellschaftsordnung zugunsten gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Denn wenn wir ehrlich sind, können Lesben jederzeit abseits gesetzlicher Bestimmungen und auch ohne künstliche Befruchtung schwanger werden. Sie müssen dazu nicht einmal direkt mit einem Mann den Geschlechtsakt vollziehen, er muß lediglich seinen Samen zur Verfügung stellen und kein Gesetz der Welt würde danach fragen.

    Es geht hier rein um den politisch linkskorrekten Standpunkt.
    Man merkt die Absicht und ist verstimmt!

  2. Ausgezeichneter KommentatorKomma
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2014 17:16

    Hochgeschätzte Frau Kugler!

    Spiegelt nicht das Urteil des VerfGH zur Lesbenbesamung die geradezu satanische Gesellschaftsauffassung des Mainstreams?

    „Wer die gleichgeschlechtliche Verbindung (Homo-"Ehe") der Ehe (von Mann und Frau) gleichstellt, ersetzt Gott durch Satan“ (W. Putin, Sept. 2013). Jetzt bleibt kein Stein mehr auf dem anderen, die Saturnalien werden zum Dauerzustand, was „oben“ war, ist jetzt „unten“, das Untere jetzt oben. „Alle Ethik hat nur in Gott Bestand. Wird sie von Gott gelöst, löst sie sich von selbst auf (Joh. XXIII.), denn „wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel“ (Franziskus). Der VerfGH zieht aus der Anbetung Satans nur die logische Konsequenz.

    Dostojewskij hat mit Recht befürchtet: Die Großinquisitoren hindern Christus am Betreten seiner Kirche. Die Kirche, lese ich in „Theologisches“ (Nr.11-12/13), ist nur noch ein „privater Club“, in dem jeder glauben kann, was er will.„“Liberal“, wie der "Club" nun ist, kennt er keine „Dogmen“, kein „Naturrecht“, keine „Anomalie“ (Primarius Frank!), keine „Normalität“, keine „Diskriminierung“, alles ist gleich gültig, human, fortschrittlich. Im Gegenteil, bevorzugt wird das Anomale, Homophilie schon im Kindergarten. Christus hat in seiner Kirche, die schuld ist an Antisemitismus und Holocaust und diese Schuld ja auch noch selbst einbekennt (!), nichts mehr zu suchen. Wir haben ihn vertrieben, denn dank Modernisierung sind wir ja alle zu Juden geworden. die Christus weder als Gottessohn, Herrn und Erlöser anerkennen - "by modernization we all became Jewish" (Yuri Selzkine). Zumindest gilt das für die überwältigende Mehrheit.

    Jetzt gilt das „Menschenrecht“ der Frau auf Tötung der Leibesfrucht. Unsere Demokratie unterscheidet sich vom Nationalsozialismus, schrieb meiner Erinnerung nach jemand schon vor etwa 20 Jahren, dass sie mit durchschlagendem Erfolg „die Schreibtischtäter à la Eichmann ersetzt hat durch die Abstimm-Mörder auf den Parlamentsbänken“. Der VerfGH ist da machtlos.

    Beten wir um eine Abraham a Santa Clara!

  3. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2014 15:07

    Sehr geehrte Frau Kugler!
    Sie haben natürlich völig Recht mit Ihrer Argumentation. Allerdings: Der uns Österreichern aufoktroyierte politische mainstream schert sich um unsere Mehrheitsmeinung nichts, einerseits, weil Höchstgerichte von Parteignaden vergeben werden, wie man hört, und die so Begnadeten quasi naturgegeben des Lied singen, wes Brot sie essen. Das taten sie im übrigen schon, so lange es Herrschaftssysteme gibt. Aktuelle Ausnahme ist einzig und allein die Schweiz, wo die Bürger der Regierung in die Parade fahren können, wenn ihnen etwas nicht gefällt.
    Wie schon an anderer Stelle gepostet, mangelt es in unserer "repräsentativen Demokratie" dem Souverän, nämlich dem Volk, an einer praktikablen, leicht zugänglichen Möglichkeit, Volksabstimmungen zu erzwingen, um des Souveräns Regierung den vom Souverän gewünschten Weg zu weisen. Hätten wir solche Möglichkeit, stünde es wohl erheblich besser um unser immer noch schönes Land. Und damit dieses weiterhin schön bleibt, wäre es unabdingbar, niederschwellig zugängliche Direktdemokratie in unsere Verfassung zu implementieren. Dafür müssten sich aber Viele engagieren, wofür ich hier buchstäblich gebetsmühlenartig versuche, Mitstreiter zu finden; bislang allerdings mit endenwollendem Erfolg.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2014 17:25

    Danke für diesen Gastkommentar!
    Der Fairness halber meine ich, dass der VfGH an sich nicht die künstliche Kindzeugung für lesbische Paare erlaubt hat. Der VfGH hatte (musste) anhand eines zweifelhaften Gesetzes so entscheiden.
    Es liegt nun am österreichischen Parlament möglichst rasch das Gesetz so abzuändern, dass eine eindeutige Norm geschaffen wird, die gleichgeschlechtlichen lesbischen (und um sicher zu gehen, auch schwulen) Verpartnerten eine künstliche (=unnatürliche) Befruchtung einer Patnerin mithilfe einer fremden Samenspende verbietet.
    Da es sich hier um eine ethische, moralische Frage handelt, muss der Klubzwang hiezu aufgehoben werden und eine namentliche, anonyme Abstimmung frei gegeben werden!

    Wäre allzu schön, wenn die Kirchen (ALLE!, denn ich glaube nicht, dass die IKG oder die Muslime anderer Meinung sind) sich dazu LAUT vernehmen ließen.
    Vom Herrn Kardinal habe ich leider trotz intensiver Internetsuche, zu diesem aktuellen Thema noch keine Äußerung gefunden ...

  5. Ausgezeichneter KommentatorInger
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2014 16:31

    " Aber wir wollen diese Geschichte dem Kind nicht bereits per se in die Wiege legen. " Dieser letzte Satz sagt doch alles! Wenn die Natur, der liebe Gott oder wer oder was immer, es nicht vorgesehen hat, dass zwei Frauen miteinander ein Kind zeugen können, sie aber unbedingt ein Paar sein wollen, dann sollen sie es sein, aber wenn der Wunsch nach einem Kind über alles gestellt wird, dann sind große Egoisten am Werk, die nur an sich, aber nicht an das erzwungene Kind denken.
    Es gibt so schon mehr als genug Kinder, die ohne Vater aufwachsen müssen, muss diese Zahl aus purem Egoismus noch unbedingt vergrößert werden? Ein Kind hat Recht auf Vater und Mutter und wenn zwei egoistische Lesben das vergessen, dann haben sie irgendwo ein großes Defizit. Eine Frau ist nun einmal nur bedingt ein Ersatzvater. Und ein Ersatzvater ist ein Ersatzvater, auch wenn es ein Mann ist.
    Traurig genug, dass sich allzuviele Kinder irgendwie damit abfinden müssen, dass es keine heile Familie gibt, wobei ausser Streit steht, dass manche Patchworkfamilien besser sind, als die Ursprungsfamilien, in denen nur gestritten wird. Aber es von vorneherein darauf anzulegen, dass einem Kind die Chance genommen wird, seinen Vater wenigstens kennenzulernen ist sehr dumm. Stellen sich diese Frauen nicht , vor, was sie ihrem erzwungenen Kind einmal erzählen?? z. B. so: "dein Vater ist unbekannt, das ist einer, der seinen Samen abgegeben hat, um damit Geld zu machen, wir haben dafür bezahlt, dass wir jetzt dich, ein schwarzhaariges Kind mit blauen Augen haben. Das wollten wir nämlich. Uns war wichtig, wie Du ausschaust. Welchen Charakter, welche Bildung, welche Familie, welche Krankheiten, etc. dein Vater hatte, stand nicht im Katalog." eine Horrorvorstellung! Ich habe Kinder großgezogen, in ganz normalen Verhältnissen und unter fast ganz normalen Umständen und trotzdem wäre es gelogen, wenn ich sagen würde, es ging ohne Probleme. Ich spreche also aus der Praxis und nicht aus der Theorie

  6. Ausgezeichneter KommentatorHerby
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2014 15:26

    Ich bin dankbar für die offenen Worte und überaus zutreffenden Argumente von Frau Dr. Kugler. Von ihr weiß ich dass sie gläubig ist und sich in der katholischen Kirche engagiert.

    Gegen Ende Ihres engagierten Artikels schreibt sie einen Satz der wohl an die Evolutionsgläubigen gerichtet ist (und nicht an gläubige Christen):

    " .... Was hat sich die Evolution eigentlich dabei gedacht, für die Fortpflanzung Mann und Frau vorzusehen? ... "

    [Bei Evolutionsgläubigen kommt in Diskussionen immer wieder hervor dass sie die "Evolution" wie eine denkende eigenständige Persönlichkeit sehen.]

    Gläubige Christen untereinander würden wohl so diskutieren:

    "Was hat sich Gott der Schöpfer dabei gedacht für die Fortpflanzung einen Vater und eine Mutter vorzusehen?"

    Auf alle Fälle ist der Artikel hervorragend und es ist ihm weite Verbreitung zu wünschen.

    Wo ich zu 150% zustimme:

    "Der VfGH bezieht sich in der sensiblen Materie des Kinderwunsches lediglich auf die Sicht derer, die Eltern werden wollen. Aber auch dem Wunsch des Kindes muss Platz – ja sogar Vorrang(!) – eingeräumt werden. Einen Samenspender zum Vater zu haben, ist für ein Kind immer problematisch. Die vielen Geschichten von Kindern, die ihre Väter suchen, singen davon ein Lied."

  7. Ausgezeichneter KommentatorDr. Endre Attila Bárdossy
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2014 18:43

    „WAS HAT SICH DIE EVOLUTION EIGENTLICH DABEI GEDACHT, FÜR DIE FORTPFLANZUNG MANN UND FRAU VORZUSEHEN?“

    Diese Frage der frisch gebackenen ÖVP-Politikerin legt kein Bekenntnis zum Schöpfergott ab, obwohl sie in Theologie und Juristerei bewandert ist. Gäbe es nämlich einen Vater im Himmel, so darf das doch von Politikern nicht öffentlich gesagt werden. Daher setze man nur die EVOLUTION als Lückenbüßer ein, um Eindruck und Vorzugstimmen zu schinden, wobei auch die letzten Motive für die Mobilmachung einer katholischen Offensive verschwinden würden.

    Wertkonservative Reden verhallen genug in diesem Blog, da die werten Konservativen in der Schlacht ihre Tugenden nicht nachhaltig einzusetzen wissen. So werden wir auch vom liberalen Blogbetreiber lediglich für die Maximierung der Kommentarzahlen instrumentalisiert.

    Wir jammern nutzlos, wenn wir ETHIK, KINDESWOHL, WÜRDE reklamieren. Würde die ÖVP diese wirklich ernst nehmen, müsste sie 100-mal für direkte Referenda eintreten und sogar versuchen unsere lethargischen Oberhirten wachzurütteln.

    Die gottlose EVOLUTION reagiert bekanntlich per ZUFALL und SIE DENKT NICHT. Das müsste auch eine katholische Aktivistin wissen. Da liegt der Hund der Liberalen und ihrer sozialen Nachfolger begraben:

    Die Öffentlichkeit wird mit der Hypothese terrorisiert, dass die VORSEHUNG durch Wissenschaft und Regierung BEDENKENLOS per Abstimmung modifizierbar sein sollte. Auch die Gerichtsbarkeit ist ja nur ein treuer Wachthund der herrschenden Minderheit. Der Sozialismus errichtet alle ihre Forderungen und Interessen auf Vorarbeit des entfesselten Liberalismus, der in der französischen Revolution seine Zerstörungswut bereits vollendet hat.

    Wenn wir nach so vielen Irrwegen des liberalen Rechtsstaates noch einmal zur konservativen Schöpfungsordnung heimkehren dürfen, dann werden wir wieder akzeptieren müssen:

    DENKEN heißt zugleich auch DANKEN, nämlich an Gott, dem Autor des Lebens, der für jedes Kind einen Vater und Mutter vorgesehen hat.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr. Endre Attila Bárdossy
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2014 18:43

    „WAS HAT SICH DIE EVOLUTION EIGENTLICH DABEI GEDACHT, FÜR DIE FORTPFLANZUNG MANN UND FRAU VORZUSEHEN?“

    Diese Frage der frisch gebackenen ÖVP-Politikerin legt kein Bekenntnis zum Schöpfergott ab, obwohl sie in Theologie und Juristerei bewandert ist. Gäbe es nämlich einen Vater im Himmel, so darf das doch von Politikern nicht öffentlich gesagt werden. Daher setze man nur die EVOLUTION als Lückenbüßer ein, um Eindruck und Vorzugstimmen zu schinden, wobei auch die letzten Motive für die Mobilmachung einer katholischen Offensive verschwinden würden.

    Wertkonservative Reden verhallen genug in diesem Blog, da die werten Konservativen in der Schlacht ihre Tugenden nicht nachhaltig einzusetzen wissen. So werden wir auch vom liberalen Blogbetreiber lediglich für die Maximierung der Kommentarzahlen instrumentalisiert.

    Wir jammern nutzlos, wenn wir ETHIK, KINDESWOHL, WÜRDE reklamieren. Würde die ÖVP diese wirklich ernst nehmen, müsste sie 100-mal für direkte Referenda eintreten und sogar versuchen unsere lethargischen Oberhirten wachzurütteln.

    Die gottlose EVOLUTION reagiert bekanntlich per ZUFALL und SIE DENKT NICHT. Das müsste auch eine katholische Aktivistin wissen. Da liegt der Hund der Liberalen und ihrer sozialen Nachfolger begraben:

    Die Öffentlichkeit wird mit der Hypothese terrorisiert, dass die VORSEHUNG durch Wissenschaft und Regierung BEDENKENLOS per Abstimmung modifizierbar sein sollte. Auch die Gerichtsbarkeit ist ja nur ein treuer Wachthund der herrschenden Minderheit. Der Sozialismus errichtet alle ihre Forderungen und Interessen auf Vorarbeit des entfesselten Liberalismus, der in der französischen Revolution seine Zerstörungswut bereits vollendet hat.

    Wenn wir nach so vielen Irrwegen des liberalen Rechtsstaates noch einmal zur konservativen Schöpfungsordnung heimkehren dürfen, dann werden wir wieder akzeptieren müssen:

    DENKEN heißt zugleich auch DANKEN, nämlich an Gott, dem Autor des Lebens, der für jedes Kind einen Vater und Mutter vorgesehen hat.


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  1. Earthwind (kein Partner)
    23. Januar 2015 10:57

    That's an ingilletent answer to a difficult question xxx

  2. Sami (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:59

    That adressdes several of my concerns actually.

  3. Aimee (kein Partner)
    20. Januar 2015 19:41

    You've really imsspreed me with that answer!

  4. MFranz (kein Partner)
    25. Januar 2014 19:14

    Fortsetzung meiner Gedanken über Studien als "Beweis"
    Ich denke, dass es evident ist, dass eine Studie ohne ordentliche tiefenpsychologische Methodik nicht ausreicht, um alles Maßgebliche aufzuzeigen. Der einzige psychologische Test, der im Rahmen der Studie von Rupp durchgeführt wurde, war ein standardisierter Test, der telefonisch abgewickelt wurde! Man hat Fragen aus dem Testbogen den - teils minderjährigen - Kindern telefonisch gestellt und die Antworten notiert. Dass mit dieser unseriösen Vorgangsweise tiefenpsychologische Vorgänge nicht zuverlässig beleuchtet werden können ist wohl klar. Ein wenig Recherche im Internet zeigt, dass unter Soziologen kein Konsens über den Aussagewert dieses Typs von soziologisch-psychologischen Studien herrscht. "Meta-Analysen" vom Soziologen Loren Marks (2012, 59 Studien überprüft) und Steven Nock (2001) sprechen diesen Studien einen nennenswerten Aussagewert ab. Eine Wissenschaft definiert sich ohnehin nicht alleine über Studien die sie hervorbringt. Schon gar nicht über selektierte Studien. Recherchen zeigen, dass es andere Studien gibt, die Vätern besondere erzieherische Qualitäten attestieren; dass es Studien gibt, die nahelegen, dass Männer und Frauen über unterschiedliche Fähigkeiten beim Erkennen von Kindesbedürfnissen aus dem Kindesverhalten verfügen; dass es gut untermauerte Theorien gibt (z.B. der Junschen Schulen) die besagen, dass ein Mutterarchetyp und ein Vaterarchetyp in der unbewußten Psyche von Kindern existieren. Nach meinem Verständnis bewirken diese Archtypen ein unbewußtes Bedürfnis mit einer Mutter und einem Vater zu interagieren. Ich denke, dass es sich beim vorgebrachten "Beweis" um ein Trickargument handelt. Erstaunlich finde ich, dass eine Mehrheit von Mitgliedern der Bioethikkommission des Bundeskanzleramtes sich diesem Trickargument bediente.

  5. MFranz (kein Partner)
    25. Januar 2014 19:02

    Sehr geehrte Frau Kugler!

    Ich danke Ihnen für Ihr Kommentar und möchte hier einige Gedanken zu einem Argument mitteilen, welches von Befürwortern der Gewährung von Fortpflanzungsmedizin für lesbische Paare häufig vorgebracht wird: Zahlreiche Studien würden klar beweisen, dass Kinder, die bei lesbischen Paaren aufwachsen sich genauso gut entwickeln wie Kinder, die bei verschiedengeschlechtlichen Eltern aufwachsen, daher wäre das Verbot der Inanspruchname von Fortpflanzungsmedizin durch lesbische Paare ungerechtfertigt. Meine Erfahrungen mit Kindern verschiedenen Alters, zeigen mir, dass die Vaterbeziehung für sie fundamental bedeutsam und lebensbereichernd ist und, dass die Vaterbeziehung nicht durch die Beziehung zu Ersatzpersonen hinreichend ersetzt werden kann. Daher war ich sehr verwundert als ich das erste mal von diesem Argument hörte. Ich sah mir die im deutschen Sprachraum am häufigsten zitierte Studie (Rupp, 2009 "Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften") von A bis Z an. Diese Studie soll als Entscheidungsgrundlage dienen für Fragen die das gewichtichste Rechtsgut - nämlich Kinderinteressen - betreffen. Sie müsste daher allerhöchste Qualitätskriterien erfüllen. Ich bin erstaunt, dass sie - soweit ich erkennen kann - eindeutig unter mehreren Mängeln leidet, zum Beispiel "Selbstselektivität". Mit dieser Studie kann zwischen Kindern die in entsprechenden verschiedenen Lebensituationen aufwachsen keine nennenswerte Unterschiede festgestellt werden. Daher gibt es logischerweise zwei Möglichkeiten: Es gibt keine Unterschiede, oder die Methodik die angewendet wurde ist nicht geeignet um Unterschiede aufzuzeigen. Alle psychologische Schulen gehen davon aus, dass es sich bei der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern, um eine komplexe Angelegenheit handelt, und, dass die in der Psyche von Kindern sowohl bewußt als auch unbewußt existierenden Bereiche bedeutsam sind.
    Fortsetzung folgt...

  6. FHayek (kein Partner)
    25. Januar 2014 11:54

    Tut mir leid, ich kann die Argumentation von wegen "die Interessen des Kindes berücksichtigen" nicht nachvollziehen.

    In welcher Familie ist ein Kind wohl besser aufgehoben?

    Familie A: Zwei Lesben, eine erfolgreich berufstätig, die andere kümmert sich um Kind und Haushalt; alle leben in Wohlstand, Harmonie und Zufriedenheit

    Familie B: Der Vater ist langzeitarbeitsloser Säufer, verprügelt jeden Tag seine fünf Kinder samt der zahnlosen, ebenfalls saufenden asozialen Ehefrau

    Familie C: Der Vater lebt in Afrika, hat schon 15 Kinder gezeugt, von denen 9 verhungert sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kind Nr. 16 ebenfalls verhungert oder schwer krank wird, ist sehr hoch.

    In Familien B und C findet sich das Kindeswohl also besser berücksichtigt, weil die Familienkonstellation der "Natur" (oder Evolution oder Religion) entspricht?

    Wie gesagt: diese Argumentation verstehe ich nicht.

    • Amalek (kein Partner)
      25. Januar 2014 14:55

      @ FHayek

      Ich nehme mal an, das Sie aus Familie B stammen und mit Familie C verwandt sind.
      Pech für Sie, das Sie nicht in einer der sehr, sehr vielen ganz normalen Familien gross geworden sind.

      Natürlich verstehen Sie daher die Argumentation nicht.

      Für Sie wäre "Familie" A in dem Fall besser gewesen, aber auch nur eine Notlösung,
      da Sie als männlicher Nachkomme Probleme bei der Entwicklung einer entsprechenden Identität gehabt hätten.

      Es gibt sehr viele Bücher über Kinder- und Entwicklungspsychologie. Dort können Sie das nachlesen.

    • wolf (kein Partner)
      25. Januar 2014 17:25

      "Ich nehme mal an, das Sie aus Familie B stammen und mit Familie C verwandt sind. "

      Das "Argumentations"-Niveau nähert sich wieder einmal der derzeitigen Wiener Außentemperatur.

      Es gibt genügend Studien, die nachweisen, dass Kinder aus Familien von Homosexuellen keine Entwicklungsnachteile haben ... dort können Sie sich informieren.

    • FHayek (kein Partner)
      25. Januar 2014 18:39

      @wolf
      Um es nochmals zu präzisieren: selbst WENN es Studien gäbe, die nahelegen würden, dass Kinder in homosexuellen Beziehungen Entwicklungsnachteile hätten, kann man nach meinem Dafürhalten daraus nicht ableiten, dass man solchen Paaren die Möglichkeit Kinder großzuziehen verwehren sollte. Denn: dann müsste man 70 - 80% (oder 60, oder 50... egal) der Heterosexuellen Paaren das ebenfalls verbieten (z. B. meinen Familien B und C). Und das ist weder möglich noch wünschenswert (obwohl: wünschenswert... hmmm... wenn der Menschheit dadurch solche Geistesriesen wie Amalek erspart bleiben würden, wäre das durchaus eine Überlegung wert) ;-)

  7. Dr. Endre Attila Bárdossy (kein Partner)
    24. Januar 2014 18:43

    „WAS HAT SICH DIE EVOLUTION EIGENTLICH DABEI GEDACHT, FÜR DIE FORTPFLANZUNG MANN UND FRAU VORZUSEHEN?“

    Diese Frage der frisch gebackenen ÖVP-Politikerin legt kein Bekenntnis zum Schöpfergott ab, obwohl sie in Theologie und Juristerei bewandert ist. Gäbe es nämlich einen Vater im Himmel, so darf das doch von Politikern nicht öffentlich gesagt werden. Daher setze man nur die EVOLUTION als Lückenbüßer ein, um Eindruck und Vorzugstimmen zu schinden, wobei auch die letzten Motive für die Mobilmachung einer katholischen Offensive verschwinden würden.

    Wertkonservative Reden verhallen genug in diesem Blog, da die werten Konservativen in der Schlacht ihre Tugenden nicht nachhaltig einzusetzen wissen. So werden wir auch vom liberalen Blogbetreiber lediglich für die Maximierung der Kommentarzahlen instrumentalisiert.

    Wir jammern nutzlos, wenn wir ETHIK, KINDESWOHL, WÜRDE reklamieren. Würde die ÖVP diese wirklich ernst nehmen, müsste sie 100-mal für direkte Referenda eintreten und sogar versuchen unsere lethargischen Oberhirten wachzurütteln.

    Die gottlose EVOLUTION reagiert bekanntlich per ZUFALL und SIE DENKT NICHT. Das müsste auch eine katholische Aktivistin wissen. Da liegt der Hund der Liberalen und ihrer sozialen Nachfolger begraben:

    Die Öffentlichkeit wird mit der Hypothese terrorisiert, dass die VORSEHUNG durch Wissenschaft und Regierung BEDENKENLOS per Abstimmung modifizierbar sein sollte. Auch die Gerichtsbarkeit ist ja nur ein treuer Wachthund der herrschenden Minderheit. Der Sozialismus errichtet alle ihre Forderungen und Interessen auf Vorarbeit des entfesselten Liberalismus, der in der französischen Revolution seine Zerstörungswut bereits vollendet hat.

    Wenn wir nach so vielen Irrwegen des liberalen Rechtsstaates noch einmal zur konservativen Schöpfungsordnung heimkehren dürfen, dann werden wir wieder akzeptieren müssen:

    DENKEN heißt zugleich auch DANKEN, nämlich an Gott, dem Autor des Lebens, der für jedes Kind einen Vater und Mutter vorgesehen hat.

    • Ai Weiwei
      25. Januar 2014 09:54

      @ Dr. Endre Attila Bárdossy

      Besonders Ihre letzten zwei Sätze sind sehr ausdrucksstark - Danke!

      Es wäre der geschätzten Frau Dr. Kugler kein Stein aus der Krone gebrochen wenn sie in ihrem ausgezeichneten Artikel statt dem Wort "Evolution" das Wort "Gott" verwendet hätte.

      Frau Dr. Kugler ist selber gläubig also warum nicht gerade heraus den Mut zeigen und sich auch in der Öffentlichkeit zu Gott bekennen.

    • logiker2
      25. Januar 2014 14:39

      "Frau Dr. Kugler ist selber gläubig also warum nicht gerade heraus den Mut zeigen und sich auch in der Öffentlichkeit zu Gott bekennen. "

      Das ist mittlerweile in der EU und Österreich schon brandgefährlich. Umsonst wurde nicht in der EU Verfassung der Gottesbezug eliminiert, auch mit Zustimmung der "Konservativen".

  8. socrates
    24. Januar 2014 16:07

    Die Umerziehung zur Vernichtung der bürgerlichen Werte treibt solche Blüten. Gerade haben wir wieder einen Kindersexskandal und ich bin schon auf das Urteil neugierig: Wieder 1 Monat bedingt, wie üblich, wenn es kein katholischer Geistlicher ist?
    Die künstliche Befruchtung kann auch positiv sein, wenn in einer Ene der Mann nmicht zeugungsfähig ist. Die passiert immer häufiger durch Umweltschäden, die uns die Industrie beschert. Das ist für einen Mann genauso schlimm wie für eine Frau. Aber hier, bei Mann & Frau wird ein Gebrechen behoben, bei Frau & Frau sicher nicht, abgesehen von den juristischen Problemen auf die Rau hingewiesen hat und dem Leiden des Kindes, das einen Vater will.

  9. A.K.
    24. Januar 2014 14:26

    Bischof Küng ist in der Österreichischen Bischofskonferenz unter anderem für Familienfragen zuständig. Er sagt über das Urteil des Verfassungsgerichtshofs (VfGH), das lesbischen Paaren die Familiengründung mittels Samenspenden als erlaubt bezeichnet:
    „Diese Entscheidung erfüllt mich mit Sorge“. Ein „Kinderwunsch“ sei nur dann legitim, wenn er auch die Wünsche des Kindes ernst nimmt. Und Kinder wünschten sich und hätten auch das Recht auf Vater und Mutter. Küng: „Bei einer lesbischen Lebensgemeinschaft ist die Möglichkeit, mit einem Vater aufzuwachsen, von vornherein ausgeschlossen.“
    Hier bestehe die Gefahr, „wesentliche Elemente des Lebens zum Gegenstand der Selbstverwirklichung zu machen, ohne die Menschenwürde eines anderen ernst zu nehmen“. Bedenken gegen das VfGH-Urteil äußerte auch die Katholische Aktion Österreich. Die geplante Eröffnung einer Mutterschaftsmöglichkeit für lesbische Paare widerspreche aber der Tendenz, Väter mehr einzubeziehen. Es stelle sich die Frage: „Wollen wir wirklich die vaterlose Gesellschaft zur Norm machen?“
    - Ich finde, daß der Verfassungsgerichtshof sich in diesem Fall als willfähriger Unterstützer der Linken aufspielt, da die entsprechenden Bestimmungen im Fortpflanzungsmedizingesetz - auf Antrag des Obersten Gerichtshofes (OGH) und zweier Frauen in gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaft – aufgehoben wurden. Der Reparaturfrist bis zum 31. Dezember 2014 durch den Gesetzgeber sollte nun dazu genutzt werden, diesen familienfeindlichen Tendenzen entgegenzuwirken.

  10. ViennaCodePoet (kein Partner)
    24. Januar 2014 13:05

    Naiver Natalismus und sein hoher Preis

    Vorweg - bei Populationsgrößen in den Milliarden ist Natalismus eine skurrile Position.
    Wenn man den Natalismus verwirft, hätte man - konservativ, konsequent - die gesamte Fortpflanzungsmedizin verbieten sollen.

    Es ist zu früh die inklusive Fitness von künstlich Gezeugten zu beurteilen. Unter dem evolutionärem Gesichtspunkt ist nur jene relevant. Da müssen vermutlich noch ein paar Jahrtausende vergehen.

    Ethik die nicht evolutionär geerdet ist, ist keine, damit stehen alle religiös begründete Ethiken zur Disposition, da einfach keine Basis vorhanden ist - frei nach Rushdie - Religion got it wrong.

    Die Vorstellung die Biowissenschaft mit "bioethischen" Argumemnten einhegen zu können ist lächerlich naiv. Die Biowissenschaft erzählen uns etwas darüber wie die Welt wirklich beschaffen ist.

    Leben ist vermutlich instantan - unterliegt damit auch unserer techn. Manipulation, womit das Argument der "natürlichen Unfruchtbarkeit" hinfällig wird - da über kurz oder lang techn. überwindbar.

    Deswegen ist es vollkommen irrelevant ob Hetero oder Homo oder Bi oder was auch immer - in diesem Sinn orientiert sich das Urteil an der evolutionären Wirklichkeit.

    Zum Stand der Forschung

    http://en.wikipedia.org/wiki/International_Genetically_Engineered_Machine

    • Amalek (kein Partner)
      24. Januar 2014 17:01

      @ ViennaCodePoet

      Selten so einen Blödsinn gelesen.

      "Deswegen ist es vollkommen irrelevant ob Hetero oder Homo oder Bi oder was auch immer - in diesem Sinn orientiert sich das Urteil an der evolutionären Wirklichkeit."

      Das ist vermutlich auch wieder in der Giftküche der Völkerverderber entstanden!

      Und Bolschewikipedia? Auch Teil der Giftküche. Wie sagt Klonovsky:

      "Sehr vieles von dem, was in Wikipedia steht, weiß ich nicht, aber fast alles, was ich weiß, steht nicht in Wikipedia."

      Was Sie hier ausführen, ist keine empirische Wissenschaft, sondern Ideologie, die sich als Wissenschaft ausgibt.

      Wirkliches Streben nach Gleichheit müsste die Intelligenten am Nutzen ihrer Intelligenz hindern und die Attraktiven hässlich operieren.

      Und wo Kinder aufwachsen ist natürlich nicht irrelevant, sondern entscheidend
      für ihre Entwicklung. Kinder brauchen zur positiven Ausbildung ihrer Identität beide Elternteile.

      Es ist bemerkenswert, wie präzise Aldous Huxley in seiner Dystopie „Brave New World“ das alles vorausgeahnt hat, nicht nur die totale Entkopplung von Sex und Fortpflanzung, das Ende von Liebe, Familie und fester Partnerschaft, die „pneumatischen“ Körperformen der Alpha-Frauen und das kollektive Roboterglück durch Sex, Soma und Arbeit, sondern eben auch die Frühsexualisierung der Kinderseele. Und der Direktor, der gerade eine Studentengruppe durch sein Reich führt, kommentiert: „Charming, charming!“

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      24. Januar 2014 18:15

      Sie haben zwei Möglichkeiten - sie akzeptieren was in die Biowissenschaften "passiert" - dort passiert in der Tat ungeheuerliches.

      Der Witz ist - Treiber sind auch ihrem Selbstverständnis nach mehrheitlich konservative und religiöse gebunde Landwirte die künstliche Befruchtung in der Tierzucht nachfragen.

      Schön so zu sehen wie elend schwach die Positionen des engen Konservativismus sind.

      Aus dem Blickwinkel der Tiefenökologie (deep ecology) kann ich natürlich auch das Recht des Fohlen auf die Nähe eines Hengstes ableiten.

      Falls es überhaupt ein verhandelbares Kriterium gibt - dann die inklusive Fitness.

      Die faktisch richtige Position ist, dass wir es nicht wissen. Mir sind dazu auch keine Studien bekannt - traut sich auch niemand drüber.

      Die weite konservative Position wäre einen massiven Riegel vorschieben - zumal es kein dringendes Problem gibt dass synthetische Biologie rechtfertigt.

      Da "künstliche Befruchtung" aber mit naivem Natalismus korreliert - gibt es hier ein massives Dilemma.

      Ja was ist denn dass für eine konservative Position für die Samenspende des Mannes einzutreten. Wenn nicht geht, geht nicht - es gibt kein "Naturrecht" auf Kinder - moment einmal - es gibt techn. Möglichkeiten... und da der Mensch eine Schöpfung Gottes ist... wolllen wir einmal das "Naturrecht" weit auslegen ... für Lesben und Schwule natürlich nicht...

      Schön sieht man wieder das vollkommen Scheitern der RKK und ihrer geheuchelten Positionen.

      Die Qualität der Elternschaft korreliert doch nicht mit sexuellen Orientierung - diese ist doch vollkommen unerheblich

      Künstliche Befruchtung ist im Lichte der neuesten Erkenntnisse vermutlich eine verheerend schlimme Entwicklung und eine Katastrophe für die Biodiversität.

      Ich halte es mit einem erweiterten Inzest-Tabu - und werde mit einer künstlich befruchteten Frau sicher keine Kinder zeugen mir graust auch vor Sex da ich die Vermutung hege, dass deren Immunsystem auf eine schlecht verstandene Art defekt ist.

      Das i

  11. Verdi (kein Partner)
    24. Januar 2014 12:27

    Fordert nicht die FPÖ ständig im Parlament die "Direktdemokartie" in die Verfassung aufzunehmen? Wird aber immer wirder abgeschmettert- dazu findet sich immer eine Mehrheit im Parlament! ÖVP/SPÖ/Grüne ....

  12. Ein Bürger (kein Partner)
    24. Januar 2014 12:10

    Wie von Vorpostern bereits getan kann man hier Frau MMag. Dr. iur. Gudrun Kugler nur die allergrößte Hochachtung für diese Stellungnahme aussprechen. So würde man sich wünschen, dass die ÖVP gesellschaftspolitisch relevant Werte vertritt. Nicht nur auf nationaler Ebene sondern vor allem auch auf EU-Ebene. Hat aber nicht gerade die ÖVP EU-Vertretung (namentlich Karas, Pirker und Seeber) in Sachen Estrela-Bericht gegen eine Rückverweisung des Abtreibungs-Berichts
    in den Ausschuss gestimmt? Hat nicht die ÖVP auch in anderen gesellschaftspolitisch relevanten Themen immer eine Position bezogen, welche eher dem Mainstream der (gelenkten) Medien entspricht als den von ihr so "betonten" Werten. Die ÖVP hat sich von den "Werten" längst verabschiedet. In ihrem Heischen nach Stimmen gibt sie nicht nur in gesellschaftspolitischen Themen auf, sondern auch in wirtschaftspolitischen. Dabei geht es ihr wie der Kirche. Dem (gelenkten) Mainstream nachhechelnd glaubt sie sich modern und aufgeschlossen zu präsentieren. Dass sie dabei aber die wichtigste Säule der Gesellschaft, die Familie, immer mehr vor den Kopf stößt, scheint egal zu sein. Familien haben anscheinend nicht die entsprechende Lobby. Und auch nicht Kinder. Auch nicht durch die neu bestellte Familienministerin.

    Ob mit diesem Urteil das Vertrauen in den Rechtsstaat gestärkt wird?

  13. cmh (kein Partner)
    24. Januar 2014 11:22

    "Nun sollen biologische Grundtatsachen aufgehoben werden. Was hat sich die Evolution eigentlich dabei gedacht, für die Fortpflanzung Mann und Frau vorzusehen?"

    Viel wichtiger wäre es die Frage zu beantworten, was sich die Evolution dabei gedacht hat, Vollkoffer zu produzieren, die zwar Kinder haben, den Forderungen der Evolution dies geschlechtlich zu erledigen hingegen nicht nachkommen wollen.

  14. ProConsul
    24. Januar 2014 09:36

    Ich habe Frau Dr. Kugler auch schon mal meine Stimme gegeben und ich weiß warum. Danke für diesen Gastkommentar!

  15. mischu
    23. Januar 2014 19:25

    *applausapplausapplaus*

    Besser als mit diesem Kommentar kann man es nicht ausdrücken, was der Gesellschaft da aufs Auge gedrückt wird.
    Dieses Urteil bzw. das Anstreben desselben bedeutet doch nur eine Aushebelung der herrschenden Gesellschaftsordnung zugunsten gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Denn wenn wir ehrlich sind, können Lesben jederzeit abseits gesetzlicher Bestimmungen und auch ohne künstliche Befruchtung schwanger werden. Sie müssen dazu nicht einmal direkt mit einem Mann den Geschlechtsakt vollziehen, er muß lediglich seinen Samen zur Verfügung stellen und kein Gesetz der Welt würde danach fragen.

    Es geht hier rein um den politisch linkskorrekten Standpunkt.
    Man merkt die Absicht und ist verstimmt!

  16. Politicus1
    23. Januar 2014 17:25

    Danke für diesen Gastkommentar!
    Der Fairness halber meine ich, dass der VfGH an sich nicht die künstliche Kindzeugung für lesbische Paare erlaubt hat. Der VfGH hatte (musste) anhand eines zweifelhaften Gesetzes so entscheiden.
    Es liegt nun am österreichischen Parlament möglichst rasch das Gesetz so abzuändern, dass eine eindeutige Norm geschaffen wird, die gleichgeschlechtlichen lesbischen (und um sicher zu gehen, auch schwulen) Verpartnerten eine künstliche (=unnatürliche) Befruchtung einer Patnerin mithilfe einer fremden Samenspende verbietet.
    Da es sich hier um eine ethische, moralische Frage handelt, muss der Klubzwang hiezu aufgehoben werden und eine namentliche, anonyme Abstimmung frei gegeben werden!

    Wäre allzu schön, wenn die Kirchen (ALLE!, denn ich glaube nicht, dass die IKG oder die Muslime anderer Meinung sind) sich dazu LAUT vernehmen ließen.
    Vom Herrn Kardinal habe ich leider trotz intensiver Internetsuche, zu diesem aktuellen Thema noch keine Äußerung gefunden ...

  17. Komma
    23. Januar 2014 17:16

    Hochgeschätzte Frau Kugler!

    Spiegelt nicht das Urteil des VerfGH zur Lesbenbesamung die geradezu satanische Gesellschaftsauffassung des Mainstreams?

    „Wer die gleichgeschlechtliche Verbindung (Homo-"Ehe") der Ehe (von Mann und Frau) gleichstellt, ersetzt Gott durch Satan“ (W. Putin, Sept. 2013). Jetzt bleibt kein Stein mehr auf dem anderen, die Saturnalien werden zum Dauerzustand, was „oben“ war, ist jetzt „unten“, das Untere jetzt oben. „Alle Ethik hat nur in Gott Bestand. Wird sie von Gott gelöst, löst sie sich von selbst auf (Joh. XXIII.), denn „wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel“ (Franziskus). Der VerfGH zieht aus der Anbetung Satans nur die logische Konsequenz.

    Dostojewskij hat mit Recht befürchtet: Die Großinquisitoren hindern Christus am Betreten seiner Kirche. Die Kirche, lese ich in „Theologisches“ (Nr.11-12/13), ist nur noch ein „privater Club“, in dem jeder glauben kann, was er will.„“Liberal“, wie der "Club" nun ist, kennt er keine „Dogmen“, kein „Naturrecht“, keine „Anomalie“ (Primarius Frank!), keine „Normalität“, keine „Diskriminierung“, alles ist gleich gültig, human, fortschrittlich. Im Gegenteil, bevorzugt wird das Anomale, Homophilie schon im Kindergarten. Christus hat in seiner Kirche, die schuld ist an Antisemitismus und Holocaust und diese Schuld ja auch noch selbst einbekennt (!), nichts mehr zu suchen. Wir haben ihn vertrieben, denn dank Modernisierung sind wir ja alle zu Juden geworden. die Christus weder als Gottessohn, Herrn und Erlöser anerkennen - "by modernization we all became Jewish" (Yuri Selzkine). Zumindest gilt das für die überwältigende Mehrheit.

    Jetzt gilt das „Menschenrecht“ der Frau auf Tötung der Leibesfrucht. Unsere Demokratie unterscheidet sich vom Nationalsozialismus, schrieb meiner Erinnerung nach jemand schon vor etwa 20 Jahren, dass sie mit durchschlagendem Erfolg „die Schreibtischtäter à la Eichmann ersetzt hat durch die Abstimm-Mörder auf den Parlamentsbänken“. Der VerfGH ist da machtlos.

    Beten wir um eine Abraham a Santa Clara!

    • Verdi (kein Partner)
      24. Januar 2014 12:36

      Komma
      Danke *********

      Wenn wir heute sehen, wie pervers alles geworden ist und das in allen Bereichen und sich diese Aussage mal zu Gemüte führt -

      "Unsere Demokratie unterscheidet sich vom Nationalsozialismus

      , schrieb meiner Erinnerung nach jemand schon vor etwa 20 Jahren .."
      Ja wie war es denn damals? Das blanke Gegenteil etwa, von dem was wir heute "sehen müssen"?

  18. Inger
    23. Januar 2014 16:31

    " Aber wir wollen diese Geschichte dem Kind nicht bereits per se in die Wiege legen. " Dieser letzte Satz sagt doch alles! Wenn die Natur, der liebe Gott oder wer oder was immer, es nicht vorgesehen hat, dass zwei Frauen miteinander ein Kind zeugen können, sie aber unbedingt ein Paar sein wollen, dann sollen sie es sein, aber wenn der Wunsch nach einem Kind über alles gestellt wird, dann sind große Egoisten am Werk, die nur an sich, aber nicht an das erzwungene Kind denken.
    Es gibt so schon mehr als genug Kinder, die ohne Vater aufwachsen müssen, muss diese Zahl aus purem Egoismus noch unbedingt vergrößert werden? Ein Kind hat Recht auf Vater und Mutter und wenn zwei egoistische Lesben das vergessen, dann haben sie irgendwo ein großes Defizit. Eine Frau ist nun einmal nur bedingt ein Ersatzvater. Und ein Ersatzvater ist ein Ersatzvater, auch wenn es ein Mann ist.
    Traurig genug, dass sich allzuviele Kinder irgendwie damit abfinden müssen, dass es keine heile Familie gibt, wobei ausser Streit steht, dass manche Patchworkfamilien besser sind, als die Ursprungsfamilien, in denen nur gestritten wird. Aber es von vorneherein darauf anzulegen, dass einem Kind die Chance genommen wird, seinen Vater wenigstens kennenzulernen ist sehr dumm. Stellen sich diese Frauen nicht , vor, was sie ihrem erzwungenen Kind einmal erzählen?? z. B. so: "dein Vater ist unbekannt, das ist einer, der seinen Samen abgegeben hat, um damit Geld zu machen, wir haben dafür bezahlt, dass wir jetzt dich, ein schwarzhaariges Kind mit blauen Augen haben. Das wollten wir nämlich. Uns war wichtig, wie Du ausschaust. Welchen Charakter, welche Bildung, welche Familie, welche Krankheiten, etc. dein Vater hatte, stand nicht im Katalog." eine Horrorvorstellung! Ich habe Kinder großgezogen, in ganz normalen Verhältnissen und unter fast ganz normalen Umständen und trotzdem wäre es gelogen, wenn ich sagen würde, es ging ohne Probleme. Ich spreche also aus der Praxis und nicht aus der Theorie

  19. Herby
    23. Januar 2014 15:26

    Ich bin dankbar für die offenen Worte und überaus zutreffenden Argumente von Frau Dr. Kugler. Von ihr weiß ich dass sie gläubig ist und sich in der katholischen Kirche engagiert.

    Gegen Ende Ihres engagierten Artikels schreibt sie einen Satz der wohl an die Evolutionsgläubigen gerichtet ist (und nicht an gläubige Christen):

    " .... Was hat sich die Evolution eigentlich dabei gedacht, für die Fortpflanzung Mann und Frau vorzusehen? ... "

    [Bei Evolutionsgläubigen kommt in Diskussionen immer wieder hervor dass sie die "Evolution" wie eine denkende eigenständige Persönlichkeit sehen.]

    Gläubige Christen untereinander würden wohl so diskutieren:

    "Was hat sich Gott der Schöpfer dabei gedacht für die Fortpflanzung einen Vater und eine Mutter vorzusehen?"

    Auf alle Fälle ist der Artikel hervorragend und es ist ihm weite Verbreitung zu wünschen.

    Wo ich zu 150% zustimme:

    "Der VfGH bezieht sich in der sensiblen Materie des Kinderwunsches lediglich auf die Sicht derer, die Eltern werden wollen. Aber auch dem Wunsch des Kindes muss Platz – ja sogar Vorrang(!) – eingeräumt werden. Einen Samenspender zum Vater zu haben, ist für ein Kind immer problematisch. Die vielen Geschichten von Kindern, die ihre Väter suchen, singen davon ein Lied."

    • lenz
      23. Januar 2014 20:31

      na ja, der schöpfer, so es ihn gibt, hat sich was gedacht.
      die evolution jedoch denkt nicht und ist auch nicht zielgerichtet. das "erfolgreiche" existiert weiter und entwickelt sich (mutiert) weiter, das andere stirbt aus. die kombination vater und mutter waren (sind?) somit "erfolgreich", sonst wäre das system schon länger ausgestorben.

  20. FranzAnton
    23. Januar 2014 15:07

    Sehr geehrte Frau Kugler!
    Sie haben natürlich völig Recht mit Ihrer Argumentation. Allerdings: Der uns Österreichern aufoktroyierte politische mainstream schert sich um unsere Mehrheitsmeinung nichts, einerseits, weil Höchstgerichte von Parteignaden vergeben werden, wie man hört, und die so Begnadeten quasi naturgegeben des Lied singen, wes Brot sie essen. Das taten sie im übrigen schon, so lange es Herrschaftssysteme gibt. Aktuelle Ausnahme ist einzig und allein die Schweiz, wo die Bürger der Regierung in die Parade fahren können, wenn ihnen etwas nicht gefällt.
    Wie schon an anderer Stelle gepostet, mangelt es in unserer "repräsentativen Demokratie" dem Souverän, nämlich dem Volk, an einer praktikablen, leicht zugänglichen Möglichkeit, Volksabstimmungen zu erzwingen, um des Souveräns Regierung den vom Souverän gewünschten Weg zu weisen. Hätten wir solche Möglichkeit, stünde es wohl erheblich besser um unser immer noch schönes Land. Und damit dieses weiterhin schön bleibt, wäre es unabdingbar, niederschwellig zugängliche Direktdemokratie in unsere Verfassung zu implementieren. Dafür müssten sich aber Viele engagieren, wofür ich hier buchstäblich gebetsmühlenartig versuche, Mitstreiter zu finden; bislang allerdings mit endenwollendem Erfolg.





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