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Der politisch korrekte Kasperl und sein Krokodil

Beim Durchstöbern eines Billigbuchladens ist mir unlängst „6 Österreicher unter den ersten 5“ in die Hände gefallen. Das Buch von Kleinkünstler Dirk Stermann ist vergangenes Jahr erschienen und war ein echter Bestseller. Rund 120.000 Mal hat sich das Buch verkauft. Und auch die Kritiker in Österreich und Deutschland waren begeistert. Sie lobten das Werk als „liebevoll und kritisch“, „absurd-komisch“ oder als „bitterböse, urkomisch“. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung meinte gar: „Dirk Stermann ist einer der Größten, den wir und die haben."

Bei so viel Kritiker-Lob und bei dem tollen Schnäppchenpreis habe ich mir das Taschenbuch schließlich gekauft. Und die vier Euro waren gut investiert, auch wenn das Werk literarisch wertlos und nur stellenweise amüsant ist. Man erfährt in diesem „deutsch-österreichischen Freundschaftsroman“ auch nichts Neues oder gar Tiefgründiges über die ambivalenten Beziehungen zwischen Deutschen und Österreichern. Der Wahl-Wiener aus Duisburg beschränkt sich darauf, die sattsam bekannten Klischees und Binsenweisheiten (morbide Wiener, das goldene Wienerherz, das gar nicht so golden ist…) in mehr oder weniger unterhaltsame Anekdoten zu verpacken.

Ich habe das Buch trotzdem – zumindest bis zur Hälfte – gelesen. Man erfährt zwar nichts Neues über die Österreicher und ihre Mentalität, aber sehr viel über die Denkweise, das Weltbild und das geistige Innenleben des Autors. Und das ist deshalb interessant, weil Dirk Stermann in der österreichischen linken Bobo-Szene Kultstatus genießt. Die jungen hippen Gutmenschen lieben und bewundern Stermann und seinen Kabarettpartner Christoph Grissemann: ausverkaufte Kabarettbühnen, tolle TV-Quoten, überschwängliche Kritiken und nun auch ein Bestseller.

Ihr Humor, den sie seit vielen Jahren über den österreichischen Staatsrundfunk verbreiten dürfen, gilt gemeinhin als tiefgründig, klug, schwarz, skurril und – und das ist paradox und irgendwie auch komisch – als politisch unkorrekt. Naja, selbst die bravsten Gutmenschen wollen ab und zu mal so richtig die (Biofreiland)Sau raus lassen und auf politisch unkorrekt machen.

Stermanns Bestseller ist aber in Wahrheit ein – stellenweise kurzweiliges – Handbuch des politisch-korrekten Denkens. Eines der Highlights ist eine Taxifahrt durch Wien. Der Taxler ist, man ahnt es irgendwie bereits als der Ich-Erzähler ins Taxi steigt, ein „typischer“ Wiener oder besser gesagt das, was ein gemeiner Linker für einen solchen hält.

Ein 150-Kilo-Koloss mit fleckigem Unterhemd. Dieser Ungustl „(…) lachte und furzte dreimal lautstark“ ´Entschuldigen, aber i hab in der Früh zehn Eier im Glas gessen, des rächt sich jetzt. Mir wird der Oasch zu eng.‘“ Und als das stinkende Fettmonster eine „kopftuchtragende Mutter mit ihren Kindern“ erblickt – und auch hier beschleicht einem bereits eine gewisse Vorahnung was nun gleich passieren wird – schreit er aus dem Taxifenster: „Daham statt Islam“ Dann furzt er nochmals kräftig: „A klassischer Eierschaß“. Und weiter im Text: „(…) Aner von der FPÖ hat gsagt, dass sich die Moslime, oder wie man sagt, in Österreich um 533 Prozent vermehrt haben in den letzten dreißig Joar. Is des normal? Tun die Rudelbumsen, oder wos?

(…) Während er lenkte, schälte er mit der anderen Hand ein hartgekochtes Ei, das er sich als Ganzes in den Mund steckte. Beim Kauen redete er mit weit geöffnetem Mund. Der Dotter und das Eiweiß vermischten sich mit seiner Spucke zu einem Brei.“

Und gaaanz subtil und hintergründig, lässt Autor Dirk Stermann den fetten, Herzinfarkt gefährdeten Taxifahrer nun sagen: „(…) die Türken stopfen sich einen Döner nach dem anderen eini, und dann kriegens an Herzkasperl, fallen um und werden von meinem Geld ins Spital gebracht. Ist das fair, frag ich Sie?“

Lei, Lei! Tiefgründiger Gutmenschenhumor eben. Das stinkende, Eier fressende, primitive, Ausländer hassende Fettmonster ist gerade noch menschlich. Man muss es ja nicht (zumindest noch nicht) auf die Spitze treiben. Nun könnte man diese Ergüsse einfach als derben Humor, besonders schlichte Kleinkunst oder literarische Übertreibung abtun. Doch Herr Stermann zeichnet hier ein Bild, wie es die meisten linken Autoren, Musiker, Künstler oder Journalisten verbreiten und das die meisten politisch-korrekten Zeitgenossen tatsächlich von „Rechten“, Konservativen und auch Neoliberalen haben.

Die politisch-korrekte Sicht auf die Anderen

Wer jemals mit politisch-korrekten Zeitgenossen über Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft diskutiert hat, weiß, dass sie großteils tatsächlich so über ihren politischen Feind denken. Ihr Weltbild ist wirklich nicht komplexer. Menschen, die nicht zur politisch-korrekten Wir-Gruppe zählen, was mittlerweile mit rechts(extrem) gleichgesetzt wird, sind einfach von Natur/Geburt aus primitive, dumme, stinkende Schweine und das Böse schlechthin.

Ganz im Gegensatz etwa zu linksextremistischen oder islamistischen Terroristen und Mördern oder Kinderschändern. Die haben immer eine ganz furchtbar komplexe und traurige Vor- und Lebensgeschichte. Die böse Gesellschaft, das kapitalistische Schweinesystem oder die imperialistischen Amerikaner haben sie erst zu dem gemacht, was sie sind: Arme Opfer, die gar nicht anders konnten. Ihre Gewalt, ihr Hass, ihr Radikalismus und ihr totalitäres Weltbild sind deshalb für jeden guten Gutmenschen zumindest nachvollziehbar und verständlich. Nicht selten hegen sie sogar Sympathien für diese Menschen.

Es hat viele Vorteile, wenn man seinen politischen Gegner als von Natur aus oberflächliche, dumme und – auch so ein Klischee – ängstliche Kreatur beschreibt. Zum einen erstrahlt dann die eigene Halbbildung gleich in wesentlich hellerem Lichte und, was auch nicht zu verachten ist, man braucht sich nicht mehr auf mühselige Diskussionen über Einwanderungspolitik, Integration, importierte religiöse Konflikte etc. einzulassen. Was auch gut ist, da man ohnehin kaum noch schlagkräftige Argumente zur Hand hat und zumeist nur noch mit hohlen Phrasen operiert. Und der größte Vorteil: Bei der Verfolgung, sozialen Ächtung und Diskriminierung dieser politisch-korrekten Abweichler braucht man keinerlei Skrupel zu haben. Ist ja eh nur ein widerlicher, dummer…

Dass man vermeintliche und tatsächliche Rechte mittlerweile ganz einfach und ohne Gegenstimmen als eine Art dummen Untermenschen hinstellen kann, liegt auch daran, dass die meisten Gutmenschen „Rechte“ ohnehin nur aus Rundfunk, Zeitungen, Literatur, Kleinkunst und den Erzählungen linker Politiker kennen. Er ist wie bei Stermann vor allem eine Kunstfigur, ein Popanz und Grünenschreck. Wie im Puppentheater. Wenn der Kasperl einen furchterregenden Feind braucht, holt man schnell das Krokodil hervor. Und die kleinen Zuschauer sind jedes Mal begeistert, wenn der pfiffige und mutige Kasperl das Ungeheuer von der Bühne prügelt.

Ja, für ihre politische Dramaturgie ist das rechte Handpuppen-Krokodil unverzichtbar, ansonsten würde das ganz Kasperlstück nicht mehr so richtig funktionieren und die Kleinen sich enttäuscht abwenden. Aber noch wissen ja ohnehin alle Kinder, dass das Krokodil (oder auch das fette Schwein) von Natur aus böse ist und unter zahlreichen Ängsten und Phobien (Homo, Xeno, Islamo) leidet. Und sobald die lieben Kleinen etwas sehen, dass auch nur annähernd wie ein Krokodil aussieht, rufen alle ganz laut nach dem Kasperl.

Aber vielleicht wollte Dirk Stermann seinen Lesern mit dem blöden, fetten Taxifahrer ja nur einen Spiegel vorhalten, um zu zeigen, dass der „Rechte“ für Linke vor allem eine Projektionsfläche für die eigenen Ängste, Vorurteile und Abgründe ist. Nein, Scherz beiseite. Menschen wie Herr Stermann meinen das wirklich so.

Werner Reichel ist Journalist und Autor aus Wien. 2012 ist sein Buch „Die roten Meinungsmacher – SPÖ-Rundfunkpolitik von 1945 bis heute” im Deutschen Wissenschaftsverlag erschienen. Derzeit arbeitet er an einem Buch über Geschichte, Politik, Ideologie und Ziele der österreichischen Grünen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2013 06:43

    Und wieder, immer wieder faellt auf, dass das Vorurteil, das auf keiner echten Basis beruhende Elitegetue, die ueberhebliche Niedertraechtigkeit, also der echte Faschismus bei der Hintertuer hereingekommen ist und schreit: Ich bin der Antifaschismus!
    Die bloede manipulierte Gesellschaft klatscht kreischend Beifall.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2013 23:47

    Warum fiel mir beim Lesen Ihres Beitrages immer das vom ORF hochgejubelte, linksfaschistoide, unwahrscheinlich unappetitliche Ungustl Hermes Phettberg ein?
    Eines allerdings ist auch klar: Wer sich das "Werk" eines Stermanns oder Grissemanns antut, ist selber schuld. Mein Mitleid hält sich sehr in Grenzen.
    Selbstverständlich habe ich als überzeugter Gegner jeglicher Zensur auch nichts dagegen, daß Typen wie diese schreiben und veröffentlichen. Unverständlich ist mir nur, wie es in einer kultivierten Zivilisation Menschen geben kann, die für derartigen Schund auch nur einen Euro-Cent bezahlen.
    Danke Herr Werner Reichel für ihren Beitrag!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorkakadu
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. August 2013 00:40

    Wo immer sich dieser seltsame "Herr Sturmann" die Inspirationen für sein zutiefst haßerfülltes Werk geholt hat, mit Wien hat es so wenig zu tun, wie der Autor mit der Realität, denn hierzulande gibt es keine typischen "Wiener Taxifahrer" mehr.
    Daher können alle diese Projektionen einzig und allein dem kranken Gehirn des Verfassers entsprungen sein!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorplusminus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. September 2013 23:03

    Solange dieses arme Würschtl Stermann seine Erlebnisse nicht protokollarisch beweisen kann, sollte man ihn wegen Verhetzung anzeigen.

    Aber als politisch korrekter Kasperl hat er vermutlich von unserer linkskorrumpierten Staatsanwaltschaft nichts zu befüchrten.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPete Sahat
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2013 23:59

    Ich lese immer wieder gerne Ihre Beiträge Herr Reichel!
    Danke!

  6. Ausgezeichneter KommentatorAGLT
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2013 08:50

    Na, hat der Ungustl (nein, nicht der "typisch Wiener Taxler"), sondern der Präpotentling aus Duisburg, ein Glück! Der hat doch glatt einen Autochthonen als Taxler erwischt. Mir ist das in Wien noch nie gelungen ....

  7. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    05. September 2013 16:13

    eine Anmerkung vorweg:
    dieser Beitrag ist mit 4. September datiert - der älteste Kommentar dazu ist vom 18. August ...??
    Wie dem auch immer:
    alleine die Zitierung der Taxifahrtschilderung der Duisburger Humorkanone bestätigt mir wieder einmal, dass Linksfaschismus um nichts besser ist als der vergangene Rechtsfaschismus.
    Wie hätte in den 30er Jahren ein damals politisch korrekt agierender Erheiterungsmensch z.B. den Besuch eines deutschen Kunden bei einem jüdischen Privatbankier geschildert. Welche "lustigen" Charakterzüge hätte er dem Banker umgehängt? Wie hätte er seine Nase beschrieben ...?
    Das ist derselbe Stil, und den hat man lustig zufinden, als ordentlich lachender Mensch!
    das ist natürlich nicht im Sinne von Wiederbetätgigung zu verstehen, sondern lediglich als eine Stilübung im Rahmen der künstlerischen Freiheit.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAGLT
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    20. August 2013 08:50

    Na, hat der Ungustl (nein, nicht der "typisch Wiener Taxler"), sondern der Präpotentling aus Duisburg, ein Glück! Der hat doch glatt einen Autochthonen als Taxler erwischt. Mir ist das in Wien noch nie gelungen ....


alle Kommentare

  1. Ayu (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:22

    I love this blog. You guys are doing a great job(also taking up a lot of hvdidrrae space!).A request maybe? I've been looking for years for any of The Shadow Ring albums. Have any of those?thanks!brandumb

  2. Open (kein Partner)
    19. Januar 2015 16:23

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  3. mitzi
    06. September 2013 23:17

    Herr Stermann ist für mich die Sahelzone des Humors. Nicht mehr und nicht weniger.

  4. plusminus
    06. September 2013 23:03

    Solange dieses arme Würschtl Stermann seine Erlebnisse nicht protokollarisch beweisen kann, sollte man ihn wegen Verhetzung anzeigen.

    Aber als politisch korrekter Kasperl hat er vermutlich von unserer linkskorrumpierten Staatsanwaltschaft nichts zu befüchrten.

  5. Tagebuchleser vom Berg (kein Partner)
    06. September 2013 09:54

    Dank an Herrn Werner Reichel !

    natürlich wurde das Quatschbuch auch im einseitigen "68er Kultursender Ö1" im Rahmen der üblichen Unkultur breitgetreten und wir dürfen für Quatschkopf & Co GIS-Zwangsgebühren bezahlen.

  6. Politicus1
    05. September 2013 16:13

    eine Anmerkung vorweg:
    dieser Beitrag ist mit 4. September datiert - der älteste Kommentar dazu ist vom 18. August ...??
    Wie dem auch immer:
    alleine die Zitierung der Taxifahrtschilderung der Duisburger Humorkanone bestätigt mir wieder einmal, dass Linksfaschismus um nichts besser ist als der vergangene Rechtsfaschismus.
    Wie hätte in den 30er Jahren ein damals politisch korrekt agierender Erheiterungsmensch z.B. den Besuch eines deutschen Kunden bei einem jüdischen Privatbankier geschildert. Welche "lustigen" Charakterzüge hätte er dem Banker umgehängt? Wie hätte er seine Nase beschrieben ...?
    Das ist derselbe Stil, und den hat man lustig zufinden, als ordentlich lachender Mensch!
    das ist natürlich nicht im Sinne von Wiederbetätgigung zu verstehen, sondern lediglich als eine Stilübung im Rahmen der künstlerischen Freiheit.

  7. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    26. August 2013 18:43

    Ich kann gar nicht lachen, bei einem so primitiven und völlig überflüssigen Artikel.

    Ist wohl nur etwas für die Deutschen. Die können sich sicher auch über so etwas amüsieren.

  8. kakadu
    23. August 2013 00:40

    Wo immer sich dieser seltsame "Herr Sturmann" die Inspirationen für sein zutiefst haßerfülltes Werk geholt hat, mit Wien hat es so wenig zu tun, wie der Autor mit der Realität, denn hierzulande gibt es keine typischen "Wiener Taxifahrer" mehr.
    Daher können alle diese Projektionen einzig und allein dem kranken Gehirn des Verfassers entsprungen sein!

  9. Der Rathausmann (kein Partner)
    21. August 2013 17:58

    Eine Frage beschäftigt mich schon seit Jahren: Warum dürfen die guten Menschen und linken Hirnbluter ihr krankes Weltbild, ihr eigenartiges politisches Verständnis, ihre fragwürdigen Einstellungen zur Gesellschaft usw. eigentlich unwidersprochen öffentlich verbreiten. Ich gehe davon aus, dass es zumindest noch eine geringe Zahl an vernünftigen und intelligenten Menschen in unserer Gesellschaft gibt, dass sich von denen keiner zu Wort meldet ist mir unverständlich.

  10. wolf (kein Partner)
    20. August 2013 15:54

    Man mag zu den beiden Komikern stehn, wie man will (ich halte sie ja nicht wirklich für eine Bereicherung), aber einen derart hanebüchenen, undifferenzierten, mit banalsten Allgemeinplätzen arbeitenden, von Unsinnigkeiten und Gehaltlosigkeiten strotzenden Unfug, wie den des Herrn Reichel hab ich selten gelesen. Und dafür gibt's Zustimmung? Sogar von Mr. Anti-Oberflächlichkeit? Grandiose Leistung, sehr "subtil und hintergründig".

    • Konrad Loräntz
      20. August 2013 17:06

      In diesem Forum zweifellos ein "einsamer Wolf".

      So subtil wie Ster- und Gri- ... ist Reichels Beitrag allemal.

    • wolf (kein Partner)
      20. August 2013 17:51

      "So subtil wie Ster- und Gri- ... ist Reichels Beitrag allemal."

      Kunststück ;-)

      blöd halt nur, dass Reichel die Pseudo-Subtilität der beiden kritisiert und selber in dieselbe Kerbe schlägt.

      (Wobei: wo und warum Reichel genau in dieser Anekdote - nicht mehr, nicht weniger ist es - mit dem Taxler Subtilität erkennen will, weiß wahrscheinlich ausschließlich er; weshalb er meint, irgendwer würde in dem Taxler irgendetwas Rechtes oder Konservatives oder - lachhaft - Neoliberales erkennen, weiß wahrscheinlich nicht einmal Reichel selbst)

      Der Unterschied ist nur: bei den beiden kann man gelegentlich lachen, Reichels Beitrag ist einfach nur traurig.

  11. F.V. (kein Partner)
    20. August 2013 10:23

    Ich käme gar nicht auf die Idee so einen Dreck zu kaufen oder gar noch zu lesen.

    Was Herr Reichel hier bestätigt, wäre auch ohne diesen "Beweis" als erwiesen angesehen worden. Ein paar Sekunden hineinschauen in deren TV-Sendung genügte ja, um zu erkennen, was hier abläuft. Es ist schade um die Zeit, die Aufmerksamkeit und schade um den Platz, den so ein Bericht hier einnimmt.

    • dame du temps jadis (kein Partner)
      20. August 2013 15:06

      Meine dringende Empfehlung an F.V. wäre es, diesen link nicht weiter zu verfolgen:

      http://images.search.conduit.com/ImagePreview/?q=vogel%20selbsterkenntnis&ctid=CT2269050&searchsource=15&CUI=UN55684392318265125&start=0&pos=0

      Fällt IHnen denn nicht auf, dass Sie hierherkommen, sich zu Tisch setzen und währenddem Sie auf das jedenfalls nicht von Ihnen zubereitete Essen warten beginnen darüber zu mosern, dass die Speisen hier jedenfalls ungeniessbar sind?

      Oder was eher wahrscheinlich ist, dass man Ihnen daheim schon einmal gesagt hat, dass Sie sich benehmen sollten.

      Mir persönlich ist es schon angenehm zu wissen, dass es noch andere gibt, die in der Lage sind, Schmarrn als solchen zu erkennen und die das auch sagen. Mit so obergescheiten Leuten ist das Problem, dass sie in ihrer Selbsteingenommenheit es für überflüssig halten, den Mund zu Trivialitäten aufzumachen und sich dann verschwiegen haben.

      Es bleibt ihnen dann nur übrig, sich über die Trotteligkeit der anderen zu erregen und die Schuld den pösen pösen amerikanischen CIA-Agenten von der OStküste zuschieben.

      Ach ja - ich bin ....

      (Statt der Punkte fügen Sie bitte einfach was aus ihren Vorpostings ein.)

    • Konrad Loräntz
      20. August 2013 17:04

      Warum muß man den armen F.V. gleich so prügeln ?
      Allerdings würde ich die beiden Komiker auch nicht gar so schnell als uninteressant abtun, denn immerhin gelingt es Ihnen, einen beträchtlichen Teil der meist jungen Zuseher zu begeistern. Dass bei diesem scheinbar heiteren und oberflächlichen Geplänkel 68er Ideologie eimerweise verabreicht wird, merkt man da kaum. Nur der Vor-Sensibilisierte erkennt das süsse Gift der Dekonstruktion (ganz toll hier die Band). Damit schliessen Ster- und Grissemann nahtlos an oberflächlich ganz anders geartete Sendungen wie "Alltagsgeschichten" etc. der ganz echten Österreicherin Spira an.

      Die Frage ist, wie - rein technisch gesehen - diese Sendungen es fertigbringen, die Leute zu fesseln. Dass sie es können, steht ausser Zweifel.

    • F.V. (kein Partner)
      20. August 2013 18:50

      Sg. Herr Loräntz,

      es ist zwar sehr nett von Ihnen mir sozusagen die Mauer machen zu wollen, aber ich erwehre mich schon der An- und Untergriffe.

      Den Wohlfahrtsausschüssen und Tugendwächtern schwimmen die Felle davon, da werden sie halt nervös. Ich verstehe es ja auch, daß sie die vielen Dummheiten und echte Wortmüllberge im UTB "durchgehen" zwar lassen, denn diese tragen ja nichts zum Aufwachen der Menschen bei, aber sich hier von mir arg "gestört" fühlen.

      Die paar geistigen Taglöhner, die zwar noch kein einziges Argument von mir entkräfteten oder mit eigenen versuchten sich zu behaupten, sehen sich aber offensichtlich genötigt meine Beiträge zu lesen, obwohl sie nach deren Meinung indiskutablen seien, - und strafen so ihre Behauptungen Lügen. (Ich lese den Buchstabenmüll von mir nach kurzer Beobachtung als Dummköpfe erkenntlichen Leute nicht.)

      Sie haben recht, daß man sich den ideologischen Dreck seiner Feinde natürlich auch immer wieder ansehen/-hören muß, um zu wissen wie und wo dem zu begegnen ist.
      Aber sobald die Lage klar ist, beschäftigt man sich besser mit den Dingen, die die eigene Strategie stützen.

      Aber eine "Arbeitsteilung" ist auch hier angebracht, die von den Kenntnissen, Erfahrungen und Neigungen mitbestimmt werden. Meine liegen nicht so sehr in der Massenpsychologie und Beeinflussung durch "Musik" und "Kabarett".

    • wolf (kein Partner)
      20. August 2013 19:34

      Herr Loräntz,

      wie wär's damit: die Leute die sich fesseln lassen, haben nichts gegen die sagenumwobene 68er-Ideologie.

      eine Tagelöhner-Frage sei mir gestattet: was dekonstruiert denn diese Band und wie?

  12. AGLT (kein Partner)
    20. August 2013 08:50

    Na, hat der Ungustl (nein, nicht der "typisch Wiener Taxler"), sondern der Präpotentling aus Duisburg, ein Glück! Der hat doch glatt einen Autochthonen als Taxler erwischt. Mir ist das in Wien noch nie gelungen ....

    • Specht (kein Partner)
      09. September 2013 00:19

      Neulich kam mir so ein" bösartiger" autochtoner Taxler unter, der auf Stermanns Beschreibung passte. Er war aber ein fetter 68-iger, der von seiner Sehnsucht nach Thailand und seinen vielen unbekannten Kindern dort, die ihm mit verschiedensten Damen passierten, schwadronierte. Als ehemaliger Kripo sei er auch bestens über die Sitten der Wiener informiert und natürlich links-grün-bewegt, weil das Haschisch, das Gras muss frei gegeben werden, wo es doch in Wien ohnehin erlaubt ist. "Abgestraft wirst nur, wenn sie dich nicht mögen, sonst schauens eh weg, oder sollens die ganze Stadt verhaften?"

  13. -> (kein Partner)
    20. August 2013 07:21

    Immer wieder das selbe Spiel von Reichel, immer wieder der selbe Schwachsinn.

    Während die Rechten von Reichel vorsichtig unter Anführungszeichen gesetzt werden gibts auf der anderen Seite natürlich nur die Linken - ganz ohne Anführungszeichen. Oder halt die politisch korrekten Zeitgenossen oder ein sonstiges Schlagwort.

    Während Reichel auf der einen Seite mangelnde Differenzierung/Stereotypisierung beklagt, zeigt er keine Scheu seiner Hassgruppe allen möglichen Unsinn zu unterstellen und sie auf eine homogene Masse zu reduzieren. Ein massiver Selbstwiderspruch wie er bei Reichel schon Standard ist. Welcher politisch korrekte Zeitgenosse (wer auch immer das sein mag) sieht beispielsweise einen Neoliberalen (Schwachsinnsbegriff Nummer 1) als furzenden rassistischen Fettsack?

    • Wyatt
      20. August 2013 08:10

      -> (kein Partner),
      wozu die Aufregung:

      .......Menschen, die nicht zur politisch-korrekten Wir-Gruppe zählen, was mittlerweile mit rechts(extrem) gleichgesetzt wird, sind einfach von Natur/Geburt aus primitive, dumme, stinkende Schweine und das Böse schlechthin........

      dieser Erkenntnis ist nichts hinzuzufügen!

  14. terbuan
    19. August 2013 20:12

    Ach, wäre er doch nur in Duisburg geblieben.....
    Auf solche Zuwanderer können wir gerne verzichten, einfach nur ein Schmarren dieses Pamphlet,
    verar....en können wir uns selber, Herr Stermann!

  15. schreyvogel
  16. simplicissimus
    19. August 2013 06:43

    Und wieder, immer wieder faellt auf, dass das Vorurteil, das auf keiner echten Basis beruhende Elitegetue, die ueberhebliche Niedertraechtigkeit, also der echte Faschismus bei der Hintertuer hereingekommen ist und schreit: Ich bin der Antifaschismus!
    Die bloede manipulierte Gesellschaft klatscht kreischend Beifall.

  17. RR Prof. Reinhard Horner
    19. August 2013 02:04

    reinhard.horner@chello.at

    Weil die freie Meinungsäußerung ein so hohes Gut ist, ist und bleibt die Auseinandersetzung mit Auswüchsen unabdingbar.

    Wie das Herr Reichel hier dankenswert tut und es wichtig ist, dass man es ihn tun lässt.

    Übrigens, Kalauer, plattes Heruntermachen, Beschimpfen etc. zählt zum Standardreperoire vieler "Humoristen". Allerdings nicht nur dieser.

  18. Pete Sahat
    18. August 2013 23:59

    Ich lese immer wieder gerne Ihre Beiträge Herr Reichel!
    Danke!

    • Wyatt
      20. August 2013 18:30

      .......geht mir ebenso, finde die Beiträge des Herrn Reichl immer wieder bereichernd.
      (Obgleich ich diesmal nicht die geringste Ahnung über die besprochenen Typen habe, sie weder sah noch hörte, - bin nämlich beim Qualtinger stehen geblieben und habe den ORF schon seit einiger Zeit von der Senderliste eliminiert.)

  19. Haider
    18. August 2013 23:47

    Warum fiel mir beim Lesen Ihres Beitrages immer das vom ORF hochgejubelte, linksfaschistoide, unwahrscheinlich unappetitliche Ungustl Hermes Phettberg ein?
    Eines allerdings ist auch klar: Wer sich das "Werk" eines Stermanns oder Grissemanns antut, ist selber schuld. Mein Mitleid hält sich sehr in Grenzen.
    Selbstverständlich habe ich als überzeugter Gegner jeglicher Zensur auch nichts dagegen, daß Typen wie diese schreiben und veröffentlichen. Unverständlich ist mir nur, wie es in einer kultivierten Zivilisation Menschen geben kann, die für derartigen Schund auch nur einen Euro-Cent bezahlen.
    Danke Herr Werner Reichel für ihren Beitrag!





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