Der Roten heroischer Kampf gegen die bösen Spekulanten

Die Wahlkampfmaschine der Sozialisten will im Moment nicht so recht laufen. Derjenige, der zum Gaudium der politischen Wettbewerber derzeit dabei ist, Unmengen von Sand ins Getriebe der Partei der werktätigen Massen zu streuen, hört auf den Namen Franz Dobusch.

Der wackere Mann hat – wie seine dafür bereits bei den Landtagswahlen im Frühjahr abgestrafte Salzburger Parteigenossin Burgstaller – getan, was seine Mitstreiter seit Jahr und Tag pausenlos aufs Schärfste kritisieren: Er hat, wie man es in fortschrittlich-marktwirtschaftsfeindlichen Kreisen zeitgeistkonform ausdrückt, „gezockt“. Er ist unter die „Spekulanten“ gegangen. Ins „Finanzcasino“. Mit Finanzinstrumenten („Swaps“), von denen er mit entwaffnender Freimütigkeit bekennt, nichts zu verstehen.

Sicherheitshalber hat er das aber nicht mit Geld aus seiner eigenen Tasche getan, sondern mit ihm in seiner Eigenschaft als Bürgermeister der Stadt Linz anvertrautem Steuergeld. Und er hat verloren – hunderte Millionen Euro. Pikanterweise an eine – damals, als das Geschäft getätigt wurde – der roten Reichshälfte zuzuordnende Bank, die von einem ebenfalls strammen Linken geführt wurde, der jetzt die Geschicke jenes weithin überflüssigen Mitarbeitersanatoriums lenkt, das unter dem Namen „Österreichische Nationalbank“ firmiert.

Jetzt prozessieren die mittlerweile in nicht mehr ganz so gutem Einvernehmen stehende Bank und die Stadt Linz gegeneinander. Müsste für die Chose am Ende nicht wieder der bereits jetzt brutal ausgesackelte Steuerzahler geradestehen, könnte man über die Geschichte glatt in homerisches Gelächter ausbrechen.

Austriakische Realsatire pur. „Solchene Sachen lassen sich nicht erfinden – nicht einmal von unserem Etablissement!“ hieß es einst im „Watschenmann“ – zu einer Zeit, als das Kabarett in Österreich noch Niveau und nicht ausschließlich „rote Gfrieser“ (© A. Khol) in seinen Reihen hatte. Heute aber könnte selbst ein über Hirn verfügender Kabarettist nicht mehr mit den Darbietungen konkurrieren, die – a la Dobusch – im realsozialistischen Alltag unserer nördlichen Balkanrepublik geboten werden.

Sieht man vom spaßigen Teil der Angelegenheit ab, kann daraus immerhin ein im Hinblick auf die anstehenden Nationalratswahlen entscheidender Schluss gezogen werden: Sozialisten sind entweder zu dumm, um die Konsequenzen ihrer wirtschaftlichen Handlungen zu begreifen; oder sie sind nichts weiter als Heuchler. Und das ist sowohl wahrscheinlicher als auch – angesichts der erschreckenden Machtfülle, über die sie gebieten – noch viel beunruhigender.

Mit ihrer Wahlkampagne gegen „Millionäre“ und „Spekulanten“ (die, bei Licht besehen, eine Kampfansage an die Mittelschicht darstellt), soll solchen Wählern, die mit schlichten Gemütern ausgestattet sind, weisgemacht werden, dass die SPÖ den Interessen des „kleinen Mannes“ diene. Indes wird die angekündigte Einführung von Vermögens- und Erbschaftssteuern rein gar nichts einbringen. Sie wird vielmehr der Republik – vor allem aber den „kleinen Leuten“, die auf von „reichen Spekulanten“ geschaffene Arbeitsplätze angewiesen sind – schweren Schaden zufügen.

Von der Verletzung des Grundrechts auf Eigentum und der entstehenden Rechtsunsicherheit mit Blick auf vermutlich weiter eskalierende Begehrlichkeiten des Fiskus ganz zu schweigen. Der große Liberale Dalberg-Acton zu dieser Frage: „Die Arbeiterklasse hat durch eine Schädigung des Kapitals mehr zu verlieren als die Kapitalisten, denn was für letztere den Verlust von Luxus und Überfluss heraufbeschwört, bedeutet für erstere den Verlust des Notwendigen.“

Die „Reichensteuern“ werden gerne mit dem Argument gerechtfertigt, sie träfen ohnehin nur wenige Privilegierte (als ob Unrecht dadurch kleiner würde, dass man es „nur“ einer kleinen Gruppe zufügt), die oft genug als „Spekulanten“ oder „Zocker“ zu Wohlstand gelangt seien.

Wir lernen daraus: Wenn Privatpersonen ihr eigenes Geld – auf ihr eigenes Risiko – in Aktien, Grundstücke oder in eigene Unternehmen investieren, so handelt es sich dabei nach sozialistischer Einschätzung um „Spekulanten“, die mit aller Härte des Steuergesetzes zu bestrafen sind. Tätigt aber eine „Landeshauptfrau“ (welche Rolle die „Landesnebenfrauen“ im Salzburger Finanzdebakel spiel(t)en, liegt bislang übrigens noch im Dunkeln) oder ein Bürgermeister Finanzgeschäfte, für die nicht sie oder er selbst, sondern der Steuerzahler geradezustehen hat, dann sind das heroische Taten. Diese ziehen im Falle des Scheiterns natürlich keine bürgerlich-rechtliche Verantwortung nach sich, sondern sie werden im schlimmsten Fall mit einem Versorgungsposten bei der Arbeiterkammer sanktioniert (zumindest in den Fällen, in welchen es Genossen waren, die „gezockt“ haben).

Wenn das keine erstklassige Empfehlung darstellt, wen man im Herbst keinesfalls wählen sollte…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. August 2013 17:41

    Ein Nebensatz ruft bei mir das blanke Entsetzen hervor. Der werte Herr Dobusch sagt frank und frei, er wisse nicht was ein 'swap' sei.
    Herr Dobusch ist Doktor der Rechtswissenschaften, also Akademiker!!! Da ein swap-Geschäft eigentlich etwas ganz ganz ganz einfaches ist, nur die Kombination verschiedener einzelner Geschäfte zu einem dicken Bündel dann die Komplexität erhöht, aber nur in der Zeit die man benötigt um es zu begreifen, darf man sich über die selbst beschiedene Dummheit des Herrn Dobusch doch wundern.

    Ist es nur eine unglaubwürdige Schutzbehauptung oder ist der typische sozialistische Politiker wirklich so dumm, wie Herr Dobusch (und vor ihm Burstaller/Brenner/Blachfellner) von sich selber behauptet? Eine akademische Frage, denn eigentlich stellt sich die Frage, welche geistig zurückgebliebenen Menschen wählen diese Nieten oder offensichtlichen Lügner?

    Herr Dobusch (Burgstaller ...) ist jedenfalls der lebendige Beweis, daß unserer allgemeines Wahlrecht erwiesenermaßen dumme (und/oder bekanntermaßen verlogene!) und daher unfähige Menschen an die Spitze bringt.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorcaruso
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    26. August 2013 11:32

    Die Büchse der Pandora (=Staatsverschuldung) ist seit Kreisky weit offen.

    Lediglich Schüssel/Schwarz/Blau haben versucht gegenzusteuern.

    Mit derselben Nonchalance a la Dobusch werden alljährlich Budgetdefizit und Staatsverschuldung nach oben geschraubt.

    Das und die bislang angehäuften Schulden werden in der ganzen Wahlhysterie-Berichterstattung nie thematisiert.

    Die angefütterten und mit Förderungen versorgten Medien sind mittlerweile zum Großteil schuld- und pflichtbewußt Teil des Systems.

    Hinzu kommt, dass nicht nur die "demokratischen" Mandatsmehrheiten im Parlament zählen, sondern vielmehr die über viele Jahre und Jahrzenten etablierten Seilschaften, Abhängigkeiten und Machtverhältnisse im Bund und Verwaltungswesen (ÖGB, ÖBB, ORF, der Moloch Wien usw).

    Selbst wenn sich in 5 Wochen eine Mehrheit rechts der Mitte ergibt, wird es eine Herkulesaufgabe werden, das System zu ändern und das Ruder herumzureißen.

    Ich erinnere an die Zeiten von Schwarz/Blau, selbige Lawine wird auch diesmal wieder von SPÖ/GRÜN/ORF/LINKS losgetreten werden.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    26. August 2013 08:21

    Abwaehlen, abwaehlen, abwaehlen.
    Und keinesfalls sinnlose Splittergruppen unterstuetzen.
    Klare Mehrheitsverhaeltnisse rechts der Miotte schaffen.
    Jeder darf sich selbst ueberlegen, wie das geschehen kann.
    Eines muss jedoch stattfinden: SPOeVP duerfen keine absolute Mehrheit mehr gemeinsam haben.
    Und zweitens, wer klug ist, wird die staerkste Protestpartei waehlen, um die Chance eines nichtroten Bundeskanzlers zu heben.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. August 2013 08:57

    Danke Herr Tögel für diesen ausgezeichneten Gastkommentar. Sie schreiben völlig richtig bemerkt:

    "Sozialisten sind entweder zu dumm, um die Konsequenzen ihrer wirtschaftlichen Handlungen zu begreifen; oder sie sind nichts weiter als Heuchler. Und das ist sowohl wahrscheinlicher als auch – angesichts der erschreckenden Machtfülle, über die sie gebieten – noch viel beunruhigender"....

    Das gleiche gilt auch für die Zustimmung zum ESM, derartige Parteien haben sich als unwählbar abqualifiziert, wie ich gestern schon an anderer Stelle angemerkt hatte.

    Nur eine kleine Randbemerkung: Die 1816 gegründete österreichische Notenbank trägt heute noch ihren ursprünglichen Namen als OEsterreichische Nationalbank! :-)

  5. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    26. August 2013 15:25

    Des Volkes Illusion rund um die Reichensteuer:
    Vor der Wahl glaubt jeder (genderneutral verwendet!), dass er eh nicht reich ist und diese Steuer nur die anderen trifft.
    Nach der Wahl sind auf einmal alle reich, und jeder muss zahlen, auch der Häuslbauer, dessen Eigenheim mit einer Erhöhung des Einheitswertes einfach und schnell in die Kategorie der Villen katapultiert werden kann!

    Wie der Wernerle das aber wirklich durchbringen will - mit den Stimmer seiner geliebten SP-Gewerkschaftsnationalräte, das frage ich mich schon. Denn bekanntlich zählt der ÖGB mit seinen -zig Millionen auf den Sparbüchern (für den Streikfonds) zu den echten REICHEN in diesem Lande ....

  6. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    26. August 2013 08:30

    ausgezeichneter kommentar des Herrn Tögel, dieser sollte weiter verbreitet werden !

    leider wird sich nicht viel ändern, lt. umfragen werden die roten wieder die mehrheit bekommen - ein hinweis auf die geistige kapazität des wahlvolkes.

  7. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2013 09:06

    Die Kritik des Herrn Tögel am Linzer Bürgermeister ist ja durchaus berechtigt und die Erinnerung an die Salzburger Geschichten, die, kaum daß sie aus den Medien verschwunden sind, auch gleich wieder vergessen wurden, ebenfalls.

    Was auch in einem Kommentar (dssm) gesagt wurde, daß auch ein Doktor der Jurisprudenz verstehen müßte, was ein „Swap“ ist, stimmt, und ich habe beim Gastbeitrag Romigs u.a. gemeint, daß dieses Sich-dumm-stellen zu durchsichtig ist, um als zielführende Prozeß-Strategie durchzugehen.

    All das stimmt und ist ein hinreichender Grund all diese Zocker mit anderer Leute Geld in die Wüste zu schicken, noch besser, sie wegen Untreue, Amtsmißbrauch und was sonst noch vorgebracht werden kann, vor Gericht zustellen und Schadenersatz zu fordern.

    Über all dem wird aber etwas übersehen: Der systematische Betrug der „financial industries“, der Umstand, daß all diese sogenannten Finanzprodukte in Wahrheit keine „Produkte“ sind, sondern höchst undurchsichtige Casino-Wetten, denen jeglicher Bezug zur realen Wirtschaft fehlt. Man komme nicht mit dem dummen Argument, daß man sich damit vor unerwünschten Zinsänderungen, Währungsschwankungen, etc. „sichern“ wolle. Diese sind letztlich doch nur das Ergebnis jener Manipulationen, die vom Bankensystem bewirkt werden. Ein abgekartetes Spiel.

    Es gilt hier vor allem anzusetzen, um das Betrügerische und die ohnedies sittenwidrigen Glückspiele an diesen Vorgängen deutlich zu machen. Im ersten Fall erlaubt dies derartige Geschäfte rückabzuwickeln, im zweiten ihnen den Rechtsschutz zu entziehen, d. h. diese Forderungen nicht gerichtlich durchsetzen zu können, ganz ähnlich wie dies mit Glückspielschulden ist, die aus diesen einzigen Grund als „Ehrenschulden“ bezeichnet wurden, weil sie anders nicht einzufordern waren.

    Zum Thema „neue EU-Mode, ...“ habe ich einen längeren Beitrag geschrieben, der das Motiv der Manipulation des Gold-Marktes beschreibt, nämlich um damit den um Größenordnungen größeren T-Bond-Markt zu „kontrollieren“ (= die hier im Billionen-Umfang getätigten Derivatgeschäfte zugunsten der Investmentbanken zu manipulieren). Die erwähnte Klage des Vorsitzenden der GATA, Mr. Murphy, gegen die BIZ und andere vor dem Bostoner Distriktsgericht listet detailliert auf wie und zu welchem Zweck hier manipuliert wurde, und wer an dieser nur als Verschwörung zu bezeichnenden betrügerischen Aktion beteiligt war bzw. ist. (Wen´s interessiert, kann die 24-seitige Klags-Schrift von mir haben.)

    Von gleicher Art ist das Vorgehen derselben betrügerischen Banken bei dem vor einiger Zeit aufgeflogenen LIBOR-Skandal in London. Auch hier diente die Manipulation des Zinssatzes dazu die Zins-Swapgeschäfte zugunsten der Banken zu beeinflussen. Betroffen waren hier Volumina in zig-Billionen Dollar Höhe!

    Erinnerlich ist auch das Buch „Confessions of an Economic Hitman“ (Bekenntnisse eines Wirtschaftskillers) von John Perkins, in dem dieser Insider darlegt, wie mit betrügerischen, erpresserischen und letztlich Gewaltmethoden die Finanzmafia vorgeht. All dies ist in einem Zusammenhang zu sehen und zu beurteilen.

    Es stimmt also, was Tögel bzw. dssm schrieb, daß man einen Swap verstehen könne/müsse. Was man aber wohl doch nicht wirklich durchschaut, sind die Dimension des Betrugs und die unerhört fein gesponnenen Methoden, die ich oben nur kurz angedeutet habe. Man muß sich auch daran erinnern, daß vor längerer Zeit ganze (Heuschrecken-)Schwärme von Finanzberatern (auch in den als honorig geltenden heimischen Banken) diese „Finanzprodukte“ wie Sauerbier anboten – und es quasi zum guten Ton gehörte, „sein Geld“ möglichst gut zu veranlagen. Wenn wir weiters bedenken, daß alles was heute zum Inventar verantwortlichen Wirtschaftens gehört Innovationen jüdischer Kaufleute waren (wie dies Werner Sombart in außerordentlich eindrucksvoller Weise in seinem Werk dargelegt hatte), die aber früher den „christlichen“ Kaufleuten als Bruch der der geltenden Normen und Handelsbräuche erschienen, so wird man ein gewisses Verständnis dafür aufbringen, daß es auch heute jene, die erstmals mit diesen neuen „Innovationen“ konfrontiert wurden, auch nicht wirklich verstanden, was hier eigentlich vorgeht. Insofern trifft es durchaus zu, daß weder Mayr noch Dobusch die verstanden (= durchschaut) haben.

    Vor allem kommt hinzu, daß – wenn „alle“ hier mittun – man sich in falscher kollektiver Sicherheit wähnt, denn was alle tun, müsse wohl richtig sein. (Ich halte das freilich immer für ein notwendiges und hinreichendes Kriterium, daß es ganz falsch sein m ü s s e!) Daß aber noch längst kein Umdenken eingesetzt hat, erkennt man ja daran, daß man etwa anläßlich des Salzburger Skandals meinte, wenn künftig die staatliche Schulden-Agentur diese Derivatgeschäfte mache, es dann „gut/gefahrlos“ sei. Man hat offenbar noch immer nicht begriffen, daß bei diesem internationalen Casino-Betrieb es keinesfalls vorgesehen ist, daß nicht zu den Insidern gehörende Mitspieler hier gewinnen dürfen.

    Worum es also geht: das Betrügerische der Bankster zu entlarven und dagegen machtvoll vorzugehen. Beim LIBOR-Skandal, der „Geschäfte“ in hohen Billionensummen betrifft wurden bereits Strafen in Milliardenhöhe verhängt. Der Versuch wäre also nicht vergeblich.
    Vor allem, weil inzwischen die Menschen kapiert haben, daß wir mit diesen Betrügereien der Banken am Abgrund stehen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2013 09:06

    Die Kritik des Herrn Tögel am Linzer Bürgermeister ist ja durchaus berechtigt und die Erinnerung an die Salzburger Geschichten, die, kaum daß sie aus den Medien verschwunden sind, auch gleich wieder vergessen wurden, ebenfalls.

    Was auch in einem Kommentar (dssm) gesagt wurde, daß auch ein Doktor der Jurisprudenz verstehen müßte, was ein „Swap“ ist, stimmt, und ich habe beim Gastbeitrag Romigs u.a. gemeint, daß dieses Sich-dumm-stellen zu durchsichtig ist, um als zielführende Prozeß-Strategie durchzugehen.

    All das stimmt und ist ein hinreichender Grund all diese Zocker mit anderer Leute Geld in die Wüste zu schicken, noch besser, sie wegen Untreue, Amtsmißbrauch und was sonst noch vorgebracht werden kann, vor Gericht zustellen und Schadenersatz zu fordern.

    Über all dem wird aber etwas übersehen: Der systematische Betrug der „financial industries“, der Umstand, daß all diese sogenannten Finanzprodukte in Wahrheit keine „Produkte“ sind, sondern höchst undurchsichtige Casino-Wetten, denen jeglicher Bezug zur realen Wirtschaft fehlt. Man komme nicht mit dem dummen Argument, daß man sich damit vor unerwünschten Zinsänderungen, Währungsschwankungen, etc. „sichern“ wolle. Diese sind letztlich doch nur das Ergebnis jener Manipulationen, die vom Bankensystem bewirkt werden. Ein abgekartetes Spiel.

    Es gilt hier vor allem anzusetzen, um das Betrügerische und die ohnedies sittenwidrigen Glückspiele an diesen Vorgängen deutlich zu machen. Im ersten Fall erlaubt dies derartige Geschäfte rückabzuwickeln, im zweiten ihnen den Rechtsschutz zu entziehen, d. h. diese Forderungen nicht gerichtlich durchsetzen zu können, ganz ähnlich wie dies mit Glückspielschulden ist, die aus diesen einzigen Grund als „Ehrenschulden“ bezeichnet wurden, weil sie anders nicht einzufordern waren.

    Zum Thema „neue EU-Mode, ...“ habe ich einen längeren Beitrag geschrieben, der das Motiv der Manipulation des Gold-Marktes beschreibt, nämlich um damit den um Größenordnungen größeren T-Bond-Markt zu „kontrollieren“ (= die hier im Billionen-Umfang getätigten Derivatgeschäfte zugunsten der Investmentbanken zu manipulieren). Die erwähnte Klage des Vorsitzenden der GATA, Mr. Murphy, gegen die BIZ und andere vor dem Bostoner Distriktsgericht listet detailliert auf wie und zu welchem Zweck hier manipuliert wurde, und wer an dieser nur als Verschwörung zu bezeichnenden betrügerischen Aktion beteiligt war bzw. ist. (Wen´s interessiert, kann die 24-seitige Klags-Schrift von mir haben.)

    Von gleicher Art ist das Vorgehen derselben betrügerischen Banken bei dem vor einiger Zeit aufgeflogenen LIBOR-Skandal in London. Auch hier diente die Manipulation des Zinssatzes dazu die Zins-Swapgeschäfte zugunsten der Banken zu beeinflussen. Betroffen waren hier Volumina in zig-Billionen Dollar Höhe!

    Erinnerlich ist auch das Buch „Confessions of an Economic Hitman“ (Bekenntnisse eines Wirtschaftskillers) von John Perkins, in dem dieser Insider darlegt, wie mit betrügerischen, erpresserischen und letztlich Gewaltmethoden die Finanzmafia vorgeht. All dies ist in einem Zusammenhang zu sehen und zu beurteilen.

    Es stimmt also, was Tögel bzw. dssm schrieb, daß man einen Swap verstehen könne/müsse. Was man aber wohl doch nicht wirklich durchschaut, sind die Dimension des Betrugs und die unerhört fein gesponnenen Methoden, die ich oben nur kurz angedeutet habe. Man muß sich auch daran erinnern, daß vor längerer Zeit ganze (Heuschrecken-)Schwärme von Finanzberatern (auch in den als honorig geltenden heimischen Banken) diese „Finanzprodukte“ wie Sauerbier anboten – und es quasi zum guten Ton gehörte, „sein Geld“ möglichst gut zu veranlagen. Wenn wir weiters bedenken, daß alles was heute zum Inventar verantwortlichen Wirtschaftens gehört Innovationen jüdischer Kaufleute waren (wie dies Werner Sombart in außerordentlich eindrucksvoller Weise in seinem Werk dargelegt hatte), die aber früher den „christlichen“ Kaufleuten als Bruch der der geltenden Normen und Handelsbräuche erschienen, so wird man ein gewisses Verständnis dafür aufbringen, daß es auch heute jene, die erstmals mit diesen neuen „Innovationen“ konfrontiert wurden, auch nicht wirklich verstanden, was hier eigentlich vorgeht. Insofern trifft es durchaus zu, daß weder Mayr noch Dobusch die verstanden (= durchschaut) haben.

    Vor allem kommt hinzu, daß – wenn „alle“ hier mittun – man sich in falscher kollektiver Sicherheit wähnt, denn was alle tun, müsse wohl richtig sein. (Ich halte das freilich immer für ein notwendiges und hinreichendes Kriterium, daß es ganz falsch sein m ü s s e!) Daß aber noch längst kein Umdenken eingesetzt hat, erkennt man ja daran, daß man etwa anläßlich des Salzburger Skandals meinte, wenn künftig die staatliche Schulden-Agentur diese Derivatgeschäfte mache, es dann „gut/gefahrlos“ sei. Man hat offenbar noch immer nicht begriffen, daß bei diesem internationalen Casino-Betrieb es keinesfalls vorgesehen ist, daß nicht zu den Insidern gehörende Mitspieler hier gewinnen dürfen.

    Worum es also geht: das Betrügerische der Bankster zu entlarven und dagegen machtvoll vorzugehen. Beim LIBOR-Skandal, der „Geschäfte“ in hohen Billionensummen betrifft wurden bereits Strafen in Milliardenhöhe verhängt. Der Versuch wäre also nicht vergeblich.
    Vor allem, weil inzwischen die Menschen kapiert haben, daß wir mit diesen Betrügereien der Banken am Abgrund stehen.


alle Kommentare

  1. Ponk (kein Partner)
    22. Januar 2015 14:57

    'it is possible to ebtaslish the number of exchanges and the works involved at least roughly as P2P market researchers like BigChampagne have shown'.I don't know the answer to your second or third questions (which does not mean to say that there isn't one!).I imagine the right holder could waive a payment.

  2. Ahamed (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:54

    Ach, immer diese Kleinteiligkeit. Mir ist nicht so wichtig, was er ffcr Ottensen tut, srednon das ein grundse4tzlich anderer Wind, ein freundlicheres Lfcftchen durch unserer schf6ne Stadt weht.Und dass das Altonaer Museum unbedingt erhalten bleibt. Das ist auch nicht Ottensen. Die Familien entlastet werden (Stichwort Kita-Gebfchren) und der soziale Wohnungsbau (das betrifft auch Ottensen) voran getrieben wird.Schaun mer mal. Wollen wir hoffen, dass es nicht allzu kalt wird, ffcr die tapferen Politiker an ihren Freiluftste4nden!

  3. Nati (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:59

    Hugo, if you can truly individually deeirmtne "how often their work was downloaded." Then you have the basis for individual copyright. Or do you mean deeirmtned by "sampling'? How would it be paid to people, who live out side the EU and/or are unaware/unknown of it? Ie what would be done with the large amount of undeliverable payments, would they be returned to the people who paid the levey? And in this system would the right-holder be able to waive payment?

  4. Daniel (kein Partner)
    20. Januar 2015 17:03

    'it is possible to eilsbtsah the number of exchanges and the works involved at least roughly as P2P market researchers like BigChampagne have shown'.I don't know the answer to your second or third questions (which does not mean to say that there isn't one!).I imagine the right holder could waive a payment.

  5. Adrielle (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:21

    Ich wfcrde argumentieren, dass in Analogie zum Deep Link Urteil BGH ein embed von Bildern zule4ssig ist, wenn dseeir Zugriff nicht erkennbar verwehrt wird: Wenn ich verhindern will, dass Bilder von meiner Website woanders embedded werden, kann ich den Zugriff darauf doch mit den fcblichen Mitteln (z.B. topsite-Controlle und Zugriff fcber scripts, dynamisches Laden etc ) erschweren.

  6. Francois Villon (kein Partner)
    27. August 2013 09:06

    Die Kritik des Herrn Tögel am Linzer Bürgermeister ist ja durchaus berechtigt und die Erinnerung an die Salzburger Geschichten, die, kaum daß sie aus den Medien verschwunden sind, auch gleich wieder vergessen wurden, ebenfalls.

    Was auch in einem Kommentar (dssm) gesagt wurde, daß auch ein Doktor der Jurisprudenz verstehen müßte, was ein „Swap“ ist, stimmt, und ich habe beim Gastbeitrag Romigs u.a. gemeint, daß dieses Sich-dumm-stellen zu durchsichtig ist, um als zielführende Prozeß-Strategie durchzugehen.

    All das stimmt und ist ein hinreichender Grund all diese Zocker mit anderer Leute Geld in die Wüste zu schicken, noch besser, sie wegen Untreue, Amtsmißbrauch und was sonst noch vorgebracht werden kann, vor Gericht zustellen und Schadenersatz zu fordern.

    Über all dem wird aber etwas übersehen: Der systematische Betrug der „financial industries“, der Umstand, daß all diese sogenannten Finanzprodukte in Wahrheit keine „Produkte“ sind, sondern höchst undurchsichtige Casino-Wetten, denen jeglicher Bezug zur realen Wirtschaft fehlt. Man komme nicht mit dem dummen Argument, daß man sich damit vor unerwünschten Zinsänderungen, Währungsschwankungen, etc. „sichern“ wolle. Diese sind letztlich doch nur das Ergebnis jener Manipulationen, die vom Bankensystem bewirkt werden. Ein abgekartetes Spiel.

    Es gilt hier vor allem anzusetzen, um das Betrügerische und die ohnedies sittenwidrigen Glückspiele an diesen Vorgängen deutlich zu machen. Im ersten Fall erlaubt dies derartige Geschäfte rückabzuwickeln, im zweiten ihnen den Rechtsschutz zu entziehen, d. h. diese Forderungen nicht gerichtlich durchsetzen zu können, ganz ähnlich wie dies mit Glückspielschulden ist, die aus diesen einzigen Grund als „Ehrenschulden“ bezeichnet wurden, weil sie anders nicht einzufordern waren.

    Zum Thema „neue EU-Mode, ...“ habe ich einen längeren Beitrag geschrieben, der das Motiv der Manipulation des Gold-Marktes beschreibt, nämlich um damit den um Größenordnungen größeren T-Bond-Markt zu „kontrollieren“ (= die hier im Billionen-Umfang getätigten Derivatgeschäfte zugunsten der Investmentbanken zu manipulieren). Die erwähnte Klage des Vorsitzenden der GATA, Mr. Murphy, gegen die BIZ und andere vor dem Bostoner Distriktsgericht listet detailliert auf wie und zu welchem Zweck hier manipuliert wurde, und wer an dieser nur als Verschwörung zu bezeichnenden betrügerischen Aktion beteiligt war bzw. ist. (Wen´s interessiert, kann die 24-seitige Klags-Schrift von mir haben.)

    Von gleicher Art ist das Vorgehen derselben betrügerischen Banken bei dem vor einiger Zeit aufgeflogenen LIBOR-Skandal in London. Auch hier diente die Manipulation des Zinssatzes dazu die Zins-Swapgeschäfte zugunsten der Banken zu beeinflussen. Betroffen waren hier Volumina in zig-Billionen Dollar Höhe!

    Erinnerlich ist auch das Buch „Confessions of an Economic Hitman“ (Bekenntnisse eines Wirtschaftskillers) von John Perkins, in dem dieser Insider darlegt, wie mit betrügerischen, erpresserischen und letztlich Gewaltmethoden die Finanzmafia vorgeht. All dies ist in einem Zusammenhang zu sehen und zu beurteilen.

    Es stimmt also, was Tögel bzw. dssm schrieb, daß man einen Swap verstehen könne/müsse. Was man aber wohl doch nicht wirklich durchschaut, sind die Dimension des Betrugs und die unerhört fein gesponnenen Methoden, die ich oben nur kurz angedeutet habe. Man muß sich auch daran erinnern, daß vor längerer Zeit ganze (Heuschrecken-)Schwärme von Finanzberatern (auch in den als honorig geltenden heimischen Banken) diese „Finanzprodukte“ wie Sauerbier anboten – und es quasi zum guten Ton gehörte, „sein Geld“ möglichst gut zu veranlagen. Wenn wir weiters bedenken, daß alles was heute zum Inventar verantwortlichen Wirtschaftens gehört Innovationen jüdischer Kaufleute waren (wie dies Werner Sombart in außerordentlich eindrucksvoller Weise in seinem Werk dargelegt hatte), die aber früher den „christlichen“ Kaufleuten als Bruch der der geltenden Normen und Handelsbräuche erschienen, so wird man ein gewisses Verständnis dafür aufbringen, daß es auch heute jene, die erstmals mit diesen neuen „Innovationen“ konfrontiert wurden, auch nicht wirklich verstanden, was hier eigentlich vorgeht. Insofern trifft es durchaus zu, daß weder Mayr noch Dobusch die verstanden (= durchschaut) haben.

    Vor allem kommt hinzu, daß – wenn „alle“ hier mittun – man sich in falscher kollektiver Sicherheit wähnt, denn was alle tun, müsse wohl richtig sein. (Ich halte das freilich immer für ein notwendiges und hinreichendes Kriterium, daß es ganz falsch sein m ü s s e!) Daß aber noch längst kein Umdenken eingesetzt hat, erkennt man ja daran, daß man etwa anläßlich des Salzburger Skandals meinte, wenn künftig die staatliche Schulden-Agentur diese Derivatgeschäfte mache, es dann „gut/gefahrlos“ sei. Man hat offenbar noch immer nicht begriffen, daß bei diesem internationalen Casino-Betrieb es keinesfalls vorgesehen ist, daß nicht zu den Insidern gehörende Mitspieler hier gewinnen dürfen.

    Worum es also geht: das Betrügerische der Bankster zu entlarven und dagegen machtvoll vorzugehen. Beim LIBOR-Skandal, der „Geschäfte“ in hohen Billionensummen betrifft wurden bereits Strafen in Milliardenhöhe verhängt. Der Versuch wäre also nicht vergeblich.
    Vor allem, weil inzwischen die Menschen kapiert haben, daß wir mit diesen Betrügereien der Banken am Abgrund stehen.

  7. dssm
    26. August 2013 17:41

    Ein Nebensatz ruft bei mir das blanke Entsetzen hervor. Der werte Herr Dobusch sagt frank und frei, er wisse nicht was ein 'swap' sei.
    Herr Dobusch ist Doktor der Rechtswissenschaften, also Akademiker!!! Da ein swap-Geschäft eigentlich etwas ganz ganz ganz einfaches ist, nur die Kombination verschiedener einzelner Geschäfte zu einem dicken Bündel dann die Komplexität erhöht, aber nur in der Zeit die man benötigt um es zu begreifen, darf man sich über die selbst beschiedene Dummheit des Herrn Dobusch doch wundern.

    Ist es nur eine unglaubwürdige Schutzbehauptung oder ist der typische sozialistische Politiker wirklich so dumm, wie Herr Dobusch (und vor ihm Burstaller/Brenner/Blachfellner) von sich selber behauptet? Eine akademische Frage, denn eigentlich stellt sich die Frage, welche geistig zurückgebliebenen Menschen wählen diese Nieten oder offensichtlichen Lügner?

    Herr Dobusch (Burgstaller ...) ist jedenfalls der lebendige Beweis, daß unserer allgemeines Wahlrecht erwiesenermaßen dumme (und/oder bekanntermaßen verlogene!) und daher unfähige Menschen an die Spitze bringt.

    • terbuan
      26. August 2013 21:36

      Ja, dssm,
      dumm und gleichzeitig verlogen, das sind sie, unsere gewählten Volkszertreter!

  8. Politicus1
    26. August 2013 16:16

    Mit sicherer Hand ...
    "Es gibt Politiker, die die Menschen mit sicherer Hand auf den Arm nehmen "

    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1428407/Die-sichere-Hand-bedient-sich-beim-Mittelstand

    "Nicht die Einkommensschere geht in Österreich auseinander, sondern die Steuerschere."

  9. Politicus1
    26. August 2013 15:25

    Des Volkes Illusion rund um die Reichensteuer:
    Vor der Wahl glaubt jeder (genderneutral verwendet!), dass er eh nicht reich ist und diese Steuer nur die anderen trifft.
    Nach der Wahl sind auf einmal alle reich, und jeder muss zahlen, auch der Häuslbauer, dessen Eigenheim mit einer Erhöhung des Einheitswertes einfach und schnell in die Kategorie der Villen katapultiert werden kann!

    Wie der Wernerle das aber wirklich durchbringen will - mit den Stimmer seiner geliebten SP-Gewerkschaftsnationalräte, das frage ich mich schon. Denn bekanntlich zählt der ÖGB mit seinen -zig Millionen auf den Sparbüchern (für den Streikfonds) zu den echten REICHEN in diesem Lande ....

  10. caruso
    26. August 2013 11:32

    Die Büchse der Pandora (=Staatsverschuldung) ist seit Kreisky weit offen.

    Lediglich Schüssel/Schwarz/Blau haben versucht gegenzusteuern.

    Mit derselben Nonchalance a la Dobusch werden alljährlich Budgetdefizit und Staatsverschuldung nach oben geschraubt.

    Das und die bislang angehäuften Schulden werden in der ganzen Wahlhysterie-Berichterstattung nie thematisiert.

    Die angefütterten und mit Förderungen versorgten Medien sind mittlerweile zum Großteil schuld- und pflichtbewußt Teil des Systems.

    Hinzu kommt, dass nicht nur die "demokratischen" Mandatsmehrheiten im Parlament zählen, sondern vielmehr die über viele Jahre und Jahrzenten etablierten Seilschaften, Abhängigkeiten und Machtverhältnisse im Bund und Verwaltungswesen (ÖGB, ÖBB, ORF, der Moloch Wien usw).

    Selbst wenn sich in 5 Wochen eine Mehrheit rechts der Mitte ergibt, wird es eine Herkulesaufgabe werden, das System zu ändern und das Ruder herumzureißen.

    Ich erinnere an die Zeiten von Schwarz/Blau, selbige Lawine wird auch diesmal wieder von SPÖ/GRÜN/ORF/LINKS losgetreten werden.

  11. terbuan
    26. August 2013 08:57

    Danke Herr Tögel für diesen ausgezeichneten Gastkommentar. Sie schreiben völlig richtig bemerkt:

    "Sozialisten sind entweder zu dumm, um die Konsequenzen ihrer wirtschaftlichen Handlungen zu begreifen; oder sie sind nichts weiter als Heuchler. Und das ist sowohl wahrscheinlicher als auch – angesichts der erschreckenden Machtfülle, über die sie gebieten – noch viel beunruhigender"....

    Das gleiche gilt auch für die Zustimmung zum ESM, derartige Parteien haben sich als unwählbar abqualifiziert, wie ich gestern schon an anderer Stelle angemerkt hatte.

    Nur eine kleine Randbemerkung: Die 1816 gegründete österreichische Notenbank trägt heute noch ihren ursprünglichen Namen als OEsterreichische Nationalbank! :-)

  12. mike1
    26. August 2013 08:30

    ausgezeichneter kommentar des Herrn Tögel, dieser sollte weiter verbreitet werden !

    leider wird sich nicht viel ändern, lt. umfragen werden die roten wieder die mehrheit bekommen - ein hinweis auf die geistige kapazität des wahlvolkes.

    • simplicissimus
      26. August 2013 08:55

      Geistige Kapazitaet UND Abhaengigkeit von der Umverteilung.
      Zusaetzlich eine staendig steigende Zahl umverteilungsprofitierender Einwanderer.
      Es handelt sich um eine politisch bankrotte Partei, die sich durch raffinierte Strategien wie Besitzergreifung von Medieninhalten, Beeinflussung der Rechtsprechung, Diffamierung politischer Gegner und Schaffung von abhaengigen Waehlern trotz massiven Vertrauensverlusts und ruinoeser Politik weiter an der Macht haelt.

  13. simplicissimus
    26. August 2013 08:21

    Abwaehlen, abwaehlen, abwaehlen.
    Und keinesfalls sinnlose Splittergruppen unterstuetzen.
    Klare Mehrheitsverhaeltnisse rechts der Miotte schaffen.
    Jeder darf sich selbst ueberlegen, wie das geschehen kann.
    Eines muss jedoch stattfinden: SPOeVP duerfen keine absolute Mehrheit mehr gemeinsam haben.
    Und zweitens, wer klug ist, wird die staerkste Protestpartei waehlen, um die Chance eines nichtroten Bundeskanzlers zu heben.

    • Brigitte Imb
      26. August 2013 16:11

      Die Eva sagt, daß die FPÖ, diese Haßpartei, nie wieder regieren darf (weil somit natürlich eine GrünInnenbeteiligung ausgeschlossen wäre).

      http://diepresse.com/home/politik/nrwahl2013/1445307/Gruener-Wahlkampfauftakt_FPOe-darf-nie-wieder-regieren?_vl_backlink=/home/politik/nrwahl2013/index.do

    • dssm
      26. August 2013 17:48

      @simplicissimus
      Es dürfte Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit bisher entgangen sein, daß die Wähler des Herrn Dobusch (Burgstaller/Brenner …) diesen September ebenfalls wahlberechtigt sind.

    • simplicissimus
      26. August 2013 18:45

      Brigitte Imb: Immer noch grün hinter den Ohren, die Dame!

      dssm: Es dürfte Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit bisher entgangen sein, daß Wähler der Mitte und rechts der Mitte ALLEIN die Groko abwählen und einen neuen BK etablieren könnten.

    • dssm
      26. August 2013 21:13

      @simplizissimus
      Rechts der Mitte, da wird es philosophisch. Könnte da die Sitzordnung im Parlament gemeint sein? Also ich wäre ein Ultra-Linker gewesen, die hätten in die linke Wand noch eine Nische für mich bauen müssen, damals in Frankfurt...
      Unschwer zu erkennen, Rechts und Links wird oft verwendet, aber was ist das eigentlich?

      Da wäre die FPÖ, die sitzen auf der richtigen(?!?) Seite, als Etatisten gaaaanz rechts. Wie Ludwig von Mises so wunderbar in Gemeinwirtschaft feststellt, sind die Etatisten nur eine Sonderform des Sozialismus, aber halt, dann gehören sie ja nach links; so eine Gemeinheit, da wäre ja ich schon, damals 1848, gesessen und niemand kann mir Sozialisten als Nachbarn zumuten, also doch Rechte? Aber die wollen doch so eine Investitionsbank, staatlich, mit vielen beamteten Experten, alles Akademiker, versteht sich, also Geldsozialisten (=ehemalige Etatisten). Also ganz nach rechts, damals 1848 und heute natürlich ganz ganz nach links. Die wollen das Handwerk und das Gewerbe fördern, mittels staatlicher Beamter und von Steuern die sie den Fördersubjekten zuerst gewaltsam abpressen, also Ständestaat, schwupps und schon sitzen die wieder rechts. Aber halt, auch diese Ständestaatler (damals im guten 48er Jahr waren das noch Merkantilisten) wurden von Mises des Sozialismus überführt, ab nach links ihr Sozialistenbande! Und dann erst der schöne Bereich Soziales, Pensionen und Gesundheit, das Parteiprogramm ist so gegen jede Eigeninitiative und Eigenverantwortung, da tropft einem der Sozialismus direkt rot entgegen. Also wo sollen wir die jetzt hinsetzen, wie wäre es einmal mit hinten oder doch vorne?

      Mit anderen Worten, ich pfeife auf eine sozialistische Mehrheit Rechts, Links, Hinter oder auch Vor der unauffindbaren Mitte! :-)

    • simplicissimus
      27. August 2013 06:45

      dssm: Sie pfeiffen offensichtlich auch auf einen Wechsel in der Regierung.
      klassischer Fall von Entscheidungslosigkeit in einer zugegeben sehr verfahrenen Situation.

    • dssm
      27. August 2013 09:13

      @simplizissimus
      Ein Wechsel von Namen bringt nicht viel. Dann koalieren halt irgendwelche anderen Sozialisten, da habe ich nichts davon.
      Welches Mäntelchen man dem Gängeln und Auspressen der arbeitenden Menschen umhängt ist mir egal, ich will nicht ausgepresst werden.
      Wenn man vom TS absieht, hat keine einzige Partei das Wort 'Steuersenkung' in den Mund genommen. Bei 'Entbürokratisierung' schaut es gleich aus. Aber alle, auch die TS'ler, haben 'gute' Ideen für mehr Staat und weniger Privat.

    • simplicissimus
      27. August 2013 10:56

      ja, die alternativen sind nicht besonders ueberzeugend, dssm.
      auch kann keine partei mehrheiten ohne soziale sprueche erringen.
      dazu haben wir bereits zuviele umverteilungsprofiteure.
      der von ihnen bezogene standpunkt heisst auf den crash und/oder den uebergang in eine neue herrschaftsform abzuwarten ohne vorher demokratische mittel auszuschoepfen.
      das kann auch ins aug gehen und wir wachen in einer sozialistischen diktatur auf.
      es gibt daher keinen grund, die abwahl NICHT zu versuchen.
      die annahme, dass alle die gleichen verantwortungslosen sozialisten sind weise ich zurueck. das ist ein reiner negativstandpunkt, ehe der beweis nicht erbracht ist.
      ausserdem gibt es noch andere wichtige dinge, als bloss "ausgepresst" zu werden, auch wenn sie in dem punkt recht haben moegen.

    • F.V. (kein Partner)
      27. August 2013 12:46

      Simplizissimus,

      Sie klammern sich an den Strohhalm eines „demokratischen Wechsels“. Aber das ist doch Illusion. Ich weiß nicht von wem der Spruch stammt, aber er trifft 100-%-ig zu: Würden demokratische Wahlen tatsächlich etwas bewirken, hätten wir sie längst abgeschafft.

      Es mag sein, daß es den einen oder anderen beruhigt „etwas getan“ zu haben, aber bei Licht betrachtet sind das Brown´sche Molekularbewegungen, ist es nur „heiße Luft“ die erzeugt wurde.

      Nach Clausewitz ist die erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Strategie die richtige Beurteilung der Lage, dann jene der eigenen und der Mittel des Feindes und dann kann man sich ein anspruchsvolles, aber doch auch realistisches Ziel setzen. Erst wenn dies alles getan ist, kann man über die – hoffentlich – erfolgreiche Strategie nachdenken dieses Ziel auch zu erreichen.

      Zur Lage: es gibt keine Demokratie und Wahlen sind nur ein Sedativum für das tumbe Stimmvieh.
      Die heute geltenden Pseudo-Rechte/-Gesetze sind so, daß bereits der verbale Protest dagegen als „hate-crime“, Volksverhetzung, Anti-Semitismus, etc., pp. Kriminalisiert wird.
      Das Wirtschafts- und Finanzsystem ist in den Händen einer verbrecherischen Oligarchie, die unsere Volkswirtschaften an den Rand des Abgrunds manövriert haben.
      Die seit bald 7 Jahrzehnten anhaltende Gehirnwäsche hat uns die Wurzeln zur eigenen Tradition, Sitte, Religion und ruhmvollen Geschichte abgeschlagen und Denken und Wollen pervertiert.
      Die Völker sind auf bestem Weg durch aufgezwungene Umvolkung seelisch und geistig ermordet zu werden, ....

      Die Mittel der Feinde: alle Machtmittel – Polizei, Militär, Mittel des Cyber-Kriegs, Geheimdienste mit der Lizenz zum Töten, Herrschaft über das Geld und die Medien (die eine andere Modalität des Geldes nur sind), damit Herrschaft über die schein-demokratischen gesetzgebenden Körperschaften, d.h. über die Legislative und per „politischer“ Besetzung der Gerichte und Staatsanwaltschaften auch die Herrschaft über die Judikative.

      Unsere Mittel: der Geist und damit der Zugang zur Wahrheit, der freie Wille, der Wille zur Freiheit und – wenngleich im Rückzug befindlich – die christliche Religion mit ihren Dogmen (= echten Wahrheiten) und dem Sittengesetz, der Wille die Familie und Volksgemeinschaft zu schützen, die noch verbliebenen Reste von Redlichkeit, Treu und Glauben.

      Angesichts dieser Lage und Mittelverteilung sind Auseinandersetzungen auf den Schlachtfeldern, die die Feinde mit ihren Waffen beherrschen, nichts weiter als Selbstmord. Da auch die „Demokratie“ nur eine Dämokratur und Wahlen eine Farce sind, können wir hier niemals gewinnen; die Regeln werden ja von unseren Feinden bestimmt.
      Aber auch bei den Feinden ist es so: es geht nichts mehr. Darüber hinaus zerfleischen sie sich durchaus selbst. (Das hatte auch Stalin im 2. WK so gesehen: der „Westen“ möge sich bis zur Erschöpfung schwächen, und dann kassiert man die „Früchte“ des Kriegs. Einzig falsch in dieser Beurteilung war, daß die USA auf der nicht-angreifbaren Insel dieselbe Absicht hatten und – wegen ihrer geographischen Lage – die besseren Karten dafür.) Der Kollaps ist also realistisch und bald zu erwarten.

      Was wir daher brauchen, sind jene charaktervollen Persönlichkeiten, die wissen was zu tun ist, dies in der Praxis bereits bewiesen haben, die einerseits im entstehenden Chaos die Ordnung aufrecht erhalten können, die große Organisationen führen können und damit den (nationalen) Notstand durch Führung beherrschen. Und vor allem: diese müssen sich zu jeder Zeit, also auch jetzt, um die „renovatio spiritualis“ sorgen, d.h. der abendländischen christlichen Religion wieder zu dem ihr zukommenden Stellenwert verhelfen.

      Darüber sich Gedanken zu machen und die beschrieben Personen zu vernetzen ist die Aufgabe – und Strategie. Alles andere ist Symptombehandlung, der Gang der Ereignisse ist nicht mehr aufzuhalten oder auch nur mit unseren Mitteln zu beeinflussen.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung