Stronach: Als Bewegung gescheitert, als Eisbrecher effizient

Nachdem Frank Stronach sich nach der verlängerten Weihnachtspause wieder mit medialer Präsenz in Österreich zurückgemeldet hat, ist es an der Zeit, über die Einführungsphase seines Produktes „Team Stronach“ Resümee zu ziehen.

Der umtriebige Austro-Kanadier ist im letzten Sommer mit dem Anspruch an die Öffentlichkeit getreten, eine Partei gründen zu wollen, die Österreich erneuern und durchlüften, die aktuellen wirtschaftlichen Probleme beseitigen, die Korruption beenden, den Staat leistungsfähiger machen und zentrale Werte zur Verwirklichung all dessen beibringen würde. Seine Bewegung würde ohne faule Kompromisse in kürzester Zeit die Übernahme von Regierungsverantwortung und die Durchsetzung neuer Ideen und Impulse in Österreich bewerkstelligen können.

Tatsächlich ist es Stronach innerhalb weniger Wochen gelungen, die Medienszene aufzumischen, seinen Bekanntheitsgrad weiter zu steigern, mit einem eigenen Klub im Parlament zu reüssieren, in Umfragen großartige Zustimmung zu erzielen und die etablierten Parteien gehörig das Fürchten zu lehren. Und all das, ohne dafür einen nennenswerten Betrag aus den sagenhaften Zuwendungen für seine neue Partei in die Hand nehmen zu müssen. Die einzige Ressource, auf die er dafür zunächst zugreifen musste, war die verbreitete Abneigung gegenüber dem politischen Establishment und die beträchtliche Erwartung, die man in die Wunderkräfte des neuen Merlin setzte.

Doch von der Hoffnung auf einen Beitrag zur politischen Erneuerung ist nach einem halben Jahr nicht viel übrig geblieben. Indem er den zentralen Irrtum kultivierte, den er selbst anzugreifen vorgibt – nämlich, dass politische Kompetenz nur innerhalb der bestehenden Parteiapparate vorzufinden sei – sammelte er alle gescheiterten und im Streit verbitterten Funktionären und Mandatare zusammen, die nach ihrem Ausscheiden aus ÖVP, FPÖ, SPÖ und BZÖ nunmehr als Versorgungsfälle am Markt verfügbar waren. Er übertrug damit die Geschlechtskrankheit der Altparteien in seinen vorpubertären Parteienkörper, ohne gleichzeitig hochrangige politische Kompetenz zu importieren.

Gleichzeitig schottete ihn sein unmittelbares persönliches Umfeld – durchwegs politisch gänzlich unbedarfte Jung-Karrieristen – von jedem inhaltlichen Dialog mit seinen potentiellen Wählern und von jedem Kontakt mit interessanten Köpfen systematisch ab. Als Resultat findet sich derzeit kein einziger ministrabler Fachmann, kein einziger kreativer Querdenker und kein einziger charismatischer Vote-getter in seinem Team. Das Sammelsurium an Trittbrettfahrern und Zufallserwerbungen, das Stronach umgibt, ist für seine One-Man-Show viel eher Belastung als Unterstützung. Und so muss Onkel Frank, nach eigener Aussage, sogar das Parteiprogramm im Alleingang verfassen, um seine „Werte“ sicherzustellen.

Apropos „Werte“. Es ist noch nicht ausreichend bemerkt worden, dass die Attribute „Ehrlichkeit, Transparenz und Fairness“  bestenfalls politische Sekundärtugenden bezeichnen, aber nichts mit Werten im Sinn eines weltanschaulichen Bezuges oder eines substantiellen Werturteils mit Exklusivanspruch zu tun haben. Niemand im politischen Spektrum – von ganz links bis ganz rechts – würde gegen diese Verkaufsetiketten auftreten. Sie stehen daher auch für nichts. Dementsprechend agiert Stronach auch im vollständig ideologiefreien Raum.

Es ist nicht erkennbar, für welche Art von Gesellschaft, für welche Grundsatzentscheidungen, für welche Entwicklungsrichtung diese Partei steht. Pragmatische Erfolgsorientierung, der Wunsch, dass es allen irgendwie gut gehen soll und der zum Selbstzweck hochstilisierte Kampf gegen alles Etablierte sind keine Grundlage für eine identifizierbare politische Programmatik. Dazu kommt, dass Stronach selbst an zentralen Politikfeldern kein Interesse zu haben scheint. Sicherheitspolitik, Bildungs- und Wissenschaftspolitik, Lebensschutz, Familienpolitik, Migrationspolitik, Gefahr Islam, Justizpolitik, Kulturpolitik, Grund- und Freiheitsrechte, ja selbst Wirtschaftsordnungspolitik gehen vollständig am Wahrnehmungshorizont des Parteigründers vorbei. Und auch im Hinblick auf EU- und Euro-Kritik ist außer einer pauschalen Ablehnung bislang nichts zu bemerken.

Dies wird der neuen Partei auch in Zeiten des (vermeintlichen) Relativismus keine Wähler zuführen. Denn ein dauerhafter Gestaltungsanspruch ist ohne eine konsistente weltanschauliche Grundlage nicht möglich. Damit fällt das Team Stronach aber auch als treibende Kraft der Erneuerung dieses Landes aus. Dies ist aber zugegebenermaßen auch nicht die Hauptleistung, die das Publikum vom Team Stronach erwartet. In Zeiten sinkender Wirtschaftsleistung und Wertschöpfung, zunehmenden EU- und Parteienfrusts, wachsenden Gesinnungs- und Meinungsdrucks, zunehmender Angst vor Überfremdung und Kulturlosigkeit fällt Stronach die Funktion des Hofnarren, des Sprachrohrs aller Unzufriedenen, des Aggressionsventils und des (verbalen) Rächers der Enterbten zu – eine sichere Bank für die Mobilisierung von Verzweiflungs- und Protestwählern. Und angesichts der vielen Probleme, mit deren Bewältigung sich die Bürger von der Politik im Stich gelassen fühlen, angesichts der vielen gesellschaftlichen Baustellen und dampfenden Misthaufen der politischen Nomenklatura wird es Stronach schwer fallen, nicht den einen oder anderen Treffer zu landen, wenn er um sich schlägt.

Stronach und sein Team werden im Zuge dessen das System der Pateiendemokratur mit EU-superstaatlichem Überbau nicht überwinden, zu seiner Refraktionierung aber Wesentliches beitragen. Der Selfmade-Millionär übernimmt hier ungewollter Weise die Rolle des Eisbrechers. Es wird darauf ankommen, welche Kräfte in seinem Kielwasser dieses „window of opportunity“ für echte Veränderungen nutzen, bevor das Wasser hinter ihm wieder zufriert.

Für den Verlauf dieses Jahres sei eine Prognose riskiert. Stronach wird zunächst in den Landtags-Wahlen weit hinter den Erwartungen zurückbleiben, denn in den Bundesländern kommt es auf die regionale Verwurzelung und die quantitative Präsenz von Funktionären an. Er wird aber, sollte er bis zum Herbst in keinen Po-Grapsch- oder Finanzskandal verwickelt werden, bei der Nationalratswahl an die zehn Prozent herankommen und damit ein politisches Erdbeben auslösen. Und während die etablierten Parteien an ihren Wunden lecken, Satrapen-Kämpfe ausfechten und sich in gegenseitigen Schuldzuweisungen ergehen, werden sich erstmals Neuclusterungen des politischen Spektrums um die alten Gravitationszentren ausbilden, die sich – je nach gesamteuropäischer Wirtschaftslage – materialisieren oder noch in Warteposition bleiben werden.

Onkel Frank aber wird die Lust an seinem neuen Spielzeug verlieren und nach einem neuen Projekt Ausschau halten. Er wird dabei von seinen karrierefreudigen Jung-Mitarbeitern nach einer entsprechenden Gehaltserhöhung tatkräftig unterstützt und von den Kreisen, denen er möglicherweise noch etwas schuldig ist, bestärkt werden. Denn „wer das Gold hat, macht die Regel“.

Mag. Christian Zeitz ist wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Angewandte Politische Ökonomie

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr. Otto Ludwig Ortner Partner Homepage
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Februar 2013 14:09

    Frank Stronach hat die von der SPÖVP verwüstete obersteirische Industrieregion zu einer neuen Blüte gegbracht und den - zum Unterschied von den Parteipolitikern - ausgezeichneten österreichsichen Facharbeitern (man spricht von 15.000) gut bezahlte Arbeit verschafft. Man muß von einem solchen Mann jedenfall mit Hochachtung sprechen -selbst wenn er "zu billig" ein Schloß erworben hat. Schloßbesitzer wissen, daß Schlösser vor allem kosten und daher am Markt wohlfeil sind. Wenn Staatsekretär Schieder - wie gesagt - nur Schloßbesitzer zur "Reichensteuer" zur Kassa bitten will, ist klar, daß er kein Schloßbesitzer ist. Und Frank Stronach ging sicher nicht zur Unterhaltung in die Politik, sondern um der - siehe oben - verheerenden Politik der SPÖVP Seriosität entgengezusetzen. Denn seine Fabriken kann er ja nicht, wie die politische Prominenz ihr gestohlenes Gerstl - im Kofferl nach Liechtenstein tragen!

  2. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2013 17:22

    Ich verfolge schon seit längerer Zeit die Veröffentlichungen (Webseite, Buch) sowie den Vortrag des Herrn Christian Zeitz. Er hat dabei sehr vernünftige Ideen, aber solange er in keiner etablierten Partei einsteigt oder eine eigene Partei gründet, bleiben alle seine Ausführungen nur Geraunze und Gejammer. Statt das er froh ist, wenn Stronach nun das verkrustete System aufbrechen will, prophezeiht er schon sein Versagen bzw. verleiht ihm maximal den Titel eines Eisbrechers.
    Das ist auch eine Art "angewandte politische Ökonomie".

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2013 20:16

    Wichtig wird sein, welches Personal er in Zukunft nach seinem voraussichtlichen 10% Stimmengewinn bei der Nationalratswahl requirieren kann.

    Das derzeitige Sammelsurium ohne echte Gesinnung und Programm läßt düstere Prognosen zu. Wenn nichts Besseres nachkommt, könnte ihn das Schicksal eines LIF sowie eines BZÖ ereilen und dann ist auch Stronach trotz seines prallgefüllten Geldsacks Geschichte.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2013 09:10

    Wichtig wäre das Fenster zu nützen, das er öffnet.

  5. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2013 14:49

    Im "Tagebuch" habe ich meine Meinung über Herrn Stronach wiederholt deponiert:
    Für mich ist er - zusammen mit seiner zusammengekauften und zusammengewürfelten Fußtruppe (ohne auch nur EINE wirkliche Persönlichkeit darin) ein skurriler, alter Mann, der sich - nach fehlgeschlagenem Versuch in seiner zweiten Heimat Kanada - den Traum erkaufen will, zumindest in Österreich in der Politik mitmischen zu können.
    Ihm selbst fehlt - außer Geld - fast alles, was einen Qualitätspolitiker ausmacht: Kühle Einschätzung der gegebenen Verhältnisse, Charisma, Geduld, rationales Verhalten in der Öffentlichkeit und in den Medien, Kenntnis des politischen Einmaleins, Zurückdrängung seiner Rappelköpfigkeit, usw., usf.!

    Ich hab's vor Tagen als Schlussatz geschrieben, meine Meinung dort auch klar begründet, und ich bleibe dabei:
    Jede Stimme für Stronach ist eine verlorene!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  6. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Februar 2013 10:50

    @ Christian Zeitz

    " Und so muß Onkel Frank, nach eigener Aussage, sogar das Parteiprogramm im Alleingang verfassen, um seine "Werte" sicherzustellen."

    Dazu fällt dem staunenden Bürger @ Pumuckl ein, daß auch die STAATSTRAGENDE
    SPÖ DEM 79 JÄHRIGEN KARL BLECHA DIE ERSTELLUNG IHRES NEUEN PARTEIPROGRAMS ANVERTRAUT HAT. Einem "Charly Blecha" der 1989 wegen seiner Verwicklung in die Noricumaffaire als Innenminister zurücktreten mußte und 1993 wegen Beweismittelfälschung und Urkundenunterdrückung bedingt zu
    9 Monaten Haft verurteilt wurde.

    ÖSTERREICHS " POLITISCHER VOLKSSTURM " ?

    Als ernsten Abschluß nach diesen tragisch - komischen Fakten, noch einen ernsten Satz: Die Analyse zum Team Stronach von Mag. Zeitz zählt für mich zum Allerbesten, was ich zu diesem Thema gelesen habe.

  7. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2013 09:46

    guter kommentar - ist auf meiner linie. stronach als politische sternschnuppe, mehr wird's nicht !

    aber auf die regierungsverhandlungen, wenn rot und schwarz, wie vorausgesagt, keine satte mehrheit haben werden, freu ich mich.

    gleichzeitig fürcht ich mich davor, dass stronach und die blauen zünglein an der waage sein könnten.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Februar 2013 07:48

    Herr Zeitz hat mit seinem/r Kommentar/Analyse vollkommen recht.

    Von Strohsack/Stronach ist keine Silbe zu einem politischen Programm gekommen, und ich bezweifle, daß er dazu auch nur im entferntesten fähig ist. Hört man ihn reden, so kommt man zu dem Eindruck, als späche jemand, dem sinnvolle Sätze zu sagen schon schwer fällt.

    Was seine "Werte" betrifft genügt es sich den "Kauf" der SDP, die schon damals praktizierte Methode sich die Mächtigen in Politik und Finanz zu kaufen (Vranitzky als BK und Randa als GD der Bank Austria im AR der Magna, Grasser, etc), seine Haltung gegenüber Mitarbeiter-Mitbestimmung (Brauchen wir nicht, wir sind alle eine Familie...) bis zum aktuellen Kauf von Abgeordneten.

    Mit letztem hat er sich selbst gestraft, denn diese Überläufertruppe - Opportunisten und im Grunde Verräter an ihrer angeblichen bisherigen "Gesinnungsgemeinschaft" - ist auch für jene, die nun Häme für die eine oder andere von diesen Überläufern betroffene Partei haben, als mieses Pack erkennbar. - Man liebt den Verrat, aber man verachtet die Verräter.

    Zeitz´ Analyse ist auch deshalb wertvoll, weil sie die wirkliche Lage in diesem Teilbereich wohl zutreffend beschreibt und man daher diesen Zerfall und kurzfristigen
    Effekt für die eigenen Strategie in Rechnung stellen kann. Observers Ansicht ist daher nichts weiter als "noise".


alle Kommentare

  1. Wind (kein Partner)
    14. März 2015 06:15

    been known http://buyviagraopt.com warning reinsurance facilities http://carinsurancequotesokey.com here many auto http://cheapcarinsuranceokey.com swedish ed http://viagraonlinebest.com tropical herbal vibrant sex http://levitradeals.net longer foreplay

  2. Koyie (kein Partner)
    16. Februar 2015 18:32

    quality http://www.cogenesys.com schedule driver crashes http://autoinsurancequoteschecker.com implementation husband life http://www.coverageservices.net absolutely fundamental compare prices http://www.freecarinsurquotes.net quickly right http://www.findyourcollegesonline.com numerous colorado http://www.automobileinsur.net least them http://www.pillsprices.net drug called doing http://autoinsurancequotesrw.com prevent anyone injured individuals http://protectionrates.net certain schedule

  3. Clifford (kein Partner)
  4. Ankireddy (kein Partner)
  5. Jennifer (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:58

    This site is like a clormsoas, except I don't hate it. lol

  6. Francyelle (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:08

    "'Unfortunately, the press gallery has taken the view they are going to be the optosipion to the government,' Mr. Harper told London's A-Channel.'They don't ask questions at my press conferences now.'We'll just get the message out on the road. There's lots of media in the country who do want to ask me questions and hear what the government is doing.'The comments were sparked by an incident Tuesday when two dozen Ottawa reporters walked out on a Harper event when he refused to take their questions."Someone is daft. Is it Harper, for complaining the press gallery won't ask him questions while refusing to answer them? Or is it the press gallery, reporting that he refuses to answer questions when 20 of them stormed off and refused to participate?The truth lies in the middle. Harper won't answer questions from reporters not given the go-ahead to ask a question by his press aide. This is in keeping with Prime Ministerial practice since St. Laurent, PMPM included (or so the quotes on Wells/Coyne's blogs lead me to believe). Nonetheless, the national press gallery is protesting, led by Yves Malo of TVA/"screw the kids with cancer" fame.That latter facet isn't reported, however, and its omission in my view is dishonest.I think Harper is being dumb politically by antagonizing the bunch, but the press are hardly virtuous.

  7. China (kein Partner)
    20. Januar 2015 19:09

    You also beautifully cauerptd the sheer dullness of conservative commentary in its constant invocation of the same humourless tropes that were never, ever witty. "Dijon." "Taliban lovers." Yeah, my fucking sides are splitting. These people cannot come up with anything new to save their lives.But they will blab on relentlessly, like the obnoxious drunken frat boys they are.

  8. Florevie (kein Partner)
    19. Januar 2015 17:36

    Metering all water use and charging reblnoaase fees for it is the only fair thing at this point in Florida, but fair may not be what our local government has foremost in mind.

  9. Hugo (kein Partner)
    21. Februar 2013 12:47

    Frank Stronach vs. Frank Stronach - Der Vergleich macht sicher http://www.youtube.com/watch?v=nSzx_5DTvy8

  10. Eso-Policier (kein Partner)
    17. Februar 2013 18:18

    Es sollte eine Koalition aus ÖVP und FPÖ geben. Die Stronach-Partei braucht niemand. Es ist wichtig, eine nicht-grüne Ökopolitik zu etablieren. Zudem gehören der Multikulturalismus beseitigt und das Christentum reformiert. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  11. Erich Bauer
    14. Februar 2013 17:15

    (Zitat: Christian Zeitz) - "...dass politische Kompetenz nur innerhalb der bestehenden Parteiapparate vorzufinden sei..."

    So ist es. Daher muß man sich auch um die GROKO keine sonderlichen Sorgen machen. Die Verhandlungen unter den "Lagerleitern" (Interessensverbände) werden möglicherweise bei einer Refraktionierung etwas mühsamer... aber dort ist die GROKO. Außerhalb ist nur... "Kino". Selbst wenn sich Rot die Blauen ins Boot holt, ändert sich nichts am österreichischen "Lagerverhältnis". Ja, sogar wenn die FPÖ die ABSOLUTE Mehrheit erreicht... Die Blauen stünden ohne Hosen da. "Die GROKO kaum niemand derschlogn..."

  12. MartinS (kein Partner)
    14. Februar 2013 13:59

    Ich mag das Wort "Selfmade-Milliardär" nicht. Stronach hat Milliarden, weil er zigtausende Arbeiter ausgebeutet hat. Von der Arbeitskraft anderer gemachter Millardär also.
    Außerdem: Wann bitte hat Stronach "die Medienszene aufgemischt"? In Fernsehdiskussionen habe ich gesehen, dass er ein unhöflicher, ständig unterbrechender, cholerischer, ungeduldiger, rechthaberischer, ignoranter alter Mann ist. Er hat nichts "aufgemischt", er hat sich zur selbst entblößt.

  13. machmuss verschiebnix
    13. Februar 2013 19:49

    Hoffentlich ist Stronach effizient genug, um das Eis der GROKO zu brechen.
    Wer Parteien wählt, der hat vielleicht noch nicht bemerkt, daß diese Hohlköpfe
    unser schönes Land gegen die Wand fahren ! !

    Weil die nämlich alle zusammen dasselbe Rezept verwenden: P O P U L I S M U S !


    Hat Hr. Zeitz schon mal einen Blick auf NEOS geworfen :
    http://www.strolz.eu/
    http://www.dasneue.at/

    Dort ist zumindest mal unbestreitbar ein bodenständiger Intellekt am Werk.

    Hängt natürlich trotzdem vieles davon ab, wie lange die Wählerschaft noch auf
    die Populisten aller Couleurs hereinfallen werden .

  14. Holmes (kein Partner)
    13. Februar 2013 16:59

    Herr Stronach wird genau den Weg von Fritz Dinkhauser gehen - eine Sternschnuppe, welche nicht nur biologisch verglüht ist.

  15. Dr. Otto Ludwig Ortner
    13. Februar 2013 14:09

    Frank Stronach hat die von der SPÖVP verwüstete obersteirische Industrieregion zu einer neuen Blüte gegbracht und den - zum Unterschied von den Parteipolitikern - ausgezeichneten österreichsichen Facharbeitern (man spricht von 15.000) gut bezahlte Arbeit verschafft. Man muß von einem solchen Mann jedenfall mit Hochachtung sprechen -selbst wenn er "zu billig" ein Schloß erworben hat. Schloßbesitzer wissen, daß Schlösser vor allem kosten und daher am Markt wohlfeil sind. Wenn Staatsekretär Schieder - wie gesagt - nur Schloßbesitzer zur "Reichensteuer" zur Kassa bitten will, ist klar, daß er kein Schloßbesitzer ist. Und Frank Stronach ging sicher nicht zur Unterhaltung in die Politik, sondern um der - siehe oben - verheerenden Politik der SPÖVP Seriosität entgengezusetzen. Denn seine Fabriken kann er ja nicht, wie die politische Prominenz ihr gestohlenes Gerstl - im Kofferl nach Liechtenstein tragen!

  16. DB (kein Partner)
    13. Februar 2013 13:26

    @ Christian Zeitz: ****** - und noch einmal so viele für den Ausdruck "...die Geschlechtskrankheit der Altparteien..." :o)

  17. Pumuckl
    13. Februar 2013 10:50

    @ Christian Zeitz

    " Und so muß Onkel Frank, nach eigener Aussage, sogar das Parteiprogramm im Alleingang verfassen, um seine "Werte" sicherzustellen."

    Dazu fällt dem staunenden Bürger @ Pumuckl ein, daß auch die STAATSTRAGENDE
    SPÖ DEM 79 JÄHRIGEN KARL BLECHA DIE ERSTELLUNG IHRES NEUEN PARTEIPROGRAMS ANVERTRAUT HAT. Einem "Charly Blecha" der 1989 wegen seiner Verwicklung in die Noricumaffaire als Innenminister zurücktreten mußte und 1993 wegen Beweismittelfälschung und Urkundenunterdrückung bedingt zu
    9 Monaten Haft verurteilt wurde.

    ÖSTERREICHS " POLITISCHER VOLKSSTURM " ?

    Als ernsten Abschluß nach diesen tragisch - komischen Fakten, noch einen ernsten Satz: Die Analyse zum Team Stronach von Mag. Zeitz zählt für mich zum Allerbesten, was ich zu diesem Thema gelesen habe.

    • Neppomuck (kein Partner)
      13. Februar 2013 12:18

      Hüte dich vor alten Politikern. Die haben kein Interesse an der Zukunft.

      Und der alte Strohsack, ob "heilig" oder nicht, macht da keine Ausnahme.
      Nur weil den sklerotischen Wichtigtuer der Hafer sticht, muss man ihn noch lange nicht ernst nehmen.

      Prognose von Neppomuck:
      NÖ - 1,5 %
      Kärnten - 3,5 %
      Bundesweit - 2,0 %

      Ende der Durchsage.

    • F. V. (kein Partner)
      13. Februar 2013 12:35

      Neppomuck,

      das wäre vor allem für die politischen Glücks- und Spesenritter eine heilsame Lehre; da müßten sie auf einmal wieder auf ehrliche Weise ihr Geld verdienen.

      Das muß für diese Verräter ja eine ärgere Strafe sein, als die "Goldene Schnur", mit denen der Sultan solches Gesindel zu entlohnen beliebte.

    • Neppomuck (kein Partner)
      13. Februar 2013 13:01

      Das werden die "Frank hat gesagt-Sprechpuppen" ohnehin müssen.

      Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
      Ähnlich wie dies bei den Renegaten der "Haider-Gott hab ihn selig-Partei" sein wird.

  18. Johann Scheiber
    13. Februar 2013 09:26

    Die Analyse dürfte insgesamt zutreffen, allerdings hat Stronach auch in Kärnten, nach derzeitigen Umfragen einen Stimmenanteil von 10-12%.
    Charismatische Woutgetta, kreative Querdenker und ministrable Fachleute sehe ich überhaupt keine am politischen Markt. Woher soll Stronach sie denn holen.

    Eine echte Schwachstelle der Analyse ist die Sache mit den Werten. Ich denke, dass die Menschen in Österreich geschlossen zu jener Partei überlaufen, die sie nicht mehr mit Werten quälen werden.

    Werte sind eine völlig beliebige, subjektive Angelegenheit. Der Ausdruck "substantielle Werte" sind eine contradictio in adjecto. Die Rede von den Werten ist reines Geschwurbel, alle werten um, auf und ab, heute so morgen so, im Zentrum bleibt immer nur das wertende Ich als absolute Instanz. Und auch wenn jemand Gott als höchsten Wert setzt, setzt er sich, wie Heidegger gezeigt hat, mit seiner Wertung eine Stufe über den von ihn bewerteten Gott. Auf der Ebene der Werte gibt es überhaupt keinen Unterschied zwischen Religionen, Weltanschauungen und Religionen. So kann, auf der Ebene der Werte niemand mehr einen Unterschied zwischen Sozialismus und Christentum feststellen, geht auch gar nicht, denn es gibt keinen. Wenn wunderts, dass Christen und Sozis ständig gemeinsam Kerzerlaufmärsche ptaktizieren. Der Clou ist, das Christentum ist keine Werteinstellung, der Ausdruck "Wert" kommt im ganzen Evangelium nicht vor.

    Nietzsche hat vor über hundert Jahren den Wertbegriff zerpflückt und erledigt - meint man. Er sah, dass der Wertbegriff ein verständlicher, aber untauglicher Versuch war, die verlorengegangene Metaphysik (Kants Kritik) zu kompensieren. Das Christentum als Bezugsssystem des Lebens hat sich von der nunmehr durch Wissenschaft geprägten Lebenswirklichkeit abgespalten und wird nur noch in Form von Werten in diese eingestreut. Diese Praxis wurde aber auch von den Ideologien übernommen.
    Nur Nietzsche hat damals schon gesehen, dass die Werte mit der Wirklichkeit in einen ruinösen Widerspruch geraten und unterliegen. Die durch Wissenschaft, Technik und Ökonomie geprägte Wirklichkeit läßt den Werten keinen Raum und die Menschen erkennen, dass die Wirklichkeit keinen Wert, und ihre Werte keine Wirklichkeit haben. Das ist die verzweifelte Lage des Menschen im Zeitalter der Werte. Und was tun die Menschen, sie postulieren zwar weiter ihre sozialistischen, christlichen, liberalen, konservativen und sonstigen Werte, gleichen sich aber, durch die harte Wirklichkeit gezwungen, in ihrer Lebenspraxis völlig aneinander an.
    Das ist Nietzches Clou, seine Atheismus- oder Nihilismusthese: Der Atheismus bzw Nihilismus ist nicht ein Zustand in dem die Menschen Gott negieren und keine Werte haben, sondern im Gegenteil, Werte werden gefordert, postuliert und bekannt, aber sie sind belanglos und ändern am Lauf der Dinge gar nichts. Alles entscheidet sich in den Bürokratien der Konzerne und der staatlichen Verwaltungen. Die Wertlitaneien sind nur Zierate an der realen Macht, die Menschen murmeln sie schlecht und recht nach, kümmern sich aber nur noch um ihren eigenen Garten.

    Die Wertkategorie ist eine Denkfalle, ein Gefängnis des Geistes, eine Garantie dafür, dass sich nie etwas ändert, denn bekanntlich sind die Grenzen der Sprache die Grenzen der Welt.
    Übrigens haben auch die österreichischen Philosophen Liessmann und Burger mehrfach auf das Dilemma der Werte hingewiesen.

    Wir sind in einer völlig neuen Lage, wir sind durch das antichristliche Konzept der Neuen Weltordnung in den Grundfesten unserer Existenz herausgefordert. Diese neue Lage erfordert eine neue Philosophie, die nur in einer erneuerten christlichen Metaphysik und einer Revolution des christlichen Bewußtseins bestehen kann.
    Metaphysik ist die Annahme, dass die menschliche Vernunft in der Lage ist die Wirklichkeit und die Wahrheit über die Wirklichkeit zu erkennen.
    Erkennen, was in Wirklichkeit ist, das ist nach Hegel Philosophie. Wenn wir uns unvoreingenommen der Wirklichkeit stellen, erkennen wir, dass wir uns auf einer Höllenfahrt befinden. Möglicherweise kann eine Wendung unseres Schiksals nur noch durch göttliche Intervention erfolgen. Dazu müssen wir uns zuerst aber wieder mit Gott zusammenschließen. Mit Werten geht das nicht!

    Archimedes meinte, angesichts der brennenden Stadt Syrakus, wenn die Stadt brennt, dann nützt es nichts mit Eimern zu laufen,sondern dann muss man über die Hydraulik nachdenken!

    • F.V. (kein Partner)
      13. Februar 2013 09:46

      Sg Herr Scheiber,

      Ihr Beitrag ging - wie immer - an den Kern das Sache, und fast ärgere ich mich über mich selbst, daß ich mir vom doch "operativen" Behandeln des Themas auch die eigene Bemerkung habe vorgeben lassen.

      Man muß sich hüten hier in die Falle zu tappen und ebenfalls nur leeres Stroh zu dreschen. Die Zurechtweisung des "Werts" der Werte war notwendig und sehr hilfreich sich an den eigentlichen Zielen zu orientieren.

      Aber es werden doch immer mehr, die das langsam auch bemerken.

  19. F.V. (kein Partner)
    13. Februar 2013 07:48

    Herr Zeitz hat mit seinem/r Kommentar/Analyse vollkommen recht.

    Von Strohsack/Stronach ist keine Silbe zu einem politischen Programm gekommen, und ich bezweifle, daß er dazu auch nur im entferntesten fähig ist. Hört man ihn reden, so kommt man zu dem Eindruck, als späche jemand, dem sinnvolle Sätze zu sagen schon schwer fällt.

    Was seine "Werte" betrifft genügt es sich den "Kauf" der SDP, die schon damals praktizierte Methode sich die Mächtigen in Politik und Finanz zu kaufen (Vranitzky als BK und Randa als GD der Bank Austria im AR der Magna, Grasser, etc), seine Haltung gegenüber Mitarbeiter-Mitbestimmung (Brauchen wir nicht, wir sind alle eine Familie...) bis zum aktuellen Kauf von Abgeordneten.

    Mit letztem hat er sich selbst gestraft, denn diese Überläufertruppe - Opportunisten und im Grunde Verräter an ihrer angeblichen bisherigen "Gesinnungsgemeinschaft" - ist auch für jene, die nun Häme für die eine oder andere von diesen Überläufern betroffene Partei haben, als mieses Pack erkennbar. - Man liebt den Verrat, aber man verachtet die Verräter.

    Zeitz´ Analyse ist auch deshalb wertvoll, weil sie die wirkliche Lage in diesem Teilbereich wohl zutreffend beschreibt und man daher diesen Zerfall und kurzfristigen
    Effekt für die eigenen Strategie in Rechnung stellen kann. Observers Ansicht ist daher nichts weiter als "noise".

  20. S.B.
    12. Februar 2013 20:16

    Wichtig wird sein, welches Personal er in Zukunft nach seinem voraussichtlichen 10% Stimmengewinn bei der Nationalratswahl requirieren kann.

    Das derzeitige Sammelsurium ohne echte Gesinnung und Programm läßt düstere Prognosen zu. Wenn nichts Besseres nachkommt, könnte ihn das Schicksal eines LIF sowie eines BZÖ ereilen und dann ist auch Stronach trotz seines prallgefüllten Geldsacks Geschichte.

  21. Observer
    12. Februar 2013 17:22

    Ich verfolge schon seit längerer Zeit die Veröffentlichungen (Webseite, Buch) sowie den Vortrag des Herrn Christian Zeitz. Er hat dabei sehr vernünftige Ideen, aber solange er in keiner etablierten Partei einsteigt oder eine eigene Partei gründet, bleiben alle seine Ausführungen nur Geraunze und Gejammer. Statt das er froh ist, wenn Stronach nun das verkrustete System aufbrechen will, prophezeiht er schon sein Versagen bzw. verleiht ihm maximal den Titel eines Eisbrechers.
    Das ist auch eine Art "angewandte politische Ökonomie".

    • Neppomuck (kein Partner)
      13. Februar 2013 10:24

      Den Unterschied zwischen "Wollen" und "Können" - nicht nur bei Politikern, aber bei denen ist diese Diskrepanz besonders spektakulär - möchte ich gerne Klavier spielen können.

  22. Wertkonservativer
    12. Februar 2013 14:49

    Im "Tagebuch" habe ich meine Meinung über Herrn Stronach wiederholt deponiert:
    Für mich ist er - zusammen mit seiner zusammengekauften und zusammengewürfelten Fußtruppe (ohne auch nur EINE wirkliche Persönlichkeit darin) ein skurriler, alter Mann, der sich - nach fehlgeschlagenem Versuch in seiner zweiten Heimat Kanada - den Traum erkaufen will, zumindest in Österreich in der Politik mitmischen zu können.
    Ihm selbst fehlt - außer Geld - fast alles, was einen Qualitätspolitiker ausmacht: Kühle Einschätzung der gegebenen Verhältnisse, Charisma, Geduld, rationales Verhalten in der Öffentlichkeit und in den Medien, Kenntnis des politischen Einmaleins, Zurückdrängung seiner Rappelköpfigkeit, usw., usf.!

    Ich hab's vor Tagen als Schlussatz geschrieben, meine Meinung dort auch klar begründet, und ich bleibe dabei:
    Jede Stimme für Stronach ist eine verlorene!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Norix (kein Partner)
      16. Februar 2013 17:10

      Eine verlorene Stimme wäre, wenn Stronach nicht in den NR einziehen würde, was aber nicht der Fall sein wird. Eine verschänkte Stimme hingegen ist, wenn das Kreuzerl bei ÖVP oder FPÖ gemacht wird. Privilegienerhalt, sozialisitischer Umverteilungswahn (die eine auf europäischer, die andere auf deutscher Ebene), Anbiederung and die SPÖ, Pseudoföderalismus usw. somit die Enstehung von Korruptin. All das teilen die beiden Rechtssozialistischen Systemparteien.

      Da mag man den Stronach für noch so bizarr und sein Auftreten hin und wieder für absurd halten, im Vergleich zur Regierung und Opposition tut dieser frische liberaler Wind einfach nur gut.
      So auch beim Personal. Da schwimmt bei Schwarz und Blau schon wesentlich mehr ahnungsloses oder/und opporturnistisches Pack mit, als sich Stronach jemals zusammenkaufen könnte. Mit Neubaur, Lugar, oder gar eine Barbara Kolm (?) bin ich schon (für österreichische Verhältinisse) zufrieden. Programm hat er durchaus in seinem Blog genannt. Flattax, Schuldenstopp, Subventionsstopp, Privatisierungen etc. das ist alles besser als Schwarz und Blau. Die Richtung und die Prinzipien stimmen. Weniger Staat, mehr Freiheit und Eigenverantwortung - echte Subsidaridät.
      Oberstes Prinzip kann nur mehr lauten: Der am wenigsten Geld ausgiebt, kriegts Kreuzerl.

      Werter Wertkonservativer,
      können Sie sich noch an unsere Unterhaltung hier im AU-Blog am Weihnachtstag vor zwei Jahren erinnern? Damals schwammen sie auch noch im Blogmainstream mit, und hielten die FPÖ für eine wahre Alternative. Ich hielt dies immer schon für absurd und konfrontierte Sie mit dem Sozialismus, den diese Partei an den Tag legt. Kann es sein, dass ich eine kleine Schuld an Ihrem Meinungsschwenk bzgl. der FPÖ bzw. ÖVP hatte? Ich dachte damal, Sie würden mich gar nicht ernst nehmen.

      Seit dem Abgang von Schüssel nahm die ÖVP einen Schwenk ein und die Priviligierten (Landeshauptmänner, NÖ, Bauernbund, GÖD...) zogen wieder Kräfte an sich. Spätestens seit dem ESM und sonstigen "Rettungen" der EU, steht der schwarze Sozisalimsu dem blauen nicht nur um nichts nach, sondern hat ihn gar überholt.

      Für (Rechts-) Liberale gibt es zu Stronach keine Alternative aber die lange abschreckende Liste von Kärnten, NÖ, Brüssel, GÖD, Bauernbund, VAG bis zur Hypo usw. würde doch eine Entscheidung für Stronach auch bei anderen rechts der Mitte stehende Bürgerliche gar nicht so unvernünftigt erscheinen lassen. Oder?

    • Wertkonservativer
      25. Februar 2013 15:06

      Werter Norix,

      zunächst besten Dank für Ihre freundliche Replik!

      Ganz offen gesagt kann ich mich an unsere Diskussion am Weihnachtstag vor zwei Jahren auch bei bestem Willen nicht mehr erinnern; zuviel Wasser ist da inzwischen bereits die Donau heruntergeflossen!

      Ob Sie mich nicht mit einem anderen Kollegen verwechseln? Ich bin seit meiner Jugend ein überzeugter Volksparteiler, bin seit über fünfzig Jahren Parteimitglied, zunächst im ÖAAB, dann - nach Umstieg in die Selbständigkeit - im Wirtschaftsbund!
      Also, knapp gesagt, die ÖVP konnten Sie mir vor zwei Jahren nicht mehr einreden, das wäre - siehe meine geschilderte Historie - um Jahrzehnte zu spät gewesen.
      Außerdem: die FPÖ war nie meine erste Wahl, wie man aus vielen meiner diesbezüglichen Äußerungen hier weiß!

      Aber nochmals, lieber Norix, vielen Dank und alles Gute!

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

  23. mike1
    12. Februar 2013 09:46

    guter kommentar - ist auf meiner linie. stronach als politische sternschnuppe, mehr wird's nicht !

    aber auf die regierungsverhandlungen, wenn rot und schwarz, wie vorausgesagt, keine satte mehrheit haben werden, freu ich mich.

    gleichzeitig fürcht ich mich davor, dass stronach und die blauen zünglein an der waage sein könnten.

  24. brechstange
    12. Februar 2013 09:10

    Wichtig wäre das Fenster zu nützen, das er öffnet.

  25. diko
    12. Februar 2013 06:38

    @ Christian Zeitz,
    *****************!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung