Die geheimen Verhandlungen der Gesundheitsreform und die Ärztekammerproteste – eine Analyse

Ich habe sie gelesen, die geheim verhandelten Vereinbarungen nach Artikel 15a der Bundesverfassung. (Sie sind per e-Mail unter ernest_pichlbauer@hpi-sag.com zu bestellen). Und ich habe den Eindruck, die Ärztekammer muss etwas anderes gelesen haben. Denn diese Reformpapiere schlagen Regeln und Steuerungsinstrumente vor, die aus unserem Gesundheits(un)wesen ein Gesundheitssystem machen könnten.

Auch wenn die Variante vom 27.9.2012 gegenüber der vom 21.11.2012 (dazwischen liegen zwei Monate politische Verhandlungen, an deren Ende Texte statt klarer und gesetzesfähiger immer unschärfer und unverbindlicher klingen) im Sinne der Versorgungsforschung deutlich besser war: Das was herausgekommen ist, kann Grundlage einer echten Reform darstellen.

Wesentliche Aussage der noch immer geheimen Papiere ist, dass unsere Versorgung zielorientiert gestaltet werden soll, wobei Ziele patientenorientiert aufzustellen sind. Die Institutionen-Orientierung (also im Wesentlichen die Fixierung auf Spitalsstandorte und Kassenordinationen) soll einer integrierten Versorgung weichen. Patienten sollen dort behandelt werden, wo es richtig ist, und nicht dort, wo gerade eine Gesundheitseinrichtung steht und offen hat.

Messgrößen und Zielwerte sind zu entwickeln und zu implementieren, welche die Patientenorientierung sowohl in Ergebnissen, Strukturen und Prozessen messen. Es soll also transparent werden, ob der Patient zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle die richtige Leistung erhält.

Rahmenziele werden zwar zentral aufgestellt, aber sie sind dezentral unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten zu konkretisieren. Es sind definitiv keine „zentralistischen“ Diktate. Dezentral bedeutet übrigens auf Ebene der Versorgungsregionen des Österreichischen Strukturplans Gesundheit (ÖSG), und davon gibt es 32. Es ist also jedes Bundesland weiter unterteilt – das sollte dezentral genug sein.

Dass es die meisten Messgrößen und Zielwerte in und für Österreich noch nicht gibt, stört wenig. Die wissenschaftliche Literatur dazu ist ausführlich und vielfältig. Aus der Literatur ebenfalls bekannt ist, dass überall, wo man begonnen hat, mit Indikatoren zu arbeiten, am Anfang die „Datenunsicherheit“ beklagt wird und darauf aufbauend der Vorwurf erhoben wird: „Alle Daten sind falsch.“ Das wird auch bei uns passieren. Die Frage, die sich stellt: Werden unsere Entscheidungsträger jenen Mut und jene Tatkraft aufbringen, diese Eingangsphase durchzuhalten? Ist das so, dann verschwinden sowohl Datenunsicherheit als auch Vorwürfe. Wesentlich dabei wird wohl sein, dass die Messgrößen und Zielwerte von Anfang an international vergleichbar sind – und das verspricht das Reformpapier.

Das Monitoring, also das Beobachten, ob es zu echten, patientenorientierten Veränderungen kommt, und ob Messgrößen und Zielwerte nicht populistisch gesetzt, verändert oder „retrograd kalibriert“ werden, ist ebenfalls gut und plausibel erklärt. Damit alles nicht nur Schönreden und Schönfärben wird, wird die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) mit der wissenschaftlichen Begleitung und Berichterstattung befasst. Es ist zu hoffen, dass die GÖG unabhängig genug ist, um auch ungeliebte Ergebnisse publizieren zu dürfen. Leider zeigen sich aber hier bereits erste Risse. Denn der Kampf um die GÖG ist zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherungen entbrannt. Das ist kein gutes Zeichen dafür, dass sich die Systempartner gegenseitig vertrauen.

Aber wenn der Streit beigelegt werden kann und der Schulterschuss zwischen Ländern und Sozialversicherungen klappt, könnten sogar die vorgeschlagenen Sanktionen erstmals scharf sein. Denn bei Versäumen der Ziele werden Berichte erstellt, die analog zu Rechnungshofberichten veröffentlicht werden müssen. Transparenz eignet sich hervorragend, um Veränderungen positiv zu gestalten.

Mehr Geld für ambulante Behandlung

Klar festgehalten wird weiters, dass die Leistungsangebote in allen Sektoren (womit vor allem Spitäler samt Ambulanzen und Kassenordinationen gemeint sind) aufeinander abgestimmt werden müssen. Patienten sollen, entsprechend der Idee der integrierten Versorgung, an der richtigen Stelle behandelt werden, am „Point of best service“. Wo das ist, das wird aber nicht von Wien dekretiert, sondern das ist in jeder der 32 Versorgungsregionen festzulegen. Konsequenz dieses Denkens ist es, dass künftig eben nicht mehr in Kassenordinationen und Spitalsstandorten, sondern in den Kategorien „ambulante Versorgung“, „stationäre Versorgung“ und Patientenbedarf geplant werden soll.

Parallelstrukturen oder Überkapazitäten sind zu verhindern bzw. abzubauen. Ja, da steht wirklich „abbauen“ drinnen! Ob damit endlich die kleinen Spitäler verschwinden? Tenor jedenfalls ist, dass die ambulante Versorgung der stationären vorzuziehen ist.

Im ambulanten Bereich bereits festgehalten ist, dass (Rand)Öffnungszeiten ein wesentliches Quailitätskriterium sind. Damit könnte es endlich zu Gruppenpraxen kommen, die nicht an der Finanzierungslogik, sondern am Patienten-Bedarf ausgerichtet sind. Die jetzigen Rahmenbedingungen haben zu gerade einmal einer Hand voll Gruppenpraxen geführt, die noch dazu so aufgestellt sind (sowohl örtlich, als auch organisatorisch), dass sie kaum geeignet sind, die Patientenströme vom Spital wegzuhalten. Grund für den Optimismus ist, dass ein funktionierendes „Geld folgt Leistung“-System fixiert wird, das dafür sorgt, dass reales Geld aus der stationären in die ambulante Versorgung fließt. Auch wenn es für Außenstehende schwer vorstellbar ist: Spitalsambulanzen werden aktuell über die Bettenstationen quersubventioniert (die eigenen Einnahmen decken im Schnitt nur 25 Prozent der Kosten). Und noch nie hat ein Cent den Weg aus dem Spital nach „draußen“ gefunden, selbst wenn durch Kassen Maßnahmen gesetzt wurden, die lächerlich hohe Zahl der Spitalsaufnahmen zu reduzieren.

Abb.: Entlassungen pro 100 Einwohner im internationalen Vergleich

Beim Finanzrahmen muss es endlich dazu kommen, dass der Finanzdeckel nicht nur für Kassen, sondern auch für Spitäler gilt. Ein nicht unwesentlicher Grund für unsere extreme Spitalslastigkeit liegt darin, dass Spitalsausgaben ungedeckelt sind. Werden diese nun ebenfalls wie die Kassenausgaben gedeckelt, dann ist eine Leistungsverschiebung von stationär zu ambulant die logische Folge – bei zunehmend frei werdenden Mitteln, weil eben die Effizienz der ambulanten Versorgung die der stationären weit übersteigt – das zeigen zumindest alle Studien aus dem Ausland. Bei uns werden solche Studien nicht gemacht.

Es besteht die politische Absicht, wenigstens sieben Prozent der aktuellen Spitalsaufenthalte durch ambulante Versorgungskonzepte zu reduzieren. Sieben Prozent Reduktion bedeutet, dass etwa 150.000 Spitalsaufenthalte (oder etwa 800.000 Spitalstage) vermieden werden. Mit einer solchen Reduktion würde die Zahl der Aufnahmen von derzeit etwa 26,5 auf knapp unter 25 pro 100 Einwohner sinken, und noch immer weit über dem EU-Schnitt liegen.

Ziele bleiben unambitioniert

Man sieht also bereits anhand dieses Ziels, dass die Politik nicht sehr ambitioniert vorgeht. Dass drückt sich dann auch in den prognostizierten Ausgaben aus.

Abb.: Entwicklung öffentlicher Gesundheitsausgaben mit/ohne Reform

Die angenommene Kostenentwicklung OHNE Reform (rote Linie) setzt einen kaum erklärbaren Anstieg ab 2012 voraus (man beachte die „Orientierungslinien Steigerungen“ in der Grafik). Dieser Anstieg wurde politisch festgelegt. Je höher die Wachstumsraten sind, desto leichter lässt es sich dann nämlich realiter „Einsparen“. Die Entwicklung MIT Reform (grüne Linie) zeigt immer noch einen deutlich höheren Anstieg, als er in den letzten Jahren (graue Orientierungslinie) zu beobachten war. Also wurde auch hier sehr vorsichtig vorgegangen, um nur ja nicht den politischen Erfolg zu gefährden.

Die Fläche zwischen roter und grüner Linie ergibt dann die mehrfach kolportierten elf Milliarden Euro, die bis 2020 „einzusparen“ sind. Stellt man diese Einsparungen den mindestens 230 Milliarden Gesamtausgaben zwischen 2012 und 2020 gegenüber, sieht man rasch, wie wenig Ambition und Risiko in diesem Zahlenwerk liegt. Aber politisch betrachtet ist so ein vorsichtiges Vorgehen nicht dumm, nimmt es doch, oder sollte es wenigstens, den Kritikern den Wind aus den Segeln, die das Kaputtsparen proklamieren.

Fazit: Noch nie hat ein ausgereifterer Vorschlag die politischen Verhandlungen überlebt, daher war eine echte Reform nie realistischer als jetzt. Großer Wermutstropfen, wie bei jeder Gesundheitsreform bisher: Alle neuen und alten Gremien, die für die Umsetzung der Reform nötig und verantwortlich sind, entziehen sich der parlamentarischen oder oppositionellen Kontrolle! Dass die Ärztekammer nicht dabei ist, ist daher selbstverständlich. Und so, wie sie sich benimmt auch alles andere als ein Wermutstropfen.

Was stört die Ärztekammer?

Warum wehrt sich die Ärztekammer dagegen, statt aktiv an Umsetzung und (noch wichtiger) Umsetzungskontrolle mitzuarbeiten?

Nun, mit der Reform wird die Verhandlungsmacht der Ärztekammern, was die Vergabe von Kassen-Stellen betrifft, erheblich eingeschränkt. Da aber die Ärztekammer seit Jahrzehnten ihre Macht ausschließlich auf dieser Basis aufbaut, fürchtet sie nun um ihren Einfluss auf die Gesundheitspolitik. Dieses Denken der Kammer mutet seit Jahren eigenartig an. Schließlich sollte sie alle 41.000 Ärzte vertreten, und nicht nur jene etwa 8.000, die einen Kassenvertrag haben. Mehr noch, betrachtet man die Situation und Rolle der etwa 4.000 Hausärzte im Österreichischen Gesundheitssystem, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, die Kammer vertritt eigentlich nur Fachärzte mit Kassenvertrag. Diesen geht es nämlich im internationalen Vergleich sehr, sehr gut.

Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass selbst innerhalb der Ärzteschaft die Kämmerer immer weniger ernst genommen werden. Brisante Themen rund um den ärztlichen Beruf werden seit Jahren links liegen gelassen. Weder die mangelhafte Ausbildungsqualität im Turnus (es gibt übrigens fast so viele Turnus- wie Kassenärzte!), noch die Tatsache, dass das Ärztearbeitszeitgesetz (es gibt drei Mal so viele Spitals- wie Kassenärzte) seit jeher systematisch von den Spitalsträgern gebrochen wird, war bislang eine angemessene Reaktion wert. Interessant ist: Neben der englischen, war es nur die Österreichische Ärztekammer, die bei der EU Einspruch gegen die Begrenzung der Arbeitszeit auf 48 Stunden pro Woche eingelegt hat.

Alternativ zu diesem Machtdenken ist es allerdings auch möglich, dass maßgebliche Köpfe der Ärztekammer wirklich glauben, dass unser jetziges System bleiben muss, wie es ist – obwohl unsere gesunde Lebenserwartung verglichen mit z.B. Großbritannien fünf Jahre geringer, die Diabetiker-Sterblichkeit dreimal höher und die Zahl kaputter Zähne bei Zwölfjährigen doppelt so hoch ist. Und das bei deutlich höheren Kosten.

Dr. Ernest Pichlbauer ist Arzt und Österreichs führender Gesundheitsökonom, der zum Thema Gesundheit auch regelmäßig publiziert.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr.Markus Deim
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2012 20:22

    Sg.Hr.Dr.Pichlbauer!

    Jeder halbwegs klar denkende Mensch, der nicht gerade der extremen Linken oder gar dem Stalinismus (wie unser hochverehrter Herr BP), angehört, weiß, daß alle Versuche, soziale Systeme durch Planung von oben, in unserem Fall von einer Bande sich fettfressender roter und schwarzer Provinzpolitiker, welche nur margnial, wenn überhaupt, mit Bildung und Eigenverantwortung (das bedeutet, daß man mit seinem gesamten Privatvermögen für seine Handlungen haftet) in Kontakt gekommen sind, zu gestalten, komplett gescheitert sind. Am Ende kam ein Sumpf aus Korruption, Freunderlwirtschaft, Überschuldung, wirtschaftlicher Niedergang auf leisen Sohlen, Abwälzen aller Konsequenzen auf die nächsten Generationen heraus. Abgesehen vom Nichtfunktionieren dessen, was gerplant und gestaltet werden sollte. Siehe verstaatlichte Wirtschaft, ÖBB usw.. Und jetzt wollen Sie uns einreden, daß gerade diese korrupten Vollkoffer in Bund, Ländern, Gemeinden und den Sozialversicherungen unsere Zukunft gestalten sollen, daß das Realität werden soll für meine Patienten und für mich, was diesen kranken Gehirnen entspringt? Diese Menschen haben in ihrem Leben noch keinen einzigen Lohn ausgezahlt von Geld, welches sie selbst verdient haben, diese Menschen können nur uns Leistungsträgern unser Geld wegnehmen und für Schwachsinn ausgeben, wenn etwas nach der Bestellung ihrer teuren Dienstwägen und Einrichtung ihrer tollen Büros übriggeblieben sein sollte. Ich arbeite als praktischer Arzt am Land, ich kann Ihnen sagen, daß dieses System nur deswegen noch halbwegs funktioniert, weil es so Vollidioten wie mich gibt, die mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen sowohl im Spital wie auch auf dem flachen Land täglich zu Arbeitsbedingungen und finanziellen Bedingungen arbeiten, für die keine Krankenschwester arbeiten würde, denn die hätte zu wenig Zeit, um alles zu dokumentieren, was sie macht. Wir stehen täglich bei unserer Arbeit mit einem Bein im Kriminal, weil uns diese "Planer und Gestalter" aus der Politik seit Jahrzehnten das System unterminieren, und jetzt sollen gerade die, die an allem Schuld sind, weil sie aus Machtgier viele Jahrhzehnte jede mögliche Form von Reform verhindert haben, nämlich nur aus Angst vor Machtverlust, jetzt sollen wir die Zukunt unserer Patientin und unsere eigene wirtschaftliche Zukunft freiwillig dieser korrupten Räuberbande anvertrauen? Für wir blöd halten Sie uns eigentlich?

  2. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2012 18:34

    Schon eigenartig, jahrzehntelang hat unser Gesundheitssystem mit Niedergelassenen- u. Spitalsärzten reibungslos und zur Zufriedenheit (fast) aller funktioniert.
    Seit sich die Politik mit ihrem Rattenschwanz an Experten (die meist keine Mediziner sind) - der immer länger(und teurer wird)-, zunehmend einmischt (nun wollen sie auf der gesamten Ebene den Bereich okkupieren) und mitnascht, geht der "Laden" den Bach runter.
    Zudem seien die gesamten "Leistungen" unserer Politiker zu bewerten, und ob es dann noch vertrauenserweckend erscheint, daß ausschließlich die Politik darüber zu bestimmen hat, die noch dazu ungehindert sensible Daten zentral verwalten möchte. Diese vorgespielte Transparenz bedeutet eher eine Überwachung als eine Erleichterung und Kostendämpfung, und ich möchte mir hier ersparen den gesamten jetzigen Kontrollmechanismus aufzuzählen, aber was wäre transparenter als daß der Arzt eine Honorrarnote stellt? Sehr viele "Ungereimtheiten" würden durch das Wirken des Hausverstandes von alleine geregelt werden und Kosten einsparen, wobei natürlich das Errechnen von Messgrößen und Zielwerten, sowie das Monitoring (nicht bekannte Kosten u. Posten) verursacht. Die Politiker müßten, weil das Werkl nicht mehr zu finanzieren ist, eben auch einmal aufhören zu verkünden, daß jeder immer und überall alles bekommen muß.

    Gesundheit u. Krankheit sind nun leider auch nicht allzu geeignete Zustände, die voll ökonomisch gemessen werden können, das ist doch ein viel zu komplexes Thema. Angefangen von Spezial - u. Spitzenmedizin, andrerseits die Breitenmedizin, bei der Laien auch ihre banalen Beschwerden zum Arzt tragen, die mit und ohne Behandlung, bzw. Diagnose, ausheilen.
    Nicht zu vergessen sind dabei auch die geographischen Unterschiede; es macht einen gewaltigen Unterschied ob der Kranke in der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmittteln und anderen Annehmlichkeiten wohnt, od. in ländlichen Gegenden ohne z.B. öffentl. Verkehrmittel, Apotheken, etc.

    P.s. Mein Mann macht gerade 2 Visiten (er hat nicht WE Dienst) - nicht weil er damit so viel verdient und vielleicht auch -lt. Stammtisch- Med. verscherbeln kann, sondern weil SEINE Pat. ihn berufen haben und IHN wollen, nicht den anonymen WE Dienst. Bei der geplanten Reform wird patientennahe Med. ausgeklammert, die Praktiker sollen wegrationalisiert werden, dafür errichtet die Politik AVZ (Ambulante VerzorgungsZentren).

  3. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2012 23:56

    Die Ärztekammer bemüht sich seit langem, auch die Spitalsärzte besser zu vertreten! Alleine der private Verein ÖGB weigert sich, der Körperschaft öffentlichen Rechtes, nämlich der Ärztekammer, das Kollektivvertragsrecht zuzugestehen! So läuft das nämlich in der Sowietrepublik Österreich!


alle Kommentare

  1. Aileen (kein Partner)
    11. Februar 2015 00:10

    example http://insurance5plus.com research studies works http://levitraus.club patients had poor driving http://insurance5qts.com either reduced diabetes http://viagranet.net ingredients

  2. Gauri (kein Partner)
  3. Berk (kein Partner)
    19. Januar 2015 18:33

    I might be bentaig a dead horse, but thank you for posting this!

  4. Schani
    09. Dezember 2012 23:56

    Die Ärztekammer bemüht sich seit langem, auch die Spitalsärzte besser zu vertreten! Alleine der private Verein ÖGB weigert sich, der Körperschaft öffentlichen Rechtes, nämlich der Ärztekammer, das Kollektivvertragsrecht zuzugestehen! So läuft das nämlich in der Sowietrepublik Österreich!

  5. Dr.Markus Deim
    09. Dezember 2012 20:22

    Sg.Hr.Dr.Pichlbauer!

    Jeder halbwegs klar denkende Mensch, der nicht gerade der extremen Linken oder gar dem Stalinismus (wie unser hochverehrter Herr BP), angehört, weiß, daß alle Versuche, soziale Systeme durch Planung von oben, in unserem Fall von einer Bande sich fettfressender roter und schwarzer Provinzpolitiker, welche nur margnial, wenn überhaupt, mit Bildung und Eigenverantwortung (das bedeutet, daß man mit seinem gesamten Privatvermögen für seine Handlungen haftet) in Kontakt gekommen sind, zu gestalten, komplett gescheitert sind. Am Ende kam ein Sumpf aus Korruption, Freunderlwirtschaft, Überschuldung, wirtschaftlicher Niedergang auf leisen Sohlen, Abwälzen aller Konsequenzen auf die nächsten Generationen heraus. Abgesehen vom Nichtfunktionieren dessen, was gerplant und gestaltet werden sollte. Siehe verstaatlichte Wirtschaft, ÖBB usw.. Und jetzt wollen Sie uns einreden, daß gerade diese korrupten Vollkoffer in Bund, Ländern, Gemeinden und den Sozialversicherungen unsere Zukunft gestalten sollen, daß das Realität werden soll für meine Patienten und für mich, was diesen kranken Gehirnen entspringt? Diese Menschen haben in ihrem Leben noch keinen einzigen Lohn ausgezahlt von Geld, welches sie selbst verdient haben, diese Menschen können nur uns Leistungsträgern unser Geld wegnehmen und für Schwachsinn ausgeben, wenn etwas nach der Bestellung ihrer teuren Dienstwägen und Einrichtung ihrer tollen Büros übriggeblieben sein sollte. Ich arbeite als praktischer Arzt am Land, ich kann Ihnen sagen, daß dieses System nur deswegen noch halbwegs funktioniert, weil es so Vollidioten wie mich gibt, die mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen sowohl im Spital wie auch auf dem flachen Land täglich zu Arbeitsbedingungen und finanziellen Bedingungen arbeiten, für die keine Krankenschwester arbeiten würde, denn die hätte zu wenig Zeit, um alles zu dokumentieren, was sie macht. Wir stehen täglich bei unserer Arbeit mit einem Bein im Kriminal, weil uns diese "Planer und Gestalter" aus der Politik seit Jahrzehnten das System unterminieren, und jetzt sollen gerade die, die an allem Schuld sind, weil sie aus Machtgier viele Jahrhzehnte jede mögliche Form von Reform verhindert haben, nämlich nur aus Angst vor Machtverlust, jetzt sollen wir die Zukunt unserer Patientin und unsere eigene wirtschaftliche Zukunft freiwillig dieser korrupten Räuberbande anvertrauen? Für wir blöd halten Sie uns eigentlich?

  6. Brigitte Imb
    09. Dezember 2012 18:34

    Schon eigenartig, jahrzehntelang hat unser Gesundheitssystem mit Niedergelassenen- u. Spitalsärzten reibungslos und zur Zufriedenheit (fast) aller funktioniert.
    Seit sich die Politik mit ihrem Rattenschwanz an Experten (die meist keine Mediziner sind) - der immer länger(und teurer wird)-, zunehmend einmischt (nun wollen sie auf der gesamten Ebene den Bereich okkupieren) und mitnascht, geht der "Laden" den Bach runter.
    Zudem seien die gesamten "Leistungen" unserer Politiker zu bewerten, und ob es dann noch vertrauenserweckend erscheint, daß ausschließlich die Politik darüber zu bestimmen hat, die noch dazu ungehindert sensible Daten zentral verwalten möchte. Diese vorgespielte Transparenz bedeutet eher eine Überwachung als eine Erleichterung und Kostendämpfung, und ich möchte mir hier ersparen den gesamten jetzigen Kontrollmechanismus aufzuzählen, aber was wäre transparenter als daß der Arzt eine Honorrarnote stellt? Sehr viele "Ungereimtheiten" würden durch das Wirken des Hausverstandes von alleine geregelt werden und Kosten einsparen, wobei natürlich das Errechnen von Messgrößen und Zielwerten, sowie das Monitoring (nicht bekannte Kosten u. Posten) verursacht. Die Politiker müßten, weil das Werkl nicht mehr zu finanzieren ist, eben auch einmal aufhören zu verkünden, daß jeder immer und überall alles bekommen muß.

    Gesundheit u. Krankheit sind nun leider auch nicht allzu geeignete Zustände, die voll ökonomisch gemessen werden können, das ist doch ein viel zu komplexes Thema. Angefangen von Spezial - u. Spitzenmedizin, andrerseits die Breitenmedizin, bei der Laien auch ihre banalen Beschwerden zum Arzt tragen, die mit und ohne Behandlung, bzw. Diagnose, ausheilen.
    Nicht zu vergessen sind dabei auch die geographischen Unterschiede; es macht einen gewaltigen Unterschied ob der Kranke in der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmittteln und anderen Annehmlichkeiten wohnt, od. in ländlichen Gegenden ohne z.B. öffentl. Verkehrmittel, Apotheken, etc.

    P.s. Mein Mann macht gerade 2 Visiten (er hat nicht WE Dienst) - nicht weil er damit so viel verdient und vielleicht auch -lt. Stammtisch- Med. verscherbeln kann, sondern weil SEINE Pat. ihn berufen haben und IHN wollen, nicht den anonymen WE Dienst. Bei der geplanten Reform wird patientennahe Med. ausgeklammert, die Praktiker sollen wegrationalisiert werden, dafür errichtet die Politik AVZ (Ambulante VerzorgungsZentren).

    • Claudius
      10. Dezember 2012 18:57

      @ Brigitte Imb

      Ich bin der Meinung, dass die Praktiker, die vor Ort die Patienten behandeln und dafür auch ein Risiko (für Behandlungsfehler) tragen müssen - und diese Praktiker sind die Ärzte. Dass die Ärzte also zu wenig bei diesen Gesundheitsplanungen mitreden dürfen! Sondern viel zu viel die Politiker & Kassenfunktionäre.

      Herrn Dr. Pichlbauer stimme ich aber zu, dass die Ärztekammer aufpassen muss, dass sie die Interessen ihrer Mitglieder bündelt und auf einander abstimmt. Denn ein Facharzt am Land ist etwas ganz anderes als ein Primarius in einem Wiener Spital und der hat wieder ganz andere Arbeits- und Verdienstbedingungen als ein Turnusarzt. Kurz gesagt: Die Ärztekammer muss ALLE ihre Mitglieder im Auge behalten.

      Jeder Laie, ohne dass er Arzt ist, kann sofort sehen dass bei der Ärzte- und Facharztausbildung dringender Reformbedarf besteht. Diese Ausbildung dauert zu lange und es sind zuviele Leerzeiten dabei.

      Und Österreich als Nation muss weiters aufpassen, dass wir in in ein paar Jahren keinen Ärztemangel haben. Viele Ärzte vertschüssen sich ins Ausland, weil dort die Arbeitsbedingungen besser sind.

    • Brigitte Imb
      10. Dezember 2012 22:22

      Der Ärztemangel ist bereits da, im KH und bei den Niedergelassenen. Viele Stellen werden bereits mehrmals ausgeschrieben und keiner meldet sich, denn unter diesen momentanen Bedingungen will sich keiner mehr dem wirtschaftl. Risiko ausliefern und die Turnusärzte gehen ins Ausland.
      Soweit ich informiert bin warnen die Ärzte, also die ÄK, bereits seit beinahe 10 Jahren davor, allerdings glauben Politiker nur "Experten" und nicht den wirklichen Fachleuten.
      Wo die Politik die Finger drinnen hat existiert neben Vetternwirtschaft Fehlmanagment.





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