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Es geht auch ohne Staat!

Der Wohlfahrtsstaat europäischen Zuschnitts befindet sich in einer Krise. Sein durch ständig steigende Steuerlasten und riesige Schuldenberge gekennzeichnetes, unaufhörliches Wachstum, führt zu einer fortschreitenden Belastung der Leistungsträger und schafft völlig falsche Anreize. Dass eine sichere Anstellung im Staatsdienst besonders auf gut ausgebildete, junge Menschen so große Anziehungskraft ausübt, spricht Bände.

Dass sie – anstatt sich für die mit dem Wagnis einer beruflichen Selbständigkeit verbundenen Chancen zu interessieren – scheinbar sichere, unselbständige Erwerbsarbeit vorziehen, ist ein offensichtliches Symptom der Fehlleitung von (humanen) Ressourcen. Wenn eine Gesellschaft so weit (ver-)kommt, dass die Bestgebildeten lieber weisungsgebundene Verwalter als kreative Macher sein wollen, dann ist es um deren Zukunft nicht gut bestellt.

Keines der gegenwärtig artikulierten Reformvorhaben zieht die Segnungen des Wohlfahrtsstaates in Zweifel. Keine der aktuellen Parteineugründungen stellt ein alternatives System zur Diskussion. Nicht einmal eine Neuordnung des Steuersystems (etwa auf Grundlage einer Proportionalsteuer) erscheint derzeit möglich. Dass es zur sozialen Organisation in Gestalt des allsorgenden Gouvernantenstaates, der die Menschen ihrer Freiheit beraubt und zu wohlgenährten Sklaven degradiert, eine plausibel erscheinende Alternative gibt, soll hier anhand einiger grundlegender Überlegungen dargstellt werden.

Das segensreiche Eigentum

In deren Zentrum steht das private Eigentum, dessen rechtmäßiger Erwerb und Schutz. Grund dafür bildet die Erkenntnis, dass letztlich alle bürgerlichen Rechte Eigentumsrechte sind, deren Unantastbarkeit für eine funktionierende soziale Ordnung von entscheidender Bedeutung ist. Die Grundlagen einer staatsfreien Privatrechtsgesellschaft sollen anhand der Gedanken eines der kompromisslosesten und radikalsten Denker im libertären Lager, Hans-Herman Hoppe, erläutert werden. In der Folge wird ein Auszug aus einem am 26. 11. in dem Blog von Freitum.de erschienenen Beitrag über einen aktuellen Vortrag Hoppes in der Freiheitsakademie im Modelhof im ostschweizerischen Müllheim wiedergegeben:

  • Jedes Individuum ist Eigentümer seines eigenen Körpers, alles andere ist Sklaverei.
  • Es gilt die Eigentumsgarantie, jeder hat Anspruch auf das, was er aus naturbelassenem Zustand an sich genommen hat. [„naturbelassener Zustand“ ist jener, in dem noch kein Eigentumsrecht an einer Sache begründet wurde – etwa durch die Inbesitznahme einer bislang unentdeckten Insel. Diese Art der Eigentumsbegründung ist heute – ehe es zu einer Besiedelung des Mondes oder fremder Planeten kommt - nicht mehr von Bedeutung, Anm.]
  • Alle mit seinem Körper und den in naturbelassenem Zustand an sich genommenen Gütern produzierten Güter oder Dienstleistungen sind zudem legitimes Eigentum.
  • Eigentum kann auch durch freiwilligen Tausch entstehen.
  • Alles andere ist Diebstahl.

Die aus ökonomischer Sicht heikle Frage des Gemeineigentums (öffentliche Güter) stellt sich aus oben genannten Regeln nicht, wenn sie streng angewendet werden. Dennoch zeigte Hoppe gekonnt auf, dass bei solchen Gütern nicht immer Harmonie der Interessen bestehen wird und nicht zuletzt eine dadurch entstandene Moral-hazard-Problematik nur durch Eigentum gelöst werden kann.

Steuern sind Diebstahl

Doch wie ist mit Rechtsbrechern vorzugehen, die Eigentum ungerechtfertigt an sich nehmen? Die meisten (minarchistischen) Liberalen beantworten diese Frage mit „Staat“. Nicht so Hoppe. Er zeigt auf, dass der Staat bei allen Konfliktfällen, wo er die letzte Instanz ist, jeweils das letzte Wort hat. Der Staat bestimmt über Recht und Unrecht, insbesondere auch bei Fällen zwischen Privaten und dem Staat (öffentlich-rechtliche Streitfälle). Der Staat als Monopolist der Rechtssprechung kann also Konflikte anstiften und mit seinen Regeln die Leute dazu zwingen, nach seinem Gusto den Konflikt wieder zu lösen.

Dies zum Beispiel im Bereich Diebstahl. Der Staat darf die Bürger durch Steuern bestehlen. Sofern man sich gegen den Fiskus stellen möchte, muss man vor staatliche Gerichte treten, die staatliches Recht anwenden. Der Staat verknüpft geschickt sein Monopol auf Rechtssprechung mit seinem Gewaltmonopol. Denn wird der Diebstahl (Steuern) vom Bürger nicht legitimiert, wird das Geld mittels Gewaltmonopol eingetrieben.

Zumindest die Ökonomen müssten bei der aktuellen Situation des Staates aufschreien, denn diese Wissen, dass Monopole immer schlecht sind. Ein Monopolist ist der Einzige, der etwas darf. Er kann hohe Preise durchsetzen und die Qualität niedrig halten. Monopolisten hassen Wettbewerb. So ist es auch zu erklären, dass Diebstahl verboten ist, denn der Staat hasst Konkurrenz.

Während nahezu allen Ökonomen der Ansicht sind, dass Monopole stets schlecht sind, sind nur ganz wenige der Ansicht, dass auch bei der Produktion von Sicherheit ein Monopol schlecht ist. Hoppe ist einer davon. Der Produzent von Sicherheit (Staat) müsste im Wettbewerb stehen. Schon heute gibt es private Sicherheitsdienstleister, dennoch ist das Gewaltmonopol noch immer beim Staat. Professor Hoppe bezeichnet mit seiner klaren Sprache den Staat als einen „rechtsbrechenden Rechtsschützer und enteignenden Eigentumsschützer“, der die Ausgaben für die Produktion von Sicherheit maximiert, den Output, die Sicherheit, jedoch minimiert.

Schlechte Monarchen werden entfernt, Gauner wiedergewählt

Hoppe bricht mit jeglichem bestehendem Denken. Er ist auch bekannt dafür, dass er die Demokratie in Frage stellt. Dass auch die Demokratie nicht die ideale Staatsform ist, zeigte er mit einem typischen Vergleich auf: Dem Vergleich der Demokratie mit der Monarchie. Dass die Monarchie einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz darstellt, dürfte klar sein. Alle sollen vor dem Gesetze gleich sein, waren es in einer Monarchie jedoch nie. Auf die Monarchie folgte die Demokratie, in der nun plötzlich jeder „König“ werden konnte.

Jedoch werden auch in einem demokratischen System die Bürger unterschiedlich behandelt, nicht zwingend mit persönlichen Privilegien, sondern vielmehr mit funktionellen Privilegien. Öffentliche Leute (Beamten) dürfen stehlen (Steuern), private nicht. „Bei einer Privatperson ist es Stehlen und Geben, beim Staat heißt es dann Sozialpolitik“, so Hoppe. Ohne Zweifel, der Staat ist sehr großzügig beim Geldausgeben – das wären wir auch, wenn wir fremdes Geld ausgeben dürften.

Ein weiteres Problem der Demokratie ist die Kurzfristigkeit. In einer Monarchie ist der König der Eigentümer des Bodens, in einer Demokratie ist der Politiker der temporäre Verwalter. In der Zeit der Legislatur, die meistens vier bis acht Jahre dauert, kann er als Nutznießer möglichst viel aus dem geliehenen Boden (Volk) rausholen. Wäre es sein Eigentum, würde er es nicht derart aussaugen. Die Bürger lassen dies in einer Demokratie zu, denn auch sie könnten einmal vom Sklaven zum Peitscher aufsteigen.

Zudem: Ein König wird per Zufall in die Königsfamilie hineingeboren. Ist er ein guter König, gibt es keine Probleme. Ist er ein schlechter König, wird er von seiner eigenen Familie „entfernt“. Denn diese wird nicht zulassen, dass die Dynastie zerbricht. Keine unsympathische Selektion. In einer Demokratie werden diejenigen Politiker gewählt, die dem Volk am meisten versprechen, am verschwenderischsten fremdes Geld ausgeben. Hoppe nennt dies den „Wettbewerb der Gauner“ und verdeutlicht: „Demokratie fördert die Bildung von üblen Charakteren, es kommen die rauf, die am übelsten sind.“

Nach dieser Einführung in seine konsequente Denkweise zeigte er die Grundzüge einer Privatrechtsgesellschaft auf. Ganz nach der Denkweise aller Wirtschaftswissenschafter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie gibt er zu verstehen, dass er sich niemals anmaßen würde zu wissen, wie eine solche Gesellschaft im Detail aussehen könnte. Er weiß jedoch, dass jegliche Staatsaufgaben von Privaten besser erledigt werden können.

Ausgehend von den oben aufgeführten Grundregeln bezüglich Eigentum zeigte er auf, dass Sicherheit von Privaten besser produziert werden kann. Auch die Rechtssprechung könne von im Wettbewerb stehenden Privaten besser erledigt werden. In einer Privatrechtsgesellschaft sind freiwillige Verträge der Kern der Sache, da kein staatlicher Zwang mehr vorhanden ist. „Der Staat ist ein vertragsloser Zustand – oder haben Sie jemals so etwas wie einen Gesellschaftsvertrag, der Sie zu all Ihren Bürgerpflichten zwingt, unterschrieben?“

Für Libertaristen gibt es so etwas wie einen Rousseau´schen Gesellschaftsvertrag nicht. Auch der „volonté générale“ kann nicht als Legitimation von Macht und Zwang gegenüber mündigen Individuen geltend gemacht werden.

Jeder gehört sich selbst, kollektive Machtausübung gegen den Willen des Individuums ist nicht tolerierbar. Oder denken Sie, dass irgendjemand besser weiß, was für Sie gut ist? Diese auf freiwilligen Verträgen basierende spontane Ordnung (vgl. auch Mises) wäre eine Alternative zum System „Staat“.

Wer zahlt ist sicher

Kein privatrechtlicher Sicherheitsdienstleister kann den Preis fixieren, jedoch keine Leistung garantieren. Niemand würde einen solchen Vertrag unterzeichnen. Der Staat hingegen bestimmt den Preis (Steuern), garantiert jedoch keine Leistung. Mehr noch: Wenn er mal Leistung von dem gestohlenen Geld zurückgibt, dann tut er das mit großem Gebrüll als Ausdruck des „Sozialstaates“.

In einer Privatrechtsgesellschaft würde die Leistung (Sicherheit) definiert werden. Der Preis pro Einheit Sicherheit würde zweifelsohne fallen. Es gäbe keine planwirtschaftliche Unter- oder Überproduktion von Sicherheit, da die Produzenten von Sicherheit im Wettbewerb untereinander stehen. Zudem ist Sicherheit ein Gut, welches mit anderen Gütern konkurriert, denn wenn Sie mehr Geld für Sicherheit ausgeben, haben Sie, unter Annahme von Knappheit hinsichtlich des Gutes „Geld“, weniger Geld für andere Güter übrig. Sie werden also entsprechend Ihren individuellen Präferenzen Sicherheit nachfragen, die einen mehr, die anderen weniger. So kriegt jeder soviel Sicherheit, wie er auch nachfragt und bezahlt nicht für nicht nachgefragte Sicherheit. Eine effiziente Allokation, gerechter geht es nicht.

Gäbe es auf die Produktion von Sicherheit kein staatliches Monopol, so gäbe es auch keine Beamten oder Polizisten, die mittels Ihrer Steuern fürs Nichtstun bezahlt werden. Im System „Staat“ muss ein Polizist keine Verbrecher jagen, denn er kann ja bequem Strafzettel verteilen, bis der Feierabend naht. Zudem werden im Staat die Opfer von Verbrechen nicht entschädigt, schlimmer noch, das Opfer (Bürger) bezahlt mit seinen Steuern ja noch die Unterbringung des Verbrechers.

Ein privatrechtlicher Anbieter von Sicherheit wäre im Gegensatz zum Staat an Prävention sehr interessiert, denn er muss im Schadensfalle bezahlen. Folglich würde er vorbeugende Maßnahmen zur Verbrechensverhütung unterstützen, ein Staat tut so etwas nicht. Er würde auch eher die Diebesbeute zurückführen, denn dann müsste er weniger Schadensersatz bezahlen.

Private Anbieter von Sicherheit wären sogar friedensfördernd, denn eine Privatperson würde keinen großangelegten Krieg gegen andere Völker führen, da sie selbst bezahlen müsste. Die Option von Steuereinnahmen und Geldausweitung über die Zentralbanken zur Kriegsfinanzierung gibt es nicht. Staaten sind viel aggressiver, da die Aggressoren die Kosten nicht selber tragen müssen; das Volk bezahlt die Kosten und die Bürger verlieren unfreiwillig ihren Kopf auf dem Schlachtfeld, nicht die Aggressoren.

Jedem seine Rechtsordnung

Hoppe befasst sich auch mit privaten Rechtssprechern. Diese könnten verschiedene Rechtsnormen anbieten, so könnten Muslime ihr Rechtssystem nachfragen, Juden ihre Rechtssprechung. Bei Konflikten zwischen den jeweiligen Rechten würden unabhängige Schlichtungen entstehen, die ebenfalls in Konkurrenz stehen. Eine universelle, internationale Rechtssprechung würde sich etablieren, richterliches Ermessen auf ein Minimum begrenzt. Wenn diese Schlichtungsstellen scheitern, würden sie in einem nächsten Fall nicht wiedergewählt und verschwinden vom Markt, diejenigen, die im Sinne der beiden Streitparteien schlichteten, werden am Markt bestehen können.
http://www.freitum.de/2012/11/privatrechtsgesellschaft-eine-skizze.html?spref=fb

Der Übergang vom Status quo zur Privatrechtsgesellschaft ist – ohne gewaltsame Ausschreitungen – nur zu schaffen, wenn zuvor einer großen Zahl von Menschen klar wird, dass der Staat kein einziges ihrer Probleme lösen kann, ohne damit zugleich eine Vielzahl neuer Probleme zu schaffen. Ludwig Mises sprach von einer „Interventionsspirale“:

Der Staat selbst ist das Problem! Je größer, desto drückender seine auf den Bürgern ruhende Last. Ein Rückbau des Staates – sowohl hinsichtlich seiner räumlichen Ausdehnung (10.000 Liechtensteins sind besser als eine EU), als auch in Bezug auf seine Regelungskompetenzen, ist anzustreben. Dazu bedarf es weder einer Revolution noch der Anwendung oder Androhung physischer Gewalt. Es reicht eine einzige Einsicht: Wenn wir den Staat nicht umbringen, wird der Staat uns umbringen…

Diese und andere, in erfrischender Weise gegen den Strich gebürstete Gedanken, finden sich in Hoppes im heurigen Jahr erschienen Buch „The Great Fiction“:
http://propertyandfreedom.org/hoppes-new-book-the-great-fiction/

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2012 11:54

    Volle Zustimmung.
    Ich versuche seit längerem komplett ohne Staat zu leben, mit anderen Worten ich zahle zwar Steuern, bekomme aber keinerlei Gegenleistung und will auch keine.
    Das klappt hervorragend, bis auf die wenigen Fälle wo man von dem Beamtenpack eine ‚Genehmigung’ braucht – für welche man natürlich noch einmal extra zahlt.

    Ein paar einfache Beispiele: Ich bin Privatpatient, daher kenne ich auch kaum Wartezeiten (gut für den Blutdruck). beim Arzt.
    Man hat einen Parkschaden am Auto. Wenn sich jemand meldet wird das untereinander ausgemacht, wenn nicht - ärgerlich. Die Polizei bringt nichts, die nehmen das höchstens missmutig auf (Blutdruck steigt) und erreichen sowieso nichts.
    Wenn mir jemand eine Rechnung nicht bezahlt gibt es die übliche Mahnerei, aber danach wird einfach nicht mehr geliefert – die hochnäsigen aber völlig ungebildeten Juristen bei Gericht (schlecht für den Blutdruck) braucht kein Mensch.
    Wenn es Ärger mit Nachbarn (usw) gibt, so wird dies ebenfalls ohne Gericht geregelt (gut für den Blutdruck).
    Ich halte mich absolut an die Strassenverkehrsordnung, seit über 10 Jahren weiß ich gar nicht mehr wie eine Strafe aussieht und habe daher keinerlei Kontakt zur Polizei oder sonstigen Behörden (gut für den Blutdruck).

    Würde dieser Verbrecherstaat morgen aufgelöst – für mich würde sich nicht viel ändern, Polizeidienste kann man sich mit den Nachbarn organisieren, Gerichtsdienste kann man als Laiengerichte organisieren, anstatt Gefängnisstrafen gibt es Geldstrafen oder Ausweisung, Ausweise kann man bei einer entsprechenden Druckerei selber ordern – wo braucht man hier ‚diesen’ Staat.
    Und jetzt der unhöfliche Teil:
    Allen anders Denkenden sei gesagt, ihr seid ein moralisch verkommenes Pack (entschuldigung, aber schöne Worte bringen nichts), welches sich unter Androhung von Waffengewalt mein Geld holt, mir die Zeit stiehlt, um das eigene faule und offentsichtlich unnütze (denn sonst würde man ja mein Geld nicht brauchen) Leben zu finanzieren.

  2. Ausgezeichneter KommentatorDerTurm
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2012 00:55

    Ich finde es irgendwie eigenwillig, dass sich hier "beim Unterberger" dermaßen viele Staats- und Demokratie-Gläubige finden...

  3. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2012 07:10

    Man kann nicht einerseits behaupten die Menschen wären grundsätzlich zu blöd, egozentrisch und/oder gierig für eine Demokratie, aber in einer Anarchie würden sie plötzlich höheren Werten folgen und die Versuchung auf Kosten anderer zu leben ignorieren.
    Ein privater Sicherheitsdienst muss Leistung garantieren, aber nur demjenigen, von dem er bezahlt wird. Gleiches ein privater Richter. Wenn Juden eine Rechtssprechung "nachfragen" und Muslime eine andere gibts keine Möglichkeit Rechtsstreitigkeiten zwischen Juden und Muslimen zu schlichten.

    Es ist die übliche Fiktion. Man stellt einen naturrechtlichen Grundsatz vor und behauptet, die Welt wäre ein besserer Ort wenn man rein danach lebt. Auf der Basis funktioniert der Kommunismus genauso wie Ihre traumhafte Anarchie.
    Nur leben die Menschen eben gerade nicht nach diesen Grundsätzen, und deswegen wird kein System funktionieren, dass sich nicht auch gegen jene durchsetzen kann die solche essentiellen Grundsätze nicht akzeptieren. Und das kann Ihr System schlicht und ergreifend nicht.

    Sie maßen sich an die Regeln zu bestimmen wie Eigentum erworben wird obwohl sie gleichzeitig ein Monopol auf Rechts(durch)setzung ablehnen. Damit kann Ihr schöner naturrechtlicher Eigentumsbegriff aber ganz schnell vom Markt verschwinden, wenn sich genug Kunden für einen privaten Richter finden, der in ihrem Sinne (z.B. "Eigentum ist Diebstahl") entscheidet und einen entsprechenden Sicherheitsdienst, der diese Ansicht gegen Übergriffe (Inbesitznahme im "Naturzustand" und daraus abgeleitete Ausschließliche Nutzung) verteidigt. Und nachdem es aus Ihrer Sicht ja unvermeidlich ist, dass die Leute demjenigen nachlaufen der ihnen derartige Vorteile verspricht (sonst könnte ja auch die Demokratie funktionieren) ist Ihr System damit schon tot.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2012 07:43

    "10.000 Liechtensteins sind besser als eine EU"

    Kein Wunder, dass die Blaublütler alle auf die Austrians schwören, die Fürsten und der Feudalismus würden fröhliche Urständ feiern.

    Sehr geehrter Herr Tögel, ein Freund von mir ist gerade dabei ein Buch über tausend Jahre Geschichte eines Bergbauerndorfes in Kärnten fertigzustellen. Der Grad der Ausbeutung, die Steuerlast, die Ungerechtigkeit war, zumindest an diesem Beispiel ersichtlich, im Feudalismus eindeutig noch höher als in unserer Gegenwart. 50% der Ernte war abzuliefern plus Erbschaftssteuer plus Frondienst etc. Aber wir können dann ja allemal um einen gnädigen Fürsten beten.

    Und was den für die erdrückende Steuerlast im Feudalsystem versprochenen Schutz anbelangt, lassen sich in Kärnten auch schöne Beispiele finden. In Zeiten der Türkeneinfälle ist es nicht so selten vorgekommen, dass sich die Rittersleut auf die Burgen und Schlösser zurückgezogen haben und die Bauern den Aggressoren geopfert wurden. Ein Schachspiel eben!

    Der Staat, die Negation der Räuberhöhle (Jean Bodin) ist nicht nur im Begriff am sozialistischen Bürokratismus zu verrecken, sondern ebensosehr an den hemmungslosen Parolen der liberalen Propagandameute der Plutokratie. Der Washington Consensus hat zwar die weltweite intellektuelle Heegemonie des Neoliberalismus mit sich gebracht, gleichzeitig mit der kulturellen Hegemonie des Neomarxismus, aber, diese Welt beginnt nun auch zu brennen. Siehe zB AU in seinem heutigen Beitrag.

    Die großen geistigen Leistungen Europas der Neuzeit, die Kulturnation und der rationale, okzidentale Staat sind im Begriffe ganz zu verschwinden. Die Aufklärung in der Gestalt von Liberalismus und Sozialismus führt uns geradewegs in die Barbarei.

    Die einzige Alternative lautet: Zurück zu den wahren Quellen der Freiheit!

  5. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2012 00:27

    @S.B.

    "Zudem werden im Staat die Opfer von Verbrechen nicht entschädigt, schlimmer noch, das Opfer (Bürger) bezahlt mit seinen Steuern ja noch die Unterbringung des Verbrechers.

    Es kommt noch schlimmer, die Opfer müssen nicht nur die Unterbringung des Verbrechers mit ihren Steuern bezahlen, sondern sogar noch Haftentschädigungen in Summen, von denen Opfer nur träumen dürfen.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article111657699/Sextaeter-bekommen-240-000-Euro-Entschaedigung.html

    Wen wundert es angesichts solcher Fakten, daß niemand mehr Vertrauen in einen solchen Rechtsstaat hat und die Demokratie zum Scheitern verurteilt ist!

  6. Ausgezeichneter KommentatorGähn
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2012 13:01

    Ja, fast im Wochenendrhythmus kommt die immer gleiche Predigt des Herrn Tögel. Anstatt sich mit den Widersprüchen auseinanderzusetzen wird immer werden immer und immer wieder die selben Glaubenssätze (und um mehr handelt es sich bei den meisten Annahmen nicht) nachgebetet.

    Alleine die anarchokapitalistische Anfangsverteilung von Land und Vermögen konnte noch niemand schlüssig erklären. Ebenso wenig interessieren sich Hoppe und Co. für die praktischen Konsequenzen von verschiedenen Rechtssystemen und die unregulierte Konkurrenz von Sicherheitsanbietern. Das wird von Angebot und Nachfrage schon super geregelt - ist so, 1. Glaubenssatz, vielleicht wird er ja mal in Stein graviert. Die Tatsache, dass es schon solche quasi Privatrechtsgesellschaften gibt (die nur mäßig gut funktionieren) wird ignoriert. Wenn es an die Empirie herrscht pure Blindheit vor, die paar Beispiele wo soetwas ansatzweise funktioniert hat sind die Beweise, Falsifikation ist nicht vorgesehen.

    Aber man hat ja noch seinen 45er wie Herr Tögel so schön schreibt, blöd nur wenn der nächste Privatrechtler einen Truck mit bezahlten Junkies und Maschinengewehr hat (siehe afrikanische Privatrechtsgesellschaften), aber immerhin ist damit dem Markt genüge getan, möge der besser Bewaffnete gewinnen. Den Herrn Hoppe würde ich auch gerne mal in so einer Privatrechtsgesellschaft sehen, wenn ihn nicht die anarchistische Gründergruppe als Chefprediger erhält dürfte er wohl ziemlich verloren sein.

    Gut solche Gedankenspiele sind ja durchaus interessant, aber jede Woche den selben alten Kram vorbeten?

  7. Ausgezeichneter KommentatorxRatio
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2012 21:06

    @ Andreas Tögel 03. Dezember 2012 13:16

    "Das ändert aber nichts an meiner Überzeugung, daß jede Form der initiierten Gewaltanwendung ein Übel ist - umso mehr, wenn sie durch einen übermächtigen Monopolisten erfolgt."

    Wieder nur Ablenkungsmanöver des Suppenkaspars und Rattenfängers, der sich mit zusammenhanglosem Geschwätz aus der Affäre ziehen will.

    Herr Tögel, hören Sie gefälligst endlich auf damit !!!

    Es geht beim hier diskutierten (staatlichen) Gewaltmonopol nicht um die "Initiierung" von Gewalt, sondern um die

    ABWEHR !!!!

    rechtswidriger, gegen Person und Eigentum gerichteter Gewalt.
    Schon mal von Notwehr/Nothilfe gehört??

    Zur Abwehr von Angriffen ist Gewalt sehr wohl erforderlich, dazu ist ein Staat da und dazu ist er (leider!!) absolut unverzichtbar, wie hier bereits im allerersten Kommentar

    --- Markus Theiner 29. November 2012 07:10 ---

    klar, schlüssig und von Ihnen absolut unwiderlegt und unwiderlegbar gezeigt wurde. Nochmals fordere ich Sie auf, Ihre Leser nicht für schwachsinnig oder geisteskrank zu halten.

    Sie schütten das Kind mit dem Bade aus. Sie diskreditieren den Liberalimus indem Sie ihn mit Ihrem lächerlich kindischen Anarchismus ad absurdum führen.

    Pfui Deibel!!

    xRatio

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGähn
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2012 13:01

    Ja, fast im Wochenendrhythmus kommt die immer gleiche Predigt des Herrn Tögel. Anstatt sich mit den Widersprüchen auseinanderzusetzen wird immer werden immer und immer wieder die selben Glaubenssätze (und um mehr handelt es sich bei den meisten Annahmen nicht) nachgebetet.

    Alleine die anarchokapitalistische Anfangsverteilung von Land und Vermögen konnte noch niemand schlüssig erklären. Ebenso wenig interessieren sich Hoppe und Co. für die praktischen Konsequenzen von verschiedenen Rechtssystemen und die unregulierte Konkurrenz von Sicherheitsanbietern. Das wird von Angebot und Nachfrage schon super geregelt - ist so, 1. Glaubenssatz, vielleicht wird er ja mal in Stein graviert. Die Tatsache, dass es schon solche quasi Privatrechtsgesellschaften gibt (die nur mäßig gut funktionieren) wird ignoriert. Wenn es an die Empirie herrscht pure Blindheit vor, die paar Beispiele wo soetwas ansatzweise funktioniert hat sind die Beweise, Falsifikation ist nicht vorgesehen.

    Aber man hat ja noch seinen 45er wie Herr Tögel so schön schreibt, blöd nur wenn der nächste Privatrechtler einen Truck mit bezahlten Junkies und Maschinengewehr hat (siehe afrikanische Privatrechtsgesellschaften), aber immerhin ist damit dem Markt genüge getan, möge der besser Bewaffnete gewinnen. Den Herrn Hoppe würde ich auch gerne mal in so einer Privatrechtsgesellschaft sehen, wenn ihn nicht die anarchistische Gründergruppe als Chefprediger erhält dürfte er wohl ziemlich verloren sein.

    Gut solche Gedankenspiele sind ja durchaus interessant, aber jede Woche den selben alten Kram vorbeten?


alle Kommentare

  1. Johnetta (kein Partner)
  2. Coralie (kein Partner)
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  8. Oat (kein Partner)
    19. Januar 2015 11:35

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  9. Erich Bauer
    05. Dezember 2012 14:06

    Auf diesem geistigen Mount Everest angekommen, verschmelzen "Liberalismus" und Marxismus in vollkommener Eintracht zum "Neuen Menschen"... The Great Fiction. Das ist wirklich "großes Kino"...

  10. xRatio (kein Partner)
    04. Dezember 2012 21:20

    Immerhin hat diese Diskussion zur Kreation eines neuen Begriffs geführt:

    Dummliberalismus.

    © xRatio :-)))))

  11. xRatio (kein Partner)
    04. Dezember 2012 21:06

    @ Andreas Tögel 03. Dezember 2012 13:16

    "Das ändert aber nichts an meiner Überzeugung, daß jede Form der initiierten Gewaltanwendung ein Übel ist - umso mehr, wenn sie durch einen übermächtigen Monopolisten erfolgt."

    Wieder nur Ablenkungsmanöver des Suppenkaspars und Rattenfängers, der sich mit zusammenhanglosem Geschwätz aus der Affäre ziehen will.

    Herr Tögel, hören Sie gefälligst endlich auf damit !!!

    Es geht beim hier diskutierten (staatlichen) Gewaltmonopol nicht um die "Initiierung" von Gewalt, sondern um die

    ABWEHR !!!!

    rechtswidriger, gegen Person und Eigentum gerichteter Gewalt.
    Schon mal von Notwehr/Nothilfe gehört??

    Zur Abwehr von Angriffen ist Gewalt sehr wohl erforderlich, dazu ist ein Staat da und dazu ist er (leider!!) absolut unverzichtbar, wie hier bereits im allerersten Kommentar

    --- Markus Theiner 29. November 2012 07:10 ---

    klar, schlüssig und von Ihnen absolut unwiderlegt und unwiderlegbar gezeigt wurde. Nochmals fordere ich Sie auf, Ihre Leser nicht für schwachsinnig oder geisteskrank zu halten.

    Sie schütten das Kind mit dem Bade aus. Sie diskreditieren den Liberalimus indem Sie ihn mit Ihrem lächerlich kindischen Anarchismus ad absurdum führen.

    Pfui Deibel!!

    xRatio

  12. F. V. (kein Partner)
    02. Dezember 2012 15:08

    Ich habe selten so viel Unsinn wie den von Tögel fabrizierten gelesen.

    Von seinen 5 Bestimmungsstücken der Freiheit sind die beiden ersten so banal wie lächerlich. – Es regnet, weil es regnet! ist deren Aussage. Und jene: „ ...Diese Art der Eigentumsbegründung ist heute – ehe es zu einer Besiedelung des Mondes oder fremder Planeten kommt - nicht mehr von Bedeutung, Anm.“ wahrlich weltbewegend und von eminenter Bedeutung.

    Der 3. Satz – typisch für den atomistischen Liberalismus, aber auch nicht unähnlich der Marx´schen Theorie, daß nur die „Arbeit“ des Proletariers etwas zur Erzeugung eines/r Produktes/Dienstleistung beiträgt – sieht völlig davon ab, daß es dafür in erster Linie zahllose Vorleistungen der Gemeinschaft (des Staates) geben muß, daß überhaupt etwas erzeugt werden kann. Spann nennt das Kapital zweiter Ordnung.

    Pkt 4: wie Pkt 1 ist von ähnlicher Tiefe wie 1 = 1.

    Und der letzte Pkt lautet doch „korrekt“: „Eigentum ist Diebstahl!“

    Im Grunde ärgere ich mich über mich selbst, diesem Schwachsinn überhaupt Beachtung geschenkt zu haben. Nicht einmal ignorieren wäre angemessen. Zu meiner Entschuldigung: ich hab´s nicht zu Ende gelesen.

  13. RR Prof. Reinhard Horner
    01. Dezember 2012 02:30

    reinhard.horner@chello.at

    Nullität (Perversität, Verkommenheit) der politischen Bildung!
    Plädoyer der Staatsunfähigkeit, der gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Unfähigkeit sowie der wirtschaftlichen Minderfähigkeit!
    Wegbereitung zum gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Autismus!
    Aufruf an die Steuerhinterzieher, an die Steuerverbrecher aller Art!

    Wir dürfen Herrn Tögel neuerlich dafür danken, dass er uns zeigt, wo überall ein „Wettbewerb der Gauner“, eine Förderung der „Bildung von üblen Charakteren“ stattfindet, damit die raufkommen, „die am übelsten sind“. Er bringt uns reichlich Leute zur Kenntnis, die das als Gauner selbst tun, es aber als Alibi für ihr Handeln dem Staat und den Demokraten anlasten möchten.

    So bekommen wir sie immer wieder vorgeführt und vermutlich auch vorgelebt:
    Die Dauerspekulation auf Baisse!
    Die dunkle Malerei der Gegenwart!
    Die düsteren Gesänge gegen die Zuversicht!
    Die Zeitreise in die Vergangenheit!
    Unschwer durchschaubare Realitätsverweigerungen oder -verfälschungen!
    Den Ruf nach Zukunftsbewältigung mit dem Werkzeug der Vergangenheit!
    Die Propaganda zur Flucht aus den gemeinschaftlichen Aufgaben und Verantwortungen!
    Anleitungen zur Staats- und Demokratievernichtung!
    Den ansteckenden Untergangsmasochismus!

    Die Gesellschaft, die Politik, die Kultur und die Wirtschaft sind mit dem demokratisch verfassten Staat groß geworden. Was brauchen wir uns noch anzustrengen? Zerstörung ist ein leichtes (Pyramiden-)Spiel.

    Die propagierte gesellschaftliche, politische, kulturelle und wirtschaftliche „Hohlwelttheorie“ ist mit ihren Behauptungen und Forderungen in ihren ständigen, oft läppischen Widersprüchen eigentlich eine fortgesetzte Lachnummer. Im Fall dieser Hoppe-Rezeption tritt das besonders eindringlich zutage.

    Ist es richtig, nur zwischen Leistungsträgern und leistungslosen Empfängern (z. B. auch Polizisten und Beamten als fürs Nichtstun bezahlte Leute) zu unterscheiden? Mit welchen Absichten wird das so vorgenommen?

    Schauen wir nach dem Reichtum, woher er kommt:
    + aus realen Leistungen
    + aus Subventionen
    + aus Finanzprofiten
    + aus Erbschaften, Schenkungen
    + aus Delikten

    – und wofür er Verwendung findet:
    * zur Wertschöpfung in Realinvestitionen
    * wo er in der Realwirtschaft keine Anlagemöglichkeiten mehr findet oder aus besonderer Gier, dann halt in Unterbringungen in Finanzinvestitionen zur Profitschöpfung, zur Vermehrung der Vermögensmittel, vor allem der Geldmittel
    * in Sozial- und in Kulturinvestitionen
    * im Luxusgebrauch bis ins Übermäßige, ins Maßlose
    * zur Erlangung von Macht, von Vorrang

    Gibt es Systemfehler zu überwinden?
    * Damit nicht auf den Erfolg im Konkurrenzkampf mit allen Mitteln gebaut wird und die Leistungsgerechtheit nicht auf der Strecke bleibt.
    * Damit das quantitative Wachstum nicht über alles geht und das qualitative Wachstum nicht der Vernachlässigung anheimfällt.
    * Damit das Wirtschaften nicht zur höchsten Macht aufgebläht wird, der Mensch nicht auf einen Wirtschaftsfaktor reduziert wird, sein gesamtes Lernen und seine Lebensführung nicht dementsprechend funktionalisiert wird, somit keine Entpersönlichung und keine Entkultivierung stattfindet.
    * Damit nicht rücksichtslose Ausbeutung der Ressourcen Platz greift.
    * Damit nicht gigantische und noch wachsende Schulden und exorbitante Profite dem mittelständischen bedeutenderen Teil der Bürgerschaft aufgelastet werden.
    * Damit nicht die Eindämmung der Erfolge, offensichtlich auch der Bevölkerungsvermehrung durch Not zumindest billigend in Kauf genommen wird.
    * Etc.

  14. Gähn (kein Partner)
    30. November 2012 13:01

    Ja, fast im Wochenendrhythmus kommt die immer gleiche Predigt des Herrn Tögel. Anstatt sich mit den Widersprüchen auseinanderzusetzen wird immer werden immer und immer wieder die selben Glaubenssätze (und um mehr handelt es sich bei den meisten Annahmen nicht) nachgebetet.

    Alleine die anarchokapitalistische Anfangsverteilung von Land und Vermögen konnte noch niemand schlüssig erklären. Ebenso wenig interessieren sich Hoppe und Co. für die praktischen Konsequenzen von verschiedenen Rechtssystemen und die unregulierte Konkurrenz von Sicherheitsanbietern. Das wird von Angebot und Nachfrage schon super geregelt - ist so, 1. Glaubenssatz, vielleicht wird er ja mal in Stein graviert. Die Tatsache, dass es schon solche quasi Privatrechtsgesellschaften gibt (die nur mäßig gut funktionieren) wird ignoriert. Wenn es an die Empirie herrscht pure Blindheit vor, die paar Beispiele wo soetwas ansatzweise funktioniert hat sind die Beweise, Falsifikation ist nicht vorgesehen.

    Aber man hat ja noch seinen 45er wie Herr Tögel so schön schreibt, blöd nur wenn der nächste Privatrechtler einen Truck mit bezahlten Junkies und Maschinengewehr hat (siehe afrikanische Privatrechtsgesellschaften), aber immerhin ist damit dem Markt genüge getan, möge der besser Bewaffnete gewinnen. Den Herrn Hoppe würde ich auch gerne mal in so einer Privatrechtsgesellschaft sehen, wenn ihn nicht die anarchistische Gründergruppe als Chefprediger erhält dürfte er wohl ziemlich verloren sein.

    Gut solche Gedankenspiele sind ja durchaus interessant, aber jede Woche den selben alten Kram vorbeten?

    • Andreas Tögel
      01. Dezember 2012 09:11

      Tut mir leid, daß ich Sie mit meinen "Predigten" langweile. Daß die Wohlfahrtststaaten rund um den Globus derzeit im Begriff sind, kollektiv gegen die Wand zu fahren und nur noch durch das Mittel der Konkursverschleppung am Leben erhalten werden, stört Sie nicht? Daß nur ein massiver Rückbau des allsorgenden Vollkasko-Governantenstaates den drohenden Kollaps (mit unabsehbaren, bis hin zu blutigen Verteilungskriegen reichenden Folgen) verhindern wird können (falls es nicht eh längst schon zu spät ist), das läßt Sie kalt?

      Was Sie "anarchokapitalistische Anfangsverteilung" nennen, weiß ich nicht. Daß das Phänomen Eigentum an bestimmte Voraussetzungen seines Erwerbs gebunden ist, scheint mir indessen logisch. Wenn es in dieser Frage keine dauerhaft verläßlichen Regeln gibt, der Staat sich also anmaßt, im Wochentakt die Regeln des laufenden Spiels zu ändern (stets zu seinem Gunsten, versteht sich), dann wird das längerfrsitig verheerende Folgen haben - und die sind ja gerade heute bereits unübersehbar.

      Daß gerade in einer derart prekären Lage ausgerechnet deren Kritiker scharf kritisiert werden (als ob die vor der Malaise nicht seit geraumer Zeit gewarnt hätten), ist fast schon wieder komisch...

      Wenn Sie zu den Auserwählten gehören, denen staatliche Sicherheitproduzenten jemals genutzt haben, dann gratuliere ich Ihnen dazu. Ich selbst hatte da etwas weniger Glück. Sooft ich noch Opfer krimineller Machenschaften wurde, waren es am Ende nicht die in einer Weise unfähigen Polizisten, neben denen selbst Inspektor Schrammel, der Gehilfe des legendären Major Kottan, noch wie Sherlock Holmes erschienen wäre, sondern privat engagierte Detektive, bzw. Versicherungsunternehmen, die mir geholfen haben. Der mit Steuermitteln bezahlte Polizist kriegt sein Geld ja so und so - warum also sollte der seinen Hintern zu Ihrem Gunsten bewegen?

      Ihr (offenbar aus Somalia entlehntes) Beispiel mit den Junkies ist zu schräg, um näher darauf einzugehen. Failed states sind deshalb failed states, weil dort zu keiner Zeit jemals Zivilisation unseren Zuschnitts existiert hat. Ob es da einen Staat gibt oder nicht, spielt daher nicht die gringste Rolle. Es braucht einfach Zeit, um aus der Barbarei herauszufinden - in manchen "Kulturen" (soviel politische Unkorrektheit muß sein!) wird das vermutlich nie passieren...

      Was die Frequenz von derlei "Gedankenspielen" angeht: In den Hauptstrommedien lesen, hören oder sehen Sie davon exakt gar nix. Da dominiert 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich, der etatistische Einheitsbrei. Sollte unter diesen Umständen eine so geringe Dosis von "thinking outside the box" tatsächlich nicht zu verkraften (oder einfach zu ignorieren) sein ;-)?

      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • dssm
      01. Dezember 2012 12:03

      Sehr geehrter Herr Tögel.
      So richtig und gut Ihre Replik ist, aus zwei Gründen ist dies vergebliche Liebesmüh.

      Einmal ist ‚Gähn’ kein Abonnent. Er kann sich also so wenig mit der, meiner Meinung nach sehr guten, Arbeit des Herrn AU identifizieren, dass er auf eine Mitgliedschaft verzichtet.
      Daher nehme ich die Wortmeldungen solcher Leute nicht besonders ernst, schon alleine deshalb, weil dieser Blog zahlende Mitglieder braucht um am Leben zu bleiben.

      Zum Zweiten hat ein Mitblogger (DerTurm) völlig richtig festgestellt, dass sich hier eine Menge staatsgläubiger herumtreiben. Während Ihr Beitrag Fakten aufzählt oder bekannte Denker zitiert, sind die Wortmeldungen der Staatsgläubigen nach dem Motte: Was nicht sein darf, kann nicht sein; daher: Denken Verboten! Eine Diskussion ist so nicht möglich.

      Stellen Sie sich vor, was aus all den Beamten, staatsnah Beschäftigten, staatsnahen Freiberuflern und Akademikern der Orchideenfächer wird, wenn diese Gesellschaft wirklich in ‚unsere’ Richtung driftet. Sie werden zugeben müssen, für diese Menschen ein Horror.
      Da Sie Kaufmann sind, fürchten Sie keine persönliche Haftung, Sie vertrauen in Ihre Kraft und Ihr Können, die eben Beschriebenen haben sich bisher feige hinter Befehlen und Anweisungen versteckt, sind ‚vollkaskoversichert’ durch das Leben gegangen, die haben Angst vor ‚unserer’ Zukunft.

    • xRatio (kein Partner)
      01. Dezember 2012 12:18

      ad @ Andreas Tögel 01. Dezember 2012 09:11

      Wieder und wieder labert der Suppenkaspar um die ihm nun auch hier schon mehrfach klar und wohlbegründet aufgetischte Unverzichtbarkeit eines Gewaltmonopols herum.

      "Nein, nein, nein, meine Suppe mag ich nicht, meine Suppe ess ich nicht!!"

      Für wie blöd hält Andreas Guck-in-die-Luft seine Leser eigentlich??

      Tief betroffen und ein Stück weit traurig, daß selbst halbwegs gescheite Leute richtige, nämlich liberale Ideen derart ad absurdum führen.

      Grotesk, obendrein so zu tun, als sei der Dummliberalismus die Ansicht auch eines Ludwig von Mises gewesen.
      Mises hat sich vom Schwachsinn der Dummliberalen mehrfach nachdrücklichst distanziert!

      xRatio

    • Gähn (kein Partner)
      03. Dezember 2012 09:24

      Daß die Wohlfahrtststaaten rund um den Globus derzeit im Begriff sind, kollektiv gegen die Wand zu fahren und nur noch durch das Mittel der Konkursverschleppung am Leben erhalten werden, stört Sie nicht?

      Soll das jetzt ein Argument sein? Natürlich stört mich das, nur führt mich diese Störung im Denken genausowenig zum Anarchokapitalismus wie mich ein Hirntumor zum Abhacken meines Kopfes führen würde.

      Was Sie "anarchokapitalistische Anfangsverteilung" nennen, weiß ich nicht. Daß das Phänomen Eigentum an bestimmte Voraussetzungen seines Erwerbs gebunden ist, scheint mir indessen logisch.

      Das haben sie schon an anderer Stelle diskutiert. Bis auf "wir geben Anteile von ehemaligen Staatsbetrieben an alle Bürger heraus" ist da nichts vernünftiges gekommen. Was mit Eigentum das mehr oder weniger durch staatliche Begünstigungen erworben wurde geschieht, bleibt im Dunkeln. Beispiele gibt es haufenweise, kirchliches Vermögen unterschiedlicher Formen, Profite aus Staatsaufträgen, Vermögen das durch politische Tätigkeiten erworben wurde usw.

      Wir leben nicht mehr im Wilden Wesen wo wir an neuem Land einfach Eigentum erwerben können, abgesehen davon, dass da damals schon eine federbeschmückte Gruppe Eigentum hatte und gnadenlos und gewaltsam enteignet wurde, leider hatten sie keinen privaten Sicherheitsdienstleister und auch zu wenig Feuerkraft. Auf solche durchaus nicht ganz irrelevante Einwände kommt dann das Floskelwerk das den Utopisten aller Lager auf der Zunge liegt - man muss halt mal anfangen.

      Ihr (offenbar aus Somalia entlehntes) Beispiel mit den Junkies ist zu schräg, um näher darauf einzugehen. Failed states sind deshalb failed states, weil dort zu keiner Zeit jemals Zivilisation unseren Zuschnitts existiert hat.

      Da machen Sie es sich nun wirklich sehr einfach, das ist nicht schräg sondern Realität. Aber sie müssen ja nicht mal zu den Kulturen sehen deren Zivilisationsmöglichkeiten Sie ernsthaft bezweifeln. Sehr interessant ist aber, dass sie die Rolle die der Staat (in unterschiedlichen Ausprägungen) an den "Zivilisationen unseren Zuschnitts" hatte ganz einfach übersehen.

      Wie auch immer, so weit muss man nicht blicken, Ansätze von herber Bandenkriminalität gibt es auch direkt vor der Haustüre, das sind dann vielleicht schon die Sicherheitsdienstleister von morgen, in manchen Gegenden versuchen sie ja heute schon für Schutz zu sorgen...

    • Andreas Tögel
      03. Dezember 2012 10:52

      Wohin sollte die Erkenntnis, daß Staaten - insbesondere demokratisch verfasste Staaten - unaufhörlich zu wachsen pflegen (und die Freiheit ihrer Insassen demgemäß immer weiter einschränken) führen - außer zu dem Schluß, daß das Konzept des Machtmonopolisten fehlerhaft ist? Wie weit aber ist es von diesem Schluß noch, bis zur Idee, es mit konkurrierenden Sicherheits- und Rechtsagenturen zu versuchen?

      M. E. ist es notwendig, sich mit der Frage des rechtmäßigen Eigentumserwerbs grundlegend auseinanderzusetzen. Hat man das getan, wird man auch rasch zum Ergebnis finden, daß über Prärien streifende Wilde keineswegs Eigentum an der Scholle über die sie gehen, erwerben. Schlag nach bei Locke: Dazu bedarf es nämlich einer Bearbeitung - einer "Vermischung" der beanspruchten Sache mit Arbeit (das, was im von mir gebrachten Beitragszitat als "Entnahme aus naturbelassenem Zustand" bezeichnet wird). Der Wilde erwirbt zwar Eigentum am von ihm erlegten Büffel (den er damit "der Natur entnimmt"), aber nicht am Boden, über den das Tier zieht...

      Die bloße Behauptung, daß etwas irgendjemandem gehört, reicht also nicht aus. Ein Nomade kann (wenn er den Boden, auf dem das von ihm gejagte Wild sich bewegt, nicht bearbeitet) kein Grundeigentum begründen. Das Land urbar machende Ackerbauern dagegen schon. Nur am Rande sei erwähnt, daß auf Basis dieses Denkansatzes, der US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Theodore Roosevelt einst die Vertreibung der Indianer durch den Weißen Mann gerechtfertigt hat ...

      Die Rückführung von staatlich usurpiertem Eigentum an Private ist zweifellos ein in vielen Fällen kompliziertes Unterfangen. Unmöglich ist es aber sicher nicht. Daß (wie z. B. in den Nachfolgestaaten der UdSSR) bei der Reprivatisierung schwere Fehler begangen werden können, heißt nicht, daß es deshalb ganz prinzipiell undenkbar wäre. Übrigens behaupte ich nicht, daß ich im Besitz einer Zauberformel dafür wäre. HHH´s Erklärung, wie das z. B. mit Straßen funktionieren soll, habe ich bis heute nicht begriffen...

      Daß es "failed states" nicht in Europa, oder in von Europäern maßgeblich zivilisierten Gegenden, sondern eben z. B. am Horn von Afrika gibt, sagt m. E. schon einiges aus.

      Daß (das bis 1871 als kleinräumiger Fleckerlteppich organiserte) Deutschland heute weit besser dasteht, als das zentralistische Frankreich, und die bis heute kleinräumig verfaßte Schweiz wiederum besser als Deutschland, besagt gar nichts? Die "hausinterne Konkurrenz" der Schweizer Kantone ist es doch, die Wohlstand und Frieden befördert, nicht die größenwahnsinnige Fixierung auf ein riesiges Imperium...

      Würde - als erster Schritt - nicht die Bildung immer größerer Einheiten, sondern die Besinnung auf die Vorteile kleinräumiger Strukturen Raum gewinnen, wäre es zur Frage, wozu der Staat am Ende überhaupt noch gut sein soll, nicht mehr allzu weit.
      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • Gähn (kein Partner)
      03. Dezember 2012 11:53

      Nun diese über die Prärie streifenden Wilden konnten ihr Eigentum an Büffeln allerdings nicht mehr begründen nachdem ihr Land "rechtmäßig" ins Eigentum der Neoamerikaner überführt wurde. Aber gut, im Endeffekt kein gutes System für Nomaden, seis drum, von ihnen gibt es ohnehin nicht mehr viele, vielleicht billigen ihnen die Privatrechtler ja auch noch ihre Reservate zu.

      Die Vermischung der Sache mit Arbeit ist ja eine wohlklingende Theorie nur wie soll das in der Praxis aussehen? 1.) Gibt es hier kaum mehr Land das so wunderbar zur freien Verfügung steht. Wir wissen auch nicht wirklich wie man das mehr oder weniger staatlich usurpierte Eigentum verteilen könnte. Undenkbar ist es nicht, denken kann man viel vom Anarchokapitalismus bis zur Diktatur des Proletariats.

      2.) Stellt sich die Frage welche Menge von Arbeit man überhaupt vermischen muss um "rechtmäßig" Eigentum zu erwerben. Reicht es wenn ich das Land eine Saison umackere und etwas anpflanze? 2 Saisonen? Von der Wiege bis zur Bahre? Wie ernsthaft muss ich das betreiben? Wer vermag darüber zu richten wieviel Platz meine Landwirtschaft oder Industrie braucht? Kann ich mir ein paar Hektar umzäunen um meine Scharfschützengewehre zu testen? Kann ich rund um meine Goldmine das Land weitläufig mit Chemikalien unbrauchbar machen? Was passiert wenn ich das Land nicht mehr bewirtschaften kann? Wie sieht es mit Wegerechten aus? Wie geht man mit Bodenschätzen um? usw. usw.

      Die kleinräumige Organisation befürworte ich ja durchaus, nur hat auch in der kleinräumigen Schweiz der Staat diverse Monopolstellungen. Ich habe nie für große Imperien argumentiert sondern gegen die naiven Vorstellungen des Anarchokapitalismus.

      Bezüglich der Andeutungen zu den failed states und ihren Bewohnern würde ich mich mit der Geschichte dieser Länder auseinandersetzen, mit einfachen Andeutungen hinsichtlich der Minderwertigkeit der Bewohner ist da nämlich nicht viel erklärt.

    • Andreas Tögel
      03. Dezember 2012 13:16

      Je länger wir streiten, desto weiter kommen wir zusammen, wie mir scheint ;-). Ich finde es wichtig, zunächst einmal ein Prinzip als richtig und sinnvoll zu erkennen.
      Daß das Locke´sche Prinzip des Eigentumserwerbs einiger (von Ihnen angesprochener) Verfeinerungen bedarf, bestreite ich nicht. Ich kann Ihre diesbezüglichen Fragen allerdings nicht aus dem Stegreif beantworten.

      Sie wenden zu Recht ein, daß die von Locke beschriebene Art des Eigentumserwerbs heute faktisch bedeutungslos geworden ist. Ich habe dem versucht, Rechnung zu tragen, indem ich in meinem Artikel auf die künftige "Besiedelung des Mondes" hingewiesen habe...

      Befindet sich alle "Natur" erst einmal in Privathand, kommen als legale Formen von Eigentumserwerb und -Übertragung nur noch Produktion, Tausch und Schenkung in Frage. Alles andere ist Raub oder Diebstahl.

      Die Extreme lauten "voll entwickelter Sozialismus (mit 100% Staatsquote und ausschließlichem Gemeineigentum) einerseits und reine Privatrechtsgesellschaft (mit 100% Privateigentum und Null Staat). Wir befinden uns gegenwärtig eindeutig näher beim Sozialismus als in einer Privarechtsgesellschaft. Glauben Sie mir, an dem Tag, an dem ich weniger als ein Drittel der Früchte meiner Arbeit an den Leviathan abzutreten genötigt werde und mich nicht mehr täglich davor fürchten muß, Opfer eines neuerlichen fiskalischen Anschlags auf mein Vermögen zu werden, zünde ich die größte Kerze aller Zeiten an....so bescheiden (und pragmatisch) bin ich mittlerweile geworden.

      Das ändert aber nichts an meiner Überzeugung, daß jede Form der initiierten Gewaltanwendung ein Übel ist - umso mehr, wenn sie durch einen übermächtigen Monopolisten erfolgt.
      Mit feundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • xRatio (kein Partner)
      04. Dezember 2012 21:12

      @ Andreas Tögel 03. Dezember 2012 13:16

      "Das ändert aber nichts an meiner Überzeugung, daß jede Form der initiierten Gewaltanwendung ein Übel ist - umso mehr, wenn sie durch einen übermächtigen Monopolisten erfolgt."

      Wieder nur Ablenkungsmanöver eines Suppenkaspars und Rattenfängers, der sich mit zusammenhanglosem Geschwätz aus der Affäre ziehen will.
      Herr Tögel, hören Sie gefälligst endlich auf damit !!!

      Es geht beim hier diskutierten (staatlichen) Gewaltmonopol nicht um die "Initiierung" von Gewalt, sondern um die

      ABWEHR !!!!

      rechtswidriger, gegen Person und Eigentum gerichteter Gewalt.
      Schon mal von Notwehr/Nothilfe gehört??

      Zur Abwehr von Angriffen ist Gewalt sehr wohl erforderlich, dazu ist ein Staat da und dazu ist er (leider!!) absolut unverzichtbar, wie hier bereits im allerersten Kommentar

      --- Markus Theiner 29. November 2012 07:10 ---

      klar, schlüssig und von Ihnen absolut unwiderlegt und unwiderlegbar gezeigt wurde.
      Nochmals fordere ich Sie auf, Ihre Leser nicht für schwachsinnig oder geisteskrank zu halten.

      Sie schütten das Kind mit dem Bade aus. Sie diskreditieren den Liberalimus indem Sie ihn mit Ihrem lächerlich kindischen Anarchismus ad absurdum führen.

      Pfui Deibel!!

      xRatio

  15. DerTurm
    30. November 2012 00:55

    Ich finde es irgendwie eigenwillig, dass sich hier "beim Unterberger" dermaßen viele Staats- und Demokratie-Gläubige finden...

    • dssm
      30. November 2012 20:47

      Wie recht Sie doch haben.
      Dazu habe ich den Eindruck, diese werten 'Mitblogger' sind alle keine Abonnenten und sie treiben sich gerne bei den Gastkommentaren herum, hier werden nämlich langfristige Denkansätze vorgestellt und diskutiert.

  16. S.B.
    30. November 2012 00:27

    @S.B.

    "Zudem werden im Staat die Opfer von Verbrechen nicht entschädigt, schlimmer noch, das Opfer (Bürger) bezahlt mit seinen Steuern ja noch die Unterbringung des Verbrechers.

    Es kommt noch schlimmer, die Opfer müssen nicht nur die Unterbringung des Verbrechers mit ihren Steuern bezahlen, sondern sogar noch Haftentschädigungen in Summen, von denen Opfer nur träumen dürfen.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article111657699/Sextaeter-bekommen-240-000-Euro-Entschaedigung.html

    Wen wundert es angesichts solcher Fakten, daß niemand mehr Vertrauen in einen solchen Rechtsstaat hat und die Demokratie zum Scheitern verurteilt ist!

    • S.B.
      30. November 2012 00:55

      Das @S.B. in der ersten Zeile streiche ich weg und entschuldige mich für den kleinen Fehler, bevor die "Forumsheriffs" wieder in Aktion treten! ;-)

  17. dssm
    29. November 2012 11:54

    Volle Zustimmung.
    Ich versuche seit längerem komplett ohne Staat zu leben, mit anderen Worten ich zahle zwar Steuern, bekomme aber keinerlei Gegenleistung und will auch keine.
    Das klappt hervorragend, bis auf die wenigen Fälle wo man von dem Beamtenpack eine ‚Genehmigung’ braucht – für welche man natürlich noch einmal extra zahlt.

    Ein paar einfache Beispiele: Ich bin Privatpatient, daher kenne ich auch kaum Wartezeiten (gut für den Blutdruck). beim Arzt.
    Man hat einen Parkschaden am Auto. Wenn sich jemand meldet wird das untereinander ausgemacht, wenn nicht - ärgerlich. Die Polizei bringt nichts, die nehmen das höchstens missmutig auf (Blutdruck steigt) und erreichen sowieso nichts.
    Wenn mir jemand eine Rechnung nicht bezahlt gibt es die übliche Mahnerei, aber danach wird einfach nicht mehr geliefert – die hochnäsigen aber völlig ungebildeten Juristen bei Gericht (schlecht für den Blutdruck) braucht kein Mensch.
    Wenn es Ärger mit Nachbarn (usw) gibt, so wird dies ebenfalls ohne Gericht geregelt (gut für den Blutdruck).
    Ich halte mich absolut an die Strassenverkehrsordnung, seit über 10 Jahren weiß ich gar nicht mehr wie eine Strafe aussieht und habe daher keinerlei Kontakt zur Polizei oder sonstigen Behörden (gut für den Blutdruck).

    Würde dieser Verbrecherstaat morgen aufgelöst – für mich würde sich nicht viel ändern, Polizeidienste kann man sich mit den Nachbarn organisieren, Gerichtsdienste kann man als Laiengerichte organisieren, anstatt Gefängnisstrafen gibt es Geldstrafen oder Ausweisung, Ausweise kann man bei einer entsprechenden Druckerei selber ordern – wo braucht man hier ‚diesen’ Staat.
    Und jetzt der unhöfliche Teil:
    Allen anders Denkenden sei gesagt, ihr seid ein moralisch verkommenes Pack (entschuldigung, aber schöne Worte bringen nichts), welches sich unter Androhung von Waffengewalt mein Geld holt, mir die Zeit stiehlt, um das eigene faule und offentsichtlich unnütze (denn sonst würde man ja mein Geld nicht brauchen) Leben zu finanzieren.

    • Kapuzerer (kein Partner)
      30. November 2012 11:37

      Ich greife nur einen Satz heraus: "Ich halte mich absolut an die Strassenverkehrsordnung, ..."
      Und wer hat die Straßenverkehrsordnung geschaffen, beschlossen, durchgesetzt? hm? Da übersehen Sie gefliessentlich den Staat. Sie glauben wohl gewisse Rechte sind selbstverständlich vorhanden, von Natur aus sozusagen! Sie würden sich wundern, fiele der Staat plötzlich weg, wo Sie da blieben! Was da alles an Sicherheit wegfiele - das alles müßten Sie (haben Sie Ihren Hoppe auch wirklich aufmerksam gelesen?) von erst zu schaffenden privaten Firmen zukaufen! Recht, Justiz, Verteidigung, Sozialversicherung etc. - alles was Ihnen die Sicherheit gibt in deren Rahmen Sie Ihre Geschäfte betreiben können, die Ihnen die Sicherheit gibt dass Ihnen nicht über Nacht Eigentum und Leben genommen wird, fiele weg und Sie müßten selbst vorsogen und zukaufen. Und außerdem gibt es ganz gewiss viele Leute die stärker sind als Sie und Ihnen schnell den Garaus machen würden beschützte Sie nicht der Staat mit seinem Rechtssystem!
      Wenn Sie den unsäglichen Hoppe aufmerksam gelesen haben werden Sie sich auch daran erinnern was er zum öffentlichen Straßennetz zu sagen hat! Rückgabe aller öffentlichen Verkehrsflächen an die ursprünglichen Eigentümer und wer auf den Straßen dann noch fahren will muss sich mit den jeweiligen Eigentümern auseinandersetzen und mit ihnen Verträge abschließen! Na dann fahren Sie mal von Wien nach Linz oder von mir aus auch umgekehrt!
      Allein das zeigt schon dass dieser Hoppe in seinem Geiste ziemlich gestört ist und mich wundert dass es soviele dumme Leute gibt diesen Unsinn auch noch ernst nehmen!

    • xRatio (kein Partner)
      30. November 2012 12:51

      @ Kapuzerer 30. November 2012 11:37

      "Allein das zeigt schon dass dieser Hoppe in seinem Geiste ziemlich gestört ist und mich wundert dass es soviele dumme Leute gibt diesen Unsinn auch noch ernst nehmen!"

      Volle Zustimmung!
      **************************

      Aber wir leben ja längst im Irrenhaus. :-((((

      xRatio

    • NC (kein Partner)
      30. November 2012 16:21

      Und einen Hubschrauber haben sie auch.... weil sonst müssten sie ja auf den Straßen fahren, die der böse Staat gebaut hat.

    • dssm
      30. November 2012 19:34

      Meine lieben Staatsgläubigen. Eure Argumente drehen sich im Kreis.
      Ihr seid in Eurem Denken noch so fixiert auf diesen(!) Staat, daß Ihr krampfhaft einen Halt sucht.
      Wahrscheinlich sind die werten Kommentatoren keine freien Menschen, sonder sind von der Huld des Staates abhängig; es wäre eine Katastrophe wenn die Zahler nicht mehr ausgenommen werden könnten ...

      Nur weil der Staat eine Strasse baut, welche ein Privater genauso gebaut haben könnte, heißt dies doch nicht, daß man die Strasse deshalb nicht benutzen darf. Und um ein eventuelles Missverständnis auszuräumen: Ich halte mich (u.A.) an die Strassenverkehrsordnung weil ich keinen Ärger will, nicht weil ich dieses Machwerk für so toll halte.

      Eine private Security Firma, wie man sie ja von vielen Grossveranstaltungen kennt, kann genauso gut das Eigentum schützen. In zahlreichen Ländern bereits erprobt. Ich möchte da nicht als Gewalttäter auffallen, auch manche Security Firmen haben gut ausgebildetes Personal.

      Eine Sozialversicherung, insbesondere in der gegenwärtigen Ausprägung, ist für mich nur schlecht, es wäre billiger wenn ich nur eine private Versicherung hätte. Sowohl bei Pension als auch bei Krankheit.

      Schieds- und Laiengerichte haben über Jahrhunderte gut funktioniert, warum sollte dies heute nicht mehr der Fall sein?

      Bei den Gesetzen reichen eigentlich die Zehn Gebote (und davon nur ein Teil). Jedenfalls ist es nicht zielführend, jede Woche unzählige neue Gesetze zu erfinden.

      Ich kann mich nicht erinnern, daß ich von 'Rückgabe' der bestehenden staatlichen Flächen an irgendwelche alten Eigentümer gesprochen habe.
      Hier offenbart sich der Denkfehler.
      A Diese Flächen sind längst durch Verjährung ersessen, oder
      B Es wurde eine Ablöse bezahlt
      Wer also hat hier noch Rechte?
      Daher kann man das ganze als ein Stück verkaufen und der neue private Betreiber kann für die ganze Länge eine Maut kassieren (oder auch nicht), er kann auch Tempo fünfzig vorschreiben oder halt auch kein Limit.

      Lustigerweise war die Rechtsordnung vor 48 in der beschriebenen Form (jeder Eigentümer war auch wirklich Eigentümer!). Mir ist aber nicht bekannt, daß damals die Menschheit ausgestorben wäre oder, weniger dramatisch, Reisen nicht mehr möglich gewesen wären.

    • xRatio (kein Partner)
      30. November 2012 20:42

      @ dssm 30. November 2012 19:34

      Ihr schon in Sachen Geld mal wieder endlos plattes, hier sogar kindisches, von jeder Bildung und Erfahrung total unbelecktes Gelaber ändert nichts daran,

      daß für eine Rechtsordnung eine Gewaltmonopol erforderlich ist.

      Mit "Staatsgläubigkeit" hat das nichts zu tun, nur mit simpler Logik mit der Sie jedoch wie üblich überfordert sind.

      xRatio

    • nometa (kein Partner)
      03. Dezember 2012 15:27

      "Allen anders Denkenden sei gesagt, ihr seid ein moralisch verkommenes Pack"

      Aha. Jeder, der anders denkt als du ist also ein moralisch verkommenes Pack. Schleich dich, du anmaßender, totalitärer Widerling, der nicht damit klar kommt, dass wir nun mal auch in einer Gemeinschaft leben und auch die Kranken, Behinderten etc. ein Recht haben, zu (über)leben. Ich weiß, eine Zumutung für falsche Moralisten wie dich.

    • GOP
      04. Dezember 2012 15:58

      Der Hauptkommentar von dssm (11,54 Uhr) klingt wie ein Märchen und sollte enden mit
      "... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute".

      Aber Spaß beiseite. In jeder Gesellschaft gibt es gute und schlechte Menschen, daher sind "Spielregeln" mit den jeweiligen Rechten und Pflichten erforderlich, welche auch einzuhalten sind. Es gibt in jeder Gesellschaft auch strake und schwächere Erdenbürger, wobei die Stärkeren manchmal über die Schwächeren bestimmen wollen. Da wir uns aber nicht mehr in Zeiten des Faustrechtes befinden und bei Unstimmigkeiten nicht gleich mit dem Messer aufeinander losgehen sollten, gibt es eben Institutionen im Rechtsstaat, welche bei Entgleisungen wieder für Ordnung schaffen.
      Ich bin auch für "weniger Staat, mehr privat", aber ganz ohne Staat befinden wir uns bald im Chaos.

  18. Johann Scheiber
    29. November 2012 07:43

    "10.000 Liechtensteins sind besser als eine EU"

    Kein Wunder, dass die Blaublütler alle auf die Austrians schwören, die Fürsten und der Feudalismus würden fröhliche Urständ feiern.

    Sehr geehrter Herr Tögel, ein Freund von mir ist gerade dabei ein Buch über tausend Jahre Geschichte eines Bergbauerndorfes in Kärnten fertigzustellen. Der Grad der Ausbeutung, die Steuerlast, die Ungerechtigkeit war, zumindest an diesem Beispiel ersichtlich, im Feudalismus eindeutig noch höher als in unserer Gegenwart. 50% der Ernte war abzuliefern plus Erbschaftssteuer plus Frondienst etc. Aber wir können dann ja allemal um einen gnädigen Fürsten beten.

    Und was den für die erdrückende Steuerlast im Feudalsystem versprochenen Schutz anbelangt, lassen sich in Kärnten auch schöne Beispiele finden. In Zeiten der Türkeneinfälle ist es nicht so selten vorgekommen, dass sich die Rittersleut auf die Burgen und Schlösser zurückgezogen haben und die Bauern den Aggressoren geopfert wurden. Ein Schachspiel eben!

    Der Staat, die Negation der Räuberhöhle (Jean Bodin) ist nicht nur im Begriff am sozialistischen Bürokratismus zu verrecken, sondern ebensosehr an den hemmungslosen Parolen der liberalen Propagandameute der Plutokratie. Der Washington Consensus hat zwar die weltweite intellektuelle Heegemonie des Neoliberalismus mit sich gebracht, gleichzeitig mit der kulturellen Hegemonie des Neomarxismus, aber, diese Welt beginnt nun auch zu brennen. Siehe zB AU in seinem heutigen Beitrag.

    Die großen geistigen Leistungen Europas der Neuzeit, die Kulturnation und der rationale, okzidentale Staat sind im Begriffe ganz zu verschwinden. Die Aufklärung in der Gestalt von Liberalismus und Sozialismus führt uns geradewegs in die Barbarei.

    Die einzige Alternative lautet: Zurück zu den wahren Quellen der Freiheit!

    • fokus
      29. November 2012 16:07

      Den Unterschied zwischen dem heutigen Liechtenstein und den von Ihnen skizzierten, feudalen Zuständen vor vielen hundert Jahren möchte ich Klavierspielen können.

      Ich kann dem obigen Vergleich nur zustimmen, den Verwaltung in kleinen Einheiten ist jedem Wasserkopf, der früher oder später sowieso implodiert, vorzuziehen.

    • Johann Scheiber
      29. November 2012 19:14

      Da haben sie recht, dass sich die Zustände geändert haben, dies ist allerdings durch teilweise sehr grausame Revolutionen bewirkt worden. In Österreich und in Deutschland konnte das große Gemetzel glücklicherweise durch die kluge Politik des Aufgeklärten Absolutismus verhindert werden. Ich bin nicht gegen kleine Verwaltiungseinheiten sondern gegen den Bolschewismus der den Staat zerstören will. Die Familie ist heute auch in einem bedauernswerten Zustand. Wollen wir sie deswegen auch abschaffen?
      Ich bevorzuge einen subsidiären Bundesstaat nach Schweizer Muster und einen europäischen Staatenbund.
      Fragen sie einmal in den Schweizer Kantonen nach, ob sie ihre staatliche Eidgenossenschaft in einzelne Liechtensteins auflösen wollen!

      Zu Operettenlösungen tendiert man wahrscheinlich nur unter Österreichern.
      Liechtenstein existiert doch nur, weil sich für diesen Winkel im Schatten der Schweiz außer ein paar Schwarzgeldanlegern und Briefkastenfirmenbesitzern kein Mensch interessiert.

    • DerTurm
      30. November 2012 00:54

      Ich betrachte es als bodenlose Frechheit, wie Sie Liechtenstein in den Dreck ziehen!
      (abgesehen davon, dass ich Ihre Freude über die Revolutionen in keinster Weise nachvollziehen kann)

      Darüber hinaus empfehle ich zwei Bücher zu diesem Thema:

      a) Karl Pirnat - Dämon Steuer
      Karl Pirnat beschreibt in diesem Buch die Geschichte der Steuer, und stellt darin die These auf, dass übermäßige Steuern beispielsweise der Grund für den Untergang des Römischen Reiches, der Völkerwanderung oder der Bauernkriege waren.
      Hat Karl Pirnat Recht, wird es bald wieder einen Krieg geben, weil sich die Menschen die Steuern nicht mehr leisten können.

      b) Johannes Adam Ferdinand Alois Josef Maria Marko d’Aviano Pius von und zu Liechtenstein - Der Staat im dritten Jahrtausend.
      Die Visionen, welche Liechtenstein in seinem Buch beschreibt, finde ich geradezu visionär: „Es wäre ein schöner Erfolg, wenn es der Menschheit im dritten Jahrtausend gelingt, alle Staaten in Dienstleistungsunternehmen zu verwandeln, die den Menschen auf der Basis der direkten und indirekten Demokratie sowie des Selbstbestimmungsrechtes auf Gemeindeebene dienen.“

      Abgesehen davon ist Liechtenstein meiner bescheidenen Meinung nach einer jener wenigen Staaten, in denen es geradezu erstrebenswert wäre, sein leben zu verbringen (die Schweiz gehört auch mal dazu, aber seit dort die Sozialisten auch langsam Überhand gewinnen, ist es nur mehr eine Frage der Zeit, bis der Sozialismus auch in der Schweiz seine grausige Fratze zeigt).

    • Johann Scheiber
      30. November 2012 22:53

      @DerTurm

      Liechtenstein ein Staat? Welches Volk? Genau, die Liechtensteiner? Der schöne Flecken Erde wurde wohl bei der deutschen Reichsgründung übersehen, davor wohl schon von Napoleon. Ein Herzogtum Kärnten wäre eine Großmacht dagegen. Ach ja, da ist auch noch San Marino mit den Marinesen, Andorra mit den Andorranern.....
      Ganz im Ernst, ich habe gar nichts gegen Liechtenstein, nur etwas gegen absurde Ideen, wie etwa gegen Herrn Tögels Liechtenstein-Liberalismus. Liechtenstein hat so viele autochtone Einwohner wie der zweitkleinste von zehn Bezirken in Kärnten. In dieser Welt gibt es Staaten mit einer Milliarde Einwohner und Multis, die drei mal so viele Sekretärinnen haben wie Liechtenstein Einwohner. Ich weiß nicht wer den Herrn Tögel dafür belohnt, dass er uns marginalisieren will und finde keine Erklärung dafür, dass er dabei auch noch Gefolgschaft findet.

      Alle Staaten werden Dienstleistungsunternehmen.....und alle Menschen Brüder! Liberalismus und Sozialismus gemeinsam amZiel. Grauenvoll!

      Von der Revolution habe ich nur gesagt, dass sie grausam ist. was sie da raus lesen, weiß ich nicht.

  19. Markus Theiner
    29. November 2012 07:10

    Man kann nicht einerseits behaupten die Menschen wären grundsätzlich zu blöd, egozentrisch und/oder gierig für eine Demokratie, aber in einer Anarchie würden sie plötzlich höheren Werten folgen und die Versuchung auf Kosten anderer zu leben ignorieren.
    Ein privater Sicherheitsdienst muss Leistung garantieren, aber nur demjenigen, von dem er bezahlt wird. Gleiches ein privater Richter. Wenn Juden eine Rechtssprechung "nachfragen" und Muslime eine andere gibts keine Möglichkeit Rechtsstreitigkeiten zwischen Juden und Muslimen zu schlichten.

    Es ist die übliche Fiktion. Man stellt einen naturrechtlichen Grundsatz vor und behauptet, die Welt wäre ein besserer Ort wenn man rein danach lebt. Auf der Basis funktioniert der Kommunismus genauso wie Ihre traumhafte Anarchie.
    Nur leben die Menschen eben gerade nicht nach diesen Grundsätzen, und deswegen wird kein System funktionieren, dass sich nicht auch gegen jene durchsetzen kann die solche essentiellen Grundsätze nicht akzeptieren. Und das kann Ihr System schlicht und ergreifend nicht.

    Sie maßen sich an die Regeln zu bestimmen wie Eigentum erworben wird obwohl sie gleichzeitig ein Monopol auf Rechts(durch)setzung ablehnen. Damit kann Ihr schöner naturrechtlicher Eigentumsbegriff aber ganz schnell vom Markt verschwinden, wenn sich genug Kunden für einen privaten Richter finden, der in ihrem Sinne (z.B. "Eigentum ist Diebstahl") entscheidet und einen entsprechenden Sicherheitsdienst, der diese Ansicht gegen Übergriffe (Inbesitznahme im "Naturzustand" und daraus abgeleitete Ausschließliche Nutzung) verteidigt. Und nachdem es aus Ihrer Sicht ja unvermeidlich ist, dass die Leute demjenigen nachlaufen der ihnen derartige Vorteile verspricht (sonst könnte ja auch die Demokratie funktionieren) ist Ihr System damit schon tot.

    • Andreas Tögel
      29. November 2012 22:38

      Sehr verehrter Herr Theiner,
      zu Ihrem ersten Einwand: umgekehrt wird ein belastbares Argument daraus: Man kann nicht behaupten, die Menschen würden sich - in Abwesenheit einer disziplinierenden Zwangsordnung - unentwegt gegenseitig an die Gurgel gehen (der alte Hobbes´sche Kalauer vom "brutalen Naturzustand") um dann (ebenso fehlbaren) Menschen ein Monopol darauf einzuäumen, für Recht und Ordnung im Kollektiv zu sorgen. Weshalb sollten sich ausgerechnet jene, die sich um die politische Macht reißen, ehrbarer verhalten als der (unpolitische) Rest? meiner Meinung nach handelt es sich dabei um einen unauflösbaren Widerspruch.

      Indem Sie bestimmten Menschen (Staatsagenten) das Recht einräumen, Dinge zu tun, für die jeder Normalsterbliche streng bestraft würde (z. B. willkürliche Aggressionshandlungen gegen Bürger zu setzen, deren einzige "Straftat" darin besteht, ihr rechtmäßig erworbenes Eigentum behalten zu wollen!) schaffen sie zum einen zwei Klassen von Bürgern und zum anderen einen - wie HHH es zutreffend formuliert "rechtsbrechenden Rechtsdurchsetzer". Sollte das tatsächlich der Weisheit allerletzter Schluß sein?

      Daß es unmöglich sein sollte, Konflikte zwischen Menschen, die sich unterschiedlicher Rechtsagenturen bedienen, gewaltfrei zu lösen, sehe ich nicht ein. Was passiert denn heute, wenn der Bürger des Staates A im Streit mit einem Bürger des Staates B liegt? Bleiben in einem solchen Fall nur Mord und Totschlag als Ausweg? In Ermangelung einer monopolistischen Weltregierung gilt dasselbe übrigens für den Fall eines Konflikts zwischen zwei Staaten. Krieg ist eine - aber nicht die einzige - Möglichkeit zur "Streitbeilegung".

      Anders als (national- oder international-)sozialistische Utopien, bedarf das libertäre Modell keines "neuen Menschen". Es funktioniert mit genau den eigennützigen Individuen, die nicht von früh bis spät ans "Gemeinwohl" oder an "höhere Werte" denken...einfach, weil sich bei ihnen letztlich die Ensicht durchsetzen wird, daß jeder selbst am Besten weiß, was gut für ihn ist. Sich unentwegt mit jedermann gewaltsam auseinderzusetzen, wird es nicht sein. Und um die (relativ wenigen) bösen Buben in Schach zu halten, gibt es ja den privat bezahlten Wachdienst (der - im Gegensatz zum erwiesenermaßen völlig unfähigen staatlichen Sicherheitsproduzenten) ein maßgeschneidertes Sicherheitsangebot für jedermann bereithält, oder - als ultimatives Mittel - den stets griffbereiten .45er, dessen Besitz einem in einem solchen System natürlich keiner streitig macht...;-).

      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • xRatio (kein Partner)
      30. November 2012 12:45

      @ Andreas Tögel 29. November 2012 22:38
      "Daß es unmöglich sein sollte, Konflikte zwischen Menschen, die sich unterschiedlicher Rechtsagenturen bedienen, gewaltfrei zu lösen, sehe ich nicht ein."

      Tögel erreicht inzwischen fast schon das Niveau des Suppen-Kaspars:

      Doch als die Suppe kam herein,
      Gleich fing er wieder an zu schrein:
      "Ich esse keine Suppe! Nein!
      Ich esse meine Suppe nicht!
      Nein, meine Suppe ess ich nicht!"


      xRatio

    • DerTurm
      30. November 2012 19:09

      Schon klar, wenn einem die Sachargumente fehlen, wird man persönlich untergriffig...

    • xRatio (kein Partner)
      30. November 2012 20:15

      @ DerTurm 30. November 2012 19:09

      Sicher, sieht man drastisch ja auch an Ihrem Hirnfurz.

      Ihr Suppenkaspar wurde wie auch hier, schon mehrfach schlagend widerlegt.
      Hat sich seinen Titel also redlichst verdient.

      xRatio





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