Lernen Sie Latein, Herr Minister!

Autor: Viktor Mutic

Gedanken zur alten und neuen Weltordnung

Autor: Helmut Wöber

Wehrdienst: Pflicht oder Zwang?

Autor: Andreas Tögel

Nicht mehr arbeiten! Mehr enteignen!

Autor: Andreas Tögel

Probleme, die vermeidbar sind

Autor: Gerhard Kirchner

1984 – 2003 – 2062

Autor: Willi Sauberer

Wenn nichts mehr wahr ist, ist alles vorstellbar

Autor: Elisabeth Sabaditsch-Wolff

Die Schlange(n) und das Kaninchen

Autor: Karl-Peter Schwarz

Mercosur-Pakt: Endlich kreißten die Berge…

Autor: Andreas Tögel

Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Autor: Helmut Wöber

Alle Gastkommentare

Die Frusterstrecker

Wird es knapp an allen Ecken,
heißt es für den Kleinen Mann,
nach der Decke sich zu strecken,
und da dies kein Honiglecken,
macht er Schulden irgendwann.

Kann er die dann nicht begleichen,
ist nicht bloß sein Ruf befleckt,
sondern aller Welt zum Zeichen
lässt die Bank sich nicht erweichen,
und die Pfändung wird vollstreckt!

Als ganz großer Schuldner aber
kommt man ohne Pfand zu Rand,
pfeift auf ethisches Gelaber
und zudem – es ist makaber –
hat die Bank man in der Hand:

Will doch die nicht ums Verrecken,
dass das Fiasko wer entdeckt,
und um Kunden nicht zu schrecken,
wird daher dem Überkecken
noch mehr Zaster zugesteckt!

Ähnlich läuft es zwischen Staaten,
denn zur Tarnung eigner Schmach
wirft die Politik auf Raten
trotz der desaströsen Daten
gutes Geld dem schlechten nach.

Statt, was faul ist, auszubuchen
– anfangs gleich, da schmerzt es kaum –
will man’s stets, wenngleich mit Fluchen,
halt ein letztes Mal versuchen –
weiter geht der Fiebertraum.

Letztlich mühen sich die Recken,
eh ihr Lügenbau zerbricht,
was ganz simples auszuhecken,
nämlich Fristen zu erstrecken –
Zinseszinsen kümmern nicht.

Und so hoffen Fristerstrecker,
dass das Volk auch Fristen frisst –
Schuldner werden zwar noch kecker,
und vermutlich gibt’s Gemecker,
aber sei es, wie es ist.

Allerdings im Endeffekte
merkt die Bürgerschar verschreckt:
Wir sind wieder bloß Objekte
der bezweckten Zwangs-Kollekte –
wie’s den Volksbetrügern schmeckt.

Und selbst völlig Unbeleckten
dämmert’s nach der Ochsenkur:
All die Pleiten, die verdeckten,
und die Fristen, überstreckten,
waren Frusterstreckung nur…

Pannonicus

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung