Radvision 2030

Im Jahr 2030 – Gott-sei-Dank nur ein durch die nächtliche Hitze bedingter Albtraum…

Verkehrsfunkdurchsage:

Zwei wichtige Meldungen für Wien:

Achtung Geisterradler! Am Ringradweg kommt ihnen zwischen Radhausplatz und Deserteurdenkmal eine Geisterradlerin entgegen. Bitte steigen sie ab und gehen sie in volle Deckung.

In der Wientalradbahn gibt es wegen des starken Frühverkehrs zwischen Auhof und Guldenbrücke erhebliche Staus. Wir empfehlen, ihr Rad bereits in Hütteldorf in der seinerzeitigen Auto-Park-and-Ride-Garage abzustellen.

Schlagzeilen in der Zeitung:

Die Radler Zeitung (seit 1780 als Wiener Zeitung existierend) meldet:

Ringsperre wegen Autodemo

Das Wiener Radhaus hat unter Hinweis auf die Minderheitenschutzrechte dem ÖAMTC am kommenden Samstag eine Autoprotestfahrt über den Ring genehmigt. Der Ring ist deshalb den ganzen Samstag für Radfahrer gesperrt. Es wird empfohlen, die ansonst den Grünen für ihre wöchentliche Abendfahrt vorbehaltene Ausweichroute über die 2er Linie zu befahren.

Neuer Politskandal um Vizebürgermeister Strache

HC Strache provoziert erneut.

Wie die Wochenzeitung Das Radprofil berichtet, soll HC Strache als Dienstfahrrad ein Steyr-Waffenrad benützen, das nachweislich ursprünglich im Besitz des Gauleiters Schirach war.

Angeblich soll es sich um eine Sonderanfertigung mit einem – statt der üblichen schwarzen – braunen Sattel handeln. Bürgermeisterin Vassilakou hat sofort reagiert und angeordnet, dass dieses Fahrrad nicht in den Radhausgaragen abgestellt werden darf.

Verkehrsstadtradt Chorherr: Räder in die Bim! 

Als Maßnahme gegen die verstopften Radwege hat Verkehrsstadtradt Chorherr empfohlen, dass Radfahrer die neuen sitzplatzfreien U-Bahnwaggons mit ihren Rädern für längere Fahrten nützen. Ein jeder dieser Waggons kann leicht bis zu 80 Fahrräder mit ihren Treterinnen und Tretern aufnehmen, was erheblich zur Entlastung des individuellen Radverkehrs führen wird.

LH Pröll nicht mehr bei Weitradlerfahrt

Im Hinblick auf sein doch schon fortgeschrittenes Alter wird LH Erwin Pröll heuer erstmals nicht persönlich an der Weitradlerfahrt von Radlbrunn nach Radstadt teilnehmen.

Er wird aber die Fahrt am Fernseher mitverfolgen und Niederösterreich Heute wird in stündlichen Liveschaltungen über die Reaktionen des Landeshauptmanns berichten.

Tandems auch für Nicht-Heterosexuelle

Bürgermeisterin Vassilakou ist dafür, dass die neuen Citybiketandems auch von Radlern gleichen Geschlechts benützt werden dürfen. Allenfalls könnte sie sich aus Haftungsgründen eine Einschränkung nur für Paare, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, vorstellen.

EUGH entscheidet gegen Getränkeindustrie

Die von der Aktionsgemeinschaft „Abstinente Radler“ eingebrachte Klage ist entschieden!

Der EUGH hob das Urteil des OGH auf und verfügte, dass das besonders in Raststätten entlang der mehrspurigen Radbahnen angebotene alkoholische Mischgetränk „Radler“ menschenverachtend und große Teile der Bevölkerung verspottend ist und daher unter diesem Produktnamen nicht mehr angeboten werden darf.

Österreichischer Erfolg beim Pisatest

Den intensiven Bemühungen des Wiener Stadtschulratspräsidenten Treter ist es gelungen, dass der Pisatest um das Fach „Fahrradkunde“ erweitert wird. Damit erhoffen sich unsere Schul- und Radexperten eine deutliche Verbesserung der Gesamttestergebnisse für österreichische Schülerinnen und Schüler.

Seniorenbund fordert Mountainbikes für Senioren

Einem großen Wunsch der älteren Bevölkerung folgend, appelliert ÖVP-Seniorenbundpräsidentin Korosec an die Industrie, endlich seniorengerechte Mountainbikes herzustellen.

Es ist nicht länger hinzunehmen, dass sich 90-Jährige mit Gangschaltungen herum quälen müssen, deren Bedienung mit durch Arthrosen und Rheuma geschädigte Finger einfach unmöglich ist. Korosec kann sich eine elektrische Schalthilfe vorstellen, die von der Batterie des Hörgeräts gespeist wird.

Auszeichnungen und Ernennungen:

Der Titel Radrat wurde dem Leiter der MA 1234, Mag. (Radschule) Augustin Tandem verliehen.

Der für Radwege zuständige Abteilungsleiter im Radministerium, Radrat Josef Achter wurde zum Oberradrat ernannt.

Bundesradspräsidentin Eva Glawischnig hat Frau Mag. Radegunde Hinterrad die Promotion unter ihren Auspizien für deren mit Auszeichnung bewertete Dissertation „Der Fahrradsattel und seine Auswirkungen auf das Sexualverhalten im Alter“ genehmigt.

… endlich ein Reizwort, das diesem Schreckenstraum ein Ende bereitete – Alter!

Dr. Günter Frühwirth ist Jurist und begeisterter Bahnfahrer. Die gesellschaftspolitische Entwicklung Österreichs verfolgt er mit aktivem Interesse.
„Schönschreiben“ und „Schönreden“ sind für ihn kein Weg um Herausforderungen zu meistern.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2012 20:47

    Sg Herr Dr. Frühwirth,
    ergänzend zu Ihrer Satire plädiere ich

    -für die Registrierung sämtlicher Fahrräder, Erteilung von kostenpflichtigen Kennzeichen (derzeitige Bezirkskennzeichen mit dem Zusatz F).
    -Einführung einer Fahrradsteuer zur Ausweitung und Instandhaltung des Radwegenetzes,
    -Errichtung von bewachten und kostenpflichtigen Fahrradgaragen
    -Einhebung einer Mautgebühr (Jahresvignette) bei der Benützung von Radautobahnen
    -Zusätzliche Besteuerung von E-Bikes beim Aufladen an Stromtankstellen als Ersatz für die entgangene Mineralölsteuer
    -sowie verpflichtende Radkontrollen (TÜV, Pickerl) in regelmäßigen Abständen bei entsprechend autorisierten Werkstätten.

    bG/terbuan

  2. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2012 08:28

    Herr Dr. Frühwirth, bitte nicht übertreiben. Fahrräder haben als Fortwegungsmittel genauso eine Berechtigung, wie die Autos bzw. die von Ihnen gepriesenen Eisenbahnen. Wenn derzeit etwas mehr Wert auf das Fahrradfahren gelegt wird, dann ist es nur ein Aufholprozess für ein zeitweise zurückgedrängtes Verkehrsmittel.


alle Kommentare

  1. Lilian (kein Partner)
    19. Februar 2015 11:15

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  3. Holland (kein Partner)
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  10. terbuan
    25. Juli 2012 20:47

    Sg Herr Dr. Frühwirth,
    ergänzend zu Ihrer Satire plädiere ich

    -für die Registrierung sämtlicher Fahrräder, Erteilung von kostenpflichtigen Kennzeichen (derzeitige Bezirkskennzeichen mit dem Zusatz F).
    -Einführung einer Fahrradsteuer zur Ausweitung und Instandhaltung des Radwegenetzes,
    -Errichtung von bewachten und kostenpflichtigen Fahrradgaragen
    -Einhebung einer Mautgebühr (Jahresvignette) bei der Benützung von Radautobahnen
    -Zusätzliche Besteuerung von E-Bikes beim Aufladen an Stromtankstellen als Ersatz für die entgangene Mineralölsteuer
    -sowie verpflichtende Radkontrollen (TÜV, Pickerl) in regelmäßigen Abständen bei entsprechend autorisierten Werkstätten.

    bG/terbuan

    • phaidros
      27. Juli 2012 07:29

      Weniger Staat!

    • terbuan
      27. Juli 2012 22:23

      Ja, schön wäre es,
      und natürlich wird es eine eigene Rad-Haftpflicht-Versicherung geben und natürlich auch Wunschkennzeichen! Apropos:
      (Im Ausseerland wurden nach Abschaffung des BA Kennzeichen per 30.6. vorher ca. 2.500 Wunschkennzeichen angemeldet, da diese eine Gültigkeit von 15 Jahren haben, dabei sind ungefähr 500.000 Euro an Gebühren geflossen - Sorgen und Geld haben die Leit' :-)

  11. Observer
    25. Juli 2012 08:28

    Herr Dr. Frühwirth, bitte nicht übertreiben. Fahrräder haben als Fortwegungsmittel genauso eine Berechtigung, wie die Autos bzw. die von Ihnen gepriesenen Eisenbahnen. Wenn derzeit etwas mehr Wert auf das Fahrradfahren gelegt wird, dann ist es nur ein Aufholprozess für ein zeitweise zurückgedrängtes Verkehrsmittel.

    • efrinn
      25. Juli 2012 13:17

      Lieber Observer, gepflegter schwarzer Humor ist doch keine "Übertreibung"!





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