Wachstumspakt?

Zauberwörter, fromm erfunden
in erlauchten Retter-Runden,
gibt es mittlerweil’ zuhauf,
und zurzeit fällt unter diesen
Heilsparolen und Devisen
„Wachstumspakt“ besonders auf.

Nun, gesundes Wachstumstreben
steuert im realen Leben
ein Hormon, das treibt und drängt,
produziert von einer Drüse
mit dem Namen Hypophyse –
heißt so, weil sie „drunterhängt“.

Doch am Hirn! – Nur leider halten
jene, die den Nepp verwalten,
uns für hirnlos und beknackt,
wenn sie ungehemmt schalmeien,
dass sehr wohl verträglich seien
Sparprogramm und Wachstumspakt:

Hieße ja, auf Pump zu sparen
mit fatalen Folgejahren
bloß für bisschen Glückshormon!
Hieße, Flut mit Sturm zu glätten
und das Boot zugrund zu retten
wie in andren Fällen schon!

Jedenfalls, an krausen Thesen
kann Europa nie genesen,
und es wäre sicherlich
alles letztenends im Eimer
dank der Wolkenkuckucksheimer –
drum ein klarer Trennungsstrich!

Schluss mit Fässern, bodenlosen.
Schluss mit all den Schuldneurosen,
mit dem lahmen Pipapo –
und in irrealen Welten
mögen sie uns ruhig schelten,
tun sie nämlich sowieso…

Pannonicus

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