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Index of Economic Freedom 2012: Österreich im Sinkflug

Am 12.1. wurde die Ausgabe 2012 des von der amerikanischen Denkfabrik „Heritage Foundation“ zusammen mit dem „Wall Street Journal“ erstellten Index wirtschaftlicher Freiheit veröffentlicht. Wie im Vorjahr liegt die Zahl der in die Wertung aufgenommenen Länder bei 179.

An der Spitze gibt es keine Veränderungen. Unangefochten auf Platz eins liegt erneut Hong Kong, gefolgt von Singapur, Australien und Neuseeland. Die Führungsrolle des pazifischen Raumes im Hinblick auf die wirtschaftliche Freiheit bleibt damit aufrecht. Rang fünf geht wieder an die Schweiz, die sich damit als Oase der Freiheit in einer immer mehr zur Regulierungswüste verkommenden Alten Welt präsentiert.

Auch am Ende der Tabelle hat sich wenig getan: Wieder sitzen die „üblichen Verdächtigen“ – afrikanische Kleptokratien und südamerikanische Bananenrepubliken – im letzten Waggon. Absolutes Schlusslicht bildet das Paradies der werktätigen, hungernden und frierenden Massen, Nordkorea.

Der internationale Durchschnittswert des auf einer hundertteiligen Skala gemessenen Index´ liegt nunmehr bei 59,5 und damit um 0,2 Punkte unter dem Vorjahresergebnis. Die dank der Verschuldungsexzesse der letzten Jahre explodierenden Zinsverbindlichkeiten und die im Zuge der Eurokrise kräftig angezogenen Regulierungsschrauben zeigen ihre Wirkung.

Folgende Kriterien gehen – gleich gewichtet – in die Statistik ein:

  • Eigentumsrechte
  • Korruptionsfreiheit
  • Steuerliche Freiheit
  • Staatsausgaben
  • Geschäftsfreiheit
  • Arbeitsfreiheit
  • Währungsfreiheit
  • Handelsfreiheit
  • Investitionsfreiheit
  • Finanzfreiheit

Österreichs größter Nachbar und zugleich wichtigster Handelpartner, Deutschland, rutscht von Platz 23 auf Rang 26 ab – eine Folge der Eurokrise. Österreich setzt neue Maßstäbe und verliert gleich 7 Ränge, nämlich von 21 auf 28 (Minus 1,6 Punkte – von 71,9 auf 70,3). Die regierenden Neidgenossen und die ihnen zuarbeitenden Herz-Jesu-Sozialisten von der ÖVP haben ganze Arbeit geleistet!

Dass es sich bei dem im Index gesammelten Datenwust nicht um bloße Fingerübungen gelangweilter Ökonomen und Statistiker handelt, wird bei der Betrachtung ausgewählter Volkswirtschaften deutlich. So konnten etwa Chile (Rang 7) und Mauritius (Rang 8) ihr Ranking in den zurückliegenden Jahren dramatisch verbessern und in die Weltspitzengruppe vorstoßen. In beiden Ländern gelang das durch konsequente Freimarktpolitik und Deregulierung. Parallel dazu kam es in beiden Ländern zu einer deutlichen Erhöhung des allgemeinen Wohlstandsniveaus.

Die mit verstärkter Zentralisierung stets einhergehende Zunahme der Regulierungsdichte hat dagegen einen hohen Preis – wie man etwa am Beispiel Frankreichs erkennen kann, das sich ebenso zentralistisch organisiert wie sozialistisch durchseucht präsentiert (Verlust von 1,6 Punkten gegenüber 2011 und um drei Ränge auf Platz 67 abgerutscht).

Dass wirtschaftliche Freiheit stark mit unternehmerischen Aktivitäten korreliert, ist keine Überraschung. Und dass unternehmerische Aktivitäten die Basis des Wohlstands bilden, sollte ebenfalls einleuchten. Breiter Wohlstand entsteht eben als Folge von Kapitalakkumulation und die dadurch ermöglichte, kostengünstige Produktion marktfähiger Produkte und Dienstleistungen – nicht aber durch hohe Steuern, Regulierungsmaßnahmen und Umverteilungsexzesse. Man braucht daher kein Prophet zu sein, um mit Blick auf das dräuende „Sparpaket“ der Bundesregierung, einen weiteren Rückgang unternehmerischer Aktivitäten (und damit des Volkswohlstandes) für unser Land zu prognostizieren.

Eine politische Führung, die in einem beinahe schon zu Tode regulierten Hochsteuerland weiterhin neue Steuern erfindet – und damit die produktive Elite systematisch entmutigt oder außer Landes treibt, leistet besonders dem in Sonntagsreden so gerne beschworenen „kleinen Mann“ einen Bärendienst.

Der gesamte Report findet sich zum Herunterladen unter der Adresse: http://www.heritage.org/Index/pdf/2012/book/Index_2012.pdf

Wer sich mit den „Highlights“ begnügt, wird hier fündig: https://thf_media.s3.amazonaws.com/index/pdf/2012/Index2012-Highlights.pdf

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Januar 2012 15:07

    An sich ist ein Platz im Mittelfeld nicht so schlecht, denn die vorne sind im Visier der Hochfinanz, die hinten in dem der US-Army!

  2. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Januar 2012 14:52

    Vielleicht können Sie, sehr geehrter Herr Tögel, je eine Kopie an die Herren Faymann und Spindelegger senden. Ich erkläre mich bereit, für unseren Bundeskanzler eine strak gekürzte Form in leicht verständlichem deutsch abzufassen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Januar 2012 17:01

    Derlei Rankings, sei es auf politischem, gesellschaftlichem oder wirtschaftlichem
    Gebiet, begegne ich mit großer Skepsis

    Da sind sehr oft recht eigennützige Motive dahinter, je nach Stoßrichtung und (oft) obskuren Beweggründen; und wenn dann zehn, zwölf Staaten innerhalb weniger Zehntelprozente gereiht sind, ist mir das doppelt suspekt!

    Zur aktuellen Liste:
    wir sind mit Deutschland immer noch auf guten mittleren Rängen; dass z.B. das freihandelsreiche Norwegen hinter uns liegt, zeigt, wie eng da die Wertungsdifferenzen liegen.

    Wenn Hong Kong, Teil des kommunistischen Chinas,an erster Stelle liegt, zeigt mir das klar, dass diese Wertung nach Kriterien zusammengestellt ist, die eine eigenartige Sicht auf wirtschaftliche Freiheit eröffnet.

    Wir sollten nicht immer alles, was hier bei uns geschieht, von vorneherein in Grund und Boden verteufeln. Wir Österreicher leben noch immer in einem gutgeordneten Wohlfahrtsstaat, der seinen Bürgern weitgestreute soziale Sicherheit und den Tüchtigen erstklassige Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

    Natürlich gibt's auch Schattenseiten, doch versündigen wir uns bitte nicht!
    Seien wir froh, in diesem Land leben und wirken zu können!

    Den Sager von "den Herz-Jesu-Sozialisten in der ÖVP" hätte sich Herr Tögel übrigens ruhig sparen können, das meint - mit Verlaub -

    der Wertkonservative,
    Kaufmann in Niederösterreich.

  4. Ausgezeichneter KommentatorMurray Rothbard
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Januar 2012 17:22

    Na jetzt bin ich aber ein wenig verwirrt werter Herr Tögel. Als Anhänger von Hoppe und Co. müssten die Staaten die sie so herablassend als afrikanisch Kleptokratien bezeichnen doch das anarchokapitalistische Paradies sein.

    Sicherheit wird als private Dienstleisung angeboten (Söldnertruppen auf Pickups), alles basiert auf freiwilliger Vereinbarung (welchem Warlord will ich dienen) und auch die Rüstungsindustrie floriert so wie sie es sich für Österreich wünschen würden. Warum plötzlich dieser Sinneswandel? Liegts an den vielen Negern die dort wohnen? Weil sonst müsste ja eigentlich alles für sie passen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorRR Prof. Reinhard Horner
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Januar 2012 16:29

    reinhard.horner@chello.at

    Um Realitätsverweigerungen oder -verkürzungen zu entgehen, wäre es geraten, die Unterschiede zwischen Freiheit und Willkür sowie zwischen Regelungen (als Erfordernis für Freiräume) und Steuerungen (als Gefahrenpotential für Zwänge) wahrzunehmen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMurray Rothbard
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Januar 2012 17:22

    Na jetzt bin ich aber ein wenig verwirrt werter Herr Tögel. Als Anhänger von Hoppe und Co. müssten die Staaten die sie so herablassend als afrikanisch Kleptokratien bezeichnen doch das anarchokapitalistische Paradies sein.

    Sicherheit wird als private Dienstleisung angeboten (Söldnertruppen auf Pickups), alles basiert auf freiwilliger Vereinbarung (welchem Warlord will ich dienen) und auch die Rüstungsindustrie floriert so wie sie es sich für Österreich wünschen würden. Warum plötzlich dieser Sinneswandel? Liegts an den vielen Negern die dort wohnen? Weil sonst müsste ja eigentlich alles für sie passen.


alle Kommentare

  1. Maggie (kein Partner)
  2. Camila (kein Partner)
  3. Siska (kein Partner)
    21. Januar 2015 18:15

    Got it! Thanks a lot again for heilpng me out!

  4. Gen (kein Partner)
    20. Januar 2015 22:17

    What an awesome way to explain this-now I know evgterhiny!

  5. Gen (kein Partner)
    20. Januar 2015 22:17

    What an awesome way to explain this-now I know evgterhiny!

  6. Aileen (kein Partner)
    22. Januar 2012 08:36

    Ya learn soemthing new everyday. It's true I guess!

  7. Murray Rothbard (kein Partner)
    13. Januar 2012 17:22

    Na jetzt bin ich aber ein wenig verwirrt werter Herr Tögel. Als Anhänger von Hoppe und Co. müssten die Staaten die sie so herablassend als afrikanisch Kleptokratien bezeichnen doch das anarchokapitalistische Paradies sein.

    Sicherheit wird als private Dienstleisung angeboten (Söldnertruppen auf Pickups), alles basiert auf freiwilliger Vereinbarung (welchem Warlord will ich dienen) und auch die Rüstungsindustrie floriert so wie sie es sich für Österreich wünschen würden. Warum plötzlich dieser Sinneswandel? Liegts an den vielen Negern die dort wohnen? Weil sonst müsste ja eigentlich alles für sie passen.

    • Ayn Rand (kein Partner)
    • Udo (kein Partner)
      16. Januar 2012 22:20

      Hihi, der hat Neger gsagt.

    • Andreas Tögel
      18. Januar 2012 14:21

      Verehrter Herr Rothbard,
      ich hätte erwartet, daß Sie zumindest Ihre eigenen Texte gelesen haben ;-). In diesem Buch http://mises.org/rothbard/ethics/ethics.asp finden sich etwa 147 gute Gründe dafür, weshalb afrikanische Kleptrokratien keine anarchokapitalistischen Paradiese sind (wie etwa der "Wilde Westen" der USA in der Zeit zwischen 1820 und1900 eines war).

      Daß das mit den in Afrika beheimateten, "vielen Negern" zu tun hat, glaube ich nicht. Viele afrikanischen Staaten der sub-Sahara-Zone haben sich nach dem Zweiten Weltkrieg (anders als etwa die meisten Staaten des Fernen Ostens) dafür entschieden, dem sowjetischen Modell zu folgen. Entsprechend mies schaut´s dort halt jetzt aus. Sozialismus macht eben nicht nur arm, sondern führt längerfristig ins totale Chaos. Ein Vergleich der Systeme macht da ganz sicher (siehe "Index o. E. F.")...

  8. RR Prof. Reinhard Horner
    13. Januar 2012 16:29

    reinhard.horner@chello.at

    Um Realitätsverweigerungen oder -verkürzungen zu entgehen, wäre es geraten, die Unterschiede zwischen Freiheit und Willkür sowie zwischen Regelungen (als Erfordernis für Freiräume) und Steuerungen (als Gefahrenpotential für Zwänge) wahrzunehmen.

  9. Wertkonservativer
    12. Januar 2012 17:01

    Derlei Rankings, sei es auf politischem, gesellschaftlichem oder wirtschaftlichem
    Gebiet, begegne ich mit großer Skepsis

    Da sind sehr oft recht eigennützige Motive dahinter, je nach Stoßrichtung und (oft) obskuren Beweggründen; und wenn dann zehn, zwölf Staaten innerhalb weniger Zehntelprozente gereiht sind, ist mir das doppelt suspekt!

    Zur aktuellen Liste:
    wir sind mit Deutschland immer noch auf guten mittleren Rängen; dass z.B. das freihandelsreiche Norwegen hinter uns liegt, zeigt, wie eng da die Wertungsdifferenzen liegen.

    Wenn Hong Kong, Teil des kommunistischen Chinas,an erster Stelle liegt, zeigt mir das klar, dass diese Wertung nach Kriterien zusammengestellt ist, die eine eigenartige Sicht auf wirtschaftliche Freiheit eröffnet.

    Wir sollten nicht immer alles, was hier bei uns geschieht, von vorneherein in Grund und Boden verteufeln. Wir Österreicher leben noch immer in einem gutgeordneten Wohlfahrtsstaat, der seinen Bürgern weitgestreute soziale Sicherheit und den Tüchtigen erstklassige Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

    Natürlich gibt's auch Schattenseiten, doch versündigen wir uns bitte nicht!
    Seien wir froh, in diesem Land leben und wirken zu können!

    Den Sager von "den Herz-Jesu-Sozialisten in der ÖVP" hätte sich Herr Tögel übrigens ruhig sparen können, das meint - mit Verlaub -

    der Wertkonservative,
    Kaufmann in Niederösterreich.

    • Johann Scheiber
      12. Januar 2012 17:46

      Werter Wertkonservativer,
      warum nicht "Der Kaufmann von Niederösterreich", das wäre noch theatralischer?
      Nichts für ungut, war nur ein Scherz am Rande.
      Liebe Grüße!

    • Wertkonservativer
      13. Januar 2012 13:09

      Weil's beim guten Herrn Tögel am Schluss heisst:
      "Kaufmann in Wien",
      dachte ich mir, das könnte ich mit meinem Spruch ironisch toppen!
      Angeben wollte ich damit wirklich nicht!

      Grüße!

      (mail to: gerhard@michler.at

    • Reinhard (kein Partner)
      16. Januar 2012 20:52

      Also das mit den "erstklassigen Entfaltungsmöglichkeiten für die Tüchtigen" bezweifle ich sehr; es gibt sicher viele Staaten, in denen es noch schwieriger ist, sich selbständig über Wasser zu halten, aber Österreich ist sicher nicht "erstklassig", was das angeht!
      Ein Land mit sehr begrenzten Möglichkeiten.
      Und täglich werden die Grenzen enger gezogen.
      "Zweitklassig". Noch. Die Drittklassigkeit rückt näher.

      Reinhard, Selbständiger in der Steiermark

  10. Johann Scheiber
    12. Januar 2012 15:07

    An sich ist ein Platz im Mittelfeld nicht so schlecht, denn die vorne sind im Visier der Hochfinanz, die hinten in dem der US-Army!

    • brechstange
      12. Januar 2012 19:17

      Wenn es nicht ganz daneben ist, was Sie schreiben, bekommens jetzt immer Sternchen von mir, damit es nicht gar so lang dauert. :-)))))

    • Brigitte Imb
      12. Januar 2012 19:45

      Trotzdem, er soll seine 10 Jahre ruhig abarbeiten.......:-)

    • terbuan
      12. Januar 2012 21:07

      Johann,
      das kommt ganz auf die geopolitische Lage an, Deutschland ist fest im Visier und die US-Army ist schon (noch) dort! :-)

  11. Observer
    12. Januar 2012 14:52

    Vielleicht können Sie, sehr geehrter Herr Tögel, je eine Kopie an die Herren Faymann und Spindelegger senden. Ich erkläre mich bereit, für unseren Bundeskanzler eine strak gekürzte Form in leicht verständlichem deutsch abzufassen.

    • Brigitte Imb
      12. Januar 2012 19:39

      Observer,

      das Posting verdient Applaus!

    • Haider
      14. Januar 2012 23:25

      Noch besser wäre vielleicht ein Piktogramm. Etwa in der Art: 3 schräg nach oben weisende rote Pfeile, ein = Zeichen und dann ein durchgestrichener Euro.

    • Reinhard (kein Partner)
      16. Januar 2012 20:54

      Schicken's das der Laura als SMS. ;o)

    • Udo (kein Partner)
      16. Januar 2012 22:23

      Super Haider, dann muß es ihm nur noch jemand erklären ;-)





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