Wie raus aus dem Euro?

Die beste Gelegenheit die Europäische Währungsunion zu verlassen, bestünde jetzt darin, die notwendige parlamentarische Verabschiedung der neuen, am 21.Juli 2011 vorgeschlagenen Änderungen der Bestimmungen über die EFSF (Europaen Financial Stability Facility) zu verweigern; ferner darin, der Absicht, die EFSF ab 2013 durch den ESM (European Stability Mechanism) zu ersetzen, eine Abfuhr zu erteilen, sowie die grundlegende Änderung des Lissabon-Vertrags durch die Einfügung einer Bail-out-Klausel als Bruch der europäischen „Verfassung“ nicht zu akzeptieren.

Worin die als allererstes anstehenden Änderungen der EFSF-Vereinbarungen bestehen und weshalb sie unzumutbar sind, wurde im Gastkommentar „Der Tanz auf dem Vulkan“ (http://www.andreas-unterberger.at/2011/07/der-tanz-auf-dem-vulkan/) geschildert.

Falls unsere Volksvertreter nicht als Volksverräter gelten wollen, werden sie alle EU-Vorschläge und ihnen entspechenden Regierungsvorlagen ablehnen, die Österreich in eine Transfer-, Haftungs-, Schulden- und Fiskalunion hineinzwingen würden. Der volkswirtschaftliche Schaden, der aus einer Zustimmung zu einer solchen „Unionisierung“ resultieren würde, übersteigt bei weitem den Nutzen des Souveränitätsverlustes. Darüber sind sich heute praktisch alle ernstzunehmenden Volkswirte einig. Allein die Verluste aus Transfers und für die zu erwartende Erhöhung der Zinsen auf die Staatsschuld infolge Bonitätsverlustes werden für Österreich auf fünf Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Der Austritt aus der Währungsunion ist weit weniger kompliziert als ihn die Horrorszenarien in den EU-nahen Massenmedien ausmalen. Währungsunionen sind, das wissen wir aus der Geschichte, immer wieder zerbrochen (meist nach Kriegen). Für die letzten dreißig Jahre gibt es auch genügend Beispiele für eine geordnete und friedliche Auflösung. Ein gutes und lehrreiches Anschauungsmaterial bietet die Auflösung der tschechisch-slowakischen Währungsunion im Jahr 1992/93.

Beispiel Tschechoslowakei

Nachdem durch Volksabstimmungen in der Tschechoslowakei im Jahr 1992 beschlossen worden war, sich zu trennen, entstanden aus dem bis dahin einheitlichen Staatsgebilde mit Wirkung von 1. Januar 1993 an mit der Tschechei und der Slowakei zwei neue, souveräne Staaten. Sie bildeten eine Währungsunion unter Beibehaltung der bisherigen Währung, der tschechischen Krone. Diese Währungsunion hielt allerdings nur 6 Wochen. Am 8. Februar 1993 wurde zwischen beiden Staaten vereinbart, sie zu beenden.

Der Grund für die Auflösung war naheliegend. Solange Tschechien und die Slowakei einen einzigen Staat bildeten, bestand zwischen ihnen eine Transferunion, durch die das Bruttosozialprodukt des slowakischen Gebietes durch Zuschüsse in Höhe von vier bis acht Prozent aus tschechischen Provinzen gestützt wurde. Nach der Trennung in zwei Staaten bestand seitens der Tschechen kein Interesse mehr an solch einseitigen Subventionen und an der Aufrechterhaltung einer Währungsunion.  Beide Staaten bildeten an sich ja auch keinen einigermaßen homogenen Wirtschaftsraum. Die Anpassungsprobleme der Slowakei auf dem Industrie- und Bergbausektor waren außerordentlich groß und erforderten wirtschafts- und währungspolitisch freie Hand.

Um jedes Chaos zu vermeiden, wurde am 19. Januar 1993 die Auflösung der Währungsunion im Detail ausgehandelt, der Beschluss zur Auflösung am 3. Februar öffentlich bekannt gemacht und am 8. Februar durchgeführt. Tschechische Kronen wurden durch die slowakische Krone im Verhältnis 1:1 ersetzt. Vorübergehend wurde der Kapitalverkehr zwischen beiden Ländern unterbrochen. Abhebungen von den Bankkonten wurden beschränkt, ebenso die Umwandlung der einen in die andere Währung.

Um den Güter- und Zahlungsverkehr ungestört aufrecht zu erhalten, wurde eine Clearing-Stelle eingerichtet. Die Bandbreite, um die beide Währungen zum ECU  (European Currency Unit) schwanken konnten, wurde auf fünf Prozent (in beiden Richtungen) begrenzt. Alle Zahlungen für Güter, Dienstleistungen und Kapitaltransfers wurden zum vereinbarten Clearingkurs abgerechnet. Für Forderungen, die vor dem Februar 1993 entstanden waren, erfolgte die Umrechnung zum festen Kurs von 1:1. Das Clearingsystem wurde von beiden Regierungen garantiert und von ihren Notenbanken bis 1995 aufrecht erhalten.

Jede Regierung räumte der anderen eine Kreditfazilität ein, um Defizite in der Zahlungsbilanz auszugleichen. Soweit diese Fazilität nicht ausreichte, mussten Differenzen in konvertiblen Währungen (Dollar, D-Mark) ausgeglichen werden. Die Vereinbarungen blieben in Kraft, bis schließlich beide Währungen konvertibel wurden und auf den Finanzmärkten gehandelt werden konnten.

Die Auflösung ging relativ reibungslos vonstatten. Sie wurde durch die Orientierung an einer Ankerwährung (ECU) erleichtert. Der Verkehr von Kapital, Gütern und Dienstleistungen zwischen beiden Ländern war nur kurz beeinträchtigt. Sehr bald überschritt er das alte Niveau.

Wie das Beispiel zeigt, ist es ausschließlich der politische Wille, von dem es abhängt, eine Währungsunion aufzulösen. Ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten, etwa beim Export, sind bei abgestimmter Währungspolitik nicht zu erwarten. Es gibt in der EU auch keine rechtlichen Hindernisse, die ein souveränes Mitglied am Verlassen der Währungsunion hindern könnten. Kein souveräner Staat kann gezwungen werden, der Veränderung von internationalen Verträgen zuzustimmen, wenn eine solche Zustimmung seinen Interessen widerspricht.

Konstruktionsfehler der Währungsunion

Die  Europäische Währungsunion, das gestehen heute praktisch alle anerkannten Fachleute ein, ist gescheitert. Von der Gründung bis heute leidet sie an unbehebbaren Konstruktionsfehlern. Das gibt jetzt sogar der deutsche Finanzminister, Wolfgang Schäuble, zu (siehe dazu den Gastkommentar „Der Tanz auf dem Vulkan“: http://www.andreas-unterberger.at/2011/07/der-tanz-auf-dem-vulkan/).

Die politische Union, welche die Voraussetzung für die Währungsunion gewesen wäre, ist nicht zustande gekommen, sie wird von den Völkern mit Recht strikt abgelehnt. Die Mitglieder der Europäischen Union sind wirtschaftlich, politisch, kulturell und sozial viel zu verschieden, um sie über einen Kamm scheren zu können. Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Lohnstückkosten klaffen auseinander und lassen sich ohne Gewaltmaßnahmen – erforderlich wären einschneidende Kürzungen der Löhne und Sozialausgaben in den PIIG-Staaten – politisch nicht durchsetzen.

Die jetzt vorgeschlagenen Regelungen sind nichts anderes als „ein Weg ins Verderben“ (Hans-Werner Sinn). Auf komplexe Anforderungen, das hat kürzlich der Systemanalytiker John L. Casti vom Internationalen Institut für Systemanalyse in Laxenburg (im STANDARD vom 8. August 2011, S. 19: „Die EU in der Komplexitätsfalle“) überzeugend ausgeführt, können kleine staatliche Einheiten wesentlich schneller und differenzierter antworten als große. Wenn sich die Probleme häufen, vertrauen große Einheiten auf den Ausbau ihrer Bürokratie bis zu dem Punkt, an dem alle Ressourcen aufgebraucht sind, „nur um ihre gegenwärtige Struktur zu erhalten“.

Wären die Problemländer, so führt er aus, „nicht in der Eurozone, hätten sie viele Optionen zur Verfügung um eine Zeit wirtschaftlicher Veränderung zu bewältigen. Sie könnten zum Beispiel ihre eigenen Währungsprobleme regeln“ und müssten sich nicht „dem Diktat der Europäischen Zentralbank fügen“. In der Tat haben das die meisten Staaten unseres Kontinents, die nicht in der Währungsunion sind, bewiesen.

Ganz zu schweigen von jenen, die es vorzogen, nicht der Europäischen Union beizutreten. Gutes Geld dem schlechten nachzuwerfen, führt nach Casti unweigerlich „zum Zusammenbruch des Euro“. „Die einzig offene Frage“ ist für Casti, „ob sich die EU – analog zum Euro – schließlich selbst als Experiment erweisen wird, das zwar gut gemeint, im Endeffekt (aber) ein Fehlschlag war“.

Fürs erste jedenfalls ist Österreich gut beraten, wenn es seine Zustimmung zu den anstehenden Vertragsänderungen verweigert und im Übrigen die Entwicklung der EU zu einer politischen Transfer-, Haftungs-, Schulden- und Fiskalunion, zu der ja nun auch Deutschland seinen Widerstand aufgegeben hat, mit allem gebotenen Nachdruck ablehnt.  Diese Ablehnung hindert die restlichen Länder der Eurozone nicht, die Brüsseler Beschlüsse durchzusetzen.

Solange nicht Länder die Ratifikation verweigern, deren Haftungsquote fünf Prozent in Summe übersteigt, steht der Durchsetzung nichts in Wege. Österreich braucht also nicht das Odium auf sich zu nehmen, eine Entwicklung zu blockieren, welche die politische Führung der anderen Länder für zweckmäßig hält, die jedoch von der österreichischen Bevölkerung abgelehnt werden wird, sollte es zu der von Bundeskanzler Faymann hoch und heilig versprochenen Volksabstimmung bei grundlegenden Vertragsänderungen kommen. Dass solche „grundlegenden Vertragsänderungen“ jetzt vorliegen, welche den Charakter des Lissabon-Vertrages allein schon durch die Einfügung  einer Bailout-Klausel entscheidend ändern, darüber besteht kein Zweifel.

Der Autor lehrte Politische Ökonomie in Wien, Graz und Aachen. Sein jüngstes Buch, „Der Sinn der Geschichte“ (Regin-Verlag, Kiel 2011), setzt sich eingehend mit Fragen der Europäischen Union auseinander.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorProConsul
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2011 21:16

    ein ausgezeichneter Gastkommentar von Doz. Romig, der aufzeigt wie eine mögliche Alternative aussieht. Die Politiker werden Österreich jedoch lieber in eine Transferunion führen, in welcher die Schulden aller EU-Länder auf alle aufgeteilt werden, die Eurobonds sind nämlich der nächste logische Schritt. Und wer glaubt, dass uns die FPÖ davor 'retten' kann, der ist sehr optimistisch, denn auch in einer allfälligen Koaltion mit Schwarz müsste sich die FPÖ erst für diesen harten Kurswechsel durchsetzen. Es scheint daher alles vorprogrammiert...und vieles davon hat Dr. Romig in seinem neuen Buch 'Der Sinn der Geschichte' bereits voraussehend niedergeschrieben.

  2. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA Partner Homepage
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2011 16:13

    Die eigentlich wichtige Frage "Wieso raus aus dem Euro?" wird nicht beantwortet.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2011 20:06

    Ich weine bittere Tränen um den Euro ! Ich bin auch heute noch nicht überzeugt, dass der Euro wirklich scheitern muß. Schließlich hatten die Amerikaner bei der Schaffung des Dollar nichteinmal eine EZB !Und es gibt den Dollar immer noch und wird ihn auch nach dem Staatsbankkrott der USA weiter geben.
    Das bedauerliche in Europa ist die katastrophale Inkompetenz aller- wirklich aller !- Politiker und Bureaukraten in Brüssel, Berlin,Paris, von den Schlaucherln im Süden nicht zu reden und das Fehlen eines Mechanismus, Ordnung zu schaffen.
    (Wie schön und nützlich waren da doch die Abgesandten der USA zu Zeiten der Marshallhilfe, die mehrmals im Bundeskanzleramt einmarschiert sind und dem Raab und dem Figl die Ohren langgezogen haben, wenn sie schon wieder Bureaukratie und Protektionismus machen wollten.!)

  4. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2011 12:32

    Auf komplexe Anforderungen, das hat kürzlich der Systemanalytiker John L. Casti vom Internationalen Institut für Systemanalyse in Laxenburg (im STANDARD vom 8. August 2011, S. 19: „Die EU in der Komplexitätsfalle“) überzeugend ausgeführt, können kleine staatliche Einheiten wesentlich schneller und differenzierter antworten als große….
    Getreu dem Motto „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner“ müssen Einheiten, die souverän agieren, ihre Probleme selbst lösen. Ist man aber in ein größeres Ganzes eingegliedert und hat somit Souveränitätsrechte abgegeben, so wie die Nationalbanken an die EZB, ist man auf Hilfe von außen angewiesen.

    Zumindest scheinbar. Denn auch die nationale Notenbank eines Euro-Landes hat die Möglichkeit Liquiditätshilfe (Emergency Liquidity Assistance, ELA) zu gewähren, und zwar ohne irgendwelche Sicherheiten zu fordern. "Im Notfall können auch Sofas und tote Pferde beliehen werden", lautet ein Witz in Kreisen der Notenbanken. Auf eigenes Risiko natürlich. Aber offenbar war den Griechen ihre Krise noch nicht groß genug, um zu diesem Mittel der Selbsthilfe zu greifen. Und offenbar war den Eurorettern diese Möglichkeit unbekannt, auch dem EZB- Rat – wers glaubt wird selig. Aber jedenfalls war dies einer breiten Öffentlichkeit unbekannt, und so konnten die Griechenschon zweimal Rettungspakete mit jeweils über 100 Milliarden erzwingen. Die Griechen denken sich wohl: wenn man schon in einer Gemeinschaft eingebunden ist, warum sollte man deren Mitglieder nicht am eigenen Leid ein bißchen teilhaben? Und das Risiko streuen, wozu hat man Freunde.

    Die Vorgehensweise Griechenlands erinnert mich an einen Spruch aus der Arbeitswelt, wo ja auch gerne behauptet wird, daß man gemeinsam stärker ist, und was Leistungsträger zu ff. Spruch inspriert hat:

    Was bedeutet TEAM? Toll Ein Anderer Machts.

    Betreffend ELA hier nachzulesen, im letzten Teil. Aber der ganze Text ist lesenswert.
    http://www.faz.net/artikel/C30638/geheimsache-notenbanken-kaufen-anleihen-auch-verdeckt-30486791.html

  5. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2011 20:42

    In der Praxis gibt es kein zurück zum Schilling.
    Zur Bewältigung der aktuellen Krise müssten nur die Maastrichtgrenzen (60 % und 3 %) von allen Euro-Staaten eingehalten werden! Hier handelt es sich um einen Staatsvertrag, welcher bei Nichtbefolgung mit Sanktionen belegt werden muss.
    Leider scheren sich die Verantwortlichen in den einzelnen Staaten überhaupt nicht um die Einhaltung dieser Vereinbarung. Daher weg mit allen diesen Feiglingen! Ist Frau Merkel überhaupt noch glaubwürdig, wenn sie vor der Reise nach Paris etwas sagt und anschliessend das Gegenteil unterschreibt. Faymann, Spindelegger, Fekter u.a. trauen sich nicht, in Brüssel den Mund aufzumachen - ausser beim gemeinsamen Essen :-).

  6. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2011 21:17

    Wie raus aus dem Euro?
    Eine rein theoretische Frage und auch eine solche Antwort, denn praktisch sehe ich keinerlei Möglichkeit geordnet aus dem Euro auszusteigen.

    Erst wenn die EU zerschellt, gibt es eine reale Chance, aber bis dahin heißt es: mitgefangen, mitgehangen!

  7. Ausgezeichneter KommentatorKomma
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    23. August 2011 10:31

    @ Dr. Dieter Zakel MA

    Lieber Dieter,

    auf Deine Frage: "Wieso raus aus dem Euro?", laß mich versuchen, eine einigermaßen befriedigende Antort zu geben:

    1. Weil ein Währungsunion ohne politische Union scheitern muss, die politische Union von den Völkern Europas aber abgelehnt wird. Was jetzt gemacht wird um den EURO zu retten, ist alles Krampf, dient nur dem Zeitgewinn und bedeutet nur Konkursverschleppung. Eben hat der griechische Ministerpräsident bestätigt, dass die „Rettungsmaßnahmen“ und Transfers die Defizite und Schulden nicht mindern, sondern erhöhen!
    2. Die anstehenden Beschlüsse zu EFSF und ESM bahnen den Weg zur Haftungs-, Transfer-, Schulden- und Fiskalunion. 70% der Bevölkerung sind nicht bereit, diesen Weg mitzugehen.
    3. Die geplante Aufhebung des Verbots von Bailouts (Art. 136 AEUV) verstößt gegen die Geschäftsgrundlage der EWU und gegen Treu und Glauben der Parteien bei Abschluß des Maßtrichtvertrags. Apropos: Den Österreichern wurde noch einen Tag vor der Abstimmung über den Beitritt zur EU von der Regierung versprochen: „Der Schilling bleibt!“
    4. Die Kapitalisierung der jährlichen Mehrkosten für Transfers und Bonitätsverlust auf Grund der Beschlüsse vom 21. Juli 2011 erhöhen die österreichische Staatsschuld von 220 um etwa 150 auf 370 Milliarden EURO, d. i. etwa 140% des GDP! Durch das Akzeptieren der Beschlüsse vom 21. Juli 2011 machen wir uns selber zu einem PIG-Staat.
    5. Die EWU verstößt gegen das Recht des Staates, der Nation und der Völker auf Selbstbestimmung und Selbstverantwortung für ihren Haushalt. Teils bedeuten die auferlegten Maßnahmen Entmündigung, teils Enteignung von Volksvermögen durch den vorgesehenen Finanzausgleich.
    6. Der Bruch des Verbots, Staatshaushalte durch die EZB zu finanzieren (Art. 125 AEUV), hat den Bankrott des EURO-Systems (und der EZB) herbeigeführt, lediglich die Konkursanmeldung steht noch aus.
    7. Die Währungsunion schlägt den Staaten das wichtigste Instrument für ihre Wirtschafts- und Kreditpolitik aus der Hand und macht sie zu Opfern der internationalen Finanzmächte, „Mit dem Kredit beherrschen sie den Blutkreislauf des ganzen Wirtschaftskörpers; das Lebenselement der Wirtschaft ist derart unter ihrer Faust, dass niemand gegen ihr Geheiß auch n ur zu atmen wagen kann“. Das ist keine Kritik der Linken, sondern von Papst Pius XI. (!).
    8. Aus der Schulden- und Zinsfalle kommt Österreich nur durch eine eigene Währung und eine eigene Notenbank heraus, welche zur Staatsfinanzierung voll eingesetzt werden kann, nach dem Prinzip: C´est au Souverain de donner le crédit, non à le recevoir.


alle Kommentare

  1. Yan (kein Partner)
    22. Januar 2015 16:22

    Even if they wanted to they wuldon't unwind their entire dollar position. There is already downward pressure on the dollar (obviously), if they were to add to that with a huge inflow of dollars in the FX market, they would be selling low and buying high (swap from dollar to Euro), not effective. Especially when, by nature of their trade structure, they will be receiving a steady stream of US dollars from export activity. So long as the Wal-Mart is the eighth largest trade partner with China they will be chained to the dollar. Was this answer helpful?

  2. Fola (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:27

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  3. James (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:59

    ?????????? ??????????????? ??? ?????????? Facebook. ( / )Connecting to %sjQuery(document).ready(function(){var input = document.createElement( 'input' ), conmmet = jQuery( '#conmmet' );if ( 'placeholder' in input ) {conmmet.attr( 'placeholder', jQuery( '.conmmet-textarea label' ).remove().text() );}// Expando Mode: start small, then auto-resize on first click + text lengthjQuery( '#conmmet-form-identity' ).hide();jQuery( '#conmmet-form-subscribe' ).hide();jQuery( '#conmmetform .form-submit' ).hide();conmmet.css( { 'height':'10px' } ).one( 'focus', function() {var timer = setInterval( HighlanderComments.resizeCallback, 10 )jQuery( this ).animate( { 'height': HighlanderComments.initialHeight } ).delay( 100 ).queue( function(n) { clearInterval( timer ); HighlanderComments.resizeCallback(); n(); } );jQuery( '#conmmet-form-identity' ).slideDown();jQuery( '#conmmet-form-subscribe' ).slideDown();jQuery( '#conmmetform .form-submit' ).slideDown();});}); ?? ???????????? ???? mail ??? ?????? ??? ?? ????????????.?????????????????? ..:: ????????? ???????????? ::..?????? 06/03/2013 ?????????:????? ???????????? ??? ???????? ??? ?? ??????????? ???????? ?????? ??????? ???? ??? ?????? ???? ??? ??? ????? ??????????? ??????? ? ????????????????? ????????????? ??????? ????????????????? ??????????????? ????????? ??? ????????????? ??? ? ????????????????? ??? ????? ???????? ??? ????? ?????????? ?? [ ]WeatherForecast by Forecast by ????? ?? ??? ?? ??????? ????? ??? ????? ??????????? ??? ?????? ???, ???????? ?? ????? ??????????? ??? ?????????? ???? ??? ???????? ??? ??? ???????? ??? ????????? ??????????? ??? ???? ???????????? ???? ???????? ??? ?. ??????? ???????? (?????) ????? ??? ??? ??????? ??? ???????????? ??????????? ????????? ?????????? (????? ) ??? ?????????? ???? ??? ????????? ??? ?????

  4. Tali (kein Partner)
    19. Januar 2015 13:31

    4, 2, 3, flat The sad thing is he may not truly understand it all. The Warlord On The Outs. After all, there is this to cnieodsr. What would you rather pay attention to over there, sitting on the Euro, seeing the shambles here? Carla

  5. Tiouna (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:58

    1+1=2??????????1 and 2 ??fixed definition??o camp terms ?definition?????????????1 + 1 ??????????????????????????????? ???? ???????1+1 = 2 only works in a clseod system, like mathematicsbut not like in reality, where it is an opend system.

  6. Komma
    23. August 2011 10:31

    @ Dr. Dieter Zakel MA

    Lieber Dieter,

    auf Deine Frage: "Wieso raus aus dem Euro?", laß mich versuchen, eine einigermaßen befriedigende Antort zu geben:

    1. Weil ein Währungsunion ohne politische Union scheitern muss, die politische Union von den Völkern Europas aber abgelehnt wird. Was jetzt gemacht wird um den EURO zu retten, ist alles Krampf, dient nur dem Zeitgewinn und bedeutet nur Konkursverschleppung. Eben hat der griechische Ministerpräsident bestätigt, dass die „Rettungsmaßnahmen“ und Transfers die Defizite und Schulden nicht mindern, sondern erhöhen!
    2. Die anstehenden Beschlüsse zu EFSF und ESM bahnen den Weg zur Haftungs-, Transfer-, Schulden- und Fiskalunion. 70% der Bevölkerung sind nicht bereit, diesen Weg mitzugehen.
    3. Die geplante Aufhebung des Verbots von Bailouts (Art. 136 AEUV) verstößt gegen die Geschäftsgrundlage der EWU und gegen Treu und Glauben der Parteien bei Abschluß des Maßtrichtvertrags. Apropos: Den Österreichern wurde noch einen Tag vor der Abstimmung über den Beitritt zur EU von der Regierung versprochen: „Der Schilling bleibt!“
    4. Die Kapitalisierung der jährlichen Mehrkosten für Transfers und Bonitätsverlust auf Grund der Beschlüsse vom 21. Juli 2011 erhöhen die österreichische Staatsschuld von 220 um etwa 150 auf 370 Milliarden EURO, d. i. etwa 140% des GDP! Durch das Akzeptieren der Beschlüsse vom 21. Juli 2011 machen wir uns selber zu einem PIG-Staat.
    5. Die EWU verstößt gegen das Recht des Staates, der Nation und der Völker auf Selbstbestimmung und Selbstverantwortung für ihren Haushalt. Teils bedeuten die auferlegten Maßnahmen Entmündigung, teils Enteignung von Volksvermögen durch den vorgesehenen Finanzausgleich.
    6. Der Bruch des Verbots, Staatshaushalte durch die EZB zu finanzieren (Art. 125 AEUV), hat den Bankrott des EURO-Systems (und der EZB) herbeigeführt, lediglich die Konkursanmeldung steht noch aus.
    7. Die Währungsunion schlägt den Staaten das wichtigste Instrument für ihre Wirtschafts- und Kreditpolitik aus der Hand und macht sie zu Opfern der internationalen Finanzmächte, „Mit dem Kredit beherrschen sie den Blutkreislauf des ganzen Wirtschaftskörpers; das Lebenselement der Wirtschaft ist derart unter ihrer Faust, dass niemand gegen ihr Geheiß auch n ur zu atmen wagen kann“. Das ist keine Kritik der Linken, sondern von Papst Pius XI. (!).
    8. Aus der Schulden- und Zinsfalle kommt Österreich nur durch eine eigene Währung und eine eigene Notenbank heraus, welche zur Staatsfinanzierung voll eingesetzt werden kann, nach dem Prinzip: C´est au Souverain de donner le crédit, non à le recevoir.

  7. mike1
    22. August 2011 15:04

    also: raus aus dem euro wäre zweifellos das dümmste, was man machen kann - ich frage mich immer wieder, wieso die leute dies als lösung ihrer probleme bezeichnen ?!

    der euro ist super drauf, einiges wert ! es gibt KEINE eurokrise, versteht man das hier einfach nicht ??

    • Collector
      22. August 2011 19:46

      @mike1

      "Der Euro ist super drauf". Gegen Hartwärungen wie sfr, Yen, Austral-Dollar, Gold und Silber hat er gerade in den letzten Monaten schwer verloren. Die Inflation explodiert: 13% gegenüber Vorjahr für den Warenkorb für übliche Haushaltswaren und Energie!

    • Wertkonservativer
      23. August 2011 10:13

      Lieber Mike,

      hier reden so viele gescheite Leute gegen den Euro, obwohl zumindest ebensoviele gescheite Leute klar und schlüssig sagen, dass der Euro gut für uns ist.
      Wer hat hier wohl recht, diese Gescheiten oder die anderen Gescheiten??

      Ich spüre laufend zugigen Gegenwind von Seiten unserer vielen Klugen; es wird wohl bald an der Zeit sein, dass ich mich in ein stilles, windgeschütztes Winkerl begebe.

      Liebe Grüße!

      Gerhard

  8. Alexander Huss (kein Partner)
    20. August 2011 21:07

    Auch ich vermisse, dass der Grund dafür angegeben wird, warum wir aus dem Euro rausmüssen. Ich glaube auch nicht, dass er scheitern muss, wie es uns immer wieder von Fachleute eingeredet wird. Mich würde nur interessieren wo den Kapazunder wie ein Hans Werner Sinn waren, als der Euro eingeführt wurde. Hätten sie nicht damals schon auf die Konstruktionsfehler aufmerksam machen sollen?

    • brechstange
      22. August 2011 14:34

      Haben sie doch. Doch diese Kapazunder wurden links liegen gelassen gegen die Übermacht der Propaganda. Sie wurden denunziert, ignoriert und sie verließen sich auf Einhaltung der Maastricht-Kriterien. Im Gegensatz zu unseren Ökonomen haben deutsche Ökonomen sehr wohl gewisse Kriterien in den Lissabon-Vertrag über den Verfassungsgerichtshof schreiben lassen, dazu fand man in Österreich weit und breit keinen, der sich eingesetzt hätte.
      Wenn man sich schon in Österreich wegen eines Schlagobersverbilligung auf die Hälfte hat blenden lassen (als ab man jeden Tag 1/4erl Schlag isst und die Qualität nicht beachtet) beim EU-Beitritt, hatten Politiker und Befürworter leichtes Spiel.

  9. Celian
    20. August 2011 09:21

    Der Wille zum Ausstieg nimmt aber immer andere Formen an. Wie er sich beim Euro und seiner Griechenland-Krise formiert, ist in diesen Stunden zu begutachten, siehe Link.

    Wer hätte gedacht, daß wir den "Wahren Finnen", deren Euroskepsis die finnische Regierung zu diesem Husarenstück beflügelt hat, noch einmal dankbar sein werden.

    Wenn der zweite Rettungsschirm für Griechenland geplatzt ist, wird man plötzlich sehen, daß es auch Alternativen dazu gibt. Austritt Griechenlands und seinen Brüdern im Geiste aus der Währungsunion. Oder Griechenland finanziert sich durch das ELA (Emergency Liquidity Assistance) bei seiner eigenen Notenbank und übernimmt wieder die volle Verantwortung für seine miserablen Finanzen. Man wird sehen.

    http://www.faz.net/artikel/S30350/griechenland-hilfen-die-folgen-der-finnland-klausel-30488181.html

  10. libertus
    19. August 2011 21:17

    Wie raus aus dem Euro?
    Eine rein theoretische Frage und auch eine solche Antwort, denn praktisch sehe ich keinerlei Möglichkeit geordnet aus dem Euro auszusteigen.

    Erst wenn die EU zerschellt, gibt es eine reale Chance, aber bis dahin heißt es: mitgefangen, mitgehangen!

    • Collector
      20. August 2011 07:24

      @libertus

      "Wie raus aus dem Euro?"
      Entscheidend ist allein der politische Wille! "Unser Geld für unsere Leut!", "Kein Cent nach Griechenland".
      Rein praktisch ist der zweite Rettungsschirm für Griechenland (+159 Mrd. Euro!) schon zerfetzt bevor er aufgespannt ist! Mit der Abmachung bzw. Forderung zur Hinterlegung von Collateral oder"Pfändern" ( Finnland, Slowakei, Slovenien, Österreich, die Niederlande)ist der Schirm bereits kaputt: Hier das Urteil von Fachseite in wenigen Zeilen:
      FURTHER DISCUSSION ON COLLATERAL WOULD CANCEL SECOND GREEK BAILOUT
      This follows on the heels of news overnight that Finland, Holland and now Slovenia are all pushing to get collateral (aka a DIP out of Greece). And naturally, no Greek bailout means game over for a united Europe, and its disjointed banks
      Für Österreich: "Das Modell der Kreditsicherheiten müsse offen sein für alle Länder der Euro-Zone, sagte der Sprecher des Wiener Finanzministeriums Harald Waiglein der finni-schen Zeitung „Helsingin Sanomat“ vom Donnerstag".
      THE GAME IS OVER.

    • brechstange
      22. August 2011 14:37

      Hätte man sich bereits im Mai 2010 für eine Neuordnung entschieden, wäre das wesentlich effizienter und billiger gewesen. So wurden die Ketten enger gezogen und wir ertrinken mit. Die EU hätte gar nicht zerschellen müssen, doch die Gefahr wird durch diese unverantwortlichen Entscheidungen von Tag zu Tag größer.

  11. Observer
    19. August 2011 20:42

    In der Praxis gibt es kein zurück zum Schilling.
    Zur Bewältigung der aktuellen Krise müssten nur die Maastrichtgrenzen (60 % und 3 %) von allen Euro-Staaten eingehalten werden! Hier handelt es sich um einen Staatsvertrag, welcher bei Nichtbefolgung mit Sanktionen belegt werden muss.
    Leider scheren sich die Verantwortlichen in den einzelnen Staaten überhaupt nicht um die Einhaltung dieser Vereinbarung. Daher weg mit allen diesen Feiglingen! Ist Frau Merkel überhaupt noch glaubwürdig, wenn sie vor der Reise nach Paris etwas sagt und anschliessend das Gegenteil unterschreibt. Faymann, Spindelegger, Fekter u.a. trauen sich nicht, in Brüssel den Mund aufzumachen - ausser beim gemeinsamen Essen :-).

  12. Dr. Dieter Zakel MA
    19. August 2011 16:13

    Die eigentlich wichtige Frage "Wieso raus aus dem Euro?" wird nicht beantwortet.

    • Collector
      19. August 2011 20:15

      @ Dr. Dieter Zankel MA

      Das "Wieso?" wurde wohl auf Grund der bisherigen Ausführungen und Beiträge vorausgesetzt, z. B.

      Wolfgang Schäuble: EWU ist "Fehlkonstruktion".
      Hanns-Werner Sinn: Rettungsschirme "Weg ins Verderben"

      Romig: Gastkommentar bei AU: Raus aus dem Euro. Und das sofort!“
      Romig: Gastkommentar bei AU: „Gescheitert!“ (Hier wird das Buch „Europa?“ von Vaclav Klaus besprochen)
      Rommig; Gastkommentar bei AU: „30 Milliarden verpulvert!“
      Romig: Gastkommentar bei AU "Tanz auf dem Vulkan" (lesen!)
      Romig: Gastkommentar bei AU: „Europa schafft sich ab“

    • ProConsul
      19. August 2011 21:00

      Lieber Dieter

      weil wir sonst bald mit EURO-Bonds für die Schulden der anderen haften.

  13. Celian
    19. August 2011 12:32

    Auf komplexe Anforderungen, das hat kürzlich der Systemanalytiker John L. Casti vom Internationalen Institut für Systemanalyse in Laxenburg (im STANDARD vom 8. August 2011, S. 19: „Die EU in der Komplexitätsfalle“) überzeugend ausgeführt, können kleine staatliche Einheiten wesentlich schneller und differenzierter antworten als große….
    Getreu dem Motto „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner“ müssen Einheiten, die souverän agieren, ihre Probleme selbst lösen. Ist man aber in ein größeres Ganzes eingegliedert und hat somit Souveränitätsrechte abgegeben, so wie die Nationalbanken an die EZB, ist man auf Hilfe von außen angewiesen.

    Zumindest scheinbar. Denn auch die nationale Notenbank eines Euro-Landes hat die Möglichkeit Liquiditätshilfe (Emergency Liquidity Assistance, ELA) zu gewähren, und zwar ohne irgendwelche Sicherheiten zu fordern. "Im Notfall können auch Sofas und tote Pferde beliehen werden", lautet ein Witz in Kreisen der Notenbanken. Auf eigenes Risiko natürlich. Aber offenbar war den Griechen ihre Krise noch nicht groß genug, um zu diesem Mittel der Selbsthilfe zu greifen. Und offenbar war den Eurorettern diese Möglichkeit unbekannt, auch dem EZB- Rat – wers glaubt wird selig. Aber jedenfalls war dies einer breiten Öffentlichkeit unbekannt, und so konnten die Griechenschon zweimal Rettungspakete mit jeweils über 100 Milliarden erzwingen. Die Griechen denken sich wohl: wenn man schon in einer Gemeinschaft eingebunden ist, warum sollte man deren Mitglieder nicht am eigenen Leid ein bißchen teilhaben? Und das Risiko streuen, wozu hat man Freunde.

    Die Vorgehensweise Griechenlands erinnert mich an einen Spruch aus der Arbeitswelt, wo ja auch gerne behauptet wird, daß man gemeinsam stärker ist, und was Leistungsträger zu ff. Spruch inspriert hat:

    Was bedeutet TEAM? Toll Ein Anderer Machts.

    Betreffend ELA hier nachzulesen, im letzten Teil. Aber der ganze Text ist lesenswert.
    http://www.faz.net/artikel/C30638/geheimsache-notenbanken-kaufen-anleihen-auch-verdeckt-30486791.html

  14. Helmut Oswald
    19. August 2011 01:21

    Unsere Freiheit wird nicht bestehen, solange wir es zulassen, daß die einzige international bestehende und global anerkannte Leitwährung die grüne Farbe trägt. Wie dies technisch gelöst wird, überlasse ich gerne den Fachleuten - aber Priorität 1 hat aus politischen Gründen, daß es eine echte Alternative zum Dollar geben muß, die in europäischen Händen liegt.

  15. ProConsul
    18. August 2011 21:16

    ein ausgezeichneter Gastkommentar von Doz. Romig, der aufzeigt wie eine mögliche Alternative aussieht. Die Politiker werden Österreich jedoch lieber in eine Transferunion führen, in welcher die Schulden aller EU-Länder auf alle aufgeteilt werden, die Eurobonds sind nämlich der nächste logische Schritt. Und wer glaubt, dass uns die FPÖ davor 'retten' kann, der ist sehr optimistisch, denn auch in einer allfälligen Koaltion mit Schwarz müsste sich die FPÖ erst für diesen harten Kurswechsel durchsetzen. Es scheint daher alles vorprogrammiert...und vieles davon hat Dr. Romig in seinem neuen Buch 'Der Sinn der Geschichte' bereits voraussehend niedergeschrieben.

  16. ambrosius
    18. August 2011 20:06

    Ich weine bittere Tränen um den Euro ! Ich bin auch heute noch nicht überzeugt, dass der Euro wirklich scheitern muß. Schließlich hatten die Amerikaner bei der Schaffung des Dollar nichteinmal eine EZB !Und es gibt den Dollar immer noch und wird ihn auch nach dem Staatsbankkrott der USA weiter geben.
    Das bedauerliche in Europa ist die katastrophale Inkompetenz aller- wirklich aller !- Politiker und Bureaukraten in Brüssel, Berlin,Paris, von den Schlaucherln im Süden nicht zu reden und das Fehlen eines Mechanismus, Ordnung zu schaffen.
    (Wie schön und nützlich waren da doch die Abgesandten der USA zu Zeiten der Marshallhilfe, die mehrmals im Bundeskanzleramt einmarschiert sind und dem Raab und dem Figl die Ohren langgezogen haben, wenn sie schon wieder Bureaukratie und Protektionismus machen wollten.!)





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