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Der gute Revisionist?

Peter Handke hat wieder einmal einen Text über Serbien veröffentlicht. So weit so interessant. Und in der Tat ist das kurze Büchlein „Die Geschichte des Dragoljub Milanovic“ ein hochinteressanter wie auch literarisch hochwertiger Text, der tiefe Einblicke in die verfehlte Balkanpolitik des Westens liefert.

Dabei geht es um die Verurteilung des ehemaligen Direktors der „RTS – Radio Televizija Srbije“ zu neun Jahren Haft. Milanovic hatte es angeblich verabsäumt den Sender „auszulagern“, bevor die NATO ihn während der „humanitären Intervention“ in Schutt und Asche legen konnte und mehrere Menschen dabei umkamen. Die Verurteilung von Milanovic dürfte in der Tat eine Farce darstellen, ebenso wie der Feldzug gegen Serbien ein Angriffskrieg war. Doch darum geht es zunächst nicht.

Handke hat mit vielem, was er über das ehemalige Jugoslawien und das heutige Serbien schreibt und schrieb oftmals  recht, oder zumindest nicht unrecht. Ich frage mich, wie es sein kann, dass ein Revisionist, der vermeintliche (oder schon verurteilte) Kriegsverbrecher in Serbien verteidigt, die ja angeblich für Genozid, Vertreibung und Verbrechen an der Menschlichkeit verantwortlich sind, hierzulande zum umjubelten Genie stilisiert wird und damit Unsummen an Geld verdient (das vorliegende kleine Büchlein mit gerade einmal 30 dick und groß bedruckten Seiten kostet stolze neun[!] Euro), während andere Revisionisten (zu Recht oder zu Unrecht) im  Gefängnis schmoren.

Nun könnte man naturgemäß mit Recht fragen, was denn prinzipiell so schlimm daran ist, dass Autoren andere Meinungen, als die vom Mainstream postulierten, vertreten? Und die Antwort wäre in einer demokratischen Gesellschaft ebenso einfach: Nichts! Handkes Meinung zu Serbien ist nicht nur eine „andere“, sie ist auch wichtig und sie regt zum Nachdenken an.

Handke allerdings verteidigt zudem den serbischen Nationalismus und pflegt und hegt antiwestliche Reflexe. Warum aber, so überlegt der abseitsstehende Fragende, wird er nicht für eben diese Haltungen von den etablierten Medien gemieden, als „ewiggestrig“, „außerhalb des moralisch-tolerierbaren“, und was es sonst noch an „antifaschistischen“ Windmühlenphrasen gibt, aus der Mitte des Erfolgs ausgeschieden?

Gewiss, es gab und gibt Kritiken an seinen Haltungen, es gab und gibt Unterstützer, aber eine umso größere und entschlossenere Fangemeinde seiner Haltungen (interessanterweise auch der Oberguru der Terrorsympathisanten Claus Peymann). Das alles wäre ja normal – würde die Freiheit, die Herrn Handke zugestanden wird, auch anderen zugestanden – und würden es da nicht auf der anderen Seite dieselben Leute sein, die den Deutsch-Nationalismus (zu Recht!) in Grund und Boden verdammen – und wären es nicht dieselben Leute, die überall, hinter jedem Busch, jeder Klobrille und jedem Baum Faschisten herbei phantasieren, die Handke nun seit Jahren ihre (zum Teil finanzkräftige!) Unterstützung für die literarische Verteidigung der Serben versichern.

Und sind sich diese großen Verteidiger der „universalen Menschenrechte“ eigentlich darüber im Klaren, dass es nicht selten dieselben Serben sind, die in ihrem Serbien Nikolic (Vizeministerpräsident unter Milosevic, derzeit nationalistischer Politiker) wählen (würden), die hierzulande ihr Kreuzlein bei der FPÖ machen (würden)? 

Ich bin entschiedener Gegner jedwedes Nationalismus´, jedwedes Chauvinismus´ und jedwedes Sozialismus´ (sei er nun national oder international), ich wundere mich aber, mit welche eindeutigem Doppelstandard die einen verdammt und die anderen bewundert werden, gerade so, als sei der „Antiamerikanismus“ und der „Antiimperialismus“ Grund genug über Verbrechen hinweg zu schauen, oder diese zumindest milder zu behandeln. Wäre es nicht redlich und konsequent jedweden Nationalismus zu verurteilen?

Ich wundere mich aber noch mehr, dass die freie Rede nur für jene gilt, die sich in einem Rahmen bewegen, der zumindest annähernd „Rot“ (worunter „Grün“ zu subsumieren ist) gefärbt ist und keinesfalls eine andere Farbe aufweisen darf. Die den einen Nationalismus zu Recht verurteilen und beim anderen augenzwinkernd, oder aus ehrlichen Motiven, beide Augen verschließen. Handke mag Recht haben, er mag ein großer Autor sein, die Heuchelei seiner Zeitgenossen allerdings ist unerträglich!

Johannes Auer ist Publizist. Seine Haupt Forschungs- und Publikationsschwerpunkte sind das Verhältnis von Religion und Staat. Auer forscht ebenso intensiv auf dem Feld  des „Traditionalismus“. Ein Teil seiner Publikationen ist online auf: http://johannesauer.wordpress.com abrufbar.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2011 07:47

    Es geht eben nicht darum, was man sagt, sondern ob derjenige, der was sagt, auf der richtigen Seite steht. Falls man sich zum Klüngel dazuzählen darf, ist man sankrosankt. Falls nicht, ist man automatisch im Malus.

    Da dürfen die einen reihenweise politisch unkorrekte Bücher verfassen. Die anderen aber nicht mal einen bizarren Vergleich ziehen, wie der Königshofer. Das ganze nennt sich Meinungsfreiheit in einem demokratischen Rechtsstaat.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2011 18:01

    @oswald
    Gott erhalte Ihnen ihr primitiv zusammengebasteltes Weltbild:
    hie die Guten, da die Bösen.
    Kreuzbrave Ustascha-Kroaten und vor allem arme islamistische Kämpfer, die keiner Fliege etwas zuleide getan hätten, auf der einen Seite und blutrünstige, kommunistische, nationalistische, faschistische Serben, die gerne moslemische Babys schlachten, auf der anderen Seite.
    Und wie im Wildwestfilm taucht dann - streng aber gerecht die Nato auf. An ihrer Spitze hehre Ritter ohne Furcht und Tadel: Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Bill Clinton......
    Und die Bösewichte werden von der Weltgemeinschaft bestraft.. der Sheriff zieht weiter nach Afghanistan und nach Lybien und rettet die Bedrängten und Unterdrückten...

    Ein weiteres Märchen , das hier dargestellt wird wird ist die öffentliche Akzeptanz der Handke´schen Thesen.
    Als Hanke nur versuchte, objektiv zu sein fiel die internationale Meute der Tintenstrolche sofort über ihn her.
    Handke wurde im besten Fall als Spinner dargestellt. Denn es ist in unserer Gutmenschendemokratur nicht möglich, abweichende Meinungen vom politisch korrekten Main-stream zu äußern... wo kämen wir denn dann hin...
    Vor dem Fall in die völlige Bedeutungslosigkeit hat Handke nur sein überragendes literarisches Talent gerettet.
    Die Medienstrolche hatten ihn schon ans Kreuz der Empörung und gutmenschlichen Entrüstung genagelt .

  3. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    14. August 2011 13:49

    Damit müssen wir uns wohl oder übel abfinden:

    "Immer schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge."

    (B. Brecht!)

  4. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2011 23:23

    Hier ist ein Film, der zeigt, dass vor dem WKI ganz bewußt die Lunte am Balkan gelegt wurde, was zu einem entscheidenden Wendepunkt der Weltgeschichte wurde. Seitdem sind hauptsächlich Kriminelle an der Macht. Was hatte das neuerliche Zündeln wohl zu bedeuten?
    Auch die US-Außenpolitik und damit die internationale Politik hat da eine entscheidende Wendung genommen: Von idealistischer Völkerverständigung zu beinharter Machtpolitik.

    http://www.weltkrieg.cc/1932/es-geht-nicht-um-parteien-sondern-um-universelle-prinzipien-video_6904138e7.html

  5. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2011 09:58

    Der Kommunist Handke tut, was Kommunisten tun seit sie sich artikulieren. Er verbreitet Lügen. Warum auch nicht ? Eine ethische Schranke hin zur Wahrheit, höchst hinderlich im politischen Geschäft, kennen die Gottlosen nicht, daher lügen sie in diesem einen Punkt nicht. Sie haben nie die Wahrheit versprochen - nur die Diktatur des Proletariates und die Ausrottung des Klassenfeindes. Schlimmer, wenn sogenannte christliche Politiker es tun - denn diese haben ihre eigenen Grundsätze damit verraten. Kommunisten lügen grundsätzlich, wenn es nützt. Und wenn diese Lügen - nüchtern vorgetragen - zu offenkundig als solche in Erscheinung treten, dann verbreitet der Literat eben Stimmung oder 'Stimmungen', um dieses Defizit an Glaubwürdigkeit zu überbrücken. Wozu sich literarischer Stil, zu dem er durch sein schriftstellerisches Talent ohne Zweifel in besonderer Weise begabt ist, vorteilhaft in Gebrauch nehmen läßt. Ein ordinärer kommunistischer Lügner, talentiert für die literarische Verbrämung jener verbrecherisch sich manifestierenden Geisteskrankheit, die alleine durch die Verbrechen der Tito Partisanen an hunderttausenden andersdenkenden Landsleuten jeglicher Nationalität oder der in ihre Hände gefallenen Kriegsgefangenen als mörderischer Irrsinn manifest wird. Glück haben jene, die Stimmung machen, wenn ihre Gegner irren oder sich selbst ins Unrecht setzen - gegen tatsächliche Verbrechen und Irrtümer ihrer Gegner anzutreten ist gewiss Fortschritt im faustischen Sinn, die Handkes dieser Erde sind dann 'ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft'. Es mag selbst den marxistischen Mörderbanden gelingen, ab und zu das Richtige zu erkennen. Nur soweit mein Zugeständnis an die Handkes und keinen Millimeter mehr.

    Dem Autor des Blogbeitrages halte ich entgegen, daß er hinsichtlich seiner Argumentation mit sich selbst im Widerspruch steht - nur die Hegelsche These von der völlig uneingeschränkten Souveränität der Staaten als höchstem Rechtsgut, zugleich Ausdruck nationaler Selbstbestimmung und unantastbarer Kategorie oberster politischer Willensbildung - also aus einer rechtsphilosphischen Haltung des 19. Jahrhunderts heraus - läßt die NATO Einsätze gegen Serbien / Jugoslawien als Angriffskrieg interpretieren.
    Nach dieser Theorie kann der Staat, Ausfluß seiner Souveränität, mit seinen Staatsbürgern machen, wass er will. Polen dürfen Deutsche massakrieren, um ein ethnisch reines Polen zu bekommen (Bromberg 1939) (Vertreibung 1945), Deutsche dürfen Juden, Polen und Zigeuner umbringen (hinlänglich bekannt), Kambodschaner alle ihre Nicht Pol-Pot Anhänger wegmorden usw usf - eine bewaffnete Intervention dagegen ist dann natürlich immer ein 'Angriffskrieg'.
    Das internationale Recht aber, ist nicht stehengeblieben. Dazwischen liegt Nürnberg und nach Nürnberg gibt es die Lehre von der eingeschränkten Souveränität der staaten, die etwa im Falle der balkanischen Genocide der 90er Jahre von der 'bewaffneten humanitären Intervention' spricht. Der Krieg der NATO gegen Serbien, von Irrtümern und Kriegshandlungen die unschuldiges Leben gekostet haben begleitet, wird im allgemeinen von jenen als Angriffskrieg bezeichnet, die sich jahrelang als unfähig, wenn nicht unwillig erwiesen haben
    das Morden nach ethnischen Grundsätzen zu stoppen. Der Autor irrt in diesem Punkt und sein Bekenntnis, kein Nationalist zu sein hilft da auch nicht weiter.

  6. Ausgezeichneter KommentatorTertullian
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    13. August 2011 14:04

    die Siegerjustiz nach 1945 hat die einseitige Beurteilung von Gut und Böse institutionalisiert
    gleiche Sachverhalte müßten immer gleich beurteilt werden - und das in allen Bereichen
    dies wird durch den Wächter PC unmöglich!

  7. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA Partner Homepage
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    25. August 2011 16:34

    Es geht ja nicht um freie Rede für alle.

    Es geht um PC als ideologische Waffe um politische Entscheidungen sakrosankt und ausserhalb der Diskussion zu stellen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTertullian
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    13. August 2011 14:04

    die Siegerjustiz nach 1945 hat die einseitige Beurteilung von Gut und Böse institutionalisiert
    gleiche Sachverhalte müßten immer gleich beurteilt werden - und das in allen Bereichen
    dies wird durch den Wächter PC unmöglich!


alle Kommentare

  1. Caelyn (kein Partner)
    10. Februar 2015 09:58

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    21. Januar 2015 13:59

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  3. Rif (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:44

    j ai tjs cru qu eatre e9crivain e9tait un vrai sacerdos, pas un me9tier il dearvit se flinguer comme Romain Gary pour eatre plus cre9dible ! nos e9crivains d aujourd hui ne sont plus ceux d hier

  4. Lukasz (kein Partner)
    19. Januar 2015 07:51

    Je trouve ce qui suit sur le site iniqdue9 par Spiegel Quelqu un sait si ces articles sont trouvables ?MerciLogiques de dix langues europe9ennes ( Le frane7ais dans le monde , 1989-1990) : Le frane7ais et le jardin, L anglais et la mer, L allemand et la forge, L italien et l estrade, L espagnol et le gril, Le russe et l isba, Le portugais et l oce9an, Le danois et l entre-deux-mondes, Le ne9ohelle9nique et la lumie8re blanche, Histoire photographique de la photographie (1992).

  5. Dr. Dieter Zakel MA
    25. August 2011 16:34

    Es geht ja nicht um freie Rede für alle.

    Es geht um PC als ideologische Waffe um politische Entscheidungen sakrosankt und ausserhalb der Diskussion zu stellen.

  6. brechstange
    22. August 2011 14:44

    Man darf eben nicht im Parlament anfragen, wer wie viele Inserate in welchen Zeitungen schaltet? Wer Transparenz will, ist kein Guter.

    P.S. Ich finde trotzdem, dass der Vergleich von Königshofer geschmacklos war.

  7. HDW
    16. August 2011 19:11

    Man sollte immer danach fragen welche Ideologie zum Bürgerkrieg aufhetzt, denn um einen solche handelt es sich jeweils bei der endlosen Aufzählung von Greueltaten in den Beiträgen. Dass nur die Macht eingreifen kann die die materiellen Möglichkeiten dazu hat ist klar und dass zumindest eine Demokratie, damit seine Bürger die Söhne zum Sterben in ein fremdes Land schicken die Tränendrüsen bearbeiten muss ist auch klar. Ebenso, dass dann die übliche Geschäftemacherei die Interventionskriegsziele besonders die der US bestimmt liegt auf der Hand. All das ist den potentiellen Opfern der Bürgerkriegsgreuel aber schnuppe denn sie wollen eigentlich nur, dass das Morden beendet wird. Den Millionen Toten im Bereiche der Sowjetmacht z.B. wäre eine effizientere Intervention 1918-21 schon recht gewesen und dass der Naziführung das Handwerk gelegt wurde machte die Überlebenden eigentlich auch recht glücklich. Trotzdem war auch der WKII für die US-Wirtschaft gleichzeitig ein Riesen Geschäft, besonders gegen Japan. Im nachhinein rechtfertigen kann man alles, es gilt aber den Anfängen zu wehren! Daher, siehe oben.

  8. Wertkonservativer
    15. August 2011 12:24

    Ein kleines Gedankenbild:

    Ich möchte den Dichter Handke (mit allem Respekt) ein wenig mit dem armen alten Wertkonservativen (Sie kennen ihn doch, oder?) vergleichen:

    der Dichter hat eine unauslöschbare Liebe zum Südslawen- und Serbentum (speziell zu den Serben, obwohl er meines Wissens einen slowenischen Elternanteil hat);
    der Wertkonservative eine ebenso große Treueverpflichtung gegenüber der österreichischen Volkspartei, die er bis zu seinem nicht abzulegen gedenkt!

    Sind nun die Beiden (oder vielleicht auch nur einer) tumbe Narren, oder ist da vielleicht doch ein positiver Aspekt dabei?

    gerhard@michler.at

    • raeter
      15. August 2011 13:58

      Der Zustand der Volkspartei lässt nur auf "Vernarrung" schließen.

      Wenn ich an die Rauch-Kallat denke, die mit den Linksgrünen gemeinsame Sache macht und die gesamte Partei geht in die Knie. Erbärmlich!!!

      Mit Wertkonservativismus hat diese Partei absolut nichts mehr zu tun.
      Konservativ ist die VP nur noch im Erhalten von Privilegien von Bauern und Beamten!

    • Wertkonservativer
      15. August 2011 14:38

      Wenn Sie das sagen, werter raeter, wird schon was dran sein!
      Aber woher eine bürgerliche Partei nehmen und nicht stehlen, das ist die Frage!!!

      Sogar die rechte FPÖ ist eigentlich von den spärlichen Grundsätzen her eine eher linke Partei!

      Als wos tamma jetzt?

      gerhard@michler.at

    • raeter
      15. August 2011 16:58

      Sehr geehrter Wertkonservativer,

      ich stimme Ihnen grundsätzlich zu. Es bleibt derzeit nur Protestwahl und hier bieten sich als Nichtlinke nur FPÖ und BZÖ an. Es sei denn, es kommt eine glaubwürdige bürgerliche Alternative. Ob die allerdings in kurzer Zeit hochkommt, bezweifle ich, ziehen neue Parteien doch zunächst auch einen Haufen Spinner an.

      Die VP in diesem Zustand halte ich derzeit für unwählbar.

    • Wertkonservativer
      15. August 2011 18:56

      soll natürlich heissen:

      ...bis zu seinem seligen Ende ...

  9. raeter
    15. August 2011 11:35

    Der Artikel hat mich auf einen neuen Begriff gebracht: rotgrüne Meinungsfreiheit oder PC-Meinungsfreiheit. Aus solchen Begriffen grinst die Fratze des Meinungsdiktats.

  10. libertus
    14. August 2011 13:49

    Damit müssen wir uns wohl oder übel abfinden:

    "Immer schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge."

    (B. Brecht!)

  11. Helmut Oswald
    14. August 2011 13:25

    Ich war Zeitzeuge hinsichtlich des Kriegsausbruches in Slowenien und Kroatien wie auch verschiedener Entscheidungen des Aussen- und Verteidigungsministeriums, wie sich Österreich zu verhalten gedenkt. Mock war in ständigem Kontakt zu Genscher, ich hielt zu verschiedenen slowenischen und kroatischen Regierungsstellen Verbindung. Mich empört, daß nach zwanzig Jahren und wider besseres Wissen die seinerzeitigen 'Tanjug' Texte hier im Blog kursieren - über die Gründe kann ich nur mutmaßen - serbische Geliebte ? serbische Schwiegereltern ? naturalisierter Serbe ? - sie sind aber letztlich unerheblich. Angaben aber, welche die rechtserheblichen Tatsachen unkenntlich machen oder verdrehen finden meine Widerworte. Die Spirale der ethnischen Gewalt begann sich rasant zu drehen, als die JVA im Zusammenwirken mit den in der Bundesregierung als einzige verbliebenen Vertretern Serbiens beschloss, die quer durch ganz Jugoslawien gegründeten serbisch-nationalen Parteien aus ihren Waffendepots zu bewaffnen. Was die ersten größeren Mordaktionen auslöste. Ich spreche hier NICHT von den im Rahmen der Operation Bedem gegen die Grenzstationen Sloweniens vorgetragenen Angriffe zunächst der Bundespolizei, später der JVA. Diese erfolgten regelmäßig kriegsvölkerrechtskonform. Gab es seitens des Zentralstaates nach abgeschlossener Selbstbestimmung zwar kein ius ad bellum, so wurde das jus in bello jedenfalls eingehalten. Wovon selbstverständlich seitens der bewaffneten Parteimilizen, die später auf den Plan traten, keine Rede mehr sein konnte - und ich betone, dies betraf selbstverständlich die ebenfalls bewaffneten Parteimilizen der anderen Ethnien, wie etwa auch der kroatischen Seite. Aber wer an der Schraube zur Eskalation der Gewalt permanent gedreht hat, ist klar auszumachen.

    Eben das Völkerrecht steht nicht still - und tatsächlich zu meinen - die Staatenwelt hätten die Pflicht zuzusehen, daß ethnische Säuberungen 'Innere Angelegenheit' auch nur irgendeines Staates seien, kann wohl im 21. Jahrhundert nur Kopfschütteln ernten. Angriffskrieg sagt NICHTS - denn die Frage ist, ob es ein RECHTSWIDRIGER ANGRIFFSKRIEG war der geführt wurde.
    Angriff und Verteidigung sind militärische Begriffe verschiedener Kampfarten - sie wurden durch Halbwisser der Medien mit Rechts- oder Unrechtsgehalten belegt, die sie ihrer NAtur nach nicht an sich tragen. Folgte man diesen Kategerien, dürfte der zur Notwehr Berechtigte erst die Waffen erheben, nachdem er zweifelsfrei angegriffen wurde und damit das Risiko tragen, unfähig zu jeglicher Gegenwehr nur noch sich dem Angreifer unterwerfen zu können - auf Gnade oder Ungnade. Absurd. Angesichts der nicht enden wollenden Gewaltakte genocidalen Charakters darf man den Angriffskrieg der NATO wohl als Nothilfe im Sinne des universellen Mneschenrechtes auf Leben erkennen. Das eben, und zahlreiche andere vergleichbare Gedanken, entwickelten sich zum Gedanken der 'humanitären Intervention' zu deren Rechtsdurchsetzung eben der Einsatz von Gewalt legitiert ist. Vollkommen zurecht.

    Der Kommunist Handke tut, was Kommunisten tun seit sie sich artikulieren. Er verbreitet Lügen. Warum auch nicht ? Eine ethische Schranke hin zur Wahrheit, höchst hinderlich im politischen Geschäft, kennen die Gottlosen nicht, daher lügen sie in diesem einen Punkt nicht. Sie haben nie die Wahrheit versprochen - nur die Diktatur des Proletariates und die Ausrottung des Klassenfeindes. Schlimmer, wenn sogenannte christliche Politiker es tun - denn diese haben ihre eigenen Grundsätze damit verraten. Kommunisten lügen grundsätzlich, wenn es nützt. Und wenn diese Lügen - nüchtern vorgetragen - zu offenkundig als solche in Erscheinung treten, dann verbreitet der Literat eben Stimmung oder 'Stimmungen', um dieses Defizit an Glaubwürdigkeit zu überbrücken. Wozu sich literarischer Stil, zu dem er durch sein schriftstellerisches Talent ohne Zweifel in besonderer Weise begabt ist, vorteilhaft in Gebrauch nehmen läßt. Ein ordinärer kommunistischer Lügner, talentiert für die literarische Verbrämung jener verbrecherisch sich manifestierenden Geisteskrankheit, die alleine durch die Verbrechen der Tito Partisanen an hunderttausenden andersdenkenden Landsleuten jeglicher Nationalität oder der in ihre Hände gefallenen Kriegsgefangenen als mörderischer Irrsinn manifest wird. Glück haben jene, die Stimmung machen, wenn ihre Gegner irren oder sich selbst ins Unrecht setzen - gegen tatsächliche Verbrechen und Irrtümer ihrer Gegner anzutreten ist gewiss Fortschritt im faustischen Sinn, die Handkes dieser Erde sind dann 'ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft'. Es mag selbst den marxistischen Mörderbanden gelingen, ab und zu das Richtige zu erkennen. Nur soweit mein Zugeständnis an die Handkes und keinen Millimeter mehr.

    Und um dies auch einmal festzuschreiben - was ich hier über Kommunisten schreibe - also die Parteifreunde Handkes - ist nicht Ausdruck meines schlichten Weltbildes, sondern deren eigenes schlichtes Weltbild, konsequent auf den Liebling der Linken und damit seine Glaubwürdigkeit angewandt. Nur damit klar ist, wer am Tisch sitzt, wenn man von Handke so etwas wie Antworten erwartet, auf seine in literarischer Form abgesonderte altstalinistische Propaganda.

    Dem Autor des Blogbeitrages halte ich entgegen, daß er hinsichtlich seiner Argumentation mit sich selbst im Widerspruch steht - nur die Hegelsche These von der völlig uneingeschränkten Souveränität der Staaten als höchstem Rechtsgut, zugleich Ausdruck nationaler Selbstbestimmung und unantastbarer Kategorie oberster politischer Willensbildung - also aus einer rechtsphilosphischen Haltung des 19. Jahrhunderts heraus - läßt die NATO Einsätze gegen Serbien / Jugoslawien als Angriffskrieg interpretieren.
    Nach dieser Theorie kann der Staat, Ausfluß seiner Souveränität, mit seinen Staatsbürgern machen, wass er will. Polen dürfen Deutsche massakrieren, um ein ethnisch reines Polen zu bekommen (Bromberg 1939) (Vertreibung 1945), Deutsche dürfen Juden, Polen und Zigeuner umbringen (hinlänglich bekannt), Kambodschaner alle ihre Nicht Pol-Pot Anhänger wegmorden usw usf - eine bewaffnete Intervention dagegen ist dann natürlich immer ein 'Angriffskrieg'.
    Das internationale Recht aber, ist nicht stehengeblieben. Dazwischen liegt Nürnberg und nach Nürnberg gibt es die Lehre von der eingeschränkten Souveränität der staaten, die etwa im Falle der balkanischen Genocide der 90er Jahre von der 'bewaffneten humanitären Intervention' spricht. Der Krieg der NATO gegen Serbien, von Irrtümern und Kriegshandlungen die unschuldiges Leben gekostet haben begleitet, wird im allgemeinen von jenen als Angriffskrieg bezeichnet, die sich jahrelang als unfähig, wenn nicht unwillig erwiesen haben
    das Morden nach ethnischen Grundsätzen zu stoppen. Der Autor irrt in diesem Punkt und sein Bekenntnis, kein Nationalist zu sein hilft da auch nicht weiter.

    Ich 'wiederverlautbare' diese bereits getätigten Ausführungen, damit sie zusammenhängend verstanden werden können. Im Übrigen - ich hatte ausreichend Höchstbewertungen und habe stets unter Beweis gestellt - daß Sternchenjagd für mich unbeachtlich ist - aber eines erstaunt mich schon. Zum zweiten Mal muß ich feststellen, daß Beiträge von mir - ohne nachvollziehbaren Grund - entweder verschwinden, oder aber zurückgereiht werden bzw bereits erteilte Zustimmungen (Sternchen) ebenfalls verschwinden. So wie in diesem vorliegenden Beitrag von gestern auf heute.

    Mischt hier die Technik mit oder ist das System von außen 'geknackt' ?

    • Johann Scheiber
      15. August 2011 00:42

      Um ein wenig Sachlichkeit neben ihre Tirade zu stellen!

      http://brd-schwindel.info/srebrenica-und-die-suche-nach-den-wahrheiten/

      http://trifkovic.mysite.com/1_column_page_1.html

      Zu ihrem offenbaren Verfolgungwahn fällt mir leider nichts ein, werter Herr Oswald, außer, ..... vieleicht werden sie von Kommunisten sabotiert?
      Spaß am Rande!

    • Helmut Oswald
      15. August 2011 10:37

      Ach ja, ich vergass, die Massenmorde sind alle ein Schwindel. Und meine 'Tirade', der sie offenbar nur eine passende Verschwörungstheorie entgegenzusetzen haben, sind Ausdruck meines Verfolgungswahnes. Ich bin jedenfalls als politischer Beobachter an Massengräbern gestanden und habe den üblen Geruch noch in der Nase. Aber eh klar, alles nur Erfindungen der CIA, des Bundesnachrichtendienstes und der Medien. So wahrscheinlich auch daß Weissbuch, welches das Aussenministerium herausgegeben hat und das Journal des Jugoslawienkrieges aus dem Verteidigungsministerium, publiziert in der ÖMZ. Nun ja, jedem seine Katyn- oder Auschwitz-Lüge - warum nicht auch den Serben ? Diesen Freiheitshelden gegen das One-World Phantom.

  12. Tertullian (kein Partner)
    13. August 2011 14:04

    die Siegerjustiz nach 1945 hat die einseitige Beurteilung von Gut und Böse institutionalisiert
    gleiche Sachverhalte müßten immer gleich beurteilt werden - und das in allen Bereichen
    dies wird durch den Wächter PC unmöglich!

  13. Johann Scheiber
    12. August 2011 23:23

    Hier ist ein Film, der zeigt, dass vor dem WKI ganz bewußt die Lunte am Balkan gelegt wurde, was zu einem entscheidenden Wendepunkt der Weltgeschichte wurde. Seitdem sind hauptsächlich Kriminelle an der Macht. Was hatte das neuerliche Zündeln wohl zu bedeuten?
    Auch die US-Außenpolitik und damit die internationale Politik hat da eine entscheidende Wendung genommen: Von idealistischer Völkerverständigung zu beinharter Machtpolitik.

    http://www.weltkrieg.cc/1932/es-geht-nicht-um-parteien-sondern-um-universelle-prinzipien-video_6904138e7.html

  14. thomas lahnsteirer
    12. August 2011 18:01

    @oswald
    Gott erhalte Ihnen ihr primitiv zusammengebasteltes Weltbild:
    hie die Guten, da die Bösen.
    Kreuzbrave Ustascha-Kroaten und vor allem arme islamistische Kämpfer, die keiner Fliege etwas zuleide getan hätten, auf der einen Seite und blutrünstige, kommunistische, nationalistische, faschistische Serben, die gerne moslemische Babys schlachten, auf der anderen Seite.
    Und wie im Wildwestfilm taucht dann - streng aber gerecht die Nato auf. An ihrer Spitze hehre Ritter ohne Furcht und Tadel: Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Bill Clinton......
    Und die Bösewichte werden von der Weltgemeinschaft bestraft.. der Sheriff zieht weiter nach Afghanistan und nach Lybien und rettet die Bedrängten und Unterdrückten...

    Ein weiteres Märchen , das hier dargestellt wird wird ist die öffentliche Akzeptanz der Handke´schen Thesen.
    Als Hanke nur versuchte, objektiv zu sein fiel die internationale Meute der Tintenstrolche sofort über ihn her.
    Handke wurde im besten Fall als Spinner dargestellt. Denn es ist in unserer Gutmenschendemokratur nicht möglich, abweichende Meinungen vom politisch korrekten Main-stream zu äußern... wo kämen wir denn dann hin...
    Vor dem Fall in die völlige Bedeutungslosigkeit hat Handke nur sein überragendes literarisches Talent gerettet.
    Die Medienstrolche hatten ihn schon ans Kreuz der Empörung und gutmenschlichen Entrüstung genagelt .

    • thomas lahnsteiner
    • Helmut Oswald
      12. August 2011 22:37

      Lahnsteiner, das Beste ist, Sie mit dem stehen zu lassen, was sie hier von sich gegeben haben. Das braucht keine Erwiderung, das kommentiert sich selbst.

    • Johann Scheiber
      12. August 2011 23:08

      Herr Lahnsteirer, ich stimme ihnen völlig zu, Herr Oswald erspart sich auch hier Argumente. Außer, dass er Hegel nicht versteht und nicht weiß, was ein Nomos ist, habe ich seinen Verkündigungstexten nichts entnehmen können.

    • Celian
      13. August 2011 01:32

      Handke hat in der Vergangenheit einiges an Unruhe aufgewirbelt. Aber mehr im Feuilleton, das war lange her und wer liest den schon ausser ein paar Linksintellektuellen. Und ausserdem wurde er von den Salonlinken wie dem Herrn Peymann im Namen der Meinungsfreiheit verteidigt. Mittlerweile wurde Handke tabuisiert und kann schreiben, was er will. Die schriftstellerische Freiheit, die für die Richtigen" gilt, hat sich durchgesetzt.

    • schreyvogel
      13. August 2011 20:50

      Auch ich war damals der Meinung, der Krieg gegen Serbien wäre gerechtfertigt. Inzwischen kamen der Afghanistankrieg, der Irakkrieg, der Libanonkrieg, der Gaza-Krieg usw., und jetzt der Libyen-Krieg. Und mir wurde klar, dass da viele Politiker und Machtgruppen ihr eigenes Spiel spielen, und dass sie sich für die Öffentlichkeit die Kriegsgründe von ihren Spin-Doctors liefern lassen.
      Es gab keinen Völkermord der Serben, keinen Terror der Taliban, keine Massenvernichtungswaffen im Irak, auch die Libanesen, die Gazaner und die Libyer haben uns nichts getan.

      Inzwischen habe ich das kapiert. Handke war mir nur voraus.

    • raeter
      15. August 2011 17:01

      ***** für den Tintenstrolch!!

  15. Helmut Oswald
    12. August 2011 09:58

    Der Kommunist Handke tut, was Kommunisten tun seit sie sich artikulieren. Er verbreitet Lügen. Warum auch nicht ? Eine ethische Schranke hin zur Wahrheit, höchst hinderlich im politischen Geschäft, kennen die Gottlosen nicht, daher lügen sie in diesem einen Punkt nicht. Sie haben nie die Wahrheit versprochen - nur die Diktatur des Proletariates und die Ausrottung des Klassenfeindes. Schlimmer, wenn sogenannte christliche Politiker es tun - denn diese haben ihre eigenen Grundsätze damit verraten. Kommunisten lügen grundsätzlich, wenn es nützt. Und wenn diese Lügen - nüchtern vorgetragen - zu offenkundig als solche in Erscheinung treten, dann verbreitet der Literat eben Stimmung oder 'Stimmungen', um dieses Defizit an Glaubwürdigkeit zu überbrücken. Wozu sich literarischer Stil, zu dem er durch sein schriftstellerisches Talent ohne Zweifel in besonderer Weise begabt ist, vorteilhaft in Gebrauch nehmen läßt. Ein ordinärer kommunistischer Lügner, talentiert für die literarische Verbrämung jener verbrecherisch sich manifestierenden Geisteskrankheit, die alleine durch die Verbrechen der Tito Partisanen an hunderttausenden andersdenkenden Landsleuten jeglicher Nationalität oder der in ihre Hände gefallenen Kriegsgefangenen als mörderischer Irrsinn manifest wird. Glück haben jene, die Stimmung machen, wenn ihre Gegner irren oder sich selbst ins Unrecht setzen - gegen tatsächliche Verbrechen und Irrtümer ihrer Gegner anzutreten ist gewiss Fortschritt im faustischen Sinn, die Handkes dieser Erde sind dann 'ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft'. Es mag selbst den marxistischen Mörderbanden gelingen, ab und zu das Richtige zu erkennen. Nur soweit mein Zugeständnis an die Handkes und keinen Millimeter mehr.

    Dem Autor des Blogbeitrages halte ich entgegen, daß er hinsichtlich seiner Argumentation mit sich selbst im Widerspruch steht - nur die Hegelsche These von der völlig uneingeschränkten Souveränität der Staaten als höchstem Rechtsgut, zugleich Ausdruck nationaler Selbstbestimmung und unantastbarer Kategorie oberster politischer Willensbildung - also aus einer rechtsphilosphischen Haltung des 19. Jahrhunderts heraus - läßt die NATO Einsätze gegen Serbien / Jugoslawien als Angriffskrieg interpretieren.
    Nach dieser Theorie kann der Staat, Ausfluß seiner Souveränität, mit seinen Staatsbürgern machen, wass er will. Polen dürfen Deutsche massakrieren, um ein ethnisch reines Polen zu bekommen (Bromberg 1939) (Vertreibung 1945), Deutsche dürfen Juden, Polen und Zigeuner umbringen (hinlänglich bekannt), Kambodschaner alle ihre Nicht Pol-Pot Anhänger wegmorden usw usf - eine bewaffnete Intervention dagegen ist dann natürlich immer ein 'Angriffskrieg'.
    Das internationale Recht aber, ist nicht stehengeblieben. Dazwischen liegt Nürnberg und nach Nürnberg gibt es die Lehre von der eingeschränkten Souveränität der staaten, die etwa im Falle der balkanischen Genocide der 90er Jahre von der 'bewaffneten humanitären Intervention' spricht. Der Krieg der NATO gegen Serbien, von Irrtümern und Kriegshandlungen die unschuldiges Leben gekostet haben begleitet, wird im allgemeinen von jenen als Angriffskrieg bezeichnet, die sich jahrelang als unfähig, wenn nicht unwillig erwiesen haben
    das Morden nach ethnischen Grundsätzen zu stoppen. Der Autor irrt in diesem Punkt und sein Bekenntnis, kein Nationalist zu sein hilft da auch nicht weiter.

    • Johann Scheiber
      12. August 2011 10:56

      Herr Oswald, wir hatten eine funktionierende Staatenwelt auf der Basis von Politik. Das internationale Recht hat die Lage nicht verbessert. Es ist entweder zahnlos geblieben oder war Deckmantel der Politik des Stärkeren. Nun, durch die drohende Anerkennung eines Palestinänser-Staates durch eine islamisch dominierte UNO droht die Lage überhaupt zu kippen.

      Der Staat und nichts anderes garantiert bis zum heutigen Tag die Wirklichkeit der konkreten Freiheit und die Menschenrechte jedes einzelnen.
      Der Staat und die internationalen Beziehungen sind nicht nur durch Recht geprägt, sondern auch durch Interessen Der Eingriff der NATO in Jugoslawien ist von der Interessenlage her verständlich, als Rechtsakt aber schwer legitimierbar.

      Was wollen wir ,Politik oder Polizei? Vielleicht gar eine NWO-Polizei die die Interessen der Finanzmacht exekutiert, die gemäß Oswald Spengler keinen Gegner hat.

    • Helmut Oswald
      12. August 2011 11:22

      Herr Scheiber, es tut uns allen leid, daß das Internationale Recht nicht so ist wie wir es wollen und auch nicht so fehlerfrei funktioniert, wie wir es wollen. Es mag manche auch überfordern, daß dieses Recht in Bewegung ist - wir tauschen zur Einhaltung von Internationalen Verträgen eben keine Geiseln mehr aus wie in der Völkerwanderungszeit und zwangsverheiraten auch nicht die Kinder unserer Fürsten, um Verträge zu besichern. Aber eine funktionierende Staatenwelt auf der Basis von Politik - das müssen Sie mir erst erklären, was das seiner Substanz nach eigentlich heißt.
      Wir hatten relative ordnungspolitische Ruhe mit Stellvertreterkriegen an der Peripherie im kalten Krieg. Der Preis: permanente wechselseitige atomare und (in Mitteleuropa) auch konventionelle Auslöschungsgefahr zufolge der Ansammlung an Streitkräften und Massenvernichtungswaffen - und die Unterdrückung der Hälfte der Menschheit im Kommunismus. Naja, wenn die anderen den Preis für die 'funktionierende Staatenwelt' bezahlen, indem sie im Kommunismus leben und wir im freien wohlstandverwöhnten Westen, dann erklären Sie mir bitte die ethische Grundlage für ihre Haltung. Der Preis der Freiheit ist, das sie sich selbst eine Ordnung gibt, die Fremdbestimmung und Fremdherrschaft, besonders keine gewaltsame Fremdherrschaft zulässt. Wenn Sie im übrigen schon von Interessenlagen sprechen - sie meinen also ernsthaft, der Fortbestand eines auf kommunistischer und ethnischer Unterdrückung und der Ordnung von Jalta und Potsdam basierenden Jugoslawiens sei im Interesse Österreichs gelegen ?

    • Johann Scheiber
      12. August 2011 16:41

      Herr Oswald, ich bezog mich auf das 19.Jhdt. und das damals herrschende Regulativ des ius publicum europaeum, was etwas qualitativ anderes war, als das aus der Siegerjustiz abgeleitete Internationale Recht unserer Tage. Näheres dazu steht bei Carl Schmitt: "Der Nomos der Erde", ein wunderbares Buch, das damit schließt, dass wir keinen Nomos mehr haben und damit kein Recht. Daher gibt es für die imternationalen Aktionen auch so gut wie keine Legitimität mehr. Daher ist das NWO-Recht zwar legal aber nicht legitim.
      Der Status allen Rechtes bei uns ist prekär, wir sehen, dass die nationale Souveränität geradezu verschwunden ist und wir gegen den Vollzug diverser Normen, die uns enggültig von der Bildfläche fegen, praktisch keine Mittel mehr in der Hand haben.

    • Helmut Oswald
      12. August 2011 17:33

      Carl Schmitt in Ehren, aber Nomos ist das Gesetz - nicht das Recht. Und tatsächlich stimmt auch dies nicht - den gesatzte internationale Normen in Form des Völkervertragsrechtes gibt es zuhauf. Und auch (unpositiviertes) Völkerrecht als solches. Es ist möglich, daß Ihnen diese Regeln nicht gefallen, da bin ich wohl ab und an bei Ihnen. Aber daß es sie nicht gibt ist wohl erweislich falsch. Zum ersten.
      Zum zweiten: Recht beschreibt stets eine Sollensordnung, keine Seinsordnung.
      Sie schließen vom Faktischen auf die Sollensordnung - zum Vergleich: weil gemordet wird, gibt es kein Strafrecht ? Weiters: nein - es wird gemordet, trotz des Gesetzes es nicht zu tun, Mörder werden gelegentlich der (gerechten ?) Strafe zugeführt - bisweilen ja. Gar nicht so selten, aber nicht immer, das ist uns wohlbekannt. Und - deshalb raten sie uns, wir sollen das Strafrecht nicht anerkennen - und falls doch, es schleunigst abschaffen, jedenfalls aber in Frage stellen.

      Was raten Sie uns denn, nur weil das Völkerrecht zu wünschen übrig läßt ? Es ganz abzuschaffen, es gar nicht anzuerkennen - zurück nach Troja, in die Bronze und in die Steinzeit ? Weisen sei uns diesen Weg - oder rufen wir nicht besser nach einer Stärkung und Gestaltung des Völkerrechtes ... einer Gestaltung, die unseren Vorstellungen entspricht ? Gerade die Kleinen und Schwachen sollten am Recht das allergrößte Interesse haben, denn wer die Macht hat, kann sein Recht jedenfalls leichter durchsetzen als jener, der die Hilfe anderer hiezu benötigt.

    • Johann Scheiber
      12. August 2011 21:08

      Es ist eine der wesentlichen Intensionen des zitierten Buches von CS der juristisch -positivistischen Verunstaltung und Degradierung des Nomos -Begriffes entgegenzutreten. Nomos ist eben nicht mit Gesetz zu übersetzen, denn es ist viel, viel mehr.
      "Das schlimmste Kreuz ihres Vocabulariums (der Juristen) ist das Wort Gesetz. Durch die Verwendung dieses Unglückswortes werden Termini, Begriffe und Begriffsantithesen unserer heutigen, völlig zersetzten Lage in die Erörterung des echten und ursprünglichen Wortes "Nomos" hineinprojeziert. Die heutige Lage ist seit Jahrzehnten durch den Mißbrauch der Legalität des zentralistischen Gesetzesstaates gekennzeichnet, deren einziges, heute hilflos gewordenes Korrektiv der Begriff der Legitimität ist. Legalität ist nur noch ein Funktionsmodus der staatlichen Bürokratie, ..... Das ist für sie und die ihr zugeordnete Rechtskunde Positivismus."

      Zu der von ihnen angesprochenen Problematik von Sein und Sollen:
      ... das Wort Nomos gibt ursprünglich keineswegs eine bloße Setzung ab, in der Sein und Sollen getrennt und die Raumstruktur einer konkreten Ordnung außer Acht gelassen werden könnte. Diese spätere Verwendung gehört vielmehr zum Sprachgebrauch einer absinkenden Zeit, die sich nicht mehr mit ihrem Ursprung und Anfang zu verbinden wußte und das fundamentale Recht, als konkrete Ordnung und Ortung, nicht mehr von all den mancherlei Setzungen, Satzungen, Befehlen, Maßnahmen und Erlassen unterschied, wie sie die Leitung und Beherrschung eines Gemeinwesens mit sich bringt."

      …Raumstruktur einer konkreten Ordnung außer Acht gelassen….
      Um das ging es, als der Herr Bush und der odiose Herr Josef Fischer am Balkan aufgetreten sind.

      Zufällig war Illyrien das Traumland von Carl Schmitt, er hatte auch zwei serbische Ehefrauen.

      Peter Handke, ein großer Dichter hat den Nomos eingemahnt und damit hatte er auch juristisch gesehen recht.

      Wir denken alle mittlerweile im Horizont eines Karl Popper, und dieser ist gleich einer fensterlosen Gefängniszelle.

      Ich bin Peter Handke vor etwa drei Jahren an einem frühen Sonntagmorgen im Cafe Moser –Verdino in Klagenfurt begegnet. Ich bin spontan zu ihm hingegangen und habe ihm zu seiner Haltung im Serbien-Konflikt gratuliert. Er sagte, das freue und wundere ihn sehr, noch dazu in Kärnten so etwas zu erleben. Er hat sich meinen Namen notiert und einige Monate später hat er in der FAZ ein Gedicht veröffentlicht, in dem er diese Begegnung erwähnt hat.

      Peter Handke, ein Dichter und Hüter des Nomos der Erde!

    • Helmut Oswald
      12. August 2011 22:43

      Wir werden bei Ihnen und Handke nachfragen, wenn das nächste Mal von Politikern 'legitimierte' Massenmörder Menschen von der Erde tilgen. Und Handkes dumpfes Wähnen wird uns den Weg weisen.
      Bevor wir aber alle bei den Schamanen landen, werde ich nach dem Gesetz rufen. Vielleicht finde ich in meiner lichtlosen Gefängniszelle genügend Männer und Frauen, die in dieser Hinsicht mit mir sind.

    • Johann Scheiber
      12. August 2011 23:02

      Herr Oswald, warum sprechen sie hier ständig im überheblichen Majestätsplural?
      Glauben sie, dass alle hier ihrer Meinung sind? Im Übrigen, haben sie Argumente auch?

    • Helmut Oswald
      13. August 2011 08:16

      @ scheiber @ lahnsteiner

      Die Argumente sind von mir vorgebracht. Sie liegen in den von mir umrisshaft abgebildeten Völkerrechtsnormen und der skizzierten Weiterenwicklung des Völkerrechtes. Als Antwort bekomme ich von Lahnsteiner die für ihn typischen unbelegbaren Unterstellungen, Sympathie für die Ustascha Kroaten zu haben , ein eindimensionales Weltbild zu haben (was gerade in seinem Fall geradezu ein Treppenwitz ist, betrachtet man seine unreflektierte und von Medienschelte und Verschwörungstheorien begleitete Auffassung über die treibenden Kräfte zum Jugoslawienkrieg der 90er jahre) - und von Ihnen höre ich etwas über das 19. Jahrhundert und über ein Bündel philosophischer Thesen, die keinem Entscheidungsträger auch nur die geringste Handlungsanleitung geben können, wie künftig in vergleichbaren Fällen denn richtig zu Handeln wäre. Und da fragen Sie noch nach, warum ich es aufgebe zu argumentieren ?

    • Johann Scheiber
      13. August 2011 11:11

      Alles klar, Herr Oswald, ich wußte nicht, dass sie an Handlungsanleitungen von Entscheidungsträgern (auch das sind Termini "unserer heutigen völlig zersetzten Lage") basteln. Ich dachte wir reden über die Berechtigung von Handkes Aussagen.

    • Markus Theiner
      13. August 2011 21:56

      Laut Völkerrecht gibt es Kriege nur zwischen Staaten. Wenn zwischen zwei Staaten Frieden herrscht und einer bricht den, dann ist recht klar, wer der Angreifer ist.
      Ein Staat der die eigene Bevölkerung abschlachtet ist für die restlichen Staaten keine Bedrohung. Wenn die eingreifen ist es daher selbstverständlich ein Angriffskrieg und keine (nichteinmal präventive) Verteidigung.

      Dass es nach dem heutigen internationalen Recht und seit jeher im Sinne der Moral trotzdem Gründe gibt einen solchen (Angriffs)krieg zu rechtfertigen macht ihn nicht zu einem defensiven Krieg.

      Das Problem ist der recht hilflose Absolutismus der Begriffe.
      Angriffskrieg ist einer der Begriffe, die als absolut böse dargestellt werden. So wie auch bei Folter (siehe die wieder augekochte Diskussion in Deutschland) will man keine Ausnahmen von einem Verbot zulassen, weil das mißbraucht werden könnte.
      Schon die Römer haben nur "gerechtfertigte" Angriffskriege geführt, mit teilweise extrem absurden Ausreden. Die einzige Chance das zu verhindern ist es, Angriffskriege absolut zu ächten. Keine Ausnahme, daher auch keine faule Ausrede.
      Wenn man dann doch eine Ausnahme machen will, dann muss man den Begriff vermeiden. Dann klammert man humanitäre Kriege von den Angriffskriegen aus und schon kann man in Serbien intervenieren, ganz Gallien erobern, den polnischen Schlächtern das Handwerk legen oder die irakischen Massenvernichtungswaffen suchen gehen. Same difference, das Tor für faule Ausreden ist wieder genauso weit offen wie es immer war.

      Ob die Intervention in Serbien gerechtfertigt war oder nicht ist ein heikles Thema, weil es - bei aller Entwicklung im internationalen Recht - nirgendwo eine klare Checkliste gibt wann genau man Krieg führen darf. In der Diskussion wird und wurde aber von Anfang an von beiden Seiten herumgetrickst und Fakten verdreht bzw. über- oder untertrieben wie es gerade nützlich war. Und auch da folgt man der Absolutheit der Begriffe: Wenn man die Begründung nicht akzeptiert spricht man vom Angriffskrieg. Selbst dann, wenn man eine echte humanitäre Intervention nicht so bezeichnen würde.

      Gerade im Sinn der Weiterentwicklung des internationalen Rechts oder zumindest der Moral gibt es daher an der Kernaussage des Gastkommentars aber nichts auszusetzen. Das Wichtigste ist, dass die Diskussion zugelassen wird. Revisionisten sollen ihr Glück versuchen und sich einer Debatte stellen. Egal ob es um Serbien, Gallien, WWII oder den Irak geht. Oder die von manchen immer wieder (bisher erfolglos) geforderte Intervention im Iran. Denn die Fragen sind immer wieder die Selben, egal ob man von präventiver Verteidigung, humanitärer Intervention oder gerechtem Angriffskrieg sprechen will.

    • Helmut Oswald
      13. August 2011 22:37

      @Scheiber @Theiner

      Ich war Zeitzeuge hinsichtlich des Kriegsausbruches in Slowenien und Kroatien wie auch verschiedener Entscheidungen des Aussen- und Verteidigungsministeriums, wie sich Österreich zu verhalten gedenkt. Mock war in ständigem Kontakt zu Genscher, ich hielt zu verschiedenen slowenischen und kroatischen Regierungsstellen Verbindung. Mich empört, daß nach zwanzig Jahren und wider besseres Wissen die seinerzeitigen 'Tanjug' Texte hier im Blog kursieren - über die Gründe kann ich nur mutmaßen - serbische Geliebte ? serbische Schwiegereltern ? naturalisierter Serbe ? - sie sind aber letztlich unerheblich. Angaben aber, welche die rechtserheblichen Tatsachen unkenntlich machen oder verdrehen finden meine Widerworte. Die Spirale der ethnischen Gewalt begann sich rasant zu drehen, als die JVA im Zusammenwirken mit den in der Bundesregierung als einzige verbliebenen Vertretern Serbiens beschloss, die quer durch ganz Jugoslawien gegründeten serbisch-nationalen Parteien aus ihren Waffendepots zu bewaffnen. Was die ersten größeren Mordaktionen auslöste. Ich spreche hier NICHT von den im Rahmen der Operation Bedem gegen die Grenzstationen Sloweniens vorgetragenen Angriffe zunächst der Bundespolizei, später der JVA. Diese erfolgten regelmäßig kriegsvölkerrechtskonform. Gab es seitens des Zentralstaates nach abgeschlossener Selbstbestimmung zwar kein ius ad bellum, so wurde das jus in bello jedenfalls eingehalten. Wovon selbstverständlich seitens der bewaffneten Parteimilizen, die später auf den Plan traten, keine Rede mehr sein konnte - und ich betone, dies betraf selbstverständlich die ebenfalls bewaffneten Parteimilizen der anderen Ethnien, wie etwa auch der kroatischen Seite. Aber wer an der Schraube zur Eskalation der Gewalt permanent gedreht hat, ist klar auszumachen.

      Eben das Völkerrecht steht nicht still - und tatsächlich zu meinen - die Staatenwelt hätten die Pflicht zuzusehen, daß ethnische Säuberungen 'Innere Angelegenheit' auch nur irgendeines Staates seien, kann wohl im 21. Jahrhundert nur Kopfschütteln ernten. Angriffskrieg sagt NICHTS - denn die Frage ist, ob es ein RECHTSWIDRIGER ANGRIFFSKRIEG war der geführt wurde.
      Angriff und Verteidigung sind militärische Begriffe verschiedener Kampfarten - sie wurden durch Halbwisser der Medien mit Rechts- oder Unrechtsgehalten belegt, die sie ihrer NAtur nach nicht an sich tragen. Folgte man diesen Kategerien, dürfte der zur Notwehr Berechtigte erst die Waffen erheben, nachdem er zweifelsfrei angegriffen wurde und damit das Risiko tragen, unfähig zu jeglicher Gegenwehr nur noch sich dem Angreifer unterwerfen zu können - auf Gnade oder Ungnade. Absurd. Angesichts der nicht enden wollenden Gewaltakte genocidalen Charakters darf man den Angriffskrieg der NATO wohl als Nothilfe im Sinne des universellen Mneschenrechtes auf Leben erkennen. Das eben, und zahlreiche andere vergleichbare Gedanken, entwickelten sich zum Gedanken der 'humanitären Intervention' zu deren Rechtsdurchsetzung eben der Einsatz von Gewalt legitiert ist. Vollkommen zurecht.

  16. Celian
    12. August 2011 07:47

    Es geht eben nicht darum, was man sagt, sondern ob derjenige, der was sagt, auf der richtigen Seite steht. Falls man sich zum Klüngel dazuzählen darf, ist man sankrosankt. Falls nicht, ist man automatisch im Malus.

    Da dürfen die einen reihenweise politisch unkorrekte Bücher verfassen. Die anderen aber nicht mal einen bizarren Vergleich ziehen, wie der Königshofer. Das ganze nennt sich Meinungsfreiheit in einem demokratischen Rechtsstaat.





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