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Vom Wittern und Klittern

Die Morgenluft – wer kennt sie nicht,
wo doch seit viel vielen Jahren
man immer wieder von ihr spricht
in klugen Kommentaren.

Sie kommt dort nie allein daher,
und das mag seltsam scheinen:
Es wittert grad sie irgendwer,
wie die Autoren meinen!

Indes ist oft, was einer meint
und glaubt zu unterstreichen,
in Wahrheit anders, als es scheint,
bei Morgenluft desgleichen.

Gewiss, man denkt an Schlafsaalmief,
dann morgens auf die Fenster –
nur leider hängt das Gleichnis schief,
und schuld dran sind Gespenster!

Denn diese Wendung ist entlehnt
aus einer Bühnendichtung
und deutet dort – drum sei’s erwähnt –
in völlig andre Richtung:

„Methinks I scent the morning air“,
wie’s lautet im Theater,
das sagt zum Sohne kummerschwer
der Geist von Hamlets Vater.

Sobald der Morgen nämlich graut,
erfasst den Geist das Grauen –
verschwinden muss die arme Haut,
darf nie ins Helle schauen.

Muss flugs zurück zur dunklen Gruft,
zum Tagesheim des Geistes –
„Mich dünkt, ich wittre Morgenluft“?
Verduften müssen, heißt es!

Gebraucht wird’s aber grundverkehrt
im Sinn von „Aufwind spüren“ –
weil kaum ein Schreiber sich drum schert,
woher die Worte rühren.

Zu viele sind nur drauf erpicht,
mit Floskeln was zu klittern,
und allen diesen wünsch’ ich schlicht,
mal Morgenluft zu wittern!

Pannonicus

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2011 08:06

    Wer auch immer Sie sind, werter Pannonicus,

    Ihr qualitätsvolles Reimen nötigt mir altem Lyrik-Fan Zustimmung und Hochachtung ab (ein Quentchen Neid ist auch dabei):
    es sind ja nicht nur wohlgesetzte Reime; der Sinn hinter diesen ist oft tiefgründig und Beweis Ihrer Lebens- und Welterfahrung!

    Respektvolle Grüße!

    (mail to: gerhard@michler.at)


alle Kommentare

  1. Adriano (kein Partner)
    22. Januar 2015 16:51

    Davon habe ich inzwischen auch geeseln, aber es scheint nicht mehr aktuell zu sein. Die Webseiten die ich gefunden habe sind veraltet und das letzte Treffen in diesem Jahr scheint ‘gerade mal so’ stattgefunden zu haben.Weidft Du oder jemand der Mitleser Genaues?

  2. Emeka (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:27

    Nein, nicht zuviel vereorpchsn, eher zu wenig aber so hatte ich noch ein bisschen was zum Erkunden. Gegen ein Treffen habe ich absolut nichts, aber ich weidf nicht, ob ne4chstes Jahr was stattfindet.Auf ist tote Hose und selbst ist recht spartanisch mit Infos, wobei es ja noch ein paar Tage hin ist bis zum Sommer.Ich vergleiche nur mit der Fahrrad-Sternfahrt Hamburg und da wird wenige Tage nach dem Event schon mit dem neuen ein Jahr spe4ter geworben.

  3. Prince (kein Partner)
    20. Januar 2015 00:13

    ahhhh, meine geliebte wilde, weise Schwester aus dem hohen Norden, Deine lchaenscidftliehen Worte wecken mein zartes Herz auf & we4rmen meinen Bauch an diesem kfchlen Spe4tsommermorgen, sie geben mir Mut in den Garten hinaus zu gehen, ich lasse meine Ffcsse in die feuchte dunkle Erde sinken, atme die Kraft & Liebe der grossen Mutter ein, durch meinen ganzen Kf6rper, Nahrung ffcr den Tag, ich falle auf die Knie & lege meinen Kopf in die zarten Grashalme hf6re ihren Gesang & mein Blick bleibt an einem Tautropfen he4ngen eine kostbare Tre4ne, in Liebe & Dankbarkeit, ffcr immer, Mahana ?ahhh, my beloved, wild wise Sister from the high north, your passionate words awaken my tender heart & warm my belly on this chilly late summer morming they give me courage to go out in the garden, let my bare feet sink into the moist dark earth i am breathing the power & love of the Great Mother into my whole body, nourishment for the day, on my knees now, my head bedded on the fine blades of gras, i hear their song my eyes on a dewdrop, a prescious tear in love & gratitude, timeless, Mahana

  4. kaffka (kein Partner)
    05. Juli 2011 12:22

    Schön, mag sein aber worauf bezieht sich dieser Kommentar?

  5. Wertkonservativer
    03. Juli 2011 08:06

    Wer auch immer Sie sind, werter Pannonicus,

    Ihr qualitätsvolles Reimen nötigt mir altem Lyrik-Fan Zustimmung und Hochachtung ab (ein Quentchen Neid ist auch dabei):
    es sind ja nicht nur wohlgesetzte Reime; der Sinn hinter diesen ist oft tiefgründig und Beweis Ihrer Lebens- und Welterfahrung!

    Respektvolle Grüße!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Karl Rinnhofer
      03. Juli 2011 11:23

      Den lob-und respektvollen Worten des Wertkonservativen für diese tiefsinnigen Verse schließe ich mich in größter Hochachtung an.

    • Pannonicus
      04. Juli 2011 09:44

      Lieber Wertkonservativer,

      Vielen Dank für die freundlichen Worte. Aber wie ich eben entdecke, ist mir just in diesem Gedicht ein dummer Fehler passiert: In der zweiten Zeile ist das Wörtchen "viel" zuviel! Das kommt eben davon, wenn man etwas mehrmals überarbeitet, dann schon fast auswendig kennt und gar nicht mehr richtig liest. Es ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, wie die assoziative Funktionsweise unserer Hirne Tautologien entstehen läßt.

      Beste Grüße





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