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Weitere Gastkommentare

Das Credo der Nomenklatura: Kassieren statt Sparen!

Auskunft über den aktuellen Stand der Staatsverschuldung Österreichs gibt die Seite http://www.staatsschulden.at/ Sie ist für leidgeprüfte Alpenrepublikaner eine Quelle niemals endenden Schreckens. Rund 28 500 Euro an Staatsschulden entfallen derzeit auf jeden Bürger des Landes. 52.000 Euro auf jeden Erwerbstätigen. Allein der Zinsendienst für die Verbindlichkeiten der Öffentlichen Hand schlägt mit knapp acht Milliarden Euro jährlich zu Buche. Dieser Wert würde noch drastisch ansteigen, ginge Kakanien seines schmeichelhaften AAA-Ratings verlustig.

Nur um sich den Zinsendienst leisten zu können, werden immer neue Verbindlichkeiten eingegangen. Jeder auf diese Weise gebarende Geschäftsführer oder Vorstand eines privaten Unternehmens würde sich – völlig zu Recht – alsbald vor dem Strafrichter wiederfinden – und zwar wegen fahrlässiger oder betrügerischer Krida. Politische Mandatsträger dagegen werden für die Konsequenzen ihrer Misswirtschaft niemals verantwortlich gemacht. Die Loslösung politischer Macht von jeglicher persönlicher Haftung ist ein Kennzeichen der austriakischen Wohlfahrtsdemokratur.

Über die mit einer kräftigen Überschuldung des Staates verbundenen Probleme darf aber ein weiterer, ebenso dramatischer Umstand nicht aus den Augen verloren werden: Nach Berechnungen des Austrian Economic Centers wird der „Tag der Steuerfreiheit“ in Österreich heuer erst am 31. Juli erreicht sein. Das bedeutet, dass der durchschnittliche Einkommensbezieher ganze sieben Monate lang für den Fiskus zu fronen hat, ehe er den ersten von ihm erwirtschafteten Cent selbst behalten darf.

Man bedenke: Wegen Zwangsabgaben in weitaus geringerer Höhe kam es in der Vergangenheit vielfach zu bewaffneten Aufständen! Zugunsten des unersättlichen Staatssäckels um mehr als die Hälfte seines redlich erarbeiteten Einkommens beraubt zu werden, wird von vielen Bürgern als unerhörter Übergriff empfunden.

Die Steuerlast hat daher ein Maß erreicht, das den Erfindungsreichtum der Bürger hinsichtlich möglicher Vermeidungsstrategien beflügelt. Der routinemäßige Hinweis „I brauch´ ka Rechnung!“, überfüllte Parklätze vor den Baumärkten und die Flucht in ausländische Steueroasen sind typische Symptome einer räuberischen Fiskalpolitik.

Wir leben in einem Umfeld explodierender Staatsverschuldung bei gleichzeitiger Steuerbelastung auf Rekordniveau. In dieser Lage besteht Handlungsbedarf. Was also plant die Nomenklatura? Macht sie Schluß mit ihren Verschwendungsexzessen? Führt das jahrzehntelange Palaver in Sachen „Verwaltungsreform“ endlich zu greifbaren Ergebnissen? Geht sie daran, Arbeit, Leistung und Investitionen am Standort Österreich durch entsprechende Anreize wieder attraktiv zu machen? Das Gegenteil ist der Fall!

Die Machthaber denken unentwegt über neue Steuerbelastungen nach – als ob die Ursache des Schuldenproblems nicht auf der Ausgaben- sondern auf der Einnahmenseite zu finden wäre. Kanzler und Politbürovorsitzender Faymann träumt – in trauter Eintracht mit klassenkämpferischen Gewerkschaftsbonzen – von der Wiedereinführung der einst von seinem Parteigenossen, dem damals amtierenden Finanzminister Lacina, abgeschafften Vermögenssteuer.

Der Herr der Hofburg, Bundespräsident Fischer, ventiliert vor laufender Kamera eine Neuauflage der 2008 ausgelaufenen Erbschaftssteuer. Er begründet das mit der originellen Forderung nach „mehr Leistungsgerechtigkeit“, was aus dem Munde eines Mannes, der (wie die Mehrzahl der Berufspolitiker im Lande) keinen Tag seines Lebens für die Wohlstandsproduktion aufgewendet hat, nicht der Ironie entbehrt.

Der Sozialismus schöpft seine destruktive Kraft bekanntlich aus der Verwertung von Neid und Missgunst der vermeintlich Unterprivilegierten. Der Öffentlichkeit wird von geschickt agierenden Desinformanten suggeriert, dass materielle Gleichheit zugleich Gerechtigkeit bedeutet. Daß diese Art von „Gerechtigkeit“ allerdings eine Gleichheit im permanenten Mangel bedeutet, wird weniger lautstark vermittelt. Die erstrebte Ergebnisgleichheit ist ohne rigorose hoheitliche Zwangsmaßnahmen nicht zu haben.

Um die dafür nötige Akzeptanz zu schaffen (eine Abgabenquote, die dem bürgerlichen Klassenfeind 2/3 des Einkommens abverlangt, reicht den Roten noch nicht!) ist es – man hat schließlich die von der Geschichte erteilten Lektionen zutiefst verinnerlicht – zunächst notwendig, Feindbilder zu schaffen. Die aktuelle "Eat the rich"-Kampagne passt in dieses Konzept. Die „Reichen“ seien für die Krise verantwortlich und daher schadenersatzpflichtig.

Wie uns die Genossen dankenswerterweise wissen lassen, ist beinahe jeder „reich“, der mehr als ein Parteibuch und einen Mietvertrag für eine Sozialwohnung besitzt – zumindest aber jeder, der über ein Gesamtvermögen von 700.000 Euro verfügt. Damit ist auch schon so manch biederer Häuselbauer, der einst das Glück hatte, einen billigen Baugrund erwerben zu können, als „reich“ entlarvt und damit vogelfrei …

Die in dieser Angelegenheit zutage tretende Ignoranz offenbart sich in ihrer ganzen Pracht aber erst dann, wenn man analysiert, woraus denn die „großen Vermögen“ faktisch bestehen. Der Großteil der Vermögen der „Reichen“ steckt nämlich in Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen. Selbst unterdurchschnittlich stark belichteten Umverteilern sollte klar sein, daß es einen Unterschied bedeutet, ob Vermögen in Form von Gemälden an der Wand und als funkelndes Geschmeide um zarte Damenhälse hängt, oder ob es als der Produktion dienendes Kapital in Maschinen und Anlagen investiert ist.

An Hausdurchsuchungen zum Zwecke der Erfassung des Wertes von Pelzmänteln, Briefmarken- und Münzsammlungen ist ja, wie der Kanzler ebenso treuherzig wie unglaubwürdig beteuert, nicht gedacht. Diese Vermögensteile bleiben somit ungeschoren. Welchen Sinn es aber haben könnte, durch Substanzsteuern ausgerechnet die Kapitalbasis jener Betriebe zu schmälern, die die Masse der Erwerbsmöglichkeiten in diesem Lande bieten, liegt im Dunkeln. Wäre das – angesichts der notorisch geringen Eigenkapitalausstattung heimischer Betriebe – nicht ein geradezu fatales Signal in die eindeutig falsche Richtung? Oder meinen die (Neid-)Genossen ernsthaft, dass eine Pönalisierung der Schaffung von Arbeitsplätzen als Mittel zur Mehrung kollektiven Wohlstands taugt?

Wie dem auch sei: Materieller Wohlstand entsteht durch Produktion und nicht durch Enteignung. Die in modernen Gesellschaften üblichen, hohen Einkommen sind ohne massive Investitionen in produktives Kapital undenkbar. Hämmer und Sicheln verschaffen den proletarischen Massen schlicht und ergreifend keinen Reichtum! Wer also produktive Vermögen mit Substanzsteuern schädigt, verschüttet die Quellen der Masseneinkommen. Schön wär´s, wenn diese Einsicht bis in die Niederungen von Kanzleramt und Hofburg durchdränge …

http://www.taxfreedomday.at/

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 11:13

    Eine treffliche Analyse, der nichts hinzuzufügen ist, außer:

    1. Man beachte die übliche neidstimulierende Wortwahl: „Besserverdiener“, Reiche“. Niemand kommt auf die Idee, dass es sich um Mehrleister, Risiko-, Aus- und Weiterbildungsbereite, verantwortungsbewusste und opferbereite Konsumverzichter mit ausbildungsbedingt retardierter Erwerbsmöglichkeit handeln könnte.

    Auf der anderen Seite die „sozial Schwachen“ (früher nannte man sie „Faulpelze“), denen man aus „sozialer Gerechtigkeit“ auf Kosten ungefragt Enteigneter (und gleichzeitig allgemeiner Verachtung Preisgegebener) durch Steuer- und Gebührenbefreiungen bei gleichzeitig kumulierbaren, sozioökonomisch überkompensierenden Transferzahlungen zu „Konsumkraftharmonisierung“ verhilft.

    2. Der Fokus möge nicht nur auf „die Roten“ gerichtet sein. Offenbar gibt es in allen Parteien (und in der Kirche) – wenn auch in unterschiedlicher Dichte -„Umverteiler“, die – gestützt auf mittlerweile unverschämtes flächendeckendes Anspruchsdenken - nur durch Wählerkauf auf Kosten Dritter den Bestand ihrer Gesinnungsgemeinschaft abzusichern glauben.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 14:48

    Absolut ins Schwarze getroffen mit diesem Kommentar (oder auch ins Rote?), Herr Tögel!

    Aber leider werden Sie ein Rufer in der Wüste bleiben, denn das linke System hat mit seinem Klassenkampf beschlossen, "die Kuh solange zu melken, bis sie tot umfällt" - genau wie weiland im kommunistischen Ostblock.

    Den Mittelstand hat es bereits weitgehend erwischt und es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Schicksal alle anderen ereilt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 12:45

    Leider muss man auch zusehen, wie sich die Unternehmer und deren Verbände viel zu wenig oder gar nicht gegen die systematischen Angriffe und Anwürfe wehren. Sie lassen sich in ein Eck drängen. Steuern sollten überhaupt nur bei den natürlichen Personen abgeschöpft werden.
    Längst müsste eine Kampagne laufen, die die Unternehmen als "Jobmaschinen" positionieren, ohne die keine primär produktiven Arbeitsplätze bestehen können. Warten die Herr- und Damenschaften darauf, dass die Gewerkschaften sie verteidigen? Eigentlich müsste es passieren, aber die sind zum Vordenken nicht geschult worden in der Gewerkschaftsakademie.

    Die Unternehmerverbände müssten sich auch endlich wirksam in dei Schuldiskussion einmischen: Dahingehend, dass endlich die wirtschaftlichen Zusammenhänge in den Lehrplan aufgenommen werden. Und die Leute wieder %rechnen lernen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 11:51

    Grosser Dank an Andreas Tögel für seine Ausführungen
    Am derzeitigen Zustand sind nicht nur die Sozialisten schuld, die Umverteiler finden sich heutzutage fast überall.
    Ein Umdenken bei den Politikern und der Mehrheit der Bevölkerung tritt erst dann ein, wenn es einmal nicht mehr geht. Es ist traurig, dass es dazu einen Krieg, einer grossen Naturkatastrophe oder einer totalen Geldentwertung (Hyperinflation) braucht. Mit Vernunft konnte man z.B. auch keine Autogurtenbenützung erzielen.

    Wir brauchen dringend
    ein neues Wahlrecht zu besseren Mehrheiten,
    mehr direkte Demokratie (Volksbegehren u.ä sind nur stumpfe Werkzeuge!),
    Reform für Verfassung, Verwaltung, Gesundheitssystem, Bildung, Pensionen,
    Neuordnung der Sozialleistungen und vor allem
    weniger Staat, mehr Privat!.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBärenfalle...
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2011 11:37

    Der Fehler der Sozialisten beruht auf dem Mythos Reichtum hätte etwas mit der Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel zu tun.

    Jeder der bis zu dieser Stelle in dem Buch von Murks kommt und mehr als 5 Gehirnzellen besitzt schmeißt das Ding danach sofort ins Altpapier.

    Reichtum und Wohlstand kommt nicht vom Besitz der Produktionsmittel sondern vom Vorhandensein und Zugang zu Absatzmärkten.

    Beweis ?

    Trotz Besitzes aller Produktionsmittel ging noch jeder Staatssozialismus pleite da damit einerseits im Land der Markt zerstört wird und andererseits die Produkte außerhalb nicht oder nur mittels abgewerteter Währungen (DDR vor der Wende, Anfang der China-Blase) wettbewerbsfähig sind.

    Der Sozialismus beruht also schon in seinen Grundtheorien auf Fehlannahmen.

    Das dieses tote ideologische Pferd noch immer durch die Arena getragen wird ist wohl eher auf den beinahe religiösem Charakter dieser Bewegung samt der Befriedigung primitiver Triebe wie Neid und Missgunst zurückzuführen denn auf die Intelligenz der Beteiligten.

  6. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2011 01:16

    Ich kann mich erinnern,wie ein Genosse Sozialminister,welcher durch die Rasur seines Bartes bekannt wurde, in einem Zeitungsinterview sinngemäß formulierte:"Wohlhabend ist jemand,der 200000 bis 300000 Euro auf dem Sparbuch hat, reich ist, wer über eine Million verfügt."
    Als kapitalistischer Klassenfeind wäre ich froh, nur ein bißchen wohlhabend zu sein! Ich stehe halt auf der falschen Seite und muß daher scheinbar stolz sein, einen großen Teil meines Einkommens als "pizzo"abliefern zu dürfen!
    Und von den Schwarzen - besonders vom Wirtschaftsbund - muß ich mir anhören, daß ich als Freiberufler nichts produziere und daher nur einen unerwünschten Kostenfaktor darstelle - außer einer dieser Herren benötigt meine Hilfe.Dann habe ich zum Sozialtarif jederzeit zur Verfügung zu stehen!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorlogiker2
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 11:13

    Die Gesellschaftsverbrechen an den nachfolgenden Generationen ausgezeichnet dargestellt. Bemerken möchte ich allerdings, dass sich die ehemals staatstragende und nunmehr zu einer links mitlaufend bzw. überholend mutierte Wirtschaftspartei wesentliche Mitschuld an diesen Zuständen trägt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBärenfalle...
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2011 11:37

    Der Fehler der Sozialisten beruht auf dem Mythos Reichtum hätte etwas mit der Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel zu tun.

    Jeder der bis zu dieser Stelle in dem Buch von Murks kommt und mehr als 5 Gehirnzellen besitzt schmeißt das Ding danach sofort ins Altpapier.

    Reichtum und Wohlstand kommt nicht vom Besitz der Produktionsmittel sondern vom Vorhandensein und Zugang zu Absatzmärkten.

    Beweis ?

    Trotz Besitzes aller Produktionsmittel ging noch jeder Staatssozialismus pleite da damit einerseits im Land der Markt zerstört wird und andererseits die Produkte außerhalb nicht oder nur mittels abgewerteter Währungen (DDR vor der Wende, Anfang der China-Blase) wettbewerbsfähig sind.

    Der Sozialismus beruht also schon in seinen Grundtheorien auf Fehlannahmen.

    Das dieses tote ideologische Pferd noch immer durch die Arena getragen wird ist wohl eher auf den beinahe religiösem Charakter dieser Bewegung samt der Befriedigung primitiver Triebe wie Neid und Missgunst zurückzuführen denn auf die Intelligenz der Beteiligten.


alle Kommentare

  1. Jaylene (kein Partner)
    09. Februar 2015 23:24

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    19. Januar 2015 17:50

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  8. Martin Bauer
    25. Juli 2011 14:13

    Meine Befürchtung:
    Die breite Masse ist von 50 Jahren Sozialismus in Österreich bereits derart indoktriniert - die ist gar nicht mehr Willens, ihr eigener Glückes Schmied zu sein. Daher wird alles in Richtung Selbstverantwortung leider, leider scheitern (müssen).

    Trotzdem Herr Tögel: ****

  9. Wertkonservativer
    25. Juli 2011 12:57

    Dass wir mit laufend steigenden Staatsschulden immer tiefer im bodenlosen Schuldensumpf versinken, muss jedem klar sein, der sein Hirnkastel einigermaßen im Griff hat!

    Dass wir mit dieser unheilvollen Entwicklung, die nur uns Heutigen aus vordergründigen Motiven (Wahlen!!!) uns nicht zustehende Wohltaten zuweist, eine veritable Sauerei gegenüber unseren Nachkommen begehen, steht ebenfalls außer Frage!

    Dass die sozialistische Ideologie, kombiniert mit dem Brachialhebel der mächtigen Gewerkschaften in aller Welt, grundsätzlich auf Umverteilung und Beglückung der armen "Entrechteten" setzt, liegt auch klar auf der Hand!

    Da aber - wie man so hört - die Linken in der Welt inzwischen das Ruder fest in der Hand halten (was ist in diesem Zusammenhang eigentlich mit den Finanzmärkten und Spekulanten, gehören die zu uns Guten?), dürfen wir uns (leider) nicht wundern, wenn die Chose in diese Richtung geht.

    Diesmal ausnahmsweise, eine Spur pessimistischer als üblich - CMH!)!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  10. ProConsul
    25. Juli 2011 09:52

    danke für diesen ausgezeichneten Gastkommentar!

  11. Josef Maierhofer
    24. Juli 2011 14:49

    Danke für den Artikel !

    Werte Genossen !

    Wie wäre es denn mit Eigenleistung, mit selbst arbeiten, statt zu fordern und zu nehmen ?

    Wenn man 2 Menschen die gleiche Aufgabe stellt, so kann das 2 völlig unterschiedliche Ergebnisse bringen, etwa das Anfüllen und Verbringen von, sagen wir 100 Scheibtruhen Beton, das wird ein fleißiger Kollege in einem Tag locker bewerkstelligen, während ein fauler Kollege, das in 2 Tagen nicht erledigt hat.

    Ich habe in meinem Betrieb immer die gesamte Arbeit, die angeboten war, den Mitarbeitern vorgestellt samt Termin und Preis und habe die Leistung bezahlt, nicht die Zeit. Es gab öfter vergleichbare Arbeiten, wenn mehrere das Gleiche ausgeführt haben und die Unterschiede in der Zeit waren wirklich in dem vorher genannten Ausmaß.

    Es ist heutzutage nicht einfach, solche Mitarbeiter zu finden, die diese Einsicht mitbringen, ich hatte eben Glück mit den Mitarbeitern. Die Mitarbeiter auch mit mir, denn alle haben heute eigene Firmen, was darauf hindeutet, dass sie genug Erfahrung mitgenommen haben. Wir leben alle in guter Freundschaft als Gemeinschaft von verschiedenen Firmen.

    Wenn ich dann die Lähmung (und auch die Preise) bei Großkonzernen damit vergleiche, wo die Gewerkschaften regieren, wo jede Arbeit unterbunden wird, wo die Produktivität gegen Null geht, dann kommt mir das Grausen.

    Ja und diese Menschen, die eigenverantwortlich handeln, die muss man besteuern, weil die sind reich.

    Genossen, Ihr seid Armutschkerl, Ihr ruiniert Österreich.

  12. Bärenfalle... (kein Partner)
    24. Juli 2011 11:37

    Der Fehler der Sozialisten beruht auf dem Mythos Reichtum hätte etwas mit der Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel zu tun.

    Jeder der bis zu dieser Stelle in dem Buch von Murks kommt und mehr als 5 Gehirnzellen besitzt schmeißt das Ding danach sofort ins Altpapier.

    Reichtum und Wohlstand kommt nicht vom Besitz der Produktionsmittel sondern vom Vorhandensein und Zugang zu Absatzmärkten.

    Beweis ?

    Trotz Besitzes aller Produktionsmittel ging noch jeder Staatssozialismus pleite da damit einerseits im Land der Markt zerstört wird und andererseits die Produkte außerhalb nicht oder nur mittels abgewerteter Währungen (DDR vor der Wende, Anfang der China-Blase) wettbewerbsfähig sind.

    Der Sozialismus beruht also schon in seinen Grundtheorien auf Fehlannahmen.

    Das dieses tote ideologische Pferd noch immer durch die Arena getragen wird ist wohl eher auf den beinahe religiösem Charakter dieser Bewegung samt der Befriedigung primitiver Triebe wie Neid und Missgunst zurückzuführen denn auf die Intelligenz der Beteiligten.

  13. Schani
    23. Juli 2011 01:16

    Ich kann mich erinnern,wie ein Genosse Sozialminister,welcher durch die Rasur seines Bartes bekannt wurde, in einem Zeitungsinterview sinngemäß formulierte:"Wohlhabend ist jemand,der 200000 bis 300000 Euro auf dem Sparbuch hat, reich ist, wer über eine Million verfügt."
    Als kapitalistischer Klassenfeind wäre ich froh, nur ein bißchen wohlhabend zu sein! Ich stehe halt auf der falschen Seite und muß daher scheinbar stolz sein, einen großen Teil meines Einkommens als "pizzo"abliefern zu dürfen!
    Und von den Schwarzen - besonders vom Wirtschaftsbund - muß ich mir anhören, daß ich als Freiberufler nichts produziere und daher nur einen unerwünschten Kostenfaktor darstelle - außer einer dieser Herren benötigt meine Hilfe.Dann habe ich zum Sozialtarif jederzeit zur Verfügung zu stehen!

  14. libertus
    22. Juli 2011 14:48

    Absolut ins Schwarze getroffen mit diesem Kommentar (oder auch ins Rote?), Herr Tögel!

    Aber leider werden Sie ein Rufer in der Wüste bleiben, denn das linke System hat mit seinem Klassenkampf beschlossen, "die Kuh solange zu melken, bis sie tot umfällt" - genau wie weiland im kommunistischen Ostblock.

    Den Mittelstand hat es bereits weitgehend erwischt und es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Schicksal alle anderen ereilt.

  15. Wolfgang Bauer
    22. Juli 2011 12:45

    Leider muss man auch zusehen, wie sich die Unternehmer und deren Verbände viel zu wenig oder gar nicht gegen die systematischen Angriffe und Anwürfe wehren. Sie lassen sich in ein Eck drängen. Steuern sollten überhaupt nur bei den natürlichen Personen abgeschöpft werden.
    Längst müsste eine Kampagne laufen, die die Unternehmen als "Jobmaschinen" positionieren, ohne die keine primär produktiven Arbeitsplätze bestehen können. Warten die Herr- und Damenschaften darauf, dass die Gewerkschaften sie verteidigen? Eigentlich müsste es passieren, aber die sind zum Vordenken nicht geschult worden in der Gewerkschaftsakademie.

    Die Unternehmerverbände müssten sich auch endlich wirksam in dei Schuldiskussion einmischen: Dahingehend, dass endlich die wirtschaftlichen Zusammenhänge in den Lehrplan aufgenommen werden. Und die Leute wieder %rechnen lernen.

  16. Observer
    22. Juli 2011 11:51

    Grosser Dank an Andreas Tögel für seine Ausführungen
    Am derzeitigen Zustand sind nicht nur die Sozialisten schuld, die Umverteiler finden sich heutzutage fast überall.
    Ein Umdenken bei den Politikern und der Mehrheit der Bevölkerung tritt erst dann ein, wenn es einmal nicht mehr geht. Es ist traurig, dass es dazu einen Krieg, einer grossen Naturkatastrophe oder einer totalen Geldentwertung (Hyperinflation) braucht. Mit Vernunft konnte man z.B. auch keine Autogurtenbenützung erzielen.

    Wir brauchen dringend
    ein neues Wahlrecht zu besseren Mehrheiten,
    mehr direkte Demokratie (Volksbegehren u.ä sind nur stumpfe Werkzeuge!),
    Reform für Verfassung, Verwaltung, Gesundheitssystem, Bildung, Pensionen,
    Neuordnung der Sozialleistungen und vor allem
    weniger Staat, mehr Privat!.

  17. logiker2
    22. Juli 2011 11:13

    Die Gesellschaftsverbrechen an den nachfolgenden Generationen ausgezeichnet dargestellt. Bemerken möchte ich allerdings, dass sich die ehemals staatstragende und nunmehr zu einer links mitlaufend bzw. überholend mutierte Wirtschaftspartei wesentliche Mitschuld an diesen Zuständen trägt.

  18. Karl Rinnhofer
    22. Juli 2011 11:13

    Eine treffliche Analyse, der nichts hinzuzufügen ist, außer:

    1. Man beachte die übliche neidstimulierende Wortwahl: „Besserverdiener“, Reiche“. Niemand kommt auf die Idee, dass es sich um Mehrleister, Risiko-, Aus- und Weiterbildungsbereite, verantwortungsbewusste und opferbereite Konsumverzichter mit ausbildungsbedingt retardierter Erwerbsmöglichkeit handeln könnte.

    Auf der anderen Seite die „sozial Schwachen“ (früher nannte man sie „Faulpelze“), denen man aus „sozialer Gerechtigkeit“ auf Kosten ungefragt Enteigneter (und gleichzeitig allgemeiner Verachtung Preisgegebener) durch Steuer- und Gebührenbefreiungen bei gleichzeitig kumulierbaren, sozioökonomisch überkompensierenden Transferzahlungen zu „Konsumkraftharmonisierung“ verhilft.

    2. Der Fokus möge nicht nur auf „die Roten“ gerichtet sein. Offenbar gibt es in allen Parteien (und in der Kirche) – wenn auch in unterschiedlicher Dichte -„Umverteiler“, die – gestützt auf mittlerweile unverschämtes flächendeckendes Anspruchsdenken - nur durch Wählerkauf auf Kosten Dritter den Bestand ihrer Gesinnungsgemeinschaft abzusichern glauben.





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