Gleiches Recht für alle auf Bildung - statt: „Recht aller auf gleiche Bildung"

Wer jemals in der Schule war, weiß es: Noch jede Schüler-Generation war mit dem Vorwurf konfrontiert, viel schwächer zu sein als Ihre Vorgänger. Also in der Schule nichts Neues? Keineswegs. Die Klagen von Arbeitgebern und Lehrherrn über ein unbefriedigendes Ausbildungsniveau der Absolventen vor allem städtischer Schulen sind ernst zu nehmen. Ernst nehmen sollte man aber auch die Ursachen-Analyse – und sie nicht in einem ideologischen Strudel untergehen lassen, wie es etwa das gegenwärtige Gesamtschul-Volksbegehren des sozialistischen Alt-Politikers Hannes Androsch versucht.

Um nur einige der wirklichen Ursachen von Problemen unseres Bildungssystems aufzuzählen:

  • Bildung und Leistung haben gesellschaftlich stark an Ansehen verloren. So hat zum Beispiel der öffentlich-rechtliche ORF in den letzten Jahren einen Großteil der bildungsrelevanten Inhalte entsorgt. Stattdessen machen viele Moderatoren unter dem Motto „Wann kommt endlich das Wochenende?“ Stimmung gegen Leistungsanstrengungen.
  • Die unverzichtbare Hauptverantwortung der Eltern für die Erziehung ihrer Kinder gerät immer mehr in Vergessenheit. Das liegt zum einen an der großen Zahl zerfallender Familien, zum anderen an der zunehmenden Tendenz zur Berufstätigkeit beider Elternteile. Gleichzeitig hat eine sozialtechnokratische Politik gezielt immer mehr Verantwortung auf außerfamiliäre Institutionen verschoben, allen voran auf die Schule.
  • Eben diese Schule wird aber durch die gebetsmühlenartig wiederholte Klage über eine vermeintliche „Überlastung der Kinder“, der man nur durch eine „Entrümpelung des Unterrichts“ begegnen könne, an den Pranger gestellt (die sonst so artig bemühte „Unschuldsvermutung“ hat hier offenbar keine Gültigkeit).
  • Dass diese „Entrümpelung des Lehrstoffes“ über den Weg einer Verkürzung der jährlichen und wöchentlichen Unterrichtszeiten angebahnt wurde, kann man wohl nur als den „Treppenwitz der österreichischen Pädagogik“ verstehen.
  • Von der (nach der „Entrümpelung“) verbleibenden Unterrichtszeit wurden durch eine Flut von bürokratischen Verordnungen und Erlässen, die der Schule aufgebürdet wurden, zusätzliche Energien auf außerschulische Aufgaben umgelenkt.
  • Lehrern und Schulen wurden viele Möglichkeiten der Reaktion auf jede Mitarbeit verweigernde oder sogar gewalttätige Schüler genommen.
  • Die nur noch älteren Semestern erinnerliche einstmalige Wertschätzung für den Lehrberuf (wie sie etwa im „gelobten“ PISA-Land Finnland selbstverständliche Praxis ist) wurde durch politische und mediale Stimmungsmache ins Gegenteil verkehrt. (Wie man sich unter solchen Umständen eine Selektion “nur der  Bestgeeigneten“ für den Lehrberuf vorstellt, bleibt ein wohl gehütetes Geheimnis der so genannten „Bildungs“-Ministerin und ihrer selbst ernannten „Experten“.)
  • Lehrer haben keinen den notwendigen Mindestanforderungen entsprechenden Arbeitsplatz (Schreibtisch, Computer) in den Schulen.
  • Die Lehrer sehen sich zunehmendem Druck seitens der Politik und der Schulverwaltung ausgesetzt, unzureichende Leistungen zu tolerieren.
  • Die gemeinsamen Lehrpläne für alle 6- bis 14-Jährigen überfordern die einen und unterfordern die anderen Schüler.
  • Im Vergleich zu privaten Arbeitgebern oder Schulleitern in anderen Ländern verfügen Direktoren über unzureichende rechtliche Möglichkeiten des Personalmanagements (wenn es etwa darum geht, sich von einem überforderten Lehrer zu trennen).
  • Viele Schulversuche wie Integrierte Gesamtschule oder Kooperative Mittelschule sind nachweislich gescheitert, werden aber aus ideologischen Motiven unter ständig neuer Bezeichnung wiederbelebt, um dieses Scheitern zu vertuschen.
  • Zu diesem Zweck werden die Ergebnisse der Bildungsforschung in Hinblick auf die Erfolge einzelner Schultypen entgegen allen Grundregeln der Freiheit und Offenheit von Wissenschaft in Metternichscher Manier geheim gehalten.

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Sie ergibt ein klares Handlungsprogramm, wo mit den notwendigen Verbesserungen des Bildungswesens anzusetzen ist. Eine unbefriedigende Situation verbessert sich nicht automatisch durch eine einfache Systemumstellung. Was allein helfen kann, ist eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. (Eine alarmierende Unfallstatistik im Straßenverkehr etwa lässt sich nicht durch eine Umstellung auf Linksfahrordnung schönen, sondern verlangt nach einer Verbesserung der Straßen, einer Anpassung der Verkehrsvorschriften an neue Gegebenheiten und eine intensivierte Verkehrserziehung der Beteiligten.)

Stattdessen aber setzen die zuständige Ministerin und ein von SPÖ-Gruppen getragenes Volksbegehren auf die Einführung einer verpflichtenden Gesamtschule für alle. Diese führt jedoch nur zu einer Vergrößerung des Problems. So ist es etwa Tatsache, dass jene europäischen Staaten und (deutschen) Bundesländer, in denen es keine Zwangsbeglückung zur Gesamtschule gibt, die weitaus geringste Jugendarbeitslosigkeit und den höchsten wirtschaftlichen Standard haben. (Dem gegenüber huldigen alle jene EU-Staaten, die nur mit Hilfe Hunderter Milliarden Euro vor dem Bankrott gerettet worden sind, dem Gesamtschulsystem.)

Wenn beschwichtigend gesagt wird, dass es ohnedies nur um eine leistungsdifferenzierende Gesamtschule ginge, dann stellt sich die Frage, ob der zusätzliche Milliardenaufwand zur Zerstörung der immer schon leistungsdifferenzierenden Hauptschule wirklich gerechtfertigt ist. (Als man sich in den 1970er-Jahren in Wien anschickte, die unansehnlich gewordenen, verfallenden Stadtbahnstationsgebäude Otto Wagners niederzureißen, haben weise Politiker gerade noch rechtzeitig der Spitzhacke Einhalt geboten und durch professionelle Revitalisierung der heutigen Generation Schmuckstücke hinterlassen, die an prominenter Stelle jeden Wien-Führer zieren.)

Nur auf den ersten Blick erstaunlich ist, dass auch einige Industrielle die Zwangs-Gesamtschule propagieren. Denn sie können auf Grund ihrer hohen Einkommen ihre Kinder in die teuersten Privatschulen schicken (wie dies der millionenschwere Großindustrielle Hannes Androsch ja in der eigenen Familie modellhaft vorgeführt hat). Daher haben sie keine Hemmungen, dem Mittelstand die Auswahl der für die eigenen Kinder jeweils begabungs- und interessensadäquaten Schulform vorzuenthalten. Hier geht es gleich zwei in der französischen Revolution erkämpften Grundrechten an den Kragen: der Freiheit der Wahl unter verschiedenen (für alle offen stehenden) Optionen einerseits und dem gleichen Recht aller (nicht nur der Wohlbetuchten) auf eine freie Wahl der jeweils als optimal empfundenen Lösung.

Falsch und untergriffig ist auch die Propaganda-Phrase von der verfrühten „Selektion“ der Zehnjährigen. In Wahrheit erfolgen die wichtigsten Weichenstellungen für den künftigen Bildungsweg sogar schon vor dem Schuleintritt. Und die primäre Entscheidung für eine Schulform bedeutet keineswegs ein notwendiges „Festhalten“ bis zum (bitteren?) Ende, denn In Wahrheit gibt es heute weit über das Schulpflichtalter hinaus jede Menge an Übertritts-Möglichkeiten. (So steht auch nach einer Lehre noch der Weg an die Universität offen, wenn jemandem dann diese in aller Regel exzellente Berufsaussichten eröffnende Ausbildung als unzureichend oder falsch erscheinen sollte.)

Um all diesen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken, hat sich eine neue „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“ gebildet. Auf dieser arbeiten echte Bildungsexperten, Unternehmer, Eltern, Lehrer und Schüler zusammen, um unserem Bildungssystem bewährte aber verschüttete pädagogische Wege wieder neu zu öffnen, statt  in ihrem Denken festgefahrenen Uralt-Ideologen in ihre Sackgassen zu folgen.

Dabei geht es keineswegs um die Verteidigung des Ist-Zustandes, sondern um breit angelegte echte Reformen. Wer in einem geradezu totalitären Schulsystem allen das Gleiche aufzwingen will, schadet fast allen. Stattdessen sollte eine Vielzahl von staatlichen ebenso wie privaten Schulträgern eine Vielzahl von Schulmodellen realisieren können – und dabei finanziell in gleicher Weise behandelt werden! Die richtige Antwort auf die unterschiedlichen regionalen, sozialen, kulturellen, weltanschaulichen, familiären und sprachlichen Bedürfnisse kann nur eine Vielfalt von Schulangeboten sein. Die staatlichen Schulbehörden sollen sich auf eine objektive Qualitätssicherung beschränken, indem sie die Grundanforderungen für jede Schulform definieren und durch eine regelmäßige und für Schüler wie Schulen relevante Leistungskontrolle die Ergebnisse der Schulen überprüfen (in Hinblick auf die Erreichung allgemeiner Mindeststandards sowie auf die Umsetzung der jeweiligen Schul-Profile).

Wer sich ausführlicher über die Vorstellungen dieser Plattform informieren will oder wer sie unterstützen will, ist herzlich eingeladen, sich via Mail zu melden: team@bildungsplattform.or.at

Dr. Günter Schmid ist internationaler Bildungsexperte und Spezialist für Begabtenförderung sowie Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPostScriptum
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2011 15:10

    Woher leiten Sie ein Recht auf Bildung ab? Profitier ich davon, wenn ich dem Schorsch von nebenan die Ausbildung seiner Kinder finanzier? Wie denn? Mein Einkommen wird nicht höher dadurch, ich zahl nicht weniger steuern, sondern mehr. Wirklich faszinierend, wie einem das Steuergeld aus der Tasche gezogen wird. Da erfindet man eben so faszinierende Rechte wie auf Bildung, auf Arbeit, auf Sozialleistungen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorRR Prof. Reinhard Horner
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2011 00:07

    reinhard.horner@chello.at

    A) Zu den Medienberichten am 15.06.2011 über die „Abschaffung des Sitzenbleibens“

    Schulpolitische Halbheit
    Die neuen Regelungen für das Aufsteigen mit bis zu drei Nicht genügend und für die „Begabtenförderung“ sollen also lediglich für die AHS und die BMHS gelten. Und die sollen autonom entscheiden, ob sie ab der 9. oder der 10. Schulstufe damit beginnen.
    Das heißt, für 8 oder alle 9 Jahre der allgemeinen Schulpflicht bleiben die alten Regelungen in Kraft und ein Teilrepetieren ausgeschlossen.
    Noch schwerer wiegt, dass die Berufsschulen (der Lehrlinge) nicht einbezogen werden. Dieser wichtige Bereich der Oberstufe fällt somit einer durch nichts zu rechtfertigenden Diskriminierung anheim.

    B) leserbriefe@derstandard.com

    Zu: Jeder Zweite hält Österreich für ein ungerechtes Land am 30.05.2011

    Gleichheit und Gerechtigkeit?
    Auch ich fühle mich vielfach sehr „ungerecht behandelt“. Was habe ich nicht alles zurückstecken müssen, weil ich von meinem Vater nicht sein absolutes Gehör, seine Fähigkeit als Pianist so viele der bedeutendsten Kompositionen auswendig spielen zu können etc. nicht vererbt bekommen habe! Meine ganze begonnene musikalische Karriere musste ich schließlich auf den Konsum einschränken, weil man mir keine ausgleichende Gerechtigkeit angedeihen ließ.
    So war es übrigens auch auf etlichen anderen Gebieten. Ich musste mir notgedrungen einen anderen Weg suchen und ihn mit viel Eigeninitiative schaffen. Darüber kann ich nicht genug klagen.

    C) Lerngeschehen als Bildungsgeschehen: Individualität – Gemeinschaft – Persönlichkeit

    Aktuell steht zur Frage, ob sich die Schulreform auf die Austragung organisatorischer Differenzen beschränken oder einer ernstlichen Bildungsreform mit eingebundener Ausbildung dienen soll.
    Die menschlichen Lebenswege werden durch endogene und exogene Faktoren getragen. Die zwei endogenen und die exogenen wirken stets zusammen zu einem Produkt, nicht abgesondert zu einer addierbaren Summe. Endogen wirken die (genetische) Veranlagung und die Kräfte der Eigengestaltung einschließlich der Selbstmotivation, exogen mannigfaltige Umweltfaktoren – von der intentionalen Erziehung bis zu diffusen Einflüssen.
    Drei Irrtümer, die mit eilfertigen Vereinfachungen vermeintliche Sicherheit verheißen, sind entschieden auszuräumen.
    Der erste möchte schier alles genetisch vorbestimmt wissen. Er übersieht, wie wenige fertige und wie viele offene Anlagen jeder Mensch von seiner Natur aus mitbringt.
    Der zweite möchte den Menschen als tabula rasa sehen. Für ihn sollen alle Menschen gleich sein, so dass sie sich durch den Einsatz der Umwelt (beliebig) „begaben“ lassen, es also nur auf gezielte Umwelteinwirkungen ankommt. (Wie sich das fertige „absolute Gehör“ oder andererseits irgendetwas ohne ausreichende Veranlagung aus der Umwelt „begabend“ herstellen ließe, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis.)
    Der dritte Irrtum vermeint, die Wirksamkeitsanteile von Anlage und Umwelt additiv erfassen und in Prozentsätzen darlegen zu können. Er übersieht nicht nur, dass die beiden Faktoren nur gemeinsam zur Wirkung gelangen, sondern lässt überdies – wie die beiden anderen Irrtümer auch – die Faktoren der Reifung und der Prägung sowie den Faktor Eigengestaltung völlig außer Acht. Möglicherweise könnte in % gemessen werden, wie weit die Ergebnisse der vereinten Wirkung der Faktoren von einem Nullpunkt oder von einem Maximal- bzw. einem Bestzustand entfernt zu liegen kommen.
    Die Menschen werden als Individuen geboren und entwickeln sich als solche in Gemeinschaften zu Persönlichkeiten. Stets mit Stärken und mit Schwächen! Stets mit ähnlichen und unterschiedlichen sowie mit Stärken und Schwächen verschiedener Intensität und Menge! (Wer könnte zum Beispiel dem unstrittigen Universalgenie Goethe mit objektiven Befunden ebenso hohe soziale Kompetenz und Musikalität zusprechen? Wer einem Blinden die Entwicklung hoher Sensibilität des Hörens und des Tastens absprechen?)
    Das persönliche Erwachsenwerden vollzieht sich mit Schritten der Reifung von Anlagen, mit manchen prägenden Ereignissen und mit vielerlei Lernprozessen, wobei dem ausübenden Erfahrungslernen nicht geringe Bedeutung zukommt. Zugleich spielen innere und äußere Hemmungen eine große Rolle. Insgesamt führt der Weg zur Persönlichkeit in der Überwindung von Abhängigkeiten und Gegenabhängigkeiten zur gemeinschaftsfähigen Autonomie – mit selbst gewählten Bindungen. Anders ausgedrückt: von zwanghaften Unterordnungen zur geordneten Lebensführung.
    Wer mit besonderem Interesse vom Faktor Veranlagung aus die Sachverhalte überprüfen will, kann seine Orientierung am bekannten Beispiel der Familie Bach mit ihren vielen Generationen Musikern ansetzen und u. a. ins Auge fassen, ob vielleicht in dem heute seltsamerweise oft gescholtenen „Bildungsbürgertum“ auch Abstammungen und nicht bloß privilegierte Lebenslagen ursächlich sind. Nicht weniger verdienen jedoch jene Fälle Beachtung, wo Genies förmlich aus dem Nichts hervorkommen – wie ein Leonardo da Vinci. Im Zuge dessen lassen sich Hinweise gewinnen, wie in „bildungsfernen“ Bevölkerungskreisen schlummernde Geistes-, Gemüts- und Handlungskräfte auffindbar sind. (Übrigens: in der Nähe oder Ferne zu welcher Bildung?)
    Auch Hochbegabte können verkümmern, wenn sie nicht die Einheit angemessener Förderung und Forderung erfahren. Und selbst hoch gebildete Menschen können an inneren und äußeren Umständen bitter scheitern. (Vielleicht wäre Maximilian von Mexiko ein Beispiel hierzu.)
    Für ein zukunftstaugliches Lerngeschehen als Bildungsgeschehen ist es vonnöten, primär inhaltliche und methodische Bedenklichkeiten zu überwinden:
    * z.B. ein Programm (Regierungsprogramm) demzufolge Leistungsstarke gefordert und Lernschwache gefördert werden sollen, als ob es nicht immer Stärken und Schwächen gebe und sich die notwendige Einheit von Fordern und Fördern auseinanderdividieren ließe,
    * z.B. ein derartiges Fokussieren auf die Behebung von Defiziten, wodurch die Mobilisierung anderweitiger Stärken verabsäumt wird,
    * z. B. die Reduzierung der Sinnbezüge und Funktionen des Lernens auf jeweils aktuelle Nützlichkeitsanforderungen,
    * z.B. eingeschränkte Mobilitätsvorgaben, die in die Nähe von Austauschbarkeit und Beliebigkeit rücken,
    * z.B. fahrlässige oder absichtliche Uniformierungen, Vermassungen,
    * z.B. eine geradezu bürokratische Rangordnung der Bildungshöhen, die alles unterhalb der Akademikerquote abwertet,
    * z.B. immer weitergehende pflichtige Einlagerungen des Reifungs-, Prägungs- und Lerngeschehens in staatliche Einrichtungen,
    * z.B. die Verminderung der Bildungsauseinandersetzungen auf die Differenzen der organisatorischen Vorlieben.
    Wer mit Hilfe von Bildungssystemen die gesellschaftlichen Verhältnisse fortführen oder sie mehr oder minder radikal verändern möchte, wird sich letztlich daran messen lassen müssen, welche Arten von Gemeinschaften er herbeiführen will und wie er es mit den menschlichen Unterschieden hält, welche realen Chancen und welche Wertschätzungen den Menschen auf ihren tatsächlichen Lebenspositionen – von den erfolgreichsten bis zu den geringsten – entgegengebracht werden. Oder führt die an sich äußerst lobenswerte Parole: „Mehr Arbeiterkinder an die Hochschulen!“ unaufhaltsam zur Abwertung der Arbeiter? Könnte und sollte eine Quotensteuerung nach dem Muster der DDR oder ähnlicher Regime angewendet werden?
    Alle Lernarten sind im Blick zu behalten. Für das schulische Lerngeschehen ist besonders zu beachten, dass es nicht nur ständige Obsorge gegen Erstarrungen braucht, sondern auch für Gelassenheit (Muße) und hierzu entlastende Ordnung, um die für ein ergiebiges Lernen erforderliche Konzentration möglich zu machen.
    Mit welchen Qualitäten und Qualifikationen sollen die akademischen Studien in Angriff genommen werden? Welche sollen am Ende herauskommen? Genügen schon größere Zahlen an Studierenden oder mehr Absolventen, gleichgültig welcher Art? Oder hegen wir konkrete Vorhaben, das Niveau unserer hohen Schulen dermaßen einzurichten, dass sie die besten menschlichen Kräfte zur Entfaltung bringen? Wie viel Verschulung mit abprüfbaren Lernstoffmengen verträgt das Studium? Was wird an Spezialisierung, an umfassender Persönlichkeitsbildung und an forschungsorientiertem Arbeiten betrieben?
    Auf dem schon länger dringend gebotenen Reformweg von der kurzgriffig rücksichtslosen Erfolgsgesellschaft zu einer nachhaltigen, solidarischen Leistungskultur ist der Wechsel von der Herrschaft des Maximierens zum Streben nach Optimalem unerlässlich. (Nur) qualitatives Wachstum kennt keine Grenzen. Leider auch Dummheit, Unvermögen nicht.
    Es ist schon seltsam, was alles mit Gleichheit und mit Freiheit (von) angestellt werden kann, sobald Brüderlichkeit zwangsweise auferlegt wird oder man ihrer vollends verlustig geht.
    Im Übrigen entbehrt es nicht der Skurrilität, wenn just aus solchen Kreisen, die sich die Herstellung maximaler Gleichheit der Ansprüche auf ihre Fahnen schreiben, lauthals die Kritik ertönt, es gebe keine achtbaren, keine charismatischen führenden Persönlichkeiten mehr. Es fehlten die Vorbilder. Tatsächlich sprechen daraus weniger aristokratische als autoritäre Erwartungen. Nicht selten kommt ein Schuss Untergangsmentalität mit etwas Verschwörungstheorie und Sündenbockverhalten hinzu.

    D) Aus der SN-Kontroverse „Elternverantwortung“ vom 13.01.2011

    Wie sehr die Heranbildung als Gesamtkunstwerk der Aufgabenerfüllung und der unverkürzten Verantwortung aller Beteiligten – nicht zuletzt auch der Eigeninitiative der Lernenden und des Engagements der Eltern – bedarf, wäre außer Zweifel zu stellen. Etwa gemäß folgenden Erwägungen:
    Weil der Mensch so wenige fertige, hingegen viele mehr oder weniger offene Veranlagungen hat, ist er wie kein anderes Lebewesen lernfähig und lernbedürftig. Individuell und gemeinschaftlich.
    In der Abfolge der Generationen bringt er auf Lerngrundlagen seine Kulturleistungen hervor und gestaltet er seine Lebensführung. Mit der „Aufarbeitung seiner Geschichte“ gibt er zugleich der Kreativität seiner Gegenwart und für seine Zukunft wesentliche Ausrichtungen und legt er ein höheres Entwicklungsniveau zugrunde.
    Auf höheren Kulturstufen sind immer mehr und fortschreitend stärker intentional wirksame (schulmäßige) Lerneinrichtungen tätig, obschon alle anderen Lernarten – wie etwa das ausübende Erfahrungslernen – nicht erübrigt werden können.
    Die Bemühungen, einen Gesamtbegriff für das pädagogische Wirken zu fassen, sind zahlreich und von verschiedenen Ansätzen aus unternommen worden. (Man denke nur an die nicht enden wollende Debatte über „führen oder wachsen lassen“.) Zumeist haben sie allerdings zu ideologisch beeinflussten Teilaussagen geführt.
    Der Wiener Ordinarius für Pädagogik und Kulturphilosophie Richard Meister (1881-1964) ist hingegen ausdrücklich mit der Absicht und dem Anspruch angetreten, nicht eine weitere Definition hinzuzufügen, sondern eine zu bieten, die alle anderen zu ersetzen vermag. Dementsprechend hat er – nicht auf schulisches Geschehen beschränkt – mit zahlreichen eingehenden Erläuterungen formuliert: „Erziehung ist die planmäßige Führung, die die erwachsene Generation der heranwachsenden bei ihrer Auseinandersetzung mit der überkommenen Kultur angedeihen lässt.“
    Damals wie heute ist eine als Leitlinie für das umfassend aufgabenbewusste und unverkürzt verantwortliche pädagogische Empfinden, Denken, Erfinden und Handeln taugliche Begriffsbestimmung vonnöten. Nicht zuletzt auch zur Überwindung des bisweilen bereits stumpfsinnig ausartenden Rückzugs auf ein Gerangel um Organisationsformen. So lohnt es sich immer wieder, auf R. Meisters Definition zurückzugreifen und sie mit abermaligen Detaillierungen, Erweiterungen und der Einbeziehung einer grundlegenden Zielorientierung auszustatten.
    Erziehung (im umfassenden Sinn) ist die planmäßige Führung, die die erwachsene Generation der heranwachsenden bei ihrer Auseinandersetzung mit der begegnenden Kultur angedeihen lässt,
    * die sie für den Erwerb von Wissen, Erkenntnissen, Wertgehalten, Willensgehalten und Fertigkeiten zu persönlichen Qualitäten und nutzbringenden Qualifikationen sowie zu den wünschenswerten Mobilitäten leistet,
    * die sie zur Entfaltung der Veranlagungen und der Interessen unternimmt,
    * die sie zur Stärkung der Selbstgestaltungskräfte beiträgt,
    * die sie an Hilfestellungen in den kritischen Entwicklungsphasen einbringt,
    * die sie in der gemeinsamen Befassung mit zukunftsweisenden Herausforderungen einsetzt
    * und mit der sie zu einer Lebensführung mit permanent lebensdurchdringendem Weiterlernen und Weiterstreben in den zeitläufigen Anforderungen und Möglichkeiten zu verhelfen trachtet.
    Das kann alle Lernarten betreffen. Während der schulischen Lernzeiten soll das in der Unterrichts-, in der Erziehungsarbeit (im engeren Sinn) sowie in der betont freudvollen (nicht spaßreichen) Gestaltung des Schullebens geschehen, aber auch in das gesamte Jugendleben, insbesondere in die Familien ausgreifen.
    Das Schulwesen einer zukunftstauglichen Bildungsreform zuführen heißt: die Absichten veredeln, die Inhalte erneuern, die Methoden und Ausstattungen verbessern, die personellen Ressourcen heben und auf solcher Basis die Strukturen konkret wirksam organisieren. Bei allen Neuerungen ist zu beachten, dass sie jedweder Erstarrung abhelfen sollen, dass das Schulgeschehen aber viel an entlastender Ordnung und Muße zur Konzentration auf persönliche Qualitäten bildendes und nutzbringende Qualifikationen ausbildendes ergiebiges Lernen braucht.


alle Kommentare

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  76. RR Prof. Reinhard Horner
    16. Juni 2011 00:07

    reinhard.horner@chello.at

    A) Zu den Medienberichten am 15.06.2011 über die „Abschaffung des Sitzenbleibens“

    Schulpolitische Halbheit
    Die neuen Regelungen für das Aufsteigen mit bis zu drei Nicht genügend und für die „Begabtenförderung“ sollen also lediglich für die AHS und die BMHS gelten. Und die sollen autonom entscheiden, ob sie ab der 9. oder der 10. Schulstufe damit beginnen.
    Das heißt, für 8 oder alle 9 Jahre der allgemeinen Schulpflicht bleiben die alten Regelungen in Kraft und ein Teilrepetieren ausgeschlossen.
    Noch schwerer wiegt, dass die Berufsschulen (der Lehrlinge) nicht einbezogen werden. Dieser wichtige Bereich der Oberstufe fällt somit einer durch nichts zu rechtfertigenden Diskriminierung anheim.

    B) leserbriefe@derstandard.com

    Zu: Jeder Zweite hält Österreich für ein ungerechtes Land am 30.05.2011

    Gleichheit und Gerechtigkeit?
    Auch ich fühle mich vielfach sehr „ungerecht behandelt“. Was habe ich nicht alles zurückstecken müssen, weil ich von meinem Vater nicht sein absolutes Gehör, seine Fähigkeit als Pianist so viele der bedeutendsten Kompositionen auswendig spielen zu können etc. nicht vererbt bekommen habe! Meine ganze begonnene musikalische Karriere musste ich schließlich auf den Konsum einschränken, weil man mir keine ausgleichende Gerechtigkeit angedeihen ließ.
    So war es übrigens auch auf etlichen anderen Gebieten. Ich musste mir notgedrungen einen anderen Weg suchen und ihn mit viel Eigeninitiative schaffen. Darüber kann ich nicht genug klagen.

    C) Lerngeschehen als Bildungsgeschehen: Individualität – Gemeinschaft – Persönlichkeit

    Aktuell steht zur Frage, ob sich die Schulreform auf die Austragung organisatorischer Differenzen beschränken oder einer ernstlichen Bildungsreform mit eingebundener Ausbildung dienen soll.
    Die menschlichen Lebenswege werden durch endogene und exogene Faktoren getragen. Die zwei endogenen und die exogenen wirken stets zusammen zu einem Produkt, nicht abgesondert zu einer addierbaren Summe. Endogen wirken die (genetische) Veranlagung und die Kräfte der Eigengestaltung einschließlich der Selbstmotivation, exogen mannigfaltige Umweltfaktoren – von der intentionalen Erziehung bis zu diffusen Einflüssen.
    Drei Irrtümer, die mit eilfertigen Vereinfachungen vermeintliche Sicherheit verheißen, sind entschieden auszuräumen.
    Der erste möchte schier alles genetisch vorbestimmt wissen. Er übersieht, wie wenige fertige und wie viele offene Anlagen jeder Mensch von seiner Natur aus mitbringt.
    Der zweite möchte den Menschen als tabula rasa sehen. Für ihn sollen alle Menschen gleich sein, so dass sie sich durch den Einsatz der Umwelt (beliebig) „begaben“ lassen, es also nur auf gezielte Umwelteinwirkungen ankommt. (Wie sich das fertige „absolute Gehör“ oder andererseits irgendetwas ohne ausreichende Veranlagung aus der Umwelt „begabend“ herstellen ließe, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis.)
    Der dritte Irrtum vermeint, die Wirksamkeitsanteile von Anlage und Umwelt additiv erfassen und in Prozentsätzen darlegen zu können. Er übersieht nicht nur, dass die beiden Faktoren nur gemeinsam zur Wirkung gelangen, sondern lässt überdies – wie die beiden anderen Irrtümer auch – die Faktoren der Reifung und der Prägung sowie den Faktor Eigengestaltung völlig außer Acht. Möglicherweise könnte in % gemessen werden, wie weit die Ergebnisse der vereinten Wirkung der Faktoren von einem Nullpunkt oder von einem Maximal- bzw. einem Bestzustand entfernt zu liegen kommen.
    Die Menschen werden als Individuen geboren und entwickeln sich als solche in Gemeinschaften zu Persönlichkeiten. Stets mit Stärken und mit Schwächen! Stets mit ähnlichen und unterschiedlichen sowie mit Stärken und Schwächen verschiedener Intensität und Menge! (Wer könnte zum Beispiel dem unstrittigen Universalgenie Goethe mit objektiven Befunden ebenso hohe soziale Kompetenz und Musikalität zusprechen? Wer einem Blinden die Entwicklung hoher Sensibilität des Hörens und des Tastens absprechen?)
    Das persönliche Erwachsenwerden vollzieht sich mit Schritten der Reifung von Anlagen, mit manchen prägenden Ereignissen und mit vielerlei Lernprozessen, wobei dem ausübenden Erfahrungslernen nicht geringe Bedeutung zukommt. Zugleich spielen innere und äußere Hemmungen eine große Rolle. Insgesamt führt der Weg zur Persönlichkeit in der Überwindung von Abhängigkeiten und Gegenabhängigkeiten zur gemeinschaftsfähigen Autonomie – mit selbst gewählten Bindungen. Anders ausgedrückt: von zwanghaften Unterordnungen zur geordneten Lebensführung.
    Wer mit besonderem Interesse vom Faktor Veranlagung aus die Sachverhalte überprüfen will, kann seine Orientierung am bekannten Beispiel der Familie Bach mit ihren vielen Generationen Musikern ansetzen und u. a. ins Auge fassen, ob vielleicht in dem heute seltsamerweise oft gescholtenen „Bildungsbürgertum“ auch Abstammungen und nicht bloß privilegierte Lebenslagen ursächlich sind. Nicht weniger verdienen jedoch jene Fälle Beachtung, wo Genies förmlich aus dem Nichts hervorkommen – wie ein Leonardo da Vinci. Im Zuge dessen lassen sich Hinweise gewinnen, wie in „bildungsfernen“ Bevölkerungskreisen schlummernde Geistes-, Gemüts- und Handlungskräfte auffindbar sind. (Übrigens: in der Nähe oder Ferne zu welcher Bildung?)
    Auch Hochbegabte können verkümmern, wenn sie nicht die Einheit angemessener Förderung und Forderung erfahren. Und selbst hoch gebildete Menschen können an inneren und äußeren Umständen bitter scheitern. (Vielleicht wäre Maximilian von Mexiko ein Beispiel hierzu.)
    Für ein zukunftstaugliches Lerngeschehen als Bildungsgeschehen ist es vonnöten, primär inhaltliche und methodische Bedenklichkeiten zu überwinden:
    * z.B. ein Programm (Regierungsprogramm) demzufolge Leistungsstarke gefordert und Lernschwache gefördert werden sollen, als ob es nicht immer Stärken und Schwächen gebe und sich die notwendige Einheit von Fordern und Fördern auseinanderdividieren ließe,
    * z.B. ein derartiges Fokussieren auf die Behebung von Defiziten, wodurch die Mobilisierung anderweitiger Stärken verabsäumt wird,
    * z. B. die Reduzierung der Sinnbezüge und Funktionen des Lernens auf jeweils aktuelle Nützlichkeitsanforderungen,
    * z.B. eingeschränkte Mobilitätsvorgaben, die in die Nähe von Austauschbarkeit und Beliebigkeit rücken,
    * z.B. fahrlässige oder absichtliche Uniformierungen, Vermassungen,
    * z.B. eine geradezu bürokratische Rangordnung der Bildungshöhen, die alles unterhalb der Akademikerquote abwertet,
    * z.B. immer weitergehende pflichtige Einlagerungen des Reifungs-, Prägungs- und Lerngeschehens in staatliche Einrichtungen,
    * z.B. die Verminderung der Bildungsauseinandersetzungen auf die Differenzen der organisatorischen Vorlieben.
    Wer mit Hilfe von Bildungssystemen die gesellschaftlichen Verhältnisse fortführen oder sie mehr oder minder radikal verändern möchte, wird sich letztlich daran messen lassen müssen, welche Arten von Gemeinschaften er herbeiführen will und wie er es mit den menschlichen Unterschieden hält, welche realen Chancen und welche Wertschätzungen den Menschen auf ihren tatsächlichen Lebenspositionen – von den erfolgreichsten bis zu den geringsten – entgegengebracht werden. Oder führt die an sich äußerst lobenswerte Parole: „Mehr Arbeiterkinder an die Hochschulen!“ unaufhaltsam zur Abwertung der Arbeiter? Könnte und sollte eine Quotensteuerung nach dem Muster der DDR oder ähnlicher Regime angewendet werden?
    Alle Lernarten sind im Blick zu behalten. Für das schulische Lerngeschehen ist besonders zu beachten, dass es nicht nur ständige Obsorge gegen Erstarrungen braucht, sondern auch für Gelassenheit (Muße) und hierzu entlastende Ordnung, um die für ein ergiebiges Lernen erforderliche Konzentration möglich zu machen.
    Mit welchen Qualitäten und Qualifikationen sollen die akademischen Studien in Angriff genommen werden? Welche sollen am Ende herauskommen? Genügen schon größere Zahlen an Studierenden oder mehr Absolventen, gleichgültig welcher Art? Oder hegen wir konkrete Vorhaben, das Niveau unserer hohen Schulen dermaßen einzurichten, dass sie die besten menschlichen Kräfte zur Entfaltung bringen? Wie viel Verschulung mit abprüfbaren Lernstoffmengen verträgt das Studium? Was wird an Spezialisierung, an umfassender Persönlichkeitsbildung und an forschungsorientiertem Arbeiten betrieben?
    Auf dem schon länger dringend gebotenen Reformweg von der kurzgriffig rücksichtslosen Erfolgsgesellschaft zu einer nachhaltigen, solidarischen Leistungskultur ist der Wechsel von der Herrschaft des Maximierens zum Streben nach Optimalem unerlässlich. (Nur) qualitatives Wachstum kennt keine Grenzen. Leider auch Dummheit, Unvermögen nicht.
    Es ist schon seltsam, was alles mit Gleichheit und mit Freiheit (von) angestellt werden kann, sobald Brüderlichkeit zwangsweise auferlegt wird oder man ihrer vollends verlustig geht.
    Im Übrigen entbehrt es nicht der Skurrilität, wenn just aus solchen Kreisen, die sich die Herstellung maximaler Gleichheit der Ansprüche auf ihre Fahnen schreiben, lauthals die Kritik ertönt, es gebe keine achtbaren, keine charismatischen führenden Persönlichkeiten mehr. Es fehlten die Vorbilder. Tatsächlich sprechen daraus weniger aristokratische als autoritäre Erwartungen. Nicht selten kommt ein Schuss Untergangsmentalität mit etwas Verschwörungstheorie und Sündenbockverhalten hinzu.

    D) Aus der SN-Kontroverse „Elternverantwortung“ vom 13.01.2011

    Wie sehr die Heranbildung als Gesamtkunstwerk der Aufgabenerfüllung und der unverkürzten Verantwortung aller Beteiligten – nicht zuletzt auch der Eigeninitiative der Lernenden und des Engagements der Eltern – bedarf, wäre außer Zweifel zu stellen. Etwa gemäß folgenden Erwägungen:
    Weil der Mensch so wenige fertige, hingegen viele mehr oder weniger offene Veranlagungen hat, ist er wie kein anderes Lebewesen lernfähig und lernbedürftig. Individuell und gemeinschaftlich.
    In der Abfolge der Generationen bringt er auf Lerngrundlagen seine Kulturleistungen hervor und gestaltet er seine Lebensführung. Mit der „Aufarbeitung seiner Geschichte“ gibt er zugleich der Kreativität seiner Gegenwart und für seine Zukunft wesentliche Ausrichtungen und legt er ein höheres Entwicklungsniveau zugrunde.
    Auf höheren Kulturstufen sind immer mehr und fortschreitend stärker intentional wirksame (schulmäßige) Lerneinrichtungen tätig, obschon alle anderen Lernarten – wie etwa das ausübende Erfahrungslernen – nicht erübrigt werden können.
    Die Bemühungen, einen Gesamtbegriff für das pädagogische Wirken zu fassen, sind zahlreich und von verschiedenen Ansätzen aus unternommen worden. (Man denke nur an die nicht enden wollende Debatte über „führen oder wachsen lassen“.) Zumeist haben sie allerdings zu ideologisch beeinflussten Teilaussagen geführt.
    Der Wiener Ordinarius für Pädagogik und Kulturphilosophie Richard Meister (1881-1964) ist hingegen ausdrücklich mit der Absicht und dem Anspruch angetreten, nicht eine weitere Definition hinzuzufügen, sondern eine zu bieten, die alle anderen zu ersetzen vermag. Dementsprechend hat er – nicht auf schulisches Geschehen beschränkt – mit zahlreichen eingehenden Erläuterungen formuliert: „Erziehung ist die planmäßige Führung, die die erwachsene Generation der heranwachsenden bei ihrer Auseinandersetzung mit der überkommenen Kultur angedeihen lässt.“
    Damals wie heute ist eine als Leitlinie für das umfassend aufgabenbewusste und unverkürzt verantwortliche pädagogische Empfinden, Denken, Erfinden und Handeln taugliche Begriffsbestimmung vonnöten. Nicht zuletzt auch zur Überwindung des bisweilen bereits stumpfsinnig ausartenden Rückzugs auf ein Gerangel um Organisationsformen. So lohnt es sich immer wieder, auf R. Meisters Definition zurückzugreifen und sie mit abermaligen Detaillierungen, Erweiterungen und der Einbeziehung einer grundlegenden Zielorientierung auszustatten.
    Erziehung (im umfassenden Sinn) ist die planmäßige Führung, die die erwachsene Generation der heranwachsenden bei ihrer Auseinandersetzung mit der begegnenden Kultur angedeihen lässt,
    * die sie für den Erwerb von Wissen, Erkenntnissen, Wertgehalten, Willensgehalten und Fertigkeiten zu persönlichen Qualitäten und nutzbringenden Qualifikationen sowie zu den wünschenswerten Mobilitäten leistet,
    * die sie zur Entfaltung der Veranlagungen und der Interessen unternimmt,
    * die sie zur Stärkung der Selbstgestaltungskräfte beiträgt,
    * die sie an Hilfestellungen in den kritischen Entwicklungsphasen einbringt,
    * die sie in der gemeinsamen Befassung mit zukunftsweisenden Herausforderungen einsetzt
    * und mit der sie zu einer Lebensführung mit permanent lebensdurchdringendem Weiterlernen und Weiterstreben in den zeitläufigen Anforderungen und Möglichkeiten zu verhelfen trachtet.
    Das kann alle Lernarten betreffen. Während der schulischen Lernzeiten soll das in der Unterrichts-, in der Erziehungsarbeit (im engeren Sinn) sowie in der betont freudvollen (nicht spaßreichen) Gestaltung des Schullebens geschehen, aber auch in das gesamte Jugendleben, insbesondere in die Familien ausgreifen.
    Das Schulwesen einer zukunftstauglichen Bildungsreform zuführen heißt: die Absichten veredeln, die Inhalte erneuern, die Methoden und Ausstattungen verbessern, die personellen Ressourcen heben und auf solcher Basis die Strukturen konkret wirksam organisieren. Bei allen Neuerungen ist zu beachten, dass sie jedweder Erstarrung abhelfen sollen, dass das Schulgeschehen aber viel an entlastender Ordnung und Muße zur Konzentration auf persönliche Qualitäten bildendes und nutzbringende Qualifikationen ausbildendes ergiebiges Lernen braucht.

  77. PostScriptum
    15. Juni 2011 15:10

    Woher leiten Sie ein Recht auf Bildung ab? Profitier ich davon, wenn ich dem Schorsch von nebenan die Ausbildung seiner Kinder finanzier? Wie denn? Mein Einkommen wird nicht höher dadurch, ich zahl nicht weniger steuern, sondern mehr. Wirklich faszinierend, wie einem das Steuergeld aus der Tasche gezogen wird. Da erfindet man eben so faszinierende Rechte wie auf Bildung, auf Arbeit, auf Sozialleistungen.





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