Chilenische Nachbetrachtung

 Wir waren alle mit vor Ort
im Hoffen und im Bangen -
jetzt endlich sind die Zweifel fort,
denn gut ist’s ausgegangen.

Doch scheint Erfolg auch noch so glatt,
man kriegt ihn nicht zu schenken,
und daß er viele Väter hat,
ist gleichfalls zu bedenken:

Am Glauben lag’s, an Disziplin
der Männer in der Zeche -
das war die stärkste Medizin
im Kampf mit eigner Schwäche.

Und einen gab’s, der souverän
die Kumpel um sich scharte,
der wie ein guter Kapitän
vor Torheit sie bewahrte.

Und droben war Entschiedenheit
- das muß ich hier ergänzen! -
nicht kleinkarierter Krämerstreit
um Geld und Kompetenzen.

Und trotzdem wären längst perdü
die dreiunddreißig Leben,
vergeblich alle Liebesmüh,
hätt’s Technik nicht gegeben!

Geschlossen stand die Nation
zusammen dieser Tage -
was drängt sich auf? Ihr ahnt sie schon,
die schicksalhafte Frage:

Ob erst ein Unglück dies vermag?
So war’s ja hierzulande,
als alles noch in Trümmern lag -
doch heute? Eine Schande!

Und wieder hat sich rausgestellt,
so auch in diesem Rahmen,
daß Anteilnahme steht und fällt
allein mit Bild und Namen.

Denn bleibt was bild- und namenlos,
kann’s kein Gefühl erregen -
drum sind Statisten Zahlen bloß,
statistisch abzulegen...

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGerhild Baron
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Oktober 2010 19:09

    Pannonicus:

    Es zeigten sich die besten Eigenschaften der Lateinamerikaner wie ich sie in den Anden Ecuadors immer wieder finde, bewundere und liebe : eine unglaubliche Solidarität gerade der Armen untereinander, der tiefe Glaube und eine natürliche Würde, die viele dieser Menschen haben.

    Wem verdanken wir dieses wunderschöne Gedicht im Blog, das alles ausdrückt, was es zu sagen gibt ? Pannonicus, wer sind Sie ?

  2. Ausgezeichneter Kommentatorefrinn
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2010 02:53

    das berührt ehrlich. danke.
    darf das verbreitet werden?
    an freunde, die auch positiv denken?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    2x Ausgezeichneter Kommentar
  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2010 18:33

    Das A.U.-Treffen am 30.11. wäre doch eine gute Gelegenheit, "Pannonicus", den Autor all dieser vielen guten Gedichte, kennenzulernen!

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Oktober 2010 13:06

    Danke für die positive Nachlese !

    Danke für dieses Gedicht !

    Vielleicht lesen das viele und denken darüber nach.


alle Kommentare

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    21. Februar 2015 18:58

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  6. Undine
    25. Oktober 2010 18:33

    Das A.U.-Treffen am 30.11. wäre doch eine gute Gelegenheit, "Pannonicus", den Autor all dieser vielen guten Gedichte, kennenzulernen!

  7. Josef Maierhofer
    22. Oktober 2010 13:06

    Danke für die positive Nachlese !

    Danke für dieses Gedicht !

    Vielleicht lesen das viele und denken darüber nach.

  8. efrinn
    21. Oktober 2010 02:53

    das berührt ehrlich. danke.
    darf das verbreitet werden?
    an freunde, die auch positiv denken?

  9. brechstange
    20. Oktober 2010 23:38

    Ein wunderbares Gedicht.

  10. Gerhild Baron
    20. Oktober 2010 19:09

    Pannonicus:

    Es zeigten sich die besten Eigenschaften der Lateinamerikaner wie ich sie in den Anden Ecuadors immer wieder finde, bewundere und liebe : eine unglaubliche Solidarität gerade der Armen untereinander, der tiefe Glaube und eine natürliche Würde, die viele dieser Menschen haben.

    Wem verdanken wir dieses wunderschöne Gedicht im Blog, das alles ausdrückt, was es zu sagen gibt ? Pannonicus, wer sind Sie ?





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