Das demokratistische Paradoxon

Bei Wahlen – so die Empirie -
scheint ziemlich festzustehen,
daß nachher alle irgendwie
was Positives sehen:

Wer erstmals antritt sowieso,
da muß man nichts kaschieren,
und auch der Letzte ist noch froh,
wenn andre mehr verlieren.

Der Erste hat den meisten Grund
zum auf die Pauke Hauen
und läßt sich selbst bei Wählerschwund
die Stimmung nicht versauen.

Desgleichen mindert’s nicht die Lust,
wenn bloß Prozente steigen,
weil Wähler insgesamt aus Frust
zur Wahlenthaltung neigen.

Doch wenn trotz Politik-Verdruß
mehr Volk zur Urne findet,
ergötzt ein eignes Stimmen-Plus,
obwohl der Anteil schwindet.

Wer freilich ganz und gar verliert,
kann dieses nicht vertuschen -
er freut sich aber ungeniert,
daß andre auch nur pfuschen!

Pannonicus

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    29. September 2010 12:55

    Danke !

    Paradoxon ist richtig.

    @
    'Desgleichen mindert’s nicht die Lust,
    wenn bloß Prozente steigen,
    weil Wähler insgesamt aus Frust
    zur Wahlenthaltung neigen.'

    Lediglich die Privilegiertenkaste sieht dieses 'erfolgreiche, paradoxe' Bild so.

    Ich würde davon ausgehen, wenn wirklich bewegende Themen anstehen, daß auch hohe Prozentsätze zur Wahl gehen würden.

    Nur allzu viele wissen gar nicht, wie wichtige Themen anliegen, wieviele Schulden das Wahlergebnis wieder extra verursachen wird, weil es Ihnen verschwiegen wird, weil es bei uns die Wahrheit nicht gibt, sondern die Lüge.

    Instinktiv sagt der Mensch dann 'Politikverdrossenheit', weiß nicht, ich verweigere, weil ich nichts weiß, etc. .

    Wenn aber jemand die Tatsachen anspricht die Lösungen anbietet zur Abstimmung, dann regt sich sicher auch Wählerinteresse.

    Nur wer bietet Lösungen an, wer arbeitet denn bei der privilegierten Politikerkaste, außer an Selbstbedienung, Korruption und Intrigen ?


alle Kommentare

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    Na da kann Wolf Martin ja noch einiges vom Versmaß lernen!

  11. Josef Maierhofer
    29. September 2010 12:55

    Danke !

    Paradoxon ist richtig.

    @
    'Desgleichen mindert’s nicht die Lust,
    wenn bloß Prozente steigen,
    weil Wähler insgesamt aus Frust
    zur Wahlenthaltung neigen.'

    Lediglich die Privilegiertenkaste sieht dieses 'erfolgreiche, paradoxe' Bild so.

    Ich würde davon ausgehen, wenn wirklich bewegende Themen anstehen, daß auch hohe Prozentsätze zur Wahl gehen würden.

    Nur allzu viele wissen gar nicht, wie wichtige Themen anliegen, wieviele Schulden das Wahlergebnis wieder extra verursachen wird, weil es Ihnen verschwiegen wird, weil es bei uns die Wahrheit nicht gibt, sondern die Lüge.

    Instinktiv sagt der Mensch dann 'Politikverdrossenheit', weiß nicht, ich verweigere, weil ich nichts weiß, etc. .

    Wenn aber jemand die Tatsachen anspricht die Lösungen anbietet zur Abstimmung, dann regt sich sicher auch Wählerinteresse.

    Nur wer bietet Lösungen an, wer arbeitet denn bei der privilegierten Politikerkaste, außer an Selbstbedienung, Korruption und Intrigen ?





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