2
Andreas Unterbergers Tagebuch

Wenn der ORF jeden journalistischen Standard verliert

29. September 2026 00:21 | Autor: Andreas Unterberger
58 Kommentare

Ob die ORF-Genossen glauben, damit die im Absterben befindliche SPÖ noch retten zu können? Ob der für die Filmförderung aus Steuergeldern wie auch für den Zwangsgebühren-ORF zuständige Andreas Babler glaubt, damit sich selber noch retten zu können?

Jedenfalls ist es ein unglaublicher Skandal, wie intensiv der eigentlich gesetzlich zur Überparteilichkeit verpflichtete ORF für einen Propagandafilm zur Heiligenverehrung von Bruno Kreisky Werbung macht. Er tat dies in der ZiB 1 am Montag schon wieder. Und gleich anschließend noch einmal mit einem noch längeren Beitrag in der – freilich weitgehend seherfrei ablaufenden – Sendung "Kulturmontag".

Die ZiB-Genossen, die immer so präpotent behaupten, journalistisch zu arbeiten (wohl um ihre üppigen Gehälter aus Zwangsgebühren zu rechtfertigen), ließen neuerlich die journalistisch wie politisch weitaus wichtigste Frage zu dieser Hagiographie unbehandelt: nämlich die Frage danach, wie viel öffentliche Gelder aus Steuer- und ORF-Kassen in diesen Spielfilm voller ideologischer Phrasen und voller peinlicher Heroisierung Kreiskys geflossen sind, mit dem man gleichzeitig die "Faschisten" des österreichischen Ständestaates attackiert. Wobei völlig klar ist, dass man damit eigentlich immer die heutige ÖVP in den Unterleib treten will.

Das sind nach den vorliegenden Informationen nicht weniger als eine Dreiviertel Million Euro alleine aus den ORF-Zwangsgebühren und noch größere Beträge aus den Steuertöpfen sowohl der Gemeinde Wien, für die Michael Ludwig zuständig ist, wie auch der Bundes-Filmförderung, für die Andreas Babler zuständig ist. 

In anderen Ländern würden sich zweifellos die für Korruption zuständigen Staatsanwälte damit befassen. Aber die jagen ja in Österreich nur schwarze und blaue Politiker. Sozialdemokraten kommen hier höchstens auf Bürgermeisterebene ins Visier der roten Staatsanwälte.

Neben der Finanzierung des Kreisky-Films blieben in der ZiB-Berichterstattung auch noch weitere Aspekte unerwähnt, deren Behandlung bei journalistischer Herangehensweise und unabhängiger Distanz ebenfalls unverzichtbar gewesen wäre. Wenn man einen solchen parteipolitischen Film in der ZiB behandelt, wäre das zweifellos journalistische Pflicht gewesen (zumindest mit der gleichen Logik, mit der kein ORF-Bericht, in dem – in welchem Zusammenhang auch immer – der für Wiens Entwicklung wichtigste Bürgermeister Lueger auch nur erwähnt wird, ohne Hinweise auf dessen antisemitische Redezitate auskommt). 

Verschwiegen wurden beim Bericht zum Film über Kreisky Hinweise darauf, 

  • dass dieser jener österreichische Regierungschef gewesen ist, der später so viele (nämlich gleich vier) ehemalige Nationalsozialisten in seine Regierung aufgenommen hat wie kein anderer Nachkriegs-Regierungschef vor oder nach ihm; 
  • mit welch antisemitischen Tönen Kreisky als Bundeskanzler Israel ständig heruntergemacht hat; 
  • dass Kreisky intensiv mit arabischen Terroristen von Gaddafi bis Arafat gepackelt hat; 
  • Dass Kreisky den weltberühmten jüdischen Nazi-Jäger Simon Wiesenthal mit Hass verfolgt hat. 

Das alles darf ein journalistischer Bericht über einen Film keinesfalls verschweigen, der den jungen Kreisky als heldenhaften und ideologisch gefestigten Kämpfer gegen Ständestaat und Nazis zu verherrlichen versucht.  

Während der Kreisky-Heldenverehrung breiter Raum gewidmet worden ist, haben hingegen weder die ZiB1 noch die ZiB2 eine Sekunde Zeit für ein viel wichtigeres aktuelles Ereignis, das der gewiss ebenfalls links stehenden deutschen "Tagesschau" am gleichen Abend einen ausführlichen Beitrag wert gewesen ist: Das war der Abschluss des erstaunlich gut angekommenen Papstbesuchs in Frankreich, bei dem entgegen ursprünglichen Ankündigungen auch Staatspräsident Macron an einem Gottesdienst teilgenommen hat, und bei dem der Papst auch eine sehr politische Rede über Europa mit Seitenhieben gegen die USA gehalten hat. 

Der Papst aber interessiert die knalllinken ORF-Redakteure – natürlich – nicht. 

Ach ja, in der ZiB 2 bekam man statt dessen dann gleich den nächsten Jubelbeitrag für die SPÖ serviert: Deren neue Steuererhöhungspläne wurden propagandistisch geschickt mit Bildern von Kindern eingeleitet, denen das Geld angeblich zugute kommen soll. Diese Pläne in einem Staat mit jetzt schon einer der höchsten Abgabenquoten wurden solcherart positiv "geframed", wie man in der Branche solche Manipulationen nennt.

Und wir müssen für diesen praktisch täglichen Skandal des SPÖ-Fernsehens zahlen – derzeit über Gebühren und möglicherweise bald über Steuern plus Schulden …  

Teilen:
  • email
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter

  1. Undine
    29. September 2026 21:55

    Mir kam KREISKY immer vor wie ein überaus spendabler, sehr wohlhabender Großvater, der seine Kinder und die Enkelschar stets mit großen Geschenken überhäuft und dafür geliebt wird.

    Nach seinem Tod zeigt sich jedoch, daß alle seine wertvollen Immobilien verpfändet und die Konten leer sind. Zum Erben gibt es nichts mehr, denn er hatte längst Schulden gemacht, um weiterhin die Zuneigung seiner Nachkommenschaft zu erkaufen.

    Wäre ich Karikaturist, würde ich KREISKY mit leeren Taschen zeichnen. Am besten hatte ihn übrigens der große IRONIMUS verewigt!



  2. Christian
    29. September 2026 19:37

    Wenn man etwas positives sehen will: die Aussöhnung mit der katholischen Kirche. Kreisky und Kardinal König. Das ist anzuerkennen.



    • Peregrinus
      29. September 2026 20:11

      29.9.2026
      Kreisky hat mit Kardinal König Kontak aufgenommen, um die für eine Mehrheit erforderlichen Stimmen zu bekommen. Und für die brauchteer Stimmen aua dem traditionellen katholischen Lager. Kreisky dürfte – im Unterschied zum großen Linzer Bürgermeister Ernst Koref - kein Freimaurer gewesen sein. Genutzt dürfte er das Freimaurerwesen aber haben. Auf die Frage an einen Professorenkollegen des späteren Papstes Benedikt XVI,, ob Kardinal König ein Freimaurer war, antwortet dieser: „Er sagt nein.“



    • Vernunft und Freiheit
      29. September 2026 21:11

      Wenn ich die Theorie der Freimaurer richtig verstanden habe, würden sie keinen Kardinal zum Freimaurer machen, aber sehr wohl versuchen, ihn ihren Vorstellungen einer neuen Gesellschaft gegenüber aufgeschlossen zu machen.



    • Undine
      29. September 2026 21:30

      @Christian

      Das stimmt, aber nur zur Hälfte, denn Kardinal König wiederum verband eine tiefe Freundschaft mit dem Großmeister der Großloge von Österreich, dem Dr. Kurt BARESCH aus Linz. Damals ging es meines Wissens auch um die Straffreiheit der Abtreibung. "Fristenlösung" nannte man den Mord an Ungeborenen euphemistisch.



    • Christian
      29. September 2026 22:22

      @Undine:das wusste ich nicht, danke für den Hinweis.



  3. Orakel
    29. September 2026 15:37

    Sowas wird im ORF siche rnicht gebracht:

    Wir haben den allerersten HERZ-KREBS mit einer Tumorverdopplungszeit von nur 10 TAGEN veröffentlicht... und Pfizer-COVID-Impfstoff-DNA wurde INNERHALB des Tumors gefunden. Das ist wirklich die SMOKING GUN für Turbo-Krebsfälle. Studie hier,,,,https://zenodo.org/records/22677693



    • Orakel
      29. September 2026 16:19

      Nachdem ich Herzkrebs noch nie gehört habe, hab ich jetzt geoogelt:

      „Herzkrebs“ (ein echter primärer Tumor des Herzens) ist extrem selten und macht nur rund 0,02 Prozent aller Krebserkrankungen aus.

      • Häufig gutartig: Über 75 Prozent der seltenen Herztumoren sind gutartig (am häufigsten sogenannte Myxome).
      • Bösartige Formen: Wahre bösartige Primärtumoren des Herzens (wie Angiosarkome) sind eine absolute Seltenheit. Sekundäre Herztumoren (Metastasen von anderen Krebsarten wie Lungen- oder Brustkrebs) kommen etwas häufiger vor, sind im Vergleich zu anderen Organen aber ebenfalls untypisch.
      • Warum das Herz so selten betroffen ist: Eine Studie aus dem Jahr 2026 im Fachjournal Science zeigte, dass die ständige mechanische Belastung (Kompression) durch den Herzschlag die Zellteilung von Krebszellen im Herzgewebe unterdrückt. Das Protein Nesprin-2 dient dabei als Schlüsselfaktor, der mechanische Reize in Signale umwandelt, die das Tumorwachstum hemmen.



    • pressburger
      29. September 2026 18:32

      Sie glauben doch nicht, die glühenden mRNA Tinktur Fans, überzeugen zu können ?



    • Orakel
      29. September 2026 20:16

      Die Hoffnung stirbt zuletzt!



  4. Arbeiter
    29. September 2026 15:26

    Einschub zum Thema Putsch gegen Babbler: ist aus dem die Luft jetzt heraussen? Kommt mir so vor. Regierung also wieder stabil. Passt.



    • Christian
      29. September 2026 19:40

      Babler ist nicht so blöd wie viele glauben. Er testet aus wer zu ihm hält. Zeiler wird sich das nicht antun und der Andy geht aus dem Match gestärkt hervor, ohne gekämpft zu haben.



    • rowischin
      30. September 2026 03:47

      Vielleicht ist das ein Schauspiel der besonderen Art, ein Werbegag für Babler. Was weiß man schon heutzutage.



    • Arbeiter
      30. September 2026 11:30

      Die Interpretationen von Christian und Rowischin gefallen mir. Irgendwie wie das Mätsch USA gegen Iran mit dem Iran als "Sieger".



  5. riri
    29. September 2026 13:47

    Wurde in dem Propagandafilm der SPÖ auch vom Noricum Skandal berichtet? Kreisky und sein Team - Waffendeals "unter der Tuchent".
    Die verstaatlichte Voest-Linz - Apfalter - Botschafter Amry - Illegale Geschäfte mit Irak und Iran.

    http://www.derstandard.at/story/200002834/noricum-skandal-waffendeals-unter-der-tuchent

    Und der Lucona Skandal - genügt es nicht?



  6. Arbeiter
    29. September 2026 12:38

    Dem unseligen Kreisky verdanken wir im Ergebnis die Privatisierung der Verstaatlichten, jedoch über deren vorherige Ölspekulationen und Waffenproduktion samt Pleite...was für Häfenstückl!



  7. schmecks
    29. September 2026 11:33

    Kreisky begründete den politischen "Austro-Opportunismus". Gleichsam als EWIGER HERR KARL, Großmeister in Tarnen und Täuschen:

    Initial nutzte er gegen den "waschechten Österreicher" Josef Klaus
    Carl Merz' und Helmut Qualtingers Psychoanalyse der den Untergang Österreichs "Kakaniens" Überlebenden zur Tarnung seiner Ethnie und wechselte - wie der deutsche Demagoge Wiily Brandt - vom gefürchteten "Sozialismus" zur damals noch unbelateten "Sozialdemokratie.

    Danach kreierte er den heute standardisierten politischen Kontratismus.

    Bis heute schaden uns am meisten sein Schwenk vom AKW-Befürworter zum AKW-Gegner und seine Vorwegnahme des desaströsen "Koste es, was es wolle" durch sein teures "Schlafmittel Staatsschulden statt Arbeitslose" zur Finanzierung seiner Amtszeit-Verlängerung auf Kosten der damals Jungen.

    Diese verführt er durch "Heiratsprämien" zu unüberlegter Partnerwahl. Bis heute entzog das der traditionellen Versorgungsehe die wirtschaftliche Basis.
    Zusammen mit lebensverlängern



    • Arbeiter
      29. September 2026 12:33

      Ja, schmecks, es wäre eine lange Liste mit Rezepten für den Untergang. Der sozialistische Feminismus ganz oben! Über Generationen folgt darauf die Islamisierung. Gott ist gerecht!



    • schmecks
      29. September 2026 12:41

      FORTSETZUNG

      Zu früh gefreit hat zu viele schon gereut. Unbedacht koitiert, zu viele schon ruiniert !

      Mehr als Sexualkunde bedarfs aus kompetentem Munde zu erfahren die Gefahren. Wer sich deren ist im Klaren, kann gemeinsam mit der oder dem Geliebten regeln, wie zu gestalten das gemeinsam' Leben. Samt dem, was fair gelten soll, fänd's ein Teil irgendwann nimmermehr so toll und stiege aus.

      Ist rechtsverbindlich das geklärt, weiß sie und er was beide sind einander wert. Das ist das Fundament dafür, was zu Recht sich Familie nennt.

      In das zu investieren, mag auch gemeinschaftlich rentieren !



  8. rowischin
    29. September 2026 11:15

    Es sieht der Blinde mit dem Stock, dass der ORF in letzter Zeit Werbung für die SPÖ macht. Aber was soll man von solch einem Medium erwarten. Wahrscheinlich sitzen die Kinder, die damals von Kreisky protegierten Sozialisten, noch im ORF. (Posteschacher). Aber einen Film über Kreisky zu machen zu finanzieren schlägt dem Fass den Boden aus. Ich schau mir solche Sendungen nicht an. Kreisky wurde schon immer heroisiert, jede Kritik an Kreisky perlte schon immer ab. Dabei war er der Anfang vom Ende einer freien Marktwirtschaft, die Umverteilung feierte Urzustände. Und es hat sich fortgesetzt und seither gleiten wir immer weiter nach Links ab. (Ausnahme Regierung Schüssel) Siehe auch das gute Buch von Michael Hörl:Schwarzbuch Kreisky:Populist, Pleitier, Panzerlieferant.



    • pressburger
      29. September 2026 11:42

      SPÖ. ist das Übergangsobjekt des ORF. Die eigentliche Zielgruppe des ORF, sind die IslamSozialisten. ORFs Islamisierer, arbeiten am Wahlsieg ihrer Klientel - Sozialisten und Moslemisten.



  9. Arbeiter
    29. September 2026 11:03

    Danke, Herr Unterberger, für die Zusammenfassung der Schweinereien des Staatsfunks! Gottlob wird ihnen die Rettung der SPÖ nicht gelingen. Etwas Positives aus Kickls Universum: habe gerade auf RTV einen Werbefilm von ihm gesehen mit Lob für Familien mit (vielen!) Kindern. Was für eine Freude gegenüber der linksgrünen LBGTIQ*! Hölle.



  10. pressburger
    29. September 2026 10:27

    Die Erkenntnis, die Journalisten des ORF, haben jeden Anstand, verloren, kommt viel zu spät.
    Die Puffmutter und die ORF Journalisten, haben eines gemeinsam, die verlorene Unschuld. Beide, Journalisten und Puffmutter, haben Illusionen Verkauf, hier der Meinungsbetrug, dort der Liebesbetrug, beides käuflich, zum Geschäft gemacht.
    Der Exkurs über Bruno Kreisky berücksichtigt nicht, Kreisky war ein Mensch. Ein Mensch mit einer Vorgeschichte, die ihn geprägt hat, er war ein Grossbürger, der sich als Sozialist versucht hat. Kreiskys Stärke, war seine Schwäche. Kreisky hat sich und hat Österreich repräsentiert. Hat Österreichs Eigenständigkeit betont, Österreich international Ansehen verschafft.
    Kreisky war ein Mensch. Das ist die Generation der Politiker von Heute nicht. Die Politiker von Heute sind Kunstprodukte, Ausgeburten von maroden Parteiapparaten, willenlose Marionetten. Kickl, die Ausnahme.
    Der ORF erfüllt mit Erfolg seinen Auftrag, die Regierung der Linken zu stützen und halten.



  11. Postdirektor
    29. September 2026 09:48

    Ich gestehe, ab und zu bin ich Masochist und schau die ORF-ZiB. - Einfach, weil ich wissen will, wie der Feind denkt.
    So auch gestern die ZIB2.
    Abgesehen von der Rundum-Werbung für den Kreisky-Film fiel mir in der Sendung auf, dass sich wieder fast die ganze Sendung um den angestrebten Vorsitzenden-Wechsel bei der SPÖ drehte und man das Gefühl hatte, der ORF sei die treibende Kraft, dass „sein“ Zeiler unbedingt Parteivorsitzender wird.



  12. Josef Maierhofer
    29. September 2026 09:21

    Ich sehe weder ORF noch werde ich mir diesen Propagandafilm ansehen.

    Ja, mit Kreisky begann die Schuldenmacherei und der '(Un)Wohlstand', die Abtreibung, die 'Emanzipation', der 'Frauenkult', die Quoten, die 'Gratisschulbücher', die öffentliche Verschwendung, der 'Marsch durch die Institutionen', die Hofierung des Terrors, die Zerstörung der Familie, das Diktat der Gewerkschaften, die Deinsustrialisierung (nach Kreisky wanderten wesentliche Teile der VOEST ins Ausland ab), usw., usf., man hat das bis heute 'verfeinert' weitergeführt, weil der 'Schuldenzettel an die Zukunft' ach so bequem ist. Unter Kreiskys Regierungszeit hat sich der Schuldenstand der Staatschulden auf das 40-fache erhöht.

    Ja, mit Kreisky begann der Medienterror und die Propaganda schlacht, wie vermutlich so ein 'Ergebnis' heute von Dr. Unterberger beschrieben wurde, es begann die Geschichtsklitterung, die Parteibuchwirtschaft gab es immer schon und mit Kreisky wurde sie 'selbstverständlich', staatlicher Luxus und



    • Josef Maierhofer
      29. September 2026 09:29

      fette Bonzen und ihre 'Verherrlichung' wurden unsterblich, Wiener Gassen werden nach Sozialisten benannten, Denkmäler wuchsen wie die Schwammerl aus der Erde, vor allem in Wien, Kunst wurde 'gefördert', seither gibt es nur noch sozialistische Staatskunst, usw., usf.

      Ja, das begann mit Kreisky die Umverteilung, die Enteignung, die Verstaatlichung, die Denunzierung, die Zerstörung der Gesellschaft.

      Es scheint schon eine Kunst zu sein, daraus einen Propagandafilm zu zimmern, ja eben, 'der junge Kreisky', also nicht der Kanzler Kreisky. Aber der sozialistische 'Heiligenschein' ist ihm dokumentiert sicher, wie eben auch die Heiligsprechung der Johanna Dohnal.

      Ja, da hat der Papstbesuch in Frankreich keinen Platz mehr ... ... bei so viel wichtiger 'Heiligkeit' ...



    • rowischin
      29. September 2026 10:37

      @Maierhofer: Danke für Ihre Zusammenfassung.



  13. Undine
    29. September 2026 08:58

    A.U. schreibt:

    "...dass dieser [KREISKY] jener österr. Regierungschef gewesen ist, der später so viele (nämlich gleich vier) ehemalige Nationalsozialisten in seine Regierung aufgenommen hat..."

    Da die "Ära KREISKY" in eine Zeit fiel, in der ich mich überhaupt nicht für die Politik interessierte, da ich mit der Familie mit drei Kindern ausreichend ausgelastet war, kann ich nicht beurteilen, ob diese vier ehemaligen Nationalsozialisten in KREISKYS Regierung gute od. schlechte Minister bzw. Menschen gewesen sind. Das alleine sollte doch von Interesse sein für ein Ministeramt. Parteizugehörigkeit kann doch kein Kriterium sein dafür, ob ein Mensch gut od. schlecht ist. Oder war, weil er mir gerade einfällt, etwa der große Konrad LORENZ ein schlechter Mensch, weil er NSDAP-Mitglied war? MMn macht man es sich da mit voller Absicht sehr einfach, Menschen zu beurteilen, bzw. zu verurteilen.....
    Ach ja, KREISKY hatte auch keine Berührungsängste bei Friedrich PETER. Er beurteilte ihn OBJEKTIV.



    • Undine
      29. September 2026 09:11

      Ergoogeltes:

      "• Otto RÖSCH (Innenminister) – NSDAP-Mitglied seit 1935, später prägender Minister in allen Regierungen Kreisky.
      • Erwin FRÜHBAUER (Verkehrsminister) – ehemaliges NSDAP-Mitglied.
      • Josef MOSER (Bau- und Technikminister) – ehemaliges NSDAP-Mitglied.
      • Oskar WEIHS (Landwirtschaftsminister) – ehemaliges NSDAP-Mitglied."

      Haben diese vier Minister zum Nutzen oder zum Schaden für Ö gehandelt? Ich weiß es nicht. Aber sollte man sie nicht DANACH beurteilen, oder?



    • Ulpian
      29. September 2026 09:24

      Geschätzte @Undine
      Ich gebe Ihnen vollkommen Recht. An Rösch&Co ist manches zu kritisieren. Dass sie in ihrer Jugend NSDAP-Mitglieder waren, sollte bei der Beurteilung ihrer Arbeit als Minister hingegen keine Rolle spielen.



    • pressburger
      29. September 2026 10:33

      Ein Riesen Unterschied. Mitglied einer Partei zu sein, sich von dieser Partei abwenden, konstruktiv zu arbeiten.
      Oder die Ideologie der Partei verinnerlichen, mit sich tragen, bei Gelegenheit umzusetzen, anderen aufzwingen. Beispiel Merkel.



    • rowischin
      29. September 2026 11:21

      Liebe Undine, es geht nicht um die NSDAP Mitglieder in den Regierungen Kreisky, sondern um die Ungleibeurteilungen der Sozialisten.Kreisky gut, Kickl schlecht, weil rächst.



    • CHAGON
      29. September 2026 11:23

      Vizekanzler F. Peter nicht vergessen!
      SS - Sturmbannführer



    • eupraxie
      29. September 2026 13:33

      @CHAGON: auf der Übersicht des Bundeskanzleramtes über die Regierungen seit 1945 scheint kein Vizekanzler F. Peter auf.
      Während der SPÖ Minderheitsregierung - die aber auch eine Alleinregierung war, jedoch von der FPÖ gestützt wurde - waren alle Minister von der SPÖ besetzt.



    • Undine
      29. September 2026 14:27

      @CHAGON

      Friedrich PETER war das, was man früher einen „feinen Kerl“ genannt hatte—-ein hochanständiger Mensch. Er hatte eine ganz besonders liebenswürdige und sehr hübsche Frau. Nicht jeder, der bei der SS war, war ein Monster…..



    • CHAGON
      29. September 2026 15:50

      @@@Undine - ich habe ja nirgendwo Peter kritisiert.
      Ich wollte nur die Unterschiede von 1970 zu heute unterstreichen.
      Wenn heute irgendwo ein Identitärer auftaucht, schäumen die Linken auf und derORF zieht alle Register der Großorgel!



    • riri
      29. September 2026 18:57

      Auch Israel hat NAZI-Größen aufgenommen und eingesetzt. SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny, ausgebildet für Sabotage und Sonderkommandos,
      wurde vom israelischen Geheimdienst engagiert. Welche Aufgaben Skorzeny für den Mossad auszuführen hatte, ist unbekannt.



  14. El Capitan
    29. September 2026 08:43

    Man kann es auch anders sehen. Der ORF wollte einen Nostalgiefilm a la "Glory Days" (von Bruce Springsteen) machen. Damals war halt alles besser - zumindest fühlen es die alten Sozis so.

    Heute ist alles vorbei, heute sind die strammen Zeiten nur noch Erinnerung. Wie sagte schon Goethe im Alter?
    "Gerne der Zeiten gedenk ich, als all meine Glieder gelenkig - bis auf eins.
    Die Zeiten kehren nie wieder, steif sind all meine Hlieder - bis suf eins".

    Der ORF probierts jetzt fast schon verzweifelt mit politischem Viagra. Nö. Dazu ist es zu spät. Die Diagnose bei der SPÖ lautet Impotentia coeundi et generandi. Unheilbar.



  15. Samantha
    29. September 2026 08:28

    Na ja, Propagandafilm a la alter Kommunismus.
    'Weit homma"s brocht...'

    Peinlich und eine Frechheit.

    Kreiskys Verhalten gegenüber seinen Brüdern und Schwestern habe ich immer als 'Verrat' empfunden, und die 'Blindheit' der SPÖ gegenüber dem Anteil ehemaliger Nationalsozialisten in der Kreisky Regierung zu negieren, aber anderen Derartiges sogar anzudichten ist schlicht niveaulos, und verlogen.

    Aber die 'höchsten Errungenschaften' Kreiskys sind neben dem 'prägenden Satz' zu den Arbeitsplätzen und Staatsschulden doch die 'Vernichtung' von Zwentendorf und Konsorten.

    Ob das wohl auch alles in dem Film vorkommt?

    Wie es gelingt, diesen Mann als 'glorreiche Figur' darzustellen, ist tatsächlich eine 'erstaunliche Leistung'.



    • Ulpian
      29. September 2026 08:48

      Der Film „befasst“ sich mit dem jungen Kreisky der 1920er und 1930er Jahre.
      Völlig ausgeblendet wird, was die Sozialisten damals anstrebten: Die „Diktatur des Proletariats“ nach dem Motto „Demokratie, das ist nicht viel-Sozialismus ist das Ziel“.



    • Samantha
      29. September 2026 10:06

      Verstehe, danke für die Info.
      Das klingt irgendwie seltsam, Kreisky als ?dynamischer? junger Mann.
      Vermutlich gibt es aus dieser Zeit nicht viel Dokumentation - viel Raum für 'dichterische Freiheit'!?!



    • Samantha
      29. September 2026 10:21

      Andererseits ist es interessant, wie er seine Herkunft versucht hat, zu verarbeiten. Er war ehrgeizig, und das zu vereinen scheint für ihn schwierig gewesen zu sein.
      Ist vermutlich damals besonders schwierig gewesen zu sein, für sehr viele, egal, welcher Herkunft. Es war kein Essen da, keine Kleidung, keine Arbeit. Und man hat gesehen, daß ein weiterer Krieg keine Lösung sein kann.



    • Ulpian
      29. September 2026 10:39

      Ich habe seinerzeit die Memoiren Kreiskys gelesen. Sie sind-soweit ich das beurteilen kann- erstaunlich ehrlich verfasst. Für den Propagandafilm hat man aber wohl nur das verwendet, was zur „Erzählung“ der Film-Macher passt.
      Die Geschichte des historischen jugendlichen Kreisky ist eine Geschichte der Rebellion gegen das Elternhaus, wie sie bei Kindern wohlhabender Eltern immer wieder zu beobachten ist. Rebellion gegen die großbürgerliche Familie, gegen den jüdischen Glauben, gegen die bürgerliche Ordnung u.A.m.



    • Samantha
      29. September 2026 14:40

      Interessant.
      (Ansatzweise las ich Ähnliches im Wikipedia, aber das ist leider keine verläßliche Quelle mehr.)



    • Ulpian
      29. September 2026 16:22

      Geschätzte/r Samantha,
      Seine Verachtung für alles "Jüdische" (nicht nur für die Religion) hat Kreisky lebenslang beibehalten.
      Zu seinen großbürgerlichen Wurzeln ist er hingegen später wieder zurückgekehrt. Seine Ehefrau stammte aus einer Industriellenfamilie und das Ehepaar lebte seit den 1950er Jahren in einer Mietvilla in Heiligenstadt mit -privat bezahltem- Hauspersonal. Kreisky trug Maßkleidung und lebte das Leben eines wohlhabenden Bildungsbürgers. Bei seinem Sohn erlebte er dann- aus der Vaterperspektive- wieder die linke Rebellion gegen das Elternhaus.



    • Undine
      29. September 2026 21:41

      @Ulpian

      Besten Dank für Ihre Informationen!*************+!



    • Samantha
      30. September 2026 08:15

      @Ulpian

      Vielen Dank. Sie wissen viel zu diesem Thema.
      Ja, 'das Karma schlägt zurück', oft durch die eigenen Kinder ;-)
      (Ich persönlich denke, die Welt wäre viel ärmer, ohne den feinen jüdischen Witz.)



    • Ulpian
      30. September 2026 11:18

      @Samantha
      Peter Kreisky blieb Zeit seines Lebens ein Linker. Sein persönlicher Lebensstil zeugte von seiner Verachtung der quasi-bürgerlichen Welt seiner Eltern und der besonders bürgerlichen seiner Großeltern. „Zu den Eltern heimgekehrt“ ist er erst nach nach seinem Tod. Seine Urne wurde im Ehrengrab Bruno Kreiskys auf dem Wiener Zentralfriedhof an der Seite seiner Eltern bestattet.



  16. sokrates9
    29. September 2026 08:18

    Respect an Babler: Derartig unverschämt wie in der jetzigen Regierung wurde noch nie abgecasht:Wieder sinnloser Film aus Steuermitteln. Wie viele Besucher hatte Film über Babler, trotz begeisteter Promotion durch ORF? Wurde die Tausendermarke überschritten?Kein Sterbenswörtchen des ORF was da inklusive Regierungsausflüge inclusive Frau Bundespräsidentin verprasst wird!Sofortige Privatisierung des ORF!



  17. elokrat1
    29. September 2026 07:56

    Hallo KommAustria bitte melden! Es gibt offenbar 2 Arten von Objektivität, die des ORF und die von Servus TV, besonders deutlich zu sehen bei Dr. Wegscheider, bei dem sogar Satite objektiv sein muss.
    https://exxpress.at/news/gericht-verurteilt-wegscheider-urteil-noch-nicht-rechtskraeftig/

    Hr. Mag. Michael Ogris (Langzeitvorsitzender der KommAustria gilt als ÖVP nah), der nicht nur körperlich, sonder und mental viel Speck angesetzt hat (siehe Bild https://www.derstandard.at/story/2000139243379/regierung-verlaengert-kommaustria-mitglieder ) sollte sein einseitiges Verhalten überdenken. Die Hoffnung ist bei mir jedenfalls schon gestorben!



  18. Ulpian
    29. September 2026 07:31

    Der Film ist ein (propagandistischer) Spielfilm und kein Dokumentarfilm. Er hat mit der Realität ungefähr so viel zu tun wie die Sissy-Filme mit den historischen Persönlichkeiten Franz Joseph und Elisabeth. Nur: Die -sehr gut gemachten- Sissy-Filme bezweckten nicht Propaganda sondern Unterhaltung.
    Dem jungen Kreisky wird im Film eine "Freundin" an die Seite gestellt, die es so wohl nie gegeben hat. Aber das ermöglicht dem Drehbuchautor, eine lupenreine "verlässliche, fortschrittliche, antifaschistische" Figur in die Geschichte einzubauen. Propaganda eben, an der der linke ORF mit großer Freude mitwirkt.



  19. Orakel
    29. September 2026 07:16

    Man sollt vielleicht darüber nachdenken, warum Kreisky so handelte wie er handelte - Kreiksy war Jude!

    Herkunft: Er wurde 1911 in Wien als Sohn jüdischer Eltern geboren.
    Selbstverständnis: Kreisky selbst bezeichnete sich später oft als „jüdisch ungläubig“ oder als Angehöriger eines jüdischen Kulturkreises, sah sich jedoch politisch in erster Linie als Sozialdemokrat und Österreicher.
    Verhältnis zum Judentum: Seine komplexe und oft spannungsreiche Beziehung zum Judentum, zum Zionismus und zum Staat Israel – insbesondere während seiner Zeit als Bundeskanzler – prägten auch seine Auseinandersetzungen mit der damaligen israelischen Regierung unter Golda Meir.



  20. Christian
    29. September 2026 06:54

    Ca 1998 das letzte Mal ORF Nachrichten gesehen. Kein Mensch unter 50 schaut sich das an.



  21. Hr. Zyni
    29. September 2026 05:06

    Die Kreisky-Ära gilt als sozialistisches Wirtschaftswunder – vor allem bei jenen, die die Rechnung nicht bezahlen mussten. Kreisky versprach Vollbeschäftigung, sozialen Fortschritt und einen starken Staat. Finanziert wurde das mit höheren Abgaben und Schulden. Die expansive Ausgabenpolitik ließ Budgetdefizit und Staatsschuld enorm anwachsen; deshalb folgten mit dem Mallorcapaket massive Steuererhöhungen zur Konsolidierung.
    Man könnte es auch einfacher formulieren: Der Staat verteilte großzügig, kassierte immer kräftiger und schickte die Rechnung an die Zukunft. Die Steuer- und Abgabenbelastung stieg in den 70er- und frühen 80er-Jahren um 20%; gleichzeitig wuchs die Verschuldung.
    Kreiskys Rezept war also bemerkenswert modern: Erst den Staat mächtig aufblasen, dann die Bürger auspressen und schließlich erklären, dass all das dem kleinen Mann diene. Sozialismus eben: Die Gegenwart bekommt die Goodies, die Zukunft die Rechnung.






Zwischen Lügenpresse und Fake News: Eine Analyse Schafft die Politik ab Europa 2030 Börsen-Kurier (Bezahlte Anzeige) Academia