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Gastkommentare

Kühler Kopf in hitziger Klima-Debatte gefragt

17. September 2026 11:31 | Autor: Tomas Kubelik
17 Kommentare

Die große Hitze ist erst einmal vorbei. Es regnet, Natur und Mensch atmen auf. Und doch, trotz aller Schäden, Kosten und Belastungen: Für die Grünen in allen Parteien war es ein guter Sommer. Sie können mit wachsendem Zuspruch rechnen und hoffen, ihre Pläne weiter vorantreiben zu können. Denn hat nicht dieser Sommer endgültig bewiesen, was uns in Zukunft bevorsteht, wenn wir nicht endlich radikal umsteuern? Und so ist zu erwarten, dass mehr Menschen bereit sein werden, ihre Umwelt weiter durch Windräder verschandeln zu lassen, aufgrund überteuerter Energie spürbar auf Wohlstand zu verzichten und Verbote und Vorschriften aller Art in Kauf zu nehmen. Wer dem freien Bürger und dem freien Markt immer schon misstraut hat, fühlt sich bestätigt und freut sich darauf, dass der Staat endlich mit harten Maßnahmen durchgreift – das so genannte Klimaschutzgesetz lässt grüßen. 

Die nun deutlich abgekühlte Luft sollte uns allerdings Anlass geben zu ein paar kühlen Gedanken. Um vorab Missverständnisse auszuschließen: Ich werde die Modellrechnungen der Klimawissenschaftler nicht in Frage stellen, das wäre für einen Laien anmaßend. Ich will auch nicht die Frage diskutieren, ob ein wärmeres Klima mehr Vor- oder Nachteile hat. Ebenso wenig will ich die Meinungsverschiedenheiten und prognostischen Unsicherheiten innerhalb der Wissenschaft thematisieren. Mir geht es um gänzlich anderes. 

Warum wird in jeder Berichterstattung ostentativ betont, der derzeit beobachtbare Wandel des Klimas sei menschengemacht? Als ob das nicht vollkommen irrelevant wäre. Nehmen wir – nur als kleines Gedankenexperiment – einmal an, die gemessene Zunahme der Temperatur sei natürlichen Ursprungs. Wäre die Menschheit dann verpflichtet, alles Denkbare zu unternehmen, um diesen natürlichen Prozess umzukehren? Ich vermute, die wenigsten würden dem zustimmen. Dabei sind die Folgen höherer Temperaturen und schmelzender Gletscher exakt dieselben, ganz gleich, was deren Ursache ist. Dass es aber in der Diskussion von so großer Bedeutung ist, den Klimawandel als Menschenwerk darzustellen, zeigt, dass es um mehr geht. Der Mensch sitzt auf der Anklagebank, er soll für seine Sünden büßen, und zwar vor allem durch Verzicht. Das freilich ist nichts Neues, sondern der immer wieder aufkeimende Sound religiöser Bewegungen.

Es ist offensichtlich, "Klima" ist zu einer Ersatzreligion geworden. Wo sonst gibt es Propheten (Greta), Priester (Wissenschaftler), Märtyrer (Klimakleber), Häretiker (Klimaleugner), die Klage über die Maßlosigkeit der Menschen (Konsumwahn), die Angst vor der Apokalypse (Erderhitzung) und die Erlösung durch Umkehr? Das zu durchschauen und uns an die Tugenden der Aufklärung zu erinnern, würde helfen, viele Emotionen aus der Diskussion zu nehmen und uns grundlegenden Einsichten zu öffnen.

Wohlstand und Reichtum bedeuten nicht, wie uns die Degrowth-Fanatiker weismachen wollen, sich jedes Jahr ein neues Handy leisten zu können oder mit billigen Wegwerfprodukten immer größere Müllberge zu produzieren. Wohlstand und Reichtum bedeuten in allererster Linie: ein längeres, gesünderes Leben, ein hohes Maß an sozialer Sicherheit und an Freiheit, bedeuten Bildung, Wissenschaft, Kultur, Innovationen, Weltoffenheit, Mobilität, Kommunikation und nicht zuletzt eine saubere Umwelt.

Ein wohlhabendes Land kann es sich viel leichter leisten, Luft und Wasser sauber zu halten als ein armes; die großen Umweltprobleme vieler armer Länder sprechen eine klare Sprache. Ein wohlhabendes Land kann Menschen viel besser vor Naturkatastrophen jeglicher Art schützen und ihnen gegebenenfalls helfen. Und nur von einem wohlhabenden Land sind technische Durchbrüche zur Verbesserung des Lebens zu erwarten – auch und gerade im Bereich der Ökologie. Das Ziel verantwortungsvoller Politik kann daher niemals Verarmung sein, auch wenn sich Rezession und Deindustrialisierung positiv auf die CO₂-Bilanz auswirken.

Die wohl wichtigste Grundlage von Wohlstand ist aber Energie. Nur wo Energie in ausreichender Menge, rund um die Uhr und zu günstigen Preisen vorhanden ist, kann sich eine Gesellschaft gut entwickeln. Außerhalb Europas wissen Politiker das, deswegen baut China trotz einer expansiven Öko-Strom-Politik ein Kohlekraftwerk nach dem anderen und schwingt sich zur ökonomischen Weltmacht auf. Deshalb erlebt auch die Atomkraft als verlässliche und sichere Energiequelle eine Renaissance. In Europa hingegen scheint das wichtigste Ziel Klimaneutralität zu sein, auch wenn die Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft nicht abreißen.

Nun muss man wahrlich kein Ökonom und kein Klimawissenschaftler sein, um zu erkennen, wohin das führt. Wenn Europa weniger Erdöl verbraucht, steigt aufgrund des dadurch fallenden Ölpreises unweigerlich die Nachfrage in den sich entwickelnden Wirtschaften der Welt. An den Emissionen ändert sich gar nichts. Und wenn wir Produktionsstätten schließen und dafür mehr importieren, dürfte das für eine ehrliche CO₂-Bilanz sogar nachteilig sein.

Tatsache ist: Ganz gleich, was Österreich in Sachen Klimaschutz unternimmt, der Öl- und Kohleverbrauch wird weltweit noch einige Jahre ansteigen. Technische Durchbrüche und vor allem das zu erwartende Schrumpfen der Weltbevölkerung dürften in einigen Jahrzehnten eine Trendumkehr zur Folge haben. Auf das Klima hat das derzeitige Verhalten Österreichs, ja ganz Europas praktisch keinen Einfluss. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern Mathematik. Dass dennoch so vehement Maßnahmen im Namen des Klimaschutzes gefordert und umgesetzt werden, hat daher offenbar andere Ursachen.

Der erste Grund für das nervöse Schielen auf unsere Treibhausgasemissionen liegt in unserem Bedürfnis, moralisch gut zu handeln und – wie es oft heißt – auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Dass dieser Moralismus vor allem Ausfluss unseres Wohlstands ist, den sich ärmere Länder gar nicht leisten könnten, sei nur am Rande vermerkt.

Der zweite und meistens genannte Grund ist die naive Hoffnung, der Rest der Welt werde unserem Weg in die CO₂-Neutralität folgen. Nichts, aber auch gar nichts spricht für diese Erwartung, solange keine Technik existiert, die allen Menschen jederzeit verfügbare Energie in ausreichender Menge zu einem erschwinglichen Preis liefert. Die Überwindung von Armut und der Aufbau von Wohlstand ist für den größten Teil der Welt immer noch die vordringlichste Aufgabe. Deshalb steigt der Energieverbrauch vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern.

Der dritte Grund ist wohl etwas subtiler und viele werden vielleicht widersprechen. Aber geht es nicht letzten Endes um ein Unbehagen am Kapitalismus? Fühlen sich nicht viele Menschen bestärkt in ihrem Verdacht, dass es die freie, auf dem Eigennutz fußende Marktwirtschaft ist, die uns so viele Probleme beschert? Und steckt in der Forderung nach Klimaschutzmaßnahmen nicht auch die Sehnsucht nach einem alternativen, vom Staat im Sinne der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit orchestrierten Weg?

Ich vermute, dass viele vor allem junge Menschen nicht wissen, was auf sie zukommt, wenn wir den klima-, energie- und wirtschaftspolitischen Weg weiter fortsetzen. Wer im Wohlstand aufgewachsen ist, lebt mit unzähligen Selbstverständlichkeiten, die er sich nicht einmal ansatzweise bewusst macht. Aus dem tatsächlichen oder vermeintlichen Gefühl der Übersättigung geht einem der Ruf nach Verzicht leicht über die Lippen. Aber nur die wenigsten können sich real vorstellen, was es für ihr Leben bedeutet, wenn es nicht nur bei Appellen bleibt, man möge doch bitte etwas umweltfreundlicher konsumieren, öfter mit dem Fahrrad fahren oder die kaputte Waschmaschine reparieren statt eine neue zu kaufen.

Haben wir wirklich vergessen, dass Armut und Unfreiheit in der Geschichte der Normalfall waren? Wohlstand und Freiheit bilden die große Ausnahme. Sollten wir sie nicht bewahren und nach Möglichkeit allen Menschen zugänglich machen? Nach wie vor ist es für die meisten Menschen der Welt undenkbar, dass sie jemals im Leben vor dem Eiffelturm oder der Freiheitsstatue stehen, ein eigenes Auto und einen vollen Kleiderschrank besitzen oder die kulinarische Vielfalt genießen, die wir gewohnt sind. Natürlich können wir all die Dinge, die unser Leben bequem und aufregend machen, verteufeln und einschränken. Aber wir sollten wissen, was das für unser Leben bedeutet. Wollen wir wirklich, dass man uns bis in den Alltag hinein vorschreibt, was wir konsumieren dürfen und was nicht?

Man bedenke: Auch Zölle und Steuern sind letzten Endes nicht viel anderes als Vorschriften. Und es gibt Konzepte, nach denen jeder Person ein jährliches CO₂-Guthaben zugewiesen wird, mit dem sie auskommen muss. Mit der Allround-Digitalisierung des Lebens und ein wenig KI lässt sich das Konsumverhalten der Menschen mühelos überwachen und lenken. Im Namen der Weltrettung müssten wir schon auf ein paar Freiheiten verzichten, meinen gar nicht so wenige.

Die harten Maßnahmen der Corona-Jahre gelten dabei so manchem als Vorbild. Auch wer nicht so radikal denkt, sollte doch den Menschen reinen Wein einschenken: Wer Energie verteuert, macht ein Land ärmer und die Menschen unfreier, ohne der Umwelt wirklich zu nützen. Und spätestens wenn mal ein Medikament in der Apotheke nicht lieferbar ist, erschrecken wir und spüren, dass Wohlstand kein dekadenter Luxus ist, sondern uns eine Lebensqualität sichert, die wir nicht aufs Spiel setzen sollten.

Was also sollten wir tun? Die Antwort lautet: aus der Geschichte lernen.

Erstens: Menschen haben sich schon immer an geänderte Umweltbedingungen angepasst. Die moderne Technik, unser Wissen und unsere globale wirtschaftliche Kooperation erleichtern diese Anpassung ungemein, selbst wenn man einwenden könnte, der Klimawandel laufe derzeit schneller ab als in früheren historischen Phasen. Wir haben nicht die Mittel, den Klimawandel kurzfristig zu beeinflussen, sehr wohl aber die Mittel uns anzupassen. Und auch das wird wohlhabenden Staaten leichter fallen als armen.

Zweitens: Technische Innovationen erwuchsen stets aus der Freiheit Einzelner und aus der Notwendigkeit der Umstände, niemals aufgrund staatlicher Planung. Selbstverständlich ist die Zukunft der Energieversorgung nachhaltig, da fossile Energieträger endlich sind. Der Übergang wird aber erst dann geschehen, wenn die entsprechende Technik vorhanden ist. Ich wiederhole mich: ausreichend, jederzeit verfügbar, erschwinglich.

Die Entdeckung des Erdöls hat im 19. Jahrhundert das Überleben der Wale befördert, da deren Fett nicht mehr zur Lichterzeugung verbrannt werden musste. Nicht Verzicht auf Licht war die Lösung, sondern die Erschließung einer neuen Ressource. Die Römer haben den Mittelmeerraum entwaldet, weil es keine Alternative zu Holz gab. Viel später standen auch Europas Wälder in der Gefahr, gänzlich abgeholzt zu werden. Erst der Wechsel von Holz- zu Stein- bzw. Braunkohle brachte den technischen Durchbruch. Und den wird es wieder geben. Bis dahin bleibt die Welt auf fossile Energieträger und auf Atomstrom existentiell angewiesen.

Trotz aller Klimakonferenzen und politischen Absichtserklärungen ist es nun einmal eine Tatsache, dass nur ca. 10 Prozent der weltweit verbrauchten Energie aus so genannten erneuerbaren Energiequellen stammen. Gäbe es ernstzunehmende Alternativen, die so genannte Energiewende wäre längst vollzogen. Doch auch wenn die falschen Propheten etwas anderes predigen: Mit Wind und Sonne allein lässt sich eben keine konkurrenzfähige Industriegesellschaft betreiben. 

Abgesehen davon sollten wir nicht vergessen, dass es gar keine wirklich sauberen Energiequellen gibt. Ein Windrad beispielsweise besteht u.a. aus Stahl, Beton, Kupfer, Aluminium, Kunststoffen und einigen so genannten Seltenen Erden. Der Hauptbestandteil von PV-Anlagen ist Silizium. Es werden also viele Rohstoffe benötigt, die endlich sind und gefördert werden müssen, häufig mit großem Energieaufwand und erheblicher Umweltbelastung: Flächenverbrauch, Bodenerosion, Wasserverschmutzung. Ein Recycling der wertvollen Ressourcen ist derzeit nur teilweise möglich und sehr teuer.

Das Gebot der Stunde heißt also: Forschung und Entwicklung, gepaart mit echter Technologieoffenheit und einer Stärkung des Unternehmergeists. Nur Innovationen und wirtschaftliches Wachstum werden die globalen Probleme lösen können, niemals Verbote und Wohlstandsverluste, und schon gar nicht Gefühle wie Angst und Hoffnungslosigkeit. Das Gebot der Stunde heißt daher also auch: Junge Menschen sollten gut ausgebildet werden und die Chance bekommen, ihre Ideen umsetzen, statt während ihrer Unterrichtszeit an sinnlosen Demos teilzunehmen oder in der Schule traumatisiert zu werden, indem man ihnen täglich eine düstere ökologische Zukunft vor Augen führt.

 

Dr. Tomas Kubelik, geb. 1976, ist AHS-Lehrer für Mathematik und Deutsch in Niederösterreich.

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  1. Sukkum
    19. September 2026 08:35

    Seit dem Auftauchen der Grünen auf der politischen Bühne in den 1970er Jahren wundere ich mich über das Unwissen über das CO2, welche Rolle es in der Luft spielt und wie wichtig es ist. Gerade die "Klimawissenschaftler" negieren das völlig. Das CO2 ist wie die Hostie in der Monstranz namens Klimawandel - natürlich nur des Menschengemachten der Religion des Klimas.

    Dabei ist es ganz einfach zu erklären für diejenigen die im Biologieunterricht ein wenig aufgepasst haben. Wahrscheinlich wird das bewusst nicht mehr gelehrt um das Narrativ aufrechterhalten zu können. Wer das nicht glaubt wird verfolgt!

    Also: CO und CO2 sind keine klimaschädlichen Gase, CO2 ist ein Spurengas in der Luft mit einem Anteil von lediglich 0,04%! Die Modellrechner tun so als ob es zu 20% oder mehr wäre um treibhausrelevant zu sein. Und niemand erklärt denen die Realität. Ab einem Anteil von nur einem Prozent hätten wir schon erhebliche Erstickungserscheinungen.
    >>>



    • Sukkum
      19. September 2026 08:52

      >>> Pflanzen, Algen und Phytoplankton brauchen das CO2 zum Atmen wie Tiere und Menschen den Sauerstoff! Also ohne CO2 keine Tiere und folglich keine Menschen!
      Bei der Photosynthese im Chlorophyll, der genialsten Fabrik, die jemals entstanden ist wird aus CO2, H2O und dem Sonnenlicht als Energiequelle Glucose/Zucker synthetisiert - und als Abfallprodukt gibt es O2, also Luftsauerstoff. Der Grünanteil des Lichts wird nicht benötigt, weshalb diese Pflanzenteile grün sind.

      Rechnerisch: 6x CO2 + 6x H2O ergibt 1x C6H12O6 und 6x O2.

      Dieser Vorgang ist jedoch bei der Umsetzung derart komplex dass es kein Labor der Welt gleichnachvollziehen kann. Jeder Keimling hat den Bauplan für diese Fabrik in den Genen. Der Sauerstoffgehalt der Luft mit etwa 20% wird von den Pflanzen sehr konstant gehalten, weil ein höherer CO2 Anteil zu mehr O2 Produktion beiträgt. Zudem wird nur etwa 5% CO2 von Menschen emittiert, 95% durch Vulkane, Brände, Verrottung organischen Materials.



  2. Postdirektor
    18. September 2026 19:19

    Herr Dr. Kubelik, ich stimme Ihnen bei Ihrem sehr fundierten Beitrag in allem zu, mit einer kleinen Einschränkung. Sie schreiben: „…vor allem das zu erwartende Schrumpfen der Weltbevölkerung dürften in einigen Jahrzehnten eine Trendumkehr zur Folge haben.“
    Diese Zuversicht teile ich nicht. Alle Statistiken sprechen dagegen, dass das weltweit passieren wird. Die „Kultur“ in vielen Teilen der Welt und die Strategie der muslimischen Gesellschaften, die sich zur weltherrschenden Macht auch, oder besonders, durch Vermehrung „entwickeln“ wollen, sprechen dagegen.



    • Postdirektor
      18. September 2026 19:21

      weltbeherrschenden Macht



    • gh57.at
      20. September 2026 08:32

      Ich unterstütze die Zuversicht von Dr. Kubelik!

      Was ChatGPT bei der UNO gefunden hat:

      Die Annahme eines künftigen Bevölkerungsrückgangs beruht nicht bloß auf Spekulation. Nach den „World Population Prospects 2024“ der Vereinten Nationen dürfte die Weltbevölkerung von 8,2 Milliarden im Jahr 2024 zunächst auf etwa 10,3 Milliarden in den 2080er-Jahren steigen und bis
      2100 wieder leicht auf rund 10,2 Milliarden sinken.

      Hauptursache ist der weltweite Rückgang der Geburtenziffer: In mehr als der Hälfte der Länder liegt sie bereits unter dem Bestandserhaltungsniveau. Unsicher sind daher vor allem Zeitpunkt und Ausmaß des Rückgangs, weniger die zugrunde liegende demografische Tendenz.

      Die UNO ist zwar mehrheitlich ein marxistischer, sozialistischer, islamistischer Verein, dieser Prospect ist aber trotzdem glaubhaft.



  3. eupraxie
    18. September 2026 18:21

    Es gibt ein großes menschliches Problem: Wir sind ohne Katastrophenszenario nicht gewillt, den Lebensstil einzuschränken oder anzupassen. Der Lebensstil braucht schon gar nicht reflektiert werden, wenn das eigene Handeln nicht wieder am Eigenen spürbar wird. Bemerkbar ist das an den Aussagen zum hohen Benzinpreis - man überlegt sich jede Fahrt.
    Menschengemachter Klimawandel drückt andererseits wieder die Allmachtsphantasie des Menschen aus. Zyklen, die über Mrd Jahren abliefen und ablaufen haben mit der gewählten Begrifflichkeit ihre Bedeutung verloren-der Mensch kann alles steuern.
    Wie an anderer Stelle angemerkt, ist der Mensch nicht in der Lage, die Auswirkungen seines Handelns im vollen Umfang und über mehrere Jahre hinweg auch nur annähernd zu erfassen.
    Da gabs eine riesige Überschwemmung in Slowenien - 50% der Schäden sind der Politik anzulasten sagte eine Wissenschafterin - jene hatte die Baugenehmigung im problematischen Bereich erteilt.
    Reflexion und Demut wären notwendig.



  4. Herby
    18. September 2026 14:54

    menschengemacht? - irrelevant?? - warum soll das irrelevant sein?

    Für mich ist eigentlich das Gegenteil logisch.

    Nehmen wir einmal an, die Erde würde sich hauptsächlich aus natürlichen Gründen erwärmen und wir Menschen könnten an der Ursache überhaupt nichts ändern.

    Dann müssten wir uns eben möglichst gut darauf einstellen:
    - Hochwasserschutzanlagen bauen
    - Die Städte gegen große Hitze besser schützen
    - Die Landwirtschaft müsste sich anpassen
    - Wir müssten besser mit Wasser umgehen usw.

    Wenn aber ein wesentlicher Teil der Erwärmung durch uns Menschen verursacht wird, dann können wir 2 Dinge machen:
    1. Wir können uns an die Folgen anpassen.
    2. Wir können gleichzeitig versuchen, die Ursache etwas zu vermindern.

    Genau deshalb ist die Frage nach der Ursache eben nicht egal.



    • Herby
      18. September 2026 14:54

      Die große Mehrheit der Klimaforschung kommt heute zu dem Ergebnis, dass die derzeitige Erwärmung hauptsächlich durch menschliche Treibhausgasemissionen (CO², Methan u.a.) verursacht wird. Der Weltklimarat IPCC formuliert das klar.
      Der IPCC fasst den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zusammen.

      Natürlich kann man trotzdem darüber viel diskutieren was damit politisch geschehen soll. Man kann diskutieren ob bestimmte Verbote sinnvoll sind, CO?-Steuern kritisieren, ob Maßnahmen viel Geld kosten, die Zukunft der europäischen Industrie usw. - Aber das ist eine andere Diskussion.

      Die wissenschaftliche Frage lautet: Was verursacht die Erwärmung? - Um diese Frage kommen wir als Gesellschaft nicht herum.



    • Wyatt
      19. September 2026 06:32

      Herbie, ganz einfach und der Reihe nach:

      Ursache ist die Sonne,
      die Neigung der Erdachse
      und der unterschiedliche Einfallswinkel der Sonnenstrahlung auf unseren Planeten!



  5. Herby
    18. September 2026 14:27

    Bei dem Artikel & der ganzen Klimadiskussion kommt mir ein Gedanke, vielleicht ist das sogar eines der größten Probleme überhaupt:
    „WENN JEDER AUF DEN ANDEREN WARTET"
    Sehr oft hört man nämlich ungefähr dieses Argument: Warum sollen gerade WIR anfangen mit der Reduktion der CO²-Emissionen?

    Österreich ist klein. Was wir machen, ändert am Weltklima praktisch nichts. Wir sollten lieber warten, bis China wirklich etwas macht bei den CO²-Emissionen

    Dann könnte aber ein Chinese sagen: Warum sollen gerade wir Chinesen große wirtschaftliche Nachteile riskieren? Die Amerikaner haben seit vielen Jahrzehnten sehr viel CO² ausgestoßen & sind dadurch reich geworden. Sollen doch zuerst die Amerikaner stärker das CO² reduzieren.

    Ein Amerikaner: Warum sollen gerade wir Amerikaner unsere Wirtschaft belasten, solange China ein so großer CO²-Verursacher ist? China soll zuerst anfangen die CO²-Emissionen zu verringern.



    • Herby
      18. September 2026 14:27

      Der Inder:
      Indien ist pro Ew. noch lange nicht am Wohlstandsniveau d.reichen westlichen Länder. Wir wollen zuerst unseren Lebensstandard erhöhen. Die reichen Europäer & Amerikaner sollen zuerst ihre CO²-Emissionen deutlich senken

      Ein Brasilianer: Warum gerade wir? Schaut euch China und die USA an!
      Der Russe: Warum sollen wir unsere riesigen Erdöl- & Erdgasvorkommen nicht nutzen, solange Europa, China, Indien & andere Länder weiterhin fossile Energie verbrauchen & CO² emittieren?

      Nun wieder der Österreicher: Seht ihr! Die anderen machen ja auch nicht genug. Also warten wir lieber.
      Das Spiel beginnt wieder von vorne, es dreht sich im Kreis weiter

      Wir warten auf China.
      China wartet auf die USA & die auf China.
      Indien zeigt auf die reichen Industrieländer.
      Andere Länder zeigen wieder auf Europa.
      Und Europa sagt ohne China Indien & USA geht es sowieso nicht
      Am Ende warten alle aufeinander & es wird immer mehr CO² in die Atmosphäre emittiert



  6. Wyatt
    17. September 2026 16:33

    DANKE Dr. Kubelik für ihren so trefflichen Kommentar!

    ich verfolge, seit in der "Kleien Zeitung" im Jahr 2023, ein Artikel "Die Meerestemperaturen gehen durch die Decke" erschien, sporadisch diese über die Ozeane verteilten Meerestemperaturen und sie sind meist, so wie auch heute z.B. bei Gibraltar 2,9° UNTER dem saisonalen Normalwert:

    https://ibb.co/DfHd66L5






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