Auch wenn George Soros seine Organisation nach Karl Poppers großem Werk über die "Offene Gesellschaft" benannt hat, so steht doch Poppers gesamtes Denken und sein Kampf für die individuelle Freiheit in diametralem Widerspruch zu dem, was Soros betreibt.








Die Vieldeutigkeit des „Offenen“ ( anfangs ein Scheunentor-Begriff der Wiener-Kreis-Philosophie bis Carnap) wird wieder einmal evident. Gäbe es „offene Kreise“, gäbe es keine Kreise. Und man lasse sich nicht durch die Unbestimmtheit der Quantitätskategorie täuschen: Kreise können sehr klein, und sie können sehr groß sein, sie lassen sich in Atomen und in Galaxien rekonstruierend auffinden. Wären (Vernunft-)Begriffe nicht geschlossen, wären sie kein Schluß in sich selbst, man könnte sie nicht „durch sich selbst verstehen“- 2+2=4 ist selbstevident, 2+2=5 ist es nicht.
Eine „offene Ehe“ ist keine mehr, ein „offenes Geschlecht“ ist keines mehr. Eine Ehe, die nur durch Liebe definiert sein soll, ist ein jesuitischer Scheinbegriff, der sich in tausend verschiedene Richtungen auslegen läßt, wenn man raffiniert genug zu argumentieren versteht.
Soziale „Wirs“, die jeden Tag radikal neu ausgehandelt werden, sind nun in Favoriten und Donaustadt zu besichtigen. Eigene Gangs kämpfen gegen fremdkulturelle Gangs,- mit „offenem Ausgang“, verseht sich.