2
Andreas Unterbergers Tagebuch

Toni Faber, Josef Grünwidl und der Vatikan

25. Mai 2026 00:09 | Autor: Andreas Unterberger
119 Kommentare

Keine kirchliche Personalentscheidung erregt auch in völlig kirchenfernen Kreisen so viel Aufregung wie die fürs kommende Jahr beschlossene Pensionierung des Wiener Dompfarrers Toni Faber mit 65 Jahren. Ist das doch ein Pensionsantrittsalter, das zwar für Normalsterbliche im real existierenden Schuldensozialismus geradezu spät ist, das in kirchlichen Ämtern aber total früh ist. Man denke etwa an Hartmann Thaler, der bis zu seinem Tod im 93. Lebensjahr als Pfarrer der Piaristenkirche Maria Treu fungiert hat, wo er schon in den Jahrzehnten vorher gerade durch seine Bescheidenheit zur weitaus wichtigsten Persönlichkeit für die Wiener Josefstadt geworden war. Das ist auch Faber in vielerlei Hinsicht für den 1. Bezirk geworden – auch wenn es dort noch viele andere Kirchen gibt, die Sonntag für Sonntag sehr voll sind, teils der Kirchenmusik, teils der klugen Predigten wegen. Wer die Causa Faber objektiv und seriös bewerten will, der sollte das jedenfalls auf zumindest vier Ebenen tun.

Diese sind:

  • die klassische Zölibatsdiskussion;
  • die Kirche und die mediale Öffentlichkeit;
  • die Wirkung des Toni Faber;
  • Toni Faber und der neue Erzbischof.

Jede dieser Ebenen ist in sich brüchig – aber umso spannender.

Der Zölibat

Die Vorschrift, dass Priester der römischen Kirche ohne sexuelle Beziehung, Ehe und Familie leben sollen, ist zweifellos eine der am häufigsten gebrochenen Pflichten. Mehr oder weniger schlechte Witze über Pfarrersköchinnen sind Jahrhunderte alt.

Die Regel gilt aber weiterhin.

  1. Dabei findet sich im ganzen Neuen Testament keine noch so zarte Andeutung einer Zölibats-Notwendigkeit.
  2. Dabei waren die Priester des Alten Testaments keineswegs zur Ehelosigkeit verpflichtet.
  3. Dabei hat es auch in der Urkirche und im ersten Jahrtausend viele verheiratete Priester gegeben.
  4. Dabei gibt es wohl keine Vorschrift, deren Einhaltung so jenseits der menschlichen Natur liegt, wie der Verzicht auf sexuelle Kontakte.
  5. Dabei gibt es reihenweise christliche Religionsgemeinschaften, in denen Priester verheiratet sind, von den Anglikanern bis zu den Lutheranern.
  6. Dabei gibt es auch in den zahlenmäßig besonders großen Ostkirchen keinen generellen Zölibat (bis auf die Ordensgemeinschaften und Regeln, wer Bischof werden darf).
  7. Dabei hat die römisch-katholische Kirche problemlos verheiratete Priester aus all diesen Kirchen übernommen, die dann nach einem Übertritt weiterhin ihre Ehe ausüben durften.
  8. Dabei ist die Zölibatspflicht der häufigste Grund, warum zu wenige junge Männer zum Priesterberuf bereit sind.
  9. Dabei ist zumindest in Europa und Nordamerika im 20. Jahrhundert der häufigste Grund weggefallen, warum junge Männer früher überhaupt Priester geworden sind (Dieser Beruf war ja zweifellos die häufigste Möglichkeit für arme, aber talentierte Söhne gewesen, zu studieren und sozial aufzusteigen – beziehungsweise die Chance für zweite, dritte oder vierte Adelssöhne auf eine ehrenvolle Lebensperspektive, die keine Chance auf ein Erbe hatten, für die sich auch keine erbende Fürstentochter als Ehefrau gefunden hat).
  10. Dabei sind Verletzungen der Zölibats-Pflicht weitaus der häufigste Grund, warum Priestern Heuchelei vorgeworfen wird, warum Menschen sagen, dass ihnen die Kirche keine Vorschriften machen solle, würden sie doch Priester kennen, die den Zölibat "selber" nicht einhalten.

Als ob man die eigene Pflicht zur in fast allen Religionen und Weltanschauungen gebotenen Einhaltung der Goldenen Regel, der Zehn Gebote mit der theologisch nicht begründeten Pflicht anderer zum Zölibat aufwägen könnte.

Als ob nicht das Christentum von Anfang an gesagt hätte zu wissen, dass auch die Gerechtesten sündigen.

Im Grund ist aber dennoch völlig klar, warum die Kirche noch zögert, wirklich am Zölibat zu rütteln (nachdem sie schon mit wenn auch kleinem Erfolg den Diakonat für verheiratete Männer aufgemacht hat), obwohl sie rund eintausend Jahre ohne diese Pflicht ausgekommen ist. Für tief in den traditionellen Strukturen verhaftete Teile der globalen Kirche wäre das inakzeptabel und würde zu einer weiteren Abspaltung führen.

Eine solche droht insbesondere deshalb, weil in der innerkirchlichen Diskussion der letzten Jahrzehnte die Zölibatsfrage mit der Frage eines Frauenpriestertums verknüpft worden ist. Würde dieses eingeführt, dann wäre die Kirchenspaltung sogar mehr als gewiss, wie etwa die Anglikaner erfahren mussten, als sie im 20. Jahrhundert begonnen haben, Frauen zu Priestern zu weihen.

Die Kirche und die Öffentlichkeit

Im Zeitalter der Massenmedien scheint es für die pastorale Wirkung des Glaubens immer mehr auf die charismatische Ausstrahlung, auf die Fernsehtauglichkeit, auf die kommunikativen Fähigkeiten eines Priesters oder eines Papstes anzukommen. Und diesbezüglich war und ist Toni Faber zweifellos hochbegabt. Er wirkt sympathisch, schaut gut aus, kann gut verständlich reden, fürchtet sich nicht vor Journalisten und Kameras, er hat ein in sich ruhendes positives Selbstbewusstsein, hat sich nicht in einen der ideologisch verkrampften (progressiven oder strukturkonservativen) Flügel der Kirche verirrt und hat keine Scheu vor den vielen gesellschaftlichen Einladungen, die einen Priester erreichen – besonders einen in einer so prominenten Position wie als Pfarrer des Doms –, sondern er scheint solche Events geradezu zu lieben. Zugleich hat auch die Seitenblicke-Gesellschaft Faber geliebt.

Und verschlungen.

Die Wirkung des Toni Faber

Diese skizzierten Fähigkeiten des Toni Faber hat zu seinem vielleicht größten Erfolg geführt: Niemand in der österreichischen Kirche hat so viele Nichtchristen oder aus der Kirche Ausgetretene wieder zurück in die Kirche geführt. Er war zumindest der weitaus bekannteste Pfarrer Österreichs und daher auch logische Anlaufadresse für jene, die den Weg zur Kirche suchen. Das hat Faber offensichtlich brillant gemacht.

Andererseits ist aber die Mischung aus öffentlicher und geradezu demonstrativer Nichteinhaltung des Zölibats und ständiger medialer Präsenz im Falle des Toni Faber toxisch geworden. Sowohl in Richtung jener am Rande der Kirche stehenden Menschen, die sich gerne über eine Heuchelei der Kirche mokieren wollen, wie auch in Hinblick auf die vatikanischen Behörden, die mit gewisser Berechtigung auf der Einhaltung der nun einmal geltenden Regeln beharren, und denen zweifellos der Nuntius (oder sonst jemand?) in großer Zahl Zeitungsberichte zugesandt hatte, die Faber beim Auftreten auf diversen Bällen mit priesterlichem Kollar und einer attraktiven Frau gezeigt haben.

Toni Faber und der neue Erzbischof

Damit entstand aber in Teilen der Kirche der Gesamteindruck: Er hat es übertrieben, das schadet der Kirche.

Damit ist der Dompfarrer auch für seinen neuen Chef, Erzbischof Grünwidl, zum Problem geworden. Dieser musste nach seinem charismatischen, aber entscheidungsschwachen Vorgänger zwangsläufig jetzt einmal klarmachen, dass nun er es ist, der – trotz seines bescheidenen Auftretens – das Sagen in der Diözese hat, der ernst zu nehmen ist. Damit musste er das Problem Faber angehen, unabhängig davon, welche Ratschläge er (vermutlich) von Rom bei seiner Bestellung erhalten hat, unabhängig davon, wie emotional das persönliche Verhältnis zwischen den beiden ist.

Gleichzeitig galt es aber im Gegensatz zu den Auseinandersetzungen innerhalb politischer Parteien (siehe die Fälle Karas, Busek oder Fiedler in der ÖVP,  Olah, Androsch und Doskozil in der SPÖ oder Steger, Haider und Riess-Passer in der FPÖ) eine für beide würdevolle Lösung zu finden, die beide das Gesicht wahren lässt, die der Kirche nicht schadet. Das scheinen Grünwidl wie Faber zumindest vorerst durch das zufällig im nächsten Jahr anstehende gesetzliche Pensionsantrittsdatum Fabers geschafft zu haben – obwohl dieses innerkirchlich rechtlich völlig irrelevant ist, obwohl der 63-jährige, also fast gleichaltrige Grünwidl (sofern seine Gesundheit hält) mindestens bis zum 75. Lebensjahr im Amt bleiben wird.

Ob dieser etwas fadenscheinige Versuch einer würdevollen Lösung aber auch wirklich halten wird, werden wir in den nächsten Monaten und Jahren sehen. Viele, nicht zuletzt die Medien, werden versuchen, das zu verhindern. Es wird daher vor allem für die beiden Herren eine gewaltige Herausforderung.

Teilen:
  • email
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter

  1. Undine
    25. Mai 2026 22:14

    OT---aber wenn das wahr ist, und ich zweifle nicht daran, weil ich beide Herren als überaus integer einschätze, kann einen nur das nackte Grauen packen ob dieser Ungeheuerlichkeiten, die sich da abspielen. Aber sehen Sie selbst:

    "ES IST EIN PLAN!" Heiko SCHÖNING zeigt: So wird unsere WIRTSCHAFT GEZIELT ZERSTÖRT"

    https://www.youtube.com/watch?v=X7VNWqH7sfI&t=11s

    "Digitale Weltkontrolle? Heiko Schöning über Gaza, Epstein, Palantir & KI"

    https://www.youtube.com/watch?v=YzAthMYd45M



  2. Alexander Huss
    25. Mai 2026 21:59

    Meist sind es, wie Dr. Unterberger richtig feststellte, kirchenferne Kreise, welche sich über Ereignisse und Vorfälle in der katholischen Kirche ereifern. Und wie sie sich ereifern!

    Der Zölibat ist, Wikipedia zufolge, seit 1139 verpflichtend. Unter anderem deshalb, weil viele Pfarrhäuser gleichsam zu Erbhöfen wurden. Außerdem musste man Pfarrerswitwen und eheliche Pfarrerskinder versorgen.

    Der Vatikan sollte es den Weltpriestern freistellen, ob ehelos leben oder doch heiraten.

    In diesem Forum stellte ein Poster fest, dass Erzbischof Josef Grünwidl ebenfalls Pfarren zu Pfarrverbänden zusammenlegen werde.

    Das wird er wohl oder übel müssen, denn die Zahl der Diener im Weingarten des Herrn wird immer kleiner, die Pfarren müssen aber trotzdem betreut werden. Ein Diakon kann nur Wortgottesfeiern abhalten, klassische Sonntagsmessen müssen vom Pfarrer gelesen werden.



  3. GT
    25. Mai 2026 21:46

    Ich hüte mich davor, hier den Moralapostel zu spielen. Für mich ist die Kirche wichtig, um meinen persönlichen Glauben praktizieren zu können - ganz nach dem Text von Ernst Gebhard und der Melodie von Lowell Mason.



  4. Pfanzagl
    25. Mai 2026 19:53

    Wenn ich mich nicht bei den ServusTV Nachrichten verhört habe, war neben dem Bischof von Innsbruck auch der Herr Faber ein Befürworter der obszönen Ausstellung im Künstlerhaus. Mir ist es bis heute noch unverständlich, dass damals nicht irgendeiner der Kirchenoberen eine Anzeige wegen Herabwürdigung religiöser Lehren gemacht hat. Warum verteidigt sich die Kirche hier nicht und nutzt gesetzliche Vorschriften dazu? Unlängst hat ein katholischer Funktionär damit geprahlt, wie toll es bei einer Diskussion darüber war. Ich persönlich glaube, dass die künstlerischen Herrschaften eher nach einer Anzeige nicht mehr versuchen würden, solche Ausstellungsobjekte der Öffentlichkeit zu präsentieren.



    • Leo Dorner
      25. Mai 2026 20:12

      Eine peinlich auffällige Angelegenheit. Manche Kirchenobere agieren, als gäbe es kein Obszönes mehr. Sie hecheln der aktuellen Kunst hinterher, vermutlich in der Absicht, „ganz vorne mit dabei zu sein.“ Ihr Vorbild könnte der orf sein, der beispielsweise über das nackte Treiben im heutigen Nitsch-Dorf ausführlich und mehr als wohlwollend berichtet. Stirbt die Scham, stirbt der Geist...



    • Undine
      25. Mai 2026 22:20

      @Leo Dorner

      Siegmund FREUD: "Der Verlust von Scham ist das erste Zeichen von Schwachsinn."



  5. Arbeiter
    25. Mai 2026 19:33

    Meine Zusammenfassung zum heutigen Artikel in der PRESSE über Lehrer Thomas Walach: Verbrecherinnen und Verbrecher regieren und informieren uns.



  6. Hegelianer
    25. Mai 2026 18:42

    Faber war lange Zeit nicht mein Fall, aber Grünwidl ist es erst recht nicht. Er kommt als Sanierer, der viele Pfarren zusammenlegen und teils auch auflösen wird und ist der vermutlich erste wiener Erzbischof ohne Doktorat geschweige denn Habilitation/Professur. (Als Pluspunkt vermerke ich - als Protestant - jedoch eine Magisterarbeit über Moltmann. Er ist damit Kenner einer evangelischen Theologie, die heute aber auch schon wieder Geschichte ist.)
    Zum aktuellen "Fall" glaube ich, dass Grünwidl, der vermutlich als "Reformer" gesehen werden will, auf jeden Fall sein Profil irritiert bzw. am Ende gar keines mehr hat. Vielleicht steht er unter Druck (Roms? konservativer Kreise in Ö?) - ich hätte Faber gewähren lassen und nicht eines der bekanntesten und populärsten Gesichter der katholischen Kirche geschaßt. Bei Schüller wusste man, dass Schönborn ein Konservativer ist, Grünwidl muss jetzt umso mehr zeigen, wofür er überhaupt steht.



  7. Vayav Indrasca
    25. Mai 2026 18:35

    An Herrn Faber kann man ein interessantes Phänomen beobachten. Er könnte mit zwei Unterschriften aus der katholischen Kirche austreten und in die evangelische Kirche eintreten. Wie alle, die sich so über das Zölibat aufregen oder es gar brechen.

    Er tut es nicht. Und das kann nur mit der religiösen Sozialisation zusammenhängen. Das Was, der Glaube, das Evangelium, die frohe Botschaft ist gleich, das Wie untercheidet sich fundamental. Paul Gerhardt statt gregorianischer Choral, ein schlichter schwarzer Kittel statt kunstvoller Robe, das volle Abendmahl statt Brot pur. Gemeindebeichte statt Einzelbeichte.

    Und, in extremis:Realitätssinn statt Märchenglaube. Transsubstantion? Der Wein wird chemisch nicht zu Blut, eine Frau, die (zumindest ein) Kind geboren hat, ist eben keine Jungfrau für ewig (nicht zu vergessen die /adelphoi/ im NT).

    Das alles, die Prachtentfaltung des Glaubens wie dessen Mystifizierung, wollen Leute wie Faber nicht missen. Aber Sex haben wollen sie auch.



    • Hegelianer
      25. Mai 2026 18:48

      Aber gerade die Pracht barocker Kirchen und das Mysterium salutis ruft doch auch nach dem Mysterium zwischenmenschlicher Anziehung! Manch evangelischem Pfarrer, der in den Keller lachen geht, würde ich es eher abnehmen, ehelos zu leben.



  8. queen consort
    25. Mai 2026 18:27

    Des Fabers Sexualleben bekam ich bisher nicht mit und ist mir wurscht - ich bin für freiwilligen Zölibat. Des Fabers Ausschweifungen bekam ich bisher nicht mit. Ist mir auch wurscht.
    Was mir aber nicht wurscht ist, ist des Fabers und seines damaligen Oberhirten aus Wien gegebene Impfdiktum und der daraus folgernden Impfstationsbereitstellung im Wiener Stephansdom. Das fand ich unterirdisch und war ein mächtiger Mitgrund, als ehemalige Religionslehrerin, das katholische Handtuch zu werfen. Auch Faber äußerte sich damals widerlich über jene, die Impfbedenken hatten, so wie der Kardinal es ihm vormachte.
    Hoffentlich hören mit Fabers Amtsende auch die unseligen Kunstbespaßungen im Stephansdom auch auf. Tschüss und good riddance...



    • pressburger
      25. Mai 2026 19:12

      Die Kirche im Dienste der staatlichen Ideologie. Häresie.



    • Postdirektor
      25. Mai 2026 21:27

      @pressburger

      ´S war immer so… - bei uns.
      Schlimm geht es den Christen in muslimischen Ländern. Aber sie sind noch echte Christen. - So lange es sie noch gibt. Und an’s Aufhängen von „geilen Kunstwerken“ und Regenbogenfahnen in ihren Kirchen denken sie dort auch nicht.



  9. Outback
    25. Mai 2026 17:18

    Gar nicht ganz OT:
    Das geistliche Umfeld rund um den Stephansdom scheint ja auch sonst durchaus eine Schlangengrube (gewesen?) zu sein. Einen anschaulichen Eindruck bietet das vom ehemaligen Domorganisten und gesamtverantwortlichen Dommusikdirektor Peter Planyavsky verfasste Buch „Gerettet vom Stephansdom“ (Edition VA bENE, Wien 2007, ISBN 3-851671-88-0). Sehr lesenswert.



  10. Undine
    25. Mai 2026 16:48

    Sollte ein Kirchenmann nicht ein VORBILD für die Gläubigen sein, bzw. wenigstens danach zu streben? Der Wr. Dompfarrer strebt offensichtlich an, von der linken Schickeria und besonders Einfältigen, die gerne dem Zeitgeist nachhecheln, zu imponieren. Wem sollte er mit seiner Deutung des Priestertums ein VORBILD sein, wenn er sämtliche Regeln seiner Kirche einfach missachtet und sich darin auch noch stolz sonnt?



    • Outback
      25. Mai 2026 17:01

      @ Undine**********
      100 % Zustimmung. Wie es in der Privatwirtschaft Unvereinbarkeiten gibt, gilt dies umso mehr für einen Geistlichen der katholischen Kirche, der sich noch weniger über die geltenden Regeln hinwegsetzen sollte.



    • Whippet
      25. Mai 2026 17:28

      Wir dürfen raten, wem dieses Verhalten gefällt, liebe Undine.



  11. Whippet
    25. Mai 2026 16:11

    Toni Faber hat die Impfstrasse im Stephansdom ausdrücklich befürwortet und öffentlich verteidigt. Er sagte damals sogar, „die Nachfrage gibt uns recht“ und bezeichnete den Dom als geeigneten Ort für die Impfaktion. Sie war innerkirchlich durchaus umstritten. Kritiker sahen darin eine Entweihung des sakralen Raums, während Faber argumentierte, die Kirche müsse den Menschen dienen, der Stephansdom könne auch ein Ort praktischer Nächstenliebe sein. Wenn der Dom zum Symbol der völligen Anpassung an Zeitgeist und Macht wird, bleibt vom Anspruch auf christliche Haltung oft nur noch eine dekorative Kulisse übrig. Passt letztlich perfekt zu Faber: Viel Bühne, viel Anpassung - und erschreckend wenig Gespür für die Würde eines Ortes.



    • Cotopaxi
      25. Mai 2026 16:23

      Der Stephansdom als "Ort praktischer Nächstenliebe"?

      Nach den neuesten Enthüllungen über den Dompfarrer will ich gar nicht an das Schlimmste denken.......



    • Undine
      25. Mai 2026 16:52

      @Whippet

      *********!
      Es ist zum Speien, was dieser Hans-Dampf-in-allen-Gassen damals von sich gegeben hat! Aber er gehört ja zu den Guten…..



    • Outback
      25. Mai 2026 17:05

      @ Whippet
      Ich orte in der Einrichtung der "Impfstraße" im Stephansdom Blasphemie oder Häresie oder beides.



    • pressburger
      25. Mai 2026 19:17

      Das ist Unterwerfung. Weil sich Thomas Beckett geweigert hat, sich zu unterwerfen, die Verbrechen des Königs gut zu heissen, wurde Thomas Beckett, von Schergen des Königs, Heinrich II, umgebracht.



  12. Waltraut Kupf
    25. Mai 2026 14:42

    Ich finde es erstaunlich, daß der Blogmaster so angelegentlich für den Dompfarrer Stellung nimmt. Fesch und charismatisch zu sein ist schön und gut, aber das Einhalten geltender Normen sollte doch eigentlich zum Anforderungsprofil eines Priesters gehören wie sie auch von Mitgliedern eines Kaninchenzüchtervereins verlangt wird. Zum Zölibat gibt es viele Für und Wider, einer Entscheidung auf höherer Ebene als Einzelperson vorgreifen zu wollen halte ich für eine Anmaßung. Ein Punkt stimmt mich bedenklich, nämlich den Stephansdom mit blasphemischen Kunstprodukten zu befrachten, wie das z.B. das satanistische Fastentuch von Helnwein war. Daß viele Priester pädophil oder homosexuell sind oder in einer heterosexuellen Beziehung leben ist kein Argument gegen den Zölibat, der nicht zwangsläufig etwas mit finanziellen Erwägungen zu tun hat, sondern durch eine gewisse Art der Spiritualität sublimiert wird, was ein großes Kraftpotential in sich birgt. Aber: wer es fassen kann, der fasse es.



  13. Undine
    25. Mai 2026 14:26

    Wäre Toni FABER Politiker, würde man sagen, er sei ein Populist, was, wenn's Rechte betrifft, immer anrüchig klingen soll. Auf jeden Fall ist er in höchstem Maße eitel, selbstgefällig u. machtgierig. Ich finde ihn nicht sympathisch, er ist fehl am Platz. Nein, die Kriterien für einen katholischen Pfarrer erfüllt er nicht, am wenigsten Demut. Von Berufsethos scheint er nichts zu halten. Er tut, was ihm Spaß macht, das ist ja durchaus ZEITGEIST---für einen Pfarrer sehr unpassend.

    Den Protestanten geht es mit ihren Pfarrern, die ja nicht zölibatär leben müssen, v.a. aber mit den Pfarrer*INNEN, keineswegs besser. Man denke nur an die unsägliche evang. BISCHÖFIN Gertraud KNOLL! Ich sehe sie noch anläßlich eines Wahlauftritts auf einem burgenländischen Bauernhof mit knallroten Stöckelschuhen über die Wiese stöckeln. Und ja, dann hat sie auch noch Mann und Kinder einfach sitzen lassen, um ihr weiteres Leben mit LACINA zu verbringen. Sie war für die evang. Kirche eine eher peinliche Figur.



  14. Arbeiter
    25. Mai 2026 14:04

    An die Wiener, die heute die Sonntagspresse aus dem Sackerl kaufen können: eine ganzseitige Geschichte von einem gewesenen Roten über seine "Mittelschule", wo viele nicht lesen und schreiben können. Ich bin leider zusehr digitaler Analphabet, um ein Foto oder einen Link zu schicken. Ein Artikel, der den ganzen Mainstream medialen Wahnsinn auch der PRESSE und deren Agitation für die Islamisierung entlarvt.



    • OMalley
      25. Mai 2026 18:03

      Dramatischer Artikel !! Dieselben Zustände gibt es mindesten in Austria auch anderenorts. Die pragmatische Lösung die Analphabeten zu verteilen ist weder arythmetisch noch demokratisch nicht möglich, was Ausnahmen bestätigen. .....



  15. Arbeiter
    25. Mai 2026 13:32

    Danke, Herr Unterberger für den niveauvollen Kommentar! Ich will noch die Existenz der Minoritenkirche im Regierungsviertel hinzufügen, Maria Schnee, die den Pius Brüdern gehört. Eine Geschichte zu deren Verfolgung durch den Vatikan wäre auch interessant. Bitte.



  16. Cosmas
    25. Mai 2026 12:30

    Faber wurde noch unter Kard. Groer Dompfarrer. Gab sich damals ganz konservativ und hatte die richtigen Kontakte und wohl auch das (b. Bed. einsetzbare) Hintergrundwissen, um damals als jüngster Dompfarrer seit Menschengedenken ernannt zu werden. Er ist ein Karrierist und Emporkömmling erster Ordnung. Später hatte er dann die an den jeweiligen Papst oder Bischof angepaßte Linie. Bei Bergoglio jubelte er öffentlich, nun könne die Kirche wieder frei atmen, nachdem er sich unter Groer noch das Kollar so hoch wie möglich zugebunden hatte.
    Sein 100 Quadratmeter-loft am Stephansplatz hat seinerzeit bei Papst Benedikt höchstes Befremden ausgelöst. Faber hatte aber sogar die Chuzpe den Papst für eine Segnung in seine Luxuxbleibe zu lotsen.
    Als eine Hetzkampagne gegen den deutschen Bischof Tebartz van Elst lief wegen seines angeblich zu luxuriösen Umbaus des Bischofspalais, heulte Faber mit den Wölfen, eine "arme Kirche" könne nicht so agieren.



    • Cosmas
      25. Mai 2026 12:30

      Zurecht fragt AU, ob Faber wohl angesichts seiner Handhabung des Zölibatsgelübdes nicht auch einem Eheversprechen nicht ählich untreu gewesen wäre.



    • Arbeiter
      25. Mai 2026 13:24

      Danke, echt arg, Cosmas!



    • Cosmas
      25. Mai 2026 14:15

      Ich korrigiere mich dahingehend, dass Faber zwar zunächst in der beschriebenen Art und Weise unter Groer versuchte emporzukommen, erzbischöflicher Zeremoniär wurde, sich karrierebewußt am Stephansplatz festsetzte, sich auch unter Schönborn in dieser Funktion halten konnte. Die Ernennung zum Dompfarrer erfolgte jedoch erst bald nach der Amtsübernahme durch Schönborn.



    • Undine
      25. Mai 2026 15:38

      @Cosmas

      Sie haben mit jedem Satz ins Schwarze getroffen! *********!



  17. Josef Maierhofer
    • elokrat1
      25. Mai 2026 16:57

      Es dauert sicher nicht mehr lang. Die Pifkes (CDU) zeigen wie "Demokratie" funktioniert!



  18. Ingrid Bittner
    25. Mai 2026 11:55

    Zölibat - ist es nicht so, dass auch hier nur das Geld zählt?

    Witwenrenten, Waisenrenten, höhere Gehälter, damit auch eine Familie leben kann, undundund

    Für ein ae Kind wird halt der notwendige Unterhalt gezahlt und damit hat sich die Sache, passiert ja öfter, als man meint.

    Ich hab vor vielen, vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, ein Buch gelesen, das mich mehr als beeindruckt hat: "Unheilige Ehen" - eine Sammlung von Lebensgeschichten von "Priesterfrauen".

    Ich habe mich danach endgültig von der kath. Kirche abgewandt, denn es war mir nicht erklärlich, dass dann, wenn ein Priester sehr hochrangig war, die Kirche auch eine Abtreibung bezahlt hat, bei einem Klosterbruder hat man halt die Alimente in Kauf genommen - so meine Erinnerung an diese Geschichten. Es hat mich so aufgeregt, dass dann mein Entschluss, diesen Verein zu verlassen so verfestigt wurde, dass ich es auch tatsächlich gemacht habe.



    • Specht
      25. Mai 2026 12:47

      Es ist halt die Frage wer der sogenannte "man" ist. Da gibt es in einer Kirche mit Millionen Mitgliedern verschiedene Möglichkeiten, die nichts mit dem Glauben, aber sehr viel .it menschlichem Versagen zu tun haben.



  19. D.E.O.
    25. Mai 2026 11:40

    Toni Faber mag sympathisch sein, aber der Sache der Kirche hat er bestimmt mehr geschadet als genützt. Wenn man sich auf so provokante Art und Weise über die Regeln der eigenen Institution hinwegsetzt, ist das für sich schon fragwürdig. Bei ihm dürfte aber der ganze Lebensstil als schlichtweg hedonistisch zu bezeichnen sein. Alle Rechte und materiellen Möglichkeiten, die ihm die Kirche gibt, nimmt er ganz selbstverständlich (Dachgeschoßwohnung usw.), aber alle unangenehmen Pflichten ignoriert er, noch dazu unter Zurschauschtellung seiner wechselnden Konkubinen.
    Ein Priester soll bei den Menschen und für diese da sein. Aber er soll kein bloßer "Adabei" sein.



    • Ingrid Bittner
      25. Mai 2026 11:59

      @D.E.O.: das, was sie "ADABEI" nennen, ist ein umgänglicher Mensch, der sich unter's Volk mischt, auch gut mit den Leuten kann, die Menschen nicht vertreibt sondern mit ihnen redet.

      So sieht man es eben verschieden, mir ist ein "Adabei" lieber, als ein vertrockneter, nüchterner, in Abgeschiedenheit lebender Mensch, der nicht nicht weiss, was auf der freien Wildbahn so läuft.



    • Specht
      25. Mai 2026 12:59

      Faber, ein Bonvivant der sich gerne auf Vernissagen die höheren Weihen der "Kunst" erarbeitet und auf dem Kriegsfuß mit Alkohol und Auto ist, kann doch nur der Liebling seiner "Wiener Blase " der gehobenen Gesellschaft sein.



    • Undine
      25. Mai 2026 16:00

      Dieser Dompfarrer ist mit seiner gigantischen Geltungssucht bei Gott kein Aushängeschild für die 2000 Jahre alte christliche Kirche. Mit seiner Lebensweise kann er ja nur Wasser predigen und Wein trinken, es sei denn, er verkündet seine selbst erwählte Art zu leben, als kirchenkonform. Der Mann ist absolut fehl am Platz und hätte längst schon gefeuert gehört! Entweder PFARRER oder LEBEMANN, beides geht nicht. FABER will alles gleichzeitig haben. Auf das sorglose, luxuriöse Leben will er halt auch nicht opfern. Der Applaus von der linken Schickeria müsste ihm zu denken geben. Er lebt das genaue Gegenteil dessen, was JESUS vorgelebt hat.



    • Outback
      25. Mai 2026 17:43

      @ Specht
      Das mit dem Auto und dem Alkohol (und ergänzt durch den Entzug des Führerscheins) ist mir auch noch in guter Erinnerung. Manchen Politiker hat das seinen Job gekostet. Nicht so den Dompfarrer. Diese letztlich konsequenzlose Verharmlosung muss besonders drastisch bei Betroffenen ankommen, die einen Angehörigen durch einen alkoholisierten Lenker verloren haben oder selbst schwer verletzt wurden. So auch bei einer Bundeskanzlerin (nil de murtuis...)



  20. Arbeiter
    25. Mai 2026 11:01

    Andere Themen heute: jetzt ist auch der Kurier auf das Thema der fehlenden Geburten aufgesprungen. Und im Kurier Sackerl, dem ich den vollen Kaufpreis bezahlt habe, fand sich auch eine Sonntagspresse mit einem sensationellen Bericht aus dem (Mittel)schulsystem. Ich habe ihn per Whatsapp an viele verteilt mit dem Titel "Wir werden von Verbrecherinnen und Verbrechern regiert".



    • Ingrid Bittner
      25. Mai 2026 11:59

      @Arbeiter: und warum verteilen sie diesen sicher sehr interessanten Artikel nur auf WhatsApp und nicht hier???



    • Arbeiter
      25. Mai 2026 13:25

      Weil ich digital inkompetent bin!



  21. ThomasMorus
    25. Mai 2026 10:32

    Nennen wir das Problem doch beim Namen, nämlich buchstäblich beim Namen:
    Stöckl!!!!
    Auch Priester sind Menschen - und damit fehlbar. Seit es den Zölibat gibt, wird er auch von manchen Priestern gebrochen. So sind Menschen. Für die Institution Ehe gilt das Gleiche. Ist das gut, sich nicht an Gelübde zu halten, die man - hoffentlich - wohlüberlegt gegeben hat? Nein, natürlich nicht! Passiert es? Ja.
    Das Problem ist nicht, dass ein Priester den Zölibat nicht eingehalten hat. Das Problem ist, dass Toni Faber das über Jahrzehnte so provokant und indiskret und offen gemacht hat, dass ganz Österreich wusste, mit wem er ins Bett steigt!! Man hat die beiden wie ein Ehepaar stets zusammen in der Öffentlichkeit gesehen. Das geht nicht!! Diese Offensichtlichkeit wird mit Recht (!!!) von den Gläubigen als eine Zumutung und eine Belastung ihres Gewissens sowie als Mangel an pastoraler Glaubwürdigkeit und Führungsfähigkeit empfunden.



    • ThomasMorus
      25. Mai 2026 10:34

      Und ja, ich weiß, dass er längst ne andere hat!
      Aber ich weigere mich, mich diesbzgl. zu informieren. Es gibt Dinge, die muss man nicht wissen.

      Viele Jahre war es die Stöckl und ganz Österreich wusste es!

      Das reicht!!
      Das schadet der Kirche.



    • Whippet
      25. Mai 2026 11:19

      Und auch mit Freundin am Opernball trägt Faber, für mich etwas provokant, sein Kollar.



    • Ingrid Bittner
      25. Mai 2026 12:02

      Mich amüsiert dieses verlogene Getue, da lob ich mir einen Pfarrer in meiner alten Heimat - leider nicht mehr im Amt - der hat gemeint, der in Rom soll tun, was er will, ich tu, was ich will. So kann man es auch sehen und leben.

      Es kam da nicht Gutes nach, weil die Pfarre kann sich den Erhalt der Kirche nicht mehr leisten, es ist die Rede davon, dass die Moslems sie kaufen wollen. Tja, so kann's auch gehen, wenn die Katholen aus ihrer Kirche vertrieben werden bzw. kein Anreiz mehr da ist, dorthin zu gehen.



    • Peregrinus
      25. Mai 2026 12:06

      Beeindruckend war auch die Teilnahme an einer Lugnergeburtagsfeier bei auch außer dessen damals aktueller Gattin sämtliche Exgattinen mitfeierten.



    • phaidros, aus gutem Grund
      25. Mai 2026 13:52

      In der katholischen High Society kennt er sich aus, der Grindige.



    • Undine
      25. Mai 2026 14:52

      @ThomasMorus

      Goldrichtige Worte!*********!



  22. ThomasMorus
    25. Mai 2026 10:17

    Es gibt keinen Beleg dafür, dass die Abschaffung des Zölibats das Problem des Priestermangels lösen würde.

    Das wird zwar oft angenommen, scheint aber nicht zu stimmen.

    Tatsächlich leidet auch die evangelische Kirche (und da dürfen sogar auch Frauen diesen Beruf ergreifen!) unter einem Mangel an Neupriestern.
    Am Zölibat scheint es also nicht zu liegen.



    • Petronius von Bille
      25. Mai 2026 10:34

      Abgesehen davon:

      "Wer beruft eigentlich die Priester? Die Personalabteilung?", lautete die (rhetorische) Frage an einen befreundeten Pfarrer. Seine Antwort: "Gott beruft die Priester." - "Na also, willst du Gott ernsthaft unterstellen, einen Mangel erzeugt zu haben?" - "Schwer, natürlich nicht."



    • ThomasMorus
      25. Mai 2026 11:24

      An Petronius:

      Gott beruft die Priester. Und bei Gott gibt es keinen Mangel, sondern stets Fülle.

      Der Mensch mit seinem freien Willen entscheidet, ob er der Berufung folgt.
      Hier liegt der Mangel begründet.

      Ein Punkt ist auch, dass wir als Gesellschaft fast gänzlich Spiritualität verlernt haben. Eine Gottesbeziehung, Gebet, Offenheit für das, was - vielleicht gerade jetzt zu Pfingsten - der Hl. Geist uns schenken will -> All das bedarf einer Sensibilität und Erfahrung, die heute in unserer Gesellschaft nicht mehr kultiviert wird. Beten will gelernt sein, so absurd es klingt. Wir sozialisieren unsere Kinder nicht mehr im Glauben.
      Viele Menschen sind „spirituelle Analphabeten“ geworden.

      Ich bin überzeugt, dass viele berufen sind, die durchs Leben gehen und keine Ahnung haben, wer und was hinter dieser diffusen Sehnsucht steckt, die sie immer wieder kurz spüren.



    • Ingrid Bittner
      25. Mai 2026 12:04

      Frage: mit 20 fühl ich mich berufen, meine alles, was von mir verlangt wird (Zölibat) ertragen zu können und das ein Leben lang, aber was ist, wenn es mit zunehmendem Alter anders wird???



    • pressburger
      25. Mai 2026 13:16

      @Ingrid Bittner
      Wen man anders wird, lässt man sich scheiden. Die Kirche wird es verkraften. Die Familie u.U. nicht.



  23. pressburger
    25. Mai 2026 10:02

    Alle Jahre wieder, wird die Zölibat Sau, durch die Dörfer getrieben. Warum eigentlich ?
    Die Katholische Kirche spielt nach Regeln, die sie sich selbst gegeben hat. Wem die Regeln nicht passen, kann es lassen.
    Kein Zwang Priester der katholischen Kirche zu werden.
    Wer meint Priester sein, wäre eine Berufung für ihn, der soll das Zölibat tragen. Basta.
    Versuche die Katholische Kirche zu reformieren, sie dem Zeit(Un)Geist anzupassen, besser gesagt, auszuliefern, haben der Sache des Glaubens geschadet.
    Die Katholische Kirche, vom Vatikan angeführt, hat sich vom Glauben verabschiedet, den Glauben zu Nebensächlichkeit erklärt, sich der Förderung der Beliebigkeit gewidmet.
    Die Abwendung von der Kirche geschieht, weil die Kirche ihre Glaubwürdigkeit verloren hat, weil die Schäflein kein Vertrauen zum Hirten, dessen Kumpane der Wolf ist, mehr haben.
    Wozu die Zölibat Diskussion ? Es gibt wichtigeres. Die Tötung von Ungeborenen. Die mit Billigung der Kirchenmänner, des Vatikans, geschieht.



    • Isis42
      25. Mai 2026 14:10

      @pressburger: Ihr Beitrag zur heutigen Thematik ist sehr aufschlussreich. Ich halte die Aufregung um Toni Faber für erlaubt, aber medial übertrieben. Natürlich hat ein etwa Zwanzigjähriger bei seiner Entscheidung Priester zu werden, ganz andere Vorstellungen als ein etwas gereifter 40- oder 50-Jähriger. Denn m.M. nach bleibt ein Priester Mensch wie Sie - und Sie- und Sie.... Er bleibt Mensch mit Leib und Seele und kann seine physischen Triebe beherrschen oder auch nicht. Nachdem Toni Faber kein Einzelfall ist, sollte man sich nicht nur über ihn Sorgen machen.



  24. Rosi
    25. Mai 2026 09:42

    Ich weiß nicht recht, Tanzen ist ja gesund, aber für einen Dompfarrer coram publico ist doch recht seltsam.
    Und wo kommen immer seine Opernballkarten her? Ist das die richtige 'Botschaft' an alle 'Schäfchen'?

    Zölibat hin oder her, es gibt wesentlichere Problempunkte: Die unverständliche 'Anbiederung' an die Moslems und an einige linke Organisationen (NGOS?) und die Tatsache, daß man nicht den Eindruck hat, daß sich die Kirche in EU Ländern wenig bis gar nicht um Christen in Not in anderen Kontinenten schert, ja nicht einmal hier in der EU selbst.



    • Rosi
      25. Mai 2026 09:44

      Ein 'nicht' im letzten Satz ist zuviel, sorry.



    • pressburger
      25. Mai 2026 10:04

      Die Kirche hat nicht den Mut gegen den Zeitgeist zu sein. Die Katholische Kirche hält die Beliebigkeit hoch.



    • Rosi
      25. Mai 2026 10:07

      Stimmt, und das wird letztendlich ihr Untergang sein, wenn sie sich nicht bald auf ihre Kernaufgaben kümmert, vor allem hier in der EU.



    • Undine
      25. Mai 2026 16:08

      Vielleicht wird sich der Toni FABER, wenn Ö erst einmal ein Kalifat sein wird, erst so richtig wohl! ;-)



    • Rosi
      25. Mai 2026 19:55

      Etwas OT, aber sinngemäß paßt es:
      Wenn du dich fragst ob die Leute heute cleverer sind, als zu deiner Jugend, denk daran, dass damals im Auto-Handbuch Hinweise zum Reifendruck standen und heute, dass man die Batterie-Flüssigkeit nicht trinken sollte...



  25. W. Mandl
    25. Mai 2026 09:39

    Jeder neue Chef hat das Recht, sein Team, mit dem er in Zukunft arbeiten möchte, nach seinen Vorstellungen neu zusammenzusetzen.

    Das gilt auch für einen Erzbischof.

    Erzbischof Grünwidl hat seine Entscheidung in "Kirche kompakt" auf Radio Stephansdom auch sehr klar erklärt:
    - Veränderung nach 30 Jahren notwendig
    - Ich möchte neue Akzente setzen
    - Toni Faber bleibt weiterhin in wichtigen Aufgaben, aber eben in anderer Funktion



  26. Meinungsfreiheit
    25. Mai 2026 09:32

    Der Ehelosigkeit von Priestern ist nachgewiesener Maßen schon im ersten Konzil von Nicäa 325 n. Chr. in den Kanonizes Thema.



  27. Postdirektor
    25. Mai 2026 09:27

    Der Zölibat wurde von der Kirche nicht wegen der Moral eingeführt - durch den Zölibat wurde und wird sogar die Unmoral gefördert - , sondern nur deshalb, damit keine offiziellen Erben für Ämter und Werte (Sachwerte) vorhanden waren, die sich in kirchlichen Bereichen hätten ausbreiten können. Hätte zwar heute keine Bedeutung mehr, aber wie wir wissen, den Alten ist es schon wurscht und die Jungen haben diesbezüglich noch nichts zu sagen.



    • Josef Maierhofer
      25. Mai 2026 10:32

      Ja, das war und ist der wichtigste Aspekt.

      Darum ist die Kirche reich.



    • Postdirektor
      25. Mai 2026 11:54

      Der Ehrlichkeit halber möchte ich noch anfügen, dass der letzte Satz in meinem Kommentar auf der öffentlich getätigten Aussage eines Dechants beruht, der als sehr volksnah galt und gerade deswegen von den Leuten besonders geschätzt wurde. - Auch die Kirche war bei seinen Gottesdiensten immer bummvoll. Aber das war in vergangenen Zeiten, jetzt ist sie es nicht mehr.



    • Josef Maierhofer
      25. Mai 2026 16:48

      @ Postdirektor

      Stellen Sie die Frage dem Abt von Heiligenkreuz oder von Stift Melk !



    • queen consort
      25. Mai 2026 18:05

      genau genommen kam der verpflichtende Zölibat um ca 1000 mit der REform des Klosters Cluny. Vorher waren Klöster und die Priesterschaften Ableger für weltliche Herrscher, deren Brüder oder Cousins oder Neffen nicht herrschen konnten dank der Erbfolge. Man machte sie zu kirchlichen Herrschern, um die weltliche Macht gegenüber der Kirche zu stärken. Natürlich gings da mit Nonnen usw drunter und drüber.
      Dann kam Cluny - die Reform der Kirche. Askese, Askese, Askese - und da wurde dann beschlossen das verpflichtende Zölibat einzuführen.



  28. El Capitan
    25. Mai 2026 09:14

    Der Zölibat ist nicht das größte Problem für die Kirche. Auch die zölibatslosen Protestanten haben Nachwuchsprobleme.
    Die größeren Probleme sind die Säkularisierung, der woke Trend - vor allem bei den grünen Kampftheologinnen - und die Naivität in Sachen Muslime und Juden.
    Nicht wenige glauben, dass Christentum. Judentum und Islam die gleichen Wurzeln haben, was historisch sogar stimmt (Abraham).

    Historische Nähe und inhaltliche Verwandtschaft zu sehen, ist aber eine seeehr kühne Idee. Genauso gut könnte man Kühe, Wölfe, Elefanten, Mäuse, Füchse, Schweinchen und Marder als Geschwister bezeichnen, da doch alle Säugetiere sind.

    Die Kirchen und ihr wokes Theater (Regenbogenfahnen vor und in Kirchen) sind keine gute Idee, vor allem dann nicht, wenn Menschen mit eher traditionellen Ansichten als "rechtsradikal" diffamiert werden. Modernismus um jeden Preis ist keine gute Idee. Moden kommen und gehen. Wer eine Mode mit der Brechstange durchsetzt, macht sich lächerlich und scheitert.



    • Leo Dorner
      25. Mai 2026 09:37

      Klar und deutlich erkannt!
      Und die nächste Stufe der Erkenntnis wäre dann die Klärung der Frage, warum eine Religion, die auf dem „Buch der Bücher“ gründet und die Bibel für das erste und letzte Wort Gottes hält, immer wieder auf die Kapriolen und Salti Mortali der Weltgeschichte hereinfällt. Richtige Antwort: eben deshalb.



    • queen consort
      25. Mai 2026 18:12

      Sie wissen aber schon "da Jessas war a Jud"-wie es der Bockerer so schön österreichisch formulierte. Unser Gott ist der Gott des Judentums, dank des Jesus und seiner Haberer, die alle Juden waren. Auch die Maria war Jüdin. Und da Josef auch. Es hängen also historisch das Christentum und das Judentum sehr wohl zusammen. Immerhin singen wir "born was the king of Israel" zu Weihnachten. Die armen Juden tun mir leid. Man muss sich das mal vorstellen: die halbe Welt würde den Gruber Max (Wanderprediger) aus Salzburg als König von Österreich feiern und besingen... Wir würden uns schön wundern.
      Der Islam hat Judentum wie Christentum usurpatorisch eingegliedert in seine Religion. Da Jessas ist dort nur ein Propheterl, der den Mohammad feiert. Aber Mohammeds Pferd stieg von Jerusalem (??) gen Himmel auf. Na dann....



  29. Rupertus Meldenius
    25. Mai 2026 09:12

    Der letzte Absatz ist der Kernsatz des heutigen Textes. Vermute stark, Grünwidl hat etwas losgetreten, einer Lawine gleich ausgelöst. Der erste kleine Schneeball rollt bereits, wenn auch anfangs sehr langsam, das Schneebrett har bereits zu rutschen begonnen. Grünwidl muss sehr vorsichtig sein, nicht am Ende von der Lawine begraben zu werden. Die Diskussionen und Stimmen werden mit der Zeit immer lauter werden. Es wird letztlich an der Besonnenheit von Faber und Grünwidl liegen, ob die Lawine zum Stillstand kommen, oder zur Katastrophe auswachsen wird.



    • Undine
      25. Mai 2026 16:23

      Wenn FABER Charakter hätte, hätte er, bei seinem ausgeprägten Bedürfnis nach einem dolce vita längst die Konsequenzen gezogen und den Beruf mit all seinen für ihn unannehmbaren Einschränkungen, an den Nagel gehängt. Man kann doch nicht Pfarrer sein und gleichzeitig gegen sämtliche Verhaltungsregeln leben, wobei er sich dabei auch noch gut vorkommt!

      Wenn ich in Wien leben möchte, fände ich es auch angenehm, so luxuriös zu wohnen und hinten und vorne bedient zu werden! Ich kann mir gut vorstellen, dass Papst Benedikt not amused war—-völlig zurecht!



  30. Whippet
    25. Mai 2026 08:58

    „Eunuchen für das Himmelreich“, eine scharfe Kritik an der katholischen Sexualmoral. Ute Ranke-Heinemann zeigt, wie die Kirche über Jahrhunderte Sexualität verteufelte, Zölibat, Lustfeindlichkeit und Frauenunterdrückung religiös begründete - oft im Widerspruch zur ursprünglichen Botschaft Jesu. Ich fand das Buch schon vor über 30 Jahren sehr lesenswert.



    • Meinungsfreiheit
      25. Mai 2026 09:30

      Die Heinemann hat in theologischen Fragen so viele Irrwege beschritten, dass ich mir auch das Buch ersparen kann.



    • Wyatt
      25. Mai 2026 09:55

      Danke Whippet,
      für die Buchempfehlung und es scheint in der Tat lesenswert, wenn eine "Systemschranze" es nicht zu Lesen empfiehlt.



    • Christina
      25. Mai 2026 10:41

      Meinungsfreiheit, man kann sich vieles ersparen, auch Sie diesen für Sie typischen Kommentar.



    • Ingrid Bittner
      25. Mai 2026 12:08

      @Wyatt: ich möchte ergänzen, wenn einer, der das Buch gar nicht gelesen hat, es sich erspart, aber dagegen ist.

      @Whippet, danke für den Buchtipp - ist sicher auch heut noch interessant, ich habe Frau Heinemann öfter zu diesem Thema gehört.



    • pressburger
      25. Mai 2026 13:26

      Frau Heinemann ist Lutheranertum infiziert und ungebildet.
      Künste haben immer auch eine erotische Komponente, Päpste, fast alle, waren Förderer der Künste. Wie armselig wäre die abendländische Kultur, hätte der Ikonoklast und Zensor, Luther so bestimmen können wie er es wollte.
      Alexander Borgia, mit Tochter Lucrezia und Sohn Cesare, lieber als Luther.



    • Undine
      25. Mai 2026 16:29

      Also, ehrlich gesagt, diese Ute Ranke-Heinemann war und ist mir genauso suspekt wie der auf Abwegen wandelnde Dompfarrer! Links bis an die Haarspitzen und von Geltungssucht durchdrungen.



  31. Josef Maierhofer
    25. Mai 2026 08:26

    Nun der Zölibat kommt in der Bibel nicht vor, wohl aber Aussagen, wie, lasst alles zurück, auch die Familie, und folgt mir nach, an mehreren Stellen.

    Mit der Verbreitung des Christentums, ausgehend von Armenien und Griechenland über Rom bis zu uns, entstand dann auch die 'Verwaltung', der 'Overhead', die Hierarchien, am Anfang die natürlichen, später dann die bürokratischen mit Regeln und Gesetzen, sogar einem Kirchenrecht, praktisch eine 'Vermenschlichung' des neuen Testaments.

    In der Zeit der Verrottung der Bischöfe und Priester wurde dann 1123 auf dem Ersten Laterankonzil unter Papst Kalixt II. den Priestern die Ehe verboten und 1139 auf dem Zweiten Laterankonzil unter Papst Innozenz II wurde der Zölibat zum Kirchengesetz. Daran wird heute noch festgehalten. Damit wird jedem Priester, der menschliche 'Züge' zeigt, Schuld zugewiesen.

    Diejenigen, die heute die Sünden der zölibatären Priester offen in den Medien handeln, sind die gleichen, die im Falle von Verheirateten, >



    • Josef Maierhofer
      25. Mai 2026 08:39

      > seine Pflichten einmahnen würden. In Wirklichkeit ist den meisten aus diesen Medien die Kirche ein Dorn im Auge, weil sie den meisten Ideologien den Spiegel vor das Gesicht hält, wird doch der Atheismus und Sozialismus in einem 'gepredigt' - und brutal durchgesetzt. Da stört die Kirche.

      Was anderes aber ist diesen Hetzern schon gelungen, sie haben den Klerikat in Österreich und Deutschland für ihre 'Grünen Ideen' einnehmen können und die Pfarrer dürfen gegen die FPÖ/AfD hetzen. Ich bin neugierig, ob der Bischof von Innsbruck es schafft mit dem FPÖ Abgeordneten Christoph Steiner ein klärendes Gespräch zu führen, wenn er schon bei seinen Predigten einseitig politisiert.

      Festzuhalten ist jedenfalls, die gesamte Kirchenhierarchie ist ein menschliches Gebäude.

      Ich sage immer, mit meinem Herrgott komme ich aus, was die Priester und Bischöfe tun und lassen, und wie sie mit unserem Herrgott auskommen, ist wohl ihre Sache. Zuhören zu können und sein Gewissen zu befragen sollte man selbst,



    • Josef Maierhofer
      25. Mai 2026 08:43

      PS:
      Ich selbst war auch 3 1/2 Jahre lang im Priesterseminar. Als ich dann aber mit 16 gesagt habe, dass ich kein Priester werde, aber noch bis zur Matura bleiben wolle, flog ich innerhalb von einem Vormittag aus dem Kloster hinaus. Auch bei mir wäre der Grund der Zölibat gewesen.



    • Wyatt
      25. Mai 2026 10:38

      Danke Herr Maierhofer,
      *******
      *******
      für diesen Grundsätzliches erklärenden Beitrag.



    • Ingrid Bittner
      25. Mai 2026 12:09

      @Josef Maierhofer: "Lasst alle zurück..." - tja die Vorläufergeschichte vom heutigen "Familiennachzug", der dann die großen Massen bringt



    • Josef Maierhofer
      25. Mai 2026 13:32

      @ Ingrid Bittner

      Die lassen nicht alles zurück, die holen alles nach auf unsere Kosten. Aber ‚missionieren‘ wollen sie schon, wenn es sein muss, mit dem Messer.



    • pressburger
      25. Mai 2026 13:37

      Zölibat, finde ich richtig. Im Leben muss man sich entscheiden. Entweder, oder. Die eigenen Frauen lenken von den eigentlichen Aufgaben ab. Die eigenen Frauen wollen immer etwas, was von der eigentlichen Aufgabe ablenkt. Deswegen haben alle grossen Männer, eine Frau und eine Sekretärin. Napoleon, die Gräfin Walewska. Metternich, die Fürstin Bagration. Churchill, Brandt, Schmidt, etc. Die Köchin versteht den Priester besser, als die angeheiratete Frau es könnte. Alle Ehen der protestantischen Pastoren sind unglücklich, die Kinder Terroristen, wie z.B. Angela K.



    • Specht
      25. Mai 2026 14:33

      ^@Josef Maierhofer, das klingt nach Tanzenberg, dort sagte man den Studenten, ein Schuster geht auch nicht bei einem Schneider in die Lehre und wer es nicht glaubte war draußen.



    • queen consort
      25. Mai 2026 18:17

      Lieber Maierhofer - allerdings muss man erwähnen, dass das "lasst alles zurück" der eschatologischen Naherwartung (auch des Jesus) geschuldet ist. Die glaubten damals wirklich, dass sie am Ende der Zeiten angekommen wären und Gott bald die Welt zusammenrollen würde und daher man sich lieber Schätze im Himmel, statt auf Erden, schaffen sollte.
      Nun, mittlerweile weiß ich: Ich hätt mir lieber ein paar Schätze auf Erden sammeln sollen, dann wäre ich jetzt glücklicher.



  32. Pennpatrik
    25. Mai 2026 08:11

    Das sind so witzige Behauptungen, die in den Raum gestellt werden.

    Die Protestanten haben ein größeres Nachwuchsproblem als die Katholiken. Trotzdem wird die Behauptung aufgestellt, dass das Zölibat eines der Hauptprobleme ist.
    Nennt man "framing".

    „Framing bedeutet, einige Aspekte einer wahrgenommenen Realität auszuwählen und sie in einem Text so hervorzuheben, dass eine bestimmte Problemdefinition, kausale Interpretation, moralische Bewertung und/oder Behandlungsempfehlung für den beschriebenen Gegenstand gefördert wird.“



    • Politicus1
      25. Mai 2026 08:42

      'Die Protestanten haben ein größeres Nachwuchsproblem als die Katholiken.'
      Genau so ist es.



    • pressburger
      25. Mai 2026 13:39

      @Penpatrik
      Es waren auch mehr Protestanten Nationalsozialisten, als Katholiken.
      Franz Jägerstäter war katholisch.



  33. eupraxie
    25. Mai 2026 08:11

    Die Diskussion um den Zölibat darf nicht das Keuschheitsgelübde der Angehörigen von Orden vergessen lassen. Und noch weiter gedacht, ist ja alles eingebettet in die (überlieferte) Lehre zur zu lebenden Sexualität des Menschen im Sinne des katholischen Glaubens. Beim letzten Aspekt wird stark gerüttelt durch Fiduca Suplicans und Amoris Laetitia.

    Also das vom Priester geforderte Verhalten ist nicht alleinstehend in der überlieferten Lehre des Glaubens.



  34. Whippet
    25. Mai 2026 08:08

    Menschlich kann ich Toni Faber verstehen, aber ein öffentliches Amt bringt eben auch öffentliche Konsequenzen mit sich. Wer jahrzehntelang von der katholischen Kirche lebt, von ihrem Amt, von ihrem Ansehen und ihrer Wirkung, kann sich nicht nur die angenehmen Teile herausnehmen und die Grundsätze, die immer bekannt waren, demonstrativ ignorieren. Farber wollte beides: den Glanz des Dompfarrers und gleichzeitig die Freiheit, sich über die Regeln hinwegzusetzen, die in der Kirche gelten und für die er sich entschieden hat. Dass die Kirchenleitung klar reagiert, finde ich nachvollziehbar. Das Genießen der kirchlichen Bühne bei gleichzeitiger öffentlicher Abkehr, wirkt auf mich selbstbezogen und widersprüchlich.
    Es geht um Glaubwürdigkeit und Konsequenz. Regeln verlieren ihren Sinn, wenn sie nur für manche gelten sollten, besonders in einer Institution, die sich immer wieder auf klare Werte beruft.
    Man sich friedlich geeinigt, um eine weitere Zuspitzung für alle Beteiligten zu vermeiden.



    • rowischin
      25. Mai 2026 11:12

      Toni Faber hat es in der letzten Zeit vielleicht bewußt übertrieben um untragbar zu werden, um sein Restleben frei gestalten zu können. Denn ich habe schon vor mehr als 10 Jahren seine Frauen leidenschaft von einer Bekannten erfahren, da hat er sich noch nicht öffentlich gezeigt.



  35. Politicus1
    25. Mai 2026 07:47

    " Niemand in der österreichischen Kirche hat so viele Nichtchristen oder aus der Kirche Ausgetretene wieder zurück in die Kirche geführt. " - Bitte Zahlen nennen, wie viele Ausgetretene Faber tatsächlich zu einem Wiedereintritt bewegt hat.



  36. eupraxie
    25. Mai 2026 07:35

    Zu den verheirateten Diakonen: Es geht hier um den ständigen Diakon, nicht um die Weihe der zukünftigen Priester. Jener darf geweiht werden, wenn er verheiratet ist, aber wenn seine Frau verstirbt, darf er nicht wieder heiraten. Der ständige Diakon war das Ergebnis der Diskussion um das Zölibat für Priester, vielleicht aber auch, um die Stellung des Priesters in der Katholischen Kirche zu relativieren und langsam zum Verschwinden zu bringen.

    Ob diese Regelung bei den Ostkirchenpriestern bezogen auf die Ehelosigkeit auch so ist, weiß ich nicht.



  37. elokrat1
    25. Mai 2026 07:20

    Dr. Unterberger schrieb: „Dabei gibt es wohl keine Vorschrift, deren Einhaltung so jenseits der menschlichen Natur liegt, wie der Verzicht auf sexuelle Kontakte.“
    Das sollten die glühenden Befürworter der (hauptsächlich männlichen) illegalen Zuwanderung einmal überdenken. Möglicherweise erkennen sie dann den Grund für die massenhaften Vergewaltigungen.



    • Pennpatrik
      25. Mai 2026 08:07

      Ich glaube, dass der Blogmaster das nicht so genau wissen wollte ...



    • Silvia
      25. Mai 2026 09:54

      Na na na ..
      Ich bin zwar kein Mann, aber soweit ich weiß, haben auch die andere Möglichkeiten, sie brauchen nicht das Leben eines anderen Menschen zerstören.

      Das Problem ist hier eindeutig, daß hier keine effektiven Strafen und Grenzen gesetzt werden, von 'uns'.



    • pressburger
      25. Mai 2026 13:44

      Sexuelle Kontakte dienen der Fortpflanzung. So weit man Interesse hat seine Gene weiter zu reichen. Alles andere, wie Teta Jolesch sagt, ist ein Luxus. Wie Prof. Freud sagt, sublimieren ! Aus den Es, soll das Über-ich werden. Raus aus dem Triebe Kerker.



  38. Ulpian
    25. Mai 2026 07:19

    Faber hat vielen Menschen die Kirche ( wieder) näher gebracht. Dass jetzt ausgerechnet bei ihm ( nicht wirklich hart aber eben doch) „ durchgegriffen“ wird, werden viele als ungerecht empfinden. Freilich: Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.



  39. John
    25. Mai 2026 05:44

    Die für mich wichtigste Frage in diesem Zusammenhang ist, ob es für einen Menschen denn nicht sowohl eine Berufung zur Ehe als auch zum Priestertum geben kann? Ich meine, ja. Dann aber haben viele naturgemäß ein Problem, das irgendwann virulent wird.

    Gerade der Blick zu anderen Kirchen, die den Zölibat nicht (mehr) kennen, zeigt allerdings eine weitergehende Problematik auf. Es beginnt damit, den Zölibat abzuschaffen, dann folgt das Frauenpriestertum, dann die Weihe Homosexueller beider Geschlechter, dann die Ausweitung auf Transpersonen etc. Von wiederverheirateten Priestern ganz zu schweigen. Anything goes kann aber für eine Kirche nur zum Untergang zu führen.

    Bei Toni Faber, dessen Charisma unbestritten ist, scheint mir auch die Frage nach dem Zölibat zu kurz zu greifen. Ich bin da nicht gut informiert, aber die wievielte Freundin hat er gerade? Wäre er denn ohne Zölibat verheiratet und monogam geblieben?
    Fragen über Fragen und keine einfachen Antworten, so scheint mir.



    • Cotopaxi
      25. Mai 2026 06:53

      Verheirate Pfarrer, die fremdgehen, sind das Letzte, was die r.-k. Kirche braucht.

      Da sind Freischaffende wie Anton F. problemloser.



    • eupraxie
      25. Mai 2026 07:28

      @John: Nur ein kleines Detail: Für welche Verpflichtung entscheidet sich ein verheirateter Priester bei einer (terminlichen) Kollision?



    • Specht
      25. Mai 2026 08:02

      Was müssen sich da Klostergemeinschaften denken, wenn sie von A.U. erfahren, sie leben jenseits der menschlichen Natur? Vermutlich würden sie sagen, ja genau gerade das haben wir uns erwählt. Nun kann man fragen warum? Eines ist sicher, den Heiligenkreuzern fehlt es nicht an Intelligenz und Intellekt.



    • pressburger
      25. Mai 2026 13:46

      Protestantische Pastoren gehen fremd, zeugen aussereheliche Kinder und zwingen ihre Ehefrauen, ihre Seitensprünge gut zu heissen.



  40. Petronius von Bille
    25. Mai 2026 03:39

    Interessant ist, dass sich überwiegend Leute lautstark mokieren, die im Grunde mit der Kirche nichts am Hut haben. Die öffentliche Zölibatsdebatte halte ich zudem für aufgebauscht und überflüssig, Jeder junge Mann, der Priester werden will, kann diesen Beruf auch bei den Protestanten oder in der Orthodoxie anstreben. Im Alter jenseits der 25 sollte man längst wissen, wofür man sich endgültig entscheidet. Zudem schätzen Experten, dass etwa ein Prozent der Weltbevölkerung asexuell veranlagt ist. Das ist normal. Zudem gibt es philosophische Gründe, die Menschen bewegen, auif Sex zu verzichten. Auch das hat seine Berechtigung. Am Zölibat sollte die kath. Kirche nicht rühren. Auch, wenn von Linken und Linkskatholen öffentlich immer wieder dessen angeblich pathogene Unnatürlichkeit behauptet wird.



    • HSch
      25. Mai 2026 13:09

      Ich bin katholisch und hätte kein Problem, wenn der Zölibat aufgehoben wird. Denn, wenn jemand zölibatär leben will, kann er ja ins Kloster gehen. Mein Mann (ev.) , der Geschichte studiert hat, hat mir immer erzählt, dass, wie der Zölibat im 11.Jdt. eigeführt wurde, die Frauen und Kinder vogelfrei waren und durch ganz Europa gezogen sind, gehungert und sehr arm waren.
      Der Herr Faber ist jedoch für mich ein ganz anderes Kapitel, mit Dachwohnung und Swimmingpool Pool, bei allen „schickimicki“ Events dabei, ist sicher kein Vorbild.
      Er ist für mich eines der ganz negativen Beispiele, was in der kath. Kirche schief geht. Es gibt aber viele , viele gute Beispiele, wie unseren Papst Leo und Erzbischof Grünwidl z. B. , die mich immer noch in der kath. Kirche halten .






Zwischen Lügenpresse und Fake News: Eine Analyse Schafft die Politik ab Europa 2030 Börsen-Kurier (Bezahlte Anzeige) Academia kathtreff.org