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Gastkommentare

Wero, die nicht-staatliche Alternative zum Digitalen Euro

24. April 2026 17:02 | Autor: Elisabeth Weiß
3 Kommentare

Die zunehmende Technisierung und das Vorantreiben der Digitalisierung durch unsere Regierung nach dem Motto "Koste es, was es wolle" lässt viele Menschen kopfschüttelnd und ratlos zurück. Werden Regierungen von digitalen Maschinen eingesetzt oder vom Bürger durch Wahlen? Die Erleichterungen, Möglichkeiten und Notwendigkeiten, die die technologische Entwicklung für den einzelnen Bürger und für Unternehmen hervorbringt, werden durch eine übermäßige Zentralisierung der digitalen Macht in wenigen Händen und überbordender Bürokratisierung zunichte gemacht.

Unser Wohlstand wurde und wird geschaffen durch gut ausgebildete, fleißige Menschen, durch mutige, innovative Unternehmer in einem Umfeld von Freiheit, Privateigentum und Eigenverantwortung in dezentraler Organisation. Das ist Marktwirtschaft. Die Rahmenbedingungen dafür und für ein für alle gleich gültiges Rechtssystem hat die vom Bürger gewählte Regierung zu schaffen und zu garantieren. Notwendig ist die Versorgung der Volkswirtschaft mit stabilem Geld und Kapital.

Bargeld in Form von Banknoten und Münzen ist das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel und wird von der Zentralbank ausgegeben.

Andere akzeptierte, aber nicht gesetzliche Zahlungsmittel sind Giralgeld. Giralgeld ist Geld aus Einlagen auf Bankkonten und aus der Kreditschöpfung. Es ist unbares Geld, somit Digitalgeld. Wir nutzen dieses Giralgeld elektronisch zum Beispiel bei Überweisungen, Debit- und Kreditkartenzahlungen, Lastschriften, E-Wallets.

Durch Handelsplattformen im Internet entstanden zusätzlich schnelle Zahlungsdienste wie PayPal, ApplePay, GooglePay mit amerikanischen, AliPay, WeChatPay mit chinesischen und UPI mit indischen Wurzeln. Allen diesen Diensten ist gemein, dass es nicht-staatliche Zahlungsdienste sind. Mit Wero entsteht nun ein europäischer und mit mobilen Geräten verwendbarer nicht-staatlicher Zahlungsdienst der European Payments Initiative (EPI). Die EPI ist ein 2020 gegründeter Zusammenschluss europäischer Banken und Zahlungsdienstleister. Bisher ist Wero in Belgien, Deutschland und Frankreich verfügbar und wird in den Niederlanden nun umgesetzt. 2026 sollen auch Österreich und Luxemburg Wero einführen, und es soll eine Verknüpfung mit der südeuropäischen European Payments Alliance (EuroPA) stattfinden. Im Februar 2026 gab es 50 Millionen registrierte Nutzer, nach 43,5 Millionen im September 2025. Wero ist auf die Europäische Union beschränkt und hier auch grenzüberschreitend einsetzbar.

Parallel dazu laufen die Bestrebungen der EZB und EU-Kommission, einen Digitalen Euro als zusätzliches gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen, vergleichbar mit staatlichem Digitalgeld in China. Der Digitale Euro hat keinen Nutzen für den Bürger, aber Einführung und Betrieb des Digitalen Euros verursachen enorme Kosten. So greifen EU und EZB ohne Grenzen mittelbar auf das Steuergeld seiner Bürger zu, Fehlhandlungen bleiben ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen. In der Marktwirtschaft regelt dies der Markt selbst und bestraft Fehler sofort. EZB und EU-Kommission wollen trotz besserer Alternativen am Digitalen Euro festhalten. Der Digitale Euro ist ein staatliches Machtinstrument, weil er von staatlicher Seite programmiert, negativ verzinst oder gesperrt werden kann. Mit Bargeld geht das nicht. Bargeld sichert unsere Freiheit in einer zunehmend digitalisierten Welt und stärkt die regionale Wirtschaft.

Bezahlen Sie bar, wenn es Ihnen möglich ist. Wir brauchen die Bargeld-Infrastruktur für unsere Freiheit.

 

Mag. Elisabeth Weiß, Betriebswirt, Initiator SOS Bargeld - Stopp der Abschaffung

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  1. elokrat1
    27. April 2026 08:13

    Ich habe wenig bis keine Hoffnung. Die Mehrheit in Ösistan ist unreif, sie können die Tragweite ihres Verhalten einfach nicht erkennen. Erst wenn es zu spät ist - warum fällt mir gerade ein gewisser Junker ein - wird das Geraunze groß werden. Schuldige werden gesucht und - wie fast immer - in der unschuldigen Gruppe gefunden werden.



  2. Outback
    24. April 2026 18:41

    Danke Frau Mag. Weiß für diesen Artikel.
    Die Entwicklung ist wohl für alle, die die Problematik und die Gefahren erkennen, verheerend. Noch beängstigender ist aber die tägliche Beobachtung, wieviel Menschen heute schon jeden noch so kleinen Betrag mit der Bankomatkarte, oder noch schlimmer: - mit dem Handy - bezahlen, ohne nur das geringste Problembewusstsein zu empfinden. Man hat eher den Eindruck, dass diese Art der Zahlung bei den Angesprochenen noch mit einem gewissen Stolz, um nicht zu sagen einer gewissen Überheblichkeit im Gesicht einhergeht. So wird das mit der Beibehaltung des Bargeldes auf die Dauer nichts.






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