Das Wiener Burgtheater reißt ohne echte Begründung ein großes Loch ins Staatsbudget. Macht es doch Theater gegen und nicht für das Publikum (ganz zum Unterschied von Staatsoper und – zumindest bis vor zwei Jahren – Volksoper). Diesbezüglich sind wir freilich schon seit längerem leidgewöhnt. Aber jetzt macht sich das Burgtheater auch noch dadurch absolut lächerlich, dass es zeigt, wie völlig ahnungslos es in Sachen Bildung und Geschichte ist. Freilich, was soll‘s: Der für die Bundestheater zuständige und viel Steuergeld dort hinlenkende Minister heißt Andreas Babler. Und dessen Bezugsprobleme zu Bildung und Geschichte sind ja schon österreichweit sprichwörtlich geworden.
Das Burgtheater schreibt auf dieser Internetseite allen Ernstes als Erstes den Satz: "Die BURG feiert in der Spielzeit 2025/26 ihr 250-jähriges Bestehen als österreichisches Nationaltheater". Das ist nun eine glatte Lüge, die entweder auf Ahnungslosigkeit oder auf eine der typisch sozialistischen Geschichtsmanipulationen zurückgeht, hinter welcher der Krampf steht, sobald das Wort "Nation" ertönt.
Denn 1776 gab es weder eine österreichische Nation noch einen österreichischen Staat, sondern lediglich ein kleines Erzherzogtum dieses Namens (de facto Nieder- und Oberösterreich), das nur eines der vielen großen Besitzungen der Habsburger war. Joseph II., auf den sich die Ahnungslosen aus dem Burgtheater berufen, war römisch-deutscher König und Kaiser des "Heiligen Römischen Reiches", eine Bezeichnung, die oft noch den Zusatz "deutscher Nation" trug. Hätte dieser Joseph II. damals wirklich das Burgtheater (das "Theater neben der Burg") "österreichisches Nationaltheater" genannt, wäre das eine ziemlich provinzielle Sache gewesen, die niemand verstanden hätte.
Der Kaiser kam daher nie auf die Idee, das 1748 gegründete Theater dann 1776 österreichisch zu nennen, als er es durch ein Dekret herausheben und ihm einen großen überregionalen Anspruch geben wollte. Er nannte es natürlich "Teutsches Nationaltheater".
Die Frage, wann der Staat Österreich entstanden ist, gibt in der Folge Anlass zu vielen klugen wissenschaftlichen Erörterungen, in denen die Jahre 1804, 1867, 1915, 1918 vorkommen. Aber in Hinblick auf das Burgtheater war jedenfalls ganz eindeutig, dass es bis ins 20. Jahrhundert als deutsches Nationaltheater angesehen worden ist. Bis in die dreißiger Jahre haben sich in Österreich auch alle drei großen politischen Lager ganz selbstverständlich als Angehörige der deutschen Nation gefühlt.
Dennoch ist es heute ebenso selbstverständlich, dass es eine österreichische Nation gibt. Lediglich die Frage, wann sie entstanden ist, kann diskutiert werden. Das ist auch je nach geistigem Lager unterschiedlich geschehen, wobei zweifellos die überwiegende Ablehnung des als fremd empfundenen Hitler-Reichs, nicht zuletzt die gemeinsamen Erfahrungen der österreichischen Regimegegner im Konzentrationslager Dachau und das auftrumpfende Benehmen der nach Österreich gekommenen "Reichsdeutschen" eine große Rolle gespielt haben.
Grob zusammengefasst kann man sagen, dass für die Schwarzen die österreichische Nation in den dreißiger Jahren zur Selbstverständlichkeit geworden ist, für die Roten in den vierziger Jahren und für das einst "großdeutsch", heute "freiheitlich" genannte Lager erst im 21. Jahrhundert nach dem Abgang von Jörg Haider, der die österreichische Nation noch als "Missgeburt" bezeichnet hatte. Dann wurde aber auch bei den Freiheitlichen unter H.C. Strache der geistige Wechsel nach Österreich sehr deutlich.
Diese Entwicklung ist eine langsame und stufenweise gewesen. Sie ist aber jedenfalls wertfrei und unverkrampft zu sehen. Nationen entstehen nicht durch staatliche Anordnungen, sondern durch den Konsens der Bürger, sich als etwas Gemeinschaftliches zu erleben. Das kann durch geschichtliche, kulturelle, sprachliche oder religiöse Faktoren geprägt worden sein, oder durch gemeinsames Leiden in Kriegen. Da gibt es kein Gut und Böse.
Österreich kann jedenfalls froh sein, dass seine Bürger sich heute in der ganz großen Mehrheit als Österreicher und als Angehörige einer gemeinsamen Nation fühlen. Es gibt nämlich Staaten auch in Europa, wie Spanien, Großbritannien Italien und Belgien, wo das keineswegs so ist. Die Österreicher würden zweifellos für die Republik Österreich und für die Zugehörigkeit zu einer österreichischen Nation stimmen, würden sie das gefragt (wenn auch eine bedenklich wachsende Zahl für ein totalitär-islamisches Kalifat). Sie singen ganz selbstverständlich die Bundeshymne mit (und dabei ebenso selbstverständlich nicht die von oben verordnete kampffeministische Variante). Und sie freuen sich ganz besonders, wenn sie im Sport (etwa im Medaillenspiegel olympischer Spiele) besser sind als "die Deutschen".
Denn Nationalgefühl ist eine zutiefst emotionale Sache, die nichts mit einer Verfassung zu tun hat, und die nicht durch staatliche Anordnungen geschaffen werden kann. Es gibt nur in theoretischen Lehrbüchern einen "Verfassungspatriotismus". Im wirklichen Leben gibt es nur einen österreichischen und jenseits von Freilassing einen deutschen (oder gar einen bayerischen?) Patriotismus.
Deshalb ist es so lächerlich und peinlich, wenn staatliche Institutionen mit lügnerischen Verdrehungen in Sachen Nation zu manipulieren versuchen. Das ist schon bei Nazis und Kommunisten total unglaubwürdig gewesen. Österreich ist wahrlich heute eine so gefestigte, so tief in den Menschen verankerte Nation, dass die Bürger es auch ganz locker und gelassen hinnehmen, dass der Name Österreich – in Abwandlungen – zwar über tausend Jahre alt ist, dass aber die Nationwerdung noch keine hundert Jahre alt ist. Sie leiden mehr darunter, dass das Burgtheater heute fast nur noch aus Vergangenheit, aus einstigen Namen großer Schauspieler besteht, die Stücke noch so aufführen durften, wie ein Dichter sie geschrieben hat.
Liebe Steuergeld verprassende Leute aus dem Burgtheater: Es genügt völlig, wenn ihr euch auf der Bühne lächerlich macht, wenn ihr das Haus selbst mit Gratiskarten nicht einmal mehr zu drei Viertel füllen könnt. Ihr braucht euch nicht auch noch als verkrampfte Geschichts-Manipulatoren lächerlich zu machen.
PS: Wenig überraschend, dass auch die Anti-Bildungs-Institution ORF den Unsinn vom 250-jährigen österreichischen Nationaltheater unreflektiert nachplappert.












Ich täte mir beim Burgtheater zwar Sorge eher machen wie tief der Teichtmeister Eisberg reinragt im pädokriminellen Sumpf, also was dieses noch weiß und wieso die Aussagen der Freundin Teichtmeisters gänzlich ignoriert wurden, aber interessanter Gesichtrückblick!
Auffällig, dass unsere Sportler beim Abspielen der Nationalhymne keinen Text mitsingen, hingegen andere Sportler schon. Traurig oder Vorgabe?
Traurig in jedem Fall.
Ich setze den Niedergang des Burgtheaters mit der Installierung des Claus Peymann an. Er machte linkslinke Ideologie anstatt Theater, holte irgendwelche linke Schauspieler, mobbte bewährte Mitglieder des Hauses hinaus und verdoppelte die Anzahl der Schließtage.
Der Staat zahlte ja eh alles.
Ich denke, dass die Nazis viel zur Entstehung des österreichischen Nationalbewusstseins beitrugen. Die aus dem "Altreich" kommenden Schnösel wollten bekanntlich die "Ostmärker mal auf Vordermann bringen" - und wer von uns wollte schon auf "Vordermann" gebracht werden.
Karl Farkas (nicht Karl Kraus) wusste es schon in einer seiner Conferancen: "Was Deutsche und Österreicher trennt, ist die gemeinsame Sprache".
Da stimme ich Karl Farkas, Gott habe ihn selig, mit vollem Herzen zu.
@Alexander Huss: Danke Ihnen für die so zutreffenden Beispiele.
Darüberhinaus noch: Viele, vor allem Wiener, Bewohner sind noch immer stolz auf das schöne "Burgtheater-Deutsch!" Leider gibt es davon nur mehr eine schwindende Zahl, die diese Hochsprache praktizieren. Von den Burgschauspielern (m/w) müsste man "vertraglich" verlangen, dass sie diese kulturelle Rarität umsetzen und nicht so manchen Gedankensprung mit vielen "Ähms" verzieren.
Im Kaplaken Band 66 ist ein Vortrag von Alexander Gauland vom 22. Juni 2018 zum Thema Nationalstaat und Nation abgedruckt. Es ist lohnend, diesen Vortag nachzulesen. Er unterscheidet jedenfalls zwischen Nation und Nationalstaat, aber ich will hier keine Inhaltsangabe hereinstellen. Ob der Band noch lagernd ist, wäre bei Antaios Verlag nachzufragen.
So viel ich weiss, mussten die ersten Fernnseh-Ansager bei Burgtheater-Schauspielern Sprech-Jnterricht nehmen. Zudem hatte die erste und zweite AnsagerGeneration noch einen soliden Deutsch-Unterricht genossen. Damals wäre es nicht passiert, dass man im ORF sagt: Das wird durchGEWUNKEN oder „ohne dem…“. Da stellen sich einem ja die Haare auf! Oder: die SesselN, die ZuckerlN! Die deutsche Grammatik wird, seit die Roten den Unterrichtsminister-Sessel leider erklimmen konnten, völlig vernachlässigt! Es ist eine Schande, was man in Ö unserer MUTTERSPRACE, der schönen deutschen Sprache, antut, wie man sie bewusst vernachlässigt! Der ORF hat doch einen Bildungsauftrag, oder etwa nicht? Jedenfalls merkt man nichts davon!
WIEN.
Wien war über Jahrhunderte das deutsche Zentrum. Wo steht denn geschrieben, dass Deutschland das deutsche Zentrum ist? Weil Deutschland größer ist?
Jedesmal, wenn Berlin Hauptstadt wurde, geschah eine Katastrophe. WK1, WK2, DDR und jetzt halt wieder.
Deutschland war als Bonner Republik erträglich.
Diktat der Alliierten, Bonner Republik. Umzug nach Berlin, Wiedergeburt der DDR.
Es ist zwar OT, aber : Der Staat ist der Feind und es gibt Gesetzgeber, die Verbrecher sein könnten:
"Monatelang standen die Eltern aus Darmstadt unter massivem Druck. Ihr Sohn, der sich als Mädchen identifiziert, wollte Pubertätsblocker nehmen, doch die Eltern verweigerten ihre Zustimmung. Daraufhin stellte das Jugendamt einen Eilantrag auf Sorgerechtsentzug, um die Hormontherapie durchzusetzen. Das Verfahren zog sich über Monate hin. Anfang Februar dann die Kehrtwende: Wie APOLLO NEWS berichtet, zog das Jugendamt den Antrag zurück, da das Amtsgericht geringe Erfolgsaussichten signalisiert hatte und der Jugendliche bald volljährig wird."
Wieviele neue Theaterstücke werden überhaupt noch geschrieben?
Oder gar Opern?
Wenn Genies alte Stücke interpretieren, in die Jetztzeit oder eine andere verlegen, sind das in meinen Augen schlicht Kulturbanausen - wenn sie wirklich Künstler wären, würden sie was Neues schaffen, aber nicht die alten Meister beleidigen.
In Berlin werden jetzt Klassiker umgeschrieben - Goethe und Schiller in einfacher Sprache.
Nicht für die Sonderschule - fürs Gymnasium.
Irgendwann wird auch unser Blogmaster Kickl wählen. Es wird ihn schmerzen, aber er wird nicht anders können.
Es ist bereits zu spät, wenn man die Bücher von Sarrazin oder andere liest, die die demographische Entwicklung in Statistiken emotionslose aufzeigen, kann man zu keinem anderen Schluss kommen.
Aber vielleicht gibt es ja bald türkische und arabische Literatur in einfacher türkischer und arabischer Sprache in den Schulen als Pflicht in D.
Ganz nebenbei, aber nicht unwichtig in diesem Zusammenhang:
Jeder Germanist - sofern er das Fach noch vom Gotischen bis zum gegenwärtigen Deutsch in Sprache und Literatur studierte, was leider bei den allerwenigsten heutigen Zeitgenossen noch der Fall zu sein scheint - weiß, daß die von Theodor Siebs 1898 erstmals herausgegebene Publikation mit dem Titel "Deutsche Bühnenaussprache", welche zum Ziel hatte, die Hochlautung zu normieren, bis zur 1920 erschienenen 12. Auflage ganz wesentlich von den am Burgtheater obwaltenden Aussprache-Konventionen geprägt war.
Zilk hat das gemeinsam mit Peymann zerstört.
@HvO
Wir haben in den oberen Klassen im Deutsch-Unterricht das Nibelungenlied streckenweise noch auf mhd gelesen.
Besonders faszinierend zu lesen aber war das einzigartige Versepos MEIER HELMBRECHT, entstanden um die Mitte des 13. Jhdts. von Wernher dem GARTENAERE (beheimatet diesseits oder jenseits des Inns in der Nähe von Ranshofen). Dort gibt es noch Reste des Helmbrechtshofs.
Es ist die tragische Geschichte eines Bauernsohnes, der sich den Raubrittern anschloß und ein grausames Ende fand. Mich hat am meisten die Beschreibung der Haube, die eine entsprungene Nonne für den jungen Helmbrecht bestickt hatte, u.a. mit Szenen aus der Ilias, fasziniert. Auch dieses Werk lasen wir in der Schule teilweise im mhd Originaltext. Ab Vers 30 wird die Haube geschildert.
Ich bin überzeugt, daß die Deutsch-Professoren von heute dieses einzigartige Versepos gar nicht mehr kennen! Eine Schande für den Deutsch-Professoren-Stand!
https://www.hs-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/13Jh/Helmbrecht/hel_meir.html
Habe mal soziologische Analyse von Indien gelesen: faszinierend:Hunderte Religionen, alle Hauptreligionen, hunderte Sprachen, hunderte Völker mit völlig verschiedenem Aussehen: Doch wenn man im Land jemand fragt:jeder hält sich für einen Imder!
Sokrates9 hat die Fähigkeit, indische Zustände in deren Fundament zureichend zu erfassen. - Gratuliere!
Wenn ich gefragt würde, welcher Provenienz ich sei, würde ich ohne nachzudenken selbstverständlich sagen, ich sei Österreicherin. Auf meiner Geburtsurkunde steht allerdings als Geburtsland Großdeutschland, Gau Oberdonau.
Allerdings finde ich mich dem deutschen Kulturkreis zugehörig. Ich halte es da mit Kreisky, der einmal sagte, er könne sich nicht vorstellen, GOETHE als Ausländer betrachten zu müssen. Ähnlich muß es einem natürlich mit MOZART und BEETHOVEN gehen.
Mozarts Vater ist in Augsburg geboren. Salzburg war damals ein unabhängiges geistliches Fürstentum, das sog. Fürsterzbistum Salzburg, innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Es wurde souverän von einem Fürsterzbischof regiert. BEETHOVEN wurde in Bonn geboren. Sind diese drei Genies nun alle Ausländer? Sie gehören unserem gemeinsamen Kulturkreis an, sprachen die gleiche Sprache, daran läßt sich nicht rütteln, nichts verleugnen.
Ergoogeltes:
"Kulturelle Prägung:
Für Kreisky war Österreich kulturell untrennbar mit dem deutschen Sprachraum verbunden. Er betrachtete große deutsche Dichter wie Goethe als Teil des gemeinsamen kulturellen Erbes, nicht als ausländische Autoren.
Eigenständige Identität:
Gleichzeitig forcierte Kreisky die Entwicklung eines eigenständigen, modernen österreichischen Nationalbewusstseins (oft als „österreichische Nation“ bezeichnet), das sich jedoch nicht durch Abgrenzung von der deutschen Sprache oder Kultur definierte.
Verhältnis zu Deutschland:
Das Zitat spiegelt eine differenzierte Haltung wider: Österreich als politisch unabhängiger Staat, aber kulturell tief in der deutschsprachigen Welt verwurzelt."
@Undine: ich will sie ja nicht mit AH in einem Kommentar nennen, aber mir fällt halt grad ein, dass ich innerlich immer lachen muss, wenn von dem Österreicher AH geredet wird.
Dabei ist es doch so, dass er die kürzeste Zeit seines Lebens Passösterreicher war, geboren in Österreich-Ungarn, dann 7 Jahre Österreicher, dann staatenlos und dann Deutscher, ich glaube ab 1933, also das war er dann die längste Zeit seines Lebens. Aber in den Köpfen der Menschen ist und bleibt er ein Österreicher.
So ist das eben mit der Zugehörigkeit zu einem Volk, einer Nation, einem Staat, oder wie immer. Die Geschichte schreibt eben immer eigene Geschichten!
@Undine
So ist es. Es sind Fakten! Ich sehe das alles ganz genauso!
@ Ingrid Bittner
Adolf Hitler wurde am 20. April 1989 im österreichischen Braunau geboren. War also genuiner Österreicher. Zum Ende der Monarchie – je nach Deutung - 1918/1919 also schon 30 Jahre österreichischer Bürger und nicht bloß sieben. Mit Österreich konnte Hitler aber nichts anfangen. Daher diente er im ersten Weltkrieg in der bayrischen Arme, ohne Angehöriger dieses Teilstaates des zweiten Deutschen Kaiserreichs zu sein. Seine Staatenlosigkeit konnte frühestens mit dem Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem österreichischen Staat beginnen und mit der Eingliederung in das zweite Deutsche Reich – das er dann vernichtet hat – enden. Übrigens: Der Großvater eines Freundes war Hitlers Volksschullehre in Leonding. Er konnte den kaum zu bändigen Hitler einigermaßen verstehen und betreuen. Dafür danke ihm auch Hitler und wollte ihn auch finanzielle dotieren. Er lehnte jedoch ab.
Sehr geehrte Frau Bittner, sehr geehrter Peregrinus, darf ich ergänzend hinzufügen, dass Adolf Hitler bis 1925 österreichischer Staatsbürger war. Er schied freiwillig aus und lebte dann als Staatenloser bis 1933 in München.
Die bayerischen Behörden wollten Hitler schon 1922 ausweisen, aber Wien ignorierte die entsprechenden Schreiben aus München. Schließlich legte H. die österreichische Staatsbürgerschaft zurück, durfte aber in Bayern bleiben, weil er in einem bayerischen Regiment gedient hatte. (Er war nicht der einzige Österreicher, die mit Genehmigung des bayerischen Königs in einem bayerischen Regiment diente).
Kurz vor der Ernennung zum Reichskanzler 1933 wurde H. von der Stadt Braunschweig eingebürgert. Somit erhielt H. die braunschweigische Staatsbürgerschaft und gleichzeitig die deutsche Reichsangehörigkeit.
Damals waren die deutschen Länder für Einbürgerungen zuständig, nicht das Deutsche Reich.
@ Alexander Huss
Vielen Dank für Ihre Aufklärung. Ich habe bis jetzt nicht gewusst, dass Hitler ein "Braunschweiger" war. Braunschweiger war bis jetzt für mich nur eine Wurstsorte, und zwar zumindest nach dem Krieg – selbst unter Hungernden – eine zu vernachlässigende. In der Not kam sie auch bei uns auf den Tisch. Ich habe Reste dieser Wurst dem befreundeten Hund des benachbarten Metzgers geben wollen. Er hat sie jedoch verächtlich gefunden und nicht gefressen, mit anderen Worten nicht beachtet. Für die Nachwelt: Der anspruchsvolle Hund hieß „Zaussi“.
Ich bitte alle echten Braunschweiger um Nachsicht. Gegen sie ist meine Polemik nicht gerichtet.
Ich bin zuallererst Österreicher. Das mit der Österreichischen Nation bereitet mir (Jahrgang 1941) zunächst noch Schwierigkeiten. So hat z.B. auch Univ.-Prof Ernst Kolb – ein glühender Gegner des Nationalsozialismus - in seinen Vorlesung deutlich gemacht, dass wir Deutsche sind. In seiner Zeit als Unterrichtsminister hat er das Schulfach „Unterrichtssprache“ in „Deutsche Unterrichtssprache“ umbenannt. Die Vorrangegangene Bezeichnung trug den Stempel von Ernst Fischer (Kommunist) und Felix Hurdes (ÖVP). Der Frage, seit wann wieder Wort „Deutsch“ in den Zeugnissen aufzuscheinen hat, bin ich nicht nachgegangen.
Als Österreicher der Süddeutschen Art bin ich dies noch heute Deutscher. Dies im kulturellen Sinn.. Das ändert nichts daran, dass für mich Österreich an erster Stelle steht und in diesem Sinne habe ich auch mit einer Österreichischen Nation und dem Bekenntnis zu ihr keine Probleme. Zu Mozarts Lebzeiten gehörte Salzburg noch nicht zu Österreich. Er bekannte: „Ich bin ein Teutscher“
Fortsetzung des Kommentar von 16:06h
Dies vor dem Hintergrund der Kulturnation. Der Nationalismus ist eine Geburt des 19. Jahrhunderts. Mozart ist noch im 18. verstorben. Im Vorjahr saß ich Eisenstadt mit Burgenländern der kroatischen Minderheit in fröhlicher Runde zusammen. Daran, dass wir Österreicher sind, war für alle selbstverständlich.
Dass wir Österreicher sind, war für alle selbstverständlich. Daran war kein Zweifel.
@Peregrinus: das mit der Zugehörigkeit ist so eine Sache.
Wie ich aus persönlichem Erleben und den damit verbundenen Gesprächen weiss, fühlten sich die Bayern natürlich auch den Österreichern näher als den Preussen. Heute verflacht dieses GEfühl, weil es ja überall mit den "Ureinwohnern" zahlenmässig bergab geht.
Dass wir in Österreich zum bajuwarischen Menschenschlag gehören ist ja nicht nur in der Sprache, sondern auch im Körperbau wissenschaftlich (angeblich natürlich nur) nachgewiesen.
Selbst erlebt in Speisesälen von spanischen Hotels: wenn Gruppen von Ossis und Wessis an einem Tisch sassen, dann hab ich immer so das Gefühl gehabt, es steigt eine unsichtbare Mauer zwischen diesen auf. Schon allein, dass sie sprachliche Probleme miteinander hatten, die wiederum zw. Bayern und Österreichern überhaupt nicht bestanden. Man macht halt so seine Beobachtungen.
@ Ingrid Bittner
Stimme Ihnen voll zu.
Auch ich als Deutscher fühle mich in Österreich fast als Österreicher. Es ist leicht, zu seiner Familie zu stehen oder zu seiner Vaterstadt. Aber als Westdeutscher fällt es schon schwer, Berlin als Hauptstadt zu akzeptieren. Die Kölner haben die Preußen nicht gemocht und Adenauer hat Brandenburg/Berlin als die märkische Sandwüste gesehen.
Wenn es also schon so schwer ist, alle Deutschen im Gedanken der nationalen Einheit zu umfassen, so ist es für mich unmöglich, Europa als identitätsstiftend zu begreifen. Nach meiner Nation gibt es für mich nur das Weltbürgertum.
Wie kritisch man heute Europa auch sehen kann, zeigt folgende satirische Ode. (tolle Musik, super Text, die Busen ignorieren)
Ode to the European Union ???????? | Satirical AI Parody Song
https://youtu.be/rFtlB3RLkUU?si=NXXVUx0QcRyzPeet
"Denn Nationalgefühl ist eine zutiefst emotionale Sache" - tja, aber um ein Nationalgefühl zu entwickeln, würde es doch zuerst einmal eine Definition dafür brauchen, was denn nun eine Nation genau ist.
Diese Definition vermisse ich in der langen Abhandlung!
Eine österreichische Nation?? Gibt es die überhaupt??
Ich habe bei WIKI nachgeschaut:
Eine Nation ist eine große Gemeinschaft von Menschen, die durch gemeinsame Merkmale wie Kultur, Sprache, Geschichte oder politische Überzeugungen verbunden ist. Sie unterscheidet sich in Kulturnationen (gemeinsame Kultur/Sprache) und Staatsnationen (politische Willensgemeinschaft). Oft ist die Nation mit einem definierten Territorium und einem Staat verbunden, kann aber auch ohne eigenen Staat existieren.
Hauptaspekte der Nation:
Definition: Meist eine soziale Großgruppe mit geteilter Identität, oft verbunden durch Sprache, Traditionen, Religion oder Herkunft.
Staatsnation (Willensnation): Die Mitglieder verbinden sich durch den Willen, zusamm
zusammen in einem Staat zu leben, z. B. Frankreich oder USA
Historischer Wandel: der Begriff stammt vom lateinischen natio
("Geburtsgemeinschaft") ab.
Moderne Ansichten betrachten die Nation als soziale Konstruktion oder Produkt von "nation building".
Nationalismus/Nationalstolz: Übersteigerter Stolz oder Loyalität zur Nation wird als Nationalismus bezeichnet.
Abgrenzung: im Gegensatz zum Staat, der eine rechtlich-administrative Einheit darstellt, ist die Nation eher eine kulturelle oder politische Gemeinschaft.
In der heutigen Zeit ist die Nation oft ein wichtiges Band, das Gesellschaften zusammenhält und Stabilität verleiht.
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Wo also genau könnte / müsste / sollte / dürfte man das heutige Österreich jetzt einordnen???
OT: Weil ich diese Nachricht unter den „Lesetipps“ vermisse, darf ich an dieser Stelle für Interessierte darauf hinweisen. Nach dieser Meldung habe in Frankreich ein linker Mob einen patriotischen Aktivisten totgeprügelt.
https://unzensuriert.at/323613-antifa-hasst-frauen-und-heimat-linker-mob-pruegelte-patriotischen-aktivisten-tot/
Das lässt die Querverbindung herstellen, dass am Freitag wieder der Akademikerball in Wien stattfindet. Man möchte sich nicht ausdenken, zu welcher Gewalt die sog. Demonstranten dort greifen würden, wenn sich nicht durch Platzverbote und ein Riesenaufgebot an Polizei daran gehindert würden.
Die Linke hetzt bereits gegen Burschenschaften
und ruft zur Demo auf am 20.02., 17 Uhr. Urban Loritzplatz
Nation, Nationalstaat, Nationalbewusstsein, Nationalismus, untrennbar. Aus dem Rumpf des Reiches, wurde durch den Diktat der Siegermächte, 1918 Österreich. Niemand wollte es. Dieses künstliche Gebilde, widersprach dem Bewusstsein seine Insassen. Für die Insassen blieb Österreich eine Idee, sie wollten keine Nation.
Nationalbewusstsein, konnte sich nicht parallel zu Negierung der eigenen Geschichte entwickeln. Die Vertreibung der Familie Habsburg, noch schlimmer, die Ausblendung der Familie Habsburg aus der Geschichte, das negieren der Verdienste der Familie Habsburg für die Entwicklung von Mitteleuropa, damit Deutsch Österreichs, verunmöglichte eine Nation Bildung
Demütigung ist kein Fundament. Stolz sehr wohl.
Demütigung bedeutet sich Ausliefern, sich abhängig machen, bis zu Selbstaufgabe.
Die letzte Bastion der nationalen Identität, das einigende Band, Neutralität, wird gerade geschleift.
Was bekommt Österreich für seine Selbstaufgabe ? Nichts. Keine Sicherheit, nur Verachtung.
Ich würde die Aufzählung bei Nationalbewusstsein beenden. Nationalismus hat eine zu problematische Bedeutung.
Was ist, wenn die anderen Staaten Europas Österreich schief anschauen, weil wir eben noch den Neutralitätsstatus wie eine Monstranz vor uns hertragen? Natürlich ist es schwierig, sich von etwas zu lösen, das völlig sachfremd überhöht wurde!
Wir kennen das zb auch von der Nutzung der Atomkraft in Ö - Produktion in Ö NEIN - von außerhalb kommend wird dieser Strom selbstverständlich und gerne genutzt.
Die Neutralität ist nicht die Glut die in Ö zu bewahren ist. Wenn wir nichts anderes haben, na dann!
ich halkte Neutralität für ein stolzes Symbol, dass wir es uns leisten können selbststämdig zu denken und nichtr gezwungen sind sich einer Partei anzuschliessen!
@eupraxie
Na dann ? Was sonst ? Die Neutralität, hat Österreich aus der Masse der unbedeutenden Staaten, Ausnahme Schweiz, herausgehoben. Neutralität hat Wien, mit Bruno, solleil cest moi, kombiniert, zum Zentrum der Diplomatie, ausser Genf, gemacht.
Was dann ? Venetianisierung von Wien, Sound of Music in Salzburg, Schuhplatteln für die Piefkes in Tirol ? Zukunft ?
Erzherzog Johann, das war Zukunft, Montan Universität, Eisenberg, das war Zukunft. Ritter von Ghega, das war Zukunft. Jetzt ? Zukunft, a geh.
Eupraxie - ganz Ihrer Meinung
Natürlich fühle ich mich als Ö er. Natürlich fühle ich mich nicht als 'Europäer', weil es eine europäische Identität nicht gibt.
Europa aus geographischer Sicht ein Kontinent, und indem ich in Ö wohne, bin ich auch in Europa.
Asien ist auch ein Kontinent. Ich habe noch nie die Frage gehört, ob sich ein Vietnamese oder ein Pakistani 'als Asiate' fühlt.
Und ich fühle mich sicher nicht als einem deutschen 'wasauchimmer' zugehörig.
Nationalität hat Grenzen und grenzt aus
Vor allem mit einer EU, einer kriminellem Kriegstreibervereinigung, die vorgibt "demokratisch" zu sein kann ich mich nicht identifizieren!
Sokrates - wir sind sozusagen "Auslaufmodelle" - wär interessant, was und wie die Jugend denkt!
Weder Asien noch Europa sind ein Kontinent. Der heißt Eurasien.
Das Abendland ist in Gefahr oder schon verloren - ist so ein Tenor von konservativen/rechten Personen. Fühlen wir uns als und in Österreich auch betroffen davon oder berührt uns das eh nicht, weil wir mit Ö allein sehr glücklich sind und eine größere Einbettung nicht wahrhaben wollen?
Wenn uns das Abendland berührt, wo verorten wir dieses geographisch?
Orakel@ Meiner Meinung ist die Jugend - zumindest die ich kenne - sehr vorsichtig sich einer " Partei" anzuschliessen, wohl wissend dass wir als Kleinere nichts zu reden haben und auch dann Standpunkte vertreten m+ssen die uns nicht passen.
Weil hier die Frage aufgeworfen wird, wie denn die Jugend denkt.
Ich hatte vor nicht langer Zeit einen Handwerker im Haus, einen Tischler. Er ist Vater von 3 Kindern im jugendlichen Alter.
Wir diskutierten über all die Probleme unserer Zeit und unseres Landes, wie es hier im Forum auch getan wird. Er sah und sieht auch vieles, was in immer rasanterem Tempo schief läuft.
Dann kamen wir zur Frage, wie das denn die Jugend sieht, und ob sie auf eine Umkehr hinarbeiten wird.
Darauf seine Antwort: „Ich glaube nicht, die kennt nichts anders.“
Ich musste ihm schlussendlich recht geben.
Und deshalb setzen auch alle „Umerzieher“ darauf, dass das, wie es war, immer mehr in Vergessenheit gerät und die (noch zusätzlich intensiv indoktrinierte) Jugend nichts anderes kennt.
Ich fürchte, man kommt nicht umhin, den Begriff Abendland zuerst zu definieren.
Wer trägt den Nationalismus Österreichs heute ?
Dazu sollte man auch vorausschicken, dass dieses Österreich sich 1955 aus freien Stücken zu einer österreichischen Neutralität bekannt hat, und diese ein Bestandteil Österreichs ist.
Dazu sollte man vorausschicken, dass dieses Österreich sich seine Nationalität bewahrt hat bis etwa zum EU-Beitritt. Seitdem wird diese gewaltsam abgebaut und heute nur noch von der FPÖ verteidigt, die man dafür ausgrenzt und 'ausgrunzt'.
Zusätzlich macht man im offiziellen Österreich beim EU-Diktat mit und lässt das Volk austauschen und durch islamische illegale Einwanderer ersetzen, macht beim Klimawahnsinn mit, macht beim Kriegswahnsinn mit und handelt gegen das österreichische Volk.
Jeder Faschingsumzug, der aus Angst vor Terror eingestellt wird, jeder Perchtenlauf, jede Tradition, die aus Wokeness oder Angst eingestellt wird, nimmt ein Stück Identität mit. Jedes kinderlose Ehepaar, jede Frau, die nicht Mutter ist, jedes abgetriebene Kind reduziert >
> Österreich und seine Nationalität. Jede Ideologie in Kindergarten, Schule, bereitet die Kinder nicht auf ein selbständiges Leben vor, sondern indoktriniert und degradiert (Nivellierung nach unten, c Christoph Wiederkehr) sie nur zu linkssklavischen 'Mitläufern' und wertlosem Straßenruß für 'Fridays for 'Future''.
So auch der Fakt, dass ein 'Marxismus-blinder' Andreas Babler 'Kulturminister' ist (sein darf) und nichts von dem versteht, was er zu tun hätte, weil er es nicht gelernt hat, wie so viele in der heutigen österreichischen Parteibuchpolitik. Er ist ein Prachtbeispiel des 'Outputs der österreichischen Sch(w)ule'. So natürlich auch sein 'Anti-Aktivismus', kann man ruhig sagen antiösterreichisch.
Es ist eigentlich ein Wunder, dass es dieses Österreich noch gibt, bei dem politischen Personal.
Wer gegen die Neutralität Österreichs ist, ist gegen die Nation Österreich. Ohne Neutralität hat sich Österreich im Einheitsbrei, in der EU Lauge, bereits aufgelöst.
Beweis, aktuell. Der Vertreter auf Erden, des Grossen Imperators Trump, ist nach dem Treffen der Mediokren zu München, nach Bratislava (Pozsony, Pressburg) und Budapest, zwei ehemalige Provinznester, geeilt. Rubio hat Wien links liegen lassen.
Ohne Neutralität, ist Wien nur eine unbedeutende Filiale Brüssels und Touristen Beherbergungsstätte.
Zusammengefasst: Ö hat ohne Neutralität keine Existenzgrundlage, vermutlich auch keine -berechtigung.
Schon sehr sehr verwinkelt, wofür die Neutralität nach diesem Gedankenansatz steht und wofür sie missbraucht wird im gedanklich Ansatz.
@eupraxie
Wer sehr wenig sein eigen nennen kann, der soll nicht den letzten Rest des Familiensilbers verscherbeln.
@pressburger: Die Neutralität - eingegangen von einem schwarzen Politiker gegen den Willen aller anderen - damit die Russen sich aus Ostösterreich zurückziehen - das haben diese zuvor signalisiert. Diese Neutralität haben wir in den 50 Jahren der Erfordernis mehr recht als schlecht mit militärischen Leben erfüllt. Das ist das Familiensilber und der Kitt, was den österreichischen Staat und die Nation zusammenhält und ausmacht?
Weiter reichen unsere Wurzeln, unser Bewusstsein als Österreich nicht?
@ europraxie
Österreichs geschichtliche Wurzeln reichen weit zurück, doch wurde dieses Österreich nach dem ersten Weltkrieg in seine vielen Nationalitäten zerteilt. Dieses kleine Österreich ist übrig geblieben mit den Bauten eines großen Kaiserreiches in Wien.
Danach kam die Zwischenkriegszeit der Not, der Aufhetzung und der Kriegsgefahr, wie das heute auch haben, in der die größte burgenländische Stadt in Chicago entstanden ist.
Nach dem 2.Weltkrieg gab es diese Nation ('glaubt an dieses Österreich') und das Wirtschaftswunder hat begonnen, eingeleitet durch den Staatsvertrag, dessen eine Seite nur durch unsere Neutralität zustande kam. Der wirtschaftliche Abstieg begann mit Kreisky und seinem Schuldenwahn, wurde mit der 'Flucht in die EU-Schuldenunion' fortgesetzt und endet jetzt im Genderwahn, Klimawahn, Kriegswahn, Immigrationswahn, Kinderlosigkeit Selbstauflösungswahn und Selbstzerstörungswahn und totaler Abhängigkeit, nach weitgehender Aufgabe der Neutralität.
>
>
Missbrauch dabei ist der Verfassungsbruch durch Aufgabe der Neutralität, möchte ich da meinen, sicher nicht die Erwähnung dieser Tatsache.
So klar war die Sache mit der Nation bei den Schwarzen nicht, denn Schuschnigg verabschiedete sich 1938 mit einem "deutschen Wort". Die Einzigen, die einer österr. Nation bedingungslos zustimmten, waren wohl die Monarchisten. Bei den Roten wetterte ja 1955 noch der begnadigte Mörder Friedrich Adler gegen den Staatsvertrag, weil damit der "Anschluß" endgültigt obsolet war.
Heute denke ich mir manchmal - ich habe mit der österr. Nation keinerlei Probleme und befürworte sie - , wenn ich von Kärtner Slowenen, burgenländischen Kroaten und weiteren Volksgruppen höre, welcher Volksgruppe wohl ich angehören darf. Diese Frage hat mir noch niemand beantwortet.
@ Schani
Danke! - Die Antwort finden Sie in meinem Kommentar von 16:06h.
England, Frankreich und Deutschland haben sich voll verkalkuliert und wollten Russland besiegen.In ihrer Präpotenz und Arroganz wurde nie eine Weltkarte betrachtet um die Grösse der Atommacht
russland zu sehen.Jetzt braucht man dringend einen Krieg um diese idiotische politik zu vertuschen. daher gibt ers seit 3c Jahren keinen Fortschritt bei friedensgesprächen. trump hat das längst erkannt und sich zurückgezogen, die Europäer sind so blöd die Ukraine weiter zu funanzieren. Man kann nur hoffen dass esbald Wahlen gibt die dann der Ukraine den Gelödhahn abdrehen.Unmittelbar darauf wurd Frieden sein. Die Blöden sind die Ukrainer die bis zun corletzen Mann kämpfen wollen.Wobei auch wir es nicht schaffen unsere destruktiven Politiker mit einem Tritt rauszuwerfen...
Die österreichische Politik, so weit man aktuell, von so etwas wie österreichische Politik überhaupt reden kann, hat sich seit Beginn des Konflikts, der sich gegen die Interessen des Volkes der Ukraine richtet, im Destruktivismus ergangen. Der Verzicht auf die Neutralität, bedeutet Verzicht auf die eigenstaatliche Souveränität. Österreich hat nicht, konnte und durfte nicht, seine guten Dienste, eine Vermittlerrolle, im Konflikt USA, Russland anbieten.
Österreich hat sich aus eigenem Antrieb, zu einer unbedeutenden, lächerlichen Kriegspartei, degradiert.
Ich seh schon, Sie wollen zunächst einmal die Ukrainer den beliebten, nicht autoritären, demokratiefreundlichen, die Nazis verfolgende Russen überlassen. Und was dann - Lernen Sie doch Geschichte - was hat Hitler nach dem er Österreich und die Tschechoslowakei hatte, weitergemacht - vielleicht gar Frieden geschlossen?
@ GT
Pressburger wäre schon dann ein unendlich hoffnungsloser Fall, wenn er den Unsinn, den er schreibt, glaubte. Er glaubt ihn nicht, er verbreitet ihn als Agitator. Und das führt zur absoluten Unmöglichkeit einer Bekehrung.
Stefan Zweig beschreibt in "Die Welt von Gestern" mit seiner unnachahmlichen musikalischen Sprache das Burgtheater als höchste Instanz der deutschen Sprache und Schauspielkunst, den Besuch als gesellschaftliches Ritual des Bildungsbürgertums, Schauspieler, die als Halbgötter verehrt wurden. Eine Institution, die die Sprache des gesamten Habsburgerreiches prägte.
Wie müsste es der damaligen Gesellschaft schmerzen, wenn sie wüsste, dass heute eine - im besten Fall - bildungsferne Pfeife wie Babler, ein Hilfsarbeiter, dafür die Verantwortung trägt und wie die Sozialisten diesen ehemaligen "Tempel der Kunst" in eine drittklassige Räuberhöhle verwandelt haben.
Und als „erste Bühne des deutschen Sprachraums“, wie es genannt wurde, war es selbstverständlich das deutsche Nationaltheater.
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(Erstaunlich oder auch nicht):der Absturz der FAZ in eine radikale Anti-AfD-Ideologin, zugleich in eine radikale Anti-Trump - Deuterin, die daher mit den EU-Totengräbern Deutschlands und Europas gemeinsame Sache macht. Merkel-Kult und Klimakult und inclusive. Der Weckruf aus Washington wurde nicht verstanden.
Schade um ein früher lesenswertes „Feuilleton-Blatt“, das jetzt vergilbt und begraben wird. Die Meinungskämpfe in der Redaktion dürften kurz gewesen sein, die Schwurbler und Oberschwurbler haben das Steuerruder übernommen.
Wir sind einer der 4 oder 5 deutschen Staaten. Was aber kein Anlass dafür ist, gemeinsam mit den verrückten Deutschen wieder einmal in einen Untergang zu marschieren. Sowohl die Schweizer als auch die Niederländer haben in ihrer Geschichte gegen die Deutschen gekämpft. Wir sollten uns daran ein Vorbild nehmen.
4 oder 5 ? Sehr großzügig.
Den blindwütigen Kampf gegen Deutschland haben die Deutschen mittlerweile selber übernommen. Und machen das wie gewohnt gründlich.
@Konrad Loräntz
Stimmt, die Deutschen arbeiten verbissen am Untergang Deutschlands, wieder ein mal. Wieder ein mal, sie wissen nicht was sie tun.
1945 haben die in Österreich ansässigen Menschen weder Sprache noch Kultur gewechselt ! Die österreichische Nation ist ein Konstrukt der Allierten des 2. Weltkrieges, besonders Stalins. Die Mär von der österreichischen Nation, welche zur Staatsdoktrin in den ersten drei Jahrzehnten von kriecherischen Politikern unseres Staats übernommen wurde, sollte dazu dienen, den grossdeutschen Gedanken aus den Köpfen der Österreicher auszumerzen, zwecks Vernichtung des kulturellen Zusammenhörigkeitshefühls der Menschen in Österreich und Restdeutschland.
Die Bekenntnisse zu einer deutschen Nation und der staatlichen Selbständigkeit Österreichs schließlich einander nicht aus !
Daran ändern auch die Nazikeulen slawomaner Linkskatholen und ewig gestriger Marxisten nichts.
Pardon, ich wollte eigentlich "Daumen rauf" geben...
Wer will denn heute noch mit den verrückten Deutschen zusammenleben? Mir scheint, die brauchen alle 100 Jahre eins aufs Häupl, damit sie sich wieder wie normale Menschen benehmen.
Über die EU scheinen wir wieder einmal mit den Deutschen in aller Treue in einen Untergang zu gehen. Die Franzosen und Italiener werden sich wieder vorzeitig absetzen, weil sie noch Restverstand haben.
Auf einer Insel nördlich von Belgien ist es anrüchig, das Groß-Britannische Reich in Frage zu stellen, obwohl es Völker mit unterschiedlichen Stammsprachen umfasst.
Groß-hui / Groß-pfui. Ein himmelhoher Unterschied. Vae victis. That´s all.
..das ist der Fakt, wie ihn @criticus richtig darlegt:
Die Zugehörigkeit zur deutsch-kulturell und sprachlichen Volksgemeinschaft und das Bekenntnis zur österreichischen Nation und österreichischem Staat schließen einander nicht aus.
ABER: es ist mittlerweile eine Notwendigkeit sich vom nördlichen Nachbarn, der die gleiche Sprache spricht, abzugrenzen, um nicht ein weiteres Mal mit ihm ins Nirwana befördert zu werden. Gott behüte uns vor dem, was sich dort politisch und gesellschaftlich abspielt; verfolgt man den Irrsinn, den Berlin zur Zeit aufführt, kann man nur hoffen, nicht dabei zu sein (müssen).
Die besserwisserische oder gönnerhafte Attitüde vieler Piefke, lässt mein österreichisches Nationalgefühl mühelos anschwellen. Sorge bereitet hingegen, dass die urbane Jugend ein verschnöseltes Piefkinesisch, manchmal sogar mit kanakischem Idiom aufgepimpt, zu sprechen sich angewöhnt hat.
Der Zuzug von Piefke ist genauso unterwünscht, wie der der Orientalen. Seit Faymann ist das Problem der dummen Deutschen mit Studierverbot im Heimatland ungelöst.
@Criticus: Sie trennen Staat und Nation im vorletzten Satz. Das ist auch so mein Verständnis, dass es zusammenfallen kann, aber nicht muss. Wenn man einem Kultur- und Sprachraum angehört, dann gehört man dazu. Man kann sich verwaltungsmäßig trennen, aber nicht kultur- und sprachmäßig. Die Wahlfreiheit fehlt hier für mich.
Es sei denn, es überschreibt jemand den geschichtlich kulturell gewachsenen Raum mit einem anderen kulturellen und geschichtlichem Selbstverständnis.
@Criticus
Es ist, wie Sie schreiben!*************************+!
Nationalismus ist ein merkwürdiges Doppelwesen: Von oben verordnet, riecht er nach Befehlsausgabe und Förderantrag. Dann wird er zur pädagogischen Maßnahme, zum moralisch lizenzierten Gemeinschaftsgefühl, geschniegelt und quotiert. Von unten hingegen ist er Trotz, Dialekt, Friedhofserde, keine Ideologie, sondern Zugehörigkeit.
Die Eliten predigen gern den „guten“ Nationalismus, sofern er exporttauglich und mit Menschenrechtsfloskel lackiert ist. Den „schlechten“ verorten sie beim Nachbarn. Doch was man administrativ verordnet, bleibt Folklore mit Subventionsbescheid.
Der tief empfundene Nationalismus braucht keine Kampagne. Er entsteht aus Sprache und Geschichte, Triumph und Niederlage. Wer ihn verbietet, stärkt ihn. Wer ihn instrumentalisiert, entkernt ihn. Am Ende gilt: Aufgezwungene Gefühle heißen Propaganda. Empfundene heißen Heimat.
Den tief empfundenen Nationalismus wollen's uns eh abgewöhnen- haben wir alle doch nur noch Europäer zu sein.