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Gastkommentare

EU-Europas verspätete Rache

26. November 2025 19:20 | Autor: Leo Dorner
7 Kommentare

EU-Europa wünschte einen Sieg der Ukraine über den Überfall-Täter Russland. Aber ohne die Unterstützung der USA muss das Projekt wohl abgesagt werden. Das EU-Europa der "unseren Werte" und "unseren Demokratie" hat sich selbst ausgehöhlt und entzweit und verliert zunehmend die Unterstützung seiner (zu) frühgeborenen Völker. Die neuen Eliten in Brüssel haben sich vertan und überhoben, sie haben "Werte" und eine "Demokratie" auf ihr Schild gehoben, die keine reale Mehrheit von EU-Bürgern hinter sich vereinigen können. Gegen ihre Abwahl wehren sie sich mit "kreativen" Mitteln und neuen "kreativen" Werten.

Im Fall der Ukraine stehen sie nun vor dem berühmten "Scherbenhaufen".  Aber auch die beiden anderen Novitäten (neue Werte und neue Demokratien) lassen sich nicht in allen EU-Staaten widerstandslos durchsetzen.

Was nun?  

Eine Palastrevolution in Brüssel und Straßburg; ein offener Bürgerkrieg; ein Überfall Russlands auf den geschwächten und in sich entzweiten EU-Nachbarn?

Der wohl tiefgreifendste Irrweg neben "Open-Border" wurde noch nicht genannt: Die Zerstörung der Wirtschaft Europas durch eine "Energiewende", weil ein Krieg gegen einen globalen Klimanotstand unausweichlich wäre. Der geübte Wendehals Deutschland macht zwar den Vorzugsschüler, doch zugleich und eben dadurch die Avantgarde der Zerstörung von EU-Europa. Auswege sind nicht in Sicht, dennoch oder deshalb macht man weiter wie bisher. 

Der skurrile Irrweg EU-Europas: eine "Zweistaatenlösung" im Nahen Osten auf dem Staatsgebiet Israels zu unterstützen, bleibe unerwähnt. Ein Scherbenhaufen genügt. 

 

Leo Dorner ist ein österreichischer Philosoph.

 

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  1. John Baxter Smith
    27. November 2025 09:54

    Europa als ganzes vom Atlantik bis Ural und EU-Europa im Speziellen sind total uneinheitliche heterogene Einheiten:
    EU: 27 Mitgliedsländer, 450 Millionen Menschen, 24 Amtssprachen in der EU plus viele Regionalsprachen, 4 große Religionsgruppen: Christentum, Islam, Judentum, Kofessionslos.

    Diese Uneinheitlichkeit ist DAS ZENTRALE ELEMENT und DIE CHANCE die von den globalen Supermächten USA, Russland, China genutzt wird um EU-Europa und ganz Europa zu teilen - nach dem Motto: "Teile und Herrsche" - "Divide et impera" - Dieses Motto funktioniert heute im Internet-, im Zollkriegs- und im Desinformations-Zeitalter besser den jemals zuvor.



  2. Pennpatrik
    27. November 2025 09:33

    Die "unseren Werte" haben zu einem Überwachungsstaat geführt, der mit KI unseren privaten Informationsverkehr (WhatsApp) überwachen will, der uns im Morgengrauen die Polizei, um nicht zu sagen: Die Gestapo, ins Haus schickt, einen Überwachungsstaat, der uns unser mühsam erworbenes Vermögen mittels Vermögensverzeichnis enteignen will, einen Überwachungsstaat, in dem es wieder (!) möglich ist, über Parteiverbote zu spekulieren, einen Überwachungsstaat, in dem Wahlen und Volksabstimmungen so oft wiederholt werden, bis sie das gewünschte Ergebnis erbringen, soferne sie nicht abgesagt oder nachträglich rückgängig gemacht wurden.

    Wer immer noch nicht sieht, dass das Ziel die Errichtung einer DDR 2.0 ist, ist blind.



    • Pennpatrik
      27. November 2025 09:34

      Ach ja: Weil das alles keine Demokratie mehr ist, ist es natürlich "unsere Demokratie", weil "Demokratische EU" doch zu offensichtlich ist.



  3. Hr. Zyni
    27. November 2025 07:23

    Die angebliche Russlandfreundlichkeit der FPÖ gilt vielen als Sündenfall, doch vielleicht liegt der Fehler weniger bei den Blauen als bei jenen, die sich in moralischen Reflexen eingerichtet haben wie in einer Wärmestube. Während Brüssel und Berlin mit besserwisserischer Inbrunst jeden Dialog durch Empörung ersetzen, hält die FPÖ an der altmodischen Idee fest, dass Außenpolitik keine Erregungskunst, sondern Interessenvertretung ist. Man wirft ihr Nähe zu Moskau vor, doch verwechselt dabei Standpunkt mit Unterwerfung: Wer reden will, gilt schon als Verräter. Die Blauen erinnern lediglich daran, dass man geopolitische Schwergewichte nicht durch Trotz domestiziert, sondern durch nüchterne Analyse – ein Konzept, das man vielerorts durch moralakustische Selbstberauschung ersetzt hat. Während die übrigen Parteien sich in Sanktionen verbeißen, als könnten sie damit die Realität falten wie Origami, beharrt Blau auf einem Kurs, der weniger gefällig, aber womöglich näher an der Wirklichkeit ist.



    • Alois Eschenberger
      27. November 2025 08:26

      Wär ich Soziologe würd ich sagen: Die Moralisierung des Diskurses ist das Problem.
      ;-)



  4. Hr. Zyni
    26. November 2025 21:47

    Die EU spricht gern von „unseren Werten“, als handle es sich um ein ererbtes Familiensilber, das nur gelegentlich poliert werden müsse, während in Wahrheit längst ein Flohmarkt daraus geworden ist. „Unsere Demokratie“ wird wie ein Pokal herumgereicht: Wer die Bürokratie rügt, ist „anti-europäisch“; wer Zentralisierung kritisiert, „spielt den Populisten in die Hände“. So verwandelt sich die EU in eine Art Oberlehrer, der seine Bürger wie freche Schüler behandelt, denen man notfalls mit der Staatssicherheit droht. Die Werte, eigentlich Bastionen gegen Staatswillkür, dienen heute als rhetorische Gummiknüppel, um Abweichler zu disziplinieren und nationale Parlamente zum Abnickpopanz herabzustufen. „Unsere Demokratie“ ist zur Schablone verkommen, mit der man die Realität (und schlimme Parteien) wegfächelt: ein Europa, das Hypermoral predigt, aber im Zweifel lieber die eigene Macht pflegt als die Freiheit jener, in deren Namen sie beschworen wird.






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