Als sich die kommunistischen Parteigranden der Sowjetunion einst nicht auf einen Chef einigen konnten, haben sie mehrmals eine "kollektive Führung" ausgerufen und eine "Troika" eingesetzt, bis dann einer alle anderen eliminiert hat. Politisch oder auch physisch. Genau an dieses Rezept hält man sich jetzt in der SPÖ – mit zwei feinen Unterschieden: In der SPÖ sind jetzt nicht nur drei, sondern gleich fünf Personen in der Führungsriege, was man auf russisch als "Pjaterik", als Fünfergespann bezeichnen könnte. Ausgerechnet die einzigen zwei, die selbst sagten, dass sie gerne Parteichef wären, hat man jedoch außen vor gelassen. Zugleich will aber keiner der Fünf jetzt selbst Chef sein.






