Die österreichischen Medien haben einen kollektiven Akt zur Selbstbeschädigung und weiterer Reduktion ihrer Glaubwürdigkeit gesetzt. Der Großteil ihrer Chefredakteure hat in einem gemeinsamen Brief dagegen protestiert, dass beim Prozess im Klagenfurter Landesgericht gegen den islamischen Messerstecher von Villach die Reporter keine Laptops, Fotoapparate, Handys und andere elektronische Arbeitsgeräte in den Verhandlungssaal mitnehmen dürfen. Warum auch immer die Chefredakteure das so empört: Glauben sie, dadurch Leser und Seher zu verlieren? Können sie ohne Fotos aus dem Gerichtssaal die Blätter nicht füllen? Befürchten sie gar, dass die Gerichtssaalreporter nicht mehr zur Bedienung von Bleistift und Papier imstande sind?
| Autor: Heiko Heinisch, Nina H. Scholz und Gustav Gustenau
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Die ideologische Zielsetzung der Muslimbruderschaft, ihre Absicht ist seit ihrer Gründung klar konturiert und bemerkenswert konstant. Seit fast einem Jahrhundert verfolgt sie ein messianisch aufgeladenes Projekt, das in der Utopie einer islamischen Weltherrschaft kulminiert, die als Herrschaft Allahs auf Erden und die vollständige Unterwerfung aller Menschen unter seinen Willen verstanden wird.
Es ist geradezu unerträglich, wie von allen Seiten derzeit Stimmung gemacht wird, wer denn neuer ORF-Generaldirektor werden soll beziehungsweise, wer es nicht werden soll. Parteien wie Medien wie ORF-Belegschaft verlangen heuchlerisch, dass der Mann oder die Frau "unabhängig" sein soll, wobei keiner je definiert, was Unabhängigkeit eigentlich bedeuten soll. In Wahrheit hat jeder bei solchen Forderungen schmutzige Intentionen und meint in Wahrheit vor allem, nur der eigene Kandidat wäre unabhängig.
Vor Kurzem riefen Mitarbeiter des ORF die Aktion #nichtmituns ins Leben. Es sollte darauf aufmerksam gemacht werden, was es aus ihrer Sicht künftig in ihrem Unternehmen nicht mehr geben dürfe. Auf #nichtmituns folgt #mituns. In der nächsten Kampagne formulieren die ORF-Redakteure nun ihre Forderungen. Alles schön und gut. Jedoch: Was ist mit den Erwartungen von unzähligen, notgedrungenen Gebührenzahlern?
Donald Trump hat wie ein Jongleur viele Bälle in die Luft geworfen, sowohl innenpolitische wie auch außenpolitische – nun zeigt sich jedoch, dass er außerstande ist, sie alle wieder aufzufangen. Vor allem kann er das deshalb nicht, weil im Herbst Zwischenwahlen zum Kongress anstehen. Und da sind die Aussichten seiner (seiner?) Republikaner ohnedies schlecht. Da würde es wahrscheinlich gar keine herunterfallenden Jonglierbälle, keine schweren politischen Fehler mehr brauchen. Durch diese hat sich Trump aber endgültig in eine lahme Ente verwandelt, auch wenn er noch zweieinhalb Jahre im Amt ist.
Man muss schon eine bemerkenswert dekadente Zivilisation sein, um sich derart kunstvoll selbst zu verwirren. Während draußen die Weltgeschichte wieder Kapriolen schlägt, führt der Westen seinen bizarren Kulturkampf mit fest zugewiesenen Rollen. Rechts verdächtigt den Islam des finsteren Rückfalls ins Mittelalter; links verklärt ihn zur bunten Folklore des Widerstands gegen das weiße Patriarchat. Auf der einen Seite sieht man das Minarett als Belagerungsturm, auf der anderen als ethno-romantisches Weltkulturerbe – irgendwo zwischen Couscous, Bauchtanz und Alhambra.
Papst Leo hat seine erste Enzyklika veröffentlicht. Darin verlangt er eine moralische Kontrolle der Macht, die mit der Künstlichen intelligenz verbunden ist – das klingt zwar total notwendig, das ist aber illusorisch angesichts der Tatsache, dass China den USA beim KI-Rennen dicht auf den Fersen ist.
Die schwedische Außenministerin appelliert, auch alle Schiffe zu boykottieren, die russische Häfen angelaufen sind. Jedenfalls sei die russische Wirtschaft viel schwächer, als wir glauben. Nur der Golfkrieg hat ihr geholfen, aber sonst haben Russland die westlichen Sanktionen wie auch die Erfolge der Ukraine schwer geschadet.
Der frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig hat der SPD empfohlen, sich auch auf von der AfD tolerierte Minderheitsregierungen einzulassen.
Lange hat die US-Regierung den Export des höchstentwickelten Nvidia-Chips blockiert, dann endlich freigegeben - aber jetzt zwingt Peking die eigene Industrie, solche Chips selber zu entwickeln, statt sie zu kaufen.