Von den Sozialpartnern über die Medien bis zu allen Parteien: In Österreich herrscht seit Wochen Konsens, dass die Regierung alles tun müsse, um den global zweimal durch einen – gewiss nicht von Österreich verschuldeten – Kriegsausbruch in stolze Höhen katapultierten Ölpreis nicht oder nur stark abgemildert an den Tankstellen ankommen zu lassen. Das ist jedoch ein gewaltiger Unsinn, auch wenn man vorgibt, damit die Inflation einbremsen zu wollen.
Als "Der Zauberlehrling" vor über 200 Jahren geschrieben wurde konnte niemand ahnen, dass diese berühmte Zeile eines Tages wie ein Kommentar zur Künstlichen Intelligenz wirken würde. Und doch scheint genau das heute der Fall zu sein.
Jahrelang förderte das Auswärtige Amt eine Organisation, die enge Verbindungen zur Muslimbruderschaft unterhalten soll. Davon könnten auch syrische Terroristen profitiert haben.
Es ist der nächste Skandal rund um die Korruptionsstaatsanwaltschaft WKStA. Denn das angebliche Delikt eines Politikers – natürlich wie immer ist es einer rechts der Mitte –, für das jetzt endlich ein Prozess vor einem Richter stattfindet, liegt nicht weniger als sieben Jahre zurück. Es ist völlig unklar, warum das so lange gedauert hat. Denn es gab in der ganzen Causa keinerlei Notwendigkeiten komplizierter Kontoöffnungen oder Erhebungen im Ausland. Es gibt vielmehr einen recht einfachen Sachverhalt – dessen Strafbarkeit freilich extrem fragwürdig ist.
Die meisten Deutschen und Österreicher hätten kein Problem damit, sich in der Rolle des Fußballnationaltrainers zu sehen. Viele halten sich für Experten auf diesem Gebiet. Das Wissen um den Fußballsport scheint hierzulande kulturell tief verwurzelt zu sein. Gänzlich anders verhält es sich mit dem Wissen um ökonomische Zusammenhänge. Hier zeigen Studien wie die 2024 für Deutschland vom "Forum New Economy" repräsentativ durchgeführten, dass wirtschaftliche Fragen für viele Menschen schwer einzuordnen sind und dementsprechende Unsicherheiten auslösen.
Die Falschen bekommen die Kinder. Wer das ausspricht, gilt als zynisch, herzlos, hart. Wer diese These offen diskutieren will, wird aus der Debatte ausgegrenzt. Zum Schaden aller.
Wenn ein Papst eine Enzyklika zu einem aktuellen gesellschaftspolitischen oder ökonomischen Thema schreibt, dann ist die Gefahr groß, dass da dann oft der linke Strukturkonservativismus durchkommt, der ja auch in der Kirche viele Sympathisanten hat, also die Angst vor jeder neuen Entwicklung. Denn die meisten Menschen haben sich ja a priori einmal immer vor allem Neuen gefürchtet und die schrecklichsten Auswirkungen prophezeit, ob das nun die Dampfmaschine gewesen ist, die Eisenbahn, der Buchdruck, das Auto, das Kino, das Radio, das Fernsehen oder der Computer. Umso erfreulicher ist, dass das bei Papst Leos Text zur Künstlichen Intelligenz höchstens am Rande der Fall ist.
Die alten Eliten, Aristokraten, Intellektuelle, Kleriker, Literaten usw., waren immer Kritiker des Kapitalismus. Exzellente Studie zum Geld, zur Marktwirtschaft und zur bösen Rolle der Staaten.
In Österreich sind wir es schon seit längerem gewohnt. Geschichte wird parteipolitisch benützt und gleichsam häppchenweise für politische Manöver aus der "Mottenkiste" hervorgeholt. Das Karl-Lueger-Denkmal wurde derart zum Reibebaum hochstilisiert, sodass sich schließlich mehr Künstler und Ideologen daran abarbeiteten als Historiker. Es fällt auf, dass das Lueger-Denkmal gar nicht so sehr von linken Historikern kritisiert wurde, sondern vielmehr von Lokalpolitikern, Kunstschaffenden und Studenten.