Es war ein Schock auch für den österreichische Zuhörer, als in einer deutschen Talk-Runde eine der Wirtschaftsweisen davon sprach, dass Deutschland das Triple-A zu verlieren droht, dass es also für seine Schulden deutlich mehr zahlen wird müssen. Jetzt also auch Deutschland, nachdem Österreich schon seit einigen Jahren nicht mehr die Bestnote hat, also mehr für seine Kreditaufnahmen zahlen muss, weil es seit vielen Jahren über seine Verhältnisse lebt.
Trump und seine Begleiter mussten aus Sicherheitsgründen sämtliche Gastgeschenke, Telefone, Anmeldeinformationen vor Besteigen der Air Force One in einen Korb werfen.
Zusammen mit dem LGBTQ-Song-Contest ist der Pilnacek-Untersuchungsausschuss zweifellos nicht nur der größte Flop des Jahres, sondern auch eine vor den entsetzten Augen aller Österreicher stattfindende Steuergeld-Verbrennungsaktion. Seine Ergebnislosigkeit entspricht dem "Ergebnis" auch der meisten früheren Untersuchungsausschüsse (außer man sieht die später dann vor Gericht peinlich gescheiterte Strafanzeige der Neos gegen Sebastian Kurz wegen angeblicher Falschaussage als einen "Erfolg" an). Solche öffentlichen Sinnlos-Ausschüsse führen in Summe zu einem großen Schaden für die Demokratie.
Einen Internetangriff durch russische Hacker auf mehrere österreichische Ziele in Zusammenhang mit dem Song-Contest meldet diese Webseite, allerdings ohne Quellenangabe.
Erstens, weil Russland wahrscheinlich zur Ablenkung in Europa angreifen wird, und zweitens weil China im Falle eines Sieges dann die globale Chipproduktion in Händen hielte.
Österreich leistet sich ein Gesundheitssystem wie ein Barockschloss: reich verziert, teuer im Unterhalt – und dahinter erstaunlich viel Leerlauf. Man zählt die Betten wie früher Adelstitel, hält sich Spitäler wie Devotionalien und verwechselt Dichte mit Qualität. Das Resultat ist eine kuriose Gleichzeitigkeit: viele Häuser, viele Ärzte – und dennoch viele Dauerkranke, endlose Wartezeiten und jede Menge Ratlosigkeit.
Unglaublich Ärgerliches passiert ständig in der Politik in Österreich, in Europa und in der Welt, wie man in den letzten Stunden und Tagen erst wieder mit Schaudern hat beobachten müssen. Wobei aber die Welt der Medien, des Sports, der Wissenschaft und der Kultur bei den negativen Entwicklungen heftig mitmachen.
Ein gerichtsanhängiger Fall in Salzburg führt soeben zu heftigen Diskussionen darüber, wie weit jemand gehen darf, um sein Leben und sein Eigentum zu schützen. Nachdem ein Einbrecher vom Einbruchsopfer auf frischer Tat ertappt und erschossen wurde, stand der Schütze nun wegen Mordes vor dem Geschworenengericht. Am Nachmittag des 11. Mai erging nach stundelanger Beratung der acht Geschworenen das Urteil: Freispruch. Es war demnach Notwehr – kein Mord.
Schon sprachlich bedeuten beide das Gleiche, hat der ÖVP-Abgeordnete schon vor ein paar Jahren herausgearbeitet, samt ein paar interessanten Überlegungen zu einer Verbesserung der Untersuchungsausschüsse.
Genau 70 Jahre ist es her, dass Friedrich Dürrenmatt eines der klügsten Theaterstücke geschrieben hat. Eine alte Dame besucht ihr einstiges Heimatdorf und bietet eine Milliarde für die Ermordung ihres ehemaligen Liebhabers, der sie sitzengelassen hat, als sie von ihm schwanger geworden war. Zuerst wird ihr Vorschlag empört abgelehnt, dann aber wird der Mann von den Dorfbewohnern aus Geldgier ermordet. Dieser "Besuch der alten Dame" und sein Einblick in den menschlichen Charakter kommen einem am Ende des Besuches von Donald Trump in Peking unwillkürlich in den Sinn – nur ist in diesem Fall nicht der Besucher jener Akteur, der ein widerliches Angebot macht, sondern er ist vielmehr jener, dem es gemacht wird. Und der es allen Anzeichen zufolge voller Geldgier annimmt.