In den falschen Gewässern haben Sie das Wasser trüb gemacht, Herr Minister. Das einst verstaubte Image des altsprachlichen Unterrichts hat Sie wohl vergessen lassen, dass eine Vielzahl junger und engagierter Kollegen dieses Fach studiert und unterrichtet. Diese Menge hat die Kunst der Rhetorik nicht in einem NLP-Seminar erlernt, sondern sie stillt ihren Wissensdurst tagtäglich an der Quelle europäischer Redegewandtheit. Innerhalb kürzester Zeit haben sich gerade die jungen Kollegen für ihr Fach stark gemacht und die klaffenden argumentativen Lücken dieser "Deform" entlarvt. Videos, Texte, Bilder sind im Umlauf, eigene Instagram-Accounts wurden ins Leben gerufen; unser Zusammenhalt ist so stark wie noch nie.
Australien meldet rapide Zunahme der Verletzungen vor allem unter Jugendlichen und hat deshalb strenge Beschränkungen der E-Bikes verordnet - die aber oft umgangen werden.
Französische Umfrage unter 15- bis 17-Jährigen: 76 Prozent der praktizierenden Katholiken und 92 Prozent dfer Muslime lehnen jegliche Kritik an den Religionen ab. 28 Prozent halten den Geschlechtswechsel für inakzeptabel. diese Zahl steigt bei den Muslimen auf 57. Die Hälfte der Muslime ist gegen gleichgeschlechtliche Liebesbeziehungen, verglichen mit nur 13 Prozent für den Rest der befragten Jugendlichen.44 Prozent jener Jugendlichen, die politisch interessiert sind, betrachten sich als links, gegenüber 54 Prozent im Jahr 1994, so das Meinungsforschungsinstitut. Nur 36 Prozent der jungen Männer stehen links, gegenüber 53 Prozent der Mädchen.
Unsere Welt im Umbruch, wie sie von Kanadas Premierminister in Davos skizziert worden ist, eröffnet neue aber auch alte Szenarien, wie sich diese gestalten könnten. Die Absicht, sich andere Länder zu kaufen oder unter den Nagel zu reißen, wie Trump dies im Falle von Kanada und Grönland vorhatte, ist keineswegs neu, besonders vonseiten der USA.
Jahrzehntelang war Italien fast ein Synonym für den kranken Mann Europas. Heute ist es ein Land, das immer öfter als Vorbild gehandelt wird. Die brillante wie schwungvolle, moderne wie kulturbewusste, witzige, auch selbstironische Eröffnung der Olympischen Winterspiele kann gleichsam als äußeres Zeichen dieses Erfolges gewertet werden. Dies gilt auch für die Tatsache, dass zwischen Mailand und Cortina bis zum letzten Moment große und typisch italienische Konfusion geherrscht hat. Dass aber schließlich alles rechtzeitig gepasst hat.
Die Entfernung zwischen Minneapolis und Wien ist mit 7692 Kilometern weit mehr als doppelt so groß wie die zwischen Teheran und Wien (3178). Dennoch erregen zwei Todesfälle in der amerikanischen Doppelstadt Medien und Politik in Österreich und anderen europäischen Ländern viel mehr als 15.000 bis 43.000 Todesfälle in Iran. Schon finden in Europa erste Demonstrationen wegen der beiden Toten statt. Schon wird der Boykott der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft in den USA gefordert. Schon erregen sich Schlagersänger bei irgendeiner (von den hiesigen Medien groß gebrachten) Preisverleihung lautstark über Minneapolis. Die iranischen Toten erregen hingegen fast nur die iranische Exil-Gemeinde. Dabei sind die Toten da wie dort Opfer staatlicher Waffenträger geworden, deren Handlungen man auch als Morde bezeichnen kann. Woher kommt dann der krasse Unterschied in den Reaktionen?
Es ist das häufigste Argument, das gegen eine Abschiebung der illegalen Migranten über Straftäter hinaus vorgebracht wird: Wir würden sie angesichts der Überalterung, angesichts des Fehlens viele Fachkräfte dringend als Arbeitskräfte brauchen. Kaum wird das Thema Abschiebung – sei es in die Heimatstaaten, sei es in Lager in Drittstaaten etwa in Ruanda oder Albanien – diskutiert, präsentiert der ORF einen Gastwirt, der ohne einen treuherzig in die Kamera blickenden Migranten niemanden mehr hätte, der die Teller abwäscht. Nun kann es überhaupt keinen Zweifel geben, dass Gasthäuser und viele andere Unternehmen im Zeitalter des Arbeitskräftemangels tatsächlich oft über solche Mitarbeiter froh sind. Man darf deren Sorgen keinesfalls vom Tisch wischen, die Wirtschaft braucht wirklich dringend mehr Mitarbeiter. Dabei gäbe es eine klare Lösung für dieses Dilemma.
Endlich hat sich das Recht doch noch durchgesetzt: Derdiedas "nichtbinäre" deutsche Maja T. ist in Budapest trotz heftiger Proteste der europäischen Linken zu acht Jahren Strafhaft verurteilt worden, weil er einst in Ungarn eine Gruppe angeblicher Rechter zusammen mit einigen anderen Tätern angegriffen und schwerst verletzt hatte.
Nicht nur in den europäischen NATO-Staaten, sondern auch im neutralen Österreich ist seit Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine vielen klar geworden, dass es deutlich größerer Anstrengungen für die militärische Landesverteidigung bedarf. Mit der Beschaffung von Waffen, Munition und Gerätschaften alleine ist es dabei nicht getan. Es braucht auch das zur Bedienung des Materials geeignete, gut ausgebildete Personal. In Ländern mit bestehender "Wehrpflicht" ist die Frage einer Ausdehnung derselben so gut wie unvermeidlich.
Innenminister Gerhard Karner hat zuletzt sehr laut einen Rückgang der Zahlen neuer Asylwerber bejubelt. Dieser Rückgang ist erfreulich, wenn auch zweifellos weitgehend auf die Entwicklung in Syrien zurückzuführen – gleichzeitig darf man nicht vergessen, dass die früheren Asylwerber alle noch da sind. Diese Entwicklung müsste jetzt eigentlich zu klaren weiteren Maßnahmen führen, die aber fehlen. Es gibt jedoch noch einen zweiten Grund, skeptisch gegenüber dem Innenminister zu werden.