Die italienisch-amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin Mariana Mazzucato stellt in ihrem Buch "Das Kapital des Staates" die These auf, dass – entgegen einer ihrer Meinung nach populären Fehleinschätzung – es der Staat ist, der die Hand an der Wiege entscheidender Entwicklungen und Erfindungen hat und nicht privates Kapital. Als Beispiele nennt sie das Internet, GPS und die Entwicklung von Mikroprozessoren. Zur Begründung führt sie die hohen Anfangsinvestitionen und einen vielfach schwer abschätzbaren Zeitaufwand bis zur Erreichung der Profitabilitätslinie an, was private Unternehmer und Geldgeber grundsätzlich abschreckt. In der Tat zählt die Grundlagenforschung bis heute nicht zu den Kernkompetenzen von Kapitalisten.
Die Angst vor einem Wahlsieg der rechten Le-Pen-Partei in Frankreich dürfte die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, zu einem vorzeitigen Rücktritt motivieren, damit noch rechtzeitig eine Nachfolge bestellt werden kann.
Manche Jugendliche spielen eine Art Religionspolizei: Der Fastenmonat wird von einigen männlichen Jugendlichen mißbraucht, um Männlichkeit als Demonstration körperlicher Härte, Durchhaltevermögen und vermeintlicher religiöser Überlegenheit zu inszenieren.
… am ehesten ein südafrikanisch-kanadisch-US-amerikanisches Genie, das Russland an der Ukraine-Front in große Nöte gebracht hat. Das ist gleich in mehrerlei Hinsicht erfreulich, nicht nur deshalb, weil es den Freiheitskampf der Ukraine unabhängiger macht von Donald Trumps in Wahrheit egoistischem Verlangen nach Selbstaufgabe und sklavischer Unterwerfung der Ukraine unter Russland. Nicht nur deshalb, weil der Freiheitskampf der Ukraine nicht mehr ganz von der gut gemeinten, aber zögerlichen und waffentechnisch unzureichenden Unterstützung durch die EU abhängig sein dürfte. Nicht nur deshalb, weil damit auch die infame Packelei der Rechtspopulisten mit Russland (die derzeit in Europa auf dem Siegeszug sind, weil sie in vielen anderen Dingen einfach Recht haben) ins Leere geht.
Wieder einmal spielte der schon von den Wiener Festwochen sattsam bekannte Aktivist Milo Rau Ersatzjustiz und veranstaltete einen Prozess über das geplante Verbot der AfD.
Das Wiener Burgtheater reißt ohne echte Begründung ein großes Loch ins Staatsbudget. Macht es doch Theater gegen und nicht für das Publikum (ganz zum Unterschied von Staatsoper und – zumindest bis vor zwei Jahren – Volksoper). Diesbezüglich sind wir freilich schon seit längerem leidgewöhnt. Aber jetzt macht sich das Burgtheater auch noch dadurch absolut lächerlich, dass es zeigt, wie völlig ahnungslos es in Sachen Bildung und Geschichte ist. Freilich, was soll‘s: Der für die Bundestheater zuständige und viel Steuergeld dort hinlenkende Minister heißt Andreas Babler. Und dessen Bezugsprobleme zu Bildung und Geschichte sind ja schon österreichweit sprichwörtlich geworden.
Wie lange lassen sich die angeblich liberalen NEOS-Mitglieder das noch gefallen? Jetzt hat er nämlich tatsächlich nachgelegt, der österreichische Unterrichtsminister, und knallte die urmarxistische Forderung nach der Gesamtschule zur Zwangsversumperung der Begabten auf den Tisch. Der NEOS-Politiker Christoph Wiederkehr positioniert sich nun regelmäßig links von Vizekanzler Andreas Babler, den die "Kronen Zeitung" bekanntlich täglich mit dem Zusatz "linkslinker" Sozialdemokrat versieht.
In den letzten Stunden kommt man leider gar nicht heraus aus mehr als berechtigtem Ärger über Parteien und Institutionen, die man – mehr oder weniger lang – für seriös gehalten hat. Und über unsere Mainstream-Medien, die allesamt die jeweiligen, eigentlich in aller Öffentlichkeit geschehenen Anlässe zum Zorn übersehen oder ignoriert haben.
Die österreichische Linke hat ähnlich wie ihre Genossen in anderen Ländern den Kampf um die Herzen der Bürger verloren, den Kampf darum, ein sinnvolles Angebot für Gegenwart und Zukunft darzustellen. Deshalb sind die Sozialisten in anderen Ländern sogar schon ganz aus den Parlamenten geflogen. Deshalb grundelt die einst absolut regierende SPÖ heute bei 18 Prozent und die ihrem Schoß entsprungenen Grünen bei weiteren 10 Prozent herum. Aber dafür hat die Linke einen anderen Kampf auf ganzer Linie gewonnen.