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Die armen Selbständigen

Lesezeit: 2:30

Wie recht hat die Gewerkschaft der Privatangestellten doch mit ihren Klagen. Sie vergisst dabei allerdings das wichtigste Detail: die Ursachen des beklagten Missstands.

Die GPA hat errechnet, dass binnen fünf Jahren der Anteil der Selbständigen an den Erwerbstätigen von acht auf elf Prozent gestiegen ist. Das ist gewaltig. Das ist nicht nur für die Gewerkschaft schlimm, weil Selbständige nicht mehr zahlendes Mitglied bei ihr sind, und weil die eng verschwisterte Arbeiterkammer Selbständigen nicht mehr einen Teil des Lohnes zwangsabknöpfen kann.

Das ist aber auch für die Betroffenen problematisch. Denn die meisten sind nicht aus Begeisterung für die Chancen und Herausforderungen in eine selbständige Existenz gegangen. Sondern weil sie nirgendwo (mehr) einen Job als Angestellte gefunden haben. Laut Gewerkschaftsberechnung verdienen diese neuen Selbständigen weniger als 9000 Euro. Pro Jahr.

Gewiss, da sind manche dabei, die mit Schwarzarbeit in Wahrheit mehr verdienen, oder die nur neben der Hausarbeit auch selbständig werken. Den meisten aber geht es wirklich schlecht.

Was aber sind die Ursachen dieses massiven Trends? Das ist einmal die Politik der Regierung und EU, die seit Jahren jedes nennenswerte Wachstum verhindert. Ständig neue steuerliche Schikanen, neue Vorschriften, Regeln und Verantwortungen, immer strengere Regeln für Krediterhalt, ständig heftigere Hatz durch Politik und Medien auf jedes Unternehmertum. Völlig logisch, dass da kaum noch irgendwer Lust hat zu investieren, dass die begabtesten jungen Köpfe und potenziellen Start-Up-Unternehmer ins Ausland gehen. Die immer häufigeren Plakate „Büroraum frei“ sprechen Bände.

Aber genauso schuld sind die Gewerkschaften durch ihre Lohnpolitik. Die österreichischen Kollektivverträge sind in den Jahren nach Ausbruch der Finanzkrise deutlich schneller teurer geworden als die fast aller anderen Länder. Besonders ältere Arbeitskräfte werden dadurch immer öfter unerschwinglich. Diverse Formen einer Mindestlohnregelung wirken sich noch stärker arbeitsplatzvernichtend aus.

Aber das alles begreift die Gewerkschaft nicht. Daher ist sie auch zu keiner Gewissenserforschung imstande. Sie jagt jetzt vielmehr die Gebietskrankenkassen aus, um einige Selbständige in ein Arbeitsverhältnis hineinpressen zu können. Da das aber fast immer gegen Willen und Möglichkeiten der Unternehmen erfolgt, hat das eine logische Konsequenz: Die in eine Anstellung hineingepressten Ex-Selbständigen verlieren mit hoher Wahrscheinlichkeit bald danach wieder diesen Job – und dann auch gleich den Umsatz, den sie davor mit dem von der Krankenkassa vergewaltigten Unternehmen erzielt haben. Dann werden halt aus den Ex-Selbständigen und Kurzzeit-Angestellten Kunden des AMS, die der Allgemeinheit auf der Tasche liegen.

Das schadet letztlich allen. Das ist eine der vielen Folgen der abenteuerlichen Dummheit von Gewerkschaft und Krankenkassen, unter der Österreich immer mehr leidet.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    14. April 2016 08:17

    Nicht nur die Dummheit von Gewerkschaft und Krankenkassen sind am Elend der Selbstständigen schuld, sondern in erster Linie sind das die Politiker, die mit irrsinnigen
    Gesetzen und Vorschriften einem das Selbstständigsein verleiden.
    Jeder Gewerbetreibende ist ständig mit Verwaltungssachen beschäftigt, die ihn an der eigentlichen Tätigkeit hindert, abgesehen davon das man immer mit einem Fuß im Kriminal steht, da man alle Regeln gar nicht kennt, oder sie lassen sich in der Praxis nicht durchführen.
    Federführend bei dieser Gesetzesorgie sind die Grüninen, mit Genuß durchgeführt von der roten Brut, und nicht verteidigt von den schwarzen Umfallern.

  2. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    14. April 2016 09:24

    Das Krebsgeschwür unseres Staates sind die unkontrolliert wuchernden Ausgaben.

    Jeder von uns kennt jemanden, der mit Mindestsicherung, Heizzuschüssen, Kindergeld, Mietzuschüssen und anderen Geldern gut über die Runden kommt.

    Jetzt kommen die Schatzsuchenden aus Afrika und die unheiligen dreimillionen Könige aus dem Morgenland dazu. Seit Jahren wird über eine Transparenzdatenbank geredet. Sie wäre leicht umzusetzen. Wir würden alle aus dem Staunen nicht mehr rausnehmen, wenn wir sehen könnten, in welche Löcher die Milliarden da versichern.

    Das Grundübel ist ideologischer Natur:
    Wohlhabend = räuberisch = böse;
    Arm = empfangsberechtigt = gut.

    Subsidiaritätsprinzip? Das haben unsere Gießkannenpoöitiker offenbar noch nie gehört. Also plündern sie weiter und beschimpfen auch noch ihre Opfer.

  3. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. April 2016 10:41

    Ich bin bei drei Sozialversicherungen zwangsversichert, obwohl eine reichen würde.

    Erklärung eines befreundeten Politikers und Kammerfunktionärs:
    Da kann man nichts machen, das ist nun mal Gesetz.
    Ich bin überzeugt, dass der die Missstände im ORF auch zum "Da-kann-man-nichts-machen-Gesetz erheben würde."
    Jaja diese Kammern, die Hüter der Kleinkariertheit und Unterdrückung der Freiheit.

    Man greift sich auf den Kopf! Es ist Gesetz, daher kann man nichts machen.
    Das hat mich aus der schwarzen Ecke direkt in die blaue katapultiert.
    Da kann man nichts machen, Herr Kammerfunktionär, das ist nun mal das Gesetz der Notwehr.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. April 2016 10:18

    Ja, da ist der Wurm drinnen, der 'Sozialwurm' (sozialistische Wurm, linke Wurm), der 'Selbstdedienungswurm', der 'Denuntiationswurm', der 'Ideologiewurm', der 'Dummheitswurm', ... der 'Gewerkschaftswurm', der 'Krankenkassenwurm', der 'Steuerwurm', der 'Bürokratiewurm', der 'Verwaltungswurm', der 'Freunderlwirtschaftswurm', ...

    Würmer, bis der Wirt gestorben ist.

    Ich würde das mit 'Schmarotzergesindel' bezeichnen, wobei die GrünInnen und RotInnen da federführend zeichnen und die SchwarzInnen wegen dem 'Selbstbedienungswurm' da auch mitmachen.

    Ein furchtbares Gewürm haben wir uns da naiv gedankenlos oder traditionell gewählt oder uns medial propagandistisch gutmenschlich aufschwatzen lassen, statt selber nachzudenken.

    Die FPÖ macht es richtig, sie steht auf der Seite der KMUs, sind aber die einzigen, die das richtig im real gelebten Programm haben.

  5. Ausgezeichneter KommentatorAbaelaard
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. April 2016 08:12

    Nun die angeblich hohen Löhne kann ich in meinem Umfeld nicht erkennen wobei ich die Nettolöhne meine. Eine Arbeitspartie eines Unternehmens , ich vergebe keine Schwarzarbeit, welche mir das Dach meines Hauses in kürzester Zeit total erneuerte wurde von mir über ihren Lohn befragt: " Na so 1300 Euro bekommen wir schon". Bei dieser Antwort sagte ich nichts mehr, diese wahrhaft fleißigen Leute sind UNTERBEZAHLT. Die Lohnnebenkosten sind einfach zu hoch, die müssen nämlich noch täglich viele Kilometer zur Arbeitsstelle mit ihrem eigenen Auto fahren. Vom Schreibtisch zuhause über " hohe " Löhne zu monieren ist reichlich kurz gedacht. Dies eine Beispiel steht für unendlich viele. Wenn man anfängt den Unselbstständigen den sauer verdienten Lohn zu neiden dann ist das auch ein Zeichen des gesellschaftlichen Verfalls. Bitte nicht wundern wenn der Zug in eine andere Richtung abfährt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. April 2016 11:00

    Ein Schuldiger wurde offenbar nicht ausgemacht - klar, das sind so Dinge, die man nur dann weiss, wenn sie in der unmittelbaren Umgebung passieren und so.
    Das AMS versucht natürlich mit allen Mitteln ältere Arbeitslose, so ab Anfang 40, loszuwerden und insbesondere Frauen wird dann geraten, sich als "Energetikerin" usw. selbständig zu machen. Keiner bekommt allerdings dafür das nötige Rüstzeug mit, klar, einen Kurs darf man vielleicht besuchen, da lernt man dann die
    Energiearbeit oder wie man das nennt, aber wie man zu Kunden kommt. wie man als Selbständiger seinen Umsatz in die Höhe treibt, dass man auch wirklich davon leben kann, wie man die horrenden Kosten bei der Selbständigenversicherung bezahlt, es sagt einem da auch keiner, dass man dann bei der Krankenkasse einen Selbstbehalt zu berappen hat, etc.etc. Hauptsache, die Arbeitslosen sind aus der Statistik verschwunden, wenn sie dann als Selbständige Konkurs anmelden müssen, der mangels Masse nicht durchgeführt werden kann, wem interessiert's???

  7. Ausgezeichneter Kommentatorharo
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    14. April 2016 09:44

    Dass binnen fünf Jahren der Anteil der Selbständigen an den Erwerbstätigen von acht auf elf Prozent gestiegen ist, könnte wohl auch an der exzessiven Zunahme von Kebapständen, Pizzalieferanten, Handyshops, Laufhäusern ... liegen. Sehr interessant wäre die Höhe der Steuern und Beiträge die diese abliefern bzw. nicht abliefern.

alle Kommentare

  1. Peter Matzenberger (kein Partner)
    17. April 2016 11:35

    Allein mit den mehr als 7 0 0 (siebenhundert) Kollektivverträgen rechtfertigen deren Verwalter - ÖGB und WKO deren eigene Existenz.

    Hier sollte mit eisernem Besen ausgemistet werden. Es kennen sich nicht einmal mehr Experten - Steuerberater, Rechtsanwälte, WKO, AK - aus, welcher Dienstnehmer in welchen KV einzuordnen ist.

    Und der Unternehmer darf dann alles ausbaden . . . sprich zahlen!

  2. BHB (kein Partner)
    16. April 2016 23:19

    Endlich wieder ein Blog zum Thema Beschäftigung von AU, großteils hat er auch die richtigen Ursachen auch zur hohen Arbeitslosigkeit ,angesprochen.
    Zuviele KVs gibt es in der Tat, wozu werden z.b.: IT-Techniker in einer Firma im Handel anders entlohnt als IT-Techniker im Metall-Gewerbe?
    Ist ein ITler einer Supermarktkette weniger wert als bei der VOEST?
    Es sollte einheitliche KVs für den ausübenden Beruf, nicht die Branche des Arbeitgebers geben oder wir führen generell Einheits-KVs an bzw. reduzieren die vielen Hundert auf maximsl ein Dutzend. Alles andere ist ungerecht!

  3. fxs (kein Partner)
    16. April 2016 19:59

    Gott sei Dank gibt es für alles eine Statistik. Für Lohnkosten und Löhne sogar eine des Statischen Zentralamtes. Den Link kann ich hier leider nicht angeben. Man kann aber googeln.
    Fairerweise muss man hoier erwähnen, dass die Netto-Einkommen der Lohnempfänger sich inflationsbereinigt seit 1995 kaum verändert haben. Betrug 1995 dasinflationsbereigte Nettoeinkommen 94,8% des Nettoeinkommens von 2010, so ist nach einem Zwischenhoch 2009 mit 100,9% des Einkommens von 2010 inzwischen das Nettoeinkommen wieder auf 98,2% des Wertes von 2010 gefallen. (alles inflationsbereigt). Ganz anders sieht es jedoch mit den Lohnaufwendungen der Arbeitgeber aus. Betrugen diese 1995 89,9% der Aufwenbdunbgen im

    • fxs (kein Partner)
      16. April 2016 20:10

      im Referenzjahr, so betrugen sie 2014 bereits 158,6% der Aufwendungen im Referenzjahr, was einer Steigerung um über 76% entspricht. Das Statistische Zentralamt weist auch aus, wohin die Differenz gegangen ist: Die Sozialbeiträge der Arbeotgeber verdoppelten sich im Beobachtungszeitraum fast von 15,8 auf 28,0 Mrd Euro, Den Arbeitnehmern wurden ebenfalls Sozialbeiträge abgezapft, diese stiegen von 1995 bis 2014 von 11,2 auf 19,9 Mrd Euro. Nicht zu vergessen die Lohnsteuer, die progressionsbedingt von 9,4 Mrd € 1995 auf 20,9 Mrd€ 2014 stiegt.
      Wenn die Gewerkschaft sich Sorgen um das Einkommen ihrer Mitglieder macht, liegt sie zweifelsohne richtig. Allerdings liegt sie falsch darin für die Stagnation dieser Einkommen die Arbeitgeber verantwortlich zu machen.

  4. daLUPO (kein Partner)
    16. April 2016 12:50

    Da kassiert ja der Blecha mit 14.000.- im Monat mehr Pension.

    Ich wüsste aber nicht was der getan hat.

  5. Knut (kein Partner)
    16. April 2016 08:03

    Der selbständige Mensch muss doch ein Dorn im Fleisch einer jeden Parteidiktatur sein.

    Ziel ist die Versklavung und das finanzielle Abhängig-sein eines Großteils der Bevölkerung - also des gemeinen Wahlschafes. Und da kann man nicht immer noch mehr Menschen brauchen, die ihr eigener Chef sind und auch noch selbständig denken können.

    So sind auch Schulmodelle Teil des Unterdrückungsapparats, wo das Bildungs-Niveau allgemein runtergeschraubt werden kann und schon ein einzelner fauler Apfel die ganze Kiste (Klasse) anstecken kann.

    Und die zwischenzeitlich enorme Steuerbelastung sorgt dafür, dass der Staatssklave nicht zu viel Geld in der Tasche hat und auch noch übermütig wird.

  6. kritikos
    14. April 2016 22:17

    Dass die Gewerkschaften und die "verschwisterte" (c. r. AU) Arbeiterkammer keinen staatsmännischen Weitblick haben, sondern nur partikulär denken können, ist bekannt. Seit jeher. Dass sich keine Partei dagegenstemmt ist noch ärgerlicher und leider auch schon immer so. Eine Thatcher täten wir brauchen. Oder zumindest Politiker mit Einfluss, die die Behinderungen für Selbständige reduzieren. Geht auch nicht. Der generelle Abwärtstrend geht aber.

  7. Undine
    14. April 2016 13:05

    OT---aber genauso "spannend" stelle ich mir Khols Wahlkampfreden vor:

    "Neuer Innenminister Wolfgang Sobotka schlief bei Khol-Wahlkampfrede ein"

    https://www.unzensuriert.at/content/0020513-Neuer-Innenminister-Wolfgang-Sobotka-schlief-bei-Khol-Wahlkampfrede-ein?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

  8. Undine
    14. April 2016 13:02

    OT---aber wieder einmal zeigt sich deutlich, daß zwischen den verträumten und irrationalen Vorstellungen der Gutmenschen, alle Ausländer/Moslems seien gut und edel, nichts dran ist---im Gegenteil:

    "Nach Sexübergriff durch Asylwerber - Stadt Hollabrunn wirft Flüchtlinge wieder hinaus"

    https://www.unzensuriert.at/content/0020509-Nach-Sexuebergriff-durch-Asylwerber-Stadt-Hollabrunn-wirft-Fluechtlinge-wieder?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

  9. Helmut Oswald
    14. April 2016 12:55

    Selbständige sind primär Hassobjekte linksgrüner Gesellschaftspolitik. Wenn die Produktionsmittel vergesellschaftet werden sollen dann sind Selbständige überflüssig bzw störend. Die könnten ja etwas zusammenbringen und damit mehr haben als die Ideologen unter den Bürokraten (also Lehrer, Journalisten, Staatsbeamte und hauptamtliche Parteimitglieder beliebiger Umverteilungsparteien). Schnell wegnehmen, am besten dreimal hintereinander (Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Erbschaftsteuer). Merke 'Eigentum ist Diebstahl'.
    Die Selbständigen müssen erst lernen, daß auch sie einen gewissen Teil ihrer Erwerbskraft in die politische Daseinsvorsorge investieren müssen. SIe sollten 5 % ihrer Zeit, ihres Geldes, ihrer Tatkraft in die politische Selbstbehauptung stecken. Statt 90 % ihrer Steuern postkommunistischen linken Parasiten vorne und hinten hineinzuschieben, die ständig etwas von sozialer Gerechtigkeit daherfaseln. Auch hier gehört differenziert: die linksgrünen Vertreter der Morgenthau Fraktion, die uns jahrzehntelang wissen lassen haben, daß sie auf das 'Vaterland sch..n' müssen von selbigem sofort auf Null trockengelegt werden. Schließlich brauchen Sie's ohnehin nicht, wie tagtäglich auf das Deutlichste verkündet. Aber dazu braucht man natürlich Mumm in den Knochen. Mal sehen, ob die F wieder wie beim letzten Mal sich neuerlich in die Hosen machen und dem ganzen linksgedrehten Afterkünstlerpack die Förderungen belassen, damit die für Randale durchgefüttert werden können. Dann sind sie nämlich auch nur blau gefärbte Schwarze. Die braucht keiner.

  10. Ingrid Bittner
    14. April 2016 11:00

    Ein Schuldiger wurde offenbar nicht ausgemacht - klar, das sind so Dinge, die man nur dann weiss, wenn sie in der unmittelbaren Umgebung passieren und so.
    Das AMS versucht natürlich mit allen Mitteln ältere Arbeitslose, so ab Anfang 40, loszuwerden und insbesondere Frauen wird dann geraten, sich als "Energetikerin" usw. selbständig zu machen. Keiner bekommt allerdings dafür das nötige Rüstzeug mit, klar, einen Kurs darf man vielleicht besuchen, da lernt man dann die
    Energiearbeit oder wie man das nennt, aber wie man zu Kunden kommt. wie man als Selbständiger seinen Umsatz in die Höhe treibt, dass man auch wirklich davon leben kann, wie man die horrenden Kosten bei der Selbständigenversicherung bezahlt, es sagt einem da auch keiner, dass man dann bei der Krankenkasse einen Selbstbehalt zu berappen hat, etc.etc. Hauptsache, die Arbeitslosen sind aus der Statistik verschwunden, wenn sie dann als Selbständige Konkurs anmelden müssen, der mangels Masse nicht durchgeführt werden kann, wem interessiert's???

    • Christian Daubal (kein Partner)
      16. April 2016 06:12

      Sehr geehrter Frau Bittner,

      Selbständig zu sein kann man auch nicht auf einem Kurs lernen, es funktioniert oder eben nicht. Die Unternehmerprüfung ist ein gutes Rüstzeug für das ganze drummherum, aber die Kunden kann man sich nur selber suchen, das muss sich jede(r) seine Strategie suchen.

      Geht der Unternehmer in Konkurs ist er bald wieder beim AMS, insofern ist es sinnlos, Menschen in die Selbständigkeit zu drängen, die das gar nicht wollen.

  11. Sandwalk
    14. April 2016 10:41

    Ich bin bei drei Sozialversicherungen zwangsversichert, obwohl eine reichen würde.

    Erklärung eines befreundeten Politikers und Kammerfunktionärs:
    Da kann man nichts machen, das ist nun mal Gesetz.
    Ich bin überzeugt, dass der die Missstände im ORF auch zum "Da-kann-man-nichts-machen-Gesetz erheben würde."
    Jaja diese Kammern, die Hüter der Kleinkariertheit und Unterdrückung der Freiheit.

    Man greift sich auf den Kopf! Es ist Gesetz, daher kann man nichts machen.
    Das hat mich aus der schwarzen Ecke direkt in die blaue katapultiert.
    Da kann man nichts machen, Herr Kammerfunktionär, das ist nun mal das Gesetz der Notwehr.

    • Ingrid Bittner
      14. April 2016 11:06

      @Sandwalk: wenn z. B. eine Lehrerin nach einem langen, erfüllten Dienstleben in Pension geht, dann bleibt versicherungstechnisch alles wie gehabt. Wenn sich dann der Ehegatte hinlegt und stirbt, dann bekommt sie zwar eine Witwenrente vererbt, aber wenn es ein ASVG - Versicherter war, dann erbt sie auch seine Versicherung.
      Die kann sie nicht kündigen, da bezahlt sie dann für den Rest ihres Lebens weiter.
      Wozu braucht man das ? Gar nicht . Aber offenbar ist es so, dass dann die Krankenhäuser, etc. mit jener Versicherung verrechnen, die mehr bezahlt.

    • franz-josef
      14. April 2016 14:10

      Ging mir auch so. Eine in Tag-und-Nacht-Arbeit aufzubauende Praxis neben der Vollzeitanstellung - und schwupps waren damals mühsam zu erwirtschaftende monatlich 7oo Schilling separate Zwangsversicherung fällig. Der Erwerb eines Grünlandes führte weiters sofort zur Zwangsversicherung bei der Bauernkrankenkasse - ohne daß eine Landwirtschaft betrieben wurde. Meine Frage damals, wozu, wurde mit dem Hinweis beantwortet, daß ich über ein Grasbüschel stolpern könnte - auf dieser Wiese, und dann könne ich mir aussuchen, welche Krankenkasse ich zur Leistung heranziehen wollte.
      Sehr witzig.

      Die ganze Zeit war ich lückenlos aus der Vollzeitanstellung ohnehin "zwangs"versichert, und mit wahrlich nicht geringen Beiträgen.

      Ja, man greift sich an den Kopf und packt´s ned.

    • franz-josef
      14. April 2016 14:19

      Ergänzend noch eine Bemerkung, mein Tag hatte jahrzehntelang 25 Stunden und null freie Zeit. Jeder, der sich ein zweites Standbein aufbaut, kennt das aus eigener Erfahrung. Heute, aus der Höhe meines fortgeschrittenen Alters rückblickend, könnte ich mich manchmal "wohin" beißen bei dem Gedanken, mit was für Beiträgen ich Kammern, Versicherungen und Politik versorgen mußte, während wir bescheiden lebten, z.B. ohne Urlaube,, um die vielfältigen Abgaben leisten zu können.

    • Ingrid Bittner
      14. April 2016 17:06

      Da fällt mir noch ein Pendant dazu ein:
      ich kenne einen ehemals selbständigen Kaufmann, natürlich bei der Gewerblichen versichert, der hat dank der Gleichberechtigung von seiner verstorbenen Ehefrau
      die Gebietskrankenkasse "geerbt", klar muss er dort den Beitrag zahlen, aber das ist weitaus weniger als die Selbstbehalte bei der Gewerblichen, die sich mit fortschreitendem Alter natürlich auch ganz schön summieren.

  12. Josef Maierhofer
    14. April 2016 10:18

    Ja, da ist der Wurm drinnen, der 'Sozialwurm' (sozialistische Wurm, linke Wurm), der 'Selbstdedienungswurm', der 'Denuntiationswurm', der 'Ideologiewurm', der 'Dummheitswurm', ... der 'Gewerkschaftswurm', der 'Krankenkassenwurm', der 'Steuerwurm', der 'Bürokratiewurm', der 'Verwaltungswurm', der 'Freunderlwirtschaftswurm', ...

    Würmer, bis der Wirt gestorben ist.

    Ich würde das mit 'Schmarotzergesindel' bezeichnen, wobei die GrünInnen und RotInnen da federführend zeichnen und die SchwarzInnen wegen dem 'Selbstbedienungswurm' da auch mitmachen.

    Ein furchtbares Gewürm haben wir uns da naiv gedankenlos oder traditionell gewählt oder uns medial propagandistisch gutmenschlich aufschwatzen lassen, statt selber nachzudenken.

    Die FPÖ macht es richtig, sie steht auf der Seite der KMUs, sind aber die einzigen, die das richtig im real gelebten Programm haben.

  13. John
    14. April 2016 10:01

    Je mehr Selbständige desto besser - oder?

    Es hat ja Methode, auf Unternehmen hinzuhauen und diesen alle möglichen Schikanen zuzumuten. Insbesondere große Unternehmen sind - so scheint es - wirklich üble Ausbeuter, Gewinneverschieber, Unterdrücker und was sonst noch.
    Insofern wäre es doch gut für eine Gesellschaft, würden weniger Menschen als Angestellt bei solchen Mittel- bis Großunternehmen tätig werden, sondern in der Selbständigkeit sich neu verwirklichen und ihren eigenen Neigungen entsprechend tätig werden. Nicht mehr geknechtet, sondern wirklich frei! Wirklich frei? Nun, das Leben als kleiner Selbständiger ist wohl in der Realität nicht immer nur so angenehm. Das zeigt sich auch in der Statistik, nach welcher ein Großteil gerade dieser Unternehmen nur von kurzer Dauer und die Insolvenzen von Start-ups erheblich hoch sind.

    Ricardo Hausmann hat im Austrian Institute (Link auf diesem Blog!) folgende interessanten Zusammenhänge thematisiert:

    "Während in den USA gerade mal eine von neun Personen selbständig erwerbend ist, sind es in Indien neunzehn von zwanzig. In Peru ist weniger als ein Fünftel der Arbeiter in privaten Betrieben beschäftigt. In Mexiko ist es rund jeder Dritte.

    Auch innerhalb der einzelnen Länder lässt sich ein enger Zusammenhang erkennen zwischen Wohlstand und dem Anteil an Menschen, die in Unternehmen nach kapitalistischem Modell beschäftigt sind. Im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León sind zwei Drittel der Arbeiter in privaten Unternehmen angestellt, in Chiapas ist es nur einer von sieben. Kein Wunder, ist das Pro-Kopf-Einkommen in Nuevo León über neunmal höher als in Chiapas."

    Ob die Gewerkschaften das auch wissen?

    • simplicissimus
      14. April 2016 11:34

      ************!

      Wunderbare Entlarvung des naiven und böswilligen linxen Märchens vom "Ausbeuterkapitalismus"!!!

  14. haro
    14. April 2016 09:44

    Dass binnen fünf Jahren der Anteil der Selbständigen an den Erwerbstätigen von acht auf elf Prozent gestiegen ist, könnte wohl auch an der exzessiven Zunahme von Kebapständen, Pizzalieferanten, Handyshops, Laufhäusern ... liegen. Sehr interessant wäre die Höhe der Steuern und Beiträge die diese abliefern bzw. nicht abliefern.

  15. El Capitan
    14. April 2016 09:24

    Das Krebsgeschwür unseres Staates sind die unkontrolliert wuchernden Ausgaben.

    Jeder von uns kennt jemanden, der mit Mindestsicherung, Heizzuschüssen, Kindergeld, Mietzuschüssen und anderen Geldern gut über die Runden kommt.

    Jetzt kommen die Schatzsuchenden aus Afrika und die unheiligen dreimillionen Könige aus dem Morgenland dazu. Seit Jahren wird über eine Transparenzdatenbank geredet. Sie wäre leicht umzusetzen. Wir würden alle aus dem Staunen nicht mehr rausnehmen, wenn wir sehen könnten, in welche Löcher die Milliarden da versichern.

    Das Grundübel ist ideologischer Natur:
    Wohlhabend = räuberisch = böse;
    Arm = empfangsberechtigt = gut.

    Subsidiaritätsprinzip? Das haben unsere Gießkannenpoöitiker offenbar noch nie gehört. Also plündern sie weiter und beschimpfen auch noch ihre Opfer.

    • pro veritate (kein Partner)
      16. April 2016 10:01

      Die erwähnten "Gießkannenpolitiker" verabsolutieren das "Sozialprinzip", das als Teilaspekt sehr wohl seine Bedeutung hat. Eine bloße Umverteilung senkt aber bekanntlich auf Dauer das soziale Niveau! Die katholische Soziallehre weist sehr klar auf die wichtigen Aspekte hin. Ein Staat als "Übervater" ist letztlich mit seiner Rolle total überfordert, und seine Kinder werden ihn dafür verfluchen, auch wenn er vielen ihnen nach wie vor zu helfen scheint. Es spielt sich etwa so wie in einer Familie ab, die ihren Kinder auf "Pump" alles Mögliche und Unmögliche kauft, letzten Endes aber diesen das meiste wieder wegnimmt, um ihre Budgetlöcher damit zu stopfen. Die pädagogische Wirkung einer solchen Erziehung kann man sich lebhaft vorstellen!

  16. Susanne
    14. April 2016 09:03

    Zu den Problemen von "älteren" (= teureren, aber auch erfahreren) Arbeitskräften:

    Ich staunte schon vor vielen Jahren über das tolle Modell der Entlohnung bei den Pharmazeuten in den öffentlichen Apotheken. Die dort eingerichtete "Pharmazeutische Gehaltskasse in Österreich" hat neben der Funktion zur Abrechnung mit den Krankenkassen, einer eventuell gewünschten Stellenvermittlung und sozialen Hilfen die Gehaltsverrechnung der angestellten Apotheker inne. Dabei zahlt nach dem Solidaritätsprinzip der Apothekenbesitzer für jeden Mitarbeiter einen vorgeschriebenen Betrag in diesen "Topf" ein und gleichzeitig werden seine Mitarbeiter von dort direkt entlohnt.

    Der große Vorteil ist dabei, dass auch ältere Mitarbeiter, mit mehr Dienstjahren und Berufserfahrung den Apothekenbesitzer nicht aussergewöhnlich belasten, da die Kosten auf ganz Österreich aufgeteit werden. Viele unselbständige Pharmazeuten (z.B. junge Mütter) schätzen es aus privaten Gründen auch, dass sie sog. Teildienste an stark frequentierten Tagen machen, welche dieses Abrechnungssystem auch gut bewältigt. Es gibt sogar manchmal Arbeitskräfte, welche solche Teildienste bei zwei verschiedenen Apotheken machen.

    Siehe auch: http://www.gehaltskasse.at/Internet/ghk/whoiswho.nsf/ca4d14672a08756bc125697d004f8841/0cfe6770ba6347f3c1256ac0004975bf/$FILE/GKFIPSondernummerOeAZ.pdf

    • Susanne
      14. April 2016 09:08

      Man entschuldige mir die ungewollte Fettschreibung, welche durch meine falsche Eingabe des Schrägstriches /(slash) entstanden ist.
      Leider kann man in diesem Forum - so wie bei vielen anderen Blogs - eine nachträgliche Korrektur NICHT vornehmen.

    • dssm
      14. April 2016 10:30

      Ein interessantes Model. Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Fragen: Warum gibt es bei gleicher Arbeit verschiedene Gehälter?
      Mir wäre es umgekehrt eher verständlich, also die Jungen bekommen mehr; aber natürlich ist auch dies nicht fair, denn gleiche Arbeit sollte immer auch gleich bezahlt werden und nicht manche Menschen 'gleicher' sein.

    • Susanne
      14. April 2016 13:51

      dssm:
      Ich bin gegen automatische Vorrückungen, wie sie im Staat und vielen Kollektivverträgen üblich sind. Aber trotzdem leisten ältere Arbeitnehmer aufgrund ihrer Berufserfahrung und erworbenen Routine in vielen Sparten mehr als Jüngere, daher dürfen und sollen sie auch mehr verdienen. Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit trifft nur bei bestimmten Arbeiten zu, oder gehören Sie zu den Linken, welche dieses Prinzip sehr hoch halten?

  17. dssm
    14. April 2016 08:48

    Eine Blutspur gestrandeter Existenzen wird hier von der Regierung und den 'Sozial'Partnern erzeugt.
    Die Leute werden vom AMS in einen Kurs geschickt und dann 'gut' ausgebildet in die Selbstständigkeit, ohne auch nur eine Ahnung von Buchhaltung oder Kostenrechnung zu haben. Mit kleinen Tricks, wie z.B. die geringen Beiträge bei der SVA für die ersten Jahre, wird den armen Leuten eine völlig falsche Sicht auf die wirklichen Kosten der Selbstständigkeit vorgespielt. Später stellen sie auch fest, daß viele betriebsnotwendig Kosten nicht abgesetzt werden können, sprich die Abgabenbelastung in Wahrheit viel höher ist, als ihnen bei der Betriebsgründung vorgerechnet wurde. Auch die bürokratischen Kosten durch den Staat sind viel höher als diese Leute annehmen. Da der steuerliche Durchrechnungszeitraum immer auf ein Jahr ist, muss bei schwankenden Erträgen eine viel höhere Einkommenssteuer als von Angestellten geschultert werden, Progression sei Dank.

    Am Ende bleibt dann meist ein Berg Schulden und ein aufgezehrtes Vermögen (meist das von nahen Verwandten noch dazu).

    Und besonders pervers daran ist, daß einzig die Grünen(!!!) ein klares Programm für diese Gruppe haben, genau die gleichen Grünen die als besonders begeisterte Bürokratievermehrer diese Gruppe überhaupt erst miterzeugen.

  18. Bob
    14. April 2016 08:17

    Nicht nur die Dummheit von Gewerkschaft und Krankenkassen sind am Elend der Selbstständigen schuld, sondern in erster Linie sind das die Politiker, die mit irrsinnigen
    Gesetzen und Vorschriften einem das Selbstständigsein verleiden.
    Jeder Gewerbetreibende ist ständig mit Verwaltungssachen beschäftigt, die ihn an der eigentlichen Tätigkeit hindert, abgesehen davon das man immer mit einem Fuß im Kriminal steht, da man alle Regeln gar nicht kennt, oder sie lassen sich in der Praxis nicht durchführen.
    Federführend bei dieser Gesetzesorgie sind die Grüninen, mit Genuß durchgeführt von der roten Brut, und nicht verteidigt von den schwarzen Umfallern.

    • Torres (kein Partner)
      16. April 2016 09:47

      Die schwarzen "Umfaller" verteidigen nicht nur die rot-grünen Schikanen gegen Selbständige, sie erfinden ja auch selbst immer neue, wie man das auch gerade kürzlich bei der sogenannten "Steuerreform" gesehen hat. Da hat sich der großartige "aus der Privatwirtschaft" kommende ÖVP-Finanzminister Schelling bekanntlich derartig drastische Schikanen jeglicher (auch und vor allem finanzieller) Art einfallen lassen, dass Gewerkschaften und Arbeiterkammer wohl vor Neid erblassen müssen. Dem besonders für den Fremdenverkehr wichtigen Gast- und Hotelgewerbe hat er damit fast den Todesstoß versetzt.

  19. Abaelaard
    14. April 2016 08:12

    Nun die angeblich hohen Löhne kann ich in meinem Umfeld nicht erkennen wobei ich die Nettolöhne meine. Eine Arbeitspartie eines Unternehmens , ich vergebe keine Schwarzarbeit, welche mir das Dach meines Hauses in kürzester Zeit total erneuerte wurde von mir über ihren Lohn befragt: " Na so 1300 Euro bekommen wir schon". Bei dieser Antwort sagte ich nichts mehr, diese wahrhaft fleißigen Leute sind UNTERBEZAHLT. Die Lohnnebenkosten sind einfach zu hoch, die müssen nämlich noch täglich viele Kilometer zur Arbeitsstelle mit ihrem eigenen Auto fahren. Vom Schreibtisch zuhause über " hohe " Löhne zu monieren ist reichlich kurz gedacht. Dies eine Beispiel steht für unendlich viele. Wenn man anfängt den Unselbstständigen den sauer verdienten Lohn zu neiden dann ist das auch ein Zeichen des gesellschaftlichen Verfalls. Bitte nicht wundern wenn der Zug in eine andere Richtung abfährt.

    • Riese35
      14. April 2016 08:24

      Sehr gute Beobachtung. Das Problem ist einfach, daß sich der Staat in Belange einmischt, die ihn nichts angehen sollten (Förderungen, Steuerabsetzbeträge oft sogar negativ etc.), und dies durch Steuererhöhungen finanziert. Früher hat man dazu Raubrittertum gesagt. Früher war die ÖVP eine Bremse, heute ist sie mit von der Partie. Ein Mitblogger hat mein Verhältnis zur ÖVP kürzlich gut auf den Punkt gebracht. Die Ursachen, daß es so ist, dürfte er aber nicht verstanden haben.

    • dssm
      14. April 2016 08:54

      @Abaelaard
      Die Löhne sind viel zu hoch!!! Denn wer 1300 Euro 'netto' bekommt, der kostet viel mehr. Dazu dann noch die geisteskranken Arbeitszeitregeln, die endlose Bürokratie um die Lohnverrechnung, die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall usw.

      Wenn Sie die Berichte von AKV und KSV regelmäßig lesen, dann wissen Sie aber auch, die Unternehmen machen zu wenig Gewinn und haben dementsprechend zu wenig Kapital. Das gefährdet den Bestand der Unternehmen in der ersten kleinen Krise.

      Also bleibt nur ein Täter, wenn es um zu geringe Verdienste geht: Der Staat!

    • Ökonomie-Vergelter
      14. April 2016 15:58

      1.300 netto können mit allen Lohnnebenkosten und den SV-Beiträgen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer rd 2.500 EUR sein, die vom Auftragserlös des Unternehmens bestritten werden müssen.

      Außerdem hat Unterberger vermutlich die KV-bedingten Vorrückungen bei den Gehaltsstufen gemeint, die sich vor allem bei älteren Arbeitnehmern, und besonders denjenigen, die einen neuen Job suchen müssen, beschäftigungshindernd auswirken.

      Schließlich könnte Ihre Arbeiterpartie, die das Dach erneuerte, großteils aus jüngeren Leuten bestanden haben.

      Es kommt auch nicht auf die Lohnhöhe an, sondern darauf, was man sich dafür kaufen kann. Die Leistbarkeit hängt aber von der Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft ab.





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