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Österreich: Die Kluft zu Ungarn ist hausgemacht

Bei Umfragen sind die Ungarn bei den Österreichern immer beliebter als ihre slawischen Nachbarn. Das ist irgendwie verwunderlich. Findet man doch im Wiener Telefonbuch viel mehr Namen tschechischen, slowakischen oder slowenischen als ungarischen Ursprungs.

Die Österreicher haben mit Tschechen wie Slowenen sehr traumatische Perioden durchgemacht: jugoslawische Gebietsforderungen und Soldaten auf Kärntner Boden nach beiden Kriegen sowie die brutale Vertreibung von fast drei Millionen altösterreichischen Deutschen aus der Tschechoslowakei nach 1945. Auch während des Kommunismus war die Grenze Österreichs zur Tschechoslowakei viel blutiger als die zu Ungarn. Mit Jugoslawien war die Stellung der in Österreich lebenden Slowenen ein ständiger Streitpunkt, mehrfach kamen Bombenleger aus Süden nach Österreich.

Zwischen Österreich und Ungarn war die Grenze hingegen vergleichsweise ruhig. Auch war – nicht nur im österreichischen Narrativ – diese Grenze die erste, an der 1989 der Eiserne Vorhang aufgebrochen worden ist. Das wird durch das damalige Paneuropa-Frühstück und ein Photo der beiden Außenminister beim Aufzwicken des Zaunes symbolisiert.

Vor allem aber war 1956 für die beiderseitigen Emotionen positiv prägend. Für Ungarn war Österreich damals das einzige Tor zur Freiheit. Für Österreichs Selbstbild war 1956 die große Bewährung der eigenen, erst im Jahr davor wiedererrungenen Souveränität und der Hilfsbereitschaft des ganzen Volkes für die Vettern jenseits der Grenze.

Auch in der Folge verstanden es beide Länder, trotz des Kalten Krieges halbwegs ordentliche Beziehungen zu unterhalten. Ich erinnere mich etwa an die damalige Häufigkeit von Fußball-Länderspielen Österreich-Ungarn, die von Zeitungen als Begegnung zweier „Erbfeinde“ bezeichnet wurde, was aber freundschaftlich gemeint war.

Nur noch wenige geschichtsbewusste Österreicher erinnern sich hingegen jenseits des Operettenkitschs an die österreichisch-ungarischen Probleme der Monarchie-Jahre. Fast nur noch in Ungarn ist etwa die blutig niedergeschlagene Revolution 1848 und die folgende neoabsolutistische Herrschaft Wiens geistig präsent. Im österreichischen Bewusstsein findet man erst 1867 mit dem „Ausgleich“ – und die darauf folgenden Probleme, die Österreich und das Herrscherhaus mit den sehr selbstbewusst national auftretenden Ungarn hatte. Die österreichische Geschichtsperspektive sieht vor allem im ungarischen Veto die Ursache für das Scheitern aller Versuche (etwa Franz Ferdinands), den k.k. Slawen mehr Gleichberechtigung zu geben. Manche meinen nach dem Motto „Was wäre wenn“ sogar, dass der Vielvölkerstaat eine Überlebensperspektive gehabt hätte, wenn ein Trialismus den Dualismus abgelöst und den Slawen Gleichberechtigung gegeben hätte.

Zurück zur Wende nach 1989. Wie sind danach Österreich und Ungarn miteinander umgegangen? Wieder enttäuschend. Lediglich in ganz wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende gab es durch eine enge Kooperation zwischen den Regierungschefs Dzurinda, Orban und Schüssel eine wirkliche nachbarschaftliche Freundschaft. Aber das war offensichtlich nur mit diesen Akteuren möglich, die dann alle bald ihr Amt verloren.

Für Ungarn waren hingegen die Kooperation der Visegrad-Vier und der gemeinsame Weg in Nato und EU) weit wichtiger. Visegrad zeigt jetzt in der Flüchtlingskrise eine erstaunliche Intensität und Qualität. Österreich ist es nie gelungen, da als Partner dazuzustoßen. Es hat dies aber fatalerweise auch nie ernsthaft versucht. Visegrad wird primär als Selbsthilfegruppe von Staaten mit ähnlichen Transformations- und Reformproblemen gesehen. Wien hat nie die spannende europäische Perspektive dieser Plattform erkannt, die die Bedeutung von Benelux oder Skandinavien haben könnte. Freilich war Visegrad eine Zeitlang auch durch die Politik Polens marginalisiert, das auf eine Achse Paris-Berlin-Warschau gebaut – und sich damit wohl ein wenig überschätzt hat.

Alle anderen Versuche einer Kooperation in diesem Raum, etwa die Zentraleuropäische Initiative, waren von vornherein Totgeburten.

In den allerletzten Jahren gibt es eine Fülle neuer Probleme. Zuerst war Österreich nicht ganz zu Unrecht verärgert, dass Ungarn recht einseitig relativ drastische ökonomische Maßnahmen gegen österreichische Banken, Handelsketten und Bauern gesetzt hat, die man als Verletzung des Geistes guter Nachbarschaft und auch der Gesetze der EU ansieht. In Österreich hat man ja geglaubt, dass die Tausenden Kooperationen großer, aber vor allem kleiner Unternehmen über die Grenze hinweg eigentlich zum beiderseitigen Nutzen wären. Daher fühlt man sich auch im bürgerlichen Lager von Ungarn ausgetrickst. Und es war weit und breit kein Wolfgang Schüssel mehr in Regierungsfunktion, der mit Viktor Orban die Dinge vielleicht besser regeln hätte können.

Umgekehrt hat sich Österreich dummerweise völlig ungebremst in die völlig absurde Kampagne der europäischen Linken einspannen lassen, die nach den dramatischen Wahlniederlagen der ungarischen Sozialisten und einigen durchaus sinnvollen Verfassungsreformen in Ungarn behauptet hatte, dass in Ungarn Rechtsstaat und Demokratie suspendiert wären. Zu allem Überdruss hat sich dann der Sozialdemokrat im Wiener Bundeskanzleramt, Werner Faymann, an die Spitze jener Hetzer gestellt, die den Zaunbau Ungarns an den Grenzen zu Serbien und dann Kroatien öffentlich denunziert haben. Faymann verstieg sich sogar zu dem wahnwitzigen Vergleich Ungarns mit dem Holocaust.

Die Geschichte hat aber immer ihre erstaunliche Dialektik: Genau dieser Zaunbau und der ungarische Erfolg beim Stopp der Völkerwanderung haben in der österreichischen Bevölkerung (wenn auch nicht bei den Mainstream-Medien) zu einem historischen Hoch der Wertschätzung für Ungarn geführt. Tenor: „Viktor Orban ist der einzige europäische Politiker, der nicht redet, sondern im Interesse seines Landes handelt.“

Im Interesse seines Landes. Damit sind wir beim größten Unterschied zwischen Ungarn und Österreich. Ungarn hat eine klare und tief verankerte nationale Identität, die gerade durch Demütigungen wie jene der Jahre 1848, 1920, 1956 zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Österreich hingegen hat eine mehrfach gebrochene Identität. In den letzten Jahrzehnten der Monarchie bestand die Bruchlinie vor allem im Identitätskonflikt habsburgisch gegen großdeutsch. Nach den Weltkriegen gab es eine weitere Bruchlinie durch die Kriegs-Mitschuld-Debatten. Seit 1955 kam dazu der nie wirklich bewältigte Zwist zwischen Neutralität und westlicher Wertegemeinschaft. Und seit 1945 gab es zwar erstmals ein mehrheitliches Ja zur österreichischen Nation. Aber skurrilerweise bildete sich gerade dann die absolut gleiche Kluft wie in Deutschland.

Einerseits die politisch-mediale Herrschaftsklasse, die Werten wie Nation (egal ob österreichisch oder deutsch), Volk oder Heimat absurderweise die Schuld am Holocaust zuschiebt.

Andererseits die große Mehrheit der Bevölkerung mit einer klar österreichischen Identität.

Das führt heute zu einer noch viel tieferen Kluft angesichts der Massenimmigration von Moslems (jetzt schon ist eine halbe Million in Österreich islamisch): Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt diese klar ab. Die Herrschaftsklasse glaubt hingegen, durch ein Ja zur Einwanderung eine moralische Schuld abarbeiten zu müssen.

Aus all diesen innerösterreichischen Brüchen heraus ist das Land derzeit unfähig, auch nur mit einem einzigen seiner Nachbarn wirklich eng und innig befreundet zu sein.

Dieser Beitrag ist in einer ungarischen Übersetzung in der Zeitschrift "Bécsi Napló" (Wiener Diarium) erschienen, die europäisch ausgerichtet und der pluralistischen Demokratie verpflichtet ist.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2015 10:50

    Die Ungarn waren immer schon ein stolzes Volk gewesen, das sich nicht, wie die Slawen, zu Dienern machen hat lassen (die allerübelste Form, ein Riesenvolk zu knechten, schamlos auszubeuten und zu Dienern herabzuwürdigen, hatten übrigens die arroganten Briten mit Verve betrieben---man denke nur an Indien!)

    Diese stolze Wesensart der Magyaren imponierte immer schon den eher zur Devotheit neigenden Österreichern. Auch im Kommunismus verstanden es die Ungarn, sich ihr von den Siegermächten aufgezwungenes Schicksal zu erleichtern, wo immer es ging. So hatte, im Gegensatz zu den anderen kommunistischen Bruderstaaten, JEDER UNGAR ein kleines einträgliches privates "Nebengeschäft", um sich die Butter aufs Brot zu verdienen. Sie ließen sich also auch zu unseligen Kommunismuszeiten nicht blindlings knechten.

    Und jetzt ist es Viktor ORBAN. der uns Österreichern größte Bewunderung abringt! Orban läßt sich nicht zum EU-KNECHT verbiegen---er hat aus dieser immer noch weiter anhaltenden Völkerwanderung sein Volk mit UMSICHT konsequent herausgehalten und damit einen Weitblick gezeigt, der allen anderen EU-Politikern abgeht---von Faymännchen rede ich erst lieber gar nicht, denn diesen politischen Zwerg, der sich am Rockzipfel Angela Merkels festklammert (obwohl ich diese noch nie in einem Rock gesehen habe!), kann man nicht ernst nehmen.
    Einen Mann an der Spitze wie Viktor Orban kann sich jedes Volk nur neidvoll wünschen!

    PS: A.U. schreibt: "...die brutale Vertreibung von fast drei Millionen altösterreichischen Deutschen aus der Tschechoslowakei nach 1945."

    Früher, als die Erinnerung noch frisch war, sprach man noch von DREIEINHALB Millionen vertriebener altösterreichischer Deutscher---warum nur werden die Zahlen der DEUTSCHEN OPFER nach 1945 immer NACH UNTEN REVIDIERT, während man bei anderen Opfern schon einmal eine Null VOR das Komma setzt?

  2. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2015 08:05

    1) ein herzliches Dankeschön für diesen fundierten Tagebuchkommentar!
    2) Es war Alois MOCK, der als Außenminister die Wichtigkeit guter nachbarschaftlicher Beziehungen erkannte und darnach handelte. In Ungarn, Slowenien, Kroatien ist sein Name heute noch geschätzt und Synonym für die Freundschaft mit Österreich.
    3) Schüssel konnte darauf aufbauen und tat dies auch.
    4) Die nachfolgenden sozialistischen Bundeskanzler haben alle diese Boni leider verspielt. Seien wir ganz ehrlich: wo in der EU finden sich heute Staaten, die wir als echte politische Partner Österreichs bezeichnen können? Mit Faymanns Attacken auf Ungarn und seiner mehr als dummen Meinung in der Flüchtlingskrise ist es ihm gelungen, unsere Sympathien bis ins entfernteste Baltikum zu verspielen.
    Seine lächerliche Anbiederung an Tante Angela hat im Gegenzug unseren unmittelbaren Nachbarn Bayern in Rage versetzt ...
    5) Einzig Außenminister KURZ hat in dieser Regierung noch genug Hausverstand und versucht zu retten, was noch zu retten ist. Was - natürlich - automatische Abwehrreflexe bei den GenossInnen auslöst. Nach dem Motto, nicht "my country first!", sondern "Parteipolitik und linke Ideologie first!".

  3. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2015 00:24

    Das sind die Sahnehäubchen auf die "normalen" Unterberger-Kommentare.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2015 09:22

    Die Verlierer des WKI waren Österreich und Ungarn. Nachdem WKll kamen die Beneš Dekrete durch die Rassenpolitik der Alliierten zur Geltung, die wiedergeben Ö und U gerichtet waren. Die Verlierer schweißte die Ungerechtigkeit zusammen. Die anderen Nachbarn Österreichs gehörten zu den Siegern.
    Die EU setzt die Politik der Alliierten fort, zusammen mit einem rechtlosen Deutschland. Bei jeder Gelegenheit geht die EU gegen Österreich und Ungarn los. Bei uns wurde der Schulabbrecher Faymann installiert, der auf alles "Ja" sagen muß,das er keine eigene Meinung hat. In Ungarn waren wir immer willkommen, in der Tschechei nie!
    Ungarn griff zur Notwehr, wählte Orban und hat es gut.

  5. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2015 14:39

    Derselbe linksgrüne politkorrekte Pöbel (großteils steuergeldfinanziert von den von ihm zutiefst verabscheuten bürgerlich-rechten Kreisen), der den Akif absichtlich falsch zitiert hat, ihn quasi durch Zerstören seiner wirtschaftlichen Existenz zum Verlassen des Landes zwingt und seine Bücher öffentlich verbrennt, weil er KZ gesagt hat, feiert den Werner als demokratische Lichtgestalt, wenn er dasselbe tut.

    Wobei der Werner froh wäre, wäre sein Gesagtes ein einziges Mal so hintergründig und relevant, daß es überhaupt einmal falsch zitiert werden könnte.

    Ansonsten: ex oriente lux. Denn vom verschwulten, infantilisierten Europa ist nichts mehr zu erwarten jenseits des Dogmas "Hauptsache, alle haben sich GANZ viel GANZ lieb." Bequeme Verschubmasse für den Hegemon USA im globalen Schachspiel.

    Es wird Zeit, daß sich diese vom linken Pöbel so verabscheuten Bürgerlichen aufraffen und diese parasitären Phänomene abschütteln. Angefangen von jenen intellektuellen Kreisen, die sich derartig Abstruses audenken wie die Institution des "Gedenkdieners" bis hin zu den Tausenden von Klima-, Gender-, Migrations- und GleichstellungsexpertInnen...

  6. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2015 09:50

    Viktor Orban ist in Wahrheit der Held der EVP. Beim Kongress der Europäischen Volkspartei in Madrid wurde er frenetisch bejubelt, während die armselige Pastorentochter aus dem Osten verschnupft in der Ecke verharrte, sie konzentrierte sich halt auf die Wirtschatfspolitik von der die Dame null Ahnung hat. Denn bisher hat sie alles, was sie angegriffen hat, runiert!

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2015 01:40

    Leider reichen Faymanns kognitive Fähigkeiten maximal für sozialistische Ideologien und nicht für Diplomatie. Darum müssen wir mit der politischen Kluft, die uns der "Clown Europas" speziell gegenüber Ungarn eingebrockt hat, leben. Die ÖVP hat sich übriges auch nicht sonderlich angestrengt um den Disput auszuräumen sondern feig mitgemacht.

    Privat merkt man davon zum Glück nichts. Im Gegenteil, in Ungarn erscheinen mir die Menschen wesentlich freundlicher als z.B. in Wien.

    Ja, und hätten die Ungarn nur ein paar Höhenmeter mehr aufzuweisen, würden sich die Österreicher dort stauen. Egal welche politische Führung im jeweiligen Land vorzufinden wäre. ;-)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoraw70_ohne_abo
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Dezember 2015 12:46

    Als kleiner Datenpunkt zum Thema "wieso mögen wir die Ungarn mehr als die Tschechen" ist es spannend, in Tschechien durch die ehemals von Deutschen bewohnten Gebiete im Norden zu fahren. Dort war der Genozid an den Deutsch-Böhmen ja fast 100%ig: die Gebiete im Norden waren bis 1945 fast ausschliesslich von Deutschen bewohnt.

    Wenn man jetzt durch die Gegend fährt, fallen einem bei genauerem Hinsehen die meist nett gemähten Wiesen rund um die Kirchen auf.

    Dort waren bis 1945 natürlich die Friedhöfe der Gemeinden. Die dann nach der Vertreibung systematisch mit dem Bulldozer platt gemacht wurden, um die Erinnerung an die Menschen zu tilgen, die jahrhundertelang dort gesiedelt hatten.


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  1. astuga (kein Partner)
    17. Dezember 2015 00:32

    Wobei 1848 die Wiener vergebens auf die zugesagte militärische Verstärkung aus Ungarn gewartet haben. ;)

    Heute ist Österreich von SPÖVP und ihren grünen Hilfstruppen besetzt.
    Und man wünscht sich beinahe, die Ungarn mögen uns befreien.

  2. Ambra
    15. Dezember 2015 21:31

    Vielen Dank, Herr Dr.Unterberger für diesen Artikel. Es denken sehr viele Menschen in Österreich so und nicht nur die Leser und Partner dieses Blogs.

  3. fewe (kein Partner)
    15. Dezember 2015 17:33

    OT, aber derart treffend, dass ich das loswerden will - im Standard-Forum von User pg.1860:

    "Vorab, Entschuldigung für die folgende zynische Idee:
    Wenn man alle Migranten sofort bei Grenzübertritt einbürgert, dann sind sie Österreicher und keinen interessiert mehr, ob sie Arbeit finden, obdachlos sind oder wie es ihnen geht. "

  4. aw70_ohne_abo (kein Partner)
    15. Dezember 2015 12:46

    Als kleiner Datenpunkt zum Thema "wieso mögen wir die Ungarn mehr als die Tschechen" ist es spannend, in Tschechien durch die ehemals von Deutschen bewohnten Gebiete im Norden zu fahren. Dort war der Genozid an den Deutsch-Böhmen ja fast 100%ig: die Gebiete im Norden waren bis 1945 fast ausschliesslich von Deutschen bewohnt.

    Wenn man jetzt durch die Gegend fährt, fallen einem bei genauerem Hinsehen die meist nett gemähten Wiesen rund um die Kirchen auf.

    Dort waren bis 1945 natürlich die Friedhöfe der Gemeinden. Die dann nach der Vertreibung systematisch mit dem Bulldozer platt gemacht wurden, um die Erinnerung an die Menschen zu tilgen, die jahrhundertelang dort gesiedelt hatten.

    • aw70_ohne_abo (kein Partner)
      15. Dezember 2015 12:47

      In Ungarn hat es nie vergleichbare Auswüchse gegeben. Selbst der Zentralfriedhof ist da vergleichsweise zivilisiert: dort finden sich trotz des bestialischen Wütens der Nazi während des "Tausendjährigen Reiches" noch jüdische Grabsteine.

    • fewe (kein Partner)
      15. Dezember 2015 18:06

      Ja, und auch die Benesch-Dekrete. Ich wüsste nicht, was wir als Österreicher an den Tschechen sympathisch finden sollten.

      So viel ich weiß sind die Wenigen, die in schwierigen Situationen an unserer Seite gestanden sind Polen (Sobieski), Mexiko (einziges Land, das gegen den Anschluss protestiert hatte), Ungarn und Schweiz während der Zeit der Sanktionen tendenziell auf unserer Seite. Zuletzt die "Kostprobe" während der Zeit der Sanktionen, da hatten sich die Tschechen extra mies aufgeführt, so weit ich mich erinnere.

    • Hol den Klaust (kein Partner)
      17. Dezember 2015 02:59

      Die "Geschichtsexperten" aw_70_ohne_Ahnung und fewe beim palavern...
      Menschenskind, UNglaublich - da haben die NaaaaaaaaaaaaaZiiiiiiiiiiiiiissss beim bestialischen Wüten also angeblich die jiddischen Grabsteine stehenlassen - bis dato "glaubte" man ja, die hätten die auch in Auschwitz vernichtet?
      Danke für solche "Datenpunkte".........
      Und Mexiko hat gegen den Anschluss protestiert, soso, fewe - 99,73% waren damals keine Trottel - Ihre Mustersippe muß ja dann folglich zu den 0,27% "Mexikanern" gehört haben, nech?
      Pfui Deibel Ihr depperten "Spezis", verschafft Euch erst Wissen über Geschichte.

  5. daLUPO (kein Partner)
    15. Dezember 2015 11:37

    Ich kann nur sagen,

    ich bin stolz "Faymann" und "Fischer" nicht gewählt zu haben.

    Die Sanktionen gegen Österreich kamen sicherlich aus diesem Umfeld! Nicht genug, die Karte mit den Sanktionen wollten diese Typen gleich ein zweites Mal spielen!

    Jetzt gibt es Sanktionen gegen Russland die um nichts besser sind. Würde es nach den EU Politikern gehen, hätten wir heute noch Jugoslawien und nicht Slowenien, Kroatien, ... Die Ukraine hat ein Volker Gruppen Problem und kein USA, EU, Russland Problem.

  6. Torres (kein Partner)
    15. Dezember 2015 10:34

    O.T. (vielleicht aber nicht so ganz): Die EU (konkret Luxemburg, das derzeit die Ratspräsidentschaft hat) droht Polen, weil es angeblich die EU-Gesetze nicht einhält. Ich lache mich kaputt!

  7. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      15. Dezember 2015 10:31

      Als Haider seinen bekannten Ausspruch tätigte, daß die „österreichische Nation“ eine Mißgeburt sei, war das ja keinesfalls eine Verächtlichmachung der österreichischen Heimat, sondern ein scharfer Protest gegen den Versuch Österreich aus dem deutschen Kulturkreis und Volk heraus zu brechen.

      Franz Joseph I. hatte noch Napoleon III. auf eine Zumutung einer Koalition gegen Preußen beizutreten gesagt: „Sire, ich bin ein deutscher Fürst“. – Aber nach 1945 war es offenbar „praktisch“ alles Deutsche abzulegen ...

      Was die Absicht der Thronfolgers Franz Ferdinand betrifft den Slawen am Balkan mehr Rechte einzuräumen, so ist dazu zu sagen, daß es schon frühere Versuche gab. Kaiser Leopold II. teilte in einem Handschreiben vom 20. Feb, 1791 dem ungarischen Hofkanzler, Graf Palfy, mit, daß er eine Illyrische Kanzlei eingerichtet, und zum Kanzler derselben den Grafen Balassa, zuvor Ban von Croatien, ernannt habe.

      Allerdings mußte der Kaiser diesen Entschluß aufgrund des massiven Widerstands Ungarns nach wenigen Jahren wieder zurücknehmen. Für die Beziehungen zu Serbien, etc. war diese neuerliche Zurücksetzung natürlich nicht förderlich. Man muß dies auch vor dem Hintergrund sehen, daß nach der Befreiung Belgrads von der osmanischen Herrschaft durch Prinz Eugen die damaligen orthodoxen Patriarchen von Ochrid und Pe? angeboten hatten sich dem Wiener Hof zu unterstellen, wenn man ihnen dieselben Rechte/Privilegien einräumte, wie anderen Würdenträgern des Reiches. Der Hof hatte dieses Angebot leider nicht angenommen.

      Insofern war die ungarische Bestrebung mit keinen anderen Völkern Status und Vorrechte zu teilen gewiß mit ein Grund, daß die zentrifugalen Tendenzen später die Oberhand behielten. Der Zerfall der Monarchie ist natürlich nicht den Völkern im Vielvölkerstaat zuzuschreiben, sondern war das – geplante – Werk der anglo-amerikanischen Strategie zuerst das südöstliche Bollwerk – Österreich – wegzubrechen, um dann den „Rest“ – Deutschland – leichter zu überwältigen.

      Was die größeren „Sympathien“ für für die Slawen betrifft, so hat dies natürlich seine Gründe: die bestialische Vertreibung von 3,5 Millionen Sudentendeutscher aus Böhmen und Mähren – begleitet von tausendfachen Morden - und die ständigen Versuche der Slowenen sich in Kärnten zu bedienen sind eben doch noch präsent, und in Wahrheit nicht aus der Welt geschaffen: Die Benesch und AVNOJ-Dekrete sind nach wie vor „Rechtsbestand“ in diesen Ländern.

  8. cmh (kein Partner)
    15. Dezember 2015 09:44

    Die Tschechen haben nicht "altösterreichische Deutsche" ausgewiesen, sondern deutschsprachige tschechische Staatsbürger. Was die Sache zwar nicht besser macht.

    Und Altösterreicher waren alle Bewohner Böhmens, Mährens und Schlesiens.

    Als Österreicher habe ich mit den Deutschen, abgesehen von meiner Sprache, genausoviel zu tun, wie die Tschechen.

    Aber das erfordert GEschichtskenntnisse von vor längerer Zeit als die heutigen Rothkolbs denken können.

    • F.V. (kein Partner)
      15. Dezember 2015 10:46

      Wenn sie sich auf Geschichtskenntnisse berufen, dann sollten sie sich ihr Lehrgeld zurückzahlen lassen, denn so was Dummes habe ich noch selten gehört.

      Die Tschechoslowakei ist ein Produkt des Versailler Diktates. Den Namen Tschechien oder dergleichen gabe es früher überhaupt nicht; nur Böhmen und Mähren und in lateinischen Urkunden Bohemia und Moravia. Prag hatte die älteste deutsche Universität und war zeitweise Residenzstadt des Kaisers des Römischen Reiches deutscher Nation.

      Wovon sie quatschen ist die Staatsbürgerschaft, aber von der ist, wenn man von Völkern spricht, nicht die Rede. Sonst wäre ja auch ein Neger oder afghanischer Ziegenhirte mit deutscher Staatsbürgerschaft ein „Deutscher“, wie man auch das Problem der Invasion von Migranten fremder Ethnien einfach damit lösen könnte, diesen die Staatsbürgerschaft zu geben und so zu richtigen „Österreichern“ oder „Deutschen“ zu machen.

    • cmh (kein Partner)
      15. Dezember 2015 17:23

      FV

      Das Sie (bitte groß geschrieben) noch nie "so etwas Dummes" gehört haben mag wohl daran liegen, dass Sie es mit dem Zuhören halt nicht so haben.

      Aber vielleicht beruhigen Sie sich wieder und erklären mir, wie Sie das Gemisch von deutsch- und tschechischsprachigen Untertanen iin den Königreichen Böhmen und Mähren in den Griff bekommen wollen.

      Und möglicherweise habe ich bei Ihnen zuviel vorausgesetzt, wenn ich Ihnen die Vorstellung eines multilingualen Staatsgebildes zugemutet habe.

      Aber Keppeln ist ja auch Weltsprache.

    • F.V. (kein Partner)
      15. Dezember 2015 23:52

      Da ich ihnen keinen Brief schreibe, bleibe ich beim sie kleingeschrieben.

      Ich muß ihnen gar nichts erklären, sondern sie dem Publikum, wie eine Vertreibung zu rechtfertigen ist.

      Als 1848 in Prag der erste Pan-Slavisten Kongreß stattfand, wurde Deutsch gesprochen, weil offenbar die Slawen, Tschechen, etc. ihre eigene Sprache erst erlernen mußten.

      Im Übrigen sind bis auf Tabor sämtliche Stadtgründungen in Böhmen nach Magdeburger Recht erfolgt, was wohl etwas über die Ursprünge der Kultivierung sagt.

    • cmh (kein Partner)
      16. Dezember 2015 09:32

      FV

      Wenn man Ihr Posting liest, dann kann man sich schon vorstellen, warum die Tschechen etwas gegen die Deutschen haben könnten.

      So etwas Ähnliches wie das von Ihnen Dargebotene steht mutatis mutandis auch auf dem Siegesdenkmal in Bozen. Ich gratuliere!

      Im Übrigen: wenn Sie mir keinen Brief schreiben wollen, dann lassen Sie es doch überhaupt. Beschränken Sie sich auf Ihr verhaltensorginelles "-" und Sie haben sich eine Menge erspart.

    • F.V. (kein Partner)
      17. Dezember 2015 11:51

      Ich verstehe ja nie, warum Leute wie sie um jeden Preis glauben beweisen zu müssen, daß sie geistige Taglöhner sind.

      Man hätt´s auch so gemerkt.

      Ich habe ein paar haarsträubende Blödheiten kritisiert und Gründe dafür genannt. Sie nur ein paar Untergriffe ohne auch nur ansatzweise auf Argumente einzugehen. Ihnen und den geistigen Taglöhnern schreibe ich natürlich nicht, wie ich schon öfters bemerkte, sondern die Kommentare sind vor allem für die wenigen Klügeren gedacht. (Schiller, Demetrius-Fragment: Verstand ist nur bei wenigen …)

      Was das Zusammenleben verschiedener Völker betrifft, was auch jenseits ihrer geistigen Kapazität zu sein scheint, so war dies in vorbildlicher Weise in der Österreichischen Monarchie längst realisiert. Daß es in der EUdSSR nicht funktioniert, liegt daran, daß dies erstens eine Zentralverwaltungs-Diktatur ist, zweitens, weil der Accquis Communautere – der „gemeinsame Rechtsbestand“ – über Verschiedenes den gleichen Leisten legt, was klarerweise blankes Unrecht ist, und weil dem Politbüro schlicht jegliche Legitimation fehlt. Der Kaiser hatte sein immerhin von Gottes Gnaden.

  9. Peter Trenker (kein Partner)
    15. Dezember 2015 07:21

    Angeblich sind Österreich und Ungarn die einzigen Nachbarländer die kein Schimpfwort für die Nachbarn haben. - Das freut mich ganz besonders.

    Und weil es so gut passt, einer meiner Lieblingswitze:
    Otto von Habsburg geht mit Freunden in der Nähe des Praterstadions und erkundigt sich, was hier los sei. "Ein Länderspiel: Österreich-Ungarn". "Gegen wen?"

    • Dr. Eugen Scherer (kein Partner)
      15. Dezember 2015 13:38

      Geschätzter Andreas Unterberger, ich lese bei jeder sich bietenden Gelegenheit Ihren blog...Bin von ungarischen Eltern geboren, 1945 mit meinen Eltern 1949 wegen kommunistischer Verfolgung aus Köszeg geflohen.
      Allerdings fielen meine guten Eltern rasch wieder auf die Beine und mußten keine österreichischen Autoritäten um Hilfe ersuchen bzw. belasten.... Ihr Blog schafft ein gerüttelt Maß an Erleichterung, dass man nicht allzu allein ist in diesen Tagen und Jahren eines verrückt spielenden Europas..In der Tat hat sich die in den USA aus zum Teil verständlichen Grünen die dort entstandene "Political Correctness" mittlerweile besonders bei den sogenannten "Grünen"entwickelt, die ich ziemlich rasch als "Rotgrüne", zutiefst heidnische, Schutzmacht von Homosexuellen, Lesbierinnen und "Freidenkern" identifizieren konnte. Diesmal ist nicht die EU allein gefährdet, sondern ganz Österreich, das ehemalige "Felix Austria"...Videant Consules, ne res publica detrimetur!!! Dekadenz ist ja nicht unbedingt die Frage, wer mit wem schläft, sie tritt auch auf als allumfassendes Phänomen des
      Niederganges eines Staates/Volkes in der Form des Verlustes ursprünglicher Fähigkeiten und Talente, aber auch des generell-persönlichen (Fehl-)Verhaltens, wie hohe Scheidungsraten, deren Folgen sich insbesondere auf die Jugend negativ auswirken...

  10. Helmut Oswald
    14. Dezember 2015 10:36

    'Und seit 1945 gab es zum ersten Mal ein deutliches Ja zur österreichischen Nation' - liebe Gläubige, das ist aus mehreren Gründen Mumpitz. Denn seit 1945 gibt es eine hemmungslose und an keiner Stelle durch irgendeine mäßigende und ausgleichende
    Bildungsarbeit auch nur annähernd den historischen Tatsachen gerecht werdende antideutsche Darstellung der politischen Geschichte, die sich ausschließlich aus dem Blickwinkel der für die Siegermächte von 1918 und 1945 erwünschte Zerschlagung der deutschen Einheit nährt und die Spaltung der ethnischen Deutschen vorzugsweise befördert, wie auch ihren stammesgeschichtlich erklärbaren Lokalpatriotismus regelmäßig mißbraucht, um wechselseitige Ressentiments zu fördern und hochzuputschen.
    Das kann man mit dummen Menschen zu jeder Zeit anstellen, besonders und naturgemäß in Epochen der Verzweiflung und des Scheiterns, die auf große nationale Niederlagen in allen Völkern regelmäßig folgen. Die verhältnismäßige Bedeutung eines Bruno Kreisky beruhte unter anderem darauf, daß er das verstand, die Kleinheit und angepasste Erbärmlichkeit solcher Denkweisen aber nicht bereit war mitzumachen. 'Lernen's Geschichte Herr Redakteur'.
    Daß es ausgerechnet die ÖVP war, die Nachfolgepartei einer sich als christlich-deutsch selbst bezeichnenden politischen Bewegung der ersten Republik, die das vom saarländischen Kommunisten Willi Münzenberg Ende der dreißiger Jahre über französische Sender verbreitete Modell einer (anti-deutschen) österreichischen Nation - sklavisch dem Siegerwillen folgend - übernahm, ist deren Tragödie. Heute wird sie, auch wegen dieses weltanschaulichen Mißgriffes, dessen Spätfolgen sie zu tragen hat, vom Wähler in die Bedeutungslosigkeit verwiesen. Feigheit bleibt langfristig eben ein weniger geschätztes Merkmal einer politischen Führung, und sind die Untertanen sonst auch noch so friedfertig.
    Bewusst wurde die seinerzeitige Frage nach der Nation gestellt, ohne den Nationsbegriff, der einer um sich greifenden angelsächsischen Auslegung folgend von den meisten Befragten mit dem Begriff des Staates gleich gesetzt wurde - nationality ist im Englischen nicht das Volkstum sondern die Staatsbürgerschaft, also ein Verwaltungsbegriff - präzisiert und verständlich gemacht zu haben. Den österreichischen Staat bejahten, im Kalten Krieg mangels jedweder denkbarer politischer Alternativen und im dankbaren Wissen um das von ihm in den sechziger Jahren geförderte Wohlfahrtswesen - die Österreicher sehr wohl. Wie aber in Salzburg, Kärnten, Oberösterreich die Frage ausgegangen wäre, ob Goethe und Schiller, Herder und Kleist für Euch übersetzungsbedürftige ausländische Schriftsteller sind und ihr Angehörige einer aetatischen Mischnation seid, die mit dem, was die geschrieben haben, nichts zu tun haben wollen, weil es Ihnen unverständliche fremdsprachige Literatur ist - also die Frage so gestellt hätte, daß ihr hurdistanischer Charakter klar und deutlich hervorgetreten wäre, das beantwortete sich von selbst. Aetatisch - wie witzig - ist keine Nation. Denn wenn sie sich ändern , die Zeiten - etwa wenn die Mauer fällt - dann wird aus der 'sozialistischen Nation' aetatischer Herkunft, mit der neuen Zeit plötzlich wieder die ursprüngliche. Und genau so geht es allen 'Nationen' deren Fundament auf den Bajonetten fremder Mächte gegründet werden - und hätten diese auch noch so viele ungerecht Eingekerkerte befreit und eine böse Regierung gestürzt. Wie sagen die Briten seid Jahrhunderten 'right or wrong, my country'. Das kann man für falsch halten, aber es wirkt.

    • Undine
      14. Dezember 2015 11:05

      @Helmut Oswald

      Für jedes Wort ein Stern!**************************+!

      Kreisky hat einmal gesagt, er möchte Goethe nicht als Ausländer bezeichnen müssen! Leider finde ich diesen Satz nirgends, aber ich habe ihn noch sinngemäß im Ohr!

    • Freidenker (kein Partner)
      15. Dezember 2015 07:40

      @Helmut Oswald: Hervorragender Artikel******************************.)

  11. Pennpatrik
    13. Dezember 2015 21:30

    OT: Erinnert Ihr Euch noch daran, wie die SPÖ in Wien vor Kurzem lt. Presse die Wahlen gewonnen und Strache verloren hat, weil er nicht Bürgermeister wurde?

    Jetzt hat Le Pen den Front National zur strärksten Partei Frankreichs gemacht, die Sozialisten haben sogar teilweise auf eine Kandidatur verzichtet und empfohlen, die Konservativen zu wählen, was titelt die Presse?
    "Marie Le Pen hat ihr Ziel verfehlt".
    Natürlich mit anschließender Beschreibung ihrer "Niederlage".

    Tja, Die Presse - die Österreichausgabe der Prawda.
    Wahrscheinlich haben sie dort schon alle Spiegel abgehängt, weil sie sich selbst nicht mehr ins Gesicht schauen können ...

    Was mich persönlich freut, ist, dass Sozialisten sowieso den Standard lesen (Die Österreichausgabe des Neuen Deutschland) und diese Unterwürfigkeit somit keine neuen Leser lukriert, im Gegenteil: Sie verlieren ihr Stammpublikum.

    • cmh (kein Partner)
      15. Dezember 2015 09:48

      Chrustchof und KEnnedy machen ein Wettrennen. Kennedy gewinnt. Die Prawda schreibt: Unser Staatsvorsitzender wurde Zweiter, Kennedy nur Vorletzter.

    • riri
      15. Dezember 2015 10:23

      War das nicht vom ORF in der ZiB2 von Armin Wolf?

  12. Brigitte Imb
  13. sin
    13. Dezember 2015 20:22

    Eines spielte in den Überlegungen der herrschende Klasse wohl auch eine Rolle: Es ist die Hoffnung, in Zukunft bei Wahlen die Stimmen der muslimischen Bevölkerung zu bekommen. Mit dem versteckten Hinweis, dass man ideell der Beschützer ist, finanziell der Förderer und man sie außerdem frei gewähren lässt.
    Es kann aber auch dumm laufen, wie eine eigene Liste bei der Wahl in Wien gezeigt hat.

  14. Susanne
    13. Dezember 2015 18:33

    Die allgemeinen Behauptungen über eine Nation, einen Staat oder ein Volk sind nicht seriös, denn alle genannten "Gebilde" bestehen aus vielen Menschen, welche völlig unterschiedlich agieren und reagieren. So wäre es auch sehr oberflächlich, über "die Deutschen", "die Italiener" usw. infolge von Einzelerlebnissen ein generelles Urteil abzugeben. Anders ist es bei den Regierungen, da kann man schon dem Orban und seinen Entscheidungen Lob aussprechen und unseren Faymann kritisieren.
    Ich kenne viele Slowaken, Tschechen und Polen, welche sehr angenehme Leute sind, werde dabei aber nicht den Fehler begehen, Rückschlüsse bzw. "Hochrechnungen" auf das ganze Land machen.

  15. riri
    13. Dezember 2015 18:26

    A.Unterberger ist irgendwie verwundert, dass die Ungarn bei uns beliebter als die Tschechen sind.

    Haben die Ungarn nach Kriegsende 1945 einen Völkermord an Deutschen und Altösterreichern begangen, so wie die Tschechen, mit an die Dreihunderttausend ermordeten Menschen? Brünner Todesmarsch, die Deutschen sind Freiwild, inklusive Mord! Schon vergessen?

    Das wird völlig ignoriert, leider auch in diesem Kommentar.

    Nach dem Beitritt der Tschechen zur EU werden die Benes-Dekrete obsolet, denn diese sind mit der Europäischen Union nicht vereinbar, so Frau Plassnik, Schüssel's Außenministerin. Die Tschechen haben die Benes-Dekrete in der EU noch verfestigt, die Niedertracht wird nochmals bestätigt. Frau Plassnik, schon davon gehört?

    Man kann sich noch gut auf die gehässige Polizei an der tschechischen Grenze erinnern, feindselige Willkür wurde gerne praktiziert. Die Ungarn haben gerade so viel kontrolliert wie offiziell sein hat müssen, eben im Sinne des Gulaschkommunismus, unsere Brötchen backen wir schon zu Hause.

    In den 1970ern habe ich einen tschechischen Flüchtling als Lehrling ausgebildet, welcher sich nach drei Monaten in deutsch gut verständigen konnte. Nach meinem Lob dazu seine Antwort: man muß die Sprache des Feindes können, denn wir hassen Euch und werden Euch immer hassen. Von einem Ungarn noch nie gehört.

    Es gibt hunderte solcher Begebenheiten. Heute spüre ich noch immer eine gewisse Ablehnung der Tschechen gegenüber Österreich und Deutschland, hingegen in Ungarn fühle ich mich willkommen, ja freundschaftlich aufgenommen.

    • Undine
      13. Dezember 2015 19:13

      @riri

      Absolute Übereinstimmung!**************!

    • dssm
      13. Dezember 2015 20:06

      @riri
      Machen Sie bitte nicht den Fehler, die Geschichte nur bis zu einem bestimmten Punkt zurückzuverfolgen! Wenn Sie die Zeit von Jan Hus aufwärts betrachten, so haben sich die Deutschen und Tschechen sehr oft gegenseitig das Leben schwer gemacht, wer da aktuell mehr Untaten am Konto hat, kann ich nicht sagen. Aber wir werden niemals aus diesem Teufelskreis herauskommen, wenn wir immer wieder die alten Geschichten aufwärmen.

    • Undine
      13. Dezember 2015 20:20

      @dssm

      Wenn ALLE, aber wirklich ALLE damit aufhören, "alte Geschichten aufzuwärmen", soll's mir recht sein---aber warum gerade WIR, während die anderen sehr erfolgreich weitermachen?

    • riri
      13. Dezember 2015 21:30

      @dssm

      Ich weiß dieses Thema ist schwierig, und wenn man das zur Sprache bringt, soll man selber noch ein schlechtes Gewissen bekommen.
      Die tschechische Bevölkerung hat sich für die Beibehaltung der Benes-Dekrete ausgesprochen, also für das Unrecht. Das muss man einfach zur Kenntnis nehmen und sich danach richten können.

      @Undine hat es auch mit ihrem Beitrag auf den Punkt gebracht.

      Dass die Ungarn bei den Österreichern beliebter als die Tschechen sind, sollte Herrn Dr. Unterberger nicht wundern.

    • Undine
      13. Dezember 2015 23:08

      @riri

      Die Bewohner der damaligen Tschechoslowakei und jene Jugoslawiens haben gleichermaßen grausam unter der deutsch-österreichischen Bevölkerung gewütet und sind einander an Bestialität ebenbürtig gewesen.

      Ist es da ein Wunder, daß uns die UNGARN WEITAUS näher stehen, während die (älteren) Österreicher immer noch Ressentiments gegenüber ihren einstigen slawischen Peinigern verspüren? Es ist ihnen nicht zu verdenken!

      Und daß weder die niederträchtigen BENES-DEKRETE noch die AVNOJ-BESCHLÜSSE aufgehoben worden sind, trägt nicht gerade zu vertrauensvollem Umgang mit den Tschechen und den "Jugoslawen" bei!

      Éljen Magyarország! Die Ungarn sind unsere Freunde, und unser bescheuerter Faymann kann uns allen gestohlen bleiben!

    • dssm
      14. Dezember 2015 08:37

      @Undine
      ***** für ALLE.

      Leider haben auch die Ungarn unter den Deutschen gewütet (und umgekehrt). Zwangsmagyarisierungen waren an der Tagesordnung. Ebenso gab es die Geschichen rund um die Ödenburg-Abstimmung.
      Was aber nichts daran ändert, daß Österreicher und Ungarn das Aufwärmen hinter sich gelassen haben, die anderen sollten sich ein Beispiel nehmen!

    • Freidenker (kein Partner)
      15. Dezember 2015 08:01

      @riri:

      100 % d'accord****************************************.)

      dssm:
      Es kommt ohnehin selten genug vor, dass man sich der Leiden unserer Landsleute annimmt bzw diese anzusprechen getraut, aber wenn, dann kommt gleiche wieder diese ewige Leier mit der "Aufwärmung alter Geschichten".

    • cmh (kein Partner)
      15. Dezember 2015 09:53

      Wir sind keine Juden, daher müssen wir verzeihen können. Klingt trivial, ist es aber nicht.

      Und zur Vertreibung aus der Tschoslowakei: das waren nicht die Tschechen, sondern die Kummerln. Und die grinsen heute noch aus dem Kanzler, dem Klositzwärmer, der süßen Wehsely aka Frau Schieder um nur ein paar Beispiele zu nennen.

    • Freidenker (kein Partner)
      15. Dezember 2015 10:31

      cmh:

      Na und ob das die Tschechen waren, und zwar nicht nur die politische Führung von Benesch abwärts, sondern es war besonders der Mob von der Strasse, der gegen die wehrlose deutsche Bevölkerung so abscheulich wütete.

    • cmh (kein Partner)
      15. Dezember 2015 17:29

      Können wir uns darauf einigen, dass dieser Pöbel qua Tschechen seine Untaten in den kommunistischen Jahren (mehr als) gebüßt hat?

      NB: Sogar die italienische Kulturnation hat nach dem WK I italienischsprachigen Soldaten der Monarchie als Insurgenten in die Abruzzen verbannt. Vom bisher noch unentschuldigten Italienisierungssprachterror ganz zu schweigen.

    • riri
      15. Dezember 2015 19:06

      @cmh

      Bei aller Wertschätzung an Sie, aber Ihrer Argumentation kann ich nicht folgen. Wir diskutieren hier die Verbrechen der Tschechen an der sudetendeutschen Bevölkerung
      nach Kriegsende. Was haben die italienischen Verhältnisse nach WK1 damit zu tun?

      Dieser tschechische Pöbel hat sich mit den Kummerln arrangiert, einige davon sind auch in hohe politische Funktionen aufgestiegen. Gebüßt haben Andere.

      Erst kürzlich sagte ein tschechischer Politiker, die Deutschen sollen froh sein, dass wir nicht alle umgebracht haben. Als Antwort auf die erste Entschuldigung, vom Brünner Bürgermeister.

      So, jetzt höre ich auf.

  16. Josef Maierhofer
    13. Dezember 2015 17:06

    Ich nehme an, gemeint ist die Kluft unserer politischen 'Elite' zu allem anderen bis hin zum eigenen Volk.

    Denn die Beziehungen der Menschen zwischen Ungarn und Österreich sind von diesen abgehobenen 'Faymännern' nicht wirklich betroffen.

    Während in Ungarn die Regierung für das ungarische Volk arbeitet, arbeitet sie bei uns gegen das österreichische Volk und gegen alle anderen, außer gegen die Amis, gegen Merkel, gegen TTIP, etc., was die Ideologie halt so 'mit sich bringt'.

    Es ist schon richtig, die Österreicher sind Haflinger gegen die ungarischen Lippizaner, die nach Zigeunermusik tanzen. Die Österreicher haben auch diese Regierung gewählt, die sie haben, während die Ungarn ihre Regierung gewählt haben und sich glücklich schätzen können, die Vernunft gewählt zu haben, während bei uns Vernunft verteufelt wird, hier herrscht Ideologie (=Idiotie).

  17. Ingrid Bittner
    13. Dezember 2015 14:53

    Ich meine, nichts beschreibt besser das Verhältnis Ungarn-Österreich, als der Witz, der zwar schon einen langen Bart hat, aber doch immer noch und immer wieder aktuell ist:
    Otto v. Habsburg sass ja im EU Parlament (für Deutschland), eines Tages waren die Reihen noch dürftiger als sonst besetzt, also fragte er, was ist denn heute los? Ein Abgeordnetenkollege meinte: das Fußballspiel Österreich-Ungarn. Darauf Otto: gegen wem spielen wir denn??

  18. oberösi
    13. Dezember 2015 14:39

    Derselbe linksgrüne politkorrekte Pöbel (großteils steuergeldfinanziert von den von ihm zutiefst verabscheuten bürgerlich-rechten Kreisen), der den Akif absichtlich falsch zitiert hat, ihn quasi durch Zerstören seiner wirtschaftlichen Existenz zum Verlassen des Landes zwingt und seine Bücher öffentlich verbrennt, weil er KZ gesagt hat, feiert den Werner als demokratische Lichtgestalt, wenn er dasselbe tut.

    Wobei der Werner froh wäre, wäre sein Gesagtes ein einziges Mal so hintergründig und relevant, daß es überhaupt einmal falsch zitiert werden könnte.

    Ansonsten: ex oriente lux. Denn vom verschwulten, infantilisierten Europa ist nichts mehr zu erwarten jenseits des Dogmas "Hauptsache, alle haben sich GANZ viel GANZ lieb." Bequeme Verschubmasse für den Hegemon USA im globalen Schachspiel.

    Es wird Zeit, daß sich diese vom linken Pöbel so verabscheuten Bürgerlichen aufraffen und diese parasitären Phänomene abschütteln. Angefangen von jenen intellektuellen Kreisen, die sich derartig Abstruses audenken wie die Institution des "Gedenkdieners" bis hin zu den Tausenden von Klima-, Gender-, Migrations- und GleichstellungsexpertInnen...

  19. Undine
    13. Dezember 2015 10:50

    Die Ungarn waren immer schon ein stolzes Volk gewesen, das sich nicht, wie die Slawen, zu Dienern machen hat lassen (die allerübelste Form, ein Riesenvolk zu knechten, schamlos auszubeuten und zu Dienern herabzuwürdigen, hatten übrigens die arroganten Briten mit Verve betrieben---man denke nur an Indien!)

    Diese stolze Wesensart der Magyaren imponierte immer schon den eher zur Devotheit neigenden Österreichern. Auch im Kommunismus verstanden es die Ungarn, sich ihr von den Siegermächten aufgezwungenes Schicksal zu erleichtern, wo immer es ging. So hatte, im Gegensatz zu den anderen kommunistischen Bruderstaaten, JEDER UNGAR ein kleines einträgliches privates "Nebengeschäft", um sich die Butter aufs Brot zu verdienen. Sie ließen sich also auch zu unseligen Kommunismuszeiten nicht blindlings knechten.

    Und jetzt ist es Viktor ORBAN. der uns Österreichern größte Bewunderung abringt! Orban läßt sich nicht zum EU-KNECHT verbiegen---er hat aus dieser immer noch weiter anhaltenden Völkerwanderung sein Volk mit UMSICHT konsequent herausgehalten und damit einen Weitblick gezeigt, der allen anderen EU-Politikern abgeht---von Faymännchen rede ich erst lieber gar nicht, denn diesen politischen Zwerg, der sich am Rockzipfel Angela Merkels festklammert (obwohl ich diese noch nie in einem Rock gesehen habe!), kann man nicht ernst nehmen.
    Einen Mann an der Spitze wie Viktor Orban kann sich jedes Volk nur neidvoll wünschen!

    PS: A.U. schreibt: "...die brutale Vertreibung von fast drei Millionen altösterreichischen Deutschen aus der Tschechoslowakei nach 1945."

    Früher, als die Erinnerung noch frisch war, sprach man noch von DREIEINHALB Millionen vertriebener altösterreichischer Deutscher---warum nur werden die Zahlen der DEUTSCHEN OPFER nach 1945 immer NACH UNTEN REVIDIERT, während man bei anderen Opfern schon einmal eine Null VOR das Komma setzt?

    • Haider
      14. Dezember 2015 00:12

      Dank des Pariser Vorortevertrags von Trianon von 1920 verlor Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg mehr als zwei Drittel (von 325.411 km² auf 93.073 km²) seines Reichsgebietes:
      - die heutige Slowakei und die Karpatoukraine an die Tschechoslowakei,
      - das heutige Burgenland an Österreich,
      - Kroatien, Slawonien, Prekmurje, die Regionen Batschka und Süd-Baranya (Drávaköz) und Teile des Banats an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen,
      - Siebenbürgen mit dem Rest des Banats und mit Partium an Rumänien (Art. 45-47),
      - ein kleines Gebiet mit 14 Dörfern im äußersten Norden wurde Polen zugesprochen,
      - die Freie Stadt Fiume (St. Veit am Flaum bzw. Fiume bzw. Rijeka) wurde Italien zugesprochen (Art. 53)

      Nur eines konnte ihnen niemand nehmen: kein Sieger, kein Feind und kein Plünderer -> IHRE SELBSTACHTUNG! Und darin unterscheiden sie sich ganz gravierend von Österreich.

      Für Faymann kann man sich nur schämen!!! Eine geistige, eine moralische und eine staatsmänische Null! Hoffentlich wachen Österreichs Wähler bald auf!

    • Pumuckl
      14. Dezember 2015 05:47

      @ Undine

      Ihrer Laudatio auf unser, unerschütterlich seine nationale Würde bewahrendes Nachbarvolk, die stolzen Ungarn, kann ich mich durchaus anschließen.

      Aber wenn Sie mit " . . . das nicht wie die Slawen zu Dienern machen hat lassen . . . "
      die Slawen in dieser Hinsicht pauschalierend diffamieren, muß ich energisch widersprechen !

      ° Zeigen nicht gerade jetzt die vom Welt-Leviathan USA militärisch eingekreisten,
      SLAWISCHEN Russen unter Putin, daß man auch mehrfachem " Overkill " unter Wahrung seiner nationalen Würde entgegentreten kann.

      Hat nicht der Kommunist Stalin geschafft, als er sich anschickte, ganz Westeuropa mit gigantischer Rüstungsübermacht zu bedrohen, seinen SLAWISCHEN VÖLKERN einzureden, sie zögen in einen NATIONALEN KRIEG ?

      ° " NOCH IST POLEN NICHT VERLOREN " singen die SLAWISCHEN Polen in ihrer Nationalhymne. Die Polen sind ein SLAWISCHES Volk, welches einst als Staat durch politische Aufteilung von der Landkarte verschwunden war.

      ° Im " Heiligen römischen Reich deutscher Nation " wählten 7, später 9 Kurfürsten den Kaiser des deutschen Reiches.

      Der SLAWISCHE König von Böhmen war deutscher Kurfürst.

      Außerdem ist das reine ethnische Slawentum der slawischen Völker ebenso zu hinterfragen, wie ein reines ethnisches Germanentum bei Deutschen, Österreichern und Deutschschweizern.
      Man denke da an starken vandalischen Erbeinfluß bei den Polen, und jenen der Waräger Bei den Russen.

    • cmh (kein Partner)
      15. Dezember 2015 17:34

      Die Natur des (deutschen) Kaisers als Nachfolger der römischen Kaiser ist nicht auf unsere simplistischen Nationalitätenkonzepte zu reduzieren.

      Daran scheitert sogar ein FV.

      Wie sagte Karl V. (ein bekannter "deutscher" Kaiser aus dem Haus Habsburg)

      „Ich spreche Spanisch zu Gott, Italienisch zu den Frauen, Französisch zu den Männern und Deutsch zu meinem Pferd.“

      Maximilian I. war eine Mischung aus Portugiese und Polen. usw.

  20. HDW
    13. Dezember 2015 10:47

    Statt Visegrad pflege ich im Andenken an meine Grosseltern, die "Nachfolgestaaten" zu sagen!
    Ganz interessant finde ich in diesem "Mitteleuropa-Kontext", dass der KGB Chef und spätere Zentralsekretär Andropow der M.Gorbatschov zum Politbüro kandidiert hat, Botschafter Moskaus in Budapest war und als solcher die Wandlung Ungarns zum "Gulaschkommunismus", sozusagen als Versuch einer Perestroika, begleitete. Aber eben nicht in der DDR!
    Den Danksagungen an A.Unterberger schliesse ich mich gerne an. Gerade weil man nicht immer derselben Meinung wie er ist, wartet man begierig jeden Tag auf seine echt journalistische Arbeit, um zur Kritik ("kritein" - beurteilen), angeregt zu werden!

  21. Bob
    13. Dezember 2015 10:46

    Viele Ungarn fühlen sich mit Österreich sehr verbunden. Sicher nicht durch die Habsburger, sondern durch Elisabeth die in Ungarn als Erzsebet sehr verehrt wird. Und unser vertrottelte Bundestaxler ist imstande dieses gute Verhältnis zu zesrstören. Nicht umsonst haben die Sozis bei uns alle Adelstitel verboten, ungebildetes Gesindel.

    • HDW
      13. Dezember 2015 12:00

      Ganz einfach: Faymann ist feiger Austromarxist und Orban mutiger Antikommunist (P.Lendvai)
      Das lässt sich auch auf die EU der ehemaligen Maoisten und der manichäischen FDJ Führerin Merkel beziehen. Das ist die heutige Kommintern, samt Exekutivbüro in Brüssel!

    • Ingrid Bittner
      13. Dezember 2015 22:31

      @Bob: ... haben die Sozis bei uns alle Adelstitel verboten.............
      Das ist eigentlich auch so eine halbherzige Geschichte, wenn ich mich an letztes Jahr erinnere, da kam der Herr Bundespräsident händchenweisend mit seiner Margit so ganz zufällig gerade an dem Tag nach Bad Ischl zu einer Ausstellung, als eine
      Habsburgerhochzeit gefeiert wurde. Natürlich musste der Herr Bundespräsident in der Kaiservilla seine Glückwünsche darbringen - verlogener geht's nimmer.
      Einerseits wird der Titel verboten, andererseits kriecht man, gerade auch, wenn man Obersozi ist. Widerlich.

  22. dssm
    13. Dezember 2015 10:33

    Seht gut dargestellt, vor allem das sinnlose Zerstören der excellenten Freundschaft zwischen Österreich und Ungarn ist ärgerlich.

    Aber was soll die österreichische Identität sein?
    Also ich in Salzburger, damit rein historisch ein Reichsdeutscher. Ethnisch, kulturell und sprachlich eng mit den Bayern verwandt. Wenn wir in die grosse Stadt fahren, dann meinen wir München. Wo ist meine Österreichische Identität?

    • Undine
      13. Dezember 2015 11:58

      @dssm

      So hat das auch der gebürtige "Salzburger" Mozart gesehen; er nannte sich selber einen Deutschen, sein Vater war Augsburger, die Mutter St. Gilgenerin.************!

    • Sensenmann
      13. Dezember 2015 17:51

      Richtig so! Für mich gehören Goethe und Schiller auch nicht zur ausländischen Literatur und Bayern ist für mich ohnedies benachbartes Inland!

  23. Le Monde
    13. Dezember 2015 09:50

    Viktor Orban ist in Wahrheit der Held der EVP. Beim Kongress der Europäischen Volkspartei in Madrid wurde er frenetisch bejubelt, während die armselige Pastorentochter aus dem Osten verschnupft in der Ecke verharrte, sie konzentrierte sich halt auf die Wirtschatfspolitik von der die Dame null Ahnung hat. Denn bisher hat sie alles, was sie angegriffen hat, runiert!

    • Pennpatrik
      13. Dezember 2015 21:19

      Der Vater der Pastorentochter ist - als Kommunist - freiwillig in die DDR übersiedelt.
      Man muss sich das einmal vorstellen: Die kommt aus einem Haus, in dem diese verbrecherische Ideologie hochgehalten wurde.
      Sie agiert ja auch wie eine Kommunistin.

    • Undine
      13. Dezember 2015 22:20

      @Pennpatrik

      **************!
      Da mußte einer schon ein in der Wolle gefärbter, äußerst fanatischer Kommunist gewesen sein, um FREIWILLIG aus dem deutschen Westen mit Familie in die DDR zu übersiedeln! Wollte er etwa gar als Pastor die Leute in der DDR missionieren? Das kann ich mir doch nicht gut vorstellen.

      Was man davon halten soll, weiß ich nicht:

      https://unbequemewahrheit2014.wordpress.com/2014/11/26/das-merkel-regime-01-zionistin-mit-il-pass-zerstort-deutschland-2008-2014/

  24. socrates
    13. Dezember 2015 09:22

    Die Verlierer des WKI waren Österreich und Ungarn. Nachdem WKll kamen die Beneš Dekrete durch die Rassenpolitik der Alliierten zur Geltung, die wiedergeben Ö und U gerichtet waren. Die Verlierer schweißte die Ungerechtigkeit zusammen. Die anderen Nachbarn Österreichs gehörten zu den Siegern.
    Die EU setzt die Politik der Alliierten fort, zusammen mit einem rechtlosen Deutschland. Bei jeder Gelegenheit geht die EU gegen Österreich und Ungarn los. Bei uns wurde der Schulabbrecher Faymann installiert, der auf alles "Ja" sagen muß,das er keine eigene Meinung hat. In Ungarn waren wir immer willkommen, in der Tschechei nie!
    Ungarn griff zur Notwehr, wählte Orban und hat es gut.

    • Sensenmann
      13. Dezember 2015 17:52

      Danke! **************!

    • Josef Maierhofer
      13. Dezember 2015 19:24

      @ socrates

      Ich habe öfter schon gedacht, auch hier schon laut, wie wäre ein Wiedererstehen dieser Gemeinschaft, oder was halt noch davon übrig ist, die ja noch stark lebt unter den Menschen. Das wäre doch wesentlich näher als das amerikagesteuerte Westeuropa.

    • Alex K. (kein Partner)
      15. Dezember 2015 12:22

      WK I haben wir verloren. So die Behauptung. Die Truppen Österreich-Ungarns standen tief im Feindesland! Im Felde unbesiegt! Wir haben den Krieg gewonnen, nicht die anderen. Welche Sauereien wurden da gespielt dass der Krieg als für uns verloren galt und gilt? Wie kam es dass die Tschechen die doch zur Monarchie gehörten und an deren Seite auch im Kriege standen, dann zu den Siegermächten zählten? Usw. etc. ! Die Schweinerei der Katzelmacher hinsichtlich Südtirols, die Rechtlosigkeit der Südtiroler in der Zwischenkriegszeit -
      alles heutzutage kein Thema, wird unter den Teppich gekehrt und Österreich kriecht den ehemaligen Feinden, die sich jederzeit zumindest unterschwellig immer noch als solche entpuppen, in den Arsch- freilich hülfe es auch nichts mehr, aber wissen sollte man es schon!

  25. Politicus1
    13. Dezember 2015 08:05

    1) ein herzliches Dankeschön für diesen fundierten Tagebuchkommentar!
    2) Es war Alois MOCK, der als Außenminister die Wichtigkeit guter nachbarschaftlicher Beziehungen erkannte und darnach handelte. In Ungarn, Slowenien, Kroatien ist sein Name heute noch geschätzt und Synonym für die Freundschaft mit Österreich.
    3) Schüssel konnte darauf aufbauen und tat dies auch.
    4) Die nachfolgenden sozialistischen Bundeskanzler haben alle diese Boni leider verspielt. Seien wir ganz ehrlich: wo in der EU finden sich heute Staaten, die wir als echte politische Partner Österreichs bezeichnen können? Mit Faymanns Attacken auf Ungarn und seiner mehr als dummen Meinung in der Flüchtlingskrise ist es ihm gelungen, unsere Sympathien bis ins entfernteste Baltikum zu verspielen.
    Seine lächerliche Anbiederung an Tante Angela hat im Gegenzug unseren unmittelbaren Nachbarn Bayern in Rage versetzt ...
    5) Einzig Außenminister KURZ hat in dieser Regierung noch genug Hausverstand und versucht zu retten, was noch zu retten ist. Was - natürlich - automatische Abwehrreflexe bei den GenossInnen auslöst. Nach dem Motto, nicht "my country first!", sondern "Parteipolitik und linke Ideologie first!".

  26. Brigitte Imb
    13. Dezember 2015 01:40

    Leider reichen Faymanns kognitive Fähigkeiten maximal für sozialistische Ideologien und nicht für Diplomatie. Darum müssen wir mit der politischen Kluft, die uns der "Clown Europas" speziell gegenüber Ungarn eingebrockt hat, leben. Die ÖVP hat sich übriges auch nicht sonderlich angestrengt um den Disput auszuräumen sondern feig mitgemacht.

    Privat merkt man davon zum Glück nichts. Im Gegenteil, in Ungarn erscheinen mir die Menschen wesentlich freundlicher als z.B. in Wien.

    Ja, und hätten die Ungarn nur ein paar Höhenmeter mehr aufzuweisen, würden sich die Österreicher dort stauen. Egal welche politische Führung im jeweiligen Land vorzufinden wäre. ;-)

    • DerVolkswirt
      13. Dezember 2015 10:03

      Dabei hätte es die ÖVP nicht schwer gehabt, sich an Orban "anzuhängen". Ähnliches hat ja auch Seehofer versucht, bevor er eingeknickt ist. Orban ist und bleibt nämlich ein konservativer Politiker, obwohl seine Gegener ihn gerne ins rechte Eck verweisen. Das merkt man an seinen durchdachten Argumenten und ideologischen Ansichten.

  27. kritikos
    13. Dezember 2015 00:52

    Diesmal hat unser Blogmaster mit großer Akribie die manchmal schizoide Beziehung Österreich - Ungarn beschrieben, ganz ohne die sonst üblichen Pecker.
    Die Ungarn leiden noch immer an "Trianon" und betonen, ja bewundern gerne ihre Unabhängigkeitskriege gegen Habsburg, d.h. Österreich. Sie haben aber nach 1956 die Grenze relativ durchlässig gemacht, besser als die CSSR.
    Dass unsere Regierung auch auf dem Gebiet der nachbarschaftlichen Kooperation ein Jammerbild abgibt, ist halt ein weiteres Indiz für die Notwendigkeit, sie abzulösen.

  28. Pennpatrik
    13. Dezember 2015 00:24

    Das sind die Sahnehäubchen auf die "normalen" Unterberger-Kommentare.





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