Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Fußnote 308: Die Polen und die Russen

Über den rund um den Fußball wieder aufgeloderten Hass zwischen Russen und Polen und seine jahrhundertealte Vorgeschichte ließen sich ganze spannende Bücher schreiben. Daher nur eine kleine Anekdote.

Es war in den 80er Jahren in Krakau. Ein polnischer Student hatte eine russische Gruppe als Dolmetscher und Reiseleiter zu betreuen. Beim ersten Frühstück merkte er, dass die Russen nicht wussten, wie man mit den servierten Tee-Säckchen umgeht. Darauf nahm er sein Säckchen, hielt es in den Mund und goss dann heißes Wasser darüber. Was ihm darauf alle Russen nachmachten. Der junge Mann verlor seinen Job, wurde bestraft – und zum großen Helden unter seinen Mitstudenten. Heute drückt einander eine andere Generation etwas weniger subtil die gegenseitige Verachtung aus.

 

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print


alle Kommentare

  1. Dilshod (kein Partner)

    Tack ff6r tipset om he5rguiden. Kanske blir det en sve4ng inom bkteuin i gallerian imorgon pe5 span efter en se5dan de4r guide. Haha, det e4r inte le4tt det de4r ne4r man fastnar och bara inte kan le5ta bli. Skf6t om dig Tina och hoppas att du fe5r en fin helg.?Kram Lotta http://frjbxcu.com [url=http://katrdnqgamj.com]katrdnqgamj[/url ] [link=http://efcxaqkaxz.com]efcxaqkaxz[/link ]



  2. Carlos (kein Partner)

    Fint tips, tack!Ha en skf6n och avkopplande helg (oops, skrev visst pe5 svkesna Jag som tycker det e4r se5 rolig att skriva pe5 engelska he4r hos dig)Kram! http://ryrdvbch.com [url=http://wfkjfmf.com]wfkjfmf[/url ] [link=http://hhbglr.com]hhbglr[/link ]



  3. Jon (kein Partner)

    Tack ff6r tipset, det kan jag behf6va! Blev full i skatrt ne4r jag le4ste om spelet du fastnat i, sje4lv e4r jag lika fe5nigt fast i Candy crush!Mvh Ulrika



  4. Marleny (kein Partner)

    Fint tips, tack!Ha en skf6n och avkopplande helg (oops, skrev visst pe5 seknsva ;) Jag som tycker det e4r se5 rolig att skriva pe5 engelska he4r hos dig)Kram!



  5. Boyet (kein Partner)

    Mit Beautiful werde ich einfach nicht warm. Aber Augenbling gefe4llt riithcg gut. He4tte auch eine Peter Fox Single sein kf6nnen ;)



  6. schwejk (kein Partner)

    Sorry für OT, aber am islamkritischen Himmel wurde soeben ein neuer Stern geboren. Die Exil-Iranerin Azadeh Sepehri bloggt unter anderem folgendes:

    “Es wird oft behaupetet, der Islam habe der Tradition einiger arabischer Stämme, die weiblichen Babies zu töten, ein Ende gesetzt. Warum wohl? Weil der Islam Weitsicht besaß. Er dachte: „Wieso die weiblichen Babies töten? Wir warten ein paar Jahre (genau 9), dann ficken wir sie.“ Die Tradition, weibliche Babies zu töten, wurde durch die Tradition, weibliche Kinder zu ficken, ersetzt.”

    Sämtliche links, Beweise und Zitate gibt es hier:

    http://redegefahr.com/2012/06/15/islamische-penisfixierheit-als-erklarung-fur-frauenfeindlichkeit/



  7. Undine

    OT, aber ein Schulbeispiel für wahrlich gekonntes "Gendern"

    Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: Hannes Androsch bei der schönen (bei guten Linken besonders sanften) LOU in der ZIB2:

    ".......die Abgeordneten und ABGEORDNETERINNEN....."

    und gleich drauf schießt er noch einen Bock: "...wir müssen Nägel mit KÖPFE machen"

    und NEIN, es ist nicht mein Tippfehler! Ausgerechnet der Initiator des "Bildungsvolksbegehrens" will Nägel mit Köpfe machen! Herr Androsch, lernen Sie selber erst einmal richtiges Deutsch!



    • Cotopaxi

      Der inzestbedingte Verfall des ORF schreitet voran, warten wir ab, was uns die nächste Generation der Mitarbeiter bringen wird (Vater, Mutter und Großeltern im ORF sozialisiert). Der ORF scheint als Arbeitgeber die vorgeschriebene Behindertenquote zumindest zu erfüllen.

    • Torres (kein Partner)

      Kann ich voll bestätigen, ich habe auch beides gehört, allerdings ursprünglich geglaubt, mich bei den "Abgeordneterinnen" verhört zu haben.
      Der "schönen" Lou gelingt es bei Linken sogar, ihren notorischen "bösen Blick" etwas zu mildern. Habe sie übrigens kurz danach noch bei Stermann und Grissemann, unter den bewundernden Blicken ihres Dittelbachers, als sehr "lustig" erlebt: den eigenen Nachnamen "Lorenz" habe sie vor allem deshab bewahrt, damit ihre Kinder nicht mit jenen bereits drei vorhandenen ihres Göttergatten aus erster Ehe verwechselt werden.

  8. libertus

    OT

    Hannes Androsch in der ZiB 2:

    Man sollte diesen Mann nicht mehr vor die Kamera holen, er scheint gesundheitlich schwer beeinträchtigt und das ist für den Zuseher erschütternd - abgesehen von seiner linken Agitation!

    Laßt ihn doch in Würde altern!



    • byrig

      das problem ist:androsch kommt von sich aus!er will unbedingt sein sozialistisches projekt "gesamtschule" durchsetzten-egal,wie mickrig sein volksbegehren auch ausgefallen ist.
      besonders ärgerlich in hinsicht androsch ist auch,dass er im orf immer als grosse wirtschaftskompetenz dargestellt wird-trotz seiner vergangenheit.

    • Undine

      @byrig

      Ein Linker ist in Ö sakrosankt und daß das auch so bleibt, dafür sorgt der ORF.

    • Cotopaxi

      Den Plan, sich als Nachfolger von Fischer zu präsentieren, hat er wohl schon aufgegeben. Deshalb der verhärmte Gesichtsausdruck des alten Mannes.

    • terbuan

      Es ist wirklich unglaublich und unerträglich wie sich dieser Altpoilitiker und seinerzeitige "Leider.nein-Millionär" noch immer in den Vordergrund drängt bzw. gedrängt wird!

    • cmh (kein Partner)

      Schon Kreisky musste erkennen, sich in den Fähigkeiten des Herrn Androsch geirrt und vielmehr eine Natter an seiner Brust genährt zu haben.

      Man vergleiche nur die Bürgerlichkeit des großen Bruno und das immer deutlicher herausalternde Proletentum des Herrn Hannes. Was für den jugendlichen Androsch noch als Zeichen unbekümmerter Tatkraft gelten konnte, nämlich seine Spreche und auch sein Gesicht, hätte sich eigentlich im Laufe des Alterns abschleifen müssen. War aber nicht!

      Jetzt fern seiner Prokrationsfähigkeit, bleibt von Androsch immer mehr nur der Prolet.

    • Undine

      Manchmal stelle ich mir vor, wie sich wohl einstmals eine Unterhaltung zwischen den drei Rekord-Langsamrednern Kreisky, Fischer und Androsch angehört haben muß. Und wenn sich dann noch van der Bellen dazugesellt haben mag.......
      Wer da als Erster eingeschlafen ist? :-)

    • Cotopaxi

      Grasser und Graf werden von den Linken und ihren Schwarzen Komplizen seit Jahren kriminalisiert und Vorbestrafte werden idealisiert.

      Die Welt ist doch verkehrt.

    • plusminus

      Hannes Androsch hätte das Zeug dazu, womöglich zum "Jopie Heesters" der österreichischen Politik zu werden?

  9. Anton Volpini

    O.T. weil es weder um Fußball, noch um Polen und Rußland geht, dafür aber um Deutschland und die EU (Frankreich).
    Die Schweizer haben schon eine feine Klinge, wenn es um die Kommentierung der innereuropäischen Auseinandersetzung geht!

    "Die Mär von der Schuld Deutschlands"

    http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/uebersicht/die-maer-von-der-schuld-deutschlands-1.17230074



    • Cotopaxi

      o.T.

      Die NZZ bietet eine Probeabo um 48 Euro für 10 Wochen an:

      https://abo.nzz.ch/abodetail/internationale-ausgabe.htm

      Auch per E-Mail bestellbar: leserservice@nzz.ch

    • terbuan

      Danke für diesen Link. Bezeichnend der letzte Absatz:

      "Deutschland und die Schweiz machen es vor. Die Unternehmen sind mit ihren teuren Produkten an den Weltmärkten nur erfolgreich, weil sie qualitativ der ausländischen Konkurrenz überlegen sind. Doch die derzeitige europäische Kritik an Deutschland erinnert an die gute alte Schulzeit. Auch dort passte man sich oft dem Niveau der Klassenschlechtesten an – zulasten der Besten. Sollte die EU diesen Weg weiter beschreiten, werden nicht nur die bereits darbenden Länder vor einer ungewissen Zukunft stehen."

    • Anton Volpini

      Nach dem Weggang Dr. Unterbergers von der damals sensationellen Wiener Zeitung bin ich zur NZZ gewechselt, und genieße seit dem den biederen Blick der Schweizer auf unser chaotisches Europa, Cotopaxi.
      Kanns nur jedem weiterempfehlen.

    • dssm

      Leider schwenkt selbst die NZZ immer stärker nach links weg. Trotzdem, eine gut gemachte Zeitung, welche sich stellenweise sogar um die Wahrheitsfindung bemüht.

  10. Erich Bauer

    "...rund um den Fußball..."

    3 lustige Sprüche um den Fußball von "Retro"-Akteuren:

    Franz Beckenbauer:
    (über das WM-Finale 1990): "Damals hat die halbe Nation hinter dem Fernseher gestanden."

    Georgie Best:
    "Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst."

    Diego Maradona:
    (auf die Frage, ob er das entscheidende Tor im WM-Viertelfinale gegen England bei der WM 86 mit der Hand erzielt habe): "Es war die Hand Gottes."



  11. Johann Scheiber

    Beim Fußball bin ich nicht normal, beim Fußball bin ich national!
    (Helmut Qualtinger)



    • Anton Volpini

      Aber beim Spielen warst Du unser Klassenbester, Johann.
      Ich meine....wenigstens dort. :-))

  12. Erich Bauer

    "...rund um den Fußball..."

    Hooligans sind weder fußballinteressiert, noch geschichtsbewußt. Sie sind eine Plage, eine Heimsuchung. Gibt's auch bei uns. Rapid-Präsident Edlinger (SP) pardoniert (heimlich) mit Augenzwinkern derartige Umtriebe. Wie's scheint... Offensichtlich wird dieses Hooli-Ritual von der Politik irgendwie geduldet.

    Fahren Sie nie mit der U4 nach einem Matchende!



  13. HDW

    Jedwedes Ressentiment wird durch Instrumentalisierung zum Machtinstrument im jeweiligen Diskurs! Ob "Antisemitismus" oder "Massaker von Nanjing" u.s.w. und so fort. Also sind die Auswirkungen des darauffolgenden Machtmißbrauchs, wenn negativ auch durch Diskurs z.B. der Historisierung und Verwissenschaftlichung zu verhindern! Aber nicht durch einen heute wieder voll im Gange befindlichen manichäischen Monolog der Neomarxistisch gepolten Eliten Europas, besonders der deutschen Musterknaben. Für Russland - Polen müsste die Legende der "Befreiungslüge" durch die Rote Armee in der Zeit vor dem WKII der Putinschen Machtrethorik entzogen werden. Und nicht nur durch polnische Historiker! Vielleicht ersparten wir dem Russischen Volk und uns auch die lächerliche Operetteninszenierung am "Tag des Sieges" auf dem Roten Platz!



    • Konrad Loräntz

      Da passt vielleicht eine Zeile aus dem Wikipedia Artikel über Polen, also aus einer Quelle, die alles andere als der Rechtslastigkeit verdächtig erscheint.

      "Eine restriktive Politik gegenüber der deutschen Minderheit, die zur Emigration etwa einer Million deutschsprachiger Staatsbürger führte ...."

      Das waren soweit ich weiss, also wesentlich mehr Menschen als im Deutschen Reich ..... Und warum sind die ausgewandert ? Weil ihnen die polnischen Briefmarken nicht gefielen oder die Versorgung mit Moselwein zu wünschen übrig liess ?

    • dssm

      Ich glaube es gibt so etwas wie ein 'Gedächtnis der Völker'. Es dauert viele Generationen bis ein als furchtbar empfundenes Geschehen 'gelöscht' ist. Schauen Sie sich das aktuelle russische Filmschaffen an. Da gibt es mehr Filme über die Erniedrigungen von 'Mutter Russland' durch die Polen, als Filme über den WKII. Die Filme sind alle um historische Korrektheit bemüht! Man merkt Geld spielt keine Rolle und ein paar Historiker haben sich um Fakten bemüht. Das Thema zieht in Russland offensichtlich Massen in die Kinos. Das sind Geschichten vom der frühen Neuzeit - also sehr lange her....
      Als Österreicher sollten uns eigentlich beide Nationen sympathisch sein. Die Polen war vor Wien dabei (1683), die Russen haben gegen die Preußen und den korsischen Zwerg (die Geschichte mit 48 lassen wir als Freunde von Ungarn besser aus) geholfen.

  14. libertus

    Man sollte nicht vergessen, daß es allzuoft in Rußland wie in Polen die Medien sind, die diese in Jahrhunderten gewachsene Feindschaft für junge, gewaltbereite oft nicht sehr geschichtsbewußte Gruppen wieder hochkochen, um so zu entsprechenden Schlagzeilen sowie gewünschten Auflagensteigerungen zu kommen.
    Sie ermuntern diese Hitzköpfe geradezu und haben dann tagelang ihr Thema über Ausschreitungen, Gewalt und Chaos - leider funktioniert die Taktik immer wieder und hat auch bei uns schon so manche Demo "aufgewertet" - nicht zuletzt die beühmt-berüchtigten Donnerstagsmarschierer.

    Zum Glück hat es bei der aktuellen Fußball-EM nur mäßig gewirkt und es bleibt zu hoffen, daß auf beiden Seiten mit neuem Selbst- auch mehr Veantwortungsbewußtsein einkehrt und Bilder bzw. Berichte von gegenseitigen Gewaltattacken immer seltener werden.



    • dssm

      Sie meinten für sehr Geschichtsbewußte? An anderer Stelle habe ich die russische Sicht darzustellen versucht, hier nun die polnische.
      Nach der Teilung Polens (auf drei Etappen), war es im russischen Teil, wegen religiöser Spannungen und einem althergebrachten Ressentiment, RACHE!, der Russen, am wenigsten gut zu leben.
      Also sind die Aktiven hinausgezogen. Diese Menschen kehrten stets mit dem Wissen zurück, die Russen haben uns die Heimat gestohlen. Die Niederschlagung der Aufstände in Kongresspolen war auch nicht die feine Art. Am schlimmsten traf es aber Polen nach der größenwahnsinnigen Aktion gegen das revolutionäre Russland. Die Gräueltaten, einer vom Mittelstand geführten Unterschichtsoldadeska, sind unbeschreiblich, wenn Ihnen jemand Photos aus der Zeit anbietet, lehnen sie dankbar ab, das geht selbst für einen Unfallchirurgen zu weit.

  15. inside

    Na ja, immerhin klauen die Polen mehr Autos als die Russen...



  16. Helmut Oswald

    Das Verständnis des Verhältnisses der Polen zu ihren Nachbarn (Wk 'die haben dann kräftig aufgeholt') ist gegenwärtig noch immer geprägt von Klischees, welche die Nachkriegspropaganda in Umlauf gesetzt hat.
    Die Polen gelten - vereinfacht gesagt - ganz allgemein als Opfer böser Russen und unentwegt stets noch viel böserer Deutscher. Sie kommen ('Jakobowsky und der Oberst') entweder als liebenswerte Tolpatsche und Biedermänner, oder als Opfer perfider Verschwörungen gegen ihre Freiheit (Sender Gleiwitz) in Geschichtsbüchern und der veröffentlichten Meinung weg. Der politische Katholizismus des sogenannten 'konservativen Lagers' leistet dazu seinen täglichen Beitrag.

    Dieses Trugbild wird in Polen selbst nur von einem Teil der politischen Klasse befördert (Kaczinski Brüder), der große Teil der Polen ist längst weit realistischer im Selbstbild, als das seine Umgebung leistet. Die Wegblendung maßgeblicher, freilich in der Berichterstattung unerwünschter, weil unbequemer historischer Fakten ist - wie stets in derartigen Fällen - Grundlage dieser, freilich politisch korrekter, Vorstellungswelten. Dabei werden - nur auszugsweise - folgende historische Tatsachen verschwiegen, ihre Verbreitung unterdrückt oder diese nur zugelassen, wenn sie bis zur Unkenntlichkeit verzerrt wurden.

    1) das heutige polnische Staatsgebiet besteht heute zu einem erheblichen Anteil an geraubtem Land, das durch Völkermord und ethnische Säuberungen 1945 - 48 zwangspolonisiert wurde
    2) obwohl es Deutschland und Österreich Ungarn waren, die im 1. Weltkrieg für Polen die Wiederherstellung eines eigenen Staates leisteten, schwenkten die unter dem späteren Diktator Pilsudski gegründete und gegen die Russen eingesetzte polnische Legion, nachdem sich das Kriegsglück gewendet hatte, rasch auf die Seite der Entente um und beteiligten sich die Mehrheit der Exilpolen mit großer Begeisterung an der Annexion deutscher Territorien von denen nicht nur völlig klar war, das in diesen zu keinem Zeitpunkt eine Mehrheit für den Anschluß an Polen zu finden war, weshalb unter Bruch des Versprechens von Wilson dort sicherheitshalber gar keine Abstimmung sondern bloß eine gewaltsame Annexion stattfand. Die Wiederherstellung eines eigenen polnischen Staates ist somit historisch betrachtet, keineswegs ein Verdienst der westlichen Alliierten - gedankt wurde die Wiederherstellung Polens den ehemaligen Mittelmächten aber zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil - im Gegenzug wurde mit Annexion und bewaffneter Expansion, die erst, wie auch in Kärnten 1920 durch örtliche Gegenwehr gestoppt werden konnte, das polnische Staatsgebiet aller Orten zu Lasten anderer Völker - inbesondere der deutschen - ausgeweitet.
    3) der polnische Staat der zwanziger und dreißiger Jahre war ein Vielvölkerstaat - anders aber als die Monarchie - die von den Siegern als 'Völkerkerker' zwar denunziert wurde, behandelte Polen diesen Umstand mit massivster staatlicher Repression. Wenig bekannt ist, das Auschwitz und andere später so berüchtigte Orte ihre Genesis in genuin polnischen Konzentrationslagern hatten. Sie waren zwar ursprünglich keine Orte der Massenvernichtung, wie später durch die NS Führung betrieben, aber sie waren Orte massivster polizeistaatlicher Unterdrückung und Entrechtung für: Deutsche, Juden, Ukrainer, Litauer, Weissrussen und anderer der polnischen 'Staatsidee' hinderlicher Völker.
    4) der polnische Staat hat, nachdem er Teil des Versailler Systems wurde, mit Entrechtung (Zwangsenteignungen) und systematischem Terror, der besonders Brandstiftung, aber auch Mordaktionen und staatliche Diskriminierung zum immanenten Bestandteil eines Gesamtsystems ethnischer Säuberungen machte, die erste Welle an Ostflüchtlingen ausgelöst, die in den zwanziger und dreißiger Jahren Deutschland erreichte und aus den ehemaligen kaiserlich-deutschen Provinzen Posen und Westpreussen versucht, ponisches Land zu machen. Dabei wird in der Ideologiediskussion übersehen, daß es nicht nur in deutschen Nationalistenkreisen das gab, was man den 'Drang nach Osten' nannte und damit die Zwangsgermanisierung zur Erlangung neuen 'Lebensraumes' meinte, sondern es gab auch das entsprechende polnische Gegenstück. Wielko Polski -
    Großpolen (so hieß übrigens auch eine polnische Truppe, die 1939 in den Krieg zog) - mit großpolnischer Propaganda, die unter absurder Verdrehung historischer Tatsachen eine Westausdehnung Polens unter Einschluß des Ruhrgebietes und der Stadt Hamburg - als polnische Hafenstadt - forderte.
    5) Wenn sich Polen - 1939 keineswegs ein demokratisches Land - der Zustimmung seiner Staatsbürger so sicher war, warum vermochte es eigentlich keiner Abstimmung über das Schicksal des sogenannten Korridors zuzustimmen - unter internationaler Kontrolle ? Stattdessen besorgte sich Polen aussenpolitische Rückendeckung bei 'Groß'britannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Als letztere Macht der Regierung Rydz-Smigly (O Ton von 1939: er werde auf einem Schimmel in Berlin siegreich einreiten und den Deutschen bei lebendigem Leib die Gedärme herausreissen) die Garantie eines Kriegseintrittes an Seite Polens gab, setzte die zunächst pogromartige und schließlich massiv lebensbedrohliche Verfolgung der noch im Land befindlichen deutschen Zivilbevölkerung ein. Die zunächst noch vereinzelten Mordaktionen an Deutschen - diese waren seit sie polnische Statasbürger waren ohnehin Menschen zweiter Klasse in ihrer Heimat gewesen - setzten ab Juli 1939 ein und steigerten sich bis hin zum sogenannten 'Bromberger Blutsonntag' am 5. September, einer Mordaktion die im Laufe eines Wochenendes etwa 5.000 deutsche Menschen das Leben kostete, die pauschal als Verräter, Spione und Saboteure vom aufgebrachten und bewaffneten polnischen Mob unter aktiver Teilnahme der polnischen Exekutive (Gendarmerie und Militär) unterschiedslos getötet wurden - Männer, Frauen , Kinder. Das die Nazipropaganda die Opferzahlen später übertrieben hat, wird an diesen bedauerlichen aber heute zumeist unbekannten Fakten nichts ändern. Und Bromberg war kein 'Betriebsunfall' der polnischen Politik - es war bewußte und gewollte ethnische Säuberung.

    Dies und noch viele ander Tatsachen bleiben in der politisch veröffentlichten Geschichte gegenwärtig zumeist unerwähnt - stattdessen wird die NS - Lügenaktion rund um den Sender Gleiwitz breit berichtet. Aber niemand fragt sich, wie beispielsweise ein amerikanischer oder israelischer Staat heute daruf reagieren würde, wenn seine Volkszugehörigen in einem Nachbarland Opfer massivster Entrechtung und zunehmender physischer Gewaltanwendung unter staatlicher Duldung und Förderung bis hin zu organisierten Mordaktionen wären.

    Stattdessen setzt die historisch präzise Betrachtung zumeist erst ein, wenn es gilt den widerwärtigen NS Besatzungsterror gegen Polen ab 1939 in allen seinen Formen zu beschreiben. Auch wenn es keiner Vorgeschichte bedarf, um diesen kategorisch abzulehnen und die beteiligten Täter zu verurteilen - aber mit Verlaub, die ganze Geschichte muß schon erzeählt werden dürfen. Denn die Wahrheit, und zwar auch dieser Teil, ist den Menschen zuzumuten.

    Ich beziehe tatsächlich viele Nachrichten aus Polen - einerseits regelmäßige zweisprachige (polnisch-englische) Publikationen eines renommierten Warschauer Militärverlages und anderseits stehe ich in Kontakt zur kleinen polnischen Gemeinschaft in Wien. Anders als bei rückwärtsgewandten linken Nachkriegswiderständlern kann ich nur zwei Feststellungen festhalten: die polnischen militärhistorischen Publikationen sind frei von jeglicher Propagandaattitüde, sie schüren keinerlei Ressentiments oder Hass und nicht einmal in Ansätzen so etwas wie Revanchismus. Sie sind von bestechender Objektivität und behandeln die ehemalige deutsche Wehrmacht unvoreingenommen und teilweise mit erkennbarem Respekt. Eine Haltung, die in usneren Breiten mittlerweile von schicksalhafter Gefährlichkeit für die bürgerliche Existenz sein kann. Zweitens: die überwiegende Zahl an Exilpolen ist ressentimentfrei, unvoreingenommen und weiß zum Teil viel genauer über den eigenen Beitrag an der historischen 'Gedächtnislast' Bescheid, als die Meisten der bei uns in allen Rängen vertretenen Buß- und Bittgänger. Ein Umstand, der auf eine versöhnliche Zukunft hoffen läßt.



    • Wertkonservativer

      Sie haben teilweise ja wirklich recht; die Polen waren auch nicht immer die Feinsten, und haben auch an uns Deutschen Unrecht getan.
      Auch die Oder/Neisse-Grenze (Ergebnis des verlorenen 2. Weltkrieges) ist natürlich ein Unrecht an Deutschland; für die Polen wars einfach ein von der Siegermächten gerne angenommener Ersatz für die an Russland verlorenen Ostgebiete!

      Man soll halt keine Kriege verlieren! Deutschland + Österreich stünden heute noch weit besser da, hätten wir die letzten zwei großen Völker-Auseinandersetzungen, die
      - seien wir uns doch ehrlich - von Deutschland (WK1+2) und Österreich (WK1) begonnen wurden, nicht ziemlich eindeutig verloren.
      Im Übrigen: Kompliment für Ihre seriösen und von tiefer Kenntnis getragenen Ausführungen über die polnische Geschichte des 20. Jahrhunderts bis heute!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Helmut Oswald

      Lieber Wertkonservativer - nicht wir haben dem Zaren, sondern der Zar hat uns 1914 seine Mörder geschickt. Aber ich bemerke mit Erstaunen und Respekt, daß Sie sich zu einem 'uns Deutschen' durchringen können. Ich hätte Ihnen das nicht zugetraut und bin davon angenehm überrascht.

      Auf den Krieg mit Polen von 1939 ersparen sie mir zunächst einzugehen. Es fehlt mir im Moment an Ruhe und Zeit, die einzelnen Fäden diese gordischen Knotens sorgsam auseinander - und aus meiner Sicht - zutreffend und sachgetreu zuzuordnen. Ich empfehle aber jedem der ständig mit empörtem Getöse vom Überfall auf Polen spricht, das Buch '1939 - der Krieg der viele Väter hatte'zu lesen. Wissenschaftlich bis dato jedenfalls unwiderlegt. Immerhin hatte Polen zwischen 1930 und 1935 dreimal offiziell Frankreich aufgefordert, einen unprovozierten Präventivkrieg gegen Deutschland zu führen - und das eben nicht erst, als Hitler Staatschef war. Und immerhin hat Polen lange vor Deutschland gegen dieses zuerst teil und dann voll mobilgemacht - beides liest sich heute so gut wie nicht nicht in Geschichtsbüchern unserer Schulen. Von den großpolnischen territorialen Fieberträumen zu Lasten Deutscher, Litauer, Weissrussen und Ukrainer einmal ganz abgesehen - die gerne von jenen übersehen werden, die hinsichtlich deutscher Politik stets bereit sind realpolitische Aspekte zur Gänze als unwesentlich beiseite zu schieben, hingegen diese durch besser in ihr Denk- und Bewertungssystem passende nazistische und rassenideologische Positionen der NSDAP zu ersetzen - doch gleiches hinsichtlich des Stalinismus in die entegengesetzte Richtung niemals gelten lassen.
      Peu a peu, Wertkonservativer, da gibt es noch sehr sehr viel aufzuarbeiten. Und, auch wenn es der Linken nicht passt, wider das Vergessen gilt es anzutreten ! Aber wieder jedes Vergessen ! Nicht wir haben dem Zaren Mörder geschickt ... aber die Mordtat von Sarajewo ist zu den Romanows zurückgekehrt.
      In jenem an Mordtaten so reichen Jahrhundert.

    • Erich Bauer

      Helmut Oswald,
      "... wider das Vergessen..."

      Ich bin überzeugt, daß die europäische "Nationalstaatliche-Geschichte" aufgearbeitet wird, ja sogar größtenteils schon ist... Ebenso bin ich überzeugt, daß diese Geschichte den fernen Generationen, die noch gar nicht geboren sind, irgendwann lückenlos, schonungslos, in wissenschaftlich dokumentierten Details weitergegeben wird.

      In jedem Fall dann, wenn dieses uns bekannte Europa der Vielfalt so nicht mehr besteht! Die braven EU-Schüler dieser Zeit werden dann die Fakten brav auswendig lernen... Aber, es wird ihnen vorkommen, als würde der EU-PhD Lehrer von einem anderen Planeten sprechen...

    • Wertkonservativer

      Lieber Helmut Oswald,

      nachstehend eine kurze Klarstellung zu meiner Zuordnung auch als Deutscher:
      Väter- und mütterlicherseits stammen meine Vorfahren aus den deutsch besiedelten Randgebieten der weiland österreichischen Monarchie, waren also Altösterreicher, und nach dem Ersten Weltkrieg dann plötzlich Sudetendeutsche.
      1938 - 1945 waren ich und meine Brüder dann "echte" Deutsche, meine Brüder sind auch als Deutsche gefallen.
      Nun, seit 1947 bin ich zwar stolzer und begeisterter Österreicher, fühle mich im größeren Zusammenhang jedoch durchaus auch als Deutscher, vor allem in kulturellem Kontext, nicht nur der gleichen Sprache wegen!
      Auch die meisten unserer großen Österreicher der Vergangenheit haben sich ganz selbstverständlich als Deutsche in der österreichischen Monarchie gesehen!

      Ein kleines Beispiel, das den Zufall der staatlichen Zuordnung deutscher Menschen nach dem Krieg beleuchten soll:
      wäre mein Aussiedlungszug 1946 aus der CSR (ich damals 13 Jahre alt) wie vorgesehen nach Thüringen geleitet worden, wäre ich Ostdeutscher geworden.
      Durch Zufall konnten wir im letzten Moment für einen Aussiedlungszug nach Österreich optieren (meine Mutter war gebürtige Wienerin). So wurde ich dann schlussendlich ein echter Österreicher.
      Altösterreicher - Sudetendeutscher - fast Ostdeutscher - zu guter Letzt doch wieder Österreicher: ein deutsch-österreichisches Schicksal in Europa!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Helmut Oswald

      Noch ist es unser Planet, Erich Bauer, und unsere Knochen sind nicht zu Staub zerfallen. Meine Kinder lernen die ganze Geschichte und nicht nur die postkommunistische Fassung, welche an den österreichsichen Schulen lizenziert ist. Und es sind kluge Kinder.

    • Undine

      @Helmut Oswald

      Wieder einmal "Hut ab!" vor Ihrem Wissen!*****************!

      Gut auch, daß Sie das Thema "Korridor" angeschnitten haben, ebenso wie die fürchterlichen Repressionen, denen die (angestammte) deutsche Bevölkerung durch die Polen zu erleiden hatte, die dann im "Bromberger Blutsonntag" ihren grausamen Höhepunkt fanden.

      "5) Wenn sich Polen - 1939 keineswegs ein demokratisches Land - der Zustimmung seiner Staatsbürger so sicher war, warum vermochte es eigentlich keiner Abstimmung über das Schicksal des sogenannten Korridors zuzustimmen - unter internationaler Kontrolle ? Stattdessen besorgte sich Polen aussenpolitische Rückendeckung bei 'Groß'britannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Als letztere Macht der Regierung Rydz-Smigly (O Ton von 1939: er werde auf einem Schimmel in Berlin siegreich einreiten und den Deutschen bei lebendigem Leib die Gedärme herausreissen) die Garantie eines Kriegseintrittes an Seite Polens gab, setzte die zunächst pogromartige und schließlich massiv lebensbedrohliche Verfolgung der noch im Land befindlichen deutschen Zivilbevölkerung ein. Die zunächst noch vereinzelten Mordaktionen an Deutschen - diese waren seit sie polnische Statasbürger waren ohnehin Menschen zweiter Klasse in ihrer Heimat gewesen - setzten ab Juli 1939 ein und steigerten sich bis hin zum sogenannten 'Bromberger Blutsonntag' am 5. September, einer Mordaktion die im Laufe eines Wochenendes etwa 5.000 deutsche Menschen das Leben kostete, die pauschal als Verräter, Spione und Saboteure vom aufgebrachten und bewaffneten polnischen Mob unter aktiver Teilnahme der polnischen Exekutive (Gendarmerie und Militär) unterschiedslos getötet wurden - Männer, Frauen , Kinder."

      Wie wenige Menschen hier in Ö wissen darüber Bescheid!? Mir hat vor Jahren mein Bruder davon erzählt; leider kann ich auch ihn nicht mehr fragen.

    • Undine

      @Helmut Oswald

      Und weil's so gut zum Thema paßt, ein sehr, sehr empfehlenswertes Video:

      Gerd Schultze-Rhonhof - Vortrag zum Zweiten Weltkrieg - Die Krise ...

    • Undine

      @Helmut Oswald

      Wie ich gerade sehe, hat mein Link nicht funktioniert. Ich mache einen 2. Anlauf.

      video.google.com/videoplay?docid=-142320857305010015954 Min. - 27. Dez. 2007
      Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof spricht in München über die Kriegsursachen 1939. Generalmajor a.D. Gerd Schultze ...

    • Undine
    • byrig

      undine nimmt mir das wort bzw den hinweis auf den videobeitrag des vortrags general schuze-rhonhoffs aus dem mund.
      absolut sehenswert!
      im übrigen hochachtung für oswalds grandiosen beitrag,tiefgehend,fundiert,ohne falsche emotionen-also objektiv soweit das möglich ist und nicht-links!

    • byrig

      ansonsten sehe ich mir z.z. die vorträge des vielgeschmähten david irving auf youtube an,und bin überrascht,wie fundiert selbige sind.ein endgültiges urteil habe ich mir noch nicht gebildet,aber bei guten englischkenntnissen unbedingt weiterzuempfehlen.
      bezüglich der englischen und amerikanischen kommentare über irvings inhaftierung "in austria" habe ich mich für unser land etwas geschämt.zurecht.

    • Undine

      @byrig

      Weil Sie David Irving erwaehnen:
      Ich bin ueberzeugt, dass es in Oesterreich im Verhaeltnis zur Bevoelkerungszahl einen hoeheren Prozentsatz an politisch Gefangenen gibt als in China!

    • LeoXI (kein Partner)

      Meine uneingeschränkte Hochachtung vor diesem Beitrag! Als Angehöriger der früher größten, heutzutage aber kleinsten und vom Mehrheitsvolk (der deutschsprachigen österr. Mehrheitsbevölkerung) meistgeächteten Volksgruppe der deutschen Österreicher tut es gut, da und dort wahre Tatsachenberichte über die Historie zu lesen. Vergnügen bereitet mir die Vorstellung, wie dem so fein näselnden österr. Ober-Geschichtsklitterer von Kreiskys Gnaden ob solchen Beitrags kurz der Atem stocken muss. Für so jemanden ist es schlichtweg unerhört, dass man sich über die Staatsdoktrin des Unterdrückens unerwünschter Tatsachen einfach so hinwegsetzen kann. ---- Tipp (wieder einmal) zu Schultze-Rhonhoff: Auf http://www.vorkriegsgeschichte.de/ findet sich eine gar nicht so kurze Kurzfassung seines Standardwerks "Der Krieg der viele Väter hatte".

    • Sensenmann (kein Partner)

      Eine perfekte Zusammenfassung! Ist bereits gespeichert und meinen Kindern zum Lesen übergeben - mit dem Hinweis, das im Geschichtsunterricht bloß nicht zu sagen, da die Wahrheit in diesem - zu einem ehr- und gewissenlosen Dreckstaat verkommenen - Österreich für das bürgerliche Fortkommen nachteilig sein kann. Meine Kinder sollen aber die GANZE Geschichte kennen, nicht nur die rote Propaganda!

    • Undine

      @LeoXI

      "Vergnügen bereitet mir die Vorstellung, wie dem so fein näselnden österr. Ober-Geschichtsklitterer von Kreiskys Gnaden ob solchen Beitrags kurz der Atem stocken muss."

      Wenn es sich bei Ihrer treffenden Kurzcharakterisierung nicht um den "renommierten Historiker" (ORF-Diktion!) Oliver Rathkolb handelt, fresse ich einen Besen! Leider muß ich, wenn der zu Wort kommt, immer wegschauen, weil mir sonst schlecht wird.

    • Undine

      @LeoXI

      Und 1000 Dank für den Link! Dieser exzellente Vortrag müßte im Geschichtsunterricht der Gymnasien unbedingt gezeigt werden!

    • ashanyan (kein Partner)

      Verehrter Herr Oswald,
      danke für den profunden Beitrag. Viele der von Ihnen geschilderten Fakten waren mir unbekannt und beantworten Fragen, die ich "umformuliert" mit mir herumgetragen habe. Beiträge wie der Ihre machen diesen Blog wertvoll und lesenswert.

    • Helmut Oswald

      Ich danke all jenen, die meinem Beitrag Wertschätzung erwiesen haben. Er bewegt sich auf schwierigem Boden und ist eng mit meiner Familiengeschichte verwoben, da meine Großmutter 1901 als Deutsche in Posen (seit 1920 bis 1939 Poznan, seit 1945 wieder Poznan) geboren wurde. Nur wenige sind heute gewillt zur Kenntnis zu nehmen, welche - nach heutiger Diktion - massiven Menschenrechtsverletzungen der polnische Staat den gewaltsam seinem Staatsgebiet eingegliederten nichtpolnischen Völkern bereit war, regelmäßig zuzufügen. Obwohl es dazu an die 17.000 beim Völkerbund eingebrachter Beschwerden gab - sie blieben samt und sonders unbehandelt - und selbst britische und französische Regierungsvertreter, die wohl nicht unter Generalverdacht stehen, verbissene 'Deutschnationale' gewesen zu sein, sich über die Vorgehensweisen der polnischen Behörden mehrfach öffentlich empört hatten.

    • Norix (kein Partner)

      Nachdem Ivring hier mit großem Enthusiasmus erwähnt wird - welch Wunder von der ewig verfolgten deutschen Udine - müssen Sie sich den Vorwurf des verbissenen Deutschnationalen gefallen lassen.

      Ihr Wissen ist dennoch sehr interessant. Die Verbrechen an den deutschen Ostereuopäern wird allerdings in der Öffentlichkeit sehr wohl wahrgenommen. Einseitige Betrachtungen sind immer zu hinterfragen. Das gilt sowohl für linken Geschichtsunterricht, als auch die (äußerst einseitige) Sicht von euch Deutschnationalen.

      Ein Volk definiert sich von selbst, wenn Menschen in Sprache, Kultur und Mentalität sich identifizieren. Diese Identifkation endet bei mir, wie wohl bei 95% der Österreicher, am Weißwurschtäquator!

      Jedem das seine. Finde es nur heuchlerisch wenn Ihr (Deutschnationale) euch über "Eurotiker" und (echte) Österreichpatrioten lustig macht.

    • Undine

      @Norix

      "Nachdem Ivring hier mit großem Enthusiasmus erwähnt wird - welch Wunder von der ewig verfolgten deutschen Udine - müssen Sie sich den Vorwurf des verbissenen Deutschnationalen gefallen lassen."

      1.) Mit welchem Wort habe ich Irving enthusistisch erwähnt? Sie bedienen sich der üblichen linken Masche, einem das Wort im Mund umzudrehen. Statt meinen Vergleich bezüglich der politisch Gefangenen in Ö versus China zu widerlegen, quatschen Sie irgendetwas daher. Wenn Sie nachweisen können, daß China 162 Millionen politisch Gefangene hat, lassen Sie es mich wissen!

      2.) Ich nehme an, Sie nehmen's mit der Wahrheit ganz allgemein nicht so genau, sonst hätten Sie bemerken müssen, daß für meinen Nick nicht die italienische Stadt Udine Pate gestanden hat.

      3.) Mit welchem Recht wollen Sie jemandem verbieten, sich dem deutschen Kulturkreis zugehörig zu fühlen? Na und? Ist das strafbar? Und warum ist es dann nicht strafbar, wenn sich jemand dem slowenischen, dem kroatischen, dem tschechischen Kulturkreis, usw. zugehörig fühlt? Sind Sie etwa ein verbissener Slowenischnationaler?

    • Helmut Oswald

      Norix

      Seit wann hafte ich für die Stellungnahmen Dritter, für die sie mich wie selbstverständlich einvernahmen, obwohl sie weder gegenwärtig noch vergangen von mir entsprechende Äusserungen haben. Morgen kommentiert irgendwer ihre Äusserungen und Sie werden für diese Zitierungen haftbar gemacht ? Sie haben eine merkwürdige Vorstellung von Diskussionskultur.

    • Norix (kein Partner)

      @Oswald: Ich habe Ihnen tatsächlich zu unrecht das mit Ivring angehängt. Dafür und des "verbissenen Deutschnationalen" entschuldige ich mich selbstverständlich bei Ihnen.

      @Undine,

      Nunja, 1. würde ich sehr wohl an ihrer These zweifeln, das ist aber nicht unser Thema gerade. 2. Ivring scheint mir nunmal ein verbissener Hitlerverehrer zu sein und dreht sich zu gerne in die Normative. Da man sich hier eben gerne in Theorien jüdischer Verschörungen verhadert, darf man sich nicht wundern wenn hin und wieder scharf geschossen wird. Zugegeben darf ich mir die Ansichten eines Ivring auch mal näher ansehen.

      Habe ich nicht geschrieben "jedem das Seine"? Ich habe nix gegen Deutschnationalismus. Jeder soll sich mit dem Volk identifizieren, das er für seines/ihres hält. Nur wird das von Deutschnationalen kaum so gehandhabt.
      Wie gesagt: "Ein Volk definiert sich von selbst, wenn Menschen in Sprache, Kultur und Mentalität sich identifizieren. Diese Identifkation endet bei mir, wie wohl bei 95% der Österreicher, am Weißwurschtäquator!"

      Und die Linkenkeule packens bitte gleich wieder ein. Vorallem da Sie mich jetzt aus dem Zusammenhang genommen haben.

    • Helmut Oswald

      Norix

      Ich habe ihre Entschuldigung angenommen und begrüße ihre Zuwendung zur Genauigkeit.

      Ich darf Ihnen hinsichtlich der von Ihnen ziemlich pauschal für Ihre Position vereinnahmten 95 % der Österreicher aber einige Worte geben, die Ihnen vielleicht nicht ganz recht sein. Es ist nach dem gewaltsamen fait accompli, welches historisch mit dem österreichischen Staat zweimal seitens der Siegermächte geschaffen wurde und insbesondere aus dem Anpassungs- weil Überlebensbedürfnis der überwiegenden Mehrzahl der Menschen heraus sehr einfach zu verstehen, warum sich auf die entsprechend gestellte Frage ein Volkstumsbekenntnis der Masse der Österreicher nicht mehr anders, als im von vorneherein gewünschten und erwarteten, also fügsam den realen Machtverhältnissen angepassten Rahmen abspielen wird. Das Gegenteil zu erwarten wäre vollkommen lebensfremd. Wenn es selbst vermeintlichen oder auch tatsächlichen akademischen Eliten regelmäßig misslingt, entsprechende Charakterleistungen zu erbringen, wie sollte denn dies vom großen Teil der Bevölkerung erwartet werden können. Und wozu auch ? Aber ob es Ihnen oder mir gefallen mag oder nicht - mit der Macht, dreht sich auch die Masse. Entscheidend alleine ist, ob die Führungskräfte verstanden haben, welcher Weg der richtige ist. Die sind aber in der von Ihnen meist selbst geschaffenen Scheinwelt aus Ideologie und Anpassungsbedürfnis ziemlich ratlos - und haben sie zuletzt noch ihr Volk vergessen, dann haben Sie den Urgrund jedes staatlichen Seins verloren. Und so verloren wie die Politik ist, wirkt eben Alles, was uns in diesem Österreich heute begegnet. Es ist Wendezeit. Aber das haben noch nicht alle verstanden, die heute noch immer etwas zu sagen haben.

  17. Nestor 1937

    Das ist es eben!

    Nicht "Bevölkerungen benachbarter Staaten",
    sondern V ö l k e r !



  18. Josef Maierhofer

    Die Geschichte kann nicht revidiert werden und der Haß wurde schon Generationen lang gesät, und wird immer wieder geerntet werden.

    Es wird auch in Jugoslawien so sein, dass noch nach Generationen, das Trennende, das zu Progromen geführt hat, jemals wird beseitigt werden kann.

    Zusätzlich ist die Zeit, wo die Anzahl der 'Hooligans' immer größer wird, nicht dazu angetan, so was zu vermeiden.



    • dssm

      Es wird nicht schlimmer - nur die Medien berichten mehr darüber. Schon den Landsknechten war das Anrufen der Nation verboten.

  19. Brockhaus

    Ich bin überzeugt, daß kein einziger Hooligan über die insbesondere seit dem 17.Jahrhundert lodernden Feindseligkeiten zwischen Russland und Polen Bescheid wissen. Ebensowenig wie (einige) haßerfüllte Serben über die Schlacht auf dem Amselfeld von 1389.
    Wie überhaupt ich nicht verstehe, daß es immer wieder gelingt, derartige geschichtlichen Ereignisse über Jahrhunderte stets von Neuem zur Aufwiegelung des Volkes am köcheln zu halten.



  20. Erich Bauer

    "...und goss dann heißes Wasser darüber..."

    Ich bin überzeugt, daß der "heimtückische" polnische Student für sich selbst kaltes Wasser drübergoß... schlimmstenfalls lauwarmes.



  21. Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette

    Überrascht jetzt sicher alle, dass die groß angelegten Kampagnen für Völkerverständigungen und gegen Rassismus wenig fruchten,
    und sich die Polen und die Russen nicht gemeinsam hinsetzen und häkeln für den Frieden.

    Menschen sind so.
    Das werden wir nicht ändern können.
    Jeder sucht sich Feinbilder und je weniger saturiert desto einfacher und populistischer werden diese Feindbilder.



  22. Wertkonservativer

    Feindschaft und gegenseitige Verachtung sind Polen und Russen tief eingewurzelt!

    Polen hat in der Geschichte weit mehr unter den Russen gelitten, als unter den Deutschen (die haben dann zu Beginn des 1. Weltkrieges ziemlich "erfolgreich" aufgeholt).
    Die in den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts zwischen dem kommunistischen Russland und dem "Deutschen Reich" (West- und Ostpolen abgekappt!) paktierte "Staatsverkleinerung"vergessen die Polen ihren östlichen Nachbarn nicht so bald!
    Und die Nachkriegs-"Brüderschaft" im Ostblock war ja auch nicht gerade von inniger Liebe geprägt!

    Die Polen sind ein tapferes Volk, das durch viele Stürme musste, und trotzdem seine Seele und seinen Selbstbehauptungswillen nicht verloren hat; auch in schweren Zeiten blühten Kunst und Kultur; das Land war ein Zivilisations-Vorreiter im Osten Europas, und ist auch heute wieder recht erfolgreich dabei, seinen Platz in unserem Europa zu finden.
    Und was die Demokratie betrifft, da stehts doch glatt 2 : 0 für die westlicheren Ost-europäer! Da hab' ich doch recht, oder?

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • Cotopaxi

      Da der Zuwanderungsdruck asiatischer und afrikanischer Völkerschaften und die Zurückdrängung der heimischen Bevölkerung unvermindert anhält (ein Blick in die Straßen Wiens reicht), bietet sich Polen als Rückzugsort an.

    • Wertkonservativer

      soll natürlich heissen:
      ... zu Beginn des 2. Weltkrieges ...

    • mike1

      und die russen tun ja nicht unbedingt vieles, um die freundschaften auf der welt zu verbessern, syrien ein weiteres beispiel von völkerfreundschaft....

    • dssm

      Da haben wohl die Russen mehr unter den Polen gelitten als umgekehrt ...
      Wir sollten die Geschichte nicht umdeuten.

    • Konrad Loräntz

      @ Cotopaxi
      Israel würde uns hier ja einmal mehr den Weg weisen. Aber so einfach ist es wohl nicht.

    • Erich Bauer

      Konrad Loräntz,
      "...Israel würde uns hier ja einmal mehr den Weg weisen..."

      Vielleicht sollten wir konvertieren... Dann geb's kein Geschrei, keine Kerzerl(m)ärsche... Kein Musikant am Heldenplatz :-)

    • Schani

      Das sehe ich etwas anders! Polen wurde zum Dank für die Hilfe gegen die Türken im darauffolgenden 18. Jhdt unter Österreich, Preußen und Russland brüderlich aufgeteilt. Daß die Polen Deutsche und Russen nicht besonders mögen, ist kein Wunder. Ein Wunder ist es sehr wohl, daß sie nicht auch österreichfeindlich waren und sind! Als Polen nach dem 1. WK wiedererstand waren Freude und Patriotismus natürlich sehr groß. Allerdings ist der Patriotismus nicht vergleichbar mit dem Deutschnationalismus, dem die Polen als slawisches Untervolk galten. Wie die Deutschen die polnische Bevölkerung Schlesiens, Posens etc. im 19. Jhdt behandelten, ist auch in einer Biographie - ich habe den genauen Buchtitel vergessen - über den bedeutenden Pathologen und liberalen Politiker R. v. Virchov, der sich sehr für die Polen einsetzte, nachzulesen.
      Zur Zwischenkriegszeit kann ich nur das sagen, was mir eine aus Bromberg gebürtige polendeutsche Tante erzählt hat. Sie mag die Polen zwar nicht besonders, berichtete auf meine Nachfrage auch vom Bromberger Blutsonntag, hat aber ansonsten durchaus angenehme Erinnerungen an ihre ehemalige Heimat und die dort verbrachte Jugendzeit.
      Und daß die Polen ein sehr katholisches Volk - eingezwängt zwichen deutschen Protestanen und russischen Orthodoxen - sind, ist ja wohl nichts Schlechtes!

    • Eva

      @Erich Bauer

      *****! :-)

  23. HJR

    Solange sich jeder - UEFA, FIFA, OECD, Europarat, Schengen, die Banken, "Euroland"sein eigenes Europa definieren darf - wobei es allen immer nur um Geld und Kommerz, nie aber um so etwas wie eine "europäische Gesellschaft" geht - wird das wohl nichts werden.



  24. Observer

    Solche Ausschreitungen zwischen Fussballfans kommen leider auch anderorts vor. Ich lehne überhaupt generelle Aussagen eines Hasses zwischen den Bevölkerungen unterschiedlicher Staaten ab. Tatsächlich wurden aber Polens Grenzen in der Geschichte mehrmal zwischen Russland und Deutschland verschoben und derzeit hat (mit Ausnahme der russischen Exklave Kaliningrad) Polen gar keine gemeinsame Grenze mit Russland mehr.

    Die Fussball-EM bezeichne ich überhaupt nicht mehr als Sport, da die wenigen Spieler und Funktionäre (die UEFA - wie auch die FIFA - ist ein steuerfreies Milliardenunternehmen in der Schweiz!) eigentlich nicht nur dem Ball, sondern vielmehr dem Geld nachlaufen. Daher sollten alle Berichte in den Wirtschaftsseiten der Zeitungen aufscheinen :-).

    Auch während der Zeit des Kommunismus gab es unzählige Polen-UdSSR-Witze. Hier ist einer:
    Direkt an der damaligen gemeinsamen Grenze haben ein Pole und ein Russe einen Schatz ausgegraben und nun über die gerechte Verteilung beraten. Der Russe schlug vor: "Teilen wir brüderlich", worauf der Pole mit einschlägigen negativen Erfahrungen erwiderte: "Nein, nicht brüderlich, nur fifty-fifty!".







Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung