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Ein Abschied, Habsburg und die Zukunft Österreichs drucken

Lesezeit: 5:30

Es ist wie ein endgültiger Abschied von einem großen Österreich. Der Tod Otto Habsburgs erinnert an ein Österreich der Geschichte und der Werte, auch wenn die Monarchie keineswegs romantisiert oder verklärt werden sollte. Aber um es banal zu sagen: Sich mit dem soeben friedlich entschlafenen Kaisersohn über Gott und die Welt – und vor allem Europa zu unterhalten, war allemal spannender, als einen Heinz Fischer oder gar einen Werner Faymann zu was auch immer zu hören. (Mit nachträglicher Ergänzung am Ende).

Ich habe es nie über die Lippen gebracht, ihn während unserer Begegnungen mit Kaiserliche Hoheit, Erzherzog oder gar Majestät anzusprechen, wie es so manche tun. Ich habe ihn auch nicht als einen der überragendsten politischen Denker eingestuft, für den ihn einige seiner Abstammung wegen gleichsam automatisch hielten. Unterwürfigkeit ist nicht die Sache eines liberalen Bürgers.

Gleichzeitig habe ich aber immer hohen Respekt für die Würde empfunden, die dieser Mann ausgestrahlt hat, für seinen unerschütterlichen Glauben an die Religion, an Anständigkeit, an die Sendung der mitteleuropäischen Völker.

Und noch mehr Hochachtung habe ich vor seiner Biographie. Dabei stehen weniger die Bilder des gelockten Otto an der Seite von Kaiser Karl in den Stunden der Agonie der Monarchie im Zentrum. Größere Bedeutung haben die für die Republik Österreich beschämenden Umstände der Vertreibung des Hauses Österreich aus ihrer Heimat. Aber vor allem habe ich tiefe Hochachtung vor jenem Mann, der nach Engelbert Dollfuß die mutigsten und ernsthaftesten Anstrengungen unternommen hat, um Österreich vor dem Zugriff der Nazis zu retten, und um einen spürbaren österreichischen Widerstand gegen die Hitler-Diktatur zu organisieren.

Und emotional wird alles noch übertroffen durch die Empörung über den beschämenden Umgang auch der zweiten Republik mit der Familie Habsburg. Die jahrzehntelange Aussperrung, der österreichische Pass „gültig für alle Länder der Welt außer Österreich“: Das sind zu allermindest Zeichen einer schweren Kollektivneurose, von der vor allem die heimische Sozialdemokratie gebeutelt wird – oder worden ist. Dahinter steht aber natürlich auch das schlechte Gewissen einer Diebsbande, die den Habsburgern nicht nur das Staats-, sondern auch das Privatvermögen abgenommen hatte. Und die ob ihrer Beute kein schlechtes Gewissen haben will.

Otto musste als Folge dieses Verhaltens der Republik jahrzehntelang von der Unterstützung aufrechter Freunde, etwa von jener des inzwischen ebenfalls hochbetagt verstorbenen Unternehmers Herbert Turnauer leben. Umso eindrucksvoller war die würdevolle und hassfreie Reaktion Ottos, wenn man ihn darauf ansprach.

Immer wieder befällt mich nach wie vor das Gefühl der Schande, wenn ich sehe, wie heute die Bundespräsidenten die Hofburg benutzen, wie sie voller Stillosigkeit bei ihren großen Banketten auf dem Familienservice der Habsburger servieren lassen, als wäre es das eigene.

Soll Österreich wieder zur Monarchie zurückkehren? Nun, es wäre naiv, darin eine Lösung für die großen Probleme des Landes zu sehen, an denen die Politik derzeit so grandios scheitert. Eine Monarchie in Zeiten wie diesen hätte sicher primär touristische Dimensionen.

Sie würde aber – wie man an den anderen „regierenden“ Herrscherhäusern sieht – darüber hinaus auch eine beruhigende und stabilisierende Wirkung ausüben. Sie würde vor allem signalisieren, dass dieses Land mit sich und seiner Geschichte endlich ins Reine gekommen ist. Dann würden Staatshistoriker nicht mehr auf die Idee kommen können, ein – ohnedies nie realisiertes – Haus der österreichischen Geschichte erst im Jahr 1918 beginnen zu lassen.

Eine Monarchie würde uns last not least auch das Gift so mancher Bundespräsidentschaftswahlkämpfe ersparen, wo vor allem die politischen Mordversuche der SPÖ an Kurt Waldheim Österreich jahrzehntelange Narben zugefügt haben. Wahlkämpfe sind dann besonders für Niedertracht anfällig, wenn es nur um Personen geht, und fast überhaupt nicht um Sachfragen und Gesetzgebungskompetenz.

Das heißt freilich nicht, dass ein Habsburger sonderlich klüger wäre als gewählte Politiker. Es hat auch ganz jammervolle Herrscher aus dieser Familie gegeben. Dennoch ist es unbestreitbar, dass die republikanische Staatsform Abnutzungserscheinungen zeigt, dass in den nächsten Jahrzehnten der Wert der geistigen und politischen Identität an der Spitze eines Staates noch stärker erkannt werden wird. Ganz unabhängig davon, ob mit dieser Spitze auch konkrete juristische Macht verbunden ist oder nicht.

Ein libertärer Ökonom hat es einmal recht zynisch (und sicher stark übertreibend) formuliert: Monarchen müssen nicht wie gewählte Politiker danach trachten, sich und ihre Anhänger binnen vier oder fünf Jahren zu bereichern, sondern sie haben generationenlang Zeit, Reichtum zu akkumulieren.

Ein Schritt Richtung Monarchie ist aber nur dann realistisch, wenn er von der großen Mehrheit der Bevölkerung getragen wird, und wenn er nicht von großen Gruppen als verhasst empfunden wird. Es gibt jedoch Gruppen in diesem Land, die Österreich lieber untergehen lassen, als selbst klüger zu werden oder eigene Fehler einzugestehen. Daher wird dieser Schritt wohl nie getan werden.

Nachträgliche Ergänzung: Eigentlich sollte man sich schon daran gewöhnt haben, aber es macht noch immer fassungslos: Die "Zeit im Bild" berichtete zwar rund zehn Minuten über Ottos Tod, brachte es dabei aber fertig, den Habsburg-Kannibalismus der SPÖ mit keinem Wort zu erwähnen. Dabei war das in den 60er Jahren eine der schwersten politischen Krisen in der Endphase der ersten großen Koalition, samt einem bedenklichen Frontalzusammenstoß zweier Höchstgerichte. Diese Art der Berichterstattung erinnert an die einstigen Bilder der Ehrentribüne bei den Aufmärschen der KPdSU in Moskau: Da wurden Parteibonzen einfach wegretuschiert, wenn sie in Ungnade gefallen waren. Die SPÖ-Bonzen im ORF radieren zentrale Episoden der Geschichte weg, wenn sie ihnen nicht mehr passen. Nur große Dialektiker können darin auch etwas Positives sehen: Die Partei geniert sich offensichtlich mittlerweile für das Motto vieler ihrer Maiaufmärsche "Unser Motto: Raus mit Otto!" Und Wahrheit oder Objektivität hatten ja auch im kommunistischen Moskau keinen Stellenwert im dortigen Pseudo-Journalismus gehabt.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorFranziska Malatesta
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2011 11:58

    Geht man auf der rechten Straßenseite der Augustinerstraße Richtung Albertina, kommt man neben der Augustinerkirche an einigen Vitrinen vorbei. Dort wird vom Kunsthistorischen Museum Werbung für den Besuch der Schatzkammer gemacht, mit einem Plakat in englischer Sprache: "Sorry, we don't have emperors but we have their jewels."
    Nichts könnte den Geist dieser demokratischen Republik (Republik allein sagt ja über den Grad der Verrottung eines Staates nichts aus) besser beschreiben als dieser Text. In ihm versammelt sich alles, was ich an diesem Staat ablehne: Das Ressentiment von regierenden Hausmeistern, die Niedrigkeit, Gemeinheit und die Rancune von Knechten, die aufs Pferd gekommen sind, aber nicht reiten können, die unterirdische Verdächtigung von allem und jedem, das über ihnen ist, seien es Leistungswillige, Gebildete und Herausragende, sei es Kultur, Kunst, gutes Benehmen, Anstand, das Beharren auf überlieferten Werten und Bräuchen, die nichts anderes darstellen, als die Summe der Erfahrungen, die den Vorfahren zuteil wurden, das Beharren auf Begriffen wie Ehre, Gottvertrauen, Loyalität, Treue, Standfestigkeit, Opferbereitschaft. Sie haben niemanden über sich, schon gar nicht Gott, in dessen Namen sie nicht grüßen mögen.
    Indem sie die gestohlenen habsburgischen Kronjuwelen, aber auch die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches, die Ordensmäntel des Ordens vom Goldenen Vließ zu "haben" glauben und sich mit diesen unsäglich dummen, dreisten und lächerlichen Plakaten in Szene setzen, zeigen sie, wes Geistes Kinder sie sind.

  2. Ausgezeichneter KommentatorXymmachos
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juli 2011 20:21

    Als sich Otto Habsburg nach dem Kriegsende 1945 in seinem Exil in den USA gegenüber Präsident Truman gegen den Bundespräsidentschaftskandidaten Karl Renner aussprach, blieb das - wie der widerliche Zeitschichtler Oliver Rathkolb, der im ORF-Mittagsjournal natürlich als Kommentator auftreten durfte, genüsslich vermerkte - bekanntlich erfolglos. Daß eine Figur wie Renner, der 1938 ein "freudiges Ja zum Anschluß" verkündete, um sich 1945 sofort submissest bei Stalin anzubiedern, als erster Bundespräsident eines wiedererstanden Österreich für ihn eine schreckliche Vorstellung war, kann ich Otto Habsburg noch heute lebhaft nachempfinden. Ehre seinem Andenken!

  3. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juli 2011 11:13

    Ich hatte vor Jahren das Vergnügen und die Ehre, ein etwa 3-stündiges Gespräch in den Räumen der Paneuropabewegung zusammen mit Heiner Boberski führen zu dürfen. Der damals entstandene tiefe Respekt diesem grossen Menschen gegenüber wirkt heute noch unverändert nach.

    Wenn ich mich an das Begräbnis seiner Mutter in Wien erinnere, welches von Sturm, Regen, Blitz, Donner und senffarbenem Himmel in düsterster Stimmung begleitet war, so scheint mir das noch heute als ein Omen.

    Unser, an grossen Persönlichkeiten immer ärmer werdendes Land, hat einen seiner Wichtigsten verloren.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juli 2011 11:52

    Ein wirklich großer, gütiger Mensch, intelligenter Politiker, glühender Europäer und überzeugter Christ ist von uns gegangen.
    Möge er in Frieden ruhen!

    Otto von Habsburg wäre mir als Bundespräsident jedenfalls bei weitem lieber gewesen als dieser unselige Heinz Fischer.
    Schade daß der die Aufhebung des entsprechenden Paragrafen nicht mehr miterleben darf.

    Ein Monarch an der Spitze Österreichs wäre allemal eine Touristenattraktion und nachdem sich die Demokratie auch nicht immer als das Gelbe vom Ei erweist, weiß niemand, wie es in Zukunft weitergehen wird.

    Otto von Habsburg wäre mir persönlich lieber gewesen, als alles was nach 1918 gekommen ist - er hätte uns zweifellos die düsterste Periode ersparen können.

    Meine aufrichtige Anteilnahme gilt in diesen Stunden ebenso seiner Familie!

  5. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juli 2011 18:30

    Auch ich ärgere mich immer wieder über das Benehmen des Prolo inter pares in der Hofburg-Habsburg pfui Teufel,aber die angenehmen Dinge der Monarchie wollen wir als aufrichtige Republikaner schon genießen und damit protzen!
    Bezeichnend auch heute im Mittagsjournal das Interview mit einem Historiker-die Fragen hätten gehässiger nicht sein können und man hörte bei jedem Wort geifernde Gemeinheit heraus!

  6. Ausgezeichneter KommentatorRichard Mer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juli 2011 12:19

    Die Nachricht hat mir heute morgen wirklich weh getan. Ich hab ihn auch gekannt, den Alten. Er war mir in seiner Würde, seiner Ausgeruhtheit und seiner Vornehmheit immer Vorbild, und wird es mir bleiben. Mir ist eingefallen: "Das ist er also, der Tod" sind die letzten Worte seines Großvaters bei Joseph Roth. Die Welt ist heute ärmer geworden.

  7. Ausgezeichneter KommentatorPostScriptum
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juli 2011 15:54

    Ansichten eines jungen Mannes.

    Ich habe selbstverständlich noch keine großen Bindungen an viele große Persönlichkeiten dieses Landes. Allein Dr. Schüssel und Dr. Haider waren seit meiner Geburt herausragende (politische) Persönlichkeiten, egal ob ihre Politik oder Aussagen nun positiv oder negativ zu bewerten sind, vor allem Dr. Schüssel war ein echter Staatsmann, dem ich die Kaiserwürde überreichen würde, würde sie verliehen werden können.

    Otto von Habsburg aber habe ich zum Teil bewundert, alleine für seine Aussagen in seinem Buch "Die Welt ist klein geworden". Derart viel Weit- und Umsicht würde ich mir von einem Politiker hohen Ranges wünschen. Zwerge wie Faymann würde ich gar nicht mit diesem Mann vergleichen. Dieser Vergleich würde Habsburg nur entehren.

    Ich muss ehrlich sagen, dass das erste Wort, das ich laut ausrief, nachdem ich die Todesnachricht las "Schei**" war. Mit Otto von Habsburg verliert Österreich eines seiner letzten großen Söhne.

    Aber meine Damen und Herren; was niedergebrannt wurde, kann man noch viel schöner, viel größer wiederaufbauen!

    Vertrauen wir auf unser Volk, es wird wieder großartige Persönlichkeiten hervorbringen und diese Persönlichkeiten werden unser schönes Land noch besser, noch größer und noch lebenswerter gestalten, als wir uns das jemals erträumen hätten können!
    Denken Sie nur an den Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg! Österreich hat seine großen Söhne und wird immer größere Söhne hervorbringen.

    Glauben wir an uns, vertrauen wir dem österreichischen Volk und lassen Sie uns an die Arbeit gehen, dieses wundervolle Land zum größten Land der Geschichte zu machen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFranziska Malatesta
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2011 11:58

    Geht man auf der rechten Straßenseite der Augustinerstraße Richtung Albertina, kommt man neben der Augustinerkirche an einigen Vitrinen vorbei. Dort wird vom Kunsthistorischen Museum Werbung für den Besuch der Schatzkammer gemacht, mit einem Plakat in englischer Sprache: "Sorry, we don't have emperors but we have their jewels."
    Nichts könnte den Geist dieser demokratischen Republik (Republik allein sagt ja über den Grad der Verrottung eines Staates nichts aus) besser beschreiben als dieser Text. In ihm versammelt sich alles, was ich an diesem Staat ablehne: Das Ressentiment von regierenden Hausmeistern, die Niedrigkeit, Gemeinheit und die Rancune von Knechten, die aufs Pferd gekommen sind, aber nicht reiten können, die unterirdische Verdächtigung von allem und jedem, das über ihnen ist, seien es Leistungswillige, Gebildete und Herausragende, sei es Kultur, Kunst, gutes Benehmen, Anstand, das Beharren auf überlieferten Werten und Bräuchen, die nichts anderes darstellen, als die Summe der Erfahrungen, die den Vorfahren zuteil wurden, das Beharren auf Begriffen wie Ehre, Gottvertrauen, Loyalität, Treue, Standfestigkeit, Opferbereitschaft. Sie haben niemanden über sich, schon gar nicht Gott, in dessen Namen sie nicht grüßen mögen.
    Indem sie die gestohlenen habsburgischen Kronjuwelen, aber auch die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches, die Ordensmäntel des Ordens vom Goldenen Vließ zu "haben" glauben und sich mit diesen unsäglich dummen, dreisten und lächerlichen Plakaten in Szene setzen, zeigen sie, wes Geistes Kinder sie sind.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2011 12:30

    Monarchie wird sich nie überleben. Schließlich ist sie nicht eine Regierungsform, sondern die Kategorie einer Regierungsform.

    Was sich bei uns überlebt hat, sind daher nicht Monarchie oder Adel, sondern nur der Anstand und das Wissen um die Form.

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  1. Cash (kein Partner)
  2. Isabel (kein Partner)
    21. Januar 2015 19:31

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  7. Xymmachos
    13. Juli 2011 14:55

    Der Ordnung halber mein auch anderweitig deponiertes Mail vom 13.7.:

    "O.T.
    Tut mir leid, aber ich MUSS es hier bringen, obwohl es zu Otto v. Habsburg gehört: zu dessen Begräbnis hat sich im Morgenjournal lt. ORF.on (bitten dort, auch wenn's Überwindung kostet, nachlesen!) ein gewisser Karl Vocelka, seines Zeichens lt. ORF "Vorstand des Instituts für Geschichte (sic!) der Universität Wien", zu Wort gemeldet, und sich auf die vom ORF - no na! - gestellte Frage über die Angemessenheit der Begräbnisfeierlichkeiten - no na! - negativ geäußert. Man wird sich somit den bisher zu Recht völlig unbekannten Namen VOCELKA merken müssen, denn hier hat ein kommender Mann der wenn schon nicht Geschichts- so doch der Zeitgeschichtswissenschaft kräftig aufgezeigt. Seine Karriere ist gesichert, der Oliver Rathkolb kann beruhigt in den wohlverdienten Ruhestand gehen..."

  8. carron (kein Partner)
    10. Juli 2011 13:45

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  9. Bookworm (kein Partner)
    09. Juli 2011 19:11

    Seit wann war die Hofburg ein Privatvermögen der Habsburger? Sie wurde doch aus staatlich eingetriebenen Steuergeldern erbaut und erhalten - und nicht aus der Privatschatulle des sich selbst "begüternden" Hauses Habsburg.

    Der geschätzte A.U. vergißt leider zu erwähnen, dass die Beschlagnahme von Immobilien das "Erzhauses" in 1919 eine Folge dessen war, dass anläßlich seiner Exilierung 1919 Ex-Kaiser Karl die berühmte "Vitrine XIII" mit den dem Staatsschatz zuzurechnenden Kronjuwelen ausräumen und ins Ausland mit sich führen ließ. Dieser Staatsschatz - nicht ein "Privateigentum" - wurde später im Auftrage von Karl bzw. Zita stückchenweise zerlegt und am internationalen Juwelenmarkt verkauft.
    Die damalige österreichische Staatsregierung hatte 1919, nach der Feststellung der "Entführung" der Staatsjuwelen aus der Vitrine XIII von Karl verlangt, die in seinem Auftrage entführten Kronjuwelen nach Österreich zurückzuführen - im Gegenzug zur Freigabe der beschlagnahmen Güter der Familie Habsburg-Lothringen.
    Literatur: Alphonse de Sondheimer, Vitrine XIII - Geschichte und Schicksal der österreichischen Kronjuwelen hertausgegeben von xxx", Paul Zsolnay 1966.

  10. Brigitte Imb
    06. Juli 2011 20:01

    Zweifelsohen gebühren Otto v. Habsburg all diese Ehrungen, aber nichtsdestotrotz werden sich unsere Unpolitiker, v.a. die sozialistischen, selbst dabei in Szene setzen - der ORF unterstützt. (Abmelden! Ziviler Ungehorsam, sollen´s doch den dümmlichen Sender verschlüsseln.)

  11. terbuan
    06. Juli 2011 17:07

    Ein weiteres Armutszeugnis unserer un- und verbildeten Stintenstrolche (@ Karl Kraus). Die Kronenzeitung bringt auf der Titelseite eine Foto des Verstorbenen und im Vordergrund die alte deutsche Kaiserkrone!
    Unglaublich diese vertrottelten Journalisten und die wollen uns die Welt erklären!

    • terbuan
      06. Juli 2011 17:08

      Es war eine freud'sche Kombination aus Stinken- und Tintenstrolche!

    • Segestes (kein Partner)
      06. Juli 2011 17:32

      Die des HRR?!?
      Ob die vielleicht Otto mit Franz II., dem letzten Kaiser des HRR, verwechsellt haben?
      Der ist allerdings bereits 1835 gestorben...
      :D

    • terbuan
      06. Juli 2011 18:57

      Ja, genau die haben sie in das Foto montiert!

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. Juli 2011 20:15

      Viele leiden an Meteorismus, einige zelebrieren ihn.

  12. Segestes (kein Partner)
    06. Juli 2011 11:52

    "Unterwürfigkeit ist nicht die Sache eines liberalen Bürgers."

    Und wenn Sie dem Papst gegenüberstehen, sagen Sie wie?
    "Herr Ratzinger"?
    "Papa Ratzi?
    Oder wählen Sie doch die korrekte Anrede und schmusen vielleicht auch noch seinen Ring ab?

    Mal davon abgesehen, dass ein konservativer Betonkopf wie Sie, sich als "liberal" bezeichnen, ist genauso absurd, wie wenn dass die links-grünen Gesinnungsterroristen von Standard und ORF tun.
    Ihr Journalisten seid allesamt keine echten Demokraten, sondern ihr wollt bloß eure persönliche Weltanschauung dem Volk aufpfropfen.

    • Segestes (kein Partner)
    • cmh (kein Partner)
      06. Juli 2011 13:23

      Segestes - das ist aber schon älteste Klamotte.

      Wie gehen Sie mit Ihrem Vater um? Sagen Sie zu dem auch "Du alter Depp - was warst du nicht für ein Narr als du mich zeugtest!"

      Außerdem beobachte ich hier immer öfter den Vorwurf "Betonkopf".

      Ich möchte Sie nicht fluchen hören, wenn Sie mit einem Holzbohrer an eine Betonwand kommen. Nein da muss schon etwas dem Beton entsprechendes her. Oder warten Sie noch auf einen Heiligen, der eine Änderung unserer Lage durch einfaches Handauflegen innert einer Legislaturperiode nachhaltig erreicht.

      Und abschließend: Gerade dann, wenn ich für mich den Anspruch auf Freiheit stelle bin ich gut beraten, im Verkehr mit anderen die höfliche und korrekte Form zu wahren. Auch innerlich. Was im übigen auch eine Abqualifizierung der Trolltätigkeit bedeutet.

      PS: Die richtige Anrede für den Heiligen Vater lautet: Eure Heiligkeit oder Heiliger Vater (für Katholiken) (wenn Sie ihn als Wissenschafter zitieren geht glaube ich auch einfach Ratzinger)

    • gms (kein Partner)
      06. Juli 2011 13:24

      @Segestes

      Der Widerspruch, von einer "korrekten Anrede" zu schreiben und selbige zugleich "unterwürfig" zu zeihen, könnte offensichtlicher nicht sein.

      Vermutlich ist es genau dies, was Sie an einem liberalen Weltbild nicht verstehen: Man muß einen anderen Menschen nicht mögen, man kann seine Werke grottenschlecht finden, doch solange aus diesen Werken kein Leid resultiert und das Gutheißen oder die Ablehnung mehr oder minder zur Frage des Geschmacks wird, ist es der Erfolg bei anderen Menschen, dem man als Liberaler durchaus respektvoll begegnen wird.

    • Segestes (kein Partner)
      06. Juli 2011 15:08

      Wüsste nicht was an "Kaiserlicher Hoheit" unterwürfig ist, solange ich mich nicht in den Staub werfe.
      Sich vor UHBP zu verbeugen, ist hingegen unterwürfig.

  13. Gandalf
    05. Juli 2011 23:21

    Zur hervorragenden "nachträglichen Ergänzung" von Dr. Unterberger:
    Die Berichterstattung des ORF zu Dr. Otto von Habsburgs Tod war wirklich ein skandalöses Musterbeispiel an DDR- Mentalität. Und demnächst tritt dann wieder der Staatskünstler Palfrader auf und plappert Texte, die er selber nicht versteht, weil sie ja von seinem Führungsoffizier Rubinek stammen. Und das Ganze heisst dann: Wir sind Kaiser; nun, so schaut unser Land derzeit offenbar wirklich aus. Unter Gerd Bacher wären die beiden vom Küniglberg heruntergekugelt, bevor sie es selber bemerkt hätten. Weiss vielleicht jemand ein Verfahren, mit dem man Gerd Bacher um ca. 40 Jahre verjüngen kann? Ich würde dafür mein gesamtes Vermögen opfern.

    • Gandalf
      05. Juli 2011 23:38

      PS.:
      Den Bacher kann man natürlich (leider) nicht verjüngen. Aber die Industriellenvereinigung könnte sich zum Beispiel entschliessen, ihren schönen historischen Festsaal nicht mehr als Dreh- und Tatort für den Palfrader- Rubinek- Schwachsinn zur Verfügung zu stellen?

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. Juli 2011 00:12

      Die Linken wissen (aus eigenem Antrieb heraus – siehe „Genderei“) nicht mehr, ob sie Manderl oder Weiberl sind, leben also in einem Zustand hoher Verwirrung. Das bringt selbst gefestigte Menschen in eine veritable Identitätskrise.

      Darauf reagieren sie mit hinhaltenden Widerstand gegen die Erosion ihrer eigenen Grundhaltung, wobei sie nicht einmal genau wissen, aus welcher Richtung diese zerstörerischen Einflüsse überhaupt kommen und was dagegen zu tun wäre.
      Diese Orientierungslosigkeit trägt auch nicht zu einer durchaus wünschenswerten - die historischen Meriten der Sozialdemokratie sollte man nicht geringschätzen - Selbstfindung bei, was zu einem guerillamäßigen Kleinkrieg, auch gegeneinander, führt, der fatale Auswirkungen haben wird.
      Und zwar für alle, da sie auf niemanden Rücksicht nehmen, der ihnen ihrer Meinung nach auf ihrem und damit unseren Weg zum Ameisenstaat im Weg steht. Was durchaus auch im Sinn der apostrophierten Industriellenvereinigung ist.

      Dagegen könnte auch kein Bacher(-Klon) helfen, der überdies ein Produkt seiner Zeit war und der heute in der perfekten Bürokratie, die seitdem aufgebaut wurde, bereits im Ansatz ersticken würde.

  14. Moti
    05. Juli 2011 21:13

    Den Sozialdemokraten ist es gelungen ein wichtiges Faktum aus unseren Geschichtsbüchern fernzuhalten. Im fernen Amsterdam schlummert noch immer im International Institute of Social History (IIHSH) das Friedrich Adler Archiv mit umfangreichen Protokollen der Auslandsorganisation der österreichischen Sozialdemokratie. Diese Organisation (AVOES) gab die Zeitschrift "Der sozialistische Kampf" heraus, deren brisante 1.Ausgabe aus allen österreichischen Archiven verschwunden ist. Dieser ersten Ausgabe und den Sitzungsprotokollen ist zu entnehmen, dass die Exilorganisation den Anschluss nicht rückgängig zu machen wünsche, alle Bestrebungen österreichische Exilorganisation zu bilden torpediert werden sollen und weder an einem Widerstand gegen Hitler teilgenommen noch überhaupt Verbindungen nach Österreich zu unterhalten wären. Ziel der sozialistischen Exilpolitik sei es ausschließlich, den Bürgern Deutschlands und Österreichs den Rücken für einen Aufstand NACH Hitler freizuhalten. Diese fragwürdige Politik wurde bis Kriegsende konsequent umgesetzt, da vor allem Friedrich Adler dahinterstand, dem bezüglich internationaler Reputation (Sekretär der II.Internationale) niemand auch nur annähernd das Wasser reichen konnte. Es waren die Sozialisten, an denen alle Versuche der Exilösterreicher, der Westalliierten wie auch der Kommunisten scheiterten, während der Kriegszeit eine repräsentative österreichische Exilvertretung zu organisieren. Einer der wichtigsten Gegner der AVOES war Otto Habsburg, dessen Versuch ua. ein Österreichbataillon im Rahmen der US-Army aufzustellen von Adler, Deutsch, Leichter und Gefährten erfolgreich abgeschmettert wurde, obwohl hinter der geplanten Aufstellung Präsident Roosevelt persönlich stand. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet diese äußerst fragwürdige Exilpolitik zum Segen für Österreich wurde. Die Sowjets nutzten das politische Vakuum in Österreich zu Kriegsende und etablierten ohne vorherige Konsultationen mit den Westalliierten die Regierung Renner, die beauftragt wurde,unverzüglich gesamtösterreichische Wahlen vorzubereiten. Man war sicher bei diesen Wahlen gemeinsam mit den Sozialisten die Absolute zu erreichen und notfalls unter Ausschaltung des durch das Jahr 1938 vorbelasteten Renners eine Volksfrontregierung in ganz Österreich zu installieren. Die Westalliierten (vor allem die Briten) konnten erst nach mehreren Wochen überzeugt werden solchen frühen Wahlen unter kommunistischen Vorzeichen zuzustimmen. Das Wahlergebnis war ein Tiefschlag für den Kreml. Es gab eine ,Absolute', aber für keinen Volksfront, sondern für die ÖVP. So wurde Österreich zum Sonderfall, was uns viele Jahre vor unseren meisten Nachbarn die Freiheit brachte.
    Diese Fakten habe ich der in Buchform erschienen Dissertation eines gewissen Hans Egger mit dem Titel Die Exilpolitik der österreichischen Sozialdemokratie 1938 bis 1945 entnommen (ISBN 978-3-638-92810-6), die im GRIN-Verlag erschienen ist. Die Arbeit stützt sich neben den genannten Protokollen auch auf die gegenüber seinen Genossen schonungslos offenen Arbeit Joseph Buttingers ab (Am Beispiel Österreichs -Köln 1953), die jedem empfohlen werden kann, der sich für die Politik der österreichischen Sozialdemokratie im Exil interessiert.

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. Juli 2011 22:00

      Man tut sich hart als moderat national Denkender und Handelnder, wenn man zwischen dem Internationalsozialismus und dem International-Kapitalismus zerrieben werden soll.

    • HJR
      06. Juli 2011 07:38

      Hochinteressante Information! Vielen Dank!

    • HJR
      06. Juli 2011 07:40

      P.S.: Ich vergaß soeben ...
      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Bookworm (kein Partner)
      09. Juli 2011 19:35

      Danke, Moti, für diesen hervorragenden Beitrag, der mich schon nach der zitierten Dissertaion des Herrn Hans Egger suchen läßt. Das Buch von Joseph Buttinger - das Pseudonym für Gustav Richter, dem Führer der Revolutiuonären Sozialisten, nach dem Oktober 1934 - hatte ich schon vor 40 Jahren in einer Wiener Buchhandlung zufällig entdeckt und gekauft.
      Ein lieber Bekannter unserer Familie in Graz, der selbst im Februar 1934 als Schutzbündler in "Eggenberg" dabei war, war nach der Lektüre dieses Buches außer sich - vor Erstaunen, "dass so etwas geschrieben werden darf". Vor allem, weil er wie viele Februar-Kämpfer voll von Verachtung für die nach Beginn des Aufruhrs am 12. Februar sich schnell nach der CSR abgesetzten (jüdischen) Führer der SDAP und des Schutzbundes, von Otto Bauer bis Julius Deutsch, war. Die Großsprecher von den "Millionenheeren der Werktätigen", die dereinst die Macht im Staate übertnehmen - oder, wie Bauer 1926, die Diktatur des Proletariats, errichten würden.

      In der sozialistischen Geschichtsschreibung später tat man sich auch immer schwer, warum etwa ein Julius Deutsch - er war im spanischen Bürgerkrieg dann auf der Seite der sowjetisch befehligen Garden - nach 1945 nie mehr einen rechten Fuß in die SPÖ-Führung bekommen hatte.

  15. Katholik (kein Partner)
    05. Juli 2011 19:37

    Ich finde es ziemlich schäbig, dass der arbeitslose Chefredakteur selbst den Tod eines derart grossen Mannes dafür missbraucht, seine dümmlichen Anti-Sozi-Bashings zu betreiben. Schämen Sie sich, Herr Unterberger - was Sie hier betreiben ist absolut nicht im Sinne Otto von Habsburgs!

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. Juli 2011 20:16

      Die beiden (Adel- wie Proletenvertretung) sind zwar nicht vom selben Stamm, haben aber sehr ähnliche Interessen.
      Warum also nicht ein bisserl das Gemeinsame herausarbeiten?

      „Dynastisch“ zu denken ist keine natürliche Eigenheit des Adels (siehe den ausgeprägten Nepotismus bei Rot - „Das Wort Familienbande hat (lt. Karl Kraus) einen Beigeschmack von Wahrheit."), ging aber immer in die Hosen der „sansculotten“, die die ihren wohl deshalb nicht unten zugebunden hatten.
      Die Demokratie abschaffen (EU) zu wollen, bevor man sie einer grundlegenden Revision und (in Folge) Reformation unterzogen hat, ist nicht unverdächtig.

      „Bevor man ein System in seiner Gesamtheit ändert, soll man die Fehler des bestehenden suchen, finden und ausräumen.“

      Alles andere ist Schwachsinn, wenngleich es mit einer abgefeimten Methodik vorangetrieben wird.

    • Trollfresser (kein Partner)
      05. Juli 2011 21:06

      Katholik - der Poster aus der Phrasendreschmaschine.

      Er stellt sich immer pünktlich nach Einbruck der Dämmerung ein.

    • APM (kein Partner)
      05. Juli 2011 21:31

      Ach Neppo, Sie sprechen aus der Seele. Es ist absolut wahr, dass beide Organisationen viel Gemeinsames haben.
      Nur: Bei Otto v.Habsburg (ich schreibe bewusst das "v") könnte man das alte negativ vermittelnde Sprichwort "des nicht weit vom Stamm fallenden Apfels" nicht anwenden...

  16. Frade (kein Partner)
    05. Juli 2011 16:23

    Oh Weh! Oh Not! Die Guten sterben immer zu früh!

    Schröcklich!

    • cmh (kein Partner)
      05. Juli 2011 17:24

      Frade, man muss seinen schlechten Geschmack und seine Pietätlosigkeit nicht immer so vor sich her tragen.

      Ladet doch einmal wieder den Elmayer zu Euch nach hause ein. Die Gmoa förderts sicher solange es getschendert ist.

    • APM (kein Partner)
      05. Juli 2011 21:35

      @ cmh

      Nehmen Sie einen solchen Trottel wirklich ernst?

      Ps: Wie fad wäre jeder Blog, wenn es solche Typen nicht gäbe....

  17. xRatio (kein Partner)
    05. Juli 2011 15:34

    Otto von Habsburg:
    Interview durch Alexander von Schönburg in der WELTWOCHE 2/2009

    Otto von Habsburg ist der Sohn des letzten österreichischen Kaisers. Der begeisterte Europäer hält Sarkozy für einen grossen Staatsmann und Putin für einen Verbrecher. Er schätzt die islamische Welt und sieht in der Monarchie eine Chance für gewisse Länder.

    Frage: Sie sind Mitglied der Islamischen Akademie und grosser Sympathisant der Muslime. Woher rührt Ihre Schwäche für den Islam?

    OvH: Ich mag, dass in der islamischen Welt die Religion noch einen Stellenwert hat, den sie bei uns leider längst verloren hat. Ein muslimischer Politiker beginnt eine Rede grundsätzlich mit den Worten «Im Namen Gottes des Allmächtigen» . . .


    Alles nachlesbar bei:
    http://www.open-speech.com/fact-fiction/p=1654.html
    --------

    Ich erpare mir jeden Kommentar.
    De mortuis nil nisi bene. ;-)

    • Florin
      05. Juli 2011 17:07

      Prinzipiell wäre es ja nicht gar so schlech etwas im *Namen Gottes* zu beginnen und sei es nur eine Rede.

    • cmh (kein Partner)
      05. Juli 2011 17:28

      Gottseidank sind Sie noch gesund lieber xRatio.

      Und solange Sie nicht antworten werde ich auch nicht schlecht über Sie reden. Und wenn Sie antworten auch nur schlecht über das, was Sie geschrieben haben.

    • xRatio (kein Partner)
      06. Juli 2011 02:43

      @cmh 05. Juli 2011 17:28
      Gottseidank sind Sie noch gesund lieber xRatio.

      Also mir geht's ganz gut, lieber cmh. Aber danke, daß Sie gleich so besorgt sind, wenn ich Ihnen mal nicht antworte.
      Und Ihrer werten Drei-Einigkeit dafür danken, wenn ich trotzdem mal ein Lebenszeichen von mir gebe. :-)

      Ich lese und schreibe in diesem nach wie vor technisch unzumutbaren Blog sehr ungern und folglich ziemlich selten.

      Alle diesbezüglichen Vorschläge meinerseits wurden bei der letzten "Großinventur" in den Wind geschlagen.

      Unter großem Tamtam wurden nur ein paar Mätzchen implementiert, die ich jedenfalls nie vermißt habe.

    • xRatio (kein Partner)
      06. Juli 2011 02:51

      @cmh 05. Juli 2011 17:28
      Und solange Sie nicht antworten werde ich auch nicht schlecht über Sie reden. Und wenn Sie antworten auch nur schlecht über das, was Sie geschrieben haben.

      Naja, ist ja nett. Mein Einwand muß Sie wohl ziemlich beunruhigt haben, daß Sie so insistieren.

      Aber zur Logikfrage war und ist meinerseits nun wirklich alles mit wenigen Worten unwiderleglich gesagt.

      Trotzdem kurz nochmal:
      Drei ist nicht gleich Eins. Und Drei nicht gleich Eins.

      Ihr "Geheimnis der Trinität", der Drei-Einigkeit ist also nichts weiter als Hexeneinmaleins.

      Da können Sie noch soviel drumrumreden und Unikate wie mich so ganz nebenbei und aus Versehen von der Trinität zur Multität, Gigatät und Tera-Einigkeit erheben. :-)

      Ich halte es in solchen offenbar nicht therapierbaren und politisch irrelevanten Fällen lieber mit dem resignierten Spruch:

      Vergebens predigt Salomo, die Leute machen's doch nicht so. :-)

      cmh, Ihre sonstigen Ansichten, soweit mir bekannt, sind ja durchaus richtig, zumindest tolerabel.

      "Glauben" Sie ansonsten doch was immer Sie wollen oder sich einbilden, solange Sie anderen nicht schaden.

      Mich als rationalen und damit liberalen und komplett religionsfreien Menschen, der sich wie Schopenhauer nicht mal als "Atheisten" bezeichnet, interessieren spezifisch religiöse Fragen schon lange nicht mehr.

      Wir haben doch immerhin die Trennung von Religion und Staat.

      In welche Abgründe Religionslastigkeit in der Politik führen kann,

      folgerichtig sogar führen MUSS,

      sieht man (nicht nur) an unserem guten OvH, der doch glatt mit den Islamnazis im Bunde war.

    • cmh (kein Partner)
      06. Juli 2011 09:44

      xRatio aber bitte.

      Wie könnte mich Ihr Einwand (? wogegen eigentlich) beunruhigen, denn er ist weder neu noch gut?

      Ich habe nur eine ehrliche Antwort mit einigem Zeitaufwand versucht, wofür ich mir doch eine zumindest neutrale Rückmeldung erwartet hätte. Der bob Kelso war sich auch nicht zu gut, obwohl man die Mühe gemerkt hat.

      Wenn Ihnen der Blog technisch nicht gut genug ist – das kann ich verstehen – warum posten Sie dann ausgerechnet zu so einem Thema. War Ihnen denn nicht klar, dass es den einen oder anderen gibt, den Sie damit, wenn auch nur persönlich verletzen. Sie selbst reagieren ja auch äußerst mieselsüchtig, wenn sich einer auf Ihr Territorium verirrt. Und wenn Sie ein derartiges abfälliges Posting machen, dann stehen Sie auch Rede und Antwort oder lassen Sie es bleiben, über Dinge zu reden, von denen Sie keine Ahnung haben. Es sei denn, Sie wären ein Troll, was Ihrem Selbstverständnis auch widersprechen dürfte.

      Ihr Rechenexempel nun geht allerdings an der Trinität doch wohl komplett vorbei. Gerade Sie als den Wissenschaften Verpflichteter sollten eigentlich schon wissen, dass man im Unendlichen nicht nach den herkömmlichen Regeln rechnen darf – nicht dass Sie daraus in der Sache etwas ableiten könnten, aber vorsichtiger könnten Sie deshalb schon mit unbekannten Begriffen umgehen. (Ich hoffe das war ausreichend religionsfrei für Sie formuliert um daraus einen Gedanken und nicht nur eine Schmähung hervorzurufen.)

      Was man sich unter Glauben vorzustellen hat, ist – wie Ihren Aussagen entnehme – Ihnen auch unklar. Sie meinen offensichtlich, dass man unter „Glauben“ versteht, dass „man glaubt, dass absurde Gschichtln wahr wären“. Diese Meinung ist allerdings weit verbreitet, leider auch unter Christen. Aber mit dieser Art reden Sie hier nicht.
      Da ich mit einbilde, Schopenhauer schon etwas zu kennen, kann ich Ihren flotten Schluss vom Wirken des Weltwillens auf nicht einmal den Atheismus nicht so ganz nachvollziehen.

      Strikt widersprechen muss ich Ihnen hingegen, wenn Sie sagen, wir hätten eine Trennung von Staat und Religion.

      Tatsächlich haben wir eine Art Agnostizismus von dem man immer wenn es politisch in den Kram passt irgendwelche vom Christentum erborgte Werte um die Ohren geschlagen bekommt als Staatsreligion. Das mag gegen die Katholiken als Urheber dieser Werte ganz gut funktionieren, ist dem Islam, der Ihnen – wenn Sie zuhörten – klipp und klar sagt, dass er auf diesen aufgeblasenen Libertinismus scheißt, doch recht zahnlos.

      Wenigstens sind meine Ansichten tolerabel. Das ist doch schon was.

    • Kelso (kein Partner)
      07. Juli 2011 20:28

      cmh
      Verehrtester, da mein Name fällt melde ich mich noch mal zurück. Ihre Ansichten mögen passabel sein und an Christen, die ihren Glauben leben, habe ich wenig auszusetzen, auch wenn ich selbst aus der agnostischen Ecke komme (obwohl ich mich auch als Synkretist bezeichnen könnte :-) ).
      Aber was mich an einem Blog wie diesem in der Diskussionskultur stört, ist dass alle jene die A.U.s Positionen nicht teilen sofort als Linke, nein sogar als LinxLinke, Gutmenschen etc. bezeichnet werden. Noch einmal versuche ich Ihnen glaubhaft zu machen, dass man katholenfern sein und liberale (nein nicht im Sinne des PC!!) Positionen vertreten kann, ohne dass man sich bei den politisch Linken verorten muss. Ich habe Ihnen doch schon glaubhaft zu machen versucht, dass mir keine der aktuellen Parteien etwas taugt. Bei aller Sympathie für den deutschliberalen gedanken (ja wirklich) sind mir die Rabaukenparteien ebenfalls so widerlich wie grün etc. Und die VP steht für gar nix mehr. Wiederschauen und gehabt Euch wohl!

  18. Observer
    05. Juli 2011 14:51

    Danke an AU für den ausführlichen Bericht und an die Blogteilnehmer für die Ergänzungen über den eben verstorbenen Otto Habsburg. Eigentlich ist es eine Schande, was man mit ihm und anderen aufrechten Österreichern in den vergangenen 70 Jahren getan hatte.
    Ergänzen möchte ich in diesem Zusammenhang aber, dass sich viele in unserem Land (aber auch anderswo) gerne einen "charakterstarken Mann" (oder auch eine Frau) an der Spitze des Landes als Vorbild wünschen. Dies hat aber direkt nichts mit der Begeisterung von Millionen zu tun, wenn fürstliche oder königliche Hochzeiten im TV übertragen werden.
    UHBP ist eigentlich ein "Beamtenkaiser", welcher nie so eine gewünschte Funktion ausüben kann, sondern vielmehr - siehe gestrige ORF-Pressestunde - ein Apparatschik, der entweder schwammige Aussagen trifft oder wieder seine frühere Parteipolitik betreibt. Leider fehlt in vielen Demokratien eine Kraft, welche in Krisenzeiten auch unpopuläre Entscheidungen - welche aber für das Land langfristig gut sind - trifft und auch durchziehen kann.

    • A.K.
      05. Juli 2011 16:11

      @Observer
      Sehr treffend Ihr Zitat: "UHBP ist eigentlich ein "Beamtenkaiser", welcher nie so eine gewünschte Funktion ausüben kann, sondern vielmehr ein Apparatschik, der entweder schwammige Aussagen trifft oder wieder seine frühere Parteipolitik betreibt."

    • cmh (kein Partner)
      05. Juli 2011 17:30

      Könnten wir uns vielleicht auf die Bezeichnung

      "derzeitiger Amtsinhaber" für Heinzi F. einigen

    • Gerhild Baron
      05. Juli 2011 19:03

      OT, was Otto von Habsburg betrifft, aber in Zusammenhang mit UHBP passend:

      ich vermisse einen Artikel von AU und einen Aufschrei im Blog zu den Aussagen von HF in der Pressestunde zu Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer - dies war Parteipolitik PUR und wurde natürlilch dann auch vom ORF entsprechend ausgeschlachtet.

    • cmh (kein Partner)
      05. Juli 2011 21:08

      Man kann nicht soviel fressen wie man speiben müsste.

      Das ist keine witzige Redewendung - ihre Wahrheit merkte man am DRumherum der Pressestunde. MAn kann tatsächlich nicht mehr ....

  19. Neppomuck (kein Partner)
    05. Juli 2011 14:41

    Viele Verbote sind Ausdruck des Misstrauens in die Demokratie und damit in demokratische Prozesse.
    Nun, „man“ wird wissen, warum.

    Der Passus „unerschütterliche Glaube an Religion“ klingt zwar ganz nett, gewinnt (?) aber angesichts einer beachtlichen 'begrifflichen Kongruenz' von „Glaube“ und „Religion“ eher die Bedeutung von „Ich glaube an die Instrumentalisierung der Menschen durch Religionen aller Art“.
    Für jemanden, der „Gottes Gnade“ als Legitimation für seinen Herrschaftsanspruch ableitet, um über Jahrhunderte die Welt mit Krieg und Elend zu überziehen, schon ein wenig schizophren.

    Ob das mit dem oftmals „schlagend“ gewordenen Risiko der Feudalherren, gentechnisch „entre nous“ zu bleiben zusammenhängt, will ich hier nicht weiter zur Diskussion stellen.

  20. cmh (kein Partner)
    05. Juli 2011 12:30

    Monarchie wird sich nie überleben. Schließlich ist sie nicht eine Regierungsform, sondern die Kategorie einer Regierungsform.

    Was sich bei uns überlebt hat, sind daher nicht Monarchie oder Adel, sondern nur der Anstand und das Wissen um die Form.

  21. november (kein Partner)
    05. Juli 2011 12:11

    Otto Habsburg war einer der wenigen, die sich zeitlebens immer für Österreich und die europäische Idee eingesetzt haben. Leider gibt es in der Politik nicht viele Persönlichkeiten wie ihn.

    Was mich stört, sind die immer wieder auftauchenden Vorwürfe, er hätte sich nie eindeutig zwischen Monarchie und Demokratie entscheiden können. Als ob das ein Widerspruch wäre.

    • phaidros
      05. Juli 2011 13:10

      Er hat rundheraus die Frage abgelehnt. Ich hörte ihn im Interview (sinngemäß, aber beinahe wörtlich) sagen: »In Jahrzenten der Reflektion bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Frage nach der Staatsform von unglaublich untergeodneter Bedeutung ist. Wichtig ist einzig, dass sie von der Bevölkerung getragen wird. In diesem Sinne bin ich weder Royalist noch Republikaner, sondern einfach Legitimist.«

      Er war wahrhaftig Österreichischer Kaiser: nach allem, was sein Land seiner Familie und ihm angetan hat, hat er sein Leben unermüdlich in den Dienst der Österreichischen Sache gestellt!

      Mit ihm ist ein Großer gegangen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  22. Franziska Malatesta (kein Partner)
    05. Juli 2011 11:58

    Geht man auf der rechten Straßenseite der Augustinerstraße Richtung Albertina, kommt man neben der Augustinerkirche an einigen Vitrinen vorbei. Dort wird vom Kunsthistorischen Museum Werbung für den Besuch der Schatzkammer gemacht, mit einem Plakat in englischer Sprache: "Sorry, we don't have emperors but we have their jewels."
    Nichts könnte den Geist dieser demokratischen Republik (Republik allein sagt ja über den Grad der Verrottung eines Staates nichts aus) besser beschreiben als dieser Text. In ihm versammelt sich alles, was ich an diesem Staat ablehne: Das Ressentiment von regierenden Hausmeistern, die Niedrigkeit, Gemeinheit und die Rancune von Knechten, die aufs Pferd gekommen sind, aber nicht reiten können, die unterirdische Verdächtigung von allem und jedem, das über ihnen ist, seien es Leistungswillige, Gebildete und Herausragende, sei es Kultur, Kunst, gutes Benehmen, Anstand, das Beharren auf überlieferten Werten und Bräuchen, die nichts anderes darstellen, als die Summe der Erfahrungen, die den Vorfahren zuteil wurden, das Beharren auf Begriffen wie Ehre, Gottvertrauen, Loyalität, Treue, Standfestigkeit, Opferbereitschaft. Sie haben niemanden über sich, schon gar nicht Gott, in dessen Namen sie nicht grüßen mögen.
    Indem sie die gestohlenen habsburgischen Kronjuwelen, aber auch die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches, die Ordensmäntel des Ordens vom Goldenen Vließ zu "haben" glauben und sich mit diesen unsäglich dummen, dreisten und lächerlichen Plakaten in Szene setzen, zeigen sie, wes Geistes Kinder sie sind.

    • Erich Bauer
      05. Juli 2011 13:10

      "..."Sorry, we don't have emperors but we have their jewels."..."

      Britische Touristen werden dies als Warnung verstehen und ab da ein wachsames Auge auf ihr Börsel legen. Werden sie doch mit dem Holzhammer darauf aufmekrsam gemacht, daß man sich soeben auf dem Balkan befindet.

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. Juli 2011 14:56

      "Sorry, I don't like emperors, but I like "emperors nonsens".
      (Kaiserschmarrn)

      Das wäre "mein Plakat" dazu.

    • Erich Bauer
      05. Juli 2011 15:02

      An den Stadtgrenzen Wiens könnte man den Spruch, "Wien ist anders" für britische Besucher "frei" übersetzen: Come to where the nonsens is.

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. Juli 2011 15:30

      "Nonsense" ist schließlich in Wien Regierungsprinzip.

    • A.K.
      05. Juli 2011 16:04

      @Franziska Malatesta
      Ihr Text zu "Sorry, we don't have emperors but we have their jewels." spricht mir
      aus der Seele. In Ihrem folgenden Zitat ist die Essenz all dessen, was uns heute bedrückt, enthalten:
      "... In Sorry, we don't have emperors but we have their jewels" versammelt sich alles, was ich an diesem Staat ablehne: Das Ressentiment von regierenden Hausmeistern, die Niedrigkeit, Gemeinheit und die Rancune von Knechten, die aufs Pferd gekommen sind, aber nicht reiten können, die unterirdische Verdächtigung von allem und jedem, das über ihnen ist, seien es Leistungswillige, Gebildete und Herausragende, sei es Kultur, Kunst, gutes Benehmen, Anstand, das Beharren auf überlieferten Werten und Bräuchen, die nichts anderes darstellen, als die Summe der Erfahrungen, die den Vorfahren zuteil wurden, das Beharren auf Begriffen wie Ehre, Gottvertrauen, Loyalität, Treue, Standfestigkeit, Opferbereitschaft. Sie haben niemanden über sich, schon gar nicht Gott, in dessen Namen sie nicht grüßen mögen."

    • Florin
      05. Juli 2011 16:22

      @Franziska Malatesta

      Vielleicht hätte ich mich gescheut es so präzise zu formulieren, aber genau so empfinde ich auch.

    • Florin
      05. Juli 2011 18:22

      Ich weiß nicht ob es von Interesse ist, aber eben habe ich Ihren Kommentar hier gefunden:
      http://lepenseur-lepenseur.blogspot.com/

    • Brigitte Imb
      05. Juli 2011 18:44

      @Franziska Malatesta

      Hervorragender Kommentar, danke. Entstammt diese Dreistheit den Ideen der Kulturministerin?
      Könnten Sie das bitte photographieren?

    • machmuss verschiebnix
      05. Juli 2011 20:52


      100% Zustimmung !

      Aber wie retten wir uns aus den alles umgarnenden Fängen der roten Zeitgeist-Krake ?

    • Franziska Malatesta (kein Partner)
      05. Juli 2011 21:17

      @Florin: habe mich bei LE Penseur zitiert gefunden und fühle mich geehrt.
      @ Brigitte Imb: Gute Idee, werd es photographieren!

    • Undine
      05. Juli 2011 21:27

      @Franziska Malatesta

      *****************!!!

    • gms (kein Partner)
    • HJR
      06. Juli 2011 08:00

      Reihe mich hiermit in die Fangemeinde dieses Textes ein! ***************!

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Brigitte Imb
      06. Juli 2011 14:23

      @ gms

      Vielen Dank!

    • terbuan
      06. Juli 2011 17:01

      Ich glaube es ist so ziemlich das erste Mal, dass ein Nichtpartner an der Spitze der Bewertungen liegt und mit ein so hohen Anzahl an 3*
      Großartig, ich schließe mich den Gratulanten gerne an **********!

  23. mike1
    05. Juli 2011 10:34

    karl hohenlohe schreibt im heutigen kurier völlig richtig:

    "Heute wünscht sich kaum einer die Monarchie zurück, aber es bleibt diese Sehnsucht nach anständigen Persönlichkeiten in der Politik, die sich zuerst den Menschen und dann erst sich selbst verpflichtet fühlen. Otto von Habsburg war einer von ihnen."

    otto war ein großer anständiger mensch und politiker wie es sie heute nicht mehr gibt !

  24. W.F.Köhler
    05. Juli 2011 06:56

    Da hat es wieder nach Marxismus-Kommunismus gestunken. Wie tief muss der Haß der Sozialisten auf die Habsburger doch sein!
    Das mangelnde Demokratiebewusstsein führt zu falscher oder "bereinigter" Berichterstattung.
    Die Benützung des Staatseigentums zeugt von mangelndem "G´spür". Aber das betrifft viele Österreicher, die sich nach dem 2. Weltkrieg auf Kosten der Juden und der Nazis bereichert haben, vor allem in Wien.
    Aber die Marxisten existieren erst seit 150 Jahren und die Habsbruger regierten 650 Jahre. Das ist uneinholbar! Und die Katholische Religion existiert schon über 2000 Jahre.

  25. Xymmachos
    04. Juli 2011 20:21

    Als sich Otto Habsburg nach dem Kriegsende 1945 in seinem Exil in den USA gegenüber Präsident Truman gegen den Bundespräsidentschaftskandidaten Karl Renner aussprach, blieb das - wie der widerliche Zeitschichtler Oliver Rathkolb, der im ORF-Mittagsjournal natürlich als Kommentator auftreten durfte, genüsslich vermerkte - bekanntlich erfolglos. Daß eine Figur wie Renner, der 1938 ein "freudiges Ja zum Anschluß" verkündete, um sich 1945 sofort submissest bei Stalin anzubiedern, als erster Bundespräsident eines wiedererstanden Österreich für ihn eine schreckliche Vorstellung war, kann ich Otto Habsburg noch heute lebhaft nachempfinden. Ehre seinem Andenken!

    • Xymmachos
      05. Juli 2011 11:27

      P.S.:
      "Zeitschichtler" (statt "Zeitgeschichtler") betrachte ich als eine meiner schönsten Freud'schen Fehlleistungen!

    • cmh (kein Partner)
      05. Juli 2011 12:16

      Nicht zu vergessen die zutiefst undemokratischen und nur parteipolitisch motivierten Geschäftsoprdnungstricks "ja zum Anschluss"-Renners, die Anlass für die Selbstausschaltung des Parlamentes waren.

    • Undine
      05. Juli 2011 21:35

      @Xymmachos

      Der widerliche "Zeitschichtler" Oliver Rathkolb! Wie zutreffend! *******!
      Da hat das "Unterbewußtsein" blendend souffliert!

    • Ozanam
      09. Juli 2011 09:49

      "Zeitumschichtler" würde noch besser passen, für die unerträgliche, präpotente Selbstgerechtigkeit.

  26. FranzAnton
    04. Juli 2011 18:37

    Dr. Habsburg mag ein hervorragender Mensch gewesen sein, wie sie generell nur selten zu finden sind; Adelsgeschlechter machen hiebei keine Ausnahme.

    Beobachtet man die Eskapaden der aktuell in der Öffentlichkeit stehenden Proponenten sämtlicher Adelshäuser, meint man, der Vorführung eines absurd lächerlichen Skurillitätenstückes beizuwohnen; sie sind, im Durchschnitt, um kein Jota wertvollere oder klügere Menschen als die "gewöhnliche" Schickeria, wie sie sich in der Regenbogenpresse findet.

    Kein Zweifel ist möglich: Die Monarchie hat sich überlebt, ist nicht mehr zeitgemäß.

    Auch "Ersatzkaiser", wie etwa der amerikanische Präsident es auf Zeit ist, führten sich allzu oft entsetzlich auf; denken wir nur an die ungeheuerlichen Aktionen vieler Nachkriegspräsidenten zurück.

    Deshalb sollte die direkte Demokratie zu Lasten der repräsentativen ausgebaut werden; die Schweiz demonstriert die Effizienz dieses Modells in vorbildlicher Weise.

    Persönlich halte ich dies für die einzige Art und Weise, wie künftig regiert werden kann; hätten die "gewöhnlichen" Menschen bei uns - und allüberall - mehr politischen Einfluß, stünden wir, davon bin ich überzeugt, in jeglicher Hinsicht besser da; es sind nämlich die Ideologen und/oder die Verführer, welche ihre diversen verqueren, emotional aufrührerischen Süppchen kochend, zu Verdummung, Agonie, Ruin und Auslöschung von Staaten und Völkern beitragen.

    • cmh (kein Partner)
      05. Juli 2011 12:19

      Garbage in - Garbage out. Das ist ein ehernes Gesetz jeglicher demokratischer Willensbildung.

      An die direkte Demokratie glaube ich erst, wenn es deren Befürworter geschafft haben, die Qualität unserer Wohnungseigentümerversammlungen nachhaltig und nachprüfbar zu heben.

      Und ich bedaure sagen zu müssen: das wird nie sein.

    • Florin
      05. Juli 2011 14:17

      ad: Qualität unserer Wohnungseigentümerversammlung

      Eine sehr passende Meßlatte!

    • HJR
      06. Juli 2011 08:09

      [... Qualität unserer Wohnungseigentümerversammlungen ...]

      Chapeau!

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  27. Schani
    04. Juli 2011 18:30

    Auch ich ärgere mich immer wieder über das Benehmen des Prolo inter pares in der Hofburg-Habsburg pfui Teufel,aber die angenehmen Dinge der Monarchie wollen wir als aufrichtige Republikaner schon genießen und damit protzen!
    Bezeichnend auch heute im Mittagsjournal das Interview mit einem Historiker-die Fragen hätten gehässiger nicht sein können und man hörte bei jedem Wort geifernde Gemeinheit heraus!

    • M.S.
      04. Juli 2011 18:33

      Na dreimal darf man raten was das für ein Historiker ist, der vom ORF zu so einem Ereignis befragt wird.

    • FranzAnton
      05. Juli 2011 05:29

      @: "Prolo inter pares ":

      Er erscheint sehr um weises, staatsmännisches Auftreten bemüht, ist aber offensichtlich nicht in der Lage, sich aus den Fesseln der in seiner Jugend verinnerlichten, radikalen Ideologie zu befreien.
      Sein seinerzeit öffentlich zelebriertes Zurücklegen des Parteibuches, um dem Volk "über den Dingen stehen" zu suggerieren, führte er in der letzten Pressestunde wieder einmal ad absurdum; neue Steuern zu verlangen, welche die Wähler seiner Gesinnungsgemeinschaft / Partei nicht treffen sollen, damit diese bei Wahlen das Kreuzerl wunschgemäß setzen, erscheint nicht nur unfair, sondern auch kontraproduktiv; den so Begünstigten würde nämlich suggeriert, daß sie ja nicht Schuld hätten an der aktuellen Finanzkrise; dabei ist ja das Gegenteil wahr; jene, welche die aktuelle Staatsverschuldung zu verantworten haben, und das sind vorrangig Linkswähler, müssen gerechterweise sehr wohl für die von ihnen unterstützte Politik per Steuerbelastung/"bestrafung" einstehen, und nicht nur ihre politischen Gegner. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 25 %, mit gesetzlichem Ablaufdatum, erschiene mir als fairste Maßnahme.

    • cmh (kein Partner)
      05. Juli 2011 12:24

      Für einen ehrlichen Roten wäre das Stillehalten seiner Gesinnung gleich wie wenn ein Katholik bei Amtsantritt seine Religion ruhend gestellt hätte.

      Dass Fischer nach wie vor ein Erzroter ist kann daher nicht verwunderlich sein.

      Das "Zurücklegen des Parteibuches" hingegen kann nur ein Akt der - wie man so schon neuösterreichisch sagt - "Taqquia" sein.

      Wer es glaubt, wird selig, aber hier merkt man die Absicht und ist verstimmt. Nicht auf Fischer, sondern auf die Nüsse, die das tatsächlich glauben und auch nur für möglich halten.

    • HJR
      06. Juli 2011 08:16

      Der laut Verfassungsgebot "über den Parteien" stehen sollende "Prolo inter pares (***!) ist wohl eine weitere der österreichischen "Realverfassung" geschuldete Denkfigur.

  28. M.S.
    04. Juli 2011 17:54

    Während Otto von Habsburg von kleinkarierten, provinziellen Möchtegernpolitikern, die in Schönbrunn aus seinem Tafelgeschirr "speisten" die Einreise nach Österreich verweigert wurde, bat ihn das offizielle Ungarn, das Amt des Staatspräsidenten anzunehmen, was er in aller Bescheidenheit ablehnte.
    Wenn man dazu bedenkt, welchen Anteil der Habsburger durch seine Interventionen bei Roosevelt an der Wiedererrichtung Österreichs nach dem zweiten Weltkrieg hatte, wird einem die Peinlichkeit des Verhaltens des offiziellen Österreich gegenüber diesem großem Österreicher so richtig bewußt.

    • cmh (kein Partner)
      05. Juli 2011 12:25

      Bei der Gelegenheit hätte man den Zeitschichtler fragen können, warum Österrecih keine Exilregierung zusammengebracht hat.

  29. PostScriptum
    04. Juli 2011 15:54

    Ansichten eines jungen Mannes.

    Ich habe selbstverständlich noch keine großen Bindungen an viele große Persönlichkeiten dieses Landes. Allein Dr. Schüssel und Dr. Haider waren seit meiner Geburt herausragende (politische) Persönlichkeiten, egal ob ihre Politik oder Aussagen nun positiv oder negativ zu bewerten sind, vor allem Dr. Schüssel war ein echter Staatsmann, dem ich die Kaiserwürde überreichen würde, würde sie verliehen werden können.

    Otto von Habsburg aber habe ich zum Teil bewundert, alleine für seine Aussagen in seinem Buch "Die Welt ist klein geworden". Derart viel Weit- und Umsicht würde ich mir von einem Politiker hohen Ranges wünschen. Zwerge wie Faymann würde ich gar nicht mit diesem Mann vergleichen. Dieser Vergleich würde Habsburg nur entehren.

    Ich muss ehrlich sagen, dass das erste Wort, das ich laut ausrief, nachdem ich die Todesnachricht las "Schei**" war. Mit Otto von Habsburg verliert Österreich eines seiner letzten großen Söhne.

    Aber meine Damen und Herren; was niedergebrannt wurde, kann man noch viel schöner, viel größer wiederaufbauen!

    Vertrauen wir auf unser Volk, es wird wieder großartige Persönlichkeiten hervorbringen und diese Persönlichkeiten werden unser schönes Land noch besser, noch größer und noch lebenswerter gestalten, als wir uns das jemals erträumen hätten können!
    Denken Sie nur an den Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg! Österreich hat seine großen Söhne und wird immer größere Söhne hervorbringen.

    Glauben wir an uns, vertrauen wir dem österreichischen Volk und lassen Sie uns an die Arbeit gehen, dieses wundervolle Land zum größten Land der Geschichte zu machen!

  30. Stadtindianer
    04. Juli 2011 14:55

    Die Aufarbeitung der Geschichte muss sich auch mit der Monarchie beschäftigen. Während den Habsburgern das über Jahrhunderte Zusammengeraffte großteils entzogen wurde, blieben andere Bevorzugte der Monarchie, wie der Adel, in Summe unbehelligt. Z.B. eine Landreform weg vom Großgrundbesitz, wie wir es für die Dritte Welt vorschlagen, hat es bei uns gar nie gegeben. Die Strukturen des Adels wurden klammheimlich beibehalten.
    Ein anderer Punkt: Die junge Republik wie auch wir im 21. Jahrhundert haben viele monarchische Besonderheiten übernommen und verwaltet sie noch immer: alle Sammlungen, Schlösser, Güter und Wälder. Wozu benötigt ein moderner Staat eine Unzahl von Kunstwerken? Museen? Wälder? Schlösser? Kunstschätze? Und und.
    Wäre es nicht besser diese langfristig zu versilbern und damit in Bildung, Soziales und Sinnvolles zu investieren? Wozu muss eine moderne, schlanke, zielgerichtete staatliche Verwaltung Besitz anhäufen, verwalten und verteidigen?
    Wir sind zwar formal eine Demokratie, handeln tut der Staat aber genau so wie der alte Kaiser von 100 Jahren. - Ist das sogar eine Lebenslüge?

    • Pumuckl
      04. Juli 2011 16:15

      In unserer Hymne besingen wir uns als " Volk begnadet für das Schöne " , auch wenn z.B. die Familie Mozart aus Augsburg zugewandert ist, und die Mäzene der Habsburgerresidenz bewirkten, daß Bethoven Wien zum Domizil seines Schaffens machte.
      Die Mäzene aus der Habsburgerzeit bewirktetn die großartigen Schätze - die
      " Federn " mit denen wir uns in unserer Hymne schmücken. Der Stadtindianer wird wohl selbst nicht glauben, daß uns dereinst etwa durch "Kunstwerke" eines Herrn Nietsch eine solche Hymne beschert wird. Dessen Mäzene sind auch eher bei den neuen Feudalherren zu suchen.
      Hat der Stadtindianer noch nicht registriert daß wir in den letzten 200 Jahre zwar den Feudalismus des Adels überwunden haben, und nun schon lange vom Feudalismus des Geldadels ausgebeutet werden?
      Wollen Sie Herr Stadtindianer diesen neuen Feudalherren, für Billionenweise gedruckte in Wahrheit durch nichts gedeckte Dollar, wirklich jene Schätze
      verscherbeln, welche unsere Idendität begründen?

    • inside
      04. Juli 2011 16:21

      - - - - - !!

    • Erich Bauer
      04. Juli 2011 16:24

      "...wirklich jene Schätze verscherbeln...."

      Tausche Gold gegen Papier. Indianer haben auch Glasperlen (Murmeln) genommen... Kein gutes Geschäft für Indianer. Aber vielleicht müssen wir eh bald alles hergeben... für ZIFFERN am Haftungs- und Schuldenkontostand...

    • Brigitte Imb
      04. Juli 2011 16:28

      Nein, nein, Kaiser Erwin meinte doch, dass Haftungen nicht schlagend werden dürfen................

    • Erich Bauer
      04. Juli 2011 16:36

      "...Kaiser Erwin meinte..."

      Ja eh. Und Kronprinz Sepperl meinte, daß Österreich in 2 Jahren eh in Griechenland ist... "daun streck' ma die Potsch'n in weißn Saund"

    • Brigitte Imb
      04. Juli 2011 16:39

      ...und von Schönbrunn weht dann der Halbmond. Jösssas...

    • Erich Bauer
      04. Juli 2011 16:46

      "...Jösssas..."

      Oiso, des glaub i net. Ohne österreichische Kontrollbank sind die noch mehr pleite wie wir. In Österreich kenn ich nur eine Kirche mit Halbmond am Turm. Das ist die St. Othmar Kirche im 3. Bezirk am Kolonitzplatz. Dort hab' ich ministriert...

    • Schani
      04. Juli 2011 18:36

      Genau-zu wos brauch ma des! Machen wir aus der Staatsoper eine Disko und den Stefansdom funktionieren wir in einen Fitnestempel um! Wounn mi des Reisesebureau net vamiddlt hä!

    • byrig
      04. Juli 2011 23:56

      stadtindianer,du bist offensichtlich der geschichtlose obersozi.
      nicht nur,dass es die massive umverteilung gibt,die es ermöglicht,dass rausende ohne arbeit auf kosten anderer gut leben.nein-du schurke willst noch mehr:die tilgung und versilberung aller identitätsstiftenden wertstücke unseres landes.
      du bist sozusagen der oberprolo.soweit würde nichteinmal faymann gehen.

    • cmh (kein Partner)
      05. Juli 2011 12:28

      Ich höre immer wieder "für Bildung ausgeben".

      In meinen Ohren klingt das genau gleich wie verfressen und versaufen und mit Huren durchbringen.

    • Erich Bauer
      05. Juli 2011 14:01

      cmh,

      Köstlich :-))) Dann können sich die Zimmermädchen wieder ihren eigentlichen Aufgaben hingeben... Steuergeld sollte immer zu den Profis...

  31. Johann Scheiber
    04. Juli 2011 14:37

    Otto von Habsburg war ein beeindruckender, großer Mann, dem ich hätte Untertan sein können. Es gibt da eine schöne Ballade von Schiller, die die arete, die Tugend eines Mannes beschreibt, die ihn dazu befähigt Aristokrat, oder gar König zu sein.
    http://www.autoren-gedichte.de/schiller/der-graf-von-habsburg.htm
    Es ist der lebendige Glaube. Das europäische Adelskastenwesen insgesamt scheint mir meilenweit davon entfernt zu sein. Otto aber schien mir die Tugend seines Vorvaters durchgehalten zu haben.
    Seine politischen Äußerungen haben mir nicht immer gefallen. Aber von einem guten Monarchen erwartet man sich ja nicht, dass er auch ein guter Politiker ist, sondern dass er einen, frei nach Kaiser Franz Joseph, vor den Politikern schützt.
    Nichts wäre notwendiger, als ein aus langer politischer Erfahrung geprägtes Selbstbewußtsein, das uns vor geschichts- und gesichtslosen Marktschreiern wirksam schützt.

  32. A.K.
    04. Juli 2011 14:31

    Mir ist/wäre ein gläubiger Repräsentant eines Staatsgebildes "von Gottes Gnaden" lieber, als ein, aus den - gegenwärtig doch noch nicht ungültig - Wählenden, mit relativer Mehrheit hervorgegangener, Angehöriger des "Linken Parteiadels".
    - Der entschlafene Kaisersohn Otto von Habsburg gehe ein in die Freude seines Herrn! RIP

  33. Karl Rinnhofer
    04. Juli 2011 14:29

    Otto (von) Habsburg bezeichnete selbst die Monarchie als eine Regierungsform, die sich überlebt hat. Mag sein, dass Monarchie als „Symbol“ mit hoher Repräsentations-, Identitäts-, Emotions-Kraft noch ihren Platz hat, indem ihre Repräsentanten besonders hohen Identitätswert mit ihrem Staat ausstrahlen und zudem der Bevölkerung „Identifizierungsangebote“ mit hohem Vorbildcharakter machen. Funktionell ist die Monarchie in einer sich „aufgeklärt“ Gesellschaft verstehende obsolet.

    In Lauf des Lebens bekannte sich der große Kaiserssohn eindeutig zur Demokratie. Was jeden beeindruckte: Er haderte nie mit seinem Schicksal; nie hörte man von ihm ein verbittertes oder gar hasserfülltes Wort – dem Land und den Menschen gegenüber, die ihm genügend Grund dazu gegeben hätten.

    Für solche Worte bedarf es angesichts der Biographie dessen, der sie sprach, einer großen Persönlichkeit. Und auch eine Demokratie wid ohne große Pesönlichkeiten nicht auskommen.

    Doch: Ein bisserl mehr Blumen WÄHREND des Lebens - denn auf dem Grabe, da sind sie vergebens! Und das gilt nicht nur für Kaiserssöhne.

  34. ProConsul
    04. Juli 2011 13:40

    Dr. Unterberger schreibt: "Ein libertärer Ökonom hat es einmal recht zynisch (und sicher stark übertreibend) formuliert: Monarchen müssen nicht wie gewählte Politiker danach trachten, sich und ihre Anhänger binnen vier oder fünf Jahren zu bereichern, sondern sie haben generationenlang Zeit, Reichtum zu akkumulieren."

    und nicht bloß zu akkumulieren, sondern auch zu erhalten, möchte ich hinzufügen - das ist der große Unterschied! Der von Dr. Unterberger zitierte Ökonom wird wohl Dr. Hans-Hermann Hoppe sein, aus dessen Buch "Demokratie der Gott der keiner ist", ich in den letzten Tagen immer wieder Zitate in den Blog gestreut habe.

    "Sowohl Erbfürsten wie auch demokratische Verwalter können ihre laufenden Ausgaben durch höhere Steuern steigern. Doch ein Fürst tendiert dazu, Steuererhöhungen dann zu vermeiden, wenn diese zum Kapitalverzehr führen - zu einem Sinken des diskontierten Gegenwartswerts des Kaitalstocks, dessen Eigentümer er ist. Im Gegensatz dazu zeigt ein Verwalter keine solche Zurückhaltung. Während er das gegenwärtige Steuereinkommen besitzt, ist er doch nicht der Besitzer des Kapitals, mittels desse sein Einkommen erzielt wird - andere besitzen dieses Kapitl. Entsprechend geht das Maß der Besteuerung unter demokratischen Bedingungen weit über das unter fürstlicher Herrschaft erreichte Niveau hinaus. Zusätzlich können sowohl Fürsten als auch Verwalter ihre laufenden Ausgaben durch die Aufnahme von Schulden erhöhen, und da sie mit der Macht der Besteuerung ausgestattet sind, neigen beide dazu, mehr Schulden aufzunehmen, als Privatbürger es tun. Doch während ein Fürst sein persönliches Eigentum mit Verbindlichkeiten belastet, ist der demokratische Verwalter frei von solchen Sorgen. Er kann alle Vorteile höherer Gegenwartsausgaben genießen, während die entsprechenden Verbindlichkeiten und das gleichzeitige Absinken der Eigentumswerte von anderen getragen werden. Entsprechend sind Regierungsschulden unter demokratischen Bedingungen höher und steigen schneller als unter fürstlicher Herrschaft." (Hans-Hermann Hoppe, Demokratie der Gott der keiner ist, S.182)

    Was folgt aus all dem? Es ist wichtig, dass wir den Adel in Österreich aufwerten und ihn als Gegengewicht zu den Sozialisten und dem ausländischen Lumpenproletariat einbinden. Wir, die Bürgerlichen können es uns nicht mehr leisten den Adel weiterhin zu übergehen. Der Mittelstand schrumpft dramatisch, vor allem in den Städten, und in wenigen Jahrzehnten wird nicht mehr viel davon übrig sein. (Mir ist klar, dass das viele Blogteilnehmer aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr erleben werden, aber als Junger mache ich mir besonders Gedanken). Und dann wird das einzige Bollwerk gegen den Kulturabbruch und die Entzivilisierung die alte Elite am Land sein, nämlich der Adel. Wenn wir dieses Land retten wollen, müssen wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Mir ist auch klar, dass sich der Adel vielfach mitschhuldig gemacht hat, indem er sich zu wenig für Politik und Gesellschaft interessiert (hat), und auf die Bewirtschaftug seines Landbesitzes konzentriert hat. Aber jetzt muss ein Umdenken her.

    hier ein Artikel zum Thema: Albert Pethö - Warum ich Monarchist bin
    http://www.couleurstudent.at/index.php?id=3

    Die Demokratie war eine nette Idee, mehr aber auch nicht. Vor allem: Sie ist keine natürliche Herrschaftsform, da sich in einer Gesellschaft automatisch immer enige Personen durch Fleiß und Intelligenz nach oben arbeiten werden, aus denen dann eine Elite (Adel) hervorgeht. In unserer Zeit sind halt die Finanzherren die Elite, nur können diese dem alten Adel nicht das Wasser reichen, wie Hans-Hermann Hoppe treffend dargestellt hat:

    "Gleichzeitig war die Demokratie da erfolgreich, wo die Monarchie nur einen bescheidenen Anfang gemacht hatte: in der endgültigen Zerstörung der natürlichen Eliten. Die Vermögen großer Familien haben sich aufgelöst, und ihre Tradition der Kultur und ökonomischen Unabhängikeit, des intellektuellen Weitblicks und der geistig-moralischen Führung ist vergessen. Reiche Menschen gibt es heute immer noch, aber immer mehr verdanken sie ihr Vermögen nun direkt oder indirekt dem Staat. Von daher sind sie oft abhängiger von der fortgesetzten Gunst des Staates als Menschen viel geringeren Vermögens. Sie sind typischerweise nicht mehr die Oberhäupter langetablierter führender Familien, sondern Neureiche. Ihr Verhalten ist nicht durch besondere Tugend, Würde oder Geschmack gezeichnet, sondern ist Abbild derselben proletarischen Massenkultur von Gegenwartsorientierung, Opportunismus und Hedonismus, die die Reichen nun mit allen anderen teilen; infolgedessen besitzen ihre Meinungen nicht mehr Gewicht in der öffentlichen Meinung als die eines jeden anderen. Daher wird, wenn die demokratische Herrschaft endgültig ihre Legitimität verbraucht hat, das zu lösende Problem bedeutend größer sein als zu der Zeit, als die Könige ihre Legitimität verloren." (Hans-Hermann Hoppe, Demokratie der Gott der keiner ist, S.167)

    PS. ich bin nicht adelig, aber ich überlege mir ernsthaft den Monarchisten beizutreten, wenn ich mir so die Entwickung der Demokratie und deren Politclowns ansehe. (In einem unserer Nachbarländer regiert jetzt schon ein Pate, was kommt als nächstes: dass der Leibhaftige aufsteigt und sich zum Präsidenten wählen läßt?!)

    • Ein Frager (kein Partner)
      05. Juli 2011 11:20

      Mal abgesehen davon, daß der Artikel von AlTbert von Pethö ein Klassiker ist - warum verlinken Sie (Du?) auf diese drollige Seite?

    • cmh (kein Partner)
      05. Juli 2011 17:45

      In meiner Jugend gefiel mir sehr der alte Zauber der Montur und dazu ein Kaiser - da hätte ich toll gefunden.

      Ich hatte in dieser Zeit einmal die Gelegenheit, einen Vortrag mit Dr. Otto (v.) Habsburg zu besuchen. Der Saal war gut gefüllt, darunter ein alter Veteran mit einer Marineuniform und viel jugendliches Publikum.

      Das was Dr. Habsburg sagte, hätte mir auch sehr gut gefallen. Doch dann wurde ein junges Gitscherl von einem durch die Menge gewunken und der Saalordner sagt in Schönbrunnerdeutsch: Kommens bitte Fräuln Komtess!

      Ein alter Kaiser, vor dem ich mein Knie beugen kann - das ja! Aber den Vortritt vor dieser jungen Dame - das nein.

      Seitdem bin ich wieder kein Monarchist.

      Zwei Schlaglichter noch aus dem Englischsprachigen:

      In Waughs Scoop wird von den "antidiluvian servants" einer Herrschaft gesprochen und im Film The Queen sagt Tony Blair: "How bizzar! Where do they get these people from?" Diener und Hofschranzen sind schon unerträglich genug wenn sie demokratisch sind.

    • byrig
      05. Juli 2011 23:55

      proconsul,werden sie`s lieber nicht.die zeiten,wo adelige herrscher gütig irgenwelche boni verteilen konnten,sind endgültig vorbei.wir haben die globalisierung.unumkehrbar.
      und da wirken irgendwelche monarchistische bestrebungen bestenfalls putzig.
      und sogar mussolini und hitler würden besser ins moderne konzept einer überlebensfähigkeit passen(beides im übrigen sozialisten,mussolini mehr wie hitler,siehe auch jonah goldber:"the liberal fascism")

    • ProConsul
      06. Juli 2011 06:40

      byrig

      danke, dass Sie sich so um mich sorgen, ich glaube wir kennen uns aus der Bar des Astoria;-)
      ich glaube, ich werde sicherheitshalber noch 2 Bücher lesen, bevor ich mich den Monarchisten (SGA) anschließe, und zwar 'Freiheit oder Gleichheit' und 'Demokratie' von Erik von Kuehnelt-Leddihn, einem der letzten Universalgelehrten...
      http://de.wikipedia.org/wiki/Erik_von_Kuehnelt-Leddihn

    • cmh (kein Partner)
      06. Juli 2011 16:25

      Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste.

      Neue Monarchen werden sich selbstverständlich nicht mehr als Herzog, König oder Kaiser titulieren lassen.

      Aber Präsidenten auf Lebenszeit gibt es ja schon einige.

    • ProConsul
      06. Juli 2011 17:53

      cmh

      übrigens: mir ist eine Comtesse immer noch lieber als das Fräulein Rudas!

    • cmh (kein Partner)
      07. Juli 2011 09:18

      Das allerdings!

      Aber von zwei Übeln ist keines zu wählen!

  35. Wertkonservativer
    04. Juli 2011 13:37

    Das war ein Mann, nehmt alles nur in allem!

    Fast ein Jahrhundert europäische Zeitgeschichte in einem langen Leben!

    Sohn eines Kaisers, nach Jahren der Verbannung aus dem Vaterland - dank unserer bayrischen Freunde - eine späte demokratische Karriere im Europa-Parlament; stets ein Mahner für den Zusammenhalt Europas, ein Herr im besten und edelsten Sinne!

    Otto von Habsburg als demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt unseres Landes!
    Das war in meinen mittleren Jahren meine persönliche Option; ein Traum, der natürlich unrealistisch und aufgrund der politischen Verhältnisse auch unrealisierbar war.

    So wird er nun an der Seite seiner Mutter und seiner Ahnen in der Kapuzinergruft seine letzte Ruhe finden; ein großer Österreicher und glühender Patriot, mit Sicherheit der letzte bedeutende Repräsentant seines Hauses!

    Friede sei mit ihm!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  36. brechstange
    04. Juli 2011 12:59

    Wir können unter anderem Otto Habsburg verdanken, dass wir nach Österreich nicht als 100 % Naziland dastanden.
    Otto Habsburg wusste, dass viele Österreicher dieses System nicht wollten va Christlichsoziale, auch wenn manch Sozi und Grüner uns anderes weismachen wollen. Es ist erstaunlich, wie die Sozialisten es schafften, sich des braunen Rucksacks in der veröffentlichten Meinung zu entledigen.

    Einen Monarchen will ich trotz aller Nostalgie nicht, ein Habsburger als gewählten Bundespräsidenten, warum nicht?

    Trotzalledem:

    Herzliches Beileid der Familie.

    • byrig
      04. Juli 2011 23:59

      das haben sie wunderbar ausgedrückt,brechstange,danke,sie ersparen mir einen kommentar-er wäre gleichen inhalts nur schlechter formuliert.
      ******

  37. Richard Mer
    04. Juli 2011 12:19

    Die Nachricht hat mir heute morgen wirklich weh getan. Ich hab ihn auch gekannt, den Alten. Er war mir in seiner Würde, seiner Ausgeruhtheit und seiner Vornehmheit immer Vorbild, und wird es mir bleiben. Mir ist eingefallen: "Das ist er also, der Tod" sind die letzten Worte seines Großvaters bei Joseph Roth. Die Welt ist heute ärmer geworden.

    • Wertkonservativer
      04. Juli 2011 14:37

      Das haben Sie schön, wahr und ergreifend ausgedrückt, werter @Richard Mer;
      Josef Roth und das alte Österreich: für mich Dauer-Lektüre!

    • 1
      04. Juli 2011 20:07

      Eine kleine Anmerkung: Franz Joseph war nicht der Großvater Ottos, sondern sein Urgroßonkel. Sein (väterlicher) Großvater hieß auch Otto und war weitgehend inbedeutend.

    • Richard Mer
      06. Juli 2011 19:52

      @1 -- Danke vielmals. Das stimmt natürlich.

  38. Dr. Otto Ludwig Ortner
    04. Juli 2011 12:18

    Seit dem "Privilegium Majus" 1358/1434 waren die "Erblande" = +-die Bundesländer die "res publica romana" und die Proklamation eines "Erbkaisertums Österreich" von 1804 krass rechtswidrig und zum Scheitern verurteilt. Denn das legitime Kaiseramt ist nicht erblich, sondern ein republikanisches Wahlamt. Dagegen spricht nicht eine freie Wahl mit dynastischer Präferenz, ohne dieses Kaisertum wird die Welt nicht Frieden finden, wie ich am 23.11.2010 in der österreichischen Akademie der Wissenschaften publizierte. So sende ich folgenden Nachruf an Dr. Otto von Habsburg-Lothringen, als Diener des Hauses Österreich, zeitlebens:
    "Ein Fürst, dem Hause Österreich entsprungen,
    litt er für seiner Väter Schuld.
    Ward auch der Kaiserlichen Heer bezwungen,
    lebt ihre Fahne doch in ihrer Völker Huld.

    Kein Leiden ist umsonst, wird es getragen
    im Geist des Kampfes um das Gute:
    Weil es die Hoffnung stärkt - und neues Wagen
    erweckte oft, was sterbend lag im Blute."

  39. Pumuckl
    04. Juli 2011 12:17

    Otto v. Habsburg hätte das Zeug gehabt am Trohn ein Großer seiner Dynastie zu werden!
    Es ist den Monarchien eigentümlich, daß selbst die schwächeren Glieder von Herscherfamilien, an der Macht meist über sich hinauswachsen, weil sie sich der Würde ihrer Dynastie und ihrem Abbild in der Geschichte verpflichtet fühlen.
    Bei welchem republkanischen Staatsoberhaupt verspürt man solche Motivation?

    • Anton Volpini
      04. Juli 2011 12:52

      Er hat gerade im Mittagsjournal einen guten Sager von sich gegeben!
      Er wäre viel lieber Abgeordneter gewesen als Regent, weil er da mehr Feiheiten gehabt hätte. Denn findet er einen anderen Abgeordneten dumm, dann kann er ihn einen Esel nennen, wäre der aber Regent dann müßte er "seine Excelenz" zu ihm sagen.

  40. Anton Volpini
    04. Juli 2011 12:06

    Die Geschichte des Kobernaußerwaldes in Oberösterreich ist so ein Beispiel der räuberischen Landnahme durch die Republik Österreich. Da wird seit Jahrzehnten gegen die Habsburger juristisch getrickst, daß sich die Balken biegen!

    Vor dem Hintergrund solch übler Machenschaften, die fast ein Leben lang gegen Otto von Habsburg ins Treffen geführt wurden, kann man ihm nur demütig Respekt zollen, daß er sich trotzdem mit soviel positiver Kraft und Optimismus für Österreich eingesetzt hat.

    • brechstange
      04. Juli 2011 12:53

      Das hebt einen Staatsmann von einem Parteihengst ab, dass er über den Dingen stehen kann. Wer weiß, wie viele große Staatsmänner durch unsere lieben Parteihengste rechtzeitig abgesägt wurden.

  41. libertus
    04. Juli 2011 11:52

    Ein wirklich großer, gütiger Mensch, intelligenter Politiker, glühender Europäer und überzeugter Christ ist von uns gegangen.
    Möge er in Frieden ruhen!

    Otto von Habsburg wäre mir als Bundespräsident jedenfalls bei weitem lieber gewesen als dieser unselige Heinz Fischer.
    Schade daß der die Aufhebung des entsprechenden Paragrafen nicht mehr miterleben darf.

    Ein Monarch an der Spitze Österreichs wäre allemal eine Touristenattraktion und nachdem sich die Demokratie auch nicht immer als das Gelbe vom Ei erweist, weiß niemand, wie es in Zukunft weitergehen wird.

    Otto von Habsburg wäre mir persönlich lieber gewesen, als alles was nach 1918 gekommen ist - er hätte uns zweifellos die düsterste Periode ersparen können.

    Meine aufrichtige Anteilnahme gilt in diesen Stunden ebenso seiner Familie!

    • Brockhaus
      04. Juli 2011 16:13

      Dem kann ich mich nur vollinhaltlich anschließen. Es war fast vorauszusehen, daß er seiner geliebten Gattin bald nachfolgen wird, wie es oft bei Menschen vorkommt, die sich achten, respektieren und innig lieben.

    • libertus
      04. Juli 2011 21:27

      ....und fast ein ganzes Leben gemeinsam verbracht haben.

      Absolut richtig!

  42. Alfred E. Neumann
    04. Juli 2011 11:43

    Tatsächlich ist die Diktatur des Proletariats realer geworden, als Marx und Engels sie jemals erträumt haben.

    • HJR
      06. Juli 2011 08:37

      @Alfred E. Neumann
      Das scheint mir eine zutiefst richtige Erkenntnis zu sein!

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  43. Josef Maierhofer
    04. Juli 2011 11:17

    ....

    Dieser Schritt wird vermutlich bei ungünstiger Konstellation viel früher und auch 'freiwillig' (=irregeleitet, manipuliert) getan werden, aber nicht als Monarchie, sondern als Diktatur einer Partei. Das ist es ja, was wir bereits haben.

    Das Wort Anständigkeit kommt in diesem Vokabular nicht vor, das Wort Selbstbedienung schon. Genau dieses Wort ist es, das diesen Untergang, 'republikanische Abnützungserscheinungen' wurde es genannt, schon sehr weit vorangetrieben hat, wird der Republik das Genick brechen und die Parteidiktatur als einzig legitime Kraft installieren. Hatten wir in der DDR, haben wir hier. Kleinbonzokratie, seit vielen Jahren die österreichische 'Regierungsform'. Was der Bonze will, geschieht, auch sinnlose 'Griechenlandhilfe', Verrat des Volkes, Verleugnung des Volkes, Auslieferung des Volkes, Entscheidungen gegen das Volk, etc.

    Sich mit Persönlichkeiten zu vergleichen steht uns nicht an, wir haben leider nur mickrige Parteiapparatschiks und unzählige 'Kaiser' und 'Könige' und Platzhirschen anzubieten.

  44. Martin Bauer
    04. Juli 2011 11:13

    Ich hatte vor Jahren das Vergnügen und die Ehre, ein etwa 3-stündiges Gespräch in den Räumen der Paneuropabewegung zusammen mit Heiner Boberski führen zu dürfen. Der damals entstandene tiefe Respekt diesem grossen Menschen gegenüber wirkt heute noch unverändert nach.

    Wenn ich mich an das Begräbnis seiner Mutter in Wien erinnere, welches von Sturm, Regen, Blitz, Donner und senffarbenem Himmel in düsterster Stimmung begleitet war, so scheint mir das noch heute als ein Omen.

    Unser, an grossen Persönlichkeiten immer ärmer werdendes Land, hat einen seiner Wichtigsten verloren.

    • terbuan
      06. Juli 2011 21:26

      Unter anderen Umständen würde ich Dich um diese Begegnung beneiden, so aber freue ich mich für Dich und dieses Erlebnis!





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