30 Milliarden verpulvert drucken

Lesezeit: 5:00

30 Milliarden Euro, astronomische 420 Milliarden in guten, alten Schillingen, haben Faymann/Pröll für Österreich gegenüber Brüssel an Verpflichtungen für die vorgebliche, doch nie funktionierende „Rettung“ von Pleitestaaten übernommen. 21 Milliarden Euro muss Österreich in den Europäischen Stabilitäts-Mechanismus (ESM) einzahlen, oder an Garantien übernehmen.

Außerhalb des ESM überweist Österreich 2,3 Milliarden Euro an die Griechen als Kredit. Ursprünglich sollte dieser, wie Pröll uns hoch und heilig versicherte, ein gutes Geschäft sein und nach drei Jahren zurückgezahlt werden. Jetzt wurde er still und leise auf sieben Jahre verlängert. In Wahrheit wird dieser Kredit nie zurückgezahlt, sondern immer wieder erneuert und herumgeschoben werden. Die Verschuldung Griechenlands erhöht sich laufend, die zugesagten Sparpläne werden nicht eingehalten. Trotzdem fließen die Gelder weiter und verschwinden in einem schwarzen Loch.

Für rund 80 Milliarden Euro hat die europäische Zentralbank (EZB) statutenwidrig Staatsanleihen zahlungsunfähiger Staaten aufgekauft. Würde sie diese Staatsanleihen zu Marktpreisen bewerten, wäre die EZB überschuldet. Vorsorglich hat sie ihr Kapital Ende 2010 verdoppelt. Die Kapitaleinlagen und die der EZB gewährten Kredite der österreichischen Nationalbank wird Österreich allerdings nur beim Salzamt einklagen können. Auch sie werden, das lässt sich heute schon absehen, nie zurückgezahlt werden.

Außerdem zog Österreich bei der Kapitalerhöhung des internationalen Währungsfonds (IWF) und den „New Arrangements to Borrow“  im Ausmaß von rund sechs Milliarden Euro mit. Auch diese Gelder kommen nie zurück. Die IWF- Kredite für Griechenland, Irland und demnächst Portugal werden mehr früher als später wohl vom ESM übernommen, denn die Amerikaner, die im IWF das Sagen haben, denken nicht daran, sich an der „Rettung“ von europäischen Pleitestaaten dauerhaft zu beteiligen.

Und jetzt redet man schon davon, dass der noch gar nicht existente ESM von 500 Mrd. Euro auf das Doppelte aufgestockt werden muss, damit unter Umständen auch Spanien, Italien, Frankreich, Belgien etc. noch Platz haben! Und wenn sie unter den Rettungsschirm „schlüpfen“ wird Österreich auch noch deren Garantiequoten am ESM anteilsmäßig mit den anderen Triple-A-Staaten übernehmen müssen.

Anfang April wurde Portugal unter Verletzung des geltenden Lissabon-Vertrags Bailout-Hilfe von voraussichtlich rund 80 Milliarden Euro zugesagt, obwohl das portugiesische Parlament die Sparprogramme, welche die Voraussetzungen für die Hilfe sind, vor kurzem  abgelehnt hat und die Regierung zurückgetreten ist! Jede objektive Schulden-Tragfähigkeitsanalyse müsste zu dem Schluss kommen, dass Portugal nicht kreditwürdig ist.

Trotzdem ist für EU-Kommissionspräsident Barroso „alles schon geklärt“. Er hat recht. Geld entsteht ja aus dem Nichts. Das weiß inzwischen sogar Barack Obama. „Die Banken schaffen sich ihr Geld aus dem Nichts, während normale Menschen, um zu Geld zu kommen, schwer dafür arbeiten müssen“, lässt er im Interview vernehmen. Banken und Politiker haben vergessen, dass auch das Geld und die Kredite „aus dem Nichts“ durch die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit des Kreditnehmers gedeckt sein müssen, sonst können sie nicht bedient werden und sind weg.

Griechenland, Irland oder Portugal werden mangels Wettbewerbsfähigkeit ihre ESM-Kredite nie bedienen, geschweige denn zurückzahlen können, denn sie dienen ja nur dem Konsum. Deshalb hält der Präsident des  deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, es für unverantwortlich, „gutes Geld dem schlechten nachzuwerfen“ und durch die sicher schlagend werdenden Haftungen, Umschuldungen und „Haircuts“ Wohlstand und Renten der Deutschen zu gefährden. Selbst er spricht jetzt wegen der einseitigen, von Deutschland verlangten Tribute, von einem neuen „Versailles ohne Krieg“. (Süddeutsche Zeitung vom 1. 4. 2011).

Volkswirtschaftlich bedeutet jeder Kredit, den wir anderen Ländern gewähren, eine Anweisung auf unser Sozialprodukt, das uns entzogen wird. In der Ukraine, Rumänien, Island, Zypern und am Balkan haben österreichische Banken durch leichtsinnige „Geschäfte“ inzwischen Milliarden versenkt und so den Wohlstand unsers Landes vermindert.

Allein die durch ihre Verluste eintretenden Steuerausfälle sind horrend und belasten uns Bürger, denn wir müssen die Steuerausfälle ja wettmachen. Und jetzt will Faymann, dass ausgerechnet Österreich bei den kommenden „Tributzahlungen“ mitmacht. Er hat am 24. März in Brüssel der Umwandlung der EU in eine Haftungs-, Transfer-, Fiskal- und Wirtschaftsunion mit „Wirtschaftsregierung“ unter Aufgabe der Reste der österreichischen Souveränität zugestimmt. Ohne – wie er in der Kronen Zeitung versprochen hatte – vorher das Volk zu befragen.

Zusammen mit Pröll will er das Volk ersetzen durch die vereinten roten, schwarzen und grünen Abnicker im Parlament. Und das Parlament will er durch eine Art „Ermächtigungsgesetz“ dann auch noch ausschalten. Entscheiden über Bailout-Kredite und „Anpassungen“ wird nach dem ersten Abnicken in Zukunft nämlich nur noch der Verwaltungsrat des ESM, in dem der österreichische Gesetzgeber nicht vertreten ist.

Wie war das doch? „Demokratie der Weg, Sozialismus das Ziel!“ Brüssel ist eine Etappe weiter auf dem Weg in die Neue Weltordnung des Internationalsozialismus. Trotz Stéphane Hessels Aufforderung wird sich kaum ein Bürger „empören“. Die meisten lassen sich widerstandslos in immer prekärere Verhältnisse zwingen oder die Steuergarotte um den Hals legen. Statt sich zu empören, stecken sie lieber „ihr Köpferl in Sand“, wie das Arik Brauer einst beobachtete und ihnen vorsang.

Univ.-Dozent Dr. Friedrich Romig lehrte Politische Ökonomie in Wien, Graz und Aachen.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2011 19:12

    Lieber Dr. Romig,

    es ist bezeichnend für Ihren niederschmetternden Bericht, daß sich hieran keine Diskussion mehr entzündet. Jedem ist klar, daß wir von Verbrechern „regiert“ – d. h. geplündert und ausgeliefert – werden. Was hier unter Bruch von Verfassung, gegebenem Wort und ohne jeden Anstand von jenen Lumpen ermöglicht wird, war und ist Landes- und Hochverrat.

    Zu allen Zeiten und in allen Staaten, die diese Bezeichnung verdienten, wurden solche Schwerstkriminellen zum Tod verurteilt, bzw. man legte ihnen die Pistole auf den Schreibtisch, damit sie sich das Urteil selbst sprechen und es vollstreckten.

    Aber das Netz, in dem wir gefangen sind, ist so fein gewoben, daß keiner mehr die Möglichkeit des Widerstandes sieht. Wir sehen das Unvermeidliche kommen, und schicken uns fast fatalistisch darein. Auch wenn wir heute glauben sollen, daß in Nordafrika die Menschen aufgestanden sind, so wissen die Wissenden, daß es ein fabrizierter und von den USA manipulierter Pseudo-Aufstand nur ist, und die Ahnungslosen ahnen wohl auch, daß hier etwas anderes im Gang ist, jedenfalls keine Revolution, die einem Regime von Cliquen den Laufpaß gibt.

    Betrachtet man die täglichen Anmerkungen Dr. Unterbergers und die daran geknüpften Diskussionsbeiträge, so hat man den Eindruck, daß dies nur noch ein ohnmächtiges Räsonieren ist, das dem einen oder anderen persönliche Erleichterung schafft, aber am Schlamassel nicht das Geringste ändert. Man mokiert sich über vergleichsweise operative Details, die strategische Generallinie ist längst nicht mehr im Blick (wenn sie es je war).

    Ende der Geschichte.

  2. Ausgezeichneter Kommentatornovember_rain
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. April 2011 23:25

    Ich denke, dass sich langsam die Nebel lichten, und klar wird, worauf alles hinausläuft. Diejenigen, die fähig sind, den Dingen auf den Grund zu gehen, haben längst überissen, dass hier eine Verschwörung läuft, deren Ziel es ist, die Weltwirtschaft zu ruinieren.

    Das Ziel ist nicht weniger, als das Fiat-money System zum Kollaps zu bringen, damit siche eine neue weltweite auf Gold gestützte Währung etablieren kann. In diesem Zusammenhang steht auch die Klimawandellüge, deren einziger Zweck ist, dieses Carbon Trading Scheme auszuweiten, einfach eine weitere Form des Fiat Moneys. Nach dem Zusammenbruch werden die Ersparnisse der Bürger, Arbeitsplätze und historisch gewachsene Institutionen vernichtet.

    Cui bono? Natürlich diejenigen, die in den vergangenen Jahrzehnten, seit der Gold-Standard aufgegeben wurde, massig Edelmetall gekauft haben. Die neue Elite, bestehend aus den üblichen Verdächtigen, nämlich den Rothschilds, Bilderbergern und Freimaurern, werden die Kontrolle über alle Resourcen haben und den Rest der Menscheit in Abhängigkeit halten.

    Unsere Tintenstrolche in den Redaktionsstuben schreiben natürlich nicht die Wahrheit, weil sie von den wahren Machthabern längst gekauft wurden. Und das Stimmvieh ist zu bequem, aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit auszutreten.

  3. Ausgezeichneter KommentatorTertullian
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. April 2011 09:44

    Die "beste" aller Regierungsformen, die "westliche Demokratie" ist ein unüberwindbarer Selbstläufer, also nicht zu stürzen.
    Der "Verfassungsschutz" wacht über die Systemtreue!
    Alle Bürger sind zum Mitmachen verurteilt, hängen sie doch am (Geld-)Tropf dieses Systems. Bei besonderem Wohlverhalten gibt es besondere Bonifikationen.
    Was nützen alle Verträge, wenn deren Errichter diese nach Bedarf in ihrem Sinne adaptieren, zur ewigen (?) Fortschreibung des völkerfeindlichen Systems.
    Frei nach F. Schiller ließe sich sagen:
    "Welcher Partei ich anhänge? - Keiner von allen, die du mir nennst!
    Und warum nicht? - Aus politischem Verantwortungsbewußsein."

  4. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2011 22:33

    Wenn der Erhalt der Märkte in Europa nur einen temporären Verzicht auf Geldrückfluss bedeutete, der sogar auf Sicht bescheidene Zinsen bringen kann, und die damit verbundene Stresssituation von vergleichsweise kurzer Dauer wäre, könnte man u. U. noch ein Auge zudrücken.
    Aber die wahren Intentionen, u. a. die „Bail-out-Verbotsklausel“ in der EU zu brechen (samt allen desaströsen Folgen für die Export-Nationen, wie z.B. Liquiditätsverlust und damit die Unmöglichkeit der Erhaltung der lokalen Wirtschaftsstrukturen), dürften anderer Natur sein.

    Man (wer das wohl ist?) führt uns in eine ausweglose Situation, insofern, als die Tüchtigen bestraft werden (das demotiviert gewaltig), indem man sie zwingt, die „Geschäftsart Schenkung“ zum Prinzip zu erheben.
    Alles nur, um Zeit zu gewinnen und die weiteren vorgesehenen Maßnahmen zur Vernichtung Kerneuropas vollenden zu können. Die europäische Solidarität kommt nämlich über kurz oder lang ins Straucheln, wenn die armen (und faulen, aber gerne in nicht selbst zu finanzierendem Luxus schwelgen wollenden) Verwandten auf Kosten der Tüchtigen und Fleißigen leben wollen.

    Dann aber wird die Migration samt allen Folgen erst so richtig losgehen.
    Was gleichbedeutend mit dem Verlust der noch einigermaßen aufrecht erhaltenen nationalen Identität aller betroffenen Staaten und damit dem Zusammenbrechen ihrer Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt ist.

    Gefickt eingeschädelt.

    Die Frage ist nur, warum das keiner "Merkelt" und ein Sarközy ... ähhh ... Kanzerostatikum verordnet.
    Gibt es bedrohliche Nebenabsprachen, bzw. eine Junktimierung mit Existenzrechten?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2011 19:12

    Lieber Dr. Romig,

    es ist bezeichnend für Ihren niederschmetternden Bericht, daß sich hieran keine Diskussion mehr entzündet. Jedem ist klar, daß wir von Verbrechern „regiert“ – d. h. geplündert und ausgeliefert – werden. Was hier unter Bruch von Verfassung, gegebenem Wort und ohne jeden Anstand von jenen Lumpen ermöglicht wird, war und ist Landes- und Hochverrat.

    Zu allen Zeiten und in allen Staaten, die diese Bezeichnung verdienten, wurden solche Schwerstkriminellen zum Tod verurteilt, bzw. man legte ihnen die Pistole auf den Schreibtisch, damit sie sich das Urteil selbst sprechen und es vollstreckten.

    Aber das Netz, in dem wir gefangen sind, ist so fein gewoben, daß keiner mehr die Möglichkeit des Widerstandes sieht. Wir sehen das Unvermeidliche kommen, und schicken uns fast fatalistisch darein. Auch wenn wir heute glauben sollen, daß in Nordafrika die Menschen aufgestanden sind, so wissen die Wissenden, daß es ein fabrizierter und von den USA manipulierter Pseudo-Aufstand nur ist, und die Ahnungslosen ahnen wohl auch, daß hier etwas anderes im Gang ist, jedenfalls keine Revolution, die einem Regime von Cliquen den Laufpaß gibt.

    Betrachtet man die täglichen Anmerkungen Dr. Unterbergers und die daran geknüpften Diskussionsbeiträge, so hat man den Eindruck, daß dies nur noch ein ohnmächtiges Räsonieren ist, das dem einen oder anderen persönliche Erleichterung schafft, aber am Schlamassel nicht das Geringste ändert. Man mokiert sich über vergleichsweise operative Details, die strategische Generallinie ist längst nicht mehr im Blick (wenn sie es je war).

    Ende der Geschichte.

  2. Ausgezeichneter Kommentatornovember_rain
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. April 2011 23:25

    Ich denke, dass sich langsam die Nebel lichten, und klar wird, worauf alles hinausläuft. Diejenigen, die fähig sind, den Dingen auf den Grund zu gehen, haben längst überissen, dass hier eine Verschwörung läuft, deren Ziel es ist, die Weltwirtschaft zu ruinieren.

    Das Ziel ist nicht weniger, als das Fiat-money System zum Kollaps zu bringen, damit siche eine neue weltweite auf Gold gestützte Währung etablieren kann. In diesem Zusammenhang steht auch die Klimawandellüge, deren einziger Zweck ist, dieses Carbon Trading Scheme auszuweiten, einfach eine weitere Form des Fiat Moneys. Nach dem Zusammenbruch werden die Ersparnisse der Bürger, Arbeitsplätze und historisch gewachsene Institutionen vernichtet.

    Cui bono? Natürlich diejenigen, die in den vergangenen Jahrzehnten, seit der Gold-Standard aufgegeben wurde, massig Edelmetall gekauft haben. Die neue Elite, bestehend aus den üblichen Verdächtigen, nämlich den Rothschilds, Bilderbergern und Freimaurern, werden die Kontrolle über alle Resourcen haben und den Rest der Menscheit in Abhängigkeit halten.

    Unsere Tintenstrolche in den Redaktionsstuben schreiben natürlich nicht die Wahrheit, weil sie von den wahren Machthabern längst gekauft wurden. Und das Stimmvieh ist zu bequem, aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit auszutreten.

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  1. Reginald (kein Partner)
  2. Sandeep (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:16

    I read your post and wihsed I was good enough to write it

  3. Aldecy (kein Partner)
    20. Januar 2015 20:20

    That's a nicely made answer to a chnlelngiag question

  4. november_rain (kein Partner)
    14. April 2011 23:25

    Ich denke, dass sich langsam die Nebel lichten, und klar wird, worauf alles hinausläuft. Diejenigen, die fähig sind, den Dingen auf den Grund zu gehen, haben längst überissen, dass hier eine Verschwörung läuft, deren Ziel es ist, die Weltwirtschaft zu ruinieren.

    Das Ziel ist nicht weniger, als das Fiat-money System zum Kollaps zu bringen, damit siche eine neue weltweite auf Gold gestützte Währung etablieren kann. In diesem Zusammenhang steht auch die Klimawandellüge, deren einziger Zweck ist, dieses Carbon Trading Scheme auszuweiten, einfach eine weitere Form des Fiat Moneys. Nach dem Zusammenbruch werden die Ersparnisse der Bürger, Arbeitsplätze und historisch gewachsene Institutionen vernichtet.

    Cui bono? Natürlich diejenigen, die in den vergangenen Jahrzehnten, seit der Gold-Standard aufgegeben wurde, massig Edelmetall gekauft haben. Die neue Elite, bestehend aus den üblichen Verdächtigen, nämlich den Rothschilds, Bilderbergern und Freimaurern, werden die Kontrolle über alle Resourcen haben und den Rest der Menscheit in Abhängigkeit halten.

    Unsere Tintenstrolche in den Redaktionsstuben schreiben natürlich nicht die Wahrheit, weil sie von den wahren Machthabern längst gekauft wurden. Und das Stimmvieh ist zu bequem, aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit auszutreten.

    • november_rain (kein Partner)
      15. April 2011 08:14

      Keine Sternderl, nicht ein einziges? Dabei habe ich mich diesmal so bemüht...

  5. Celian
    14. April 2011 20:12

    Warum hat nicht die EZB schon immer direkt ohne Umweg über die Banken Staatsanleihen gekauft? Was heißt „statutenwidrig“: War das, um irgendeine „moralische Hemmschwelle“ einzubauen, damit die Staaten sich nicht allzu leicht mit billigem Staatsgeld eindecken konnten, so ging das wohl kräftig daneben. Denn so über den Umweg der Banken haben nur diese am Zins-Spread beträchtlich verdient. Genützt hat das nichts.

  6. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    14. April 2011 08:20

    "In guten, alten Schillingen", ich mag diese Kronenzeitungs-Sprache!

    • Celian
      14. April 2011 20:19

      Warum gehen Sie nicht einfach vom Netz? Ihre vor Arroganz triefenden Untergriffe können Sie sich sparen. Es gibt halt Leute, die am alten Schilling ohne Transfer-Union hängen. Aber das wollen Sie offenbar nicht zur Kenntnis nehmen. Sie meinen nur ihre Meinung zählt und stünden so hoch über den Dingen, daß sie andere lächerlich machen dürfen.

      Sie überheblicher Schnösel!

  7. Tertullian (kein Partner)
    12. April 2011 09:44

    Die "beste" aller Regierungsformen, die "westliche Demokratie" ist ein unüberwindbarer Selbstläufer, also nicht zu stürzen.
    Der "Verfassungsschutz" wacht über die Systemtreue!
    Alle Bürger sind zum Mitmachen verurteilt, hängen sie doch am (Geld-)Tropf dieses Systems. Bei besonderem Wohlverhalten gibt es besondere Bonifikationen.
    Was nützen alle Verträge, wenn deren Errichter diese nach Bedarf in ihrem Sinne adaptieren, zur ewigen (?) Fortschreibung des völkerfeindlichen Systems.
    Frei nach F. Schiller ließe sich sagen:
    "Welcher Partei ich anhänge? - Keiner von allen, die du mir nennst!
    Und warum nicht? - Aus politischem Verantwortungsbewußsein."

  8. Waltraut Kupf (kein Partner)
    12. April 2011 00:04

    Die Leute denken zu einem leider noch sehr erheblichen Teil, dass das wohl alles seine Richtigkeit haben müsse, wenn nicht einmal die eigenen Regierungen ein Haar in der Suppe finden. Sie übersehen, dass sämtliche Regierungen heutzutage gegen die Bevölkerung agieren und mithin die Worthülse „Demokratie“ zu einem Instrument des Etikettenschwindels verkommen ist. Seitens der überall fuhrwerkenden Ochlokraten dürfte es eine Sache der persönlichen Eitelkeit sein, in ein Konzept eingebunden zu sein, von dem sie gar nicht so genau wissen wollen, wohin es führen wird und von dem sie sich vorgaukeln, es handle sich um eine hehre Mission voll Friede, Freude, Eierkuchen, deren Heil den Schrebergärtnern mit ihrer beschränkten Sichtweise auf´s Auge zu drücken ist. Seitens der Bevölkerung lässt man sich gerne von den Hintertupfinger Hallodris verblöden, die vermeintlich niveauvollen Intellektuellen besorgen sich das durch Kultursendungen, die nur noch durchsichtigste Politagitation sind. Die EU bricht ihre eigenen Statuten straflos, und da könnte man sich fragen, ob dieser ohnehin verfassungswidrige Vertrag nicht u.a. deshalb bereits obsolet ist. Schwache Ansätze zur Selbsthilfe zeigen sich derzeit in der zumindest vorübergehenden Nicht-Einhaltung des Schengenvertrages. Voraussichtlich wird man sich zurückpfeifen lassen, falls nicht, so gäbe das Grund zur Hoffnung.

  9. Neppomuck (kein Partner)
    11. April 2011 22:33

    Wenn der Erhalt der Märkte in Europa nur einen temporären Verzicht auf Geldrückfluss bedeutete, der sogar auf Sicht bescheidene Zinsen bringen kann, und die damit verbundene Stresssituation von vergleichsweise kurzer Dauer wäre, könnte man u. U. noch ein Auge zudrücken.
    Aber die wahren Intentionen, u. a. die „Bail-out-Verbotsklausel“ in der EU zu brechen (samt allen desaströsen Folgen für die Export-Nationen, wie z.B. Liquiditätsverlust und damit die Unmöglichkeit der Erhaltung der lokalen Wirtschaftsstrukturen), dürften anderer Natur sein.

    Man (wer das wohl ist?) führt uns in eine ausweglose Situation, insofern, als die Tüchtigen bestraft werden (das demotiviert gewaltig), indem man sie zwingt, die „Geschäftsart Schenkung“ zum Prinzip zu erheben.
    Alles nur, um Zeit zu gewinnen und die weiteren vorgesehenen Maßnahmen zur Vernichtung Kerneuropas vollenden zu können. Die europäische Solidarität kommt nämlich über kurz oder lang ins Straucheln, wenn die armen (und faulen, aber gerne in nicht selbst zu finanzierendem Luxus schwelgen wollenden) Verwandten auf Kosten der Tüchtigen und Fleißigen leben wollen.

    Dann aber wird die Migration samt allen Folgen erst so richtig losgehen.
    Was gleichbedeutend mit dem Verlust der noch einigermaßen aufrecht erhaltenen nationalen Identität aller betroffenen Staaten und damit dem Zusammenbrechen ihrer Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt ist.

    Gefickt eingeschädelt.

    Die Frage ist nur, warum das keiner "Merkelt" und ein Sarközy ... ähhh ... Kanzerostatikum verordnet.
    Gibt es bedrohliche Nebenabsprachen, bzw. eine Junktimierung mit Existenzrechten?

  10. brechstange
    11. April 2011 20:25

    Es fürchtet sich keiner mehr vorm 1. Mai mit den Freizügikeitsbestimmungen für die neuen EU-Länder. Die Wirtschaftskammer träumt noch immer davon, dass die Chancen arg steigen werden, für manche ja, für die meisten nicht mehr. Wir nivellieren uns an das osteuropäische Niveau. Dort werden wir vielleicht mal arbeiten. Bin schon gespannt auf unsere positive Aufnahme.

  11. Francois Villon (kein Partner)
    11. April 2011 19:12

    Lieber Dr. Romig,

    es ist bezeichnend für Ihren niederschmetternden Bericht, daß sich hieran keine Diskussion mehr entzündet. Jedem ist klar, daß wir von Verbrechern „regiert“ – d. h. geplündert und ausgeliefert – werden. Was hier unter Bruch von Verfassung, gegebenem Wort und ohne jeden Anstand von jenen Lumpen ermöglicht wird, war und ist Landes- und Hochverrat.

    Zu allen Zeiten und in allen Staaten, die diese Bezeichnung verdienten, wurden solche Schwerstkriminellen zum Tod verurteilt, bzw. man legte ihnen die Pistole auf den Schreibtisch, damit sie sich das Urteil selbst sprechen und es vollstreckten.

    Aber das Netz, in dem wir gefangen sind, ist so fein gewoben, daß keiner mehr die Möglichkeit des Widerstandes sieht. Wir sehen das Unvermeidliche kommen, und schicken uns fast fatalistisch darein. Auch wenn wir heute glauben sollen, daß in Nordafrika die Menschen aufgestanden sind, so wissen die Wissenden, daß es ein fabrizierter und von den USA manipulierter Pseudo-Aufstand nur ist, und die Ahnungslosen ahnen wohl auch, daß hier etwas anderes im Gang ist, jedenfalls keine Revolution, die einem Regime von Cliquen den Laufpaß gibt.

    Betrachtet man die täglichen Anmerkungen Dr. Unterbergers und die daran geknüpften Diskussionsbeiträge, so hat man den Eindruck, daß dies nur noch ein ohnmächtiges Räsonieren ist, das dem einen oder anderen persönliche Erleichterung schafft, aber am Schlamassel nicht das Geringste ändert. Man mokiert sich über vergleichsweise operative Details, die strategische Generallinie ist längst nicht mehr im Blick (wenn sie es je war).

    Ende der Geschichte.





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