Raus aus dem Euro. Und das sofort! drucken

Lesezeit: 3:00

Laut der englischen Onlineplattform „The Telegraph“gibt Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger und einstiger Chefvolkswirt der Weltbank, dem Euro kaum eine Überlebenschance, seine Zukunft sei „düster“ (bleak). Er reiht sich damit in den Chor praktisch aller namhaften Nationalökonomen ein, die seit einigen Monaten und in letzter Zeit immer lauter die Beendigung des unheiligen Experiments einer Europäischen Währungsunion fordern.

Sie alle sehen zusammen mit Stiglitz in den Sparprogrammen, die den PIIGS-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) und selbst Ländern wie Österreich aufgezwungen worden sind, eine verordnete Depression, die das europäische BIP mindert und in keinem Land zu einer Vermeidung von Defiziten oder von zusätzlichen Schulden führt. Verschärft werden die Folgen der Europa überrollenden Sparwellen noch durch die Forderung nach Insolvenzverfahren für ganze Staaten und Beteiligung der Gläubiger an den für die Sanierung erforderlichen „hair cuts“.

Die dadurch bewirkte Abschreckung der Investoren treibt die Zinsen in für PIIGS unbezahlbare Höhen und beschleunigt den Niedergang. Politische Unruhen und Streiks tun ein Übriges, um das mit dem Euro errichtete Kartenhaus zum Einsturz zu bringen. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann und wie es einstürzt.

Gäbe es in Österreich eine verantwortungsvolle Regierung und Opposition sowie einen verantwortungsvollen Nationalbank-Gouverneur, sie würden sich eher heute als morgen für einen geordneten Rückzug aus der Europäischen Währungsunion aussprechen und vorbereiten. Die Mantras, die heruntergebetet werden, um diesen Rückzug aufzuschieben oder zu verhindern, ziehen nicht mehr: Weder gefährdet die Umstellung auf die eigene Währung den Export, noch erlöschen damit die Forderungen unserer Banken gegenüber anderen EU-Ländern, geschweige denn entstehen beim Import Nachteile.

Was wir gewinnen ist ein Stück Souveränität über die Währungs-, Kredit- und Wirtschaftspolitik, durch welche wir der Gefahr vorbeugen können, in eine europäische Transfer- und Haftungsgemeinschaft einbezogen zu werden, welche unsere Wirtschaftskraft schmälert und absaugt. Hans Werner Sinn, Deutschlands führender Wirtschaftsforscher, warnte Ende November Deutschland – und diese Warnung gilt genauso für Österreich – vor weiterem „Blutverlust“ und vor weiteren gigantischen Kapitalabflüssen, die bereits in den letzten Jahren das Land außerordentlich geschwächt haben. Im Langfristvergleich weist Deutschland seit Einführung des Euro schlechtere Daten (Wachstumsrate, Reallöhne, Aktienindex) als Schweden, Dänemark oder gar die Schweiz aus.

Christian Ortner formuliert es in der „Presse“ höchst drastisch: Ländern, die über ihre Verhältnisse gelebt haben, sein eigenes Geld nachzuwerfen, heißt sich zum Narren Europas zu machen. “Auf dem Boden der Europäischen Union droht die größte Enteignungskampagne seit der kommunistischen Machtergreifung im Osten 1945“. 

Eine verantwortungsvolle Regierung entzieht sich ihr. Und das sofort! Die Entscheidung mit Ponzi-Rettungsschirmen vor sich herzuschieben ist verantwortunglos. Der dann sichere Crash bringt Chaos und wird Blut kosten. Echtes!

Univ.-Dozent Dr. Friedrich Romig lehrte Politische Ökonomie in Wien, Graz und Aachen.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Dezember 2010 16:32

    Zwischen Skylla und Charybdis.
    Die Analyse ist grundsätzlich richtig aber die aufgezeigten Konsequenzen, der Ausstieg aus dem Euro, kann auch keine Befreiung aus dem Schuldenturm ermöglichen, in dem wir bereits gefangen sind.

    Bleiben wir im Euro, dann wird unser Geld zwar noch schneller völlig entwertet sein, ein Alleingang etwa in Form eines neuen (eventuell an eine neue DM gekoppelten) Schillings ist aber auch keine Lösung. Dazu ist die Verschuldung schon zu weit fortgeschritten und die Regierung und damit das Volk sind zu feige um eine wirklich substanzielle Umkehr und Sanierung des Staatshaushalts durchzusetzen.

    Darüber hinaus würde ein neuer Schilling angesichts der katastrophalen Schuldensituation sofort zu einem willkommenen Spielball der Spekulation werden, abgesehen von allen sonstigen Problemen einer neuerlichen Währungsumstellung.

    Unter Blinden ist der Einäugige in dieser Situation auch kein König, die Frage ist nur, wann gehen wir früher pleite mit oder ohne Euro, oder auch, wer inflationiert früher seine Schulden weg und beginnt mit einer Währungsreform bei Null, der Euro oder der Dollar?

    Die wenigen einsamen Rufer in der Wüster wurden all zulange nicht gehört oder bewusst totgeschwiegen, jetzt wird es bald nur mehr heißen, rette sich wer kann!

  2. Ausgezeichneter KommentatorKomma
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Dezember 2010 15:42

    „IST DER EURO NOCH ZU HALTEN?“, war am 5. Dez. das Thema „Im Zentrum“ mit Ingrid Turnherr.

    Die Fragestellung war präzise: „Ist der EURO am Ende? Müssen Schuldenstaaten raus aus dem EURO? Oder nimmt Brüssel künftig auch unsere Steuer- und Wirtschaftspolitik in die Hand, um die gemeinsame Währung zu retten?“

    Allein schon, dass solche Fragen im ORF diskutiert werden, zeigt den Ernst der EURO-Situation.

    Aber jetzt kommt´s: Die Zusammensetzung der Diskussionsrunde war wieder einmal typisch für den ORF: 5 Rote (Turnherr, Nowotny, Schieder, Puntscher-Riekmann, Löw), gegen nur einen Gegner des EURO, den ehem. Präsidenten des Bundesverbandes der Deutscher Industrie, Henkel. Treichl (Erste Bank) schob die Entscheidung der Politik zu und blieb „neutral“.

    Nowotny glänzte mit der Aussage, der EURO funktioniere ja als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrungsmittel, Probleme hätten nur einige Staaten, und deren Probleme habe man
    durch die getroffenen Massnahmen im Griff. Er befürworte weitere Übertragung von Souveränitätsrechten auf die EU, Finanzausgleich und europäische Anleihen.

    Staatssekretär Schieder zeigte völlige Inkompetenz und brachte Fragen wie Reichensteuer und Transaktionssteuer aufs Tapet, die, wie Henkel ihm mit Recht vorwarf, überhaupt nichts mit der EURO und Währungsunion zu tun hatten.

    Völlig überflüssig und ursprünglich auch nicht als Teilnehmer angekündigt, erwiesen die Wortspenden von Raimund Löw, dem Korrespondenten des ORF in Brüssel. Er trat vehement für eine EUSSR ein, sich wohl an seine Vergangenheit in der Gruppe Revolutionärer Marxisten erinnernd. Er plädierte mit einer Suada ohnegleichen für eine Europäische Zentralregierung mit allen Kompetenzen über die Köpfe der Staaten hinweg. Henkel konnte da nur den Kopf schütteln und mit wegwerfenden Handbewegungen andeuten, was er von dem Geschwätz hielt.

    Puntscher-Riekmann, ausgegeben als „Europaexpertin“, begann gut und wies gleich eingangs auf das Bailout-Verbot und den Missbrauch des Katastrophenartikels im Lissabonvertrag hin, vertiefte die Frage aber nicht, sondern propagierte den Europäischen Bundesstaat mit allem drum und dran.

    Einzig Henkel war erträglich. Er bekannte sich als ursprünglich glühender Anhänger des EURO (was nicht gerade für seine Intelligenz spricht), heute aber sei er entschiedener Gegner eines einheitlichen Wirtschafts- und Währungsraumes. Nord und Süd paßten einfach nicht zusammen, zu unterschiedlich sei ihre Kultur und Arbeitsauffassung. Sein Vorschlag, zwei Währungsräume zu schaffen ist natürlich eine Schnapsidee, wurde aber nicht weiter hinterfragt. Der Vorwurf von Löw, die Deutschen verfolgten ihre nationale Interessen (ja was denn sonst!?) konterte Henkel mit dem sympathischen Bekenntnis zu einem Europa der Vaterländer.

    Thurnherr drückte wie immer mit kindischen Zwischenfragen das Niveau und als sie zum Scluß auch noch zwei verrückte eMail verlas, die von Währungsunionen über mehrere Kontinente („Amerigo“etc.) sich ausließen, war erreicht, was bezweckt: Unernst, Verwirrung, Ratlosigkeit, ganz wie der Staat den Bürger haben will um ihn manipulieren zu können.

    Wieder einmal eine echte ORF- Talg-Show (mit „g“!).

  3. Ausgezeichneter KommentatorPhilipp Starl Partner Homepage
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Dezember 2010 20:21

    Furchtbar, erschreckend, ohne Worte. Was hier in diesem Forum zum Teil wiedergegeben wird, kann Liberale nur den Kopf schütteln lassen.

    Ein Kommentator spricht vom Verhindern der Spekulation. Der Gastkommentator, selbst offensichtlich ahnungslos in wirtschaftlichen Dingen, spricht von schädlichen Sparmaßnahmen und Insolvenzverfahren, die die Wirtschaften in die Depression führen würden.

    Ja guten Morgen Herr Romig, sind Sie auch schon aufgewacht? Das darf es ja wohl nicht sein. Die gleiche Diktion wie von der AK (müssen wir jede (Spar-)Krot schlucken?).

    Ich bin entsetzt, in höchstem Maße. Was wollen Sie denn machen, Herr Romig, wenn nicht sparen und Nationen in die Insolvenz führen? Noch mehr Schulden anhäufen? Ja Grüß Gott und Hallo aus dem Forum des Marxismus.

    Unglaublich, da führen uns exzessive Ausgaben, die uns nichts weiter als Schulden gebracht haben, in den staatlichen Ruin, blähen eine Blase nach der anderen auf, deren Auffangen man dann wieder mit neuem FIAT- Money bewerkstelligt und was tut der Romig? Er beschwert sich, weil die Staaten sparen sollen. Ja meine Güte, da wundert einen nichts mehr.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 01:43

    "Raus aus dem Euro. Und das sofort!"

    Ja, natürlich - aber bitte, wohin??
    Egal welche Talkshow, welcher Wirtschaftskommentar, welcher Experte das Thema behandelt, einen realistischen Vorschlag bleiben alle schuldig!

  5. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2010 12:07

    "Raus aus dem Euro. Und das sofort!"

    Geht nur mit 2/3 Mehrheit im Parlament. Dann Verhandlungen mit der EU über den Ausstieg, das kann dauern, Lissabon hat 10 Jahre gedauert. Und dann müßte erst neues Geld gedruckt werden, was für den Euro 2-3 Jahre gedauert hat. Da ein Solo-Ausstieg Österreichs wenig sinnvoll ist, muß Österreich abwarten, wie der Euro auseinanderbricht und sich dann der Währung mit Deutschland anschließen.

    Der Ausstieg ist also ein Jahrhundertprojekt.

    Sofort passiert also rein gar nichts.

  6. Ausgezeichneter KommentatorTertullian
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 13:41

    der Euro ist ein politisches Projekt, kein wirtschaftspolitisches!
    seine Einführung war der bereits übernächste Schritt zur Erzwingung der politischen Union, das heißt: Einheitsregierung löst Nationalstaaten ab.
    Es besteht die berechtigte Hoffnung , daß sich die europäischen Vaterländer als widerstandsfähiger erweisen, als angenommen.
    Mit D-Mark II, Schilling und Gulden kann es nur besser werden!

  7. Ausgezeichneter KommentatorDI Gerhoch Reisegger
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 12:15

    Zum Zerfall des Euro – „Raus aus dem Euro!“

    Vor ein paar Tagen gab es wieder so ein beliebtes Schaudiskutieren, bei dem die Meisterschwätzer dem „mündigen Bürger“ ein X für ein U vorzumachen versuchten. Es ging um den Euro, und ob er zu retten sei. D. h. nicht ganz genau darum, denn den zweiten Halbsatz haben wir dazugeschummelt; solch eine Frage stellte sich den „Experten“ aus Finanz und Politik selbstverständlich nicht.
    Einzig Herr Henkel – aus Deutschland – tanzte etwas aus der Reihe, der nämlich seiner früheren Euro-Begeisterung abschwor und die PIIGS (oder Pigs-(?)/Schweine-(?))Länder aus dem Reigen der besser wirtschaftenden Euro-Länder wieder draußen haben wollte. Das störte sogar unseren sozialistischen Vertreter der Raubtier-kapitalistischen Breschn … - pardon – Brüssler Doktrin.
    Daß der joviale Herr Treichl der Ersten Bank sanfte Worte und Schuld für mangelnde Umsetzung bzw. am ungenügenden Auflegen irgendwelcher warmer Umschläge bei der „Politik“ fand, fanden wir auch recht schlüssig. (Haben nicht vor allem die drei Großen: Erste, Raiffeisen und Bank Austria mit wahrscheinlich recht notleidenden Krediten in Höhe von 240 Mrd. in Osteuropa bzw. an die 600 Mrd. wenn man die Schwellenländer inkludiert, den faktischen Staatsbankrott eingeläutet? – Und die völlig verblödete „Politik“ läßt sich das gefallen und schiebt diesen „systemrelevanten Banken“ [= der Organisierten Kriminalität] noch Milliarden nach.)
    Und auch für den Herrn Gouverneur Novotny haben wir Verständnis. Als richtiger Universitätsprofessor weiß er natürlich was los ist. Aber da er nun nicht mehr lästige Lehrverpflichtungen hat, braucht er uns das auch nicht mehr zu sagen. Womöglich einem akademischen Eid verpflichtet, die Wahrheit und nur die Wahrheit zu künden. Also schwafelt er auf einem Nebenkriegsschauplatz bedeutsame Belanglosigkeiten. (Und man darf ja auch nicht vergessen: sagte er was er weiß, oder handelte er gar darnach, so könnte er leicht ge-Barschelt oder ver-Herrhausen-t werden. Wer möchte das schon?)
    Am lustigsten fanden wir eine pragmatisierte Angestellte der Universität Salzburg mit ihrer Apologie auf die Europäische Union und ihre verbalen Unterstützungserklärungen für die endgültige Aufgabe eigener Souveränität und staatlicher Existenz, als atomisierte Masse im EU-Moloch. Ein Prototyp eines Systemerhalters. Da sie – sie möge uns verzeihen, daß wir ihren bedeutsamen Namen vergessen haben – auch noch überzeugend darlegte, daß es zu ihren Phantasien (oder Alpträumen?) keine Alternative gäbe, hat sie uns schließlich auch überzeugt. Es bedurfte keiner weiteren Argumente mehr.
    Nachdem wir also noch vor Ende des Schaudiskutierens zum richtigen Glauben konvertiert sind, haben wir den Fernseher abgeschaltet, sodaß wir leider nicht mehr mitbekamen, wie weit sich die neue Staatsreligion bereits durchgesetzt hat.
    Da kommt nun – schon wieder – dieser Friedrich Romig daher, und redet dagegen. – Ja, darf er denn das? In der Schönen Neuen Welt ist doch Lüge die Wahrheit, und Freiheit die Sklaverei.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTertullian
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 13:41

    der Euro ist ein politisches Projekt, kein wirtschaftspolitisches!
    seine Einführung war der bereits übernächste Schritt zur Erzwingung der politischen Union, das heißt: Einheitsregierung löst Nationalstaaten ab.
    Es besteht die berechtigte Hoffnung , daß sich die europäischen Vaterländer als widerstandsfähiger erweisen, als angenommen.
    Mit D-Mark II, Schilling und Gulden kann es nur besser werden!

  2. Ausgezeichneter KommentatorDI Gerhoch Reisegger
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 12:15

    Zum Zerfall des Euro – „Raus aus dem Euro!“

    Vor ein paar Tagen gab es wieder so ein beliebtes Schaudiskutieren, bei dem die Meisterschwätzer dem „mündigen Bürger“ ein X für ein U vorzumachen versuchten. Es ging um den Euro, und ob er zu retten sei. D. h. nicht ganz genau darum, denn den zweiten Halbsatz haben wir dazugeschummelt; solch eine Frage stellte sich den „Experten“ aus Finanz und Politik selbstverständlich nicht.
    Einzig Herr Henkel – aus Deutschland – tanzte etwas aus der Reihe, der nämlich seiner früheren Euro-Begeisterung abschwor und die PIIGS (oder Pigs-(?)/Schweine-(?))Länder aus dem Reigen der besser wirtschaftenden Euro-Länder wieder draußen haben wollte. Das störte sogar unseren sozialistischen Vertreter der Raubtier-kapitalistischen Breschn … - pardon – Brüssler Doktrin.
    Daß der joviale Herr Treichl der Ersten Bank sanfte Worte und Schuld für mangelnde Umsetzung bzw. am ungenügenden Auflegen irgendwelcher warmer Umschläge bei der „Politik“ fand, fanden wir auch recht schlüssig. (Haben nicht vor allem die drei Großen: Erste, Raiffeisen und Bank Austria mit wahrscheinlich recht notleidenden Krediten in Höhe von 240 Mrd. in Osteuropa bzw. an die 600 Mrd. wenn man die Schwellenländer inkludiert, den faktischen Staatsbankrott eingeläutet? – Und die völlig verblödete „Politik“ läßt sich das gefallen und schiebt diesen „systemrelevanten Banken“ [= der Organisierten Kriminalität] noch Milliarden nach.)
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  8. meng (kein Partner)
    10. Dezember 2010 21:27

    "Raus aus dem Euro. Und das sofort!"

    Manche "Intellektuelle" hausieren mit ihrem professoralem "Wissen" wie
    staubig - windige Westernhelden mit ihrer Knarre in drittklassigen Machwerken.

    Hauptsache es macht Eindruck, und es riecht nach High - Noon!
    Es lebe die Illusion und der Nervenkitzel.
    Nach Plausibilität, Wahrheits- oder gar Geschichtstreue bzw. danach wohin nach dem Showdown die Reise gehen soll , danach fragt ehe keiner!

    Hauptsache der Colt raucht ...und Totengräber Andy ist zufrieden!
    Was seid ihr doch für komische Gestalten!

    • DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
      11. Dezember 2010 09:37

      Was genau wollten Sie uns sagen?
      Da aich so selten Western-Filme ansehe, verstand ich die Pointe nicht.

    • meng (kein Partner)
      11. Dezember 2010 14:21

      :-)
      Dir hat dein DI wohl nix geholfen...um gscheiter zu werden...
      ...schade um das Ansehen des Titels!

    • Philipp Starl
      11. Dezember 2010 17:35

      Herr Reisegger, er will uns damit sagen, dass alles super ist, alle haben sich lieb und es wird nix passieren. Onkel Josef und Onkel Werner werden mit Onkel Jose Manuel alles schon richten, wenn die Tante Angi, die manche auch IM Erika nennen, sich nicht weiter weigert. Dann geht alles paradiesisch weiter und wir sollten 10 Billionen in die Wirtschaft pumpen, einfach Geld drucken und ausgeben, dann passt wieder alles. Wir sind halt alle ein bissi zu negativ für ihn.

    • meng (kein Partner)
      11. Dezember 2010 18:01

      Im Leben ist das allerwenigste "Super"...
      ausser das Leben an sich!
      Aber damit wird es wohl eh schon zu steil...

    • Philipp Starl
      11. Dezember 2010 22:12

      Sie beleidigen einen DI, sind aber selbst zu blöd für Zynismus? Hm...

    • meng (kein Partner)
      12. Dezember 2010 00:54

      Ja !
      Ist ja auch wirkich wahr!
      Wofür hat man einen DI, wenn man dann noch beleidigt wird, nur weil man sich selber als dumm hinstellt!

      Tut mir leid...! aber zynischer kann ich es wirklich nicht!
      :-))

    • meng (kein Partner)
      12. Dezember 2010 01:00

      An Philipp Starl .speziell

      Und falls Du deinen Beitrag meinst, welchen ich hier in seinem "Zynismus" nicht kapiere... dann sei bitte nicht weiter beleidigt, wenn ich nicht näher darauf einging und eingehe.

      Nur soviel vielleicht:
      Er erscheint mir als paranoider Schwachsinn! (eines Zukurzgekommenen?)

    • fosca
      12. Dezember 2010 02:37

      @meng >>> Ihre Welt ist viel zu eng!
      Wäre sie ein bißchen weiter, wär Ihr Kommentare auch g'scheiter! :-(

    • meng (kein Partner)
      13. Dezember 2010 20:41

      fosca :-)

      Mühsam zusammengereimtes
      verrät kündet letztlich lediglich
      vom gequälten Dilettanten dahinter

      Auch wenns noch so aufgelegt erscheint, ohne Sinn
      holpert der Karren, da ist halt nix mehr zu machen. :-)

    • meng (kein Partner)
      13. Dezember 2010 20:42

      Korr.: "Zusammengereimtes"

    • fosca
      13. Dezember 2010 23:22

      @meng

      Lesen UND verstehen ist nicht jedermanns/-frau Sache, gel! :-)

    • meng (kein Partner)
      14. Dezember 2010 20:21

      Schreiben UND Denken ist eine eher anspruchsvolle Disziplin..
      gell??? fosca! :-)

    • fosca
      15. Dezember 2010 00:20

      @meng

      Selbsterkenntnis ist der 1. Weg zur Besserung, danke! *fg*

  9. Komma
    10. Dezember 2010 20:10

    So nähert sich die Katastrophe. Pröll macht näste Woche sicher mit!

    Hier die letzte Meldung:
    Deutsch-französische Einheit soll Euro stabilisieren
    Freitag, 10. Dezember 2010, 15:51 Uhr

    Berlin/Luxemburg (Reuters) - Angesichts der anhaltenden Spannungen in der Euro-Zone suchen die beiden größten Euro-Länder Deutschland und Frankreich demonstrativ den Schulterschluss:
    Beide wollen auf dem EU-Gipfel nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht nur ein "klares Signal" für einen starken Euro aussenden, sondern auch die Steuerpolitiken beider Staaten annähern. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy kündigte an: "Wir werden alles tun, was für die Verteidigung des Euros nötig ist." Dessen ungeachtet bereitet sich Spanien darauf vor, höhere Zinsen für neue Staatsanleihen zahlen zu müssen. Irland kündigte an, EU-Finanzhilfen Anfang 2011 anzapfen zu wollen.
    Zudem wollen Deutschland und Frankreich eine von Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker angestoßene Debatte über die Einführung gemeinsamer Eurobonds zur Finanzierung verschuldeter Euro-Staaten beenden. Statt die Zinsen für Kredite in der Euro-Zone zu vereinheitlichen, schlagen beide Staaten vor, lieber für mehr Kohärenz durch eine Angleichung der Wirtschafts- und Finanzpolitik zu sorgen. Dazu haben beide Finanzministerien bereits eine Projektgruppe eingesetzt, die bis Frühsommer 2011 Vorschläge vorlegen soll.
    Als kurzfristige Maßnahme forderten Merkel und Sarkozy, der EU-Gipfel kommende Woche müsse den permanenten Euro-Rettungsmechanismus ab 2013 und eine begrenzte Vertragsänderung beschließen. Unterstützung bekamen sie vom EZB-Ratsmitglied Mario Draghi. "Die wichtigste Antwort auf eine Krise sollte eine nationale Antwort sein - angemessene haushaltspolitische Maßnahmen und Strukturreformen, die das Wachstum wieder anschieben", sagte Draghi der "Financial Times". Er warnte zugleich, dass die EZB ihre Unabhängigkeit verlieren könnte, sollte sie weiter in größerem Maßstab nationale Euro-Anleihen aufkaufen.
    BREITE ABLEHNUNG DER EUROBONDS
    Bereits am Donnerstagabend hatte sich die Koalitionsrunde der schwarz-gelben Bundesregierung gegen Eurobonds ausgesprochen. Nach Angaben von Teilnehmern stellte auch Finanzminister Wolfgang Schäuble in der Runde klar, dass er dieses Instrument ablehne, weil es zu einer Haftung Deutschlands für alle Länder der Euro-Zone führe. "Das können wir nicht akzeptieren", betonte CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich. Auch Sparkassenverbands-Chef Heinrich Haasis sprang der Bundesregierung bei: Durch eine "Vergemeinschaftung der Haftung" für Staatsschulden fehle den Mitgliedsstaaten der Anreiz für eine solide Haushaltspolitik, warnte er.
    Auf internationaler Ebene wurde die Debatte vor allem als verfrüht bezeichnet. Darauf wies etwa Junckers Landsmann, EZB-Ratsmitglied Yves Mersch, hin: "Manchmal ist es nicht hilfreich, den dritten Schritt vor dem ersten zu machen", sagte er in Luxemburg. Er ziehe eine Ausweitung des europäischen Stabilitätsfonds vor - die allerdings von Deutschland und Frankreich derzeit als unnötig abgelehnt wird. Auch Sarkozy äußerte sich nach dem Treffen mit Merkel in diesem Sinne: Eurobonds seien in der Zukunft vorstellbar - aber nur, wenn sich die Volkswirtschaften in der Euro-Zone strukturell angeglichen hätten und die politische Integration weit fortgeschritten sei.
    SPANIEN RECHNET MIT HÖHEREN ZINSEN, IRLAND WILL HILFE
    Unterdessen stellt sich die spanische Regierung darauf ein, dass sie in der kommenden Woche bei der geplanten Kreditaufnahme höhere Zinsen zahlen muss. Falls nötig, werde das in den Fokus der Finanzmärkte geratene Land deshalb weitere Schritte unternehmen, um seine Haushaltsziele unter allen Umständen einzuhalten, sagte Spaniens Wirtschaftsministerin Elena Salgado. Spanien will in der kommenden Woche am Finanzmarkt durch den Verkauf von Anleihen Kredite mit einer Laufzeit von zehn und fünfzehn Jahren aufnehmen. Auch Zinsraten von mehr als fünf Prozent seien aber kein Anlass, um Alarm zu schlagen.
    Irland kündigte an, EU-Finanzhilfen ab Anfang 2011 anzapfen zu wollen. "Es wird erwartet, dass die Inanspruchnahme der externen Finanzierungselemente zu Beginn des Jahres startet", sagte Irlands Finanzminister Brian Lenihan dem Parlament in Dublin. Irland soll 85 Milliarden Euro aus dem Rettungsschirm von EU und IWF erhalten.

  10. Celian
    10. Dezember 2010 12:07

    "Raus aus dem Euro. Und das sofort!"

    Geht nur mit 2/3 Mehrheit im Parlament. Dann Verhandlungen mit der EU über den Ausstieg, das kann dauern, Lissabon hat 10 Jahre gedauert. Und dann müßte erst neues Geld gedruckt werden, was für den Euro 2-3 Jahre gedauert hat. Da ein Solo-Ausstieg Österreichs wenig sinnvoll ist, muß Österreich abwarten, wie der Euro auseinanderbricht und sich dann der Währung mit Deutschland anschließen.

    Der Ausstieg ist also ein Jahrhundertprojekt.

    Sofort passiert also rein gar nichts.

    • Reinhard (kein Partner)
      10. Dezember 2010 19:21

      Es wird eh schneller gehen, als sich das manche erträumen können.

  11. Tertullian (kein Partner)
    09. Dezember 2010 13:41

    der Euro ist ein politisches Projekt, kein wirtschaftspolitisches!
    seine Einführung war der bereits übernächste Schritt zur Erzwingung der politischen Union, das heißt: Einheitsregierung löst Nationalstaaten ab.
    Es besteht die berechtigte Hoffnung , daß sich die europäischen Vaterländer als widerstandsfähiger erweisen, als angenommen.
    Mit D-Mark II, Schilling und Gulden kann es nur besser werden!

  12. DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
    09. Dezember 2010 12:15

    Zum Zerfall des Euro – „Raus aus dem Euro!“

    Vor ein paar Tagen gab es wieder so ein beliebtes Schaudiskutieren, bei dem die Meisterschwätzer dem „mündigen Bürger“ ein X für ein U vorzumachen versuchten. Es ging um den Euro, und ob er zu retten sei. D. h. nicht ganz genau darum, denn den zweiten Halbsatz haben wir dazugeschummelt; solch eine Frage stellte sich den „Experten“ aus Finanz und Politik selbstverständlich nicht.
    Einzig Herr Henkel – aus Deutschland – tanzte etwas aus der Reihe, der nämlich seiner früheren Euro-Begeisterung abschwor und die PIIGS (oder Pigs-(?)/Schweine-(?))Länder aus dem Reigen der besser wirtschaftenden Euro-Länder wieder draußen haben wollte. Das störte sogar unseren sozialistischen Vertreter der Raubtier-kapitalistischen Breschn … - pardon – Brüssler Doktrin.
    Daß der joviale Herr Treichl der Ersten Bank sanfte Worte und Schuld für mangelnde Umsetzung bzw. am ungenügenden Auflegen irgendwelcher warmer Umschläge bei der „Politik“ fand, fanden wir auch recht schlüssig. (Haben nicht vor allem die drei Großen: Erste, Raiffeisen und Bank Austria mit wahrscheinlich recht notleidenden Krediten in Höhe von 240 Mrd. in Osteuropa bzw. an die 600 Mrd. wenn man die Schwellenländer inkludiert, den faktischen Staatsbankrott eingeläutet? – Und die völlig verblödete „Politik“ läßt sich das gefallen und schiebt diesen „systemrelevanten Banken“ [= der Organisierten Kriminalität] noch Milliarden nach.)
    Und auch für den Herrn Gouverneur Novotny haben wir Verständnis. Als richtiger Universitätsprofessor weiß er natürlich was los ist. Aber da er nun nicht mehr lästige Lehrverpflichtungen hat, braucht er uns das auch nicht mehr zu sagen. Womöglich einem akademischen Eid verpflichtet, die Wahrheit und nur die Wahrheit zu künden. Also schwafelt er auf einem Nebenkriegsschauplatz bedeutsame Belanglosigkeiten. (Und man darf ja auch nicht vergessen: sagte er was er weiß, oder handelte er gar darnach, so könnte er leicht ge-Barschelt oder ver-Herrhausen-t werden. Wer möchte das schon?)
    Am lustigsten fanden wir eine pragmatisierte Angestellte der Universität Salzburg mit ihrer Apologie auf die Europäische Union und ihre verbalen Unterstützungserklärungen für die endgültige Aufgabe eigener Souveränität und staatlicher Existenz, als atomisierte Masse im EU-Moloch. Ein Prototyp eines Systemerhalters. Da sie – sie möge uns verzeihen, daß wir ihren bedeutsamen Namen vergessen haben – auch noch überzeugend darlegte, daß es zu ihren Phantasien (oder Alpträumen?) keine Alternative gäbe, hat sie uns schließlich auch überzeugt. Es bedurfte keiner weiteren Argumente mehr.
    Nachdem wir also noch vor Ende des Schaudiskutierens zum richtigen Glauben konvertiert sind, haben wir den Fernseher abgeschaltet, sodaß wir leider nicht mehr mitbekamen, wie weit sich die neue Staatsreligion bereits durchgesetzt hat.
    Da kommt nun – schon wieder – dieser Friedrich Romig daher, und redet dagegen. – Ja, darf er denn das? In der Schönen Neuen Welt ist doch Lüge die Wahrheit, und Freiheit die Sklaverei.

  13. Neppomuck (kein Partner)
    09. Dezember 2010 11:56

    Wenn die wirtschaftliche Kraft hinter der „ausgegebenen“ Geldmenge (in des Wortes beider Bedeutung) hinterherhinkt, dann werfen die Pleitegeier ihre Motoren an.

    Autonome Nationalstaaten innerhalb eines „politischen“ (= nicht exakt erläuterten, aber immerhin "erklärten") Bundes* sollten (!) nach Art kaufmännisch selbstständiger Profit-Center bilanzieren, um nicht um die Früchte ihrer Arbeit betrogen zu werden. Letzteres demotiviert nämlich außerordentlich.
    In Mitgliedsstaaten zu exportieren, um dann deren aushaftende Schulden mittels Transferzahlungen auszugleichen entspricht der „Geschäftsart Schenkung“, also ein bewusstes Produzieren von Verlusten. Wofür jeder Manager umgehend den berühmt-berüchtigten „blauen Brief“ zu gewärtigen hätte.

    Eine Wirtschaftsunion ohne Steuerharmonisierung innerhalb der Mitgliedsländer hat ähnliche Wirkungen. Hier wird schließlich dem Prinzip „beggar your neighbour“ auch außerhalb der Devisenmärkte Vorschub geleistet.

    Sollte in absehbarer Zeit (2 – 4 Jahre) diesbezüglich keine akkordierten Regelungen seitens der EU-Administration aufgestellt (und nach einem weiteren Zeitraum dieser Größe auch umgesetzt) werden, kommt im Rahmen der bereits wirksamen „Architektur der kommunizierenden Gefäße“, die sich jetzt augenscheinlich auf dem Gebiet der wandernden Völker vollzieht, noch eine „wirtschaftliche Nivellierung nach unten“ dazu, was erheblichen zusätzlichen Konfliktstoff bedeutet. Da braucht man gar nicht erst das "Modell Schäuble" umsetzen. (Kurz: Das an sich der Staatshoheit überantwortete Finanzministerium wird nach Bruxelles ausgelagert.)
    Speed kills. Stillstand auch.
    Also gilt es jetzt (für eine verantwortungsbewusste Regierung jedenfalls) mit Verve an einem „Plan B“ zu arbeiten, der eine innere Reform der EU beschleunigt, sowie auch an einem "Plan C", der einen gleitenden Ausstieg vorbereitet. An einer Zustimmung der österreichischen Bürger dazu wird es nicht mangeln.
    Sonst hätte man (!) ja die Verfassung nicht zu brechen brauchen (Hallo, LHPB!) und über die Vertragsänderungen (zuerst Nizza, dann Lissabon) abstimmen lassen.

    * Die Frage, ob die EU jetzt eine Bundesstaat oder ein Staatenbund wäre, ist noch immer nicht ausreichend beantwortet.
    (klärt sich aber jetzt langsam, etwa anlässlich der erzwungenen „solidarischen Gebarung“, was man im Andenken an Georg Jellinek [1851 - 1911] als eine "faktische Kraft des Normativen" bezeichnen könnte.)
    Ebenso wenig, wie der immer wieder gebrauchte Begriff der „Subsidiarität“ klar definiert wurde.
    Was auch alle Alarmglocken laut läuten lassen sollte.

  14. fosca
    09. Dezember 2010 01:43

    "Raus aus dem Euro. Und das sofort!"

    Ja, natürlich - aber bitte, wohin??
    Egal welche Talkshow, welcher Wirtschaftskommentar, welcher Experte das Thema behandelt, einen realistischen Vorschlag bleiben alle schuldig!

    • Komma
      09. Dezember 2010 08:53

      fosca:

      Realistisch? Man braucht nur um sich zu blicken und sieht die Alternativen. 12 EU Länder haben nicht den EURO, viele von ihnen wollen ihn unter gar keinen Umständen einführen. Schweden, Dänemark stehen viel besser als die EURO-Länder da. Norwegen, Schweiz, Liechtenstein sind Edelsteine in Europa.

      In manipulierten Talkshows werden Sie keine vernünftigen Vorschläge hören, die Fachliteratur strotzt davon. Der ORF sollte mal eine Talkshow mit vehementen Gegnern des EURO, die fachlich ausgewiesen sind.Ihnen und den Zuhörern würden staunen. Immerhin haben ja ca. 700 Nationalökonomen in diversen Manifest vor dem Maastricht-EURO gewarnt. Es lassen sich also genügend Leute finden. Doch sie zu Wort kommen zu lassen, das scheut der ORF wie der Teufel das Weihwasser.

      starl:

      Das Zitat von Mises trifft den wunden Punkt. Unverantwortliche Kreditaus-weitung. Daran sind vor allem die Politiker schuld, die durch Wählerbestechung ("Die Pensionen sind gesichert"! etc.) Stimmen kaufen oder eine zahnlose Bankenaufsicht installiert haben. Die ganze EU-Beitrittskampagne swar ja 93/94 auf Lug und Trug aufgebaut. Präzise beschreibt das Markus Wilhelm: Kauf dir eine Volksabstimmung, in: Föhn, Nr. 1/97. Der ORF spielte damals eine ganz üble Rolle mit Schijok und der "Gesellschaft für Europapolitik".

      terbuan:

      Immerhin gab es auch österreichische Politiker und ganze Fraktionen, die den Beitritt zur Maastricht-EU und den EURO strikt abgelehnt haben. Aus ihren Reihen, schreibt Haaretz jetzt, geht womöglich der nächste Bundeskanzler hervor! Ob das gut ist, wage ich zu bezweifeln. Leider!

      Jetzt jedenfalls geht es ums Ganze. Wollen wir, dass Österreich in der EU verschwindet wie Zucker im Kaffee (Vaclav Klaus) oder die Unabhängigkeit und Freiheit unseres Landes wenigstens halbwegs bewahren. Ohne Freiheit keine Zukunft!

    • Brockhaus
      09. Dezember 2010 10:52

      Komma:

      Zuerst Heller und Kreuzer, dann Schilling und Groschen, Reichsmark und Pfenning - gewiß nicht freiwillig, danach wieder Schilling und Groschen, später gekettet an die Deutsche Mark und jetzt der Euro.

      Und was brachte all das? Der Stein der Weisen ist halt leider noch nicht gefunden.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 11:03

      @ Komma

      Völlig richtig. Deshalb muss die Kreditexpansion verboten werden (die ja nichts mit Marktwirtschaft zu tun hat), bzw. abgeschafft werden. Der Volksverrat der Politiker ist so eklatant, dass man nur noch eine Demokratie mit starken direktdemokratischen Elementen installieren kann, um dies zu verhindern.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 11:05

      @ Brockhaus

      Ja weil Währungen immer vernichtet werden, wenn die Wirtschaft zusammenbricht. Alles eine Folge von Geldschöpfung ex nihilo.

    • DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
      09. Dezember 2010 12:44

      Vor etlichen Jahren als Malaysia durch internationale Spekulanten fast erdrosselt wurde, hatte dessen MP Mahathir die "Empfehlungen" des IWF und der Helfershelfer dieser internationalen Abzockerei nicht befolgt. (Ein Wunder daß er es überlebt hat!) Er führte Devisenkontrollen únd Verbot von Kapitaltransfer ("Gewinnverschiebungen"), Begrenzung bzw. Verbot mit fiat money Realkapital in Malaysia durch "Fianzinvestoren" zu "erwerben", u. ä. ein - und bereits nach kurzer Zeit gelang der Umschwunwg und selbst die oben genannten "Finanz-Institutionen" konnten nicht umhin den Erfolg Mahathirs zu bestätigen.
      Mahathir hatte freilich auch seinen "Kronprinzen"- einen Vertreter "westlicher Werte" - wegen (angeblicher) Homosexualität, die dort offenbar ein strafbares Delikt ist, aus dem Verkehr ziehen lassen. Die geifernden Kommentare der "Weltpresse" folgten wie´s Amen in der Kirche. Aber er hatte sich davon nicht beirren lassen.
      Der Fall erinnert ein wenig an Putin und Chodorkowsky.

    • Tertullian (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:54

      allein die Wiederherstellung des vorherigen Zustandes genügte zur Beserung!

  15. Philipp Starl
    08. Dezember 2010 20:39

    Mit einem haben Sie Recht, Herr Dr. Romig; es wird Blut fließen und das mit 100%iger Sicherheit und "Ökonomen" wie Stiglitz sind dafür verantwortlich! Für jeden Tropfen Blut!

  16. Philipp Starl
    08. Dezember 2010 20:21

    Furchtbar, erschreckend, ohne Worte. Was hier in diesem Forum zum Teil wiedergegeben wird, kann Liberale nur den Kopf schütteln lassen.

    Ein Kommentator spricht vom Verhindern der Spekulation. Der Gastkommentator, selbst offensichtlich ahnungslos in wirtschaftlichen Dingen, spricht von schädlichen Sparmaßnahmen und Insolvenzverfahren, die die Wirtschaften in die Depression führen würden.

    Ja guten Morgen Herr Romig, sind Sie auch schon aufgewacht? Das darf es ja wohl nicht sein. Die gleiche Diktion wie von der AK (müssen wir jede (Spar-)Krot schlucken?).

    Ich bin entsetzt, in höchstem Maße. Was wollen Sie denn machen, Herr Romig, wenn nicht sparen und Nationen in die Insolvenz führen? Noch mehr Schulden anhäufen? Ja Grüß Gott und Hallo aus dem Forum des Marxismus.

    Unglaublich, da führen uns exzessive Ausgaben, die uns nichts weiter als Schulden gebracht haben, in den staatlichen Ruin, blähen eine Blase nach der anderen auf, deren Auffangen man dann wieder mit neuem FIAT- Money bewerkstelligt und was tut der Romig? Er beschwert sich, weil die Staaten sparen sollen. Ja meine Güte, da wundert einen nichts mehr.

  17. byrig
    08. Dezember 2010 20:17

    an den mehr als spärlichen kommentaren(ich vermisse die grossen klugscheisser,die zu allem etwas schreiben und wissen),sieht man wie kontrovers und unsicher die materie ist.
    ich habe ein wenig geld am konto.soll ich mir jetzt wünschen,dass der euro wieder verschwindet?wieviel geld habe ich de facto danach?
    keiner der wirtschafztsgurus und kein privatobergescheiter weiss eine sichere antwort darauf.
    auch herr romig nicht!
    fact ist:z.z. ist der euro noch immer mehr wert als der dollar.
    und aussteigen geht sowieso nicht,wenn,müsste der euro aufgelöst werden.
    die materie ist zu kompliziert,um eine patentlösung zu ermöglichen.
    zumindest kenne ich keinen,der eine solche hätte oder auch nur anbieten würde.

    wirtschaft ist keine naturwissenschaft,sondern eine mischung aus psychologie,politik und ein bisschen wissenschaft.
    so sehen auch die vertreter dieser "wissenschaft" aus.

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 20:24

      Ihrem Geld auf dem Konto werden zwei Dinge passieren:

      1) Es wird wertlos werden.

      2) Es wird nicht mehr verfügbar sein, weil die Bank schneller als Sie "Raub" schreien können, die Pforten dichtmacht.

      Sehen Sie, ich scheisse wieder klug, können Sie diesen Rat wenigstens lesen? Naja, befolgen Sie meinen Rat und häufen Silber oder Gold an, oder verenden auf der Straße, mir egal. Beschweren dürfen Sie sich dann bei den Menschen, die die Schnauze gehalten haben und Faypröll wählten.

    • terbuan
      08. Dezember 2010 21:00

      Lieber Philipp Starl,
      ich sehe die Situation ja ähnlich wie sie, nämlich hoffnungslos, aber:
      Müssen Sie Ihre Argumentationen immer so agressiv in den Raum stellen?
      Eine liebe Freundin aus diesem Forum hat kürzlich aus Anlaß eines anderen, ähnlich agressiven Posters zu mir gemeint:
      "Weißt Du was dem Mann irgendwie fehlt, es ist die "Leichtigkeit des Seins"".
      Dazu muß man nicht unbedingt wie ein tschechischer Arzt in das Waschbecken pinkeln, aber man sollte das Ganze etwas gelassener sehen, es geht auch mit weniger persönlichen Untergriffen und mehr Respekt vor dem Gegenüber!
      Nichstfürungut und
      herzliche Grüße
      terbuan@aon.at

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 21:07

      Und ich dachte, gerade die Nachkriegsgeneration kennt keine Leichtigkeit des Seins. Was uns bevorsteht wird nicht nur Ihnen diese Leichtigkeit nehmen.

      Früher hatte man diese Leichtigkeit trotz Kriegs. Nur, ich bin in einer wohlbehüteten Spaßzeit aufgewachsen, ich kenne Kriegssituationen nicht und kann mit ihnen genausowenig umgehen, wie mit allem, das ich nicht kenne.

      Jeder von uns wird noch oft genug einen kühlen Kopf bewahren müssen, lassen Sie mir doch wenigstens den Spaß, mich bei Menschen, die mich mit Verbalinjurien angehen, zu revanchieren ;-) .

    • byrig
      09. Dezember 2010 00:51

      interessant ist,dass sie sich beim wort "klugscheisser"(wiseass) nicht ganz zu unrecht sofort angesprochen gefühlt haben.
      und auch sie haben keine antwort auf das problem.
      und auch sie sind nur ein weicher liberaler.leider.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 01:22

      Mit weicher Liberaler meinen Sie wohl, ich sei nicht libertär. Ich habe sehr sehr gute Gründe dafür, glauben Sie mir. Endlose Diskussionen hab ich schon ausgefochten über dieses Thema. Ich halte es mit Nozick.

      Und natürlich fühle ich mich angesprochen, wenn Sie Klugscheisser schreiben. So titulierten Sie mich ja gestern expressis verbis.

  18. terbuan
    08. Dezember 2010 16:32

    Zwischen Skylla und Charybdis.
    Die Analyse ist grundsätzlich richtig aber die aufgezeigten Konsequenzen, der Ausstieg aus dem Euro, kann auch keine Befreiung aus dem Schuldenturm ermöglichen, in dem wir bereits gefangen sind.

    Bleiben wir im Euro, dann wird unser Geld zwar noch schneller völlig entwertet sein, ein Alleingang etwa in Form eines neuen (eventuell an eine neue DM gekoppelten) Schillings ist aber auch keine Lösung. Dazu ist die Verschuldung schon zu weit fortgeschritten und die Regierung und damit das Volk sind zu feige um eine wirklich substanzielle Umkehr und Sanierung des Staatshaushalts durchzusetzen.

    Darüber hinaus würde ein neuer Schilling angesichts der katastrophalen Schuldensituation sofort zu einem willkommenen Spielball der Spekulation werden, abgesehen von allen sonstigen Problemen einer neuerlichen Währungsumstellung.

    Unter Blinden ist der Einäugige in dieser Situation auch kein König, die Frage ist nur, wann gehen wir früher pleite mit oder ohne Euro, oder auch, wer inflationiert früher seine Schulden weg und beginnt mit einer Währungsreform bei Null, der Euro oder der Dollar?

    Die wenigen einsamen Rufer in der Wüster wurden all zulange nicht gehört oder bewusst totgeschwiegen, jetzt wird es bald nur mehr heißen, rette sich wer kann!

    • Komma
      08. Dezember 2010 20:07

      Neuer Schilling Spielball der Spekulation? Nur wenn der politische Wille fehlt, die Spekulation zu verhindern (durch Kapitalverkehrskontrollen während einer Übergangsfrist), hat die Spekulation eine Chance.

      Verschuldung zu groß? Sie wird nicht geringer, wenn wir im EURO bleiben.

      Wir haben die Währungsform nach dem 2. Weltkrieg überstanden, wir können auch mit der heutigen Situation fertig werden.

      Recht hat Terbuan wohl mit der Bemerkung, dass die Regierung zu feige ist, eine wirkliche substantielle Umkehr durchzusetzen. Das Volk ist es nicht. Es will eine ordentliche Haushaltsführung.

      Interessant die Bemerkung vor ein paar Tagen in Welt.online: "Merkel (gilt auch für Pröll) muss sich jetzt entscheiden". Nicht das Volk darf über Lebensfragen seiner Staatlichkeit entscheiden, sondern Frau Merkel (Pröll). Das ist unsere Demokratie!

      Junker, dieser Obermondialist, wirft lt. Reuters vom 8. Mai Frau Merkel "uneuropäisches Verhalten" vor. Eben weil sie nicht die Haushaltspolitik an die EU übertragen, der EU auch nicht die Auflegung von EURO-Anleihen erlauben und natürlich auch nicht die Haftungs- und Transferunion noch weiter entwickeln will zu einem Super-Versailles.

      IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn gibt den Juncker-Erpressungen noch Geleitschutz. Die Situation in Europa sei beunruhigend und die Zukunft unsicherer denn je. Eine Verzögerung bei der Schaffung eines effektiven Krisenmechanismus würde zu einer neuen Krise führen. Der EU-Gipfel soll die Pläne der EU-Finanzminister für einen dauerhaften Krisenmechanismus beschließen. Trichet bläst ins gleiche Horn. Das Erpressungskartell hat sich formiert, Geithner und Bernanke pushen es.

      Es gibt nur mehr Ja oder Nein, sowohl für Merkel wie für Pröll für Österreich wie für Deutschland.
      Pröll als ÖSTERREICHABSCHAFFER? Will er so mit Faymann in die Geschichte eingehen. Leben wir schon wieder “in einem Staat den keiner wollte?“ Meines Erachtens haben Österreichabschaffer auf der Regierungsbank nichts zu suchen.

      Für uns jedenfalls empfiehlt sich der Weg der Schweiz. Der Schweiz konnte die Spekulation auch nichts anhaben. Seit Einführung des EURO ist der Wert des sfr um 28% gestiegen. Alle Indikatoren sind besser als die Österreichs.

      Henkel hat recht: Alternativlosigkeit zeugt von Phantasielosigkeit!

    • terbuan
      08. Dezember 2010 20:40

      Komma
      Das Volk hat diese Parteien gewählt und ihren hohlen Versprechungen geglaubt, daher sind wir auch mehrheitlich mitschuldig, wenn diese Volksverräter jetzt gewillt sind, uns in den Abgrund zu führen!
      Ein Vergleich mit der Schweiz ist nur bedingt zulässig. Wir haben keine kontinuierliche Tradition seit 1648 und auch kein finanzielles sowie auch demokratiepolitisches Fundament wie dieses Land.
      Den Schilling zu einem Pendant des Schweizer Frankens zu machen, diese Gelegenheit hatten wir in der Vergangenheit, mit einer schlechten Wirtschaftspolitik und miserablen Politkern haben wir diese Chance jedoch leider vertan!
      MfG
      terbuan@aon.at

    • Komma
      08. Dezember 2010 23:47

      zu terbuan

      Geben Sie doch nicht dem Volk und den Wählern schuld, weil Sie Ihren Politikern vertraut haben. und diese das Vertrauen missbraucht haben. Die Politiker wie Vranitzky, Busek, Mock, Schüssel, Fischler, Fischer, Klima, Streicher, Plassnik, Ferrero-Wallner etc. etc. sind schuld, weil sie das Volk hinten und vorne belogen und betrogen haben, und Pröll und Faymann das heute fortsetzen.

      Zu meinen, wir hätten keine Chance mehr, ist defaitistisch. Wir waren 1945 am Boden, aber da fanden sich Leute, die mit Mut, Charakterstärke und Können den Wiederaufbau in die Wege leiteten. So wie damals, sind wir heute nicht kaputt.
      Aber die Führungspersönlichkeiten von damals fehlen. Suchen wir sie, sie lassen sich finden!

      zu starl, byrig etc.

      wenn sie alle drei Gastkommentare lesen:

      "Sind Faymann und Pröll Großbetrüger?"
      "Pröll beteiligt uns am Ponzi-Schema der EU"
      "Raus aus dem EURO. Und das sofort!"

      (die ersten zwei wurden übrigens auch in der KronenZeitung mit der Auflage von 1,4 Millionen nach dem Tagebuch-Eintrag veröffentlicht!).

      dann erhalten Sie ein recht guten Überblick, der einige Hinweise beantwortet.

      Starl sollte auch J. M. Keynes, immerhin der berühmteste Nationalökonom des 20. Jh., soweit verdaut haben, dass er begreift, Sparen in der Krise verschärft die Krise! Mit dem Hinweis auf Goldinvestition zur Sicherung des Geldes von byrig hat Starl recht. Es ist seit Einführung des EURO wohl um das drei- bis vierfache gestiegen. Darin drückt sich der wahre Wert des TEURO aus und nicht in den manipulierten Inflationsindices der EU oder der EZB.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 01:25

      Verdaut und wieder ausgeschieden. Was Etatisten nicht begreifen, ist, dass es keinen Ausweg aus dieser Krise gibt.

      Ich zitiere von Mises hier gerne nochmal:

      There is no means of avoiding a final collapse of a boom brought about by credit expansion. The alternative is only whether the crisis should come sooner as the result of voluntary abandonment of further credit expansion, or later as the final and total catastrophe of the currency involved.

    • terbuan
      09. Dezember 2010 07:34

      Komma,
      ja ja, Sie haben schon Recht, wir haben mangels Alternativen den falschen Politikern vertraut und sind betrogen worden, auch ich habe sie teilweise gewählt und fühle mich daher teil/mitschuldig.
      Ich bin auch nicht defaitistisch sondern nur Realist. Wir werden eine schwere Krise durchmachen aus der wir auch wieder herauskommen werden.
      Aber dazwischen wird es ein tiefes Tal voll mit Blut und Tränen geben!

    • Wertkonservativer
      09. Dezember 2010 08:59

      Ganz meine Meinung, lieber Terbuan!
      Dank auch für die hier an anderer Stelle vorgenommene Relativierung mancher heißsporniger Blogger-Kommentare. Mit Schaum vor dem Mund ist man für das "gewöhnliche Volk" trotzdem meist unverständlich!

  19. Komma
    08. Dezember 2010 15:42

    „IST DER EURO NOCH ZU HALTEN?“, war am 5. Dez. das Thema „Im Zentrum“ mit Ingrid Turnherr.

    Die Fragestellung war präzise: „Ist der EURO am Ende? Müssen Schuldenstaaten raus aus dem EURO? Oder nimmt Brüssel künftig auch unsere Steuer- und Wirtschaftspolitik in die Hand, um die gemeinsame Währung zu retten?“

    Allein schon, dass solche Fragen im ORF diskutiert werden, zeigt den Ernst der EURO-Situation.

    Aber jetzt kommt´s: Die Zusammensetzung der Diskussionsrunde war wieder einmal typisch für den ORF: 5 Rote (Turnherr, Nowotny, Schieder, Puntscher-Riekmann, Löw), gegen nur einen Gegner des EURO, den ehem. Präsidenten des Bundesverbandes der Deutscher Industrie, Henkel. Treichl (Erste Bank) schob die Entscheidung der Politik zu und blieb „neutral“.

    Nowotny glänzte mit der Aussage, der EURO funktioniere ja als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrungsmittel, Probleme hätten nur einige Staaten, und deren Probleme habe man
    durch die getroffenen Massnahmen im Griff. Er befürworte weitere Übertragung von Souveränitätsrechten auf die EU, Finanzausgleich und europäische Anleihen.

    Staatssekretär Schieder zeigte völlige Inkompetenz und brachte Fragen wie Reichensteuer und Transaktionssteuer aufs Tapet, die, wie Henkel ihm mit Recht vorwarf, überhaupt nichts mit der EURO und Währungsunion zu tun hatten.

    Völlig überflüssig und ursprünglich auch nicht als Teilnehmer angekündigt, erwiesen die Wortspenden von Raimund Löw, dem Korrespondenten des ORF in Brüssel. Er trat vehement für eine EUSSR ein, sich wohl an seine Vergangenheit in der Gruppe Revolutionärer Marxisten erinnernd. Er plädierte mit einer Suada ohnegleichen für eine Europäische Zentralregierung mit allen Kompetenzen über die Köpfe der Staaten hinweg. Henkel konnte da nur den Kopf schütteln und mit wegwerfenden Handbewegungen andeuten, was er von dem Geschwätz hielt.

    Puntscher-Riekmann, ausgegeben als „Europaexpertin“, begann gut und wies gleich eingangs auf das Bailout-Verbot und den Missbrauch des Katastrophenartikels im Lissabonvertrag hin, vertiefte die Frage aber nicht, sondern propagierte den Europäischen Bundesstaat mit allem drum und dran.

    Einzig Henkel war erträglich. Er bekannte sich als ursprünglich glühender Anhänger des EURO (was nicht gerade für seine Intelligenz spricht), heute aber sei er entschiedener Gegner eines einheitlichen Wirtschafts- und Währungsraumes. Nord und Süd paßten einfach nicht zusammen, zu unterschiedlich sei ihre Kultur und Arbeitsauffassung. Sein Vorschlag, zwei Währungsräume zu schaffen ist natürlich eine Schnapsidee, wurde aber nicht weiter hinterfragt. Der Vorwurf von Löw, die Deutschen verfolgten ihre nationale Interessen (ja was denn sonst!?) konterte Henkel mit dem sympathischen Bekenntnis zu einem Europa der Vaterländer.

    Thurnherr drückte wie immer mit kindischen Zwischenfragen das Niveau und als sie zum Scluß auch noch zwei verrückte eMail verlas, die von Währungsunionen über mehrere Kontinente („Amerigo“etc.) sich ausließen, war erreicht, was bezweckt: Unernst, Verwirrung, Ratlosigkeit, ganz wie der Staat den Bürger haben will um ihn manipulieren zu können.

    Wieder einmal eine echte ORF- Talg-Show (mit „g“!).





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