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Die Uni brennt, die Weltrevolution pennt

Lesezeit: 4:00

Das Audimax ist geräumt und die Weltrevolution hat nicht stattgefunden. Denn die Weltrevolutionäre sind längst nach Norden abgereist zu Muttern und dem dort auf sie wartenden Pfannkuchen. Und die im Audimax untergebrachten Sandler müssen sich eine neue Wärmestube suchen. Ende gut, alles gut?

Gewiss: Die Audimaxisten stehen als Teilzeit-Revolutionäre ziemlich lächerlich da. Sie konnten ja im Grunde von Anfang an - allen Jubelartikeln zum Trotz - nicht für „die Studenten“  sprechen, sondern nur für die paar Dutzend und manchmal Hunderten jungen Menschen, die sich im Audimax versammelt hatten. Dieses ominöse „Plenum“, von dem plötzlich alle Macht in der Bildungspolitik ausgehen sollte, erinnerte verdammt an die kleinen Kader der Arbeiter- und Bauern-Räte, die 1917 in Russland die Macht gegen den Willen der Mehrheit an sich gerissen hatten. Dass überdies besonders viele Deutsche und besonders viele Exponenten von Studienrichtungen mit extrem zweifelhafter wissenschaftlicher Qualität im Audimax aktiv waren (Politologie, Publizistik usw.), macht die neuen Sowjets auch nicht gerade glaubwürdiger.

Genauso lächerlich haben sich Zeitungen wie „Österreich“, „Heute“, „Standard“ und „Falter“ sowie der ORF gemacht, die jene Besetzungen zumindest anfangs als einen großen historischen Aufbruch in neue Zeiten bejubelt hatten. Das Audimax stellte für manche Leitartikler sogar die Oktoberrevolution in den Schatten (Und nur „Standard“ und „Falter“ können sich dabei wenigstens zugute halten, dass bei ihren Lesern die Mehrheit tatsächlich mit dem Audimaxismus sympathisiert hat).

Blicken wir auf die andere Seite, so ist aber auch die Obrigkeit alles andere als glaubwürdig. Eine Obrigkeit, die sofort falsch geparkte Autos abschleppen lässt, die jeden kleinen Greißler in den Konkurs schickt, wenn er die Sozialversicherungsbeiträge nicht zahlt.

Denn es liegt auf der Hand, dass man für die Wiederherstellung rechtmäßiger Zustände recht feige den Zeitpunkt abgewartet hat, da die Uni ferienbedingt geleert ist. Die nun hochgespielten Sicherheitsprobleme gab es natürlich schon von Anfang an. Und ausgerechnet in der Urlaubszeit fallen ja keine teuren Kosten mehr für die Anmietung von Lehrsälen außerhalb der Universität an – womit gerade jetzt einer der wichtigsten Gründe für die Räumung des Audimax an Bedeutung verloren hat.

Was aber macht der vorweihnachtlich mutig erwachte Rektor, wenn der Zauber nach der Rückkehr aus den Ferien wieder losgehen sollte? Wartet er dann erneut tatenlos, bis sich im Februar wieder die Unis ferienbedingt leeren?

Wer nur durch die Hintertür Stärke zeigt, der hat im Grunde ja nur Schwäche, keinesfalls Führungsstärke demonstriert. Und der provoziert die Gegenseite dazu, weiterhin die Grenzen des Möglichen über alle gesetzlichen Limits hinaus auszureizen. Der Weg Georg Wincklers war und ist falsch, auch wenn ihn nun manche als einen besonders raffinierten „österreichischen Weg“ bejubeln mögen.

Besonders blamiert steht Johannes Hahn, der Wissenschaftsminister, da. Er hat mit der plötzlichen Ankündigung, 34 Millionen Euro zusätzlich auf den Tisch zu legen, die Besetzungen in hohem Ausmaß, wenn auch nur indirekt und nur aus politischer Kurzsichtigkeit heraus legitimiert. Wer Erpressungen einmal nachgibt, der motiviert ja immer nur weitere Erpressungen. Und dass der im Geiste schon lange nach Brüssel abgerauschte Hahn damit jeden frei verfügbaren Euro seines Nachfolgers auf zwei Jahre wegversprochen hat, ist besonders stillos. Es ist daher auch kein Wunder, dass sich seit Wochen niemand für die Hahn-Nachfolge bereitfindet. Und Es ist ein klarer politischer Fehler des ÖVP-Chefs Josef Pröll, Hahn nicht sofort ausgetauscht zu haben.

Mindestens ebenso genant ist die Rolle vieler Professoren, vieler Mittelbau-Angehöriger, wobei sich lediglich die Wirtschafts- und Technische Universität in Wien und einige kleine Hochschulen wie die in Leoben positiv abheben: Sie haben sich, teils durch Erklärungen in Vorlesungen, teils durch Resolutionen solidarisch mit den Besetzern gezeigt oder zumindest feige geschwiegen. Bei allem Verständnis für das Interesse jedes Uni-Angehörigen, mehr Geld und mehr Dienstposten zu bekommen, so ist die Botschaft, die damit den jungen Menschen (die theoretisch die künftige Elite Österreichs darstellen sollten) vermittelt wurde, doch katastrophal. Sie lautet: Das Ziel heiligt die Mittel, auch wenn sie rechtswidrig sein mögen.

Das Engagement vieler Uni-Lehrer ist aber auch nur dann bemerkbar, wenn es mit linker Rhetorik verbunden werden kann. Denn von den gleichen Professoren und Mittelbauern hörte man fast nie Worte der Kritik an der SPÖ, obwohl diese die Hauptschuldige an den Zuständen an der Uni ist: Die SPÖ trägt die Hauptverantwortung für die Abschaffung der Studiengebühren, die den Unis viel Geld gekostet haben; die SPÖ ist hauptschuld, dass in Österreich der Zugang zu fast allen Studien keiner quantitativen oder qualitativen Beschränkung unterliegt; und der SPÖ-vorsitzende Werner Faymann hat öffentlich "Verständnis" für die Besetzer geäußert. Während die Grünen, die dieselbe Politik betreiben, sich ja im Grund ohnedies nur als eine Klassen-Partei der Studenten verstehen, hat die SPÖ damit überdies auch ihre Stammwähler, die Arbeiter (also Menschen ohne Uni-Besuch), verraten, die das Gratisstudium mitfinanzieren müssen.

Jede Wette, das Bild wäre ein ganz anderes, hätte Österreich noch Politiker mit Führungsqualität wie Bruno Kreisky oder Wolfgang Schüssel.

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  1. Earline21GATES (kein Partner)
    01. April 2010 20:35

    I opine that to receive the business loans from banks you must have a firm reason. However, once I have received a college loan, because I was willing to buy a bike.

  2. Es ist vorbei. Ist es? « polit.x (kein Partner)
    23. Dezember 2009 16:20

    [...] Die Uni brennt, die Weltrevolution pennt [...]

  3. Joe (kein Partner)
    23. Dezember 2009 09:11

    Die größte Frechheit ist, dass die Bundes ÖH (Links-links dominierte Regierung Grün-Rot etc) untzer der Leitung von Sigrid Maurer (oder beser MaurerIn) 100.000 EURO des protestierenden zugesprochen haben. Diese einhunderttausend Euro werden von ÖH Beiträgen abgezwackt. Gem HSG hben die Mottel der HochschülerInnenschaften (wieder dieses sch**ss gendern) nach den Gebraungsgrundsätzen der Sparsamkeit, Zweckwittmung und transparenz einzusetzen.

    Nicht nur dass Sigrid MaurerIn pronzipiell Taxi fährt, auf ÖH Gelder versteht sich, nein, sie setzt öffentliche Gelder bewusst in den Sand. So wurden zum Beispiel den BesetzerInnen (!) eine mehrtägige Reise nach Griechenland bezahlt. Inkl. Mietauto etc. versteht sich....

    Ich selber bin Student. Es tut mir leid, dass das Bild der Studenten derart in den Dreck gezogen wurde. Ich kann Ihnen allen versichern, wir sind nicht alle so!


    Frohes Fest!

  4. tg (kein Partner)
    23. Dezember 2009 05:26

    Protest gegen die schlechten bis sehr schlechten Studienbedingungen ist berechtigt. Allerdings war die Sache innerhalb kürzester Zeit zum Scheitern verurteilt, weil der Protest (nach der erfolgreichen Anfangsphase) praktisch nur von linken bis extrem linken Studenten getragen wurde.

    Angefangen hat es mit dem zwanghaften "Gendern". Normalbürgern musste ob der vielen "Innen" die plötzlich überall auftauchten ganz schwindlig werden. Mir ist nach wie vor unklar warum an den Unis (bzw. in bestimmten Studienrichtungen) klar falsche Rechtschreibung massiv gefördert wird...

    Die Forderungen wurden immer widersprüchlicher (bessere Studienbedingungen + keine Gebühren + unbegrenzte Studienplätze + kein Leistungdruck ...) und somit auch immer unerfüllbarer. Die Studenten die "nur" bessere Bedingungen wollten, aber durchaus Studiengebühren, begrenzte Plätze... akzeptieren würden waren bald nicht mehr präsent.

    Schließlich wurde der Protest mit der Umwandlung des Audimax in ein Obdachlosenheim völlig ad absurdum geführt.

    Der Rektor hat die schlechtest mögliche Performance abgeliefert. Er hätte die "Besetzung" nach wenigen Tagen beenden sollen, gleichzeitig aber Räume etc. für motivierte Studenten zur Verfügung stellen sollen, um sinnvolle Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten etc.

    • bart (kein Partner)
      23. Dezember 2009 21:27

      Rektor Winckler hat nur ein Motto: Immer schön die Fahne nach den totalitären Strömungen im Zeitgeist ausrichten! Winckler wäre auch vor 70 Jahren der ideale Rektor derjenigen Uni Wien, wie wir sie noch heute kennen, gewesen.

  5. werner beinhart (kein Partner)
    22. Dezember 2009 16:07

    Winckler soll die Uni Wien räumen! Unter Rektor Winckler hat es die seit Jahrzehnten massivste, rein ideologisch motivierte Umbauaktion im Lehrkörper der Uni Wien gegeben. Alles was nicht links-degenderiert ist, wurde eliminiert. Nach außen hin gibt er kaum einen Mucks von sich und isst manierlich seine Torte, nach innen hin ist er totalitär und hat die Uni Wien in den Rankings steil nach unten getreten. Winckler sollte sofort die Uni Wien räumen: Der wahre Besetzer der Uni Wien heißt Georg Winckler!

  6. dsb (kein Partner)
    22. Dezember 2009 11:51

    da wird einem ja schlecht wenn man den Rotz liest.

  7. Silvia Berger (kein Partner)
    22. Dezember 2009 00:03

    Das Audimax hätte natürlich schon viel früher geräumt werden müssen, aber so hat man wenigstens Zeit, während der Ferien die angerichteten Schäden zu reparieren und das Audimax wieder benutzbar zu machen.
    Das wäre eventuell bei laufendem Betrieb nicht möglich gewesen.
    Also besser jetzt als nie und wie das nach der Sperre abläuft, wird noch sehr interessant!

  8. Georg Pichler (kein Partner)
    21. Dezember 2009 23:59

    Herr Unterberger,

    waren sie eigentlich während der Besetzung einmal im Audimax?

    • Gennadi (kein Partner)
      24. Dezember 2009 12:55

      Damit auch ihm aufgefallen wäre, dass es sich beim Großteil der Besetzer nicht um Studenten handelte? Um das herauszufinden, brauchte man nicht unbedingt gehen und sehen.

  9. Daniel Loewe (kein Partner)
    21. Dezember 2009 23:54

    Jetzt wäre es an der Zeit, wieder an Realpolitik zu denken. Ich meine: an das Geld, mit dem die Steuerzahler die Uni erhalten. Die sogenannten Studenten, die wochenlang studierwillige Studenten behindert haben, sollten zur Kasse gebeten werden. Alle, die im Audimax das Maul aufgerissen haben und so getan haben, als würden sie als Retter der Bildung auftreten, haben dadurch die Chancen auf eben diese Bildung reduziert und einen reellen finanziellen Schaden gestiftet.
    Nur, weil ein paar Wichtigmacher Platitüden verbreiteten - und das in großkotziger Manier, sollen dem Uni-Betrieb Millionenbeträge durch die Lappen gehen? Die Anmietung zusätzlicher Räume für die fleißigen StudentInnen war ja nicht billig.
    Man sollte also das Geld über Inkassobüros von den Audimaxisten zurück holen.

  10. Erwin Tripes (kein Partner)
    21. Dezember 2009 18:35

    @ Herrn /Frau Hasdrubal
    ersuche ich um Vergebung, daß ich bei meinem Beitrag (21. Dezember 2009 um 12:43) die umgangssprachliche Wendung des „Sinn machens „ gewählt habe
    (s. http://de.wiktionary.org/wiki/Sinn), sofern dies für „Weichstudierte“ zulässig ist?

  11. Erwin Tripes (kein Partner)
    21. Dezember 2009 17:54

    @ Mag. N. Scholik
    Vielen Dank, jetzt weiß ich, daß ich als Jurist mit erfolgreich abgelegter Anwaltsprüfung auch nur „Weiches“ studiert habe, da auch dieses Studium nach Ihrer Definition als Ergebnis keine “endgültige/naturwissenschaftlich-experimentelle” Beweistechnik hervorbringt.
    Da wir also nach Ihrer Definition im selben Boot sitzen, brauche ich mich doch nicht als Flaps-Sager outen, auch wenn ich Ihre Meinung nicht teile, sondern weiter frage:
    Wie stehen Sie zu den „ harten Studien“ , etwa der Physik, die laufend Paradigmenwechsel hinnehmen muß und im Bereich der Quantenphysik – cum grano salis – praktisch nur nachgewiesen werden kann, daß alles möglich ist? Wird plötzlich alles weich?

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      22. Dezember 2009 09:50

      @E.Tripes
      Dank für die teilweise Präzisierung - "Weich/Hart" sind zugegebenermaßen plakative Bezeichnungen ... nicht umsonst habe ich "endgültige/naturwissenschaftlich-experimentelle" in "..." gesetzt. Die Wissenschaft unterliegt selbstverständlich ständig neuen Erkenntnissen und Veränderungen. Warum aber dann gerade an der Sinnhaftigkeit der PolWis (die anderen Disziplinen mögen sich selbst verteidigen) nicht nur zweifeln, sondern diese abqualifizieren? Wie ich schon sagte - ich bin nicht beleidigt, nur etwas verwundert. Vereinfachungen und Pauschalierungen sind jedenfalls grundsätzlich zu hinterfragen.

  12. J. Streicher (kein Partner)
    21. Dezember 2009 17:40

    Ich habe an den noch Wissenschaftsminister "Gio" Hahn bei der 1. Versammlung des Bürgerforum 2020 (Gründung des verhinderten EU- Delegationsleiters Hr. Karas) folgende Fragen gestellt:1. Wie beurteilen Sie die Vorgangsweise Ihrer Berufung zum EU-Kommissär? Ein bedeutender Politiker stellte fest, auf die Frage, ob Hahn die Nominierung annimmt, hätte es nur die Antwort NEIN gegeben. 2. Ist die Annahme des Angebotes auf ein Fluchtverhalten zurückzuführen? Mit Unverständnis reagierte er auf diese Fragen, betonte seine langjährige EU- Affinität und konnte mit dem "Fluchtverhalten" überhaupt nichts anfangen. Alles klar?

  13. Nashwin (kein Partner)
    21. Dezember 2009 15:46

    S.g Hr Unterberger,

    Zum wiederholten Male würdigen Sie die Politikwissenschaften herab ("Pseudo-Studium" "zweifelhaft", etc.). Mit Ihrer Pauschalverunglimpfung verdecken Sie aber nur das eigentliche Problem: nämlich den erbärmlichen Zustand der österreichischen Politologie.

    In anderen Staaten zählen politikwissenschaftlichen Studien nämlich sehr wohl zu Elitenfächern (zB Science Po in Frankreich, Kennedy School of Government in Harvard, LSE, etc.). Nur in Österreich hat eine eingeschworene Gruppe linker und linkslinker Ideologen das Studium zu diesem Witz herabgewirtschaftet, der es heute ist.

    Wo Absolventen zwar semesterlang in Genderstudies geschult worden sind, aber nicht einmal die Grundzüge der österreichischen Bundesverfassung oder den Unterschied zwischen dem Maastricht und dem Nizza Vertrag erklären können.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      21. Dezember 2009 16:42

      Soll man den erbärmliche Zustand der österreichischen Politologie hochloben? Oder sonst irgendwie würdigen? Sie bestätigen ja selbst, daß diese Studienrichtung in Österreich eine "Pseudo-Studium" ist.

    • CICERO (kein Partner)
      21. Dezember 2009 16:52

      Politik kann man nicht studieren. Die Fähigkeit hat man oder nicht.
      Sie sollten sich die " Professoren " näher ansehen.

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      21. Dezember 2009 17:06

      @E. Bauer/CICERO
      Der zugegebenermaßen erbärmliche Zustand der ÖSTERREICHISCHEN PolWis ist wohl kaum geeignet, die Disziplin als solche abzuqualifizieren. Wie schon an anderer Stelle mitgeteilt - Nashwin hat absout recht - gehören polwis-Studien an den von ihm erwähnten Instituten "zum Feinsten" ... und Abgänger dieser Institute sind in den besagten Ländern gesuchte Spezialisten.
      Politiker sein kann man nicht studieren, na klar. Aber man kann bei geeigneten Menschen die unabdingbaren Anlagen entwickeln, mit dem notwendigen Hintergrund unterlegen, interessieren und dazugehörendes Wissen und die persönliche Erarbeitung desselben vermitteln ... die Aufgabe vieler Studienrichtungten. Die geisteswissenschaftlichen Richtungen der Uni sind m. Wissens nach auch keine Stätten der Berufsausbildung - oder irre ich mich da?

    • tartaros (kein Partner)
      21. Dezember 2009 17:16

      Mein Bruder hat Politik studiert. Soll ich ihn jetzt als Idiot schimpfen?

    • wassermelonenfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2009 17:19

      hinweis aus der bibel: "bin ich der hüter meines bruders?" (Gen. 4,9)

    • wassermelonenfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2009 17:24

      @ tartaros

      übrigens: wieso bezeichnen sie sich als idiot? oder meinten sie "soll ich ihn einen idioten schimpfen?"

      (nur, weil schn..., das ist der mit den apostrophen, sonst schon wieder schmerzen kriegt...)

    • Boyang (kein Partner)
      21. Dezember 2009 18:52

      @wassermelonenfresser

      Die Antwort lautet implizit ja, außer Sie halten die Mainstream-Exegese für falsch.

    • wassermelonenfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2009 19:02

      @ boyang

      die mainstream-exegese dürfte für einen anhänger des daoismus eine eher untergeordnete rolle spielen (für mich auch, ausser bei der ernährung, da bin ich leider immer für yang, drum bin ich so fett)

    • tartaros (kein Partner)
      21. Dezember 2009 19:42

      @wassermelonenfresser

      Ich ein Idiot? Nein, ich glaube nicht. Deutsch ist wirklich schwer. Oder listig.
      Nein, ich werde sagen, A.U. hat ihn als Idioten bezeichnet.
      Oder ich sage gar nichts. Besser so. Die Unterteilung gefällt mir eh nicht.
      Daoist?

    • bart (kein Partner)
      21. Dezember 2009 20:33

      Das Institut für Politikwissenschaft an der Universität Wien (Links+Gender-Institut) wird auch "Eva Kreisky-Institut" (SPÖ Parteiakademie) genannt. Dieses Institut dient nicht nur ausschließlich der parteipolitischen Ideologisierung der so genannten Studenten, sondern auch als Versorgungs- und Postenschacher-Institut. Aber das trifft für viele Institute der Uni Wien zu, deren wissenschaftliche Bedeutung = 0 ist. Links+Gender=Winckler!

    • Ulrike Weber (kein Partner)
      21. Dezember 2009 23:31

      Da liegt ein kleiner Irrtum vor - genauer gesagt, ein Erinnerungsmangel. Die politikwissenschaftlichen Studien wurden unter der SP-Alleinregierung eingeführt, nachdem aus den USA den Österreichern sehr lange ins Gewissen geredet wurde (hier nur als Redewendung gebraucht, denn mit "Gewissen" hatte das nichts zu tun). Vorgabe dieser Bestrebungen war, eine wissenschaftliche Grundlage zur Festigung des Kampfes gegen ein Wiederaufleben der NS-Ideologie zu schaffen. Die SP begriff sofort, welche Chancen für sie dabei entstehen würden - zum Beispiel die Schaffung einer linken Kaderschmiede auf Staatskosten. Man braucht nur zu erforschen, wer in den verschiedenen Institutionen (z.B. ORF) höhere Positionen hat, und was er (sie) studiert hat, und man kennt sich aus. Die ÖVP hat ihren Widerstand gegen die Schaffung der Politikstudien bald aufgegeben, weil auch sie im Lauf der Zeit den Wert dieser Ausbildung für eine Partei erkannte. Das war alles in den 70er und 80er - Jahren, bis hinein in die 90er. Da man sich bei diesen Studien nicht so exakt festlegen muss wie in den Naturwissenschaften, und die Beweise in ihrem Wert von der Redekunst der sogenannten "Wissenschaftler" abhängen, haben die Politik-Studienrichtungen den Ruf bekomme, den sie jetzt haben: Blablabla. Außerdem sind wahrscheinlich nicht mehr so viele Stellen für Politik-Absolventen vorhanden wie früher.

    • wassermelonenfresser (kein Partner)
      22. Dezember 2009 11:50

      @ tartaros 21.12. 19:42

      daoist: die vermutung steht in 21.12., 19:02 an boyang und stützt sich auf dessen nick.

  14. beatrix (kein Partner)
    21. Dezember 2009 15:33

    A.U. :
    Jede Wette, das Bild wäre ein ganz anderes, hätte Österreich noch Politiker mit Führungsqualität wie Bruno Kreisky oder Wolfgang Schüssel.

    Jeder Gesellschaft ihre Zeit-Persönlichkeiten.... :oops:

    • beatrix (kein Partner)
      21. Dezember 2009 15:54

      Österreich befindet sich in einem Zustand völliger Wehrlosigkeit. Es lässt sich gemächlich von innen heraus zerstören.

    • bart (kein Partner)
      21. Dezember 2009 20:21

      Et nunc reges, intelligite erudimini qui judicatis terram.

    • beatrix (kein Partner)
      21. Dezember 2009 22:54

      bart
      Et nunc reges, intelligite erudimini qui judicatis terram.

      So seid nun verständig, ihr Könige, laßt euch warnen, ihr Richter auf Erden!

      Asterix

  15. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    21. Dezember 2009 15:07

    Ein peinlicheres Timing hätte Winckler wirklich nicht einfallen können. Schön warten bis kurz vor Weihnachten und -20°, und dann alle Obdachlosen vor die Tür setzen, statt schon vor Wochen reinen Tisch zu machen.

    • CICERO (kein Partner)
      21. Dezember 2009 16:59

      Winckler hätte sofort nach der Besetzung dem Grundsatz " Wehret den Anfängen " entsprechend eine Räumung veranlassen sollen. Er hätte Minister Hahn dadurch blamable Peilichkeiten erspart.

    • martell (kein Partner)
      21. Dezember 2009 17:06

      nicht traurig sein, morgen kommt eine warmwetterfront mit temperaturen um die +10 grad

  16. Erwin Tripes (kein Partner)
    21. Dezember 2009 14:39

    @ Mag. N. Scholik

    Lieber Magister Scholik, bevor ich mich als Flaps-Sager oute möchte ich von Ihnen gerne wissen, wieso Sie selbst zB. Politikwissenschaft als „weich“ bezeichnen und was Sie konkret darunter verstehen.

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      21. Dezember 2009 16:15

      Gerne! "Weiche" Studien - von Philospphie abwärts - ermöglichen keinen "endgültigen/naturwissenschaftlich-experimentellen" Beweis; deshalb, aber bei mir nicht im Sinne einer Wertung so bezeichnet. Das zugegebenermaßen miese Image der österreichischen politikwissenschaftlichen Studien habe ich kurz begründet. Ich bin - wie Nashwin/1546h - der Meinung, dass eine Verbesserung des Studiums = mehr Qualität absolut notwendig wäre. Da aber - völlig einig mit Beatrix - mangelt es an allen gesellschaftspolitischen Voraussetzungen wie Erziehung, vernünftige Bildung, Studieneingangsprüfung der Fähigkeiten (hat natürlich null mit sozialer Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten zu tun), gesellschaftliche Wertschätzung, finanziell vernünftige Ausstattung der Universitäten als Teil des Bildungssystems etc etc etc

    • dieter (kein Partner)
      21. Dezember 2009 20:12

      “Weiche” Studien – von Philospphie abwärts – ermöglichen keinen “endgültigen/naturwissenschaftlich-experimentellen” Beweis;

      Genau da liegt der Hund begraben, denn für diese Aufweichung bzw. Ablehnung der wissenschaftlichen Methode und insbesondere des kritischen Rationalismus, haben sich die Geisteswissenschaftler bewusst entschieden.

      Die Geisteswissenschaften machen letztlich genauso Naturbeobachtungen- und Vorhersagen, sollten sich also intensiv mit Experimenten beschäftigen, um ihre Theorien zu falsifizieren oder verifizieren. Nicht nur unterlassen die Geisteswissenschaftler diese Arbeit, sie ignorieren Erkenntnisse aus anderen, "harten" Zweigen der Wissenschaft oder attackieren sie sogar untergriffig politisch.

      Man erinnere sich nur an Larry Summers, der als Rektor von Harvard auf die hinreichend empirisch erwiesene Tatsache hinwies, dass der IQ von Frauen schwächer gestreut ist, es somit weniger hochbegabte Frauen gibt und dieses Faktum auch ein Teil der Erklärung sein kann, warum Frauen in gewissen Wissenschaften eher selten erfolgreich sind. Die Geisteswissenschaftler seiner Uni und nur diese haben ihn attackiert und erfolgreich rausgemobbt.

      Allerdings gibt es in letzter Zeit vereinzelte Geisteswissenschaftler, die nun wieder ernsthafte Wissenschaft betreiben wollen. Jonathan Gottschall wäre ein Beispiel für einen Literaturwissenschaftler, der versucht, die Theorien seiner Kollegen experimentell zu überprüfen.

  17. Slavonski Brod (kein Partner)
    21. Dezember 2009 14:28

    Ist es der österreichischen Wirtschaft wirklich zumutbar jährlich zig tausende Kommunikationswissenschaftler, Politologen, Soziologen, Publizisten und ähnlich "gefragte" Experten zu liefern, welche nach vollendetem Studium aus allen Wolken fallend zu demonstrieren beginnen nur weil niemand für ihre "Qualifikation" Verwendung findet? -Es ist skandalös wie wirklichkeitsferne Berufsbilder in unserer illusionssüchtigen Gesellschaft propagiert werden; "Mach das, was Dir Spaß macht" -Naiv, es müsste eigentlich bereits in den Schulen heißen: "Mach womit Du deine Fähigkeiten einbringen kannst und eine gesellschaftlich förderliche Existenz aufbauen kannst"

    • rossi (kein Partner)
      21. Dezember 2009 18:31

      Genau so ist es!!!!

    • mediziner (kein Partner)
      22. Dezember 2009 09:16

      immer wieder ist zu lesen (ich habs noch nicht geprüft), dass BWL sowie Jus absolventen den mit Abstand größten Teil der arbeitslosen Akademiker stellen

  18. schwegler (kein Partner)
    21. Dezember 2009 14:10

    Der Haus-Master der Uni Wien, Georg Winckler, gehört dem Personenkomitee für Heinz Fischer an. Winckerl will sich wohl beim dritten "Bruder" dieser "Kette", dem Bürgermeister von Klein-Istanbul, in Pose werfen: der soll sich wohl bei der Wiedereinführung der Hausmeister an den Haus-Master der Uni Wien erinnern.

    • Nashwin (kein Partner)
      21. Dezember 2009 15:49

      Sie irren und waren offensichtlich noch nie in Istanbul.
      Wien ist nicht Klein-Istanbul. Wien ist Klein-Diyarbakir.

  19. Dr. Günter Frühwirth (kein Partner)
    21. Dezember 2009 13:40

    A.U. hat hier - wieder einmal - völlig richtig analysiert ud kommentiert.
    Bleibt aber die Frage: was nützt's?
    Wenn einer und eine nach einander öffentlich beteuern, um Gottes Willen nicht Wissenschaftsminister/in werden zu wollen - kann man dann überhaupt noch von einer Bildungsgesellschaft in unserem Land sprechen? (Abgesehen, dass das wochenlange "Namennennen" eine grandiose politische Meisterleistung der ÖVP-Spitze ist!)
    Es rächt sich jetzt aber auch, dass das Bildungsbürgertum, bzw. jene Partei, die vorgab, es politisch zu vertreten, sich seit Jahren aus der österreichishcen Medienwelt verabschiedet hat! Der Hinauswurf des A.U. ist das beste Beispiel für eine "erfolgreiche" Medienpolitk in der Lichtenfelsgasse...
    Dieser Tage ist einer der Vorkämpfer für Bildungsjournalismus, Prof. Dr. Hugo Obergottsberger von uns gegangen...in den Redaktionen sehe ich weit und breit keinen, der ihm einen Nachruf schreiben könnte.
    Was ein Haufen Chaoten mit kräftiger Unterstützung aus dem deutschen Nachbarland aufführt, das wird als Bildungsinitiative, Wissenschaftspolitik breit getreten und als "benchmark" betrachtet...traurig!

  20. E.B. (kein Partner)
    21. Dezember 2009 13:24

    Wieder einmal: vielen Dank, Herr A.U.! Das bringt's auf den Punkt. Und Ihrer Charakterisierung der Jammerfiguren Winckler und Hahn ist nichts hinzuzufügen, außer: den Hahn entsorgen wir nach Brüssel (na, die werden dort eine Freude mit ihm haben!), aber wer schafft uns bzw. der Uni den unsäglichen Herrn Winckler vom Hals?

    • bart (kein Partner)
      21. Dezember 2009 14:19

      Das Gehalt muss stimmen, dann kriechen diese Speichellecker überall hin. Das Problem ist, dass diese abstoßenden Individuen über die dafür nötigen Kontakte verfügen, was dem Steuerzahler teuer zu stehen kommt.

  21. Herby (kein Partner)
    21. Dezember 2009 13:22

    Seit 22. Okt. bis zum 20. Dez. 2009 war das Audimax also besetzt.

    Pro Tag liefen Kosten in Höhe von EUR 25.000,- auf die für die Anmietung (teilw. im Austria-Center) von Ersatz-Sälen notwendig waren.

    Für diese Ersatzlösungen ergibt sich: 60 Tage mal 25.000 ergibt: 1,5 Millionen EUR.

    Dies sind jedoch NUR die Kosten in Bezug auf Ersatz-Säle.

    Was jetzt noch kommt sind die Sanierungskosten direkt im Audimax, die sanitären Anlagen, Graffitientfernung usw. Das Uni-Gebäude gehört der Bundesimmobiliengesellschaft die auch die Sanierung übernehmen wird und dann die Rechnung an Rektor Winckler (die Univ. Wien ist Mieter) schicken wird.

    Belastet werden öffentliche, durch Steuern aufgebrachte Mittel.

    • Herby (kein Partner)
      21. Dezember 2009 13:29

      Muss mich korrigieren:

      Korrekt muss man die Kosten für Ersatz-Säle natürlich ohne Sa. So. und Feiertage rechnen: Da komme ich auf 40 Tage mal 25.000 ergibt 1,0 Mio. EUR.

      Trotzdem viel Geld.

  22. susi (kein Partner)
    21. Dezember 2009 13:22

    Mir war immer rätselhaft, welche Qualifikation Winklers zu dessen Bestellung als Rektor führte.
    (Seine Vorlesungen waren fachlich jedenfalls wenig brauchbar.)

    • Dr. Günter Frühwirth (kein Partner)
      21. Dezember 2009 13:28

      Bitte nicht den seinerzeitigen Rektor Winkler mit dem jetzigen Rektor Winckler verwechseln...

    • susi (kein Partner)
      21. Dezember 2009 13:48

      ...Geldtheorie bei Georg Winkler vor (einigen) Jahren - das kann man schwer verwechseln!

    • Dr. Günter Frühwirth (kein Partner)
      21. Dezember 2009 14:49

      aber, aber Susi!
      noch einmal: es gibt zwei Win..ler:
      einen mit und einen ohne "C".

    • susi (kein Partner)
      21. Dezember 2009 15:12

      Danke für den Hinweis - ich liefere hiermit die beiden fehlenden 'C' für meine beiden Einträge nach !

  23. Erwin Tripes (kein Partner)
    21. Dezember 2009 12:43

    Perfekt formuliert.
    Übrigens habe ich mich auch schon oft gefragt, was Studien wie Politologie, Soziologie, Zeitungswissenschaften, Frauen-u.Geschlechtergeschichte, Gender Studies, Kultur-u.Sozialanthropologie, etc. für Sinn machen.

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      21. Dezember 2009 13:17

      @Unterberger/Tripes
      Na ja, es ist, sagen wir einmal, recht untrergriffig, Studienrichtungen als "mit extrem zweifelhafter wissenschaftlicher Qualität ...(Politologie, Publizistik usw.)" zu bewerten. Wenn man, was ich hier herauslese, ausschließlich "harte" Studienrichtungen, also die naturwissenschaftlichen, plus vielleicht Wirtschaft und Jus, akzeptiert, dann mag das ja wohl als Meinung vertrebar sein. Man kann durchaus "weiche" Wissenschaften, also z.B. Politikwissenschaft - übrigens in den angeslächjsichen Ländern und in Frankreich eine Top-Studienrichtung, zugegebener Maßen nicht so gelehrt wie auf den linkslastigen/ausschließlich genderorientierten österreichischen Instituten - einen bildungspolitischen Wert beimessen. Einigen wir uns auf einen eben flapsigen Sager?
      Ein - nicht beleidigter, aber etwas bedenklicher - Politikwissenschaftler.

    • Hasdrubal (kein Partner)
      21. Dezember 2009 14:53

      Sie "machen" zum Beispiel den Sinn, dass besagte Leute wissen, dass es auf Deutsch noch immer "Sinn ergeben" heißt.

    • Kein-Sick-Freund (kein Partner)
      22. Dezember 2009 10:51

      @ Hasdrubal

      das ist nur zulässig, wenn Sie dem überaus umstrittenen Bastian Sick zu Ihren Deutschlehrern zählen. In allen anderen Fällen ist Sinn machen ebenso zulässig wie in der, ausschließlich deutschen, Variante des "Sinn stiftens".

      Lesen Sie Duden. Nicht Sick.

  24. martell (kein Partner)
    21. Dezember 2009 12:37

    die besetzung des audi max hat auch sehr schön gezeigt, was passiert, wenn solche typen, wie die besetzer, tatsächlich das sagen haben (wenn auch nur in einem einzigen saal): chaos, gewalt, dreck, drogenhandel......

    im audi max hat sich innerhalb von nur zwei monaten das abgespielt, wofür die 68iger in europa ein paar jahrzehnte gebraucht haben.

  25. jimbim (kein Partner)
    21. Dezember 2009 12:10

    Aber setzt seine Magnifizenz Winckler nicht ein gehöriges Zeichen der Solidarität, indem er seine Genossen im Geiste drei Tage vor Weihnachten und bei einer Außentemperatur von rund minus 10 Grad an die wahrlich frische Luft setzt? Aber vermutlich ist er Agnostiker, ihm der Weihnachtsfriede daher wurscht, und sein Hotelzimmer in Lech für die verdienten Skiferien eh gut geheizt.
    Und die (ohnehin ausländischen) Sandler können bei der Kälte ruhig krepieren, weil (rot) wählen werden die sowieso nicht.

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2009 12:40

      Die (65 letztlich geräumten) ohnehin ausländischen Sandler könnten gern in ihre Heimatländer reisen. In eine Universität dürften sie dort allerdings nicht.

    • Phaidros (kein Partner)
      21. Dezember 2009 13:11

      Warum laden Sie die Sandler, wie Sie sie so nett bezeichnen, nicht zu sich nach Hause ein?

      Jedenfalls wurden sie beim Verlassen des Gebäudes mit Adressen versorgt, wo sie sich hinwenden können.

      Eine Uni ist keine Wärmestube.

      MfG

  26. Nachdenker (kein Partner)
    21. Dezember 2009 12:05

    "...Jede Wette, das Bild wäre ein ganz anderes, hätte Österreich noch Politiker mit Führungsqualität wie Bruno Kreisky oder Wolfgang Schüssel."

    Stimme 100% zu!

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      21. Dezember 2009 13:19

      Ebenso 100ige Zustimmung!

    • Jürgen Nolz (kein Partner)
      21. Dezember 2009 13:43

      Einen Politiker vom Schlage eines FJS bräuchten wir dieser Tage mehr als dringend in Österreich.
      Nur werden diese Leute leider systematisch ausselektiert um steuerbare Parteisoldaten , ,ohne Schneid und Rückgrad an die Spitze zu stellen.

    • Adenauer (kein Partner)
      21. Dezember 2009 15:09

      Herr Nolz, Sie haben meine Zustimmung. Ausselektiert wie immer das auch passiert. Zumindest politisch beseitigt oder eben exekudiert (Haider).

  27. Adolescent (kein Partner)
    21. Dezember 2009 12:02

    Danke für diesen tollen Artikel!

    Die Besetzer sind weg, was bleibt ist ein massiver Imageschaden für die österreischische Politik und natürlich die Kosten in sechsstelliger Höhe, die selbstverständlich vom Steuerzahler übernommen werden dürfen.
    Gewonnen hat dabei gar keiner, außer vielleicht die linken Protestler, die sich im Auimax mit ihren scheinbar so genialen Ideen profilieren konnten (zB: Koitus AG, Forderungen für Transsexuelle & Lesben, etc. etc.)
    Da unser Staat das ganze ja in Gutmensch-Manier zugelassen und sogar noch solidarisiert & subventioniert hat, wird das nicht die letzte Besetzung dieser Art gewesen sein, da bin ich mir 100% sicher :P

  28. katharina nicht (kein Partner)
    21. Dezember 2009 11:26

    die steuerzahlerinnen schlagen zurück! das gesamte hauptgebäude bleibt bis 7.1. gesperrt. weder universitätsbibliothek noch fachbereichsbibliotheken sind benützbar. blockieren statt studieren und ein frohes weihnachtsfest.

  29. hubihubsi (kein Partner)
    21. Dezember 2009 11:18

    Einfach nur danke für ihren genialen Beitrge. Für mich Balsam für die Seele!!!

    E.R.

  30. beatrix (kein Partner)
    21. Dezember 2009 11:18

    Offensichtlich wollen alle als "cool" dastehen. Winckler - nomen est omen - hat in stoischer Zurückhaltung dabei zugesehen, wie die Uni, die ja "allen gehört", zum öffentlichen Abort umgestaltet wurde. Jetzt, angesichts des weihnachtlichen Friedensfestes, schließt er den inzwischen stark dreckbekränzten Abort.

    Generalgereinigt von rätekommunistischen Pennern und deren obdachloser Entourage ("Wer klopfet an...") soll er, der Verfügungsabort, im neuen Jahr - na was jetzt ? - wieder allen gehören (?).
    Die Frohbotschaft dieses 2009-Audimax&Moritz-Krippenspiels : Macht, was euch gefällt, besetzt, bleibt drin, enteignet, zweckentfremdet, was ihr wollt - es wird euch nichts passieren ! Denn die Diagnose der österreichischen Politik lautet : Handlungsparalyse - bzw. Verweigerung der Zuständigkeit.

    Hasenstall Österreich. Kein Komet in Sicht.

    • schwegler (kein Partner)
      21. Dezember 2009 12:07

      @ "Winckler – nomen est omen": meinten Sie damit etwas im Sinne von "Winkelzügen" oder/und "Zirkel und Winkel" als Symbol für seine finsteren Machenschaften - nicht nur mit der Uni Wien.

    • beatrix (kein Partner)
      21. Dezember 2009 15:30

      schwegler

      Ich hatte an so ziemlich alles gedacht, womit sich Win(c)kler assoziieren lässt.

  31. Gasthörer (kein Partner)
    21. Dezember 2009 11:16

    Unser 8. Mai!

    Gott sei dank dauerte diese Besatzung nur 2 Monate statt 12 Jahre.

    Selbstredend waren auch diesmal für die Sache der Teutonen viele willfährigen "ÖsterreicherInnen" leicht zu enflammen.

    Waren es vor 71 Jahren die Faschisten, nennt man sich heute Antifa, ist aber in Struktur, Borniertheit und bei der Zerstörungswut ähnlich.

  32. A. Mandl (kein Partner)
    21. Dezember 2009 10:54

    Seine Magnifizenz Georg Winckler hat mir soeben (10:37) ein E-Mail geschrieben (und allen anderen Studenten der Uni Wien), in dem er nette Phrasen wie "Der Protestbewegung ist es dabei gelungen, viele brennende Probleme der Universitäten einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, zum Teil auch eine breite öffentliche Diskussion auszulösen." drosch. Er meinte weiters, dass es seit Mittwoch (!) zu einer Radikalisierung gekommen ist, da Studenten gewaltsam in Büroräumlichkeiten eingedrungen sind. Am 14. Dezember (jener Mittwoch war der 16.) wäre außerdem ein in Deutschland polizeilich gesuchter Demonstrant verhaftet worden. Deswegen und wegen ein paar weiteren Lappalien wie Drogenkonsum und Technoparties musste seine Magnifizenz das Hauptgebäude und das Neue Institutsgebäude über Weihnachten gänzlich schließen, was natürlich aufs Äußerste bedauert wird.

    Seine Magnifizenz hat sich zwar in seinem Brief vor Ausreden nur so gewunden und nicht einmal die Räumung explizit angesprochen, dennoch bin ich nicht umhin gekommen, ihm zu seinem mutigen Vorgehen postwendend zu gratulieren. Jetzt muss schließlich nur noch das Audimax renoviert und die restliche Uni von Graffiti befreit werden und das dafür und für die Anmietung weiterer Räumlichkeiten ausgegebene Geld woanders eingespart werden.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      21. Dezember 2009 11:03

      Herr Winkler könnte seinen Anteil am Gesamtversagen ja in Raten abzahlen, das hätte er in seinem Schreinben gleich dazuschreiben können.

    • bart (kein Partner)
      21. Dezember 2009 11:08

      Zu: "Das Engagement vieler Uni-Lehrer ist aber auch nur dann bemerkbar, wenn es mit linker Rhetorik verbunden werden kann."

      Unter Rektor Winckler sind ganze Institute der Uni Wien zu reinen Polit-Agitation-Einrichtungen verkommen (Politikwissenschaft, Publizistik, Pädagogik, Philosophie, Theologie usw.). Bei vielen Lehrveranstaltungen meint man, hier unterrichten nur Ex-Stasis, die fachlich völlig unqualifiziert sind und im internationalen Forschungs- und Lehrbetrieb bestenfalls eine Witzfigur abgeben. Wichtig ist für Winckler nur, dass man nach einem Studium an der Uni Wien nicht die FPÖ wählt. Dieses Unternehmen auf Steuerkosten nennt er dann Universität.

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      21. Dezember 2009 13:21

      @bart
      Stimme für Institut PolWis 100%ig zu. Links+Gender, Internationale Politik ein "notwendiges Übel" ... Ist der Ruf einmal ruiniert ...





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