<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"><channel><title>Andreas Unterbergers Tagebuch</title><atom:link href="http://www.andreas-unterberger.at/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.andreas-unterberger.at</link><description>nicht ganz unpolitisch</description><lastBuildDate>Mon, 12 Jul 2010 15:29:06 +0000</lastBuildDate><generator>http://wordpress.org/?v=2.8.5</generator><language>en</language><sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod><sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency><item><title>Die Zukunft hat schon begonnen - aber ohne uns!</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/die-zukunft-hat-schon-begonnen-aber-ohne-uns/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/die-zukunft-hat-schon-begonnen-aber-ohne-uns/#comments</comments><pubDate>2026-04-25 20:18:00</pubDate><dc:creator>Helmut Wöber</dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/die-zukunft-hat-schon-begonnen-aber-ohne-uns/</guid><description><![CDATA[<p>Die von <a href="https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/stromproduktion-in-china-sterreich-und-andere-staaten/" target="_blank">Dr. Kirchner am 21.April</a> so trefflich beschriebene Situation bez&#252;glich der Stromproduktion hat sich in den Wirtschaften von Deutschland und &#214;sterreich in den letzten Jahren bereits deutlich ausgewirkt. Eine der einschneidendsten Folgen der Energiepolitik der beiden L&#228;nder ist die Abwanderung der wertsch&#246;pfenden Industrie.&#160;]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/die-zukunft-hat-schon-begonnen-aber-ohne-uns/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>1</slash:comments></item><item><title>Wero, die nicht-staatliche Alternative zum Digitalen Euro</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/wero-die-nicht-staatliche-alternative-zum-digitalen-euro/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/wero-die-nicht-staatliche-alternative-zum-digitalen-euro/#comments</comments><pubDate>2026-04-24 17:02:22</pubDate><dc:creator>Elisabeth Weiß</dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/wero-die-nicht-staatliche-alternative-zum-digitalen-euro/</guid><description><![CDATA[<p>Die zunehmende Technisierung und das Vorantreiben der Digitalisierung durch unsere Regierung nach dem Motto "Koste es, was es wolle" l&#228;sst viele Menschen kopfsch&#252;ttelnd und ratlos zur&#252;ck. Werden Regierungen von digitalen Maschinen eingesetzt oder vom B&#252;rger durch Wahlen? Die Erleichterungen, M&#246;glichkeiten und Notwendigkeiten, die die technologische Entwicklung f&#252;r den einzelnen B&#252;rger und f&#252;r Unternehmen hervorbringt, werden durch eine &#252;berm&#228;&#223;ige Zentralisierung der digitalen Macht in wenigen H&#228;nden und &#252;berbordender B&#252;rokratisierung zunichte gemacht.]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/wero-die-nicht-staatliche-alternative-zum-digitalen-euro/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>2</slash:comments></item><item><title>Sonne und Stahl: Der Aufstieg der (neuen) Rechten</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/sonne-und-stahl-der-aufstieg-der-neuen-rechten/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/sonne-und-stahl-der-aufstieg-der-neuen-rechten/#comments</comments><pubDate>2026-04-23 17:00:40</pubDate><dc:creator>Daniel Witzeling</dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/sonne-und-stahl-der-aufstieg-der-neuen-rechten/</guid><description><![CDATA[<p>Vor 40 Jahren begann der Aufstieg von J&#246;rg Haider. Beim Parteitag in Innsbruck 1986 setzte er sich &#8211; gest&#252;tzt durch das deutschnationale Lager &#8211; gegen den Liberalen Norbert Steger durch. Dieser Sieg markierte die Transformation einer Nischenpartei zur rechtspopulistischen Massenbewegung. Es war die Geburtsstunde einer "neuen Rechten", deren Wirkmacht weit &#252;ber &#214;sterreich hinausreichte. So eindrucksvoll die Wahlerfolge der FP&#214; seither auch waren, so gravierend fielen ihre Einbr&#252;che im Kontext von Regierungsbeteiligungen aus.]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/sonne-und-stahl-der-aufstieg-der-neuen-rechten/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>4</slash:comments></item><item><title>Qualität des Polit-Personals und Institutionenkrise   </title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/qualitt-des-polit-personals-und-institutionenkrise/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/qualitt-des-polit-personals-und-institutionenkrise/#comments</comments><pubDate>2026-04-22 16:54:00</pubDate><dc:creator>Andreas Tögel</dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/qualitt-des-polit-personals-und-institutionenkrise/</guid><description><![CDATA[<p>Wie an dieser Stelle k&#252;rzlich angemerkt, wachsen sich die Vertrauensverluste in die politischen Institutionen in Deutschland und &#214;sterreich mittlerweile zu einem ernsten Problem aus. 33 Prozent Zustimmung f&#252;r die Regierung und 38 Prozent f&#252;r das Parlament, wie der "&#214;sterreichische Demokratie Monitor" f&#252;r 2023 erhoben hat (siehe <a href="https://www.demokratiemonitor.at/ergebnis/die-vertrauenskrise-ist-eine-krise-der-repraesentation/?utm_source=copilot.com" target="_blank">hier</a>, neuere Zahlen liegen nicht vor), sind tats&#228;chlich besorgniserregend.]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/qualitt-des-polit-personals-und-institutionenkrise/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>3</slash:comments></item><item><title>Stromproduktion in China, Österreich und andere Staaten</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/stromproduktion-in-china-sterreich-und-andere-staaten/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/stromproduktion-in-china-sterreich-und-andere-staaten/#comments</comments><pubDate>2026-04-21 20:14:00</pubDate><dc:creator>Gerhard Kirchner </dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/stromproduktion-in-china-sterreich-und-andere-staaten/</guid><description><![CDATA[<p>In der Medienlandschaft wird China als Vorzeigeland f&#252;r den Ausbau CO&#8322;-armer Energieerzeugung gepriesen. So ist die Frage berechtigt, was der immerw&#228;hrende Hinweis auf den Solarpaneelen-Ausbau soll; soll er uns animieren, China nachzueifern? Oder wird von den Journalisten schlicht nicht erkannt, dass das, was China macht, hierzulande nicht m&#246;glich ist: Wir haben keine W&#252;sten. Zugleich wird verschwiegen, dass China in noch gr&#246;&#223;erem Ma&#223;e Kohlekraftwerke errichten wird. Es wird auch nichts dar&#252;ber berichtet, dass der Ausbau von Atomkraftwerken forciert wird. Der zus&#228;tzliche Aussto&#223; von CO&#8322; ist f&#252;r China kein Thema, einzig wichtig ist das Ziel, Energie im &#220;berschuss bereitzustellen, um seine Wirtschaft und die Bev&#246;lkerung mit preiswerter Energie zu versorgen.]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/stromproduktion-in-china-sterreich-und-andere-staaten/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>9</slash:comments></item><item><title>Warum wählen so viele gescheite Leute links?</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/warum-whlen-so-viele-gescheite-leute-linksij/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/warum-whlen-so-viele-gescheite-leute-linksij/#comments</comments><pubDate>2026-04-20 19:11:34</pubDate><dc:creator>Silvio Pötschner </dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/warum-whlen-so-viele-gescheite-leute-linksij/</guid><description><![CDATA[<p>Der Sozialismus ist die niemals aussterbende politische Str&#246;mung, die an guten Absichten vor die Hunde geht und an der Wirklichkeit zerschellt. Er lebt davon, zu verteilen, was andere erst erwirtschaften m&#252;ssen und hat die elegante Gewohnheit, den Moment des zuverl&#228;ssig eintretenden Scheiterns als alternativlosen moralischen H&#246;hepunkt zu deklarieren. Wenn die Kasse leer ist, war es nicht die verkehrte Kalkulation, sondern der Mangel an Glauben an die gute Sache.]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/warum-whlen-so-viele-gescheite-leute-linksij/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>7</slash:comments></item><item><title>„Reichensteuer“ und Erbschaftsklau</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/ijreichensteuerij-und-erbschaftsklau/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/ijreichensteuerij-und-erbschaftsklau/#comments</comments><pubDate>2026-04-14 19:36:00</pubDate><dc:creator>Andreas Tögel</dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/ijreichensteuerij-und-erbschaftsklau/</guid><description><![CDATA[<p>Religion, Familie und Privateigentum, die Pfeiler der traditionellen b&#252;rgerlichen Ordnung, sind seit der im Februar 1848 erfolgten Publikation des "Manifests der kommunistischen Partei" die drei Hauptangriffsziele linker Klassenk&#228;mpfer. Da heute &#8211; zumindest in Mittel- und Westeuropa &#8211; die christlichen Kirchen zu s&#228;kularen Kampforganisationen f&#252;r den &#246;kosozialistischen Gesellschaftsumbau degeneriert sind, w&#228;hrend sie zu spirituellen Fagen nichts mehr zu sagen haben, kann Religion als im Sinne der Linken erledigt betrachtet werden. &#196;hnliches gilt f&#252;r die Familien, die dank einer beharrlichen Wohlfahrtsstaatspolitik und dem damit - au&#223;erhalb migrantischer Milieus - verbundenen Geb&#228;rstreik entscheidend an Bedeutung verloren haben. Privates Eigentum bildet somit die letzte noch verbliebene Basis b&#252;rgerlich-liberaler Gesellschaften und ist folgerichtig rollenden Angriffen linker Parteien und NGOs ausgesetzt.&#160;]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/ijreichensteuerij-und-erbschaftsklau/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>5</slash:comments></item><item><title>Die Hybris der Klimajünger</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/die-hybris-der-klimajnger/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/die-hybris-der-klimajnger/#comments</comments><pubDate>2026-04-13 18:23:15</pubDate><dc:creator>Silvio Pötschner </dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/die-hybris-der-klimajnger/</guid><description><![CDATA[<p>Die moderne Klimatologie krankt keineswegs an einem Defizit an Empirie, sondern an einem Exzess an Gewissheit. In den staatlich alimentierten Instituten hat sich eine Kaste von Auguren etabliert, die zu 99 Prozent dasselbe Credo deklamieren: Die Apokalypse ist menschengemacht, das Computer-Modell die unfehlbare Offenbarung. Aus vagen Simulationen werden sakrosankte Wahrheiten destilliert, aus blo&#223;en Annahmen herrische Imperative. Das Klima &#8211; ein hochkomplexes, nichtlineares System von stupender Eigensinnigkeit &#8211; wird behandelt, als lie&#223;e es sich durch ein Zentralkomitee justieren wie der Heizk&#246;rper im "Ministerium f&#252;r Wahrheit". Wer es wagt, auf die systemimmanenten Unsch&#228;rfen hinzuweisen, wird nicht etwa widerlegt, sondern exkommuniziert. Zweifel sind in der Liturgie der Klimahohepriester nicht vorgesehen.&#160;]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/die-hybris-der-klimajnger/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>9</slash:comments></item><item><title>Politiker sind „schamlose Lügner“</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/politiker-sind-ijschamlose-lgnerij/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/politiker-sind-ijschamlose-lgnerij/#comments</comments><pubDate>2026-04-09 17:03:38</pubDate><dc:creator>Andreas Tögel</dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/politiker-sind-ijschamlose-lgnerij/</guid><description><![CDATA[<p>Thomas Sowell, afroamerikanischer &#214;konom und einer der sch&#228;rfsten Kritiker politischer Programme zur "positiven Diskriminierung" angeblich benachteiligter Minderheiten in den USA, wird im Juni seinen 96. Geburtstag feiern. Er ist zwar nicht der "&#214;sterreichischen Schule der National&#246;konomie" zuzuordnen (vielmehr steht er auf dem Boden der "Chicago School", zu deren prominentesten Vertretern Milton Friedman z&#228;hlt), teilt aber wesentliche Aspekte deren Positionen. Eine davon ist seine staatskritische Grundhaltung und seine &#220;berzeugung, dass Verlogenheit viele Politiker (und Dummheit viele Indiv&#237;duen vom Typ Otto Normalverbraucher) auszeichnet.<em>&#160;]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/politiker-sind-ijschamlose-lgnerij/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>11</slash:comments></item><item><title>Ein gescheitertes Experiment: Der „Historische Kompromiss“ in Italien</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/ein-gescheitertes-experiment-der-ijhistorische-kompromissij-in-italien/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/ein-gescheitertes-experiment-der-ijhistorische-kompromissij-in-italien/#comments</comments><pubDate>2026-04-05 20:31:52</pubDate><dc:creator>Johannes Schönner</dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/ein-gescheitertes-experiment-der-ijhistorische-kompromissij-in-italien/</guid><description><![CDATA[<p>In der modernen europ&#228;ischen Geschichte waren &#8211; zumindest f&#252;r die Zeitspanne bis zum Fall des Eisernen Vorhangs &#8211; die Ber&#252;hrungspunkte zwischen Kommunisten bzw. weit linksstehenden Parteien mit jenen des katholisch-b&#252;rgerlichen Spektrums eher selten bis unbekannt. Vor etwas mehr als f&#252;nfzig Jahren allerdings f&#252;hrte eine Ann&#228;herung zwischen Katholiken und Kommunisten zu einer Entwicklung, die vor allem auf Seite des katholischen und b&#252;rgerlichen Spektrums eine verh&#228;ngnisvolle Entwicklung in Italien in Gang setzte, die die nationale Parteienlandschaft bis in die heutige Zeit nachhaltig pr&#228;gen sollte.</p>
<p>Der "Historische Kompromiss" (compromesso storico) war die Bezeichnung f&#252;r eine strategische politische Linie in Italien, die 1973 vom damaligen Sekret&#228;r des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Partito_Comunista_Italiano" target="_blank">Partito Comunista Italiano</a> (PCI), <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Enrico_Berlinguer" target="_blank">Enrico Berlinguer</a>, entwickelt und von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aldo_Moro" target="_blank">Aldo Moro</a> auf der Seite der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Democrazia_Cristiana" target="_blank">Democrazia Cristiana</a> (DC) stark bef&#252;rwortet wurde. Diese Situation war geschaffen worden, durch eine sozialistische Dominanz in den meisten europ&#228;ischen Staaten in den 1970er Jahren, die gleichzeitig b&#252;rgerliche, christdemokratische Parteien unter Zugzwang brachte und im Sinne eines angestrebten Machterhalts zu Alternativen dr&#228;ngte. W&#228;hrend bis dahin in den meisten europ&#228;ischen L&#228;ndern eine Zusammenarbeit zwischen Kommunisten und Katholiken schwierig bis undenkbar war, war Italien hier Mitte des Jahrzehnts anders.</p>
<p>Was waren die Voraussetzungen, die &#252;berhaupt erst diese Situation erm&#246;glichte? Zun&#228;chst w&#228;re eine Selbst&#252;bersch&#228;tzung des linken Einflusses auf die Gestaltung einer Gesellschaft hier zuallererst zu nennen. Der Trend ging zweifellos gesellschaftspolitisch nach links, wenngleich im historischen R&#252;ckblick gesehen damals der H&#246;hepunkt sozialistischer Politik sich langsam dem Ende zuneigte. Im Rahmen des "Historischen Kompromisses" entschloss sich der PCI zur Zusammenarbeit mit den bedeutendsten im Parlament vertretenen demokratischen Parteien (Democrazia Cristiana, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Partito_Socialista_Italiano" target="_blank">Partito Socialista Italiano</a>). Bei dieser Kollaboration sollte nach einem m&#246;glichst breiten Konsens innerhalb der demokratischen Institutionen gesucht und durch die Verwirklichung einer Reformpolitik autorit&#228;ren Tendenzen vorgebeugt werden.</p>
<p>Die italienischen Christdemokraten hatten Italien seit dem Zweiten Weltkrieg entscheidend gepr&#228;gt, doch dabei war die alt-ehrw&#252;rdige Partei eines Alcide de Gaspari immer starrer und bequemer geworden. Die Partei hatte seit Beginn der siebziger Jahre mit erheblichem W&#228;hlerschwund zu k&#228;mpfen und zahlreiche Provinzwahlen gingen selbst in DC-Hochburgen verloren. Hinzu kam, dass sich die Christdemokraten zunehmend in Skandale und Korruptionsf&#228;lle verwickelt sahen, die zu einer weiteren Erosion ihrer Glaubw&#252;rdigkeit f&#252;hrten. Das sp&#228;tere Schicksal eines ihrer prominentesten Vertreter, Giulio Andreotti, der zum Abbild einer sich &#252;berholten und korrumpierten Politik wurde, kann heute als Menetekel dieser Entwicklung gesehen werden.</p>
<p>Doch beim angestrebten Modell des "Historischen Kompromisses" ging es auch um Ausschlie&#223;ung rechter, also aus der Warte der DC konkurrierender Parteien und Gruppierungen. Zweifellos gab es in der Tat Splittergruppen auf der rechten Seite (Neofaschisten) und auf der linken Seite (Autonome, Linkssozialisten), die offen ein Ende der parlamentarischen Demokratie in Italien anstrebten oder zumindest Forderungen nach einer radikalen Ab&#228;nderung der Verfassung in ihren jeweiligen Programmen hatten.</p>
<p>Klar definiertes Ziel des "Historischen Kompromisses" war dar&#252;ber hinaus die Einz&#228;unung (Ausgrenzung) jeglicher rechter und b&#252;rgerlicher Politik, die sich bewusst einer sozialistischen Vereinnahmung entziehen wollte. Auch solcher Gruppen, die sich keinesfalls einer autorit&#228;ren Politik verbunden f&#252;hlten, aber dennoch von der DC als direkte Konkurrenten empfunden worden waren. Die katholische DC war weniger von den gemeinsamen inhaltlichen Programmpunkten zwischen ihr und den Kommunisten &#252;berzeugt, sondern verfolgte vielmehr das Ziel, damit einen Koalitionspartner gefunden zu haben, der das politische &#220;berleben als Regierungspartei sichert. Dass ein &#220;bereinkommen mit den Kommunisten als politisch "billiger" angesehen wurde als b&#252;rgerliche, gem&#228;&#223;igte Sozialisten und andere Rechtsparteien, war schlie&#223;lich eine taktische Fehlleistung.</p>
<p>Doch nun war ein Prozess losgetreten, der Italien unumkehrbar ver&#228;ndern sollte, und mit weitreichenderen Folgen, als man es in der christdemokratischen Parteizentrale &#252;berhaupt f&#252;r m&#246;glich gehalten hatte. Schlie&#223;lich schw&#228;chte sich die Christdemokratie von innen. Was den politischen Gegnern nicht gelang, "schaffte" die Partei selbst. Sie zerst&#246;rte sich nach und nach und erodierte letztlich. Als eine direkte Folge des "Historischen Kompromisses" f&#252;hrte die strategische Linie zu einer Duldung der Minderheitsregierung unter Ministerpr&#228;sidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Giulio_Andreotti" target="_blank">Giulio Andreotti</a> 1978.</p>
<p>Eine Konsequenz des "Historischen Kompromisses" war die weitere Radikalisierung von sowohl linken als auch rechten militanten Gruppen. Es begannen f&#252;r Italien Jahre des Terrors, denn linksextreme Gruppen sahen sich einerseits einer gr&#246;&#223;eren gesamtgesellschaftlichen Aufmerksamkeit ausgesetzt, die "zum Handeln aufforderte". Zum anderen sahen extreme Kr&#228;fte auf der linken Seite die "reine marxistische Lehre" in Gefahr. Die politische Mitte verschwand. Die W&#228;hler der Sozialisten hatten mehrheitlich ihre Partei f&#252;r diese Entwicklung nicht abgestraft. Das Modell einer "Volksfront" beherrschen Linksparteien allemal besser. Die christdemokratischen W&#228;hler allerdings versagten zunehmend ihre Gefolgschaft.</p>
<p>Als Folge dieser Radikalisierung und Verhinderungsstrategie wurde einer der beiden Hauptakteure des "Historischen Kompromisses", der ehemalige Ministerpr&#228;sident und Vorsitzende der Democrazia Cristiana, Aldo Moro, von der kommunistischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Terroristische_Vereinigung" target="_blank">Terrororganisation</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Brigaden">Rote Brigaden</a> (BR) 1978 ermordet. Der von Berlinguer und Moro angestrebte "Historische Kompromiss" kam dadurch in der gesamtitalienischen Politik nie zustande. Doch selbst das taktische Planspiel f&#252;hrte Italien f&#252;r Jahre an den Abgrund. Und dies bedeutete &#8211; im Verbund mit anderen Faktoren &#8211; das Ende der traditionsreichen italienischen Christdemokratie in Form der DC. Schlie&#223;lich konnten die italienischen W&#228;hler der Partei weder die Skandale noch die Anbiederung an weit linksstehende Positionen verzeihen. Eine historische Erkenntnis.</p>
<p>&#160;</p>
<p><em>Dr. Hannes Sch&#246;nner, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Karl von Vogelsang-Instituts.</em></p>]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/ein-gescheitertes-experiment-der-ijhistorische-kompromissij-in-italien/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>4</slash:comments></item><item><title>Eine langfristige Energiepolitik ist nicht in Sicht</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/eine-langfristige-energiepolitik-ist-nicht-in-sicht/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/eine-langfristige-energiepolitik-ist-nicht-in-sicht/#comments</comments><pubDate>2026-04-03 20:42:38</pubDate><dc:creator>Gerhard Kirchner </dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/eine-langfristige-energiepolitik-ist-nicht-in-sicht/</guid><description><![CDATA[<p>EU-Kommissionspr&#228;sidentin Ursula von der Leyen hat die Abkehr von Atomkraft als "strategischen Fehler" bezeichnet und will nun eine Kehrtwende einleiten. Kleine, modulare Reaktoren sollen in Europa bis Anfang der 2030er-Jahre einsatzbereit sein. Von diesen Pl&#228;nen ist man in &#214;sterreich wenig begeistert.]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/eine-langfristige-energiepolitik-ist-nicht-in-sicht/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>8</slash:comments></item><item><title>Social-Media-Verbot für Politiker</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/social-media-verbot-fr-politiker/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/social-media-verbot-fr-politiker/#comments</comments><pubDate>2026-04-02 21:29:18</pubDate><dc:creator>Daniel Witzeling</dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/social-media-verbot-fr-politiker/</guid><description><![CDATA[<p>Einst wurde die vierte Kulturtechnik, das Internet, hoch gepriesen. Welche M&#246;glichkeiten sich f&#252;r uns alle auftun w&#252;rden! Nun wird aus &#220;berforderung mit den Ausw&#252;chsen bei Kindern und Jugendlichen zur "schwarzen" p&#228;dagogischen Methodik des Regulierungswahns und staatlicher Verbote gegriffen. Die Sozialpsychologie bietet hierzu die wesentlich wirkungsvollere Methode des Lernens.]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/social-media-verbot-fr-politiker/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>4</slash:comments></item><item><title>Das Verenden der orientalischen Atommacht Iran</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/das-verenden-der-orientalischen-atommacht-iran/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/das-verenden-der-orientalischen-atommacht-iran/#comments</comments><pubDate>2026-04-01 19:03:43</pubDate><dc:creator>Leo Dorner</dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/das-verenden-der-orientalischen-atommacht-iran/</guid><description><![CDATA[<p>Ein Jahr wird der Sturz des Mullah-Regimes in Anspruch nehmen, lie&#223; jetzt der Chef des Mossad verk&#252;nden. Wesentlich l&#228;nger als alle bisherigen Prophezeiungen aus den USA und Israel. Dass man sich &#252;berhaupt auf Aussagen &#252;ber einen m&#246;glichen Punkt in der Zukunft eines Krieges kapriziert, dessen Beginn soeben erst angefangen hat, kann bedeuten: A) dass man denselben am liebsten ohne M&#252;hen und Gefahren hinter sich haben m&#246;chte &#8211; dies die Einstellung des linken Populus in den USA und Europa. Oder B) dass man die Ressourcen des Irans m&#228;chtig untersch&#228;tzt hat, obwohl diese stark geschrumpft sein m&#252;ssen. Oder C) dass man f&#252;r m&#246;gliche Verhandlungen einige Angeln auslegt, um die Mullahs und ihre Proxys in einem letzten t&#246;dlichen Netz zu fangen.&#160;]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/04/das-verenden-der-orientalischen-atommacht-iran/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>0</slash:comments></item><item><title>Hölle oder Vater aller Dinge: der Krieg</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/03/hlle-oder-vater-aller-dinge-der-krieg/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/03/hlle-oder-vater-aller-dinge-der-krieg/#comments</comments><pubDate>2026-03-31 16:29:50</pubDate><dc:creator>Andreas Tögel</dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/03/hlle-oder-vater-aller-dinge-der-krieg/</guid><description><![CDATA[<p>Die Zeit zwischen dem Wiener Kongress 1815 und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 gilt als die l&#228;ngste zusammenh&#228;ngende Friedensperiode in Europa. In dieser langen Zeit kam es zu keinen gesamteurop&#228;ischen Gro&#223;machtkriegen. Der franz&#246;sisch-preu&#223;ische Krieg von 1870/71 f&#252;hrte zu keiner systemischen Eskalation. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs herrscht in der Alten Welt bis heute ebenfalls Ruhe, wenn man von lokalen Konflikten auf dem Balkan und an den &#246;stlichen R&#228;ndern des Kontinents absieht.]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/03/hlle-oder-vater-aller-dinge-der-krieg/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>3</slash:comments></item><item><title>Eine Gesellschaft ohne Unschuldsvermutung kann keine gerechte sein</title><link>https://www.andreas-unterberger.at/2026/03/eine-gesellschaft-ohne-unschuldsvermutung-kann-keine-gerechte-sein/</link><comments>https://www.andreas-unterberger.at/2026/03/eine-gesellschaft-ohne-unschuldsvermutung-kann-keine-gerechte-sein/#comments</comments><pubDate>2026-03-26 13:49:13</pubDate><dc:creator>Christian Klepej </dc:creator><guid isPermaLink="false">https://www.andreas-unterberger.at/2026/03/eine-gesellschaft-ohne-unschuldsvermutung-kann-keine-gerechte-sein/</guid><description><![CDATA[<p>Die Aff&#228;re um einen angeblichen Fall sexueller Bel&#228;stigung im ORF hat die &#246;sterreichische Medienwelt ersch&#252;ttert. Oder zumindest durchger&#252;ttelt. Roland Wei&#223;mann, als F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit eine unscheinbare Figur, wird von einer ORF-Mitarbeiterin beschuldigt, er habe sie vor einigen Jahren &#8211; wann das war, ist derzeit Gegenstand von diversen Ermittlungen und vor allem Ger&#252;chten &#8211;, er habe sie also ... ja, was eigentlich genau?]]></description><wfw:commentRss>https://www.andreas-unterberger.at/2026/03/eine-gesellschaft-ohne-unschuldsvermutung-kann-keine-gerechte-sein/feed/</wfw:commentRss><slash:comments>3</slash:comments></item></channel></rss>