Michael Häupl hat mir geschrieben. Wie nett. Thema: “So werden die Ergebnisse der Volksbefragung umgesetzt.” Also wie tut er das?
Archiv für die Kategorie ‘Wien’
Wien und die Wissenschaft
Weit und breit gibt es in der Hauptstadt keine Wirtschaftsexperten von internationaler Bedeutung.
Fußnote 77: Kunst sein Dank
Endlich hat Wien seine Arschbar.
Fußnote 74: Zitat zum Tag
Wie man halt im Wiener Rathaus so redet.
Wien, eine Stadt wird hässlich
Einige Wochenendspaziergänge rückten – trotz der schönen Frühlingsvorboten – dem Tagebuchschreiber die ganze Explosion an Hässlichkeit ins Bewusstsein, die in den letzten Jahren in Wien passiert ist. Von der Verwahrlosung des Leopoldsbergs über die Verschandelung des Kahlenbergs, die riesigen Neubauten in den Neustifter Einfamilienhaus-Gebieten, die völlig unkoordiniert quer durch die Stadt aus dem Boden wachsenden Hochhäuser – bis zu den extrem hässlichen Dachbodenausbauten, die Hunderte historische Bauten Wiens mit protzigen zwei- bis dreistöckigen modernistischen Aufbauten beladen haben.
Fußnote 71: Das Rathaus und das Geld
Wie weit ist die Gemeinde Wien von Griechenland entfernt?
Fußnote 70: Wettbewerb im Sterben
In Ländern mit einem funktionierenden Fusions- und Kartellrecht wäre das unmöglich. In Wien und beim Lotto ist alles möglich.
Rotes Harakiri
Die SPÖ hat sich nun endgültig gegen eine Anwesenheitspflicht von Asylwerbern festgelegt. Damit aber macht sie sich neuerlich in hohem Maße mitschuld an der breiten Einladung zum Asylmissbrauch, den das österreichische System trotz all der Novellen der letzten Jahre weiterhin darstellt.
Häupl hofft nun auf Schwarz und Blau
Die Wiener “Volksbefragung” hat gezeigt, zu welch breitangelegtem Machtmissbrauch die Sozialdemokraten nach Jahrzehnten an der Macht fähig sind. Das Ergebnis der Befragung hat gezeigt, dass gute Chancen auf ein Ende dieses Machtmissbrauchs bestehen.
Häupl pflanzt die Wiener
Eigentlich fehlt nur noch, dass bei den Antworten zur Wiener Volksbefragung der eine Kreis ganz groß und der andere ganz klein gezeichnet ist. Die Fragen, die Michael Häupl da den Wienern vorlegen lässt, sind nämlich großteils so manipulativ formuliert, dass sie wirklich eine an die Grenzen der Demokratie gehende Zumutung darstellen. Der ich nur durch Nichthingehen entgehen kann. Was ich zum ersten Mal in meinem Leben tue.
Fußnote 56: Die anti-schwule Kammer
Alle vier Fraktionen werben vor der Wiener Wirtschaftskammerwahl um die Stimmen der Homosexuellen.
Metternichs Wiedergeburt zu Wien
In Wien lebt es sich gefährlich. Denn hier ist die Meinungsfreiheit auf einem Niveau, das intensiv an das System Metternich erinnert, also an die Jahre vor 1848 – und an andere Perioden mit einem ähnlich geringen Niveau der Rechtsstaatlichkeit, in denen jede unerwünschte Meinungsäußerung bestraft worden ist.
Häupl denkt an Denkmäler
Michael Häupl will am Denkmal des erfolgreichsten Bürgermeisters der Geschichte Wiens eine Tafel anbringen lassen, die auf den Antisemitismus Luegers hinweist. Einverstanden, Lueger war (wie viele in jenen Tagen) zweifellos ein Antisemit. Jedoch: Wer A wie Anti-Antisemitismus sagt, der muss auch B wie braune und totalitäre Flecken der SPÖ sagen und auch da entsprechende Tafeln anbringen lassen.
Vom Wahltag zum Zahltag: die Landeskaiser
Eigentlich müsste es massiv zu denken geben: Die populärsten Politiker des Landes produzieren die ärgsten Schulden und Defizite. Damit sind aber auch wir Wähler voll mit in der Verantwortung für das, worauf Österreich zusteuert. Denn wir haben sie ja gewählt (oder durch Nichtwählen sparsamerer Politiker an die Macht befördert).
Was man die Wiener wirklich fragen sollte
Die Wiener SPÖ will fragen lassen. Das wäre eine gute Idee – freilich nicht mit den geplanten Faschingsfragen der Rathausbeherrscher, sondern nur mit Fragen nach den echten Problemen Wiens. Was man sich aber nicht trauen wird.

