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Die 30-Euro-Impfung auf griechische Art

Griechenland ist von der Größe her für dieses EU-Europa ein winziges Problem. Aber das Land ist ein exzellentes Paradigma für all das, was in so vielen europäischen Ländern falsch gelaufen ist.

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Es ist manchmal ganz gut, wenn Paris und Berlin vorangehen

Bumm hat es in Berlin gemacht, und der Herr Röttgen war nicht mehr Minister. Bumm hat es in Paris gemacht, und die Frau Aubry kam nicht in die neue Regierung. Bumm hat es in Wien – nicht gemacht.

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Nabucco-Projekt vor dem Aus drucken

Österreichs OMV versucht noch hinhaltenden Widerstand zu leisten. Sie betont, das Milliardenprojekt der Nabucco-Gaspipeline hätte tausend Leben. Aber alle Vorzeichen deuten auf einen baldigen Tod von Nabucco hin. Nicht nur, dass sich Aserbeidschan, als derzeit einziger Gaslieferant, bereits anders zu entscheiden scheint, so bröckelt auch die Front der Nabucco-Partner.

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Die neue Sauberkeit und die alten Ferkeleien drucken

Irgendwie wäre es recht kühn, über das neue Antikorruptionspaket zu jubeln. Denn die allergrößten Sauereien rund um Politik und Geld können weitergehen. Das überschattet die zweifellos vorhandenen positiven Punkte des Pakets: Bei den direkten Parteispenden kehrt mehr Transparenz ein. Positiv ist auch das Spendenverbot für Staatsfirmen, wenngleich das nach dem Telekom-Skandal zwingend war.

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Fußnote 298: Mut vor Herrinnenthronen oder nur Vergesslichkeit? drucken

Ein netter Nachtrag zum netten Spindelegger-Auftritt – gibt es doch ohnedies sonst nicht viel Erfreuliches zu berichten.

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Freiheit ist Unfreiheit drucken

Barbara Prammer ist Präsidentin des österreichischen Nationalrats. Ehe sie in dieses hohe Amt gelangte, absolvierte sie eine für sozialistische Apparatschiki typische Karriere: Sie blickt auf Tätigkeiten im Gemeindeamt, in einem „Bildungs- und Rehabilitationszentrum“, im Arbeitsmarktservice und in einem Landesparlament zurück. Was es bedeutet, unter Marktbedingungen zu arbeiten, hat sie nie erfahren. Sie hat keinen Tag ihres Berufslebens außerhalb geschützter Werkstätten – mit produktiver Arbeit – zugebracht.

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Die armen ausgepowerten AUA-Piloten drucken

AUA-Piloten melden sich seit einigen Tagen reihenweise und immer knapp vor Abflug ihrer Maschinen krank. Viele Flüge sind ausgefallen. Zahlreiche sitzengebliebene Passagiere schwören sich „Nie wieder AUA“. Und das Defizit der maroden Linie steigt weiter. In unerträglicher Verbiegung der Wahrheit schwätzt der Piloten-Betriebsrat freilich davon, dass das Alles keine Arbeitsverweigerung sei; die Piloten fühlen sich vielmehr nicht fit zu fliegen, weil sie in den letzten Tagen ob ihrer hohen Bezüge so hart kritisiert worden sind.

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Die Schnelligkeit, nicht die Instanzenzahl macht die Qualität einer Justiz drucken

Eine funktionierende Justiz ist wichtiger für das Funktionieren von Staaten und Gesellschaften als viele der derzeit eifrig diskutierten Wahlrechtsdetails. Das hat sich in ganz Osteuropa nach der Wende gezeigt, das sieht man derzeit insbesondere in der Ukraine, wo Richter und Staatsanwälte willige Schergen der Macht sind. Aber auch in zweifellos besser entwickelten Rechtsstaaten wie etwa Österreich muss man viel besorgter auf die Justiz blicken, als es gemeinhin üblich ist. Das hängt keineswegs nur mit den Missständen in der Strafjustiz zusammen, wenngleich sie dort am auffallendsten sind. Aber heute sei der Blick einmal auf ganz andere Rechts-Defekte gerichtet.

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Michael Spindelegger, ein wirklich netter Mensch drucken

Michael Spindelegger hat sich seinen begeisterten Anhängern in einer großen Rede präsentiert. Er hat dabei etliches Richtiges und Wichtiges gesagt. Er hat aber gleichzeitig Lücken und Defizite gezeigt, die er bis zum Wahltag nur noch schwer schließen kann.

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Fußnote 297: Semperit – Continental: Wenn dein starker Arm es will, stehen alle Reifen still drucken

Vor etlichen Jahren hat es zu gewaltigen Erregungen geführt: Die Firma Continental hat die Reifenfabrik Semperit gekauft und dann sukzessive zugesperrt.

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Großbritannien – Polen - Frankreich: ein teurer Vergleich drucken

In Frankreich setzen die Sozialisten das Pensionsalter auf 60 Jahre herunter. Die konservativ-liberalen Regierungen in Gr0ßbritannien und Polen setzt es gerade auf 67 Jahre hinauf. Alle drei Länder gehören zu einem gemeinsamen Europa. Das löst mehrere Fragen aus.

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Wohin fließen die Steuereinnahmen? drucken

Verwendung des Steuergeldes in Prozent und in Euro bei einem Einkommen von 2.000 € brutto/Monat (Steuerleistung: 2.908 €)

 

Verwendung Prozent Euro
Länder, Gemeinden 22,6 658
Soziales, Gesundheit 17,0 494
Pensionsversicherung 10,2 297
Erziehung, Unterricht, Kultur 8,4 244
Zinsen für Staatsschulden 8,3 241
Verwaltung 5,5 160
Beamtenpensionen 4,9 142
Wissenschaft, Forschung 4,5 131
ÖBB 4,4 128
Staats- & Rechtssicherheit 3,2 93
EU-Beitrag 2,6 76
Landesverteidigung 2,2 64
Straßen, sonstiger Verkehr 2,0 58
Landwirtschaft 2,0 58
Tourismusförderung 1,1 32
Wirtschaft 1,1 32

Quelle: Finanzministerium

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Wie sollten sich gute Staatsbürger verhalten? drucken

Anteil der wahlberechtigten österreichischen Bevölkerung, die den genannten Grundsätzen zustimmen

 

Quelle: IMAS

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Fußnote 296: Die tolle Leistung der Frau Brandsteidl drucken

Worüber man in der Industriellenvereinigung neuerdings schon begeistert ist.

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Fußnote 295: Wenn die EU spart . . . drucken

Nie hätte ich gedacht, dass ich einmal das EU-Parlament aus vollem Herzen loben muss.

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SN-Kontroverse: EU-Fiskalpakt drucken

Unter dem Titel “Kontroverse” gibt es in jeder Freitag-Ausgabe der Salzburger Nachrichten eine Doppelkolumne, in der Katharina Krawagna-Pfeifer und ich jeweils zum gleichen, von der SN-Redaktion vorgegebenen Thema schreiben. Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt.

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Tugendboldereien drucken

Der Mensch sei edel, hilfreich, gut –
nur muss ein Gutmensch eben
der Menschheit seinen Edelmut
auch noch zum Besten geben.

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Ach, wie sind wir reich drucken

Österreich ist ein reiches Land; auf dieser Grundlage müsse nun eine Verteilungsdiskussion geführt werden. So dröhnte am 1. Mai der Wiener Bürgermeister. Und er forderte mehr Geld für Gesundheit und Bildung, für Forschung und Beschäftigungspolitik. Solche Töne werden nicht nur von Häupl, sondern auch von vielen anderen Politikern schon wieder gerne verbreitet.

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Fußnote 294: Frankreich, die Schweiz und ein Exodus drucken

Die einen feiern noch, die anderen gehen schon.

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Die Milchmädchenökonomen und das Wachstum drucken

„Wir wollen Wachstum, statt uns zu Tode sparen.“ Dieser Slogan hallt quer durch Europa, er bestimmt zunehmend die Politik und noch mehr die Wahlergebnisse. Der Satz klingt sympathisch, angenehm und richtig. Wer will schon sterben? Und wer sollte etwas gegen Wachstum haben, mit dessen Erträgnissen man die Schulden zurückzahlen kann? Nur die Grünen und Gruppen wie Attac habe lange gegen einen „Wachstumsfetischismus“ polemisiert – aber auch sie sind heute bis auf ein paar Veteranen des Clubs of Rome voll fürs Wachstum (schon deshalb, weil die Grünen ja nur noch eine Vorfeldorganisation der Sozialisten sind). Wachstum ist in der Tat dringend notwendig und richtig. Aber dennoch beinhaltet dieser Slogan einen fundamentalen Denkfehler – wenn nicht gleich mehrere.

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Die Würfel sind gefallen drucken

Die beiden allseits erwarteten Ereignisse sind eingetreten: Francois Hollande, der sozialistische Herausforderer von Nicolas Sarkozy, wird in den Élysée-Palast einziehen. In Griechenland haben jene Kräfte Auftrieb erhalten, die von dem durch die EU diktierten „Sparkurs“ nichts wissen wollen. Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu erkennen, dass dies nicht ohne Konsequenzen für die europäische Geld- und Fiskalpolitik bleiben kann.

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„Heute“, des Bürgermeisters Ex-Freundin und weit und breit keine SPÖ drucken

Eva Dichand macht auf hart: „Jeden, der jetzt noch behauptet, dass „Heute“ der SPÖ oder einer SPÖ-nahen Organisation gehört oder von dort finanziert wurde“ will sie klagen. Sie muss aber gleichzeitig bisher unbekannte Dinge über die Eigentümerkonstruktion des Gratisblattes bekanntgeben, die einem den Munde offen stehen lassen.

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Wahlen gewinnen, aber nicht regieren

Es wird zum gemeinsamen europäischen Muster: Mit der Ausnahme Ungarns haben alle Wahlen der letzten Jahre zwei klare Trends gezeigt,die beide die Zukunft des Systems Demokratie in ein düsteres Licht rücken.

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Explosion über Europa

Jetzt fliegt uns Europa wie ein explodierender Druckkochtopf um die Ohren. Die Franzosen wählten einen Präsidenten, der statt zu sparen neue Schulden machen will; die Griechen marschierten im Eilschritt zu Parteien, die mit noch viel radikaleren Tönen dasselbe wollen; und ähnliches ist vor ein paar Tagen in Rumänien passiert: Dort hat auch ohne Neuwahlen ein Regierungswechsel stattgefunden, nach dem nun rundum Gehaltserhöhungen und Steuersenkungen versprochen werden.

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Wie entwickelten sich die österreichischen Staatseinnahmen & -ausgaben?

Staatseinnahmen und -ausgaben sowie deren Saldo in Prozent des BIP seit 2007

 

Quelle: Bundesrechnungsabschluss Rechnungshof 2011

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Wie entwickelte sich das Defizit ohne Zinsen?

Primärsaldo des Bundes absolut in Milliarden Euro und relativ zum BIP 2010 & 2011

 

 

 

Anmerkung: Primärsaldo = Budgetsaldo abzüglich der Zinszahlungen

Quelle: Bundesrechnungsabschluss Rechnungshof 2011

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Wie viel gibt der Staat für Zinsen aus?

Aufwand für Zinsen absolut in Milliarden Euro im Vergleich 2010-2011

 

Quelle: Bundesrechnungsabschluss Rechnungshof 2011

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Staatseinnahmen und -ausgaben 2010 & 2011

Staatsausgaben und -einnahmen 2010 & 2011 absolut in Milliarden Euro sowie im Vergleich zueinander in Prozent

 

 

Quelle: Bundesrechnungsabschluss Rechnungshof 2011

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Wie man den ORF wirklich unabhängig machen könnte

Der katastrophale Zustand des ORF hat die Regierung wieder einmal zu einem Anlauf motiviert, das ORF-Gesetz zu reformieren. Freilich: Nichts von dem, was sie da bisher vorhat, ist irgendwie geeignet, Unabhängigkeit, Pluralismus und Sparsamkeit im ORF zu fördern. Ich habe deswegen mit einer Gruppe von Experten sieben Punkte für eine rechtliche Regelung zusammengestellt, die eine weit bessere Garantie dafür bieten würde als alle politischen Pläne.

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Verschwiegene Wahrheiten über Kinder und Mütter, über Migranten und Frühpensionisten

Es wird immer ärgerlicher, wie die Öffentlichkeit durch einseitige Medien und ideologische „Experten“ einseitig mit – oft total falschen und fast immer tendenziösen – Daten gefüttert werden. Noch ärgerlicher ist aber, wie manche gesellschaftspolitisch wichtigen Daten verschwiegen werden.

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