Warum die Ukraine zum Balkan passt - und damit zur EU drucken

Lesezeit: 9:00

Wie kann die Ukraine die EU-Mitgliedstaaten davon überzeugen, dass die Zukunft der Ukraine in der EU liegt und zwar konkret in den 2020er Jahren gemeinsam mit den Balkanstaaten und nicht im 22. Jahrhundert? Viele Entscheidungsträger in der EU fehlt der Glaube an die Irreversibilität der Westintegration der Ukraine. Sie misstrauen der Regierung in Kiew und sprechen den Reformbestrebungen der Post-Maidan-Ukraine die notwendige Ernsthaftigkeit ab, um glaubwürdig die tiefgreifende Veränderung zu bewältigen, die es braucht, um die Ukraine EU-reif zu machen.

Deswegen scheuen viele speziell westeuropäische Politiker und Diplomaten vor der Verantwortung, der Aufgabe und den Kosten, die Ukraine auf EU-Beitrittsniveau zu heben. Diese Skepsis der Elite steht im krassen Widerspruch zu der immer positiver werdenden Einstellung der europäischen Öffentlichkeit, des Europäischen Parlament und der meisten Analysten und Experten, die immer deutlicher für die EU-Zukunft der Ukraine sind – viele schon seit der Revolution von 2004 und noch mehr seit der Revolution 2014 und speziell seit der Besetzung der Krim und dem Krieg in Donbas.

Manche im Westen sind aber besorgt wegen des immer unberechenbaren Russlands und der Reaktion Moskaus auf eine EU-Integration der Ukraine. Es wird nicht leicht werden für die Ukraine und die Freunde der Ukraine in der EU, diese Ängste und die negative Einstellung der politischen Klasse und Öffentlichkeit zu überwinden.

Ein Weg diese Widerstände zu überwinden, ist die Kooperation mit den neuen Mitgliedstaaten wie Kroatien und Bulgarien und den aktuellen EU-Kandidatenländern, um gemeinsam den EU-Prozess in der Ukraine zu beschleunigen.

Die Ukraine kann auf den Erfahrungen der Westbalkanstaaten aufbauen, von den Fehlern der Balkanstaaten lernen und diese vermeiden. Und durch die Kooperation innerhalb der südosteuropäischen (SEE-)Reformstrukturen den gleichen Status erreichen wie die exjugoslawischen Republiken und Albanien, die nun alle am Weg in die EU und Nato oder schon Mitglied sind.

Seit dem Kosovokrieg von 1999 hat Europa ein dichtes Netzwerk von regionalen Reform-Organisationen aufgebaut, die entscheidend – wenn auch oft einer breiteren Öffentlichkeit unbekannt – zur Europäisierung des Balkans beigetragen haben. Oft unspektakulär aber effektiv. 

Die Ukraine sollte versuchen, in diesen Mechanismen mitzumachen, die Beitritts-Dynamik und den Wettbewerb der Mitgliedsstaaten nutzen. Die Ukraine ist zu sehr nach innen fokussiert und tendiert, sich selbst zu zentral zu nehmen und hat schon die SEE-Entwicklung in den 2000er Jahren versäumt. Sie hat viel aufzuholen, wenn wirklich eine EU-Mitgliedschaft das nationale strategische Ziel ist.

Es war eine gemeinsame europäische und amerikanische Initiative, nach den Balkankriegen den Stabilitätspakt für SEE zu gründen. Aus diesem sind alle SEE Reformstrukturen hervorgegangen, wie Regional Kooperation Council (RCC), Central European Free Trade Agreement (CEFTA), Regional Anti-Korruption Initiative (RAI) und South Eastern Europe Health Network (SEEHN) und noch rund zwölf andere. All diesen sollten nun die Ukraine und auch Georgien beitreten, wiederum mit EU- und US-Hilfe und Unterstützung. Es gilt Teile Europas gemeinsam zu sichern, zu stabilisieren und wiederaufzubauen. Alle erfolgreichen Strukturen dazu sind schon vorhanden und im Einsatz in SEE. Warum nicht für die aktuelle Krise nutzen und der Ukraine damit helfen?

Die Republik Moldawien ist in fast allen SEE-Strukturen schon dabei. Sie ist institutionell schon viel weiter als die Ukraine.

Sollte es der Ukraine gelingen, zumindest einigen der 16 SEE-Reforminitiativen beizutreten, könnte dies Kiew helfen, einen nationalen EU-Reformkonsens zu formen und sich als EU-Kandidat quasi neu zu erfinden und schließlich ein bedingtes EU-Beitrittsangebot ähnlich dem der Westbalkanstaaten zu erhalten.

Die Strukturen, die die Ukraine für eine Mitgliedschaft in Betracht ziehen könnte, sind

Darüber hinaus gibt es ein hochrangiges zwischenstaatliches Dialogformat, den sogenannten "Berlin-Balkan-Prozess", der politische Führerebene des westlichen Balkans und interessierte EU-Mitgliedstaaten regelmäßig zusammenbringt.

Diese informelle, aber wirkungsvolle Veranstaltungsreihe wurde von Deutschland 2014 initiiert, um die politische Stabilität, den EU-Beitritt und die nationale Sicherheit der südosteuropäischen Kandidatenländer zu fördern. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Initiative als Antwort auf die Ukraine-Aggression Russlands zu verstehen ist. Ohne diese Ereignisse von Februar und März 2014 hätte es den Berlin-Balkan-Prozess sicher nicht gegeben. Aber die Ukraine ist nicht dabei, obwohl die Lage am Balkan der in der Ukraine durchaus ähnlich ist. Nur die glaubwürdige Beitrittsperspektive kann Abhilfe schaffen für die gesamte EU-Peripherie. Hier geht es nicht um Geographie, sondern um Geostrategie

Die Ukraine, die sich selbst als südosteuropäisches EU Land neu erfindet und sich an verschiedenen Integrationsmechanismen Südosteuropas beteiligt, kann sich in den Augen von westeuropäischen Politikern, Diplomaten und Intellektuellen sowohl in praktischer als auch in symbolischer Hinsicht "europäisieren".

So wurde 2001 das Exzellenzzentrum für Finanzen von der slowenischen Regierung in Zusammenarbeit mit anderen ehemaligen jugoslawischen Ländern und Albanien im Rahmen des Stabilitätspakts für Südosteuropa eingerichtet. Seit 2015 ist die CEF eine vollwertige internationale Organisation mit Sitz in Bled (Slowenien) und profitiert von der Unterstützung der Niederlande. Sie konzentriert sich auf die Verwaltung der öffentlichen Finanzen, die Steuerpolitik sowie das Zentralbankwesen und bringt politische Entscheidungsträger und Finanzexperten für Kapazitätsentwicklung und Peer Learning zusammen. Zu den 12 Mitgliedsländern gehören nicht nur die westlichen Balkanstaaten, sondern auch Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Türkei.

Doch trotz der großen Bandbreite seiner Mitglieder und der offensichtlichen Relevanz für die Wirtschaft derjenigen Länder, die sich stärker in die EU integrieren wollen, schließt die CEF wie die anderen oben genannten Formate die Ukraine bisher nicht ein.

Tatsächlich hat Kiew bereits einschlägige Erfahrungen bei der Erlangung der Mitgliedschaft in einem ursprünglichen SEE-Format, da es – zusammen mit den westlichen Balkanländern, Georgien und Moldau – Vertragspartei des EU-Vertrags über die Energiegemeinschaft geworden ist (https://www.energie-community.org/). Die Mitgliedschaft war die Grundlage für den Erfolg der Energiereformen in der Ukraine seit 2014.

Wenn der große östlicher Nachbar Moldawiens, die Ukraine, deren Weg folgen würde, würde dies den SEE-Institutionen noch mehr Gewicht verleihen und auch Moldawien helfen. Die Ukraine würde die Bedeutung der Südosteuropäischen Integrationsstrukturen aufgrund ihrer Marktgröße und geopolitischen Relevanz als ein entscheidendes Land zwischen Russland und dem Westen erhöhen – eine Relevanz, die den Balkanländern fehlt.

Allerdings könnten einige Balkan-Eliten eine Mitgliedschaft der Ukraine in diesen Strukturen als eine Bedrohung für ihre Dominanz des derzeitigen SEE-Integrationsrahmens der EU sehen. Jedoch ist SEE nicht das Ziel, sondern nur das temporäre Trainingszentrum für die EU.

Allen Balkanpolitikern und -diplomaten, die die Annäherung ihres Landes an den Westen fördern, sollte jedoch klar sein, dass die Unterstützung der Ukraine in den letzten Jahren für viele Entscheidungsträger in Washington und Brüssel ein Zeichen für eine prowestliche Haltung geworden ist. Die westlichen Balkanländer sollten daher den Beitritt der Ukraine zu ihren Strukturen fördern, und zwar nicht nur aus Solidarität mit dem angeschlagenen östlichen Partner der EU, sondern auch angesichts ihres eigenen nationalen Interesses an engeren Beziehungen zu den USA, der EU und Deutschland.

Die Ukrainer tendieren dazu, aus einer etwas manichäischen Weltanschauung heraus für ihre Aufnahme in die EU zu argumentieren. Sie präsentieren sich oft als ausdrücklich nichtrussisch, anti-eurasisch und pro-westlich und bewerben die Relevanz ihres Landes als das Bollwerk der europäischen Zivilisation gegen die östliche Barbarei. Dieses Argument könnte wahr sein oder nicht - es ist aber keine Rhetorik, die in der EU auf Zustimmung trifft.

Die EU ist vielleicht so entstanden. Aber heute definiert sich die EU nicht mehr als antirussische Union - wie es Kiew gerne hätte. Das kann man bedauern oder nicht aber Kiew muss auf die Usance des Clubs eingehen und nicht die EU auf die Ukraine.

Brüssel will den Kontinent durch vertiefte wirtschaftliche Integration, partielle kulturelle Annäherung, kumulative bürokratische Standardisierung, immer mehr Demokratisierung, durch Antikorruptionsdialog und Rechtsstaatlichkeit befrieden und politisch vereinen. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses ist der geopolitische Ausgleich und eine nichtmilitärische Verteidigung – vor allem durch die wirtschaftliche Hebelwirkung der EU. Das ist oft unspektakulär und erzielt wenig Beachtung, aber wirkt auf Dauer erstaunlich erfolgreich, wie die ersten vier Erweiterungsrunden seit dem Ende des Kalten Kriegs beweisen.

Der Modus operandi der EU ist eine Häufung von Minischritten, die im Laufe der Zeit zu qualitativen Veränderungen in Richtung EU führen. Es geht halt nur Schritt um Schritt. Und der nächste Schritt für die Ukraine ist die Kooperation mit den anderen Partnern am Weg in die EU, die dann auch gemeinsam in der EU als Partner zur Verfügung stehen werden.

Ukrainische Diplomaten und Experten sind natürlich mit der besonderen postmodernen Natur der europäischen Integration und ihren Auswirkungen über die Grenzen der EU vertraut. Doch die breitere politische und intellektuelle Elite der Ukraine und insbesondere ihre Meinungs- und Parteichefs haben noch nicht ausreichend verinnerlicht, dass die Ukraine nur durch eine ernsthafte Anpassung an diesen Prozess Teil dieses Prozesses werden kann. Die oft bombastische Rhetorik der ukrainischen Vertreter, verschiedene PR-Kampagnen, übermäßig emotionale Appelle, weitreichende historische Bezüge und viele symbolische Gesten sind verständlich.

Sie sollten vor dem Hintergrund der epischen Konfrontation der Ukraine mit dem russischen Imperialismus, des enormen Leidens und Tausender Toten durch Moskaus anhaltenden Krieg gegen Kiew, der Rücksichtslosigkeit des internationalen Verleumdungskrieges des Kremls gegen den ukrainischen Staat gesehen werden. Für die Ukraine ist die EU daher heute sowohl als wirtschaftlich attraktives Projekt wie auch als ein impliziter Sicherheitsanbieter doppelt attraktiv.

Dennoch kann und wird die EU die bürokratische und geostrategische Logik ihrer Operation wegen des russisch-ukrainischen Krieges nicht ändern. Weitere Erfolge bei der europäischen Integration der Ukraine werden daher langwierigen Verfahren folgen müssen, die der komplizierten Formulierung und Ratifizierung des Assoziierungsabkommens durch die Ukraine oder der langwierigen Aushandlung und Umsetzung des Aktionsplans zur Visaliberalisierung mit der EU ähneln.

Die verschiedenen Kooperationsrahmen der westlichen Balkanstaaten mit Brüssel und Berlin bieten vorgefertigte Wege, um eine Strategie der schrittweisen Annäherung und Integration durch pragmatische statt rhetorische Mittel zu verfolgen. Neben der Förderung des laufenden Assoziierungsprozesses mit der Europäischen Union sollten die transnationalen SEE-Partnerschaftsprogramme und andere ähnliche Instrumente für die Umsetzung von Wissen, Regeln und Praktiken von Kiew und seinen westlichen Freunden aktiv studiert, angegangen und genutzt werden.

Es ist daher Zeit für einen neuen SEE-Politik der Ukraine – gemeinsam mit den SEE Partners in EU. Und manchmal ist ein kluger Umweg schneller als die Autobahn nach Westen, speziell, wenn die noch im Bau ist. 

Günther Fehlinger ist Vorsitzender der Nichtregierungsorganisation "Europäer für Steuerreformen" und Vorstandsmitglied der Aktionsgruppe für europäische und wirtschaftliche Integration des südlichen Balkans.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorlogiker2
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Februar 2018 09:00

    als hätten wir nicht schon Spinner und Völkerverräter genug ......

  2. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Februar 2018 07:34

    .......Nachtigall ich hör dich trapsen!

    oder ein Beitrag des US Council on Foreign Relations (CFR)

    https://www.youtube.com/watch?v=l74KmfD7P0I&index=4&list=PLgMaJWgIsdbMAV0aMWc2zGKXuxJJxZLHi&t=13s

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Februar 2018 20:51

    Herrn Unterberger ist zu danken! Ich habe noch nie so viele gut bezahlte Studiergruppen auf einem Haufen genannt bekommen, alles Akademikerausgedingeposten.
    Spätestens wenn man wirklich mit dem Balkan Geschäfte macht, also wirklich etwas liefert anstatt nur Förderungen abgreift, kennt man eine Realität jenseits der Toast der gut gekleideten, im schönen Hotel absteigenden, Akademiker.
    All die aufgezählten Erfolge sind eine Fata Morgana! Im realen Export schaut es ganz anders aus.

  4. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Februar 2018 11:00

    Wir brauchen dringend weitere Nettoempfäger in der EU.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Februar 2018 11:00

    Wir brauchen dringend weitere Nettoempfäger in der EU.

alle Kommentare drucken

  1. dssm
    07. Februar 2018 20:51

    Herrn Unterberger ist zu danken! Ich habe noch nie so viele gut bezahlte Studiergruppen auf einem Haufen genannt bekommen, alles Akademikerausgedingeposten.
    Spätestens wenn man wirklich mit dem Balkan Geschäfte macht, also wirklich etwas liefert anstatt nur Förderungen abgreift, kennt man eine Realität jenseits der Toast der gut gekleideten, im schönen Hotel absteigenden, Akademiker.
    All die aufgezählten Erfolge sind eine Fata Morgana! Im realen Export schaut es ganz anders aus.

    • Gunther Fehlinger (kein Partner)
      10. Februar 2018 20:00

      ja das haben sicher US Businessleute auch zu Wien in 1960 gesagt ....der Aufbau nach dem Krieg ist nicht so einfach. Wir sind im Jahre 18 nach dem Ende der Balkankriege...

      und ja vieles muss noch viel besser werden....

      und es wird nur besser in der EU - gemeinsam ---mit allen Instrumenten und Methoden und dem Markt ....

      Und der Balkan wird immer die Peripherie bleiben - aber es ist heute besser als in jedem Zeitpunkt des Gesichte der Region und es wird jedes Jahr besser....

      Es tut mir auch leid wenn Sie schlechte Erfahrungen gemacht haben.

      Fata Morgana....Lesen die den letzten EU Erweiterungsbricht oder die GDP Zahlen.

      Es ist echt - und die Fortschritt real

      Ihr Akademiker

  2. Torres (kein Partner)
    07. Februar 2018 11:00

    Wir brauchen dringend weitere Nettoempfäger in der EU.

    • Gunther Fehlinger (kein Partner)
      10. Februar 2018 20:04

      ja das ist schwierige Debatte - wer will schon gerne teilen?

      Leider gibt es unter den Laendern in Europa nur wenige reiche Nicht EU Laender wie Norwegen, Island und Schweiz und die wollen nicht gerne teilen - obwohl sie auch im EFTA und EEA massive Beitraege zahlen...

      Die Laender des Balkans und Ukraine, Moldau und Georgien sind leider arm und brauchen Hilfe.

      Es ist gut daran zu erinnern das auch Oesterreich arm begonnen hat nach WK2 und es umfangreiche ERP Marshall Funds waren und der US Marktzugang und die Einigung Europeas in EG die den Wiederaufbau ermoeglicht haben...

      Das der Osten Europas durch den Kommunismus zerstoert wurde ist tragisch aber so it es und nur EU kann helfen

  3. Rudolf Wirthig
    06. Februar 2018 16:58

    Aus Brüssel wird die Türkei hofiert die als asiatischer Staat schon wegen ihrer Lage nicht in die Europäische Union paßt, die Ukraine jedoch schon. Es ist jedoch völlig falsch schon wieder mit Wunschdatum, in den 2020er Jahren, einen Beitritt der Ukraine zu fixieren. Zum einen müßte ein Beitritt der Ukraine viel feinfühliger mit Rußland vorbereitet werden als dies beim Assoziierungsabkommen geschehen ist und zum anderen muß die Ukraine alle Beitrittsbedingungen erfüllen und die EU auch aufnahmebereit sein. Mit der Ukraine als Mitglied kommt die EU in eine völlig anders geartete geostrategische Lage für die sie vorbereitet werden muß. Auch muß der Beitritt einen 50Mio-Volkes politisch, wirtschaftlich und finanziell gut vorbereitet sein.

    • Gunther Fehlinger (kein Partner)
      10. Februar 2018 20:10

      das ist die offizielle Linie der EU und Oesterreichs - gut aber nicht gut genug

      Wegen der Turkei gut ich bin auch gegen Mitgliedschaft in der EU aber sie bleibt ein wichtiger Strategischer Partner in NATO und Zollunion...Ich bin deshalb auch klar was wir der Turkei noch anbieten sollten - nur Mitgliedschaft das geht eben nicht.

      Wegen Ukraine - sensible mit Russland? Seit dem Krieg in Georgien nehmen wir doch jeden tag Ruecksicht.... Wie viel mehr sollen wir den noch machen nach 2 Kriegen und 5 Landesteilen von Nachbarlaendern besetzt?

      Ukraine in EU mit 2029 ist sicher ambitioniert aber in Polen war es auch 15 Jahre von 1989 to 2004 und 2014 bis 2029 sind auch 15 Jahre

    • Gunther Fehlinger (kein Partner)
      10. Februar 2018 20:17

      es sind mit Stand 2017 eher mehr 40 Million, Ohne Krim und occupied Donbas
      Tendenz geht nach 36 Million mit 2030 eventuell vorher.

      Sehr viele gehen weil es hier fuer so kompetente und gute Leute die die Ukraine nur wenige gute Jobs gibt....

      US, Canada, EU das ist die Destination und je laenger es dauert mit Beitritt desto weniger Leute werden hier bleiben...

      Was stimmt ist das man es gut vorbereiten muss - deswegen schreibe ich diese und andere Artikel

      nach dem was seit 2014 auf dem Schlachtfeld von Donbas passiert ist - das hat und wird Europa veraendern und ignorieren und verschieben sind zwar gute Austro Tugenden aber leider nicht erfolgreich. Ukraine in EU und NATO asap

  4. Bürgermeister
    06. Februar 2018 16:42

    Brüssel will den Kontinent durch vertiefte wirtschaftliche Integration (aha), partielle kulturelle Annäherung (das ist prinzipiell unmöglich), kumulative bürokratische Standardisierung (da ist ein Wortstellungsfehler - es soll wohl heissen: standardisierte kumulative Bürokatisierung!!), immer mehr Demokratisierung (wo (?) - jegliche demokratischen Initiativen werden massiv geblockt), durch Antikorruptionsdialog (leider, weil durch Zureden - also Dialog - werden korrupte Schweine nur noch frecher und unverschämter) und Rechtsstaatlichkeit (Witz des Tages, welche Klausel in EU-Verträgen wurde denn noch nicht gebrochen) befrieden und politisch vereinen.

    Sie leben in einer Märchenwelt, wachen Sie auf!

    • Gunther Fehlinger (kein Partner)
      10. Februar 2018 20:20

      Mein Maerchen ist die Einigung Europas nach dem Z Weltkrieg und nach quasi permanenten Krieg seit quasi fast immer in Europa und der gemeinsame US EU Sicherheitspolitik NATO und Wirtschaftspolitik EU die uns in Europa zu ungeahnten level von Wohlstand gebracht hat.

      Ich bin wach und Sie?

      Lesen Sie Geschichte...

      Ja Regeln und Rechtsstaalichkeit das ist die Basis der Freiheit

      Ansonsten siegt nur der Gewalttaetige bis zum Moment bis der naechste kommt...

  5. steinmein
    06. Februar 2018 09:37

    Die EU Als Wirtschaftsraum wäre für Russland das kleinere Übel. Da mit Ausnahme der (fast) neutralen Mitglieder die EU als Ausleger der NATO gilt, ist mit einer sinnvollen Erweiterung kaum zu rechnen. Abgesehen von den balkanesken Vorstellungen eines Rechtsstaates wäre einer Erweiterung nur dann zuzustimmen, wenn die Länder einen gewissen Entwicklungsstand erreichten, der sie nicht auf Dauer zu Bruttozahlern zählen läßt. Der Unfug der unzähligen Dolmetscher und die EU Abgeordneten großteils im Ausgedinge der Herkunftsländer zu wissen, kann ja auch nicht der Zweck des Staatenbundes sein.

    • Gunther Fehlinger (kein Partner)
      10. Februar 2018 20:26

      Die NATO hat keinen Anti NATO Aggressionsstrategie - das ist doch Putin Prop
      In Wirklichkeit geht es immer um Wirtschaft und der Verlust der Ressourcen und des Markts der Ukraine um den geht es den Russen unter Putin...er hat es aber selber verspielt mit der Eskalation in 2014 ...Pech nun hassen ihn die Ukraine auf immer...

      Die NATO da geht es um Europas Sicherheit - die USA ist auch ohne NATO sicher.

      Das 6 verwirrte EU Mitglieder noch nicht in NATO sind sollte sich je bald aendern weil das total unverantwortlich ist sich von allen anderen verteidigen zu lassen...

      0,67 % GDP Defence in Austria! Skandal ohnegleichen

      Die Balkanstaaten sind nun alle ueber 3,600 $ GDP Capita

  6. logiker2
    06. Februar 2018 09:00

    als hätten wir nicht schon Spinner und Völkerverräter genug ......

    • logiker2
      06. Februar 2018 09:05

      PS: und wenn schon, nicht die Ukraine passt zum Balkan, sondern beide zu Brüssel.

    • Gunther Fehlinger (kein Partner)
      10. Februar 2018 19:50

      danke
      warum darf ich fragen meinen Sie mich damit?
      Interessant das es Spinnerei ist die Linie der Ukrainischen Regierung mit EU und NATO Zukunft in Oesterreich darzulegen ist man dann Spinner? Oder Verraeter? Warum?

      Die Idee das mit Balkan und SEE zu machen ist nur die Methode.

      Das kann man unterschiedlicher Meinung sein aber was ist daran Verrat?
      Und an wem? der Ukraine? An Oesterreich? An der EU? An Ihren Vorstellung und Illusionen? Sehr interesant...

    • Gunther Fehlinger (kein Partner)
      10. Februar 2018 19:51

      ich vermute Sie denken EU und alles ist was schlechtes und wollen gerne auf das Wohlstandsniveau von Oesterreich vor 1995 zureuck...

      Viel Spass dort...

  7. Wyatt
    06. Februar 2018 07:34

    .......Nachtigall ich hör dich trapsen!

    oder ein Beitrag des US Council on Foreign Relations (CFR)

    https://www.youtube.com/watch?v=l74KmfD7P0I&index=4&list=PLgMaJWgIsdbMAV0aMWc2zGKXuxJJxZLHi&t=13s

    • Gunther Fehlinger (kein Partner)
      10. Februar 2018 19:54

      nein es ist auch ECFR - online
      es ist die Idee Europas.

      Ueberigens sind wir in Europa seit 2 WK Verbuendete der USA in NATO...

      Alle ausser verwirrten Insulaner und oder Asterix artigen Einzelgaenger....

      Es ist auch fuer Oesterreich Zeit die Westintegration zu vollenden

      Der Rest Europas ist schon dort...sogar Albanien und Montenegro!





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