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Verfrühter Maskenball: Kern und Stöger als Wirtschaftsexperten drucken

Lesezeit: 3:30

Es war eine der vielen Verkleidungen, die der SPÖ-Chef in seiner Verzweiflung fast schon im Tagesrhythmus wechselt: nämlich die des erfahrenen Wirtschaftsmanagers.

Abgesehen davon,

  • dass Christian Kern nach zahllosen Plänen von A bis XYZ, etlichen Blamagen (Panzer an die Grenze und dann doch nicht, "Kurz muss den Vizekanzler machen", "Vollholler"-Sager zur Mittelmeerschließung, Steuergeldverschleuderung für ein "Silicon Austria", peinlichen Drohungen gegen gleich drei Nachbarländer) oder lächerlichen Auftritten als Pizzabote wohl nirgends mehr ernst genommen wird;
  • dass seine einzelnen Verkleidungen, die politische Substanz vortäuschen sollen, ob ihrer verwirrenden und widersprüchlichen Vielfalt ohnedies von niemandem mehr zur Kenntnis genommen werden;
  • dass eine Tätigkeit beim alljährlich Milliarden Steuergeld verschlingenden Gewerkschafts-Moloch ÖBB ein absoluter Widerspruch zum Erwerb irgendeiner ökonomischen Kompetenz sind;
  • und dass er seit der Vorwoche mit "Hol dir, was dir zusteht" die SPÖ plötzlich auf einen de facto kommunistischen Kurs katapultiert hat.

Abgesehen von all dem wird der Versuch, die SPÖ als Wirtschaftspartei auszugeben, durch Sozialminister Stöger endgültig zur Farce gemacht. Stöger demonstriert nämlich seit Jahr und Tag unbändigen Hass auf jeden Unternehmer und enorme Lust, diese zu schikanieren. Er begreift nicht, dass Österreichs Zukunft und Wohlstand einzig von der Wirtschaft und nicht von Beamten und Gewerkschaftern gesichert werden können.

Das ist jetzt durch Stögers Vorgehen gegen den steirischen Vorzeigebetrieb Andritz besonders drastisch deutlich geworden. Stögers Sozialministerium verhängte über das Unternehmen eine Verwaltungsstrafe von sage und schreibe 22 Millionen Euro, weil Andritz einen Montageauftrag in der Höhe von 7 Millionen an eine kroatische Gesellschaft vergeben hat.

Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: 22 Millionen Strafe für einen 7-Millionen-Auftrag. Das ist ungeheuerlich, selbst wenn Kroatien nicht EU-Mitglied wäre.

Das dabei nach Ansicht der Stöger-Mannschaft begangene "Delikt" des Betriebes war eine angebliche Verletzung des "Arbeitsvertragsrechtsanpassungsgesetzes". Im Unternehmen Andritz war  man der Meinung, dass man einen ganz normalen Auftrag an die Kroaten vergeben habe, der mit diesem (schon in der Bezeichnung monströsen) Gesetz überhaupt nichts zu tun hat. Der sprachbehinderte Gewerkschafter aus Oberösterreich sieht in diesem Auftrag hingegen eine Überlassung von Arbeitskräften.

Selbst wenn der Sozialminister recht hätte, selbst wenn das Ganze nicht eindeutig EU-widrig wäre (wonach es fünf Kilometer gegen den Wind riecht, was freilich erst in geschätzten fünf Jahren rechtskräftig geklärt sein dürfte), so ist alleine die vom Ministerium ausgesprochene Strafhöhe unfassbar. Sie enthüllt den ganzen Hass Stögers und seiner Mannschaft auf Unternehmen, die ganz ohne Steuergeld funktionieren (sehr zum Unterschied von Kerns ÖBB und anderen Gewerkschaftsbetrieben). Diese absurde Strafhöhe ist juristenakrobatisch durch Mehrfachbestrafungen wegen jedes einzelnen bei dem Auftrag beschäftigten Arbeitnehmers zustandegekommen.

Zusätzlich grotesk wird der Vorgang auch angesichts der Tatsache, dass die SPÖ der ÖVP schon lange die Abschaffung dieser schikanösen Bürokratiewaffe "Mehrfachbestrafung für die gleiche Übertretung" versprochen hat – aber dann die Umsetzung dieser Abschaffung blockiert hat. Dieses Versprechen war  etwa "Plan H" von Christian Kern. H wie heiße Luft.

Andritz kann sich jedoch wehren. Nicht so sehr durch das Sankt-Nimmerleins-Warten auf den Rechtsweg, sondern viel schneller dadurch, dass das Unternehmen solcherart jede Lust verloren hat, noch weiter in Österreich zu investieren. Einen ähnlichen schrittweisen Abzug von Investitionen aus Österreich führen hunderte andere Firmen schon seit Jahren ohne großen Trommelwirbel still und leise durch. Andritz-Chef Wolfgang Leitner hat ihn nun sogar öffentlich angekündigt.

Kann man es ihm verdenken?

PS: Apropos: Noch ein zweiter großer Industriebetrieb hat den Weg der Desinvestition aus Österreich auch offiziell annonciert. Das ist die Voest. Diese sieht sich außerstande, die (ebenfalls von exzedierenden Bürokraten und ideologischen Politikern ausgekochten) Umweltregulierungen in Österreich und EU weiterhin zu stemmen und verlegt immer mehr seine Tätigkeit nach Übersee.

PPS: Weil Sozialisten einfach nichts von Wirtschaft verstehen, begreifen sie übrigens auch nicht, weshalb Donald Trump trotz vieler Hoppalas in den USA unverändert populär ist: Er tut nämlich alles, um Unternehmen im Land zu halten, beziehungsweise hereinzuholen – statt sie zu schikanieren. Deswegen begreifen sie auch nicht, weshalb (im Grund ganz ähnlich) die deutsche Regierung der eigenen Autoindustrie immer massiv die Mauer gemacht hat. Statt dessen glauben Sozialisten ernstlich, dass man mit immer noch mehr Steuergeld Arbeitsplätze schaffen kann.

PPPS: Wer nicht glaubt, dass solche Mehrfachbestrafungen für ein einziges Delikt im Verwaltungsrecht (sehr zum Unterschied vom Strafrecht übrigens!) im angeblichen Rechtsstaat Österreich durchaus möglich und üblich sind, lasse sein Auto auf einem parkbeschränkten Platz stehen und erkranke dann mehrere Tage. Er wird dann viele Anzeigen bekommen …

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  1. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    07. August 2017 00:59

    Unser Blogmaster hat Unrecht.
    Die Wertschöpfung ist nämlich etwas, was gottgegeben entsteht. Sie ist einfach da.
    Daher besteht die einzige Aufgabe der Politik darin, sie gerecht zu verteilen.
    Unternehmen stören dabei nur.

    Wer's nicht glaubt, frage den Wiener Volkswirtschaftsprofessor, den wir aus der DDR importiert haben (keine Ironie).

  2. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    07. August 2017 00:53

    Kann man diesen zweiten Oberösterreicher, der bei weitem der gefährlichere, weil links und unbelehrbar, ist, nicht ins Ausgedinge schupfen, wie den ersten? Solche Eskapaden kann sich nur ein gewerkschaftlich einzementierter, geistig nicht besonders bemittelter (sanft ausgedrückt) Parteisoldat leisten. Bei einer solchen Regierung ist das Auswandern der Firmen das einzig Mögliche. Aber hoffen wir auf den Herbst, da sind auch die Pizzen nicht so gefragt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    07. August 2017 07:18

    "Andritz"
    als erfolgreiches Unternehmen hat schon vor Jahren - wie auch seinerzeit in "Radio Steiermark" berichtet bei einem Großauftrag aus Indonesien - junge Leute von Grienpiss, im ORF liebevoll als Umweltschutz Aktivisten bezeichnet (der vom Mensch verursachte Klimawandel war noch nicht erfunden.) - veranlasst, sich an die Werkstore zu ketten, weil sie um den "letzten Regenwald" fürchteten, sollte "Andritz" und nicht der Mitbewerber aus USA den Auftrag erhalten, …....

    Aber wie die Geschäftsführung damals eine "Einigung" erzielte, bzw. in welcher Höhe "Spendengelder" flossen, darüber wurde Stillschweigen gewahrt.

  4. Ausgezeichneter KommentatorAntonia Feretti
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    07. August 2017 02:30

    Man fragt sich schon: hätte man bei der Ausschreibung für die Kesselflickerei eine (wesentlich teurere) Österreicherpartie(so vorhanden?), genommen, müssten sich die Vorstände wohl wegen Untreue verantworten!

  5. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    07. August 2017 05:39

    Angesichts so einer Frechheit sollten die Verantwortlich die Renovierung
    vom Werk Andritz abblasen und ein neues bauen - irgendwo auf der
    Welt, nur nicht in Ösistan.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    07. August 2017 08:42

    Das ist jetzt Andritz.
    Hat Herr Unterberger eine Vorstellung, wie es den Klein- und Mittelbetrieben geht, die sich nicht wehren können?

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    07. August 2017 09:22

    Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren, auch die Sozikaiser.

    Arbeitsvertreibung aus Österreich betreiben die österreichischen Gewerkschaften schon seit fast 50 Jahren. AUA, Semperit, Konsum, CA, BAWAG, Z, lassen grüßen. Diese Volksschädlinge, die dafür verantwortlich sind, heißen Gewerkschaften und Herr Stöger scheint auch ein solcher zu sein.

    Ich selbst habe Andritz im Lokomotivenbau als verlässlichen Partner bei Elin erlebt. Elin wurde auch ein Opfer der Gewerkschaften und natürlich in der Folge von Siemens. Elin hatte einst (vor 40 Jahren) in Wien noch 35 000 Mitarbeiter. Der Übernehmer Siemens hatte einst noch in den späten 1970-er Jahren in Wien auch etwa 35 000 Mitarbeiter und heute in Wien ? Wenn es noch 3 500 sind (habe nicht nachgesehen) habe ich sicher hoch geschätzt. In Österreich ist überall der Gewerkschafts- und Überregulierungswurm drinnen und da hat man bei Siemens keine Chance, die Arbeitsplätze sind jetzt in Shanghay. Ich kenne sogar Siemensmitarbeiter, die das Know How dorthin übergeben müssen und dann auf AMS Kosten in die Pension geschickt werden. Aber die Gewerkschaften spucken große Töne, verschwenden unser Steuergeld (sie leben längst nicht mehr von Mitgliedsgebühren) und vertreiben die Arbeit und die Investition aus Österreich.

    Wer da Mitglied ist, ist für mich mitschuldig.

    Herr Stöger ist Sozialminister und müsste eigentlich um die ständig wachsende Arbeitslosenzahl, trotz Konjunktur, Bescheid wissen. Die einzigen, die noch Arbeit bringen, die Firmen, lässt er bestrafen.

    Jeder vernünftige Sozi, der einen Arbeitsplatz sucht, absichern will, etc. müsste bei der Wahl die Konsequenzen ziehen. Die bessere Arbeiterpartei ist die FPÖ, die setzt sich für Mittelstand und Arbeit ein.

    Ich bleibe bei meinem Wunsch ans Christkind, nur eine 2/3 Mehrheit der FPÖ kann Erneuerung und Verbesserung in Österreich bringen, wie im Artikel beschrieben, die SPÖ auf keinen Fall und die Grünen schon überhaupt nicht.

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  1. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    09. August 2017 23:38

    dass er seit der Vorwoche mit "Hol dir, was dir zusteht" die SPÖ plötzlich auf einen de facto kommunistischen Kurs katapultiert hat...

    Kern hat gar nichts getan. Er plappert nur nach, was der Spinn-Doktor sagt, der grad Turnusdienst hat.

  2. AppolloniO (kein Partner)
    09. August 2017 11:09

    In "hol dir was dir zusteht" sieht AU eine fast kommunistische Denkungsweise. Wirklich?
    In allen kommunistischen Ländern wird Diebstahl und Raub härter bestraft als bei uns.
    Es sei denn der Staat ist der Täter!?!

  3. Knut (kein Partner)
    09. August 2017 06:59

    Warum zum Henker muss ich mir holen, was mir zusteht? Warum bekommen ich es nicht einfach? Wie ist das zu verstehen? Wurden mir im Vorfeld viel zu viele Steuern abgezogen?

    Zum Kern: Als erfahrener Schlepper, Pizzalieferant und Minteralwasserzusteller sehe ich ihn nach der Wahl vor meinem geistigen Auge schon in der Leergutabteilung im Interspar am Flaschensortieren. Die brauchen nun mal gute Leute für so was.

    Was nun noch Feinstaub, CO2, Stickoxide, Diesel und die ganze verlogene Umwelthysterie anlangt, hat der seriöse Wissenschaftler Prof. Matthias Klingner vom Fraunhofer Institut Klartext gesprochen: h t t p s : / / brd-schwindel.org/diesel-was-soll-der-ganze-quatsch/

  4. Der Realist (kein Partner)
    09. August 2017 03:48

    Mit seinen Verkleidungen will Kern ja nur den coolen Typen markieren und gleichzeitig sein Wählerklientel aus dem tiefsten Gemeindebau bedienen, aber mittlerweile lassen sich auch diese "Eliten" von solchen Showelementen nur mehr mäßig beeindrucken. Kern wird die Wahl in Wien verlieren, dank Häupl und seiner Weiber. Von Häupl hört man eigentlich schon lange nichts mehr, abgesehen von einigen seiner depperten Sager die eben regelmäßig in Richtung politischer Gegner abgesondert werden.
    Dass Stögers intellektuelle Kapazität äußerst bescheiden ist, gilt ja auch nicht gerade als Geheimnis. Um seine Existenzberechtigung zu untermauern, muss er sich halt auch fallweise bemerkbar machen.

  5. Ökonomie-Vergelter
    07. August 2017 11:57

    Dazu passend im Forum der "Presse" gefunden:

    "Roger Pallavicini 04.08.2017 19:36

    Jedes Unternehmen dieser Grösse sollte einen Stab von Juristen und Betriebswirten unterhalten, die sich mit den jährlich ändernden Richtlinien für EU-Förderungen beschäftigen. Weiters Expertengruppen für Arbeitsrecht, Weiterbildung, Compliance, internationales Steuerrecht, Arbeitssicherheit und Pensionrecht. Nicht
    zu vergessen die Teams für Umweltschutz, Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung. Wenn das Unternehmen auch noch Maschinen herstellt ist es schon Luxus.
    "

    Fazit:
    Wir brauchen eine noch viel höhere Akademikerquote! [/Ironie aus]

    Quelle:
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/unternehmen/5263890/Andritz-droht-22MillionenEuroStrafe-wegen-Arbeitsrechtsvergehen

  6. hellusier
    07. August 2017 10:35

    ÖGB ,AK, ORF sind die Gehilfen des Österreich-Schlachten - und die Vielen schauen zu im Vertrauen auf die Anderen -die müssen brennen :"Her" mit dem Zaster"! - jetzt Frau Landeshauptmann..............
    Solcherlei Politik braucht solcherlei Volk!! Stöger-Häupl - Kern - Schulden machen
    und die Ge-Rechten zahlen lassen - ein europäisches Trauerspiel!
    Wahlen - wie im alten Rom: Vorher Stimmen kaufen - Lügen - hetzen - verteilen-
    Sachverhalte fälschen - dann ist der Permanent-Sieg sicher - Glück Auf.

    • riri
      07. August 2017 22:14

      Stöger, Häupl,...Leitl & Co lassen auch zahlen, wenn die Sozi kassieren, dann wir auch, das ist die Sozialpartnerschaft, darum bleibt uns Rot/Schwarz erhalten.
      Zum Fall Andritz hat man schon eine Stellungnahme vom Wirtschaftsminister gehört? Oder von Herrn Kurz? Nix da, es gilt die Kern-Parole, wir holen uns worauf wir scharf sind, und das sind Eure Gewinne.
      Unglaublich, welcher Clique wir ausgeliefert sind.

  7. Ingrid Bittner
    07. August 2017 09:40

    Kanzler Kern will ein ernsthafter Politiker sein? Ich bezweifle das sehr:

    http://www.krone.at/medien/noch-mehr-kern-sujets-die-nie-erscheinen-werden-nach-hollywood-video-story-582210

    Auch wenn die Sujets nie erscheinen werden, allein, wenn sich ein Kanzler für solche Aufnahmen zur Verfügung stellt und ernsthaft in Erwägung zieht, damit Werbu ng zu machen, dann frag ich mich schon, welch Geistes Kind der ist

    • AppolloniO (kein Partner)
      09. August 2017 11:29

      Aber der ORF und seine geistverwandten Druckmedien lassen keine Gelegenheit aus zu erwähnen,
      wieviel Management(!)erfahrung(!) Herr Kern doch bei den ÖBB gesammelt habe.
      Mein OPA fuhr auch mit dem Dreirad um auf der Straße Eisstanitzel zu verkaufen. Der hat ebensoviel Erfahrung eingesammelt.

    • riri
      10. August 2017 21:23

      Ich bin überzeugt, Ihr Herr Großvater hat sich weit mehr Erfahrung und Wissen im Verkauf angeeignet, als der Kern. Kern verschenkt alles, außer Spesen nichts gewesen.

  8. Josef Maierhofer
    07. August 2017 09:22

    Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren, auch die Sozikaiser.

    Arbeitsvertreibung aus Österreich betreiben die österreichischen Gewerkschaften schon seit fast 50 Jahren. AUA, Semperit, Konsum, CA, BAWAG, Z, lassen grüßen. Diese Volksschädlinge, die dafür verantwortlich sind, heißen Gewerkschaften und Herr Stöger scheint auch ein solcher zu sein.

    Ich selbst habe Andritz im Lokomotivenbau als verlässlichen Partner bei Elin erlebt. Elin wurde auch ein Opfer der Gewerkschaften und natürlich in der Folge von Siemens. Elin hatte einst (vor 40 Jahren) in Wien noch 35 000 Mitarbeiter. Der Übernehmer Siemens hatte einst noch in den späten 1970-er Jahren in Wien auch etwa 35 000 Mitarbeiter und heute in Wien ? Wenn es noch 3 500 sind (habe nicht nachgesehen) habe ich sicher hoch geschätzt. In Österreich ist überall der Gewerkschafts- und Überregulierungswurm drinnen und da hat man bei Siemens keine Chance, die Arbeitsplätze sind jetzt in Shanghay. Ich kenne sogar Siemensmitarbeiter, die das Know How dorthin übergeben müssen und dann auf AMS Kosten in die Pension geschickt werden. Aber die Gewerkschaften spucken große Töne, verschwenden unser Steuergeld (sie leben längst nicht mehr von Mitgliedsgebühren) und vertreiben die Arbeit und die Investition aus Österreich.

    Wer da Mitglied ist, ist für mich mitschuldig.

    Herr Stöger ist Sozialminister und müsste eigentlich um die ständig wachsende Arbeitslosenzahl, trotz Konjunktur, Bescheid wissen. Die einzigen, die noch Arbeit bringen, die Firmen, lässt er bestrafen.

    Jeder vernünftige Sozi, der einen Arbeitsplatz sucht, absichern will, etc. müsste bei der Wahl die Konsequenzen ziehen. Die bessere Arbeiterpartei ist die FPÖ, die setzt sich für Mittelstand und Arbeit ein.

    Ich bleibe bei meinem Wunsch ans Christkind, nur eine 2/3 Mehrheit der FPÖ kann Erneuerung und Verbesserung in Österreich bringen, wie im Artikel beschrieben, die SPÖ auf keinen Fall und die Grünen schon überhaupt nicht.

    • Günter Pollak
      07. August 2017 09:40

      2/3 Mehrheit der FPÖ ist ein Wunsch ans Christkind.

      2/3 Mehrheit für schwarz-blau wäre hingegen möglich.

      Eine Mehrheit für rot-blau wäre hingegen verheerend für alle, die sich etwas Geld erspart haben. Dann heißt es nämlich wieder "Jagt die bösen Kapitalisten!" oder "Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderer!".
      Und daher "Holt euch, was euch zusteht!"

      Daher scheint mir eine Stimme für Kurz derzeit die bessere Option zu sein.

    • moderatus
      07. August 2017 14:19

      @Günter Pollak
      100% Ihrer Meinung!

    • Josef Maierhofer
      07. August 2017 20:28

      @ Günter Pollak
      @ moderatus

      2/3 für Schwarz - Blau wird vermutlich auch nicht drinnen sein, ich fürchte die von Herrn Kickl schon angekündigte Neuauflage von Rot-Schwarz, diesmal unter Kern, soviel wird sich noch manipulierbar sein beim Wahlschaf.

      Aber tatsächlich Erneuerung wäre in Österreich nur mit 2/3 FPÖ möglich, mit Koalitionen bleibt die Hälfte liegen und die Hälfte der Schmarotzer auch.

      Rot-Blau würde ich sehr fürchten.

  9. Pennpatrik
    07. August 2017 08:42

    Das ist jetzt Andritz.
    Hat Herr Unterberger eine Vorstellung, wie es den Klein- und Mittelbetrieben geht, die sich nicht wehren können?

  10. Bob
    07. August 2017 08:17

    Wie ist es möglich das eine Regierung nur aus Hohlköpfen besteht, die alles tut um Österreich zu schaden. Und wir betroffenen Bürger lassen uns das widerspruchslos gefallen? Ich hoffe stark das sich im Oktober etwas zum Besseren wendet.

  11. Ausgebeuteter
    07. August 2017 08:06

    Nach dem 15. Oktober 2017 wird die SPÖ Ursachenforschung zu den massiven Stimmenverlusten betreiben. Entweder wird man die Schuld der Wahlniederlage nur bei den anderen Parteien konstatieren oder aber mit Vernunft doch diese in den eigenen Reihen und bei den falschen Beratern finden. Damit sind auch die politischen Karrieren von Kern, Stöger, Rendi-Wagner et al. zu Ende.
    Derzeit ist das eben Geschriebene nur ein Traum bzw. eine Prognose, aber in 10 Wochen wird es Wirklichkeit werden.

    • Kyrios Doulos
      07. August 2017 09:05

      Lieber Ausgebeuteter,

      woher nehmen Sie die frohmachende Hoffnung, die Österreicher würden endlich, endlich das Joch des Kommunismus abschütteln? Dann dürften Sie übrigens auch nicht Grün, Pilz, NEOS und ÖVP wählen. Die ÖVP hat gegen solche Gesetze, wie sie in der causa Andritz schlagend geworden sind, m.W. nie bekämpft, sondern immer abgenickt.

      Und die Österreicher wählen nicht nach klugen wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern nach dem immer einen: "panem et circenses" - und das ist tatsächlich die KERN-Kompetenz der SPÖ.

      Darum meine Frage: woher nehmen Sie die Hoffnung, daß am 15.10. nur irgendetwas anders werden könnte? Ich will nämlich auch hoffen können.

    • Kyrios Doulos
      07. August 2017 09:07

      @Kyrios Doulos: Erratum:
      in der 2.Zeile von mir muß es heißen: Dann dürften sie übrigens ...

    • Ausgebeuteter
      07. August 2017 14:04

      Kyrios Doulos:
      Ich habe weder eine Kristallkugel, noch kann ich Kaffeesud lesen und Urin beurteilen, aber der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass die Österreicher endlich aufwachen werden. Wenn sich Kurz nicht ändert und klar positioniert, dann bleibt als "kleineres Übel" nur die FPÖ als wählbar übrig.

  12. Wyatt
    07. August 2017 07:18

    "Andritz"
    als erfolgreiches Unternehmen hat schon vor Jahren - wie auch seinerzeit in "Radio Steiermark" berichtet bei einem Großauftrag aus Indonesien - junge Leute von Grienpiss, im ORF liebevoll als Umweltschutz Aktivisten bezeichnet (der vom Mensch verursachte Klimawandel war noch nicht erfunden.) - veranlasst, sich an die Werkstore zu ketten, weil sie um den "letzten Regenwald" fürchteten, sollte "Andritz" und nicht der Mitbewerber aus USA den Auftrag erhalten, …....

    Aber wie die Geschäftsführung damals eine "Einigung" erzielte, bzw. in welcher Höhe "Spendengelder" flossen, darüber wurde Stillschweigen gewahrt.

    • Wyatt
      07. August 2017 07:25

      Zahlungen aus dem Titel "Überlassung von Arbeitskräften" darf keinesfalls mit Zahlungen aus dem sich ausweitenden und nimmer endenden Titel "Abgasskandal" der Autoindustrie, verglichen werden.

  13. machmuss verschiebnix
    07. August 2017 05:39

    Angesichts so einer Frechheit sollten die Verantwortlich die Renovierung
    vom Werk Andritz abblasen und ein neues bauen - irgendwo auf der
    Welt, nur nicht in Ösistan.

    • Torres (kein Partner)
      09. August 2017 09:39

      Glauben Sie, dass dadurch Stöger auch nur einen Euro von seinem Ministergehalt und später von seiner Ministerpension verliert? Oder dass ihm sonst etwas passiert? Keineswegs! Dem offenbar genialen Multiminister ist das völlig wurscht. Hauptsache, die Partei und die Gewerkschaft sind zufrieden. Wirtschaftsstandort Österreich? Arbeitsplätze? Doch wohl nicht für SPÖ und ÖBB!

  14. Antonia Feretti
    07. August 2017 02:30

    Man fragt sich schon: hätte man bei der Ausschreibung für die Kesselflickerei eine (wesentlich teurere) Österreicherpartie(so vorhanden?), genommen, müssten sich die Vorstände wohl wegen Untreue verantworten!

  15. Pennpatrik
  16. Pennpatrik
    07. August 2017 00:59

    Unser Blogmaster hat Unrecht.
    Die Wertschöpfung ist nämlich etwas, was gottgegeben entsteht. Sie ist einfach da.
    Daher besteht die einzige Aufgabe der Politik darin, sie gerecht zu verteilen.
    Unternehmen stören dabei nur.

    Wer's nicht glaubt, frage den Wiener Volkswirtschaftsprofessor, den wir aus der DDR importiert haben (keine Ironie).

    • G?nter Pollak
      07. August 2017 06:14

      Ich frage mich oft, ob sich unsere Politiker folgender Tatsachen bewusst sind:

      1. Das Zeitalter der billigen Energie, das mit der industriellen Revolution in England begonnen hat, ist zu Ende. Die Erbschaft an gespeicherter Sonnenenergie aus der Zeit der Dinosaurier geht zur Neige. (Kohle, Erdöl, Erdgas.)

      2. Damit ist auch die Ära des garantierten Wirtschaftswachstums zu Ende. "Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anders!" stimmt nicht mehr. Wir werden alle ärmer werden.

      3. Damit ist eine Politik zu Ende, die nur den Zuwachs gerecht verteilen musste. In Zukunft müssen harte Entscheidungen getroffen werden. Und kommuniziert werden.

    • Wyatt
      07. August 2017 06:57

      ........Die Erbschaft an gespeicherter Sonnenenergie aus der Zeit der Dinosaurier geht zur Neige. (Kohle, Erdöl, Erdgas.) ??????

      SO EIN BLÖDSINN !

      .....deshalb verhindern - vormals Verhinderungslobby - jetzt NGO's Wasserkraft und Kernkraft, wie u. wo immer nur möglich?

    • Ausgebeuteter
      07. August 2017 07:55

      Wer an unendlich große Reserven von Kohle, Erdöl, Erdgas glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
      Billige Energie in Form von elektrischen Strom wird einmal (in 35 Jahren?) durch die Kernfusionreaktoren vorhanden sein. Aber da gibt es noch etliche Hürden zu meistern. Warten wir auf die ersten Ergebnisse von ITER ab, oder wird doch die Stelleratoren-Methode die große Chance sein?
      Vorerst werden doch die umweltfreundichen Umwandlungen der kostenlosen Sonnenenergie die besten Alternativen bleiben.

    • Günter Pollak
      07. August 2017 08:39

      @Wyatt
      Es geht nicht darum, wie viel von der Erbschaft noch da ist, sondern darum, zu welchem Preis sie verfügbar gemacht werden kann.
      Derzeit ist das Wirtschaftswachstum niedrig und daher auch der Ölpreis niedrig. Dadurch sind die fracking Industrien in den USA fürs erste mal bankrott gegangen

      https://www.forbes.com/sites/jamesconca/2017/03/02/no-peak-oil-for-america-or-the-world/#3d4df4b54220

      "Unfortunately, the environmental cost of unconventionals is even greater than for conventional sources."

      Aber keine Angst, sobald die Wirtschaft wieder wächst, steigt auch der Ölpreis wieder. (Vielleicht hält Venezuelas Regierung so lange durch :-)

      Es geht darum, ob die Energie BILLIG genug ist

    • Ausgebeuteter
      07. August 2017 08:47

      @ Günter Pollak:
      Völlig richtig, es gebe noch einiges an Reserven, aber dazu sind größere Tiefen (vorwiegend auch unter dem Meeresgrund und in den Polargebieten) zu erreichen, was mit enormen Kosten und Umweltauflagen verbunden ist. Und da ist schnell die Preisgrenze erreicht, wo die Sonnenenergie (dazu gehören auch indirekt die Windkraftwerke) günstiger elektrischen Strom produzieren kann.

    • Günter Pollak
      07. August 2017 08:49

      @Ausgebeuteter
      Tja, als promovierter Physiker muss ich ihnen leider sagen, dass die Hoffnung auf eine kontrollierte Kernfusion auf unserem Planeten schon mindestens 40 Jahre lang den Leuten verkauft wird, aber leider, leider wird es immer erst in 10 Jahren oder in 20 Jahren oder in 35 Jahren soweit sein.

      "Etwa ab 2035[3] werden die Experimente durch Verwendung von Tritium realistischer, aber durch die Neutronenstrahlung auch schwieriger."

      Daher müssen wir wohl mit der Sonnenenergie auskommen.
      Aber das wird deutlich weniger und deutlich teurer sein als der Strom aus den Gasturbinen mit Putins Erdgas.

      Elektromobilität? -> Noch teurer

    • Wyatt
      07. August 2017 09:59

      G?nter Pollak & Ausgebeuteter,
      wieder einmal vom Thema ablenken?

      Das Thema heute ist nämlich, die jegliche Verhältnismäßigkeit vermissende Milliardenforderung an ein (zu) erfolgreiches Industrieunternehmen und nicht das der Grünen Grund- u. Dauerthema: "………die Vorräte zur Energiegewinnung neigen sich dem Ende zu!"

    • Applaus
      07. August 2017 10:08

      Bravo, Wyatt (und auch Pennaptrik)!

      Durchschaubar, wie hier krampfhaft versucht wird, "Peak Oil" wieder aufzuwärmen. Von der in den Mund geschobenen "unendlich" großen Reserve war nicht die Rede.

      Bei Öl hundert Jahre, bei Kohle (in Verbindung mit katalytischen Filtern) 1000 Jahre.

      Die Umweltauflagen sind teils überschießend, nach dem Willen der Energierevolutionäre. Die Technik für schwierige Explorationen wird laufend verbessert. Das Zurückdrängen der Wasserenergie durch übliche Verdächtige bleibt hier unbeantwortet!

    • Ausgebeuteter
      07. August 2017 10:17

      Günter Pollak:
      Warum investiert die internationale Staatengemeinschaft dann soviel Geld in das Projekt in Südfrankreich, wenn es nicht letztendlich doch zum Ziel führen würde? Ohne hier auf Details einzugehen, müssen Sie anerkennen, dass bei diesem Thema schon einige Hürden gemeistert wurden, auch wenn dabei gleichzeitig neue Herausforderungen sichtbar wurden. Ich betrachte die kommerzielle Nutzung der Kernfusion in der Zukunft nicht als aussichtslos.

    • G?nter Pollak
      07. August 2017 14:42

      @wyatt
      Ich habe auf pennpatrik geantwortet.

      Aber es passt auch zum SPÖ Slogan "Hol dir, was dir zusteht". Die Geisteswissenschaftler glauben wirklich, alles sei verhandelbar. Aber mit der Natur kann man nicht verhandeln.

    • G?nter Pollak
      07. August 2017 14:51

      @Applaus
      Es geht darum, dass ohne Input von BILLIGER Energie die Wirtschaft nur mehr selten wächst und der Wohlstand tendenziell eher sinken wird. "...was dir zusteht" ist nimmer so viel.

      @Ausgebeuteter
      Natürlich ist ITER eine Super Sache.
      Aber zur Bereitstellung von größeren Energiemengen würde ich dzt eher auf Thorium setzen. Das könnte sogar das Atommüllproblem beherrschbar machen.

    • Knut (kein Partner)
      09. August 2017 07:09

      G?nter Pollak:

      Das Märchen vom Peak Oil wurde schon lange klammheimlich begraben und hier noch die Info, woher das Öl wirklich kommt:

      h t t p : / / info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/das-maerchen-vom-peak-oil-wird-klammheimlich-begraben.html

      Aber der Großteil glaubt ja gerne an Märchen und fast alle Medien plappern dieses Märchen hirnlos nach. Das Problem ist nur, dass wirklich brauchbare Lösungen, die uns fast nichts kosten würden, in den Schubladen verschwinden. Bei Bedarf samt dem Erfinder. Die Öl/Gas/Stromlobby ist (noch) zu mächtig und lässt sich nicht in die Suppe spucken.

    • Günter Pollak
      20. August 2017 13:17

      @Knut

      Wieveile chondritische Meteorite braucht es, um den Erdölbedarf der Erde nur für ein Jahr zu decken?

      Scherz beiseite:
      An den Kohlenstoffisotopen kann man gut ablesen, seit wann das Kohlenstoff in der Erdkruste war.
      Sorry!

      https://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6l#Entstehung

  17. kritikos
    07. August 2017 00:53

    Kann man diesen zweiten Oberösterreicher, der bei weitem der gefährlichere, weil links und unbelehrbar, ist, nicht ins Ausgedinge schupfen, wie den ersten? Solche Eskapaden kann sich nur ein gewerkschaftlich einzementierter, geistig nicht besonders bemittelter (sanft ausgedrückt) Parteisoldat leisten. Bei einer solchen Regierung ist das Auswandern der Firmen das einzig Mögliche. Aber hoffen wir auf den Herbst, da sind auch die Pizzen nicht so gefragt.





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