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Die verkaufte Stadt drucken

Lesezeit: 8:00

Einzig mit massiven finanziellen Interessen ist zu erklären, dass jetzt das im Sommer schon einmal stornierte Hochhausprojekt neben dem Wiener Konzerthaus in nahezu unveränderter Form doch gebaut wird. Dabei ist schon allein der Umstand, dass das Rathaus dafür die Einstufung Wiens als „Weltkulturerbe“ eiskalt preisgibt, ein unglaublicher Skandal. Das ist aber dennoch noch nicht der schlimmste Aspekt an der Hochhausaffäre. Drei andere sind noch viel schlimmer.

Völlig irrelevant ist hingegen die leichte Reduktion der geplanten Bauhöhe, deretwegen sich jetzt wie auf Pfiff alle zufrieden zeigen (was natürlich ganz andere Ursachen hat). Denn schon das jetzige Hotel Intercontinental mit seinen 39 Metern Bauhöhe hat immer wie die Faust aufs Auge in diese prachtvolle Ringstraßen-, Biedermeier- und Jugendstil-Stadtlandschaft gepasst (selbst wenn das nicht ein so potthässlicher Bau wäre).

Wenn nun das neue Projekt sogar 66 Meter hoch sein wird, dann ist das jedenfalls ein Mega-Anschlag auf das Wiener Stadtbild. Es ist daher einfach eine intellektuelle Zumutung, wenn sich die offizielle Stadtplanung darüber glücklich zeigt. Mit einem reinen Pseudoargument: Im ursprünglichen – wahrscheinlich ohnedies nur aus taktischen Überlegungen zuerst vorgeschobenen – Projekt hätte der Hochhausklotz sogar 73 Meter hoch ragen soll.

Eine seriöse Bewertung eines Projekts darf man aber doch nie mit einem anderen nie genehmigten Plan vergleichen, sondern nur mit der jetzigen Realität, also mit 39 Metern Bauhöhe. Oder maximal mit den Vorgaben der Unesco, der einzigen involvierten Institution, die da noch glaubwürdig ist. Die Unesco würde für einen Neubau an Stelle des Hotels eine Höhe von maximal 43 Metern tolerieren, damit der Titel „Weltkulturerbe“ für Wien (ja, es geht um ganz Wien!) erhalten bleibt.

Das Rathaus selbst ist längst völlig unglaubwürdig. Es hätte ja auch schon den ersten Plan mit seinen 73 Metern (nach anderen Angaben sogar 77 Metern) beflissen akzeptiert. Dieser Plan ist auch nicht wegen Bedenken der Stadtverwaltung, sondern nur wegen des Widerstands engagierter Bürger dieser Stadt zeitweilig zurückgezogen worden.

Dabei hat die zuständige grüne Stadträtin nackten politischen Zynismus an den Tag gelegt. Sie hat nämlich ganz offensichtlich das Projekt vor einem halben Jahr nur deshalb zurückgenommen, damit sich im Präsidentenwahlkampf kein Bürgerunmut aufstaut. Dieser Trick ist aber einfach zu plump, um nicht durchschaut zu werden, wenn das Hochhaus jetzt wenige Tage nach der Präsidentenwahl fast unverändert genehmigt wird. Das macht völlig eindeutig klar, dass das Ganze von Rotgrün nur deshalb inszeniert worden ist, um jedes Hindernis für ihren Kandidaten zeitweilig zu verräumen. Dass man sich aber von Anfang an unbedingt verpflichtet gefühlt hat, das nur privaten (oder scheinprivaten) Spekulationsgewinnen dienende Hochhaus am Ende jedenfalls doch zu genehmigen.

Dieser Zynismus ist der drittschlimmste Aspekt des Skandals. Dieser Zynismus zeigt sich jetzt nach der Wahl auch auf anderen Feldern. Jetzt zieht man ungeniert alle offensichtlich längst geplanten Schweinereien durch. Jetzt schnalzt man im rotschwarzgrünen Einvernehmen die ORF-Zwangsgebühren in die Höhe (obwohl der ORF durch einen ständig steigenden Fernsehteilnehmerkreis ohnedies große Zusatzeinnahmen hat). Jetzt kann man auch beginnen, den Widerstand gegen den türkischen EU-Beitritt zu entsorgen. Jetzt können die Bürger nur noch voll Panik warten, was sonst noch an Grauslichkeiten in den nächsten Wochen auf sie zukommt.

Das Zweitschlimmste ist, mit welchen Methoden es offensichtlich gelungen ist, fast alle potenziellen Gegner des Projekts zu „überzeugen“. Auch zwei der drei Wiener Oppositionsparteien und die sogenannten Fachbeiräte haben zugestimmt, ohne einen halbwegs glaubwürdigen Grund dafür nennen zu können. Vor den dick mit Inseraten gefütterten Zeitungen braucht das Wiener Rathaus sowieso keine Angst zu haben. Und die Kronenzeitung ist überdies von Anfang an auch aus sonstigen Interessen eindeutig dafür gewesen.

Das Allerschlimmste am Konzerthaus-Hochhaus aber ist eine ganz grundsätzliche Schockerfahrung: Den Machthabern im Rathaus ist diese Stadt, ist alles, was Wien ausmacht, einfach wurscht geworden. Sie bemühen sich nicht einmal mehr irgendwie, das zu bemänteln. Die Zeiten eines Helmut Zilk, der sich noch voll mit Wiens Wert identifiziert hat, sind vorbei.

Dabei ist doch ganz eindeutig: Es geht vor allen anderen Aspekten um Wien und nicht um die Unesco, so lobenswert charaktervoll die sich auch verhält. Der wesentlichste Schatz Wiens ist nun einmal seine gebaute Schönheit. Die macht den zentralen Wert der Stadt aus. Ihr kommt nur noch die überragende Bedeutung Wiens für die klassische Musik gleich. Diese wird übrigens neben den Bundesinstitutionen Staats- und Volksoper primär durch zwei private Institutionen (Musikverein und Philharmoniker) fast subventionsfrei lebendig gehalten, während sich das Niveau des Rathauses mehr auf der Ebene „Life Ball“ und Donauinselfest bewegt. Einzig diese beiden Faktoren bringen jährlich Millionen Touristen nach Wien.

Diese so attraktive gebaute Schönheit der Stadt ist bis vor genau hundert Jahren akkumuliert worden. Durch Bauten in Jugendstil, Gründerzeit, Barock und Gotik. Danach war absolut nichts mehr. Ich habe jedenfalls noch nie einen Touristen erlebt, der wegen Karl-Marx-Hof oder UNO-City nach Wien gekommen wäre.

Einer Frau Vassilakou und einem Herrn Häupl ist diese Stadt aber ganz offensichtlich schnurzegal. Eine gebürtige Griechin und ein gebürtiger Niederösterreicher haben absolut null Sensorium für die Schönheit Wiens. Sie begreifen einfach nicht, dass diese Schönheit – ganz unabhängig vom touristischen Label „Weltkulturerbe“ – für die Wiener einen riesigen emotionalen Wert hat. Vielleicht glauben sie auch, dass diese kulturinteressierten Wiener Bürger eh bald aussterben werden.

In dieser Gesinnung patzt man Hochhäuser einfach dort hin, wo sie den meisten Profit bringen. Da lässt man neben der Karlskirche hässliche Betonbauten hochziehen. Da entstellt man Hunderte Gründerzeit-Häuser durch hässliche Dachbodenausbauten. Da lässt man das Johann-Strauß-Juwel Zögernitz verfallen. Da verwandelt man das einstige Villenviertel Hohe Warte in eine Betonwüste abgrundtief hässlicher Bauten. Da verunstaltet man das Jugenstiljuwel Steinhof. Da hat man die alten Heurigen-Vororte kaputt gehen lassen.

Alles wurscht. Im liberalen Kapitalismus des 19. Jahrhunderts hat die damalige Stadtverwaltung noch beinhart eine strenge Bauordnung durchgesetzt. Im verwelkenden Sozialdemokratismus des 21. Jahrhunderts ist alles möglich geworden, wo irgendwer Profit machen kann. Und auch allen anderen Parteien machen mehr oder minder mit. Die Grünen überall; beim Hochhaus sind Schwarz und Pink üble Mittäter; und gegen eine Rettung Neustifts legen sich die Blauen quer.

Noch einmal zurück zum Hochhaus. Alle Argumente, die da zugunsten dieses Klotzes von einer Armee von PR-Agenten in die Diskussion geworfen worden sind, sind jedenfalls lächerlich:

  • „Sozialer Wohnbau ist notwendig“: Bei den Luxus-Preisen, die da künftig für Wohnungen im Hochhaus verlangt werden (aus den genannten Gründen auch verlangt werden müssen), hat das mit sozialem Wohnbau nicht das Geringste zu tun. Das wird eine reine Oligarchen-Burg.
  • „Wo soll man denn sonst bauen?“ Jenseits der Donau wie auch am Südrand der Stadt kann man fast unendlich viele Hochhäuser bauen (man könnte und sollte dort sogar weit pfiffigere bauen als jene, mit denen die Stadt bisher bereichert worden ist).
  • „Wien kann doch nicht erstarren.“ Schwachsinn. Erstens kann und soll man an den genannten Plätzen ohnedies so kreativ wie nur möglich bauen. Zweitens geht es nur um den Schutz des historischen Wiens innerhalb des Gürtels und um ein paar kleine Vororte. Der Großteil des Stadtgebiets kann voll dynamisch genutzt werden.
  • „In anderen Städten wird doch auch viel Modernes gebaut.“ Ja, aber zumindest in Europa fast nirgendwo in den historisch wertvollen Stadtgebieten. Wer daran zweifelt, den sollte man am besten zwangsverfrachten, um beispielsweise Dutzende italienische und Schweizer Städte zu besichtigen. Ja, auch in der angeblich so kapitalistisch geprägten Schweiz werden in den schönen alten Innenstädten sogar die Dachlandschaften perfekt erhalten; man steige dort nur auf einen alten Stadt- oder Kirchturm, um sich das anzusehen. Aber auch Metropolen wie Paris, London, Amsterdam, Budapest oder Madrid zeigen, dass man dort durchaus in bestimmten Gegenden modern und hoch bauen kann, dass man aber zugleich beinhart große historische Teile der Stadt schützt. Und die Polen haben sogar völlig zerstörte Innenstädte penibel rekonstruiert. Dass viele deutsche Städte im Krieg total zerstört und hässlich wiederaufgebaut worden sind, ist zwar tragisch, aber sicher keine Rechtfertigung für Häupl & Co.
  • „Ist doch egal, die Touristen kommen sowieso, auch ohne Weltkulturerbe.“ Würde das stimmen, dann wäre unerklärlich, warum fast alle Orte, die „Weltkulturerbe“ sind, das in ihrer touristischen Selbstvermarktung laut betrommeln. Natürlich, ein Teil der Touristen würde weiterhin kommen, zumindest solange große Teile der Welt als unsichere Destinationen gemieden werden. Nur gibt es jetzt schon Reisegruppen aus dem rasch reich werdenden Ost- und Südasien, die einfach Angebote buchen wie „Europa mit fünfmal Weltkulturerbe“, weil sie sonst gar keine Anhaltspunkte kennen, was denn da in Europa überhaupt sehenswert ist. Die werden dann halt nicht mehr kommen. Eh wurscht.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2016 01:21

    Begonnen hat es mit der Umbenennung des "Luegerrings".
    Was immer das Ensemble und die Infrastruktur dieser Stadt ausmacht, war mit diesem großen Bürgermeister verbunden.
    Eine Stadt, die auf einen derart großen Bürger sch....., verdient nichts Anderes.

    Natürlich ist das ohne große Proteste der Österreichischen Verräter Partei über die Bühne gegangen. So wie diese Partei ihre Bürger nicht mehr schützt, schützt sie auch die großen alten Männer ihrer Partei nicht. Charakterlos.

  2. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2016 01:49

    Am 14. Juli sagte ich:
    _____________________________________
    Die Wiener haben das rotzgrüne Pack mit deutlicher Mehrheit gewählt, also wird ganz demokratisch legitimiert gebaut werden. die Mehrheit wollte das so.
    Der Herr Investor hat Beziehes und die UNESCO ist ein Papiertiger.

    So schaut's aus im rotzgrünen Irrenhaus Wien. Wenn man dann die Betonwüste anschaut, kann man ja stolz sein, Strache verhindert zu haben und in Hietzing, Währing oder Döbling steht der Klotz eh nicht, also so what!

    Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten...
    ___________________________________________________
    Und so ist es gekommen!
    Der Hass der Bolschewiken auf die eigene Kultur und auf das imperiale Wien ist offenkundig und die Mehrheit der Wiener will es so. Der geplante Bau wird dem Interconti an Hässlichkeit in nichts nachstehen.

    Die Grünen haben soeben mit 65% eine fulminante Bestätigung ihrer Politik in dieser Stadt erhalten, also machen sie das, wofür sie gewählt wurden. Klarerweise NACH der Bestätigung ihres Kurses.

    Der Herr Tojner wird seine Beziehes spielen lassen und er wird gute Argumente gehabt haben, wie er sein Investment rettet....

    Non olet, wie der Lateiner sagt.

    Die UNESCO wird natürlich nichts machen. Was soll sie auch?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2016 01:37

    Solche Schandtaten der Wiener Regierung, eben von Häupl und Vassilakou, sind berechtigte Gründe für Hassorgien. Mehr als hassen kann man in diesen Fällen gar nicht. Aber die Roten finden in der grünen "Asylantin" eine gefügige Partnerin und ich fürchte, sie fänden Partner auch bei anderen Miniparteien in Wien. Und die FPÖ ist dank unterschwelliger (oder mehr?) Manipulation immer noch mit Nazi assoziiert.
    Es ist zu fragen, wo das Ziel dieser Rathauspolitik liegt? Was wollen die Bonzen wirklich mit der Stadt machen? Könnte man das herauskriegen und entsprechend publizieren. Aber welches Medium in dieser so diktatorischen Stadt? So bleiben halt wirklich nur der Hass und die Wut.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2016 10:32

    Eine der wenigen richtigen Aussagen des Marxismus lautet: "Zuerst kommt das Fressen, dann erst die Moral" oder Basis bedingt den Überbau. Im österr. Zentrum der Prolokratie, dem Stadtstaat Wien, gerade wieder mit deutlicher Mehrheit gewählt von "Schauspielern, Maturanten, Akademikern, A und B Beamten, Ärzten, Werbeleuten und besonders Anwälten!" also von allen jenen die sich mit (Einkommen-Lohn und Mehrwert) Steuergeld mästen lassen.
    Der öffentliche Raum, der seit hundert Jahren der fressenden inter- und nationalsozialistischen Nomenklatura ausgelieferten Stadt, muss nach der degenerativen Pervertierung des Bürgertums (Busek und co.) so hässlich werden wie ihre Protagonisten, dafür stehen eben heute emblematisch Dr.H. und Fr.V.!

  5. Ausgezeichneter KommentatorBob
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2016 10:00

    Weltkulturerbe? Scheißegal denken die hirnbefreiten Rotzgrünen. Kommt sowieso bald kein Tourist mehr nach Klein Istanbul Kopftücher schauen. Wer eine schöne Altösterreichische Stadt sehen will fahrt sowieso nach Krakau, Prag oder Budapest.

  6. Ausgezeichneter KommentatorGegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2016 10:55

    Politoffizier (auch Politkommissar oder Politruk) war eine militärische Dienststellung in Streitkräften realsozialistischer Staaten mit einem politischen Auftrag. Ihm oblag es, im Sinne der marxistisch-leninistischen Parteidoktrin die politische Erziehung der Soldaten zu gewährleisten. Dabei stellte er sicher, dass die Offiziere und Soldaten stets als „Sozialistische Persönlichkeit“ agierten und einen „klaren Klassenstandpunkt“ vertraten. Soweit das Zitat aus:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Politoffizier .
    Zum Thema Kultur - siehe Hochhausprojekt - wirkt in Wien vermutlich Rot und Grün doch nur im Sinne massiver finanzieller Interessen.
    Bei der Auswahl der neuen Belvedere-Leitung und des kommenden Staatsoperndirektors durch Kulturminister Thomas Drozda drängen sich vielleicht eher historische Erinnerungen an die UDSSR, DDR, etc., wie sie Wikipedia bringt, auf.

  7. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2016 12:58

    Die "Wiener" wer immer das auch sein mag? Jedenfalls haben die letzten 20 bis 30 Jahre mindestens 500.000 Mittelstandsfamilien Wien in Richtung niederösterreichisches Umland verlassen. Sie wollen ihre Kinder nicht nur der roten (grünen) Ideologisierung entziehen, sondern sie schicken ihre Kinder halt doch lieber in einen Pfarrkindergarten oder in eine Volksschule in der Pampa als in einen Dritte-Welt-Kindergarten oder in eine Migrantenschule der Gemeinde Wien. Auch das Wohnumfeld dürfte sich durch die massive Migration nach Wien (man hört vor allem Werktags kaum ein deutsches Wort auf den Straßen Wiens) für viele so verschlechtert haben, dass sie dieser heruntergewirtschafteten Bankrottstadt den Rücken gekehrt haben.

    Wir haben als Tiroler ja schon viele Jahre einen Zweitwohnsitz im 3. Bezirk. Unser Hausmeister, ein ehemals gestandener Sozialdemokrat ("Die Rotn kann ma a nimma wähln"), ist selbst mit seiner Frau nach 30 Jahren aus seiner Gemeindewohnung ("Des kann ma nimma aushaltn") ausgezogen und nach Bad Vöslau übersiedelt. Daher ist nicht nur bei den Wahlergebnissen die Frage zu stellen: Wer ist eigentlich in dieser Stadt noch ein "Wiener" mit Wurzeln und Bezug zu dieser Stadt? Offenbar interessieren die Mehrheit der dort Lebenden ausschließlich die Sozialleistungen und üppigen Mindestsicherungsalimentationen, um es sich in der Hängematte gemütlich zu machen? Insofern wird sich der Stadtcharakter noch weiter in Richtung Balkan und Dritte-Welt ändern, denn außerhalb des Gürtels ist dieser Trend ja bereits angekommen. In den Gemeindespitälern und Sozialeinrichtungen der Stadt ebenfalls: Wienerisch wird dort kaum mehr gesprochen!

    Wien ist vermutlich irreversibel gefallen!

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  1. Gennadi (kein Partner)
    23. Dezember 2016 15:46

    Die Kritik an dieser Bausünde, und deren politischen Hintergründen, ist natürlich voll berechtigt.

    Aber bitte lasst doch endlich das "Weltkulturerbe" weg.
    Keinen interessiert es, was eine extrem-politische UNO-Fraktion als Kulturerbe ansieht.

    • AppolloniO (kein Partner)
      24. Dezember 2016 12:46

      Voll einferstanden. Das Kulturerbe ist zweitrangig. Wichtig ist wie man total Gehirn-amputiert das Stadtbild dem Mammon opfert.
      Das Zweitwichtigste ist, dass man mit dem Hochhaus eine derletzten F r i s c h l u f t
      -Schneisen verstopft!!!!!
      Welche rotzgrünen Institutionen werden von Trojer & Co. gesponsert??? Ja, gesponsert, denn bestechlich oder korrupt ist ja bei uns bestimmt keiner.

  2. Dr. Hans Christ (kein Partner)
    23. Dezember 2016 01:46

    Erst wenn Wien so aussieht wie die Vassilakou jeden Tag oder der Häupl nach drei Dopplern werden sie zufrieden sein

    • Anmerkung (kein Partner)
      23. Dezember 2016 08:45

      In Zukunft sollen ja die Leute eine ästhetische Basis dafür haben, dass sie an Van der Bellen zurückdenken, wenn sie "Der schönste Mann von Wien" hören.

  3. Waltraut Kupf
    21. Dezember 2016 22:09

    Noch ist ja Wien nicht ganz verloren, obgleich mit geradezu aggressiver Verbissenheit daran gearbeitet wird. Zum Bauprojekt Eislaufverein – Heumarkt: Auch das geradezu lächerlich geringfügig „redimensionierte“ Projekt entspricht in keiner Weise den Vorgaben der UNESCO. Die Wiener Stadtregierung würde zwar ohne Wimperzucken das Kulturerbeprädikat preisgeben, nur: laut Pressekonferenz einer renommierten Anwaltskanzlei, die damit befaßt wurde, kann sie das nicht so ohne weiteres. Die Welterbekonvention und der von der Republik mit der UNESCO geschlossene Vertrag hat Gesetzesrang und kann als Staatsvertrag (unterfertigt von Nationalrat und Bundesrat, also auch vom Land Wien) nicht ohne massiven Gesetzesbruch ignoriert werden.

    Man tut so, als hätten ad libitum von der Stadtplanung erstellte Richtlinien Vorrang vor einem völkerrechtlich gültigen Vertrag. Die UNESCO, die man quasi „blöd sterben“ lassen wollte, ist über die Situation informiert und hat in ihrem Report neben der Einhaltung der Bedingungen für die Erhaltung des Welterbeprädikats auch revidierte Richtlinien eingemahnt, die nicht, wie derzeit, im Widerspruch dazu stehen.

    So wurden z.B. vor zwei Jahren die festgelegten Ausschlußzonen für die Errichtung von Hochhäusern clam-heimlich entfernt. Die geschützten Welterbezonen (die Wiener Innenstadt innerhalb des Rings plus einige angrenzende Areale, das Belvedere samt Umfeld sowie Schönbrunn) betragen 1 -2 % der Gesamtfläche von Wien; auf 98% kann sich der (allerdings schwer erkennbare) Gestaltungswille einiger Architekten und Stadtplaner ohnedies ausleben (um nicht zu sagen „austoben“). Die Begehrlichkeiten der Investoren richten sich aber auf die teuersten Gründe, auch scheint damit einherzugehen, daß Ästhetik geradezu verpönt ist. Es ist beinahe so, als ob man einer schönen Person Säure ins Gesicht schütten möchte. Schon beim lange zurückliegenden Streit um das Museumsquartier äußerte ein Funktionär die Parole „Kunst muß weh tun“. Damals konnte Schadensbegrenzung durch Verhinderung des als verglast geplanten Leseturms erreicht werden, es scharren jedoch schon einige Leute in den Startlöchern, um dieses obendrein völlig unfunktionelle Gräuel wieder auferstehen zu lassen. Hätte man hier das kreative Potential, das z.B., bei der Elbphilharmonie zum Tragen kam, so könnte man allenfalls noch einiges in Kauf nehmen. Die am Heumarkt geplante Ausgeburt an Phantasielosigkeit wird aber von den meisten Leuten als Schlag ins Gesicht empfunden.

    Das krampfhaft konstruierte öffentliche Interesse an einem Betonkoloß ist leicht zu entkräften. Kein Mensch braucht die angepriesene Durchwegung (die es bereits gibt, aber mangels Bedarfs nicht aufgesperrt wurde), kein Sonnenstrahl wird mehr auf die Eisläufer fallen wenn die geplanten Baulichkeiten auf der Heumarktseite realisiert werden, die Lothringerstraße muß verlegt werden etc. etc.

    Widerstand regt sich u.a. in Kreisen des Fachbeirats, der keineswegs einhellig für das Projekt gestimmt hat, auch scheint die Zustimmung sich auf die Stadtregierung und deren Geschäftspartner zu beschränken. Welche Gelder schon im Vorfeld geflossen sein mögen ist Spekulation; jedenfalls ist die Staatsanwaltschaft dem Vernehmen nach damit befaßt. Da allerdings auch dort gewisse Einflüsse geltend gemacht worden sein könnten, wird hier, wenn überhaupt, erst in ferner Zukunft einiges virulent werden.

    Ob der Verlust des Welterbetitels unter diesen Umständen für die derzeitige Stadtregierung politisch unbeschadet zu überstehen wäre, ist fraglich. Peter Pilz und Wolfgang Zinggl von den Grünen haben sich jedenfalls explizit für dessen Erhaltung ausgesprochen, die Freiheitlichen sind geschlossen für das Welterbe bzw. gegen das Projekt. Häupl scheint seit einiger Zeit angezählt, desgleichen Vassilakou. Hoffen wir, daß hier nicht ausschließlich der Wunsch der Vater des Gedankens ist und diverse Ceau?escu-Adepten nicht die Oberhand behalten. Die Chancen sind intakt.

  4. Claudius
    21. Dezember 2016 18:09

    Der Stadt Wien, dem Bürgermeister Häupl und der Vizebürgermeisterin Vassiliakou scheint es vollkommen wurscht zu sein dass Wien den Weltkulturerbe-Status verliert - eine riesige Schande diese Wurschtigkeit!!

    Eine Ohrfeige ins Gesicht der Bürger dieser Stadt!


    Die Architektenkammer kritisiert das Investorenobjekt beim Wiener Heumarkt scharf:

    Kritik von Architekten an Wiener Stadtplanung

    Die Architektenkammer fordert eine Stadtplanung, die nicht von Investoreninteressen beinflusst ist. Die Stadt weist die Vorwürfe zurück


    http://derstandard.at/2000049662325/Kritik-der-Architekten-an-Wiener-Stadtplanung

  5. dssm
    21. Dezember 2016 16:24

    Wien ist pleite, so einfach. Ob morgen die Touristen mangels Weltkulturerbe weniger werden, wen interessiert das noch, es zählt heute und jetzt. Sozialismus in seiner Endphase, das Familiensilber ist schon verscherbelt, das Haus kann nicht mehr erhalten werden, jede Gelegeheit um an Geld zu kommen ist recht. Längst gilt: Legal. Illegal. Sch###egal!
    Aber das ist der sozialistische Zeitgeist, egal ob Notenbanker, Parteifunktionär, Wirtschafts'experte', all sind sich einig, gespart werden darf nicht! Aber nur wer spart, der bereitet sich auf ein unsicheres Morgen vor.

  6. Le Monde
    21. Dezember 2016 12:58

    Die "Wiener" wer immer das auch sein mag? Jedenfalls haben die letzten 20 bis 30 Jahre mindestens 500.000 Mittelstandsfamilien Wien in Richtung niederösterreichisches Umland verlassen. Sie wollen ihre Kinder nicht nur der roten (grünen) Ideologisierung entziehen, sondern sie schicken ihre Kinder halt doch lieber in einen Pfarrkindergarten oder in eine Volksschule in der Pampa als in einen Dritte-Welt-Kindergarten oder in eine Migrantenschule der Gemeinde Wien. Auch das Wohnumfeld dürfte sich durch die massive Migration nach Wien (man hört vor allem Werktags kaum ein deutsches Wort auf den Straßen Wiens) für viele so verschlechtert haben, dass sie dieser heruntergewirtschafteten Bankrottstadt den Rücken gekehrt haben.

    Wir haben als Tiroler ja schon viele Jahre einen Zweitwohnsitz im 3. Bezirk. Unser Hausmeister, ein ehemals gestandener Sozialdemokrat ("Die Rotn kann ma a nimma wähln"), ist selbst mit seiner Frau nach 30 Jahren aus seiner Gemeindewohnung ("Des kann ma nimma aushaltn") ausgezogen und nach Bad Vöslau übersiedelt. Daher ist nicht nur bei den Wahlergebnissen die Frage zu stellen: Wer ist eigentlich in dieser Stadt noch ein "Wiener" mit Wurzeln und Bezug zu dieser Stadt? Offenbar interessieren die Mehrheit der dort Lebenden ausschließlich die Sozialleistungen und üppigen Mindestsicherungsalimentationen, um es sich in der Hängematte gemütlich zu machen? Insofern wird sich der Stadtcharakter noch weiter in Richtung Balkan und Dritte-Welt ändern, denn außerhalb des Gürtels ist dieser Trend ja bereits angekommen. In den Gemeindespitälern und Sozialeinrichtungen der Stadt ebenfalls: Wienerisch wird dort kaum mehr gesprochen!

    Wien ist vermutlich irreversibel gefallen!

    • Pennpatrik
      21. Dezember 2016 18:13

      Ich bin mitsamt der Firma in den Bezirk Mödling übersiedelt. Das schmerzt Wien noch viel mehr.

  7. Corto Maltese
    21. Dezember 2016 11:25

    Wien darf und soll sich verändern! Das gilt für die Architektur und die Musik, die AU ausdrücklich erwähnt. Die Entscheidung von Minister Drozda, Bogdan Roscic zum Staatsoperndirektor zu ernennen ist eine gute Entscheidung, zu der man nur gratulieren kann. Das beweist auch, dass der Sozialdemokratie Kunst und Kultur wichtig sind!

    • Gegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
      21. Dezember 2016 11:44

      @Corto Maltese
      Danke für das Zitat: "Das beweist auch, dass der Sozialdemokratie Kunst und Kultur wichtig sind! Somit wird uns der „klare Klassenstandpunkt“, nachdem stets eine „Sozialistische Persönlichkeit“ agieren soll, in Erinnerung gebracht.

    • Pennpatrik
      21. Dezember 2016 18:13

      Ironie vom Feinsten.

  8. steinmein
    21. Dezember 2016 11:05

    Immer wenn ich von der Westautobahn nach Wien komme, sehe ich die großen Werbetafeln mit Sprüchen wie "Wien ist anders"
    Quod erat demonstrandum.
    Und Heimat beginnt für manchen ab der Hochalm.

  9. Gegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
    21. Dezember 2016 10:55

    Politoffizier (auch Politkommissar oder Politruk) war eine militärische Dienststellung in Streitkräften realsozialistischer Staaten mit einem politischen Auftrag. Ihm oblag es, im Sinne der marxistisch-leninistischen Parteidoktrin die politische Erziehung der Soldaten zu gewährleisten. Dabei stellte er sicher, dass die Offiziere und Soldaten stets als „Sozialistische Persönlichkeit“ agierten und einen „klaren Klassenstandpunkt“ vertraten. Soweit das Zitat aus:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Politoffizier .
    Zum Thema Kultur - siehe Hochhausprojekt - wirkt in Wien vermutlich Rot und Grün doch nur im Sinne massiver finanzieller Interessen.
    Bei der Auswahl der neuen Belvedere-Leitung und des kommenden Staatsoperndirektors durch Kulturminister Thomas Drozda drängen sich vielleicht eher historische Erinnerungen an die UDSSR, DDR, etc., wie sie Wikipedia bringt, auf.

  10. HDW
    21. Dezember 2016 10:32

    Eine der wenigen richtigen Aussagen des Marxismus lautet: "Zuerst kommt das Fressen, dann erst die Moral" oder Basis bedingt den Überbau. Im österr. Zentrum der Prolokratie, dem Stadtstaat Wien, gerade wieder mit deutlicher Mehrheit gewählt von "Schauspielern, Maturanten, Akademikern, A und B Beamten, Ärzten, Werbeleuten und besonders Anwälten!" also von allen jenen die sich mit (Einkommen-Lohn und Mehrwert) Steuergeld mästen lassen.
    Der öffentliche Raum, der seit hundert Jahren der fressenden inter- und nationalsozialistischen Nomenklatura ausgelieferten Stadt, muss nach der degenerativen Pervertierung des Bürgertums (Busek und co.) so hässlich werden wie ihre Protagonisten, dafür stehen eben heute emblematisch Dr.H. und Fr.V.!

  11. Corto Maltese
    21. Dezember 2016 10:14

    Das "Weltkulturerbe" wird nur dann immer herausgezaubert, wenn alte Herren plötzlich nicht mehr die gewohnte Aussicht aus dem Schlafzimmerfenster haben. Deswegen hat man den Leseturm fallen gelassen, deswegen wollen einige Graurücken jetzt den hässlichen Eislaufverein zum Museum erklären. Wenn Sie wirklich eine hässliche Stadt sehen wollen, schauen Sie sich z.B. Klosterneuburg an. ÖVP regiert, der Bürgermeister ist in Klosterneuburg geboren. Wien wird nicht Klosterneuburg werden und nicht Caracas oder Nairobi. Auf die UNESCO kann man beruhigt pfeifen. Der Medienwirbel kommt nur aus der UNESCO Vertretung in Wien, die sich auch einmal wichtig fühlen will. Eine Stadt darf sich in Maßen natürlich verändern. Im übrigen finde ich den Karl Marx Hof um einiges architektonisch interessanter als die Fadesse einiger Jahrhundertwendebauten, wozu ich auch das neoklassizistische Parlament zähle.

    • HDW
      21. Dezember 2016 10:47

      Der Architekt K.Ehn war ja auch ein Schüler von Otto Wagner und kam wie alle Architekten dieser Zeit aus der bürgerlichen Schule, was man dem damaligen Gemeindebau, Gott sei Dank auch ansieht. Sie sollten sich eher an den SoziPlattenbauten des Systems Camus nach 1945, ergötzen, an Kagran und Rennbahnweg, dem Wiener Nova Huta jenseits der Donau, und am besten, bleiben sie gleich dort!

    • A.K.
      21. Dezember 2016 11:49

      @HDW
      **************************************************************

    • Gandalf
      21. Dezember 2016 17:32

      Mein Schlafzimmerfenster befindet sich nicht im Schloss Belvedere. Aber: wenn der Blick vom oberen Belvedere, wie ihn der grosse Dichter Josef Weinheber beschrieben hat, durch einen blöden und unnötigen Turm zerstört wird, weil da ein Glücksritter vermeint, viel Geld (von dem er offenbar schon vorweg einen beträchtlichen Teil an bestechliche Politiker verteilt hat) verdienen zu können, kommt einem patriotischen Wiener das Grausen. Und nicht nur den "graurückigen": Lieber @Corto Maltese, nehmen Sie bitte Nachhilfe in Ästhetik und Kultur; und bezähmen Sie ihr maltesisches (?) Temperament, vor allem, wenn Sie über Sachen schreiben, von denen Sie offenbar nicht die geringste Ahnung haben

    • M.S.
      21. Dezember 2016 18:58

      @Gandalf

      ****************************

    • Anmerkung (kein Partner)
      23. Dezember 2016 06:39

      @Corto Maltese, Sie hätten auch anprangern müssen, dass in Wien nur Kleingeister das Sagen haben.

      Dächte man großzügig, dann müsste es ja heißen: An dieser Stelle wird nicht länger armselig herumgefeilscht, da kommt jetzt Wiens neues höchstes Gebäude hin!

      Das ragt dann so hoch hinauf, dass es für die Weltkulturerbe-Bewertung schon wieder irrelevant ist. Oder diesen Status noch verfestigt.

      Hat es die UNESCO gestört, dass ein Stück weiter nördlich ein 137 Meter hoher Turm - noch dazu einer, der zum Teil aus Steinen besteht, die jünger als die Baumaterialien in manchen Disneyländern sind - die Gegend verschandelt? Offensichtlich nicht.

      So in etwa, Sie maltesischer Möchtegern-Außenminister.

  12. Bob
    21. Dezember 2016 10:00

    Weltkulturerbe? Scheißegal denken die hirnbefreiten Rotzgrünen. Kommt sowieso bald kein Tourist mehr nach Klein Istanbul Kopftücher schauen. Wer eine schöne Altösterreichische Stadt sehen will fahrt sowieso nach Krakau, Prag oder Budapest.

  13. Josef Maierhofer
    21. Dezember 2016 09:59

    Ja, die Wiener haben DAS mehrheitlich gewählt. Was sie gewählt haben, haben sie jetzt. So ist eben Demokratie, man muss verantworten, was man gewählt hat.

    Sie bekommen jetzt Rekordschulden, Rekordgesellschaftszerstörung, Rekordunsicherheit, Rekordabgaben, Rekordkorruption, etc. UND Rekordzerstörung des Stadtbildes. Wie gewählt, so bestellt.

    Frohe Weihnachten ! Fehlt gerade noch ein Terroranschlag.

    Ich weiß nicht, warum die Mehrheit so was immer noch wählt.

    • Bob
      21. Dezember 2016 10:01

      Fragen Sie den Tulbinger.

    • HDW
      21. Dezember 2016 11:02

      Das ist doch nicht schwer zu verstehen! Wo die Mehrheit der aus der öffentlichen Hand fressenden Nomenklatura lebt, besonders in Wien, gewinnt der Etatismus sozialistischer Prägung!
      Das heißt, nur solange er liefern kann!

  14. Das Pingerle
    21. Dezember 2016 09:34

    Lieber A.U., beim Thema Hochhäuser verrennen Sie sich.

    Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Ich persönlich finde die Hochhäuser beim Stadtpark (Hilton, Raiffeisen, Interconti) großstädtisch und schön. Natuerlich anders, aber auch irgendwie schön. Ein neues Hochhaus passt ganz gut in diese Achse. Und mal ehrlich, 60m oder 70m sind doch wirklich keine Höhe fuer eine Großstadt.

    Und das Weltkulturerbe? Laecherliches Argument. Mittlerweile ist eine Region bereits dadurch geadelt KEIN Weltkulturerbe zu sein, so inflationär vegibt die UNESCO diese Auszeichnung.

    Und die Hochhäuser bei der UNO city werden sehr wohl von Touristen besichtigt. Ich fahre täglich ueber die Reichsbruecke und sehe die Touristenbusse. Winter wie Sommer. Tag aus Tag ein.

    • Bob
      21. Dezember 2016 10:02

      Die flüchten nur, keine Besichtiger.

    • Riese35
      21. Dezember 2016 10:51

      Petrzalka (ehm. Engerau) ist heute ein wunderbarer, großstädtisch und schön aussehender Stadtteil Preßburgs, der ganz gut in das Gesamterscheinungsbild Preßburgs paßt und in Scharen von Touristenbussen besucht wird. Wenn die Touristen aus Wien mit dem Tragflügelboot in Preßburg ankommen, machen sie sich sofort auf den Weg nach Engerau und meiden das alte Stadtzentrum mit dem Dom, der Krönungskirche und der Burg.

    • HDW
      21. Dezember 2016 12:00

      @Riese35
      Das kann man aber nur dann ermessen, wenn man Petralka in der Sowjetzeit gesehen hat! Und den Martinsdom haben die Sozialisten absichtlich durch Brücke und dazugehörige Stadtautobahn deformiert!

  15. Brockhaus
    21. Dezember 2016 09:28

    Unzählige Schandtaten lassen sich hier aufzählen, die unsere schöne Stadt zugrunde richten, sodaß es nurmehr eine Frage der Zeit ist, wann Wien das Privileg "Weltkulturerbe" verliert.
    Hier sei stellvertretend auf eines von vielen Beispielen hingewiesen: http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/wohnen/Bau-Juwel-in-Doebling-abgerissen;art85954,1382027

    Vielen Dank Herr Bürgermeister und seinen Vorstadtweibern.

  16. Riese35
    21. Dezember 2016 07:39

    Der Wähler, und selbst teilweise hier im Blog:

    1) Kapitalfehler der Linken: Irren ist menschlich, man müsse die Rechten verhindern. Die Linken sind ja für den Frieden, pro Europa und europäische Einigung (d.h. gegen Rußland und pro EU und die Eskalation des Konfliktes bis zum Krieg "für diesen Frieden"), und das ist das Wichtigste, auch wenn ich sonst nicht mit diesen Linken übereinstimme.

    2) Winzigster Fehler der sogenannten "Rechten": Proteeeeest! Populisten!!!! Jetzt ist Schluß. Diesen Fehler, die gewählt zu haben, mache ich nicht noch einmal.

    So lange eine solche Einstellung im Wahlvolk herrscht, wird sich nichts ändern. Und was besonders verwerflich ist: die einfachen Leute, Arbeiter etc. haben offenbar mehr Gespür als die sogenannte "Bildungsschicht" der Halbgebildeten, das sind "Akademiker", Ärzte, Anwälte, Unternehmer, Manager, gehobene Positionen in der Wirtschaft, Kammerfunktionäre (bei letzteren man es ja noch irgendwie verstehen könne, auch wenn man es nicht gutheißt).

  17. Sensenmann
    21. Dezember 2016 01:49

    Am 14. Juli sagte ich:
    _____________________________________
    Die Wiener haben das rotzgrüne Pack mit deutlicher Mehrheit gewählt, also wird ganz demokratisch legitimiert gebaut werden. die Mehrheit wollte das so.
    Der Herr Investor hat Beziehes und die UNESCO ist ein Papiertiger.

    So schaut's aus im rotzgrünen Irrenhaus Wien. Wenn man dann die Betonwüste anschaut, kann man ja stolz sein, Strache verhindert zu haben und in Hietzing, Währing oder Döbling steht der Klotz eh nicht, also so what!

    Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten...
    ___________________________________________________
    Und so ist es gekommen!
    Der Hass der Bolschewiken auf die eigene Kultur und auf das imperiale Wien ist offenkundig und die Mehrheit der Wiener will es so. Der geplante Bau wird dem Interconti an Hässlichkeit in nichts nachstehen.

    Die Grünen haben soeben mit 65% eine fulminante Bestätigung ihrer Politik in dieser Stadt erhalten, also machen sie das, wofür sie gewählt wurden. Klarerweise NACH der Bestätigung ihres Kurses.

    Der Herr Tojner wird seine Beziehes spielen lassen und er wird gute Argumente gehabt haben, wie er sein Investment rettet....

    Non olet, wie der Lateiner sagt.

    Die UNESCO wird natürlich nichts machen. Was soll sie auch?

  18. kritikos
    21. Dezember 2016 01:37

    Solche Schandtaten der Wiener Regierung, eben von Häupl und Vassilakou, sind berechtigte Gründe für Hassorgien. Mehr als hassen kann man in diesen Fällen gar nicht. Aber die Roten finden in der grünen "Asylantin" eine gefügige Partnerin und ich fürchte, sie fänden Partner auch bei anderen Miniparteien in Wien. Und die FPÖ ist dank unterschwelliger (oder mehr?) Manipulation immer noch mit Nazi assoziiert.
    Es ist zu fragen, wo das Ziel dieser Rathauspolitik liegt? Was wollen die Bonzen wirklich mit der Stadt machen? Könnte man das herauskriegen und entsprechend publizieren. Aber welches Medium in dieser so diktatorischen Stadt? So bleiben halt wirklich nur der Hass und die Wut.

    • FranzAnton
      21. Dezember 2016 05:47

      Das Ziel der Rathauspolitik? Gemeinsam mit den weltweit agierenden Internationalen Sozialisten ("Internazis") eine "Schöne neue Welt" a' la' Orwell schaffen, wo sie die unumschränkten Herrscher spielen können. Eine andere Erklärung drängt sich mir nicht auf.
      Sie werden das aber nicht schaffen. Schließlich eliminiert die Evolution jegliche Schadentwicklung, bloß jenen unter den "Nebenwirkungen" zu leiden Habenden gehts nicht gut.
      Letztere müßten aber nicht so viel leiden, engagierten sie sich persönlich mehr für ihre unreigensten Angelegenheiten, aber nicht nur per Jammerei auf hohem Niveau.

  19. Pennpatrik
    21. Dezember 2016 01:21

    Begonnen hat es mit der Umbenennung des "Luegerrings".
    Was immer das Ensemble und die Infrastruktur dieser Stadt ausmacht, war mit diesem großen Bürgermeister verbunden.
    Eine Stadt, die auf einen derart großen Bürger sch....., verdient nichts Anderes.

    Natürlich ist das ohne große Proteste der Österreichischen Verräter Partei über die Bühne gegangen. So wie diese Partei ihre Bürger nicht mehr schützt, schützt sie auch die großen alten Männer ihrer Partei nicht. Charakterlos.

    • Sensenmann
      21. Dezember 2016 01:58

      Und wieder haben die schwarzen Sozis mitgestimmt. Die unter 6% in der Leopoldstatd als Eichmarke reichen der Österreichischen Verräter Partei offenbar noch nicht.
      Nun dann...

    • M.S.
      21. Dezember 2016 17:26

      @Pennpatrik

      Als nächster, wird möglicherweise der Opernring umbenannt werden. Da in zirka 10 Jahren- laut Expertenmeinung - zumindest- Wien auf dem Niveau eines Dritten-Welt-Landes angekommen sein wird, und vielleicht dann schon der erste muslimische Bürgermeister die Geschicke der Stadt lenkt, Musik aber für radikale Muslime des Teufels ist, könnte die Oper zur größten Moschee Mitteleuropas umgebaut werden. Um die muslimische Mehrheitsbevölkerung zufrieden zu stellen, könnte man den Opernring auf Kara Mustafa-Ring umbenennen.





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