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Zaubermittel Mehrwertsteuer drucken

Lesezeit: 2:30

Unter den vielen medialen Spekulationen, was eine Regierung Trump eigentlich bedeuten wird, ist sie bisher nie aufgetaucht – aber sie kursiert seit kurzem vertraulich unter amerikanischen Insidern: Das ist die Einführung der Mehrwertsteuer. Die USA haben ja eine solche nicht, sondern nur diverse Varianten einer „Sales tax“.

Es lässt sich noch gar nicht abschätzen, was das für Amerika wie auch für Europa bedeuten würde: Eine Mehrwertsteuer von 12 Prozent würde etwa das gesamte amerikanische Defizit beseitigen. Würden gar die deutschen oder österreichischen Sätze eingeführt (19 oder 20 Prozent), dann hätten die Amerikaner einen gewaltigen Spielraum, selbst bei Null Defizit andere Steuern gewaltig zu senken.

Freilich ist die Einführung einer Mehrwertsteuer nicht gerade ein populäres Unterfangen. Denn dadurch würden die Konsumentenpreise steigen. Andererseits ist es ja derzeit weltweit ein – bis vor wenigen Jahren völlig ungewohntes – offizielles Ziel, die Inflation anzuheizen. Offen mag bleiben, ob dieses Anheizen wirklich so erstrebenswert ist.

Aber was jedenfalls relevant ist und was viele seriöse Ökonomen auch in Europa seit langem vorschlagen: Hinunter mit den Steuern auf Arbeit und unternehmerische Tätigkeit, und hinauf mit den Steuern auf Konsum. Viele empfehlen übrigens auch, im Abtausch auch die Steuern auf Energieverbrauch sowie Grund und Boden zu erhöhen – aber das dürfte einem Trump weniger gefallen. Wenig sinnvoll wäre jedenfalls der Vorschlag wieder anderer Ökonomen: „Mehr Vermögenssteuern und weniger Einkommenssteuern“. Diese Ideen übersehen, wie schnell Kapitalvermögen ins Ausland flüchten kann, wenn ein Staat darauf zugreifen will.

Der Tausch von Einkommen- beziehungsweise Körperschaftssteuer mit Konsumsteuern hätte jedoch eindeutigen Charme. Vor allem für das einführende Land selber: Beim Konsum trifft man immer auch viele ausländische Produkte, insbesondere die von Trump so verteufelten Industrieerzeugnisse aus China. Bei einer Senkung von ESt und KöSt begünstigt man hingegen primär inländische Wertschöpfung. Damit könnten die USA die von Trump versprochenen neuen Arbeitsplätze schaffen. Damit würde unternehmerische Aktivität spürbar gefördert.

Warum gehen nicht viele Länder in diese Richtung? Erstens, weil alle Regierungen populistisch den kurzfristigen Schock des Ansteigens von Konsumpreisen fürchten. Und zweitens, weil linke Ideologen immer argumentieren, dass Menschen mit niedrigerem Einkommen einen höheren Anteil ihres Einkommens in den Konsum stecken als andere.

Nur: Wenn hohe ESt- und KöSt-Sätze dazu führen, dass immer weniger Menschen überhaupt ein Markteinkommen erzielen, dann dürfte klar sein, dass das ein Irrweg ist.

PS: Ungarn (das schon seit einiger Zeit hervorragende Wirtschaftsdaten hat) senkt gerade die Körperschaftssteuer für große und – bisher unterschiedlich behandelte – kleine Unternehmen auf 9 Prozent, den niedrigsten Satz Europas. Klingt attraktiv.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2016 01:49

    Runter mit den Steuern - rauf mit mehr Netto im Butto. Staatsbedienstete in die Produktion. Verbrecher ins Gefängnis - und Flutilanten, kehrt marsch - ab nach Hause. Die richtige Richtung bringt den Spaß in die Politik!

  2. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2016 10:27

    OT ,aber ich denke im Hinblick auf den Wahlkampf sehr aktuell.

    Das Wort KULTUR-MARXISMUS habe ich erst kürzlich erstmals gehört und als trefflichen Sammelbegriff, für alle einschneidenden Veränderungen europäischer Gesellschaften seit den frühen 60er Jahren, wahrgenommen.

    Neugierig googelnd fand ich reichlich Information über diesen, gerade im Hinblick auf den aktuellen Wahlkampf bedeutsamen, WORT-FUND welcher da, erwartungsgemäß von Linken, auch als VERSCHWÖRUNGSTHEORIE eingestuft wird.

    Aber wenn auch Hofburgkandidat VAN DER BELLEN behauptet, man könne ihm nicht vorwerfen, Kommunist zu sein, weil seine Eltern dreimal vor den Kommunisten geflüchtet sind, zeigt uns sein Lebensweg, DASS ER ALS ANGEPASSTER KULTUR-BOLCHEWIK recht gut gelebt hat.

    Vor dem brutalen Sowjet-Marxismus sind die Eltern unseres Hofburgkandidaten Van der Bellen zwar geflohen.
    Aber im Umverteilungs-Sozialismus westeuropäischer Prägung ist dieser 68er- Wendehals auftragsgemäß "durch die Institutionen marschiert" und will unser Präsident werden.

    BEWAHREN WIR AM 4. DEZEMBER ÖSTERREICH UND EUROPA DAVOR, DASS ERSTMALS EIN KULTUR-MARXIST STAATSOBERHAUPT WIRD !

    WENN VAN DER BELLEN KEIN KULTUR_BOLSCHEWIK IST, WER DANN ?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorelfenzauberin
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2016 08:02

    Je mehr Geld der Staat von seinen Bürger abzieht (gleich ob es Abgaben oder Steuern sind), umso mächtiger wird der Staat, der dann diese Macht letztendlich gegen seine Bürger einsetzt. Die Beispiele dafür sind Legion. Es fängt mit so Kleinigkeiten wie verpflichtende Registrierkassen an, geht über die Medienbestechung via Inserate weiter, und reicht bis zum Datenschutz, der im Regelfall immer gegen die Interessen des Bürger gerichtet sind.

    Es gilt die Regel: je weniger Geld ein Staat hat, umso weniger kann er damit anstellen. Die Konsequenz daraus wäre, nur Minimalsteuern zuzulassen, die gerade einmal für die Aufrechterhaltung des Gemeinwesens notwendig wären. Dafür bietet sich in der Tat die MwSt an, die sehr leicht administrierbar sind (und man damit auch die "pöhsen" Konzerne erreicht, die alle angeblich keine Steuern zahlen). Alle anderen Steuern sollten ersatzlos gestrichen werden. Die unmittelbare Konsequenz wäre, dass man praktisch alle Beschäftigten in den staatlichen Tintenburgen ersatzlos entlassen könnte, die dann gezwungen wären, sich um eine produktive Arbeit umzusehen. Die nächste Folge wäre, dass der Staat dann kein Geld mehr hätte, selbst zu investieren. Es wäre dann Schluss mit der Vergabe lukrativer Aufträge an ausgewählte staatsnahe Firmen, ganz ohne Transparenzgesetz.

    In letzter Konsequenz bliebe den Staatsbürgern mehr Geld in der Tasche, was jenen die Möglichkeit gäbe, selbst zu investieren und damit Wohlstand und Arbeitsplätze zu schaffen. Denn Wohlstand schafft nicht ein großzügig umverteilender Staat, sondern Bürger, die arbeiten und investieren. Der schlechteste Investor ist der Staat, wo Politiker und namenlose Beamte darüber verfügen, was mit dem Geld, das sie sich nicht selbst verdient haben, passieren soll.

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2016 09:48

    Die westlichen europäischen Staaten haben die Steuern, Abgaben und staatlich bedingte Kosten schon über dem Maximum, denn es wandern mehr gut ausgebildete Leute ab als einwandern.
    Wie krank diese Steuerhölle ist, sei an ein paar Beispielen gezeigt.
    In den USA sind die Unternehmenssteuern viel zu hoch, dafür gibt es keine Mehrwertssteuer. Der Mehrwertsteuer kann man kaum entkommen, jeder weiß aber auch was die US-Unternehmen tun, Gewinne bleiben im Ausland oder es wird überhaupt der Firmensitz, im Rahmen einer Fusion, in das Ausland verlegt, sprich gut bezahlte Arbeitsplätze gehen verloren, die Steuereinnahmen sind mau. Ein Änderung an dieser Stelle wäre zwar den Linken ein Dorn im Auge, volkswirtschaftlich aber sinnvoll.
    In Japan zahlen fast alle Unternehmen keine Gewinnsteuern! So kann man Kapital für schlechte Zeiten oder große Entwicklungen akkumulieren. Die Mehrwertsteuersätze sind aus europäischer Sicht utopisch gering. Da relativieren sich die staatlichen Schuldenberge.
    In Taiwan gelten die ohnehin geringen Gewinnsteuern auch negativ. Sprich wer einen komplexeren Start hat, z.B. weil ein Tech-Unternehmen, der erhält auf seine Anlaufverluste den Steueranteil überwiesen.
    In Skandinavien, sind die Steuern nicht so hoch wie man denkt, wichtiger ist aber die Einfachheit des Abgabenwesens. So gibt es in Norwegen kaum Steuerberater, denn diese machen nur Beratung für komplizierte Auslandsgeschäfte, wo diverse zwischenstaatliche Abkommen greifen, diese Einfachheit spart extrem viel Geld und Zeit!
    Ich spare mir Kommentare zu Malta, Schweiz, Slowakei oder, weit weg, Panama, Hongkong, die meisten Mitblogger dürften die viel bessere Situation in diesen Ländern kennen.
    Ebenso dürften die meisten Mitblogger die betriebswirtschaftlichen Grundsätze kennen:
    a) Steuern sind ein Aufwand wie jeder andere.
    b) Es ist Aufgabe der Geschäftsführung den Aufwand klein zu halten.

    Wer wissen will was er an direkten in indirekten Staatskosten zahlt, der muss nur seinen eigenen Nettolohn nehmen und damit seien eigene Leistung fremd einkaufen. Also der private Buchhalter beauftragt ein Buchhaltungsunternehmen, der private Elektriker eine Elektrofirma …
    Es gibt hierzulande bis heute keine einzige (!!!) solche ländervergleichende Studie, warum wohl.

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2016 11:53

    OT---aber während wir uns um ganz alltägliche Dinge Gedanken machen, stimmt sich die JUSTIZ in Deutschland und in Österreich auf die NEUEN HERREN unserer (bald "ehemaligen"!) Heimat ein:

    "Prozess um "Shariah Police": Richter konnte keine Uniformierung erkennen und sprach sie frei"

    https://www.unzensuriert.at/content/0022410-Prozess-um-Shariah-Police-Richter-konnte-keine-Uniformierung-erkennen-und-sprach-sie?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Gut gemacht, Herr SOROS und Konsorten!

    Einen VdB als UHBP wird das nichts scheren, er wird es noch vorantreiben, daß der ISLAM sich möglichst schnell durchsetzt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorLivingstone
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2016 11:18

    OT: Hängen in Wien die Fahnen schon auf halbmast?

  7. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2016 11:03

    Mit "vernünftigen" neuen Steuern kann man nur noch kleine Mädchen und Buben beeindrucken.
    Wie wir wissen, kommt jede neue Steuer DAZU.
    Sollte eine Steuer gemindert werden, gibt es dahinter einen Automatismus, der sie "leider, leider" wieder erhöht.
    Ich kann das Alles nicht mehr hören.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr. Knölge
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    28. November 2016 14:11

    Grundsätzlich sind Steuern ein Übel. Daher hat jeder Staat sorgfältig mit den Einnahmen umzugehen, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Werden die Steuern als übergroße Last empfunden, verweigern sich die Steuerbürger.
    Beispiel Ungarn. Hier beträgt der MwSt.-Satz 27 Prozent. Die Folge ist, daß private Leistungen, etwa von Handwerkern, grundsätzlich ohne Rechnung und gegen bar abgewickelt werden. In Unkenntnis dieser Gepflogenheit habe ich einem Handwerker, der mir sagte, er arbeite auf Rechnung wegen der Garantie auf die eingebauten Geräte, die Rechnung per Überweisung bezahlt. Er war stinksauer, als er vorsprach, bar kassieren wollte und ich schon überwiesen hatte. Ein Mißverständnis.

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  1. Dr. Knölge (kein Partner)
    28. November 2016 14:11

    Grundsätzlich sind Steuern ein Übel. Daher hat jeder Staat sorgfältig mit den Einnahmen umzugehen, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Werden die Steuern als übergroße Last empfunden, verweigern sich die Steuerbürger.
    Beispiel Ungarn. Hier beträgt der MwSt.-Satz 27 Prozent. Die Folge ist, daß private Leistungen, etwa von Handwerkern, grundsätzlich ohne Rechnung und gegen bar abgewickelt werden. In Unkenntnis dieser Gepflogenheit habe ich einem Handwerker, der mir sagte, er arbeite auf Rechnung wegen der Garantie auf die eingebauten Geräte, die Rechnung per Überweisung bezahlt. Er war stinksauer, als er vorsprach, bar kassieren wollte und ich schon überwiesen hatte. Ein Mißverständnis.

  2. fewe (kein Partner)
    28. November 2016 13:03

    Wir nehmen das garnicht mehr wahr, dass 10 resp. 20 Prozent jedes Einkaufs alleine Umsatzsteuer sind. Bei manchen Gütern kommen noch eine ganze Menge anderer Steuern dazu.

    Ich verstehe nicht, dass der STaat mit dem vielen Geld nie auskommt. Auch ohne Sozialversicherung bekommt der Staat mehr als die Hälfte des Einkommens der Bürger. Und kommt damit nicht aus.

  3. Torres (kein Partner)
    28. November 2016 11:34

    Unterberger unterliegt hier einem Denkfehler. Bei Einführung der Mehrwertsteuer in den USA würde natürlich die "sales tax" entfallen; diese beträgt (unterschiedlich nach Bundesstaat und Produkt) etwa 6-8%. Daher würde eine - natürlich höhere - MWSt. dem Stat zwar schon mehr Geld einbringen, aber keinesfalls so viel, wie Unterberger vermutet.

    • Thomas F. (kein Partner)
      28. November 2016 11:48

      Noch dazu ist die Sales Tax (also eine Verkehrssteuer) nichts anderes als eine vernünftigere Art der Einhebung einer Konsumsteuer als die absurde "Mehrwert"-Steuer, weil nämlich all dieser Unfug mit dem Vorsteuer-Betrug nicht möglich ist. Ausserdem ist das System der Vorsteuer-Verrechnung administrativ extrem aufwendig. Richtig wäre es, wenn Europa auf eine Sales Tax umsteigen würde, so wie es Grasser ja bereits vesucht hatte, zu initiieren. Aber natürlich war der Rest von Europa und sogar Österreich zu dumm, die Vorteile zu begreifen, zu faul um überhaupt mitzudenken.
      Dringender wäre es natürlich, den aufgeblähten Staatsapparat zu verschlanken, so dass wir mit einer 25% Flat Tax auskommen.

    • fewe (kein Partner)
      28. November 2016 13:09

      @Thomas F.: Dazu kommt noch, dass es sich nicht um eine Mehrwertsteuer handelt, sondern um eine Umsatzsteuer; sie heißt eigentlich auch so. Die Mehrwertsteuer hatte es ursprünglich nicht auf Dienstleistungen gegeben, weil da ja kein Wert vermehrt wird im Gegensatz bei einem Produkt, dass zuerst Rohstoffe sind.

      So viel ich weiß sind heute nur die Honorare von Ärzten von der Umsatzsteuer ausgenommen.

    • fewe (kein Partner)
      28. November 2016 13:14

      Ja, die sales tax würde dann wegfallen. Aber so viel ich weiß ist die eben in jedem Bundesstaat eine andere und in manchen - oder auf manche Produktgruppen - gibt es keine - jedenfalls war das früher einmal so.

      Ich denke bei der Idee von Trump geht es um eine Bundessteuer. Die sales tax dürfte eine Sache der einzelnen Bundesstaaten sein.

      Wenn das so ist, könnte es aber schon auch sein, dass es sowohl eine Bundes-Mehrwertsteuer plus weiterhin die sales tax als Bundesstaat-Steuer gibt.

  4. Feindbeobachter (kein Partner)
    28. November 2016 10:51

    Hahaha!

    Habe heute in irgendeinem Provinzblattl gelesen, dass irgend ein so ein Wirtschaftsweiser vom Wifo (?) errechnet haben will, dass uns irgendeine Maßnahme von Trump "80.000" Arbeitslose (jawoll, die haben es genau ausgerechnet) kosten würde.

    Bedauerlicher Weise können uns dieselben Wissenschaftsclowns nicht ausrechnen, wieviele Arbeitsplätze es uns kostet, dass wir nicht die moderaten Steuersätze der Amerikaner haben.

  5. Tik Tak from far away (kein Partner)
    28. November 2016 10:28

    Meine Güte Unterberger, so viel Unwissen und Dummpropaganda in einem Artikel.

    Sales Taxes sind in den USA eine Sache die von den Bundesstaaten vorgegeben werden und von den Counties beschlossen und eingehoben werden.
    Die existieren längst und bewegen sich zwischen 6% und 17%.

    Da ist nichts einzuführen.

    Rein rechnerisch braucht es übrigens eine Sales Tax, die wird nicht auf alle Geschäfte angewendet, von 37% um das aktuelle Dfizit der USA 3.3% GDP gegenzufinanzieren.

    Das kann man jederzeit von den Seiten des US Finanzministeriums entnehmen.

    Wann endlich legen Sie die Funktionen im Hayek Institut zurück?

  6. brechstange
    26. November 2016 18:27

    Nicht unbedingt ein Zaubermittel.

  7. Undine
    26. November 2016 17:22

    OT---aber das hat uns gerade noch gefehlt---eine neue Tücke unserer Kulturbereicherer:

    "Asylwerber springen absichtlich vor Autos: Polizei meldet bereits dutzende Fälle"

    https://www.unzensuriert.at/content/0022428-Asylwerber-springen-absichtlich-vor-Autos-Polizei-meldet-bereits-dutzende-Faelle?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Ich kann nur hoffen, daß mir so etwas nicht passiert---ich wäre am Boden zerstört!

  8. Patriot
    26. November 2016 15:39

    Österreich hat 2015 175.4 Mrd Euro ausgegeben.

    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/wirtschaft/oeffentliche_finanzen_und_steuern/oeffentliche_finanzen/staatsausgaben_nach_aufgabenbereichen/034704.html

    Bei einem BIP von 340 Mrd Euro entspricht das einer Ausgabenquote von 51.6%. Die Politiker müssen jetzt ein für sie neues Fremdwort lernen, und das heißt SPAREN!!! 4 Hauptbereiche:

    1. Eine ordentliche Zuwanderungspolitik spart mittelfristig mindestens 10 Milliarden Euro jährlich, und zwar quer durch, von Sozialausgaben, Subventionen, Kosten für Verwaltung, Justiz etc. Dafür notwendig ist ein absoluter Zuwanderungsstop für Moslems, und die Beendigung der Aufenthaltserlaubnis für Integrationsverweigerer, Sozialschmarotzer, Kriminelle und Islamisten!

    2. In der Verwaltung sind quer durch alle Bereiche (Ämter, Justiz, Gesundheitswesen, Sicherheit, Militär, Bildung etc) mittelfristig 10 Mrd Euro einzusparen. Durch Zusammenlegungen, durch ABBAU UNNÖTIGER VORSCHRIFTEN UND GESETZE, durch effizientere Abläufe, und vor allem durch das Streichen komplett unnötiger Erfindungen wie das Gendern und vieler andere "Errungenschaften" der political correctness, die viele Beamten einen großen Teil ihrer Arbeitszeit kosten!

    3. Bei Subventionen sind leicht 10 Milliarden Euro einzusparen. Bestechungsinserate, ORF-Gebühren, ÖBB, Förderungen und Absetzbeträge für linkslinke Vereinderln und Organisationen, "ÖKO"-Prämien, "Kultur"-Förderungen, Sportförderungen, Parteienförderungen(!!!), Ansiedlungsprämien usw

    4. Für soziale Sicherung (Pensionen, Arbeitslosigkeit) und den Bildungsbereich werden jährlich 117 Mrd Euro ausgegeben. Hier sind durch eine moderate Anhebung des Pensionsantrittsalters, eine stärke "Anregung" auch eine Arbeit anzunehmen und ein Aumisten in unserem "Bildungssystem" sicher 20 Mrd Euro einzusparen.

    Macht 50 Mrd Euro Einsparung pro Jahr, und nach wie vor Staatsausgaben von 125 Mrd Euro! Das heißt, für jeden von zukünftig hoffentlich nur noch 8 Millionen Einwohnern gäbe der Staat immer noch 15625 Euro pro Jahr, oder 1302 Euro pro Monat oder 43 Euro pro Tag aus!!!! Von "Kaputtsparen" könnte überhaupt keine Rede sein.

    Auf der Einnahmenseite würde ich die Steuer- und Sozialabgaben zusammenfassen, weil der VERSICHERUNGSCHARAKTER in unserem "Sozialsystem" schon lange nicht mehr gegeben ist. Ob man ein Leben lang gearbeitet hat, oder gerade frisch über die Grenze spaziert ist, alle bekommen plus/minus 20% die gleichen Leistungen aus dem Sozialsystem. Dh weg mit den verschiedenen Kranken- und Pensionskassen, es kassiert nur noch das Finanzamt.

    In Summe würde ich den Arbeits- oder Selbständigenlohn mit 10 bis maximal 30% Abgaben belasten, ganz im Gegensatz zu den heutigen 60-120%. So etwas gäbe automatisch eine Wirtschaftsboom und relativ höhere Einnahmen. Wenn dann trotz den 50 Mrd Einsparungen noch eine Lücke bestünde, könnte man über Ökosteuern reden.

    Ein größerer möglicher Schritt wäre dann noch die Privatisierung des Gesundheits- und Bildungssystems, mit einem Grundversorgungsscheck für alle legalen Bürger dieses Landes.

    • dssm
      26. November 2016 16:28

      Sehr gute Überlegung. Aber was tun wir mit den ganzen Studenten der Orchideenfächer? Sollen wir die Sozialindustrie auflösen? Was sollen die Leute aus diesem Sektor nachher sinnvolles arbeiten, die sind doch genau so qualifiziert wie betreuten 'Facharbeiter'.
      Und übersehen Sie nicht, wenn Sie den Staat reduzieren, dann reduzieren Sie auch die Gegenseite in der Wirtschaft. Im Finanzbereich werden es wohl 70% sein, in der Steuerberatung wahrscheinlich nahe 100%, im Personalwesen wohl 50%, im der Rechtsberatung ...
      Es werden also nicht nur Sinnlosakademiker arbeitslos, sondern auch Juristen und Wirtschafter für die es nachher einfach keine der Ausbildung entsprechende Stelle gibt. Mir gefällts!

    • Sensenmann
      27. November 2016 01:18

      Werter Patriot!
      Ihre Vorschläge sind sehr gut!

      Sie sollten hier mitarbeiten.
      http://www.freidemokraten.at

      Da findet sich so Einiges, was sehr gefällt!

  9. Leopold Franz
    26. November 2016 15:32

    Ein gut bekannter amerikanischer Staatsbürger, vielleicht der einzige bekennende Republikaner in Österreich, erzählte mir nach der Wahl, dass die demokratischen Präsidenten Carter, Clinton und vor allem Obama das Land höchst verschuldet haben. Er sagte was von Trillionen, undenkbar das mit irgendwelchen Steuereinnahmen zurückzuzahlen. Weiters sagte er, er hätte lieber Frau Clinton als Präsidentin gehabt. Nachdem Obama das Land jetzt umgebracht hatte, sollte sie als nächste Demokratin es dann beerdigen.
    Ich kann das nicht einschätzen, aber der Mann ist kein Träumer.

  10. Sensenmann
    26. November 2016 14:58

    Liebe Mitposter! Ich verspreche, wir werden Spaß haben!
    Richtig zur Sache geht es erst, wenn ich anfange NUR MEHR IN GROSSBUCHSTABEN ZU SPRECHEN.

    :-)

    Wie der Reaper Man in der Scheibenwelt des unvergessenen Terry Pratchett

    http://ecx.images-amazon.com/images/I/61OgDWVRP2L.jpg

    The shadow of death ist the one I cast...

    http://travislove.me/assets/components/phpthumbof/cache/shadow_of_death.a027b14d12ce565dfec2f5ced4ef78b6.jpg

  11. Undine
    26. November 2016 14:38

    OT---aber wollen wir wirklich, daß mit den Invasoren im zivilisierten Europa längst ausgerottete KRANKHEITEN eingeschleppt werden? Abgesehen von der Gefährlichkeit dieser Krankheiten: Wir Einheimische sind schon jetzt in Ambulanzen zu Patienten zweiter Klasse geworden, weil sich die Invasoren dort in Massen rücksichtslos breit machen:

    "Bulgarische Behörden reagieren: Ausgangssperre für Flüchtlinge wegen Ansteckungsgefahr"

    "In Europa vergessene Krankheiten wieder da

    Zu den Krankheiten, die bei Flüchtlingen diagnostiziert werden, gehören z.B. Tuberkulose, Bandwürmer, aber auch Hepatitis B. Auch bringen die Einreisenden Krankheiten mit, die man in Europa längst vergessen hatte, wie etwa das Läuserückfallfieber, welches durch Kleider- oder manchmal Kopfläuse übertragen wird. Der klinische Verlauf dieser Krankheit ist meist sehr schwer. Ein unbehandeltes Läuserückfallfieber hat eine Letalität (Verhältnis der Todesfälle zur Anzahl der Erkrankten) von bis zu 50 Prozent."

    https://www.unzensuriert.at/content/0022422-Bulgarische-Behoerden-reagieren-Ausgangssperre-fuer-Fluechtlinge-wegen?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

  12. machmuss verschiebnix
    26. November 2016 13:43

    Der Fidel "maximo Lider" Castro ist 90jährig gestorben.
    Beim ihm wäre es interessant zu erfahren, wieviele von
    diese 90 Jahren reine Redezeit wahren :)

  13. Undine
    26. November 2016 11:53

    OT---aber während wir uns um ganz alltägliche Dinge Gedanken machen, stimmt sich die JUSTIZ in Deutschland und in Österreich auf die NEUEN HERREN unserer (bald "ehemaligen"!) Heimat ein:

    "Prozess um "Shariah Police": Richter konnte keine Uniformierung erkennen und sprach sie frei"

    https://www.unzensuriert.at/content/0022410-Prozess-um-Shariah-Police-Richter-konnte-keine-Uniformierung-erkennen-und-sprach-sie?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Gut gemacht, Herr SOROS und Konsorten!

    Einen VdB als UHBP wird das nichts scheren, er wird es noch vorantreiben, daß der ISLAM sich möglichst schnell durchsetzt.

  14. Bob
    26. November 2016 11:21

    Wann denken unsere Regierungsverantwortlichen endlich ans einsparen? Förderungen und Subventionen werden als Bestechung vergeben das es nur so kracht. Die Verwaltung vermehrt sich offensichtlich durch Zellteilung, und wird schön langsam unfinanzierbar. immer weniger Menschen in der Produktion, aber immer mehr Kontrolleure die Wertschöpfungen behindern.

  15. Livingstone
    26. November 2016 11:18

    OT: Hängen in Wien die Fahnen schon auf halbmast?

  16. Pennpatrik
    26. November 2016 11:03

    Mit "vernünftigen" neuen Steuern kann man nur noch kleine Mädchen und Buben beeindrucken.
    Wie wir wissen, kommt jede neue Steuer DAZU.
    Sollte eine Steuer gemindert werden, gibt es dahinter einen Automatismus, der sie "leider, leider" wieder erhöht.
    Ich kann das Alles nicht mehr hören.

  17. Pumuckl
    26. November 2016 10:27

    OT ,aber ich denke im Hinblick auf den Wahlkampf sehr aktuell.

    Das Wort KULTUR-MARXISMUS habe ich erst kürzlich erstmals gehört und als trefflichen Sammelbegriff, für alle einschneidenden Veränderungen europäischer Gesellschaften seit den frühen 60er Jahren, wahrgenommen.

    Neugierig googelnd fand ich reichlich Information über diesen, gerade im Hinblick auf den aktuellen Wahlkampf bedeutsamen, WORT-FUND welcher da, erwartungsgemäß von Linken, auch als VERSCHWÖRUNGSTHEORIE eingestuft wird.

    Aber wenn auch Hofburgkandidat VAN DER BELLEN behauptet, man könne ihm nicht vorwerfen, Kommunist zu sein, weil seine Eltern dreimal vor den Kommunisten geflüchtet sind, zeigt uns sein Lebensweg, DASS ER ALS ANGEPASSTER KULTUR-BOLCHEWIK recht gut gelebt hat.

    Vor dem brutalen Sowjet-Marxismus sind die Eltern unseres Hofburgkandidaten Van der Bellen zwar geflohen.
    Aber im Umverteilungs-Sozialismus westeuropäischer Prägung ist dieser 68er- Wendehals auftragsgemäß "durch die Institutionen marschiert" und will unser Präsident werden.

    BEWAHREN WIR AM 4. DEZEMBER ÖSTERREICH UND EUROPA DAVOR, DASS ERSTMALS EIN KULTUR-MARXIST STAATSOBERHAUPT WIRD !

    WENN VAN DER BELLEN KEIN KULTUR_BOLSCHEWIK IST, WER DANN ?

    • Pennpatrik
      26. November 2016 11:04

      Da zitiert er seine Eltern, obwohl die sich nicht mehr wehren können?
      Ein übler Opportunist ist das. Eigentlich der übelste seit Vranitzky.

    • Sensenmann
      26. November 2016 15:03

      Fakt ist: Er ist Kommunist! Er wurde Kommunist zu Zeiten, als die Völker Osteuropas unter den Panzerketten der boslchewiestischen Bestien geknechtet wurden und ist es immer geblieben.

      Sein Student, dieser Pilz hat ihn überzeugt, daß man damit keinen Blumentopf gewinnen kann, aber wenn man sich das Mäntelchen des Umweltschutzes umhängt, kann man den Bolschewismus umsetzen. Terror, Verbote, Einschüchterung, Hetze, Volkszerstörung sind alles bekannte Wege hin zum "Sowjetmenschen". Wir finden ALL diese Aktionen bei den Grünen.
      Noch Fragen?

    • Pumuckl
      26. November 2016 15:24

      Wer unter KULTUR-MARXISMUS oder KULTUR-Bolschewismus googelt, muß leider auch zur Kenntnis nehmen, daß der Norweger Breivik zu seinem, von uns allen erschüttert und angewidert wahrgenommenen, Massenmord von diesen Begriffen und damit zusammenhängenden Gedanken geleitet war.

      EIN SCHRECKLICHER MISSBRAUCH VON BEGRIFFEN, IN WELCHEN ABER VOLLZOGENE GESELLSCHAFTLICHE VERÄNDERUNGEN ZUTREFFEND ZUSAMMENGEFASST SIND.

      Das sollte uns um so mehr motivieren, zu verhindern, daß ERSTMAL IN EUROPA MIT VAN DER BELLEN EIN KULTURELL LINKSEXTREMER STAATSOBERHAUPT WIRD ! ! !

      Hoch zweistellig ist die Opferzahl von Mörder Breivik, aber auch die Millionenzahl an Opfern des "realen Sozialismus" !

    • Mariahilferin
      26. November 2016 15:42

      Kennen Sie den?

      Ist lang, aber sehr sehenswert:

      "Why are we in Decline - Cultural Marxism":

      https://www.youtube.com/watch?v=VggFao85vTs

    • machmuss verschiebnix
      26. November 2016 17:03

      Danke Mariahilferin, sehr interessant - wußte nicht, daß es
      in den USA ähnlich aussieht wie bei uns, mit defakto Spaltung
      der Nation in zwei Gesinnungs-Blöcke

    • Pumuckl
      26. November 2016 17:20

      Auch von mir ein Danke an @ Mariahilferin.

      Ich denke, da werden meine oben sehr komprimiert dargestellten Gedanken sehr überzeugend untermauert.

      Dieses mehr als einstündige Video sollte synchronisiert, oder vielleicht noch besser mit Untertiteln versehen in den sozialen Massennetzen verbreitet werden.

      Da würde Millionen redlicher und anständiger SPÖ und SPD Wählern, welche mit der verlogenen Heilsverheißung SOZIALISMUS hinters Licht geführt werden, die Schuppen von den Augen fallen.

  18. schreyvogel
    26. November 2016 09:49

    Früher hat man über Inflation geklagt, heute sehnt man sie herbei.
    Die Wirtschafts-Wissenschaftler haben ihre Paradigmen gründlich geändert.

    Glückliches Amerika, das die Inflation durch Einführung einer Mehrwertsteuer bewirken kann.
    Uns bleibt nur die seit Kreisky altbewährte Lohn-Preisspirale. Wir sollten unsere Gewerkschaften bitte, kräftig an ihr zu drehen.

    Allerdings: Ohne Inflation ist das Leben angenehmer.

    • elfenzauberin
      26. November 2016 10:40

      @schreyvogel

      Bis jetzt hat mir noch niemand schlüssig den Vorteil einer Inflation erklären können. Inflation bedeutet, dass das Verhältnis zwischen dem Wert der erbrachten Dienstleistungen und verkauften Waren und dem Geld zugunsten des Geldes verschoben ist. Im Klartext bedeutet das, dass bei herrschender Inflation der Euro morgen weniger wert ist als heute, was wiederum mit einer Kaufkraftminderung einhergeht.

      Inflation ist gelebte Enteignung der Bürger, die zusammen mit der Null-bzw. Negativzinspolitik die Zukunftsperspektiven der Bürger zerstört. Der Bürger muss nicht nur mehr Geld für das tägliche Leben aufwenden, ihm wird sogar noch über die jede Zukunftsvorsorge verunmöglicht.

  19. teifl eini!
    26. November 2016 09:48

    Die USA hätten hier tatsächlich einen Hebel in der Hand aber nur, wenn im Gegenzug die Steuern auf Einkommen gesenkt würden bzw. den untersten Einkommensschichten Steuergutschriften ausbezahlt würden. Die sogenannte Negativsteuer nimmt den linken Umverteilern im Übrigen ein weiteres Argument gegen die Umstellung.

    Problem: die Einführung einer flächendeckenden sales tax kostet auch Geld. Da haben wir es schon leichter: das USt-System ist eingespielt; ob man 20% oder 22% einhebt, ist letztlich hinsichtlich der Kosten der Einhebung irrelevant.

    Im Grunde wäre eine Verlagerung des Steueraufkommens in Richtung Umsatzsteuern zu begrüßen, denn Einkommensteuern bestrafen das Schaffen, die wertschöpfende Tätigkeit, verhindern Vermögensaufbau und private Zukunftsvorsorge gerade jener, die von Null starten. Man sollte daher besser das Verprassen, also den Konsum, den Ressourcenverbrauch belasten.

    Eine Senkung der Einkommensteuern kommt allen Bürgern zu Gute, wenn man die negativen Einkommensteuern ausbaut. Eine Erhöhung der USt kann differenziert gestaltet sein, um damit Lenkungseffekte zu erzielen: um beispielsweise die Importabhängigkeit bei Öl und Gas inkl. CO2-Ausstoß zu verringern, um bspw. Mieten oder die Tourismuswirtschaft zu entlasten. Man wird bei den USt-Sätzen allerdings nicht nach Herkunft der Waren differenzieren können: der Sessel vom Tischler 10%, von IKEA 30%.

    Ob der dadurch ausgelöste Inflationsschub allerdings investitionsfördernd wirken würde, wie die Notenbanken zu glauben meinen, bezweifle ich: die Nettopreise bleiben ja gleich und nur die sind für die Unternehmen von Relevanz.

    Klar ist auch, dass so eine Umstellung europaweit (und etappenweise; etwa 1%-Punkt Anhebung per anno) durchgeführt werden müsste, denn sonst hätten wir wieder den Stau an der Grenze

    • dssm
      26. November 2016 10:02

      @teifl eini!
      Da ich gerade auf Wunsch der holden Weiblichkeit umbauen musste, habe ich das Spiel mit den Mehrwertssteuersätzen (10% Tischler, 30% IKEA) gerade erlebt.
      Wenn man sich beim Tischler (Meisterbetrieb) die Einrichtung nach Maß fertigen lässt, so ist dies billiger (!!), als wenn man in einem großen Möbelhaus vergleichbare (?) Qualität kauft. Wo Beratung, Lieferung und Einbau professioneller sind ist wohl auch klar.
      Würde man aber billigen Schund kaufen, so gibt es keinen Preisvergleich, denn so etwas macht der Tischler nicht.

      Mag heißen, die MWSt-Sätze auf Produkte für die ‚Reichen‘ wäre geringer als für ‚Arme‘, dieser Denkansatz geht sogar mir zu weit.

    • teifl eini!
      26. November 2016 10:31

      @ dssm
      Moment, ich wollte mit diesem Beispiel allfälligen "nationalen Differenzierungen" den Wind aus den Segeln nehmen. Differenzierung kann man nur nach Art der Lieferung/Leistung, nicht nach Herkunft.

      PS: es ist in Wahrheit ziemlich verrückt, dass österreichische Waren, dass Qualität tendenziell nur für höhere Einkommensschichten leistbar sind. Man braucht sich nur den Bereich der Lebensmittel anzusehen.

      PPS: habe meine Badsanierung des Vorjahres ebenfalls mit KMU-Tischlerware veredelt. Es wäre sogar Ust-frei mehr als doppelt so teuer gewesen als zwei IKEA-Kastln.

    • dssm
      26. November 2016 12:28

      @teifl eini!
      Bei Lebensmitteln ist das irgendwie umgekehrt. Wir kaufen kaum Fertiggerichte und leben daher wie Gott in Frankreich, nur mit guter ausgesuchter Qualität, und gleichzeitig kostengünstig.
      Die unteren Schichten der Bevölkerung kaufen Fertiggerichte, wo nur der billigste Schrott verarbeitet wird und dafür geben sie dann auch noch mehr aus.
      Eine verrückte Welt!

    • Brigitte Imb
      26. November 2016 12:47

      Ähnliche Erlebnisse bei uns. Habe mir eine neue Eßecke in der Küche geleistet, nicht ganz billig, aber feinste Handwerksarbeit von Tischler und Tapezierer, qualitativ sehr hochwertig.
      Gelegentlich hegte ich doch Zweifel, ob die Entscheidung richtig war, v.a. dann, wenn wieder einmal ein Werbeprospekt ins Haus flatterte. Nach der Anpassung der Möbel und nachdem ich die Stühle genauestens inspizieren konnte, war mir bewußt wie goldrichtig meine Entscheidung war.
      So werkel ich mit Freuden in meiner Küche, in der ich fast alles zum Verzehr selber zubereite. Auch Butter u. Jus. Und komisch, meistens schmeckt das auch noch gut. ;-)

    • Tik Tak from far away (kein Partner)
      28. November 2016 12:35

      Teilf Eini,

      die "Sales Tax" ist die USt./MwSt. der USA, sie ist nur nicht als Federal Tax sondern als lokale Steuer (Bundestaat/County) organisiert.
      Dist ie, je nach County schon jetzt zwischen 6% und 17%, da wäre der Unterschied nicht so hoch.
      Die nimmt nur ein anderer ein.
      Federal Taxes sind die Einkommenststeuer (10-34%) und die Körperschaftssteuer (15-35%)

      Um eine VAT als Federal Tax in den USA einzuführen braucht es eine Verfassungsänderung da der (Bundes-) Staat dann auch die Ausgaben anders regeln muß und in die Autonomie der Bundesstaaten eingreifen muß.

      Das ist reine Cerebralerotik.

  20. dssm
    26. November 2016 09:48

    Die westlichen europäischen Staaten haben die Steuern, Abgaben und staatlich bedingte Kosten schon über dem Maximum, denn es wandern mehr gut ausgebildete Leute ab als einwandern.
    Wie krank diese Steuerhölle ist, sei an ein paar Beispielen gezeigt.
    In den USA sind die Unternehmenssteuern viel zu hoch, dafür gibt es keine Mehrwertssteuer. Der Mehrwertsteuer kann man kaum entkommen, jeder weiß aber auch was die US-Unternehmen tun, Gewinne bleiben im Ausland oder es wird überhaupt der Firmensitz, im Rahmen einer Fusion, in das Ausland verlegt, sprich gut bezahlte Arbeitsplätze gehen verloren, die Steuereinnahmen sind mau. Ein Änderung an dieser Stelle wäre zwar den Linken ein Dorn im Auge, volkswirtschaftlich aber sinnvoll.
    In Japan zahlen fast alle Unternehmen keine Gewinnsteuern! So kann man Kapital für schlechte Zeiten oder große Entwicklungen akkumulieren. Die Mehrwertsteuersätze sind aus europäischer Sicht utopisch gering. Da relativieren sich die staatlichen Schuldenberge.
    In Taiwan gelten die ohnehin geringen Gewinnsteuern auch negativ. Sprich wer einen komplexeren Start hat, z.B. weil ein Tech-Unternehmen, der erhält auf seine Anlaufverluste den Steueranteil überwiesen.
    In Skandinavien, sind die Steuern nicht so hoch wie man denkt, wichtiger ist aber die Einfachheit des Abgabenwesens. So gibt es in Norwegen kaum Steuerberater, denn diese machen nur Beratung für komplizierte Auslandsgeschäfte, wo diverse zwischenstaatliche Abkommen greifen, diese Einfachheit spart extrem viel Geld und Zeit!
    Ich spare mir Kommentare zu Malta, Schweiz, Slowakei oder, weit weg, Panama, Hongkong, die meisten Mitblogger dürften die viel bessere Situation in diesen Ländern kennen.
    Ebenso dürften die meisten Mitblogger die betriebswirtschaftlichen Grundsätze kennen:
    a) Steuern sind ein Aufwand wie jeder andere.
    b) Es ist Aufgabe der Geschäftsführung den Aufwand klein zu halten.

    Wer wissen will was er an direkten in indirekten Staatskosten zahlt, der muss nur seinen eigenen Nettolohn nehmen und damit seien eigene Leistung fremd einkaufen. Also der private Buchhalter beauftragt ein Buchhaltungsunternehmen, der private Elektriker eine Elektrofirma …
    Es gibt hierzulande bis heute keine einzige (!!!) solche ländervergleichende Studie, warum wohl.

    • teifl eini!
      26. November 2016 10:21

      Korekt! Das Steuersystems gehört radikal vereinfacht.

      Sämtliche Steuern sind hinsichtlich Kosten der Eintreibung (bei Fiskus UND den Steuerzahlern) und Aufkommen zu durchforsten.

      Oder nehmen wir die Einkommensteuer! Die Unzahl an Absetzmöglichkeiten führt nur zu höheren Steuerberatungs- und Betriebsprüfungskosten mit teils prohibitiver bzw. regressiver Wirkung: die Kosten sind oft höher als die erzielbare Steuerersparnis. Je höher das Einkommen, umso mehr zahlt sich der Steuerberater aus. Egal, wie man dazu stehen mag - ist das gerecht im Sinne der Umverteilung? Fair ist das jedenfalls nicht.

    • Helmut Oswald
      26. November 2016 12:20

      Sozialisten ist das alles einfach Blunz'n. Die blöden unter ihnen kapieren es nicht, den mit Vorsatz handelnden Ideologen kommt es geradezu darauf an, den Klassenfeind zu vernichten - denen ist das gerade recht oder besser gesagt: noch viel zu wenig. Was unter Stalin die Genickschußecke war, ist dem Sozi in Sozi-Österreich die Steuerbehörde. Dem Kommunismuswissenschaftler Kern fällt dazu nur ein präpotentes Grinsen in seine Hackfresse ein, die Genossen, die hinter ihm stehen, lassen ihn schon nicht hängen, alles andere ist diesem Bildungswunder vollkommen egal. Hauptsache Soros ist zufrieden.

      Es wird übrigens Zeit, dem Finanzamt den roten Hahn auf den Dach zu setzen.

    • Tik Tak from far away (kein Partner)
      28. November 2016 12:28

      Ahemm:

      Köperschaftssteuer Japan: 32.26%, von ehemals 40%
      Köperschaftssteuer USA: 15%-35%
      Personal Income Tax USA: 10%-34% (Federal)

      Aber mit der Vereinfachung haben Sie recht.

  21. Politicus1
    26. November 2016 09:36

    Die von den einzelnen Staaten der USA eingehobene sales tax ist gar nicht so schlecht.
    Lebensmittel werden meist nicht besteuert.
    Das Geld bleibt "im Land" und wird nicht an eine Zentralregierung abgeliefert.

    Warum wird so ein System bei uns nicht angedacht, wenn man schon ewig über den Finanzausgleich streitet?

  22. elfenzauberin
    26. November 2016 08:02

    Je mehr Geld der Staat von seinen Bürger abzieht (gleich ob es Abgaben oder Steuern sind), umso mächtiger wird der Staat, der dann diese Macht letztendlich gegen seine Bürger einsetzt. Die Beispiele dafür sind Legion. Es fängt mit so Kleinigkeiten wie verpflichtende Registrierkassen an, geht über die Medienbestechung via Inserate weiter, und reicht bis zum Datenschutz, der im Regelfall immer gegen die Interessen des Bürger gerichtet sind.

    Es gilt die Regel: je weniger Geld ein Staat hat, umso weniger kann er damit anstellen. Die Konsequenz daraus wäre, nur Minimalsteuern zuzulassen, die gerade einmal für die Aufrechterhaltung des Gemeinwesens notwendig wären. Dafür bietet sich in der Tat die MwSt an, die sehr leicht administrierbar sind (und man damit auch die "pöhsen" Konzerne erreicht, die alle angeblich keine Steuern zahlen). Alle anderen Steuern sollten ersatzlos gestrichen werden. Die unmittelbare Konsequenz wäre, dass man praktisch alle Beschäftigten in den staatlichen Tintenburgen ersatzlos entlassen könnte, die dann gezwungen wären, sich um eine produktive Arbeit umzusehen. Die nächste Folge wäre, dass der Staat dann kein Geld mehr hätte, selbst zu investieren. Es wäre dann Schluss mit der Vergabe lukrativer Aufträge an ausgewählte staatsnahe Firmen, ganz ohne Transparenzgesetz.

    In letzter Konsequenz bliebe den Staatsbürgern mehr Geld in der Tasche, was jenen die Möglichkeit gäbe, selbst zu investieren und damit Wohlstand und Arbeitsplätze zu schaffen. Denn Wohlstand schafft nicht ein großzügig umverteilender Staat, sondern Bürger, die arbeiten und investieren. Der schlechteste Investor ist der Staat, wo Politiker und namenlose Beamte darüber verfügen, was mit dem Geld, das sie sich nicht selbst verdient haben, passieren soll.

    • teifl eini!
      26. November 2016 09:07

      im Grundsatz gehe ich mit Ihnen d'accord, in der Radikalität nicht. Immerhin ist das Steueraufkommen aus der Lohn-/Einkommensteuer fast gleich hoch wie jenes aus der USt.

      Grundsätzlich sollte der Staat schlank sein, weil er nicht mehr so leicht in Versuchung kommt, Geschenke an Parteiklientele zu verteilen oder sinnlose Investitionen durchzuführen. Ich sage nicht, dass die Mittel nicht trotzdem ineffizient eingesetzt würden, allein das Ausmaß der Geldverschleuderung wäre geringer.

      Es würde fürs erste eine Schuldenbremse auf allen Verwaltungsebenen reichen. Es würde auch reichen, EINMALIG alle Ausgaben um 3% zu kürzen und danach die Ausgaben nicht mehr als die Einnahmen steigen zu lassen.

    • dssm
      26. November 2016 09:50

      @elfenzauberin
      *****
      Es freut mich andere radikal denkende Mitblogger zu sehen! Unser Staat muss drastisch verschlankt werden, sprich die Staatsquote muss auf unter zehn Prozent.

    • Ökonomie-Vergelter
      26. November 2016 23:09

      Holde Elfenzauberin!

      Sie sprechen mir wirklich aus der Seele.

      Nur bei der Umsatzsteuer liegen sie falsch:

      Die USt zahlt in der Regel nicht der Unternehmer, und damit auch kein Konzern, der als Unternehmer handelt, sondern der private Endverbraucher.

      Nur bei befreiten Umsätzen eines Unternehmers ist es anders: Hier wird der Unternehmer als Endverbraucher fingiert, indem er auf seinen Vorsteuern sitzen bleibt.

  23. Josef Maierhofer
    26. November 2016 06:04

    Trump, so meine ich, sollte seinen Weg gehen.

    Sales tax gibt es ja ohnehin in vielen Staaten.

    Bloß wäre zu bedenken, dass jede Steuer mehr Staat und weniger Privat bedeutet.

    Für mich als Trump wäre wohl die Staatsverwaltung wohl von zweiter Priorität.

    Amerikas Konsumherz wird durch eine Konsumsteuer getroffen und tatsächlich auch die armen Mitbürger mehr als die anderen.

    Aber auch das Staatsunternehmen Trump kommt um die Finanzierung nicht herum.

  24. machmuss verschiebnix
    26. November 2016 02:30

    MWST in den USA - wahrscheinlich keine gute Idee, denn das
    würde die Kaufkraft der US-Bürger schmälern und den Umsatz
    drücken. Außerdem gibt es dort viele verarmte Regionen und
    wenig Unterstützung vom Staat.

    Dafür geht jetzt die Schoose mit TISA los:

    ---Zitat---
    TiSA – TTIP's große Schwester - ist noch viel schärfer. Verhandlungsdokumente für das Abkommen, das den globalen Austausch von Dienstleistungen regeln soll, geben Anlass zur Sorge: Datenschutz, Netzneutralität und IT-Sicherheit sind gefährdet, die Zensur soll privatisiert werden (Netzpolitik.org: https://netzpolitik.org/2016/tisa-leaks-im-ueberblick-grundrechte-sollen-fuer-den-freien-handel-ausgehebelt-werden-auch-im-internet/ ).

    • elfenzauberin
      26. November 2016 08:41

      @machmuss

      "MWST in den USA - wahrscheinlich keine gute Idee, denn das
      würde die Kaufkraft der US-Bürger schmälern und den Umsatz
      drücken."

      Das gilt allerdings für alle Arten von Steuern und Abgaben. Die Mwst hätte nur den unschätzbaren Vorteil, dass sie sehr leicht zu administrieren ist und heimischen Unternehmen nicht schadet. Wenn man die Mwst STATT anderer Steuern einführt, so ist das kein Problem. Ein Problem erhält man dann, wenn man eine ZUSÄTZLICHE Steuer einführt, welche Steuer das auch immer sein mag.

  25. Helmut Oswald
    26. November 2016 01:49

    Runter mit den Steuern - rauf mit mehr Netto im Butto. Staatsbedienstete in die Produktion. Verbrecher ins Gefängnis - und Flutilanten, kehrt marsch - ab nach Hause. Die richtige Richtung bringt den Spaß in die Politik!

    • machmuss verschiebnix
      26. November 2016 02:33

      Rrrrichtiiig - der Spaß kommt mit dem Sensenmann, wenn er das
      Grün zurückstutzt :))

    • Helmut Oswald
      26. November 2016 12:26

      Sensenmann bringt Heiterkeit - kein Zweifel!

    • Brigitte Imb
      26. November 2016 13:02

      "Wetzsteine" besorgen, rasch, denn sonst fehlt die Schneid, wenn das Grünzeug gestutzt wird. ;-)





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