Jeder Beitrag kann um 36 Cent gekauft und sofort gelesen werden (Button unter Einstiegsabsatz). Wenn Sie Abonnent werden, können Sie jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten, die blitzschnell hochladen, und viele andere Vorteile (jederzeit stornierbar! monatlich 10 Euro). Sollten Sie schon Abonnent sein: einfach rechts Balken „Anmelden“ anklicken.

weiterlesen


Beamtenlogik: Weniger arbeiten, weil es zuviel Arbeit gibt drucken

Lesezeit: 2:30

Die Beamtengewerkschaft, die mächtige Vertretung von rund 240.000 Staatsdienern, bekommt einen neuen Chef. Diese Ablöse war lange vorbereitet worden. Daher ist es umso erstaunlicher, dass der Nachfolger des abgehenden Fritz Neugebauers gleich am Beginn schmerzhaften Unsinn sagt.

Norbert Schnedl, so heißt der neue Mann, erhebt nämlich einerseits die „unbedingte Forderung“ nach mehr Personal, also nach noch mehr Beamten und Vertragsbediensteten: „Das Konzept des schlanken Staates ist klar gescheitert.“ Andererseits warnt der Mann fast im gleichen Atemzug vor einem Mangel an Arbeit auf Grund der Digitalisierung; daher müsse die „Arbeitszeitfrage“ neu gestellt werden (was aus dem Beamtendeutsch übersetzt heißt: Er fordert eine Arbeitszeitverkürzung).

Das ist wirklich abenteuerlich: Einerseits haben die Beamten zu viel Arbeit. Andererseits geht ihnen die Arbeit aus.

Einerseits müssen noch mehr von ihnen angestellt werden. Andererseits sollten sie weniger arbeiten.

Gewiss: Von den Gewerkschaften ist man Unfug jeder Größenordnung gewöhnt. Aber so argen Unsinn ausgerechnet von jener Gewerkschaft, die eigentlich einst als Elite anzusehen war, das schmerzt schon sehr.

Das haben sich vor allem die Staatsdiener selbst nicht verdient. Bei allem, was man an ihnen kritisieren kann, was bei Einzelnen auch total falsch läuft, so ist die österreichische Beamtenschaft – Lehrer, Polizisten, Diplomaten usw. – im internationalen Vergleich doch hervorragend. Sie ist auf Bundesebene kaum korrupt. Sie hat die (langfristige) Streichung der Beamtenpension aus der Ära Schüssel gut ertragen. Sie hält nach einem Dezennium totaler Unfähigkeit auf Regierungsebene und einer in die Krise schlitternden EU das Werkel „Österreich“ noch immer recht ordentlich in Gang.

Daher hätten sie sich auch einen Gewerkschafts-Vorsitzenden verdient, der nicht gleichzeitig mehr Beamtenköpfe und weniger Arbeiten verlangt, ohne den peinlichen Widerspruch auch nur zu spüren. Statt einfach einen schlanken Staat für unmöglich zu erklären, könnte und sollte eine gute Beamtengewerkschaft eigentlich dem Gesetzgeber in einem ständigen Stakkato die nötigen Reformen ganz konkret vorschlagen und abringen, die notwendig sind, damit dieser Staat wieder schlanker, effizienter und finanzierbar wird. Wer, wenn nicht die Beamten selber, könnte am besten aus dem Handgelenk all die vielen unnützen Gesetze, Verordnungen und Judikate aufsagen! Gewiss, ein richtiger Betriebsrat will nur keine Reformen.

Aber die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes sollten bedenken: Wenn sie es nicht selber tun, dann kommen naturgemäß von außen die Ökonomen aus den diversen Wirtschafts-Thinktanks, denen oft das nötige Detailwissen fehlt. Aber die dann in der nächsten großen Krise alles durchsetzen können, was sie wollen. Und diese Krise kommt bestimmt.

Solange die offizielle Stimme der Beamtenschaft solchen Schwachsinn verzapft wie Herr Schnedl zumindest bei seinem Amtsantritt, wird auch ihr Image ein schlechtes bleiben. Dies umso mehr, als auch die sozialistischen Beamtengewerkschafter den gleichen Unsinn wie dieser, nur noch viel intensiver, verbreiten.

 

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2016 09:19

    Das war schon immer so - da könnt ja jeder kommen - da kann ma halt nix machen. DAs ist jenes Österreich, das für 5 km Autobahn zehn Jahre braucht.

    In Wahrheit regiert der Sozialismus, weil die politische Klasse über den Unterdrückungsapparat in der Verwaltung verfügt. Er sorgt für den nötigen Hitzeschild zwischen der wachsenden Wut der Bürger über den failed state und seine dienstbaren Schergen. Das sogenannte 'hoheitliche' Handeln, der Gralskelch aller Etatisten, hält den Durchschnittsbürger laufend an der Kandarre: ist der Vorsteuertermin erledigt, müssen die Belege gesammelt, geordnet und aufgehoben werden, es gab gestern keinen Parkplatz beim Kunden - macht nix kost eh nur so 36,- Euro - also noch Strafmandate zahlen, sie verwalten ihre Liegenschaft selbst - ein gefährlicher Eigentümer: Gemeindeabgaben, Müllabfuhr, Schneeräumung, Betriebskosten, Rauchfangkehrer, im Winter Schneeräumen - was ein Aufzug noch dabei: TÜV - dann die ganzen 'Beliehenen: wie toll, die Metastasen der Bürokratie erzeugen weitere Herde der Krankheit: Rauchfangkehrer, die sich wie Djangos aufführen, wenn einmal ein Kamintürl wackelt, Pickerl Überprüfung - alles endlose Systemketten von mühelosen Kostenziehungsmöglichkeiten - und am Ende noch die Hilfstruppen und Alliierten der Feindmächte: die Kämmerer und Innungsmeister. Die Folterknechte mit ihren - von ihren Lobbyisten durchgedrückten windigen 'technischen Notvorschriften', an Elektrikern beispielsweise gehört ohnehin ein Genocid verübt, vorher verdient die Freiheit ihren Namen nicht, dann die ganzen blödsinnigen Ländervorschriften aus dem Baurecht - sie können auf dem eigenen Grund und Boden kein Wegerecht begründen, also dürfen sie über drei Grundstücke hinweg nicht bauen (auch wenn alle drei Ihnen gehören) - NÖ (besonders verblödet) - tausend und abertausende von teils im Ergebnis unsinnigsten Normen: kosten allesamt Geld, bremsen und verschleppen, tragen Sand ins Getriebe und sorgen oft mals für Unklarheit: was beleibt am Ende ? die Gerichte: die fleischgewordene Verbindung von Hohlweg und Sackgasse. Und überall sitzen welt- und lebensfremde Beamte, deren hauptsächliche Beschäftigung darin besteht, Last auf den Bürger zu bringen. Seien Sie ehrlich. Wer hat da nicht insgeheim schon einmal an Pol Pot gedacht?

  2. Ausgezeichneter KommentatorBob
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2016 08:40

    Die Ausführungen von AU beweisen wieder einmal, daß sich schwarze Vollpfosten spielend in rote Vollkoffer verwandeln lassen. Und dieses Zauberkunststück gelingt nur weil die Grundeinstellung schon lange dieselbe ist.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2016 06:55

    Wie diese Geistesriesen reden, so daemlich sieht auch die heutige Politik aus.
    Unertraeglich, wenn auch zum (Aus)lachen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2016 09:29

    Ein aufgelegter Elfmeter! Da hat die ÖVP ja jetzt eine gute Gelegenheit diesen offensichtlich geistig etwas beschränkten Gewerkschafter zurückzupfeifen.
    Man darf gespannt sein, denn so wie es aussieht stehen bald Wahlen an.

    p.s. Jedes mal wenn ich in den letzten Jahren ein klares Wort der Bundes-ÖVP zu irgend welchen Hirnrissigkeiten erwartet haben, dann ist es nicht(!) gekommen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2016 08:21

    Und wie passen da jetzt die mehr oder weniger unkontrolliert ausbezahlten 210 Millionen Euro für ÜBerstunden in Wien hinein??

  6. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2016 06:39

    Was kann man sich von einem im System hochgekommenen Schwarzen Landgendarmen schon anderes erwarten? Ist Schnedl Neugebauers Sinowatz? ;-)

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2016 10:04

    Mehr Personal für weniger Arbeit?
    Für einen Alt-Unternehmer ein Nonsens der Sonderklasse!
    Man sieht halt, dass auch schwarze "Personalvertreter" dem üblichen und üblen Gewerkschafts-Unsinn frönen!

alle Kommentare drucken

  1. UKW (kein Partner)
    14. Oktober 2016 17:20

    "Aber die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes sollten bedenken: Wenn sie es nicht selber tun, dann kommen naturgemäß von außen die Ökonomen aus den diversen Wirtschafts-Thinktanks, denen oft das nötige Detailwissen fehlt. Aber die dann in der nächsten großen Krise alles durchsetzen können, was sie wollen"

    Hahaha!!! Wenn die nächste Krise kommt, dann werden die ASVG-Trotteln halt noch mehr geschröpft. Dann werden Erbschaftssteuern eingeführt, Vermögenssteuern eingeführt, Vermögenszuwachssteuern weiter erhöht, die Finanzkontrollen verschärft, die Überwachung erhöht, das Bankgeheimnis eingeschränkt usw.

    Und die Beamten bekommen noch was drauf, indem die Anfangsgehälter steigen.

  2. Gasthörer (kein Partner)
    14. Oktober 2016 00:35

    allgemeine Frage:
    Was hält die Gemeinde von unserer politischen Skala?

    Man kann alle Attribute eines Linken aufweisen:
    Arbeiter oder kl. Angestellter sein, für Verteilungsgerechtigkeit u. Emanzipation, Vielfalt und andere Kulturen schätzen, usw.
    Nur wenn man für ein weiteres wichtiges Arbeiterthema eintritt:
    Verhinderung eines Heeres an Arbeitslosen durch Massenimmigration, um Druck auf die Löhne vorzubeugen, ist man kein Linker mehr.
    Man wird zum Rechtsradikalen und Nazi gestempelt.
    Mir scheint, es herrscht in dieser Frage eine massive kognitive Verzerrung, und zwar im ganzen Westen - und solange diese nicht aufgelöst wird, hängen wir am Gängelband der Globalisten.

  3. Neppomuck (kein Partner)
    13. Oktober 2016 23:36

    Eine Berufsgruppe, deren Wahrspruch

    "Per aspera ad acta"

    ist, wird kaum andere Interessenvertreter auf den Schild heben.

  4. Gasthörer (kein Partner)
    13. Oktober 2016 10:34

    "Die Macht der Gewohnheit, die den Ochsen sein Joch tragen lässt, vereint sich mit jener der Feigheit, die das Joch begrüßt, wenn nur die Peitsche schweigt und das Messer nicht gegen einen gewetzt wird. Diese beiden allzuirdischen, allzumenschlichen Regungen beenden schließlich die Rebellion und führen in die Duldung und in die Unterwerfung."
    Klonovsky

    PS.: Leider gendert sie, doch kann ich den US-kritischen Blog "Cyberweiber" von Alexandra Bader uneingeschränkt empfehlen - ein guter Kontrapunkt zu NATO-Andi

  5. fewe (kein Partner)
    13. Oktober 2016 10:26

    Ich denke, wir haben nun zehnmal so viele Staatsdiener wie in der Kaiserzeit. Was tun die eigentlich den ganzen Tag? Einerseits gibt es Computer, die die meiste Arbeit übernehmen, andererseits wird wirkliche Arbeit an Firmen ausgelagert - siehe AMS - und wenn es Konzepte zu erarbeiten gibt, machen das externe "Experten".

    Also: Was machen die vielen Beamten überhaupt`den ganzen Tag? Abgesehen von Polizei, Justiz und Finanz können die nicht mit Arbeit überlastet sein.

  6. Knut (kein Partner)
    13. Oktober 2016 06:52

    1:1 wie beim Bundeskanzler. Da hat man nach dem Faymann auch was besseres erhofft, die Erwartungen sind aber gehörig in die Hose gegangen. Da kam nix Besseres nach - scheinbar auch bei der Beamtengewerkschaft nicht.

    Mangel an Arbeit auf Grund der Digitalisierung? Ich erinnere mich an die (Schreib)Papierbedarfsmeldungen in den 90ern vor- und nach der Digitalisierung. Der Papierbedarf hat sich nach der Einführung der Computer gleich einmal verzehnfacht und ist dann weiter stark angestiegen. Es ist alles viel viel komplizierter geworden. Jeder auch noch so kleine Schaß muss dokumentiert werden.

    Das Verwaltungsmonster ist unersättlich ... die Kontroll- und Geheimhaltungswut des Staates auch.

  7. kritikos
    11. Oktober 2016 22:00

    Gewerkschafter bleibt Gewerkschafter und je höher er steigen will in der Hierarchie dieses Vereins, umso weniger redet und agiert er vernünftig. Leider hat er halt auch einen angemessenen Rückhalt bei seinen Wählern, leider.
    Auch ein Landgendarm? Wir haben noch einen ex-solchen. Der vielen - außer den Tirolern in abnehmender Zahl - nicht gefällt. Einen, halt eben roten Ex-Gendarmen, halten wohl die meisten für gut. Ich jedenfalls. Er würde als BK-Kandidat sicher meine Stimme bekommen.

  8. socrates
    11. Oktober 2016 18:52

    Gemma Beamte jagen, sie kontrollieren zuviel und sind den Investoren im Weg. Vertraut den Banken!
    .doch manche Banken sind gleicher!
    Ralf Streck 11.10.2016
    Die Deutsche Bank erhielt beim unstressigen Banken-Stresstest auch noch eine Sonderbehandlung

    Dass der Banken-Stresstest nicht sonderlich stressig war, weil etliche Gefahren ausgeklammert wurden, ist schon hinreichend bekannt. Unbekannt war bisher, dass nicht einmal auf alle Banken die gleichen Kriterien angewendet wurden. So berichtet die Financial Times (FT) heute, dass die sich in Turbulenzen befindliche Deutsche Bank (DB) eine Vorzugsbehandlung bekommen habe.

    So wurde der Verkauf von Anteilen der DB an der chinesischen Bank Hua Xia schon als Einnahmen verbucht, obwohl der Verkauf noch gar nicht abgeschlossen war. Damit wurden die Bilanzen der Bank um fast 3,5 Milliarden Euro aufgehübscht. Ohnehin ist der Verkauf noch immer nicht abgeschlossen und droht nun sogar zu scheitern, weil eine von den Regulatoren gesetzte "Deadline" im vergangenen Monat verstrichen ist, berichtet die FT.

    Somit ließen die Banken-Aufseher der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) gegen die eigenen Regeln diese Kosmetik im Fall der größten deutschen Bank zu. In einer Fußnote sei aufgenommen worden, dass der Verkauf noch nicht abgeschlossen worden ist. Bei keiner anderen Bank fänden sich solche Fußnoten, fügt die Zeitung an, obwohl auch andere Banken entsprechende Verkäufe von Beteiligungen vereinbart aber nicht abgeschlossen hatten.

    Es scheint, dass bei der DB gezielt positive Nachrichten produziert werden. Man denke nur an die Meldung vom 30. September, dass die Strafzahlung in den USA doch nicht so hoch wie bisher erwartet ausfallen würde. Obwohl niemand diese Meldung, die zudem aus nur einer Quelle stammt, bestätigt hat, wurde der massive Kurssturz zunächst gebremst. Und, so berichten verschiedene Medien, ist eine Einigung über die Strafzahlung tatsächlich noch nicht in Sicht. Man kann deshalb davon ausgehen, dass man es wohl eher mit einem von interessierter Seite gestreuten Gerücht zu tun hat, zumal die Bank nach eigenen Angaben das Ziel von Spekulanten ist.

    Dass allerdings auch die Bankenaufsicht schon beim Aufhübschen der Situation geholfen hat, lässt vermuten, dass die Lage der Bank sehr ernst ist, weshalb einige Beobachter längst von einem "Game over" ausgehen, also dass die Bank zum Rettungsfall werden könnte. Derlei Aktionen machen auch deutlich, dass diese sogenannten Stresstests eher als Beruhigungspillen dienen und über die Lage der Banken praktisch nichts aussagen. So hatte ein vorhergehender Stresstest auch nicht die Probleme der größten portugiesischen Bank aufgedeckt, die 2014 mit fünf Milliarden Euro an Steuergeldern aufgefangen werden musste.

    • dssm
      11. Oktober 2016 21:51

      @socrates
      Warum regen Sie sich noch auf? Wussten Sie, daß bei Banken ein Verlustgeschäft das Eigenkapital stärken kann? Wussten Sie, daß in den Banken mehr als zwei Drittel der Mitarbeiter nie einen Kunden sehen? Wussten Sie, daß Banken (gemäß höchstrichterlicher Entscheidung) keine Negativzinsen den Sparbuchinhabern verrechnen dürfen, sehr wohl aber den Kreditnehmern gewähren müssen? Wussten Sie, daß kein einziger Bonus für 'gute' Geschäfte je zurückgezahlt wurde, auch nicht wenn kriminelle Energie im Spiel war? Wussten Sie, daß die 'Strafen' nicht zur Wiedergutmachung der Geschädigten von 'deals' dienen, sondern in Staatsbudgets versickern?

      Banken und Marktwirtschaft sind Gegensätze!

  9. franz-josef
    11. Oktober 2016 11:07

    http://www.badische-zeitung.de/dpa-news/merkel-sagt-niger-mehr-unterstuetzung-zu--128430725.html

    Zwar ein OT, aber das Foto ist einfach umwerfend. Mutti sammelt schon wieder Menschengeschenke.
    Merkel samt Raute at her best.

  10. Josef Maierhofer
    11. Oktober 2016 10:24

    Die Verwaltungsaufgaben gehören um die Hälfte reduziert, der Föderalismus gehört begradigt, die Arbeit der Beamten gehört neu bewertet, die Pragmatisierung gehört endlich abgeschafft, die Löhne und Gehälter an die ortsüblichen Bedingungen der Privatwirtschaft angepasst und die Pensionen der Beamten an die ASVG angepasst, die von Privilegien triefenden Altlasten gehören entsorgt.

    Ich bin überzeugt, wir kommen mit der Hälfte der Beamten aus. Ich kenne das von innen.

    Ein zaghafter und sanfter, durchgerechneter Versuch war Verwaltungsreform-jetzt, initiiert von Herr Bauer, er wurde vom Parlament 'net amol ignoriert'.

    Also Leute, welche Figuren wählt ihr ?

  11. Wertkonservativer
    11. Oktober 2016 10:04

    Mehr Personal für weniger Arbeit?
    Für einen Alt-Unternehmer ein Nonsens der Sonderklasse!
    Man sieht halt, dass auch schwarze "Personalvertreter" dem üblichen und üblen Gewerkschafts-Unsinn frönen!

  12. dssm
    11. Oktober 2016 09:29

    Ein aufgelegter Elfmeter! Da hat die ÖVP ja jetzt eine gute Gelegenheit diesen offensichtlich geistig etwas beschränkten Gewerkschafter zurückzupfeifen.
    Man darf gespannt sein, denn so wie es aussieht stehen bald Wahlen an.

    p.s. Jedes mal wenn ich in den letzten Jahren ein klares Wort der Bundes-ÖVP zu irgend welchen Hirnrissigkeiten erwartet haben, dann ist es nicht(!) gekommen.

  13. Helmut Oswald
    11. Oktober 2016 09:19

    Das war schon immer so - da könnt ja jeder kommen - da kann ma halt nix machen. DAs ist jenes Österreich, das für 5 km Autobahn zehn Jahre braucht.

    In Wahrheit regiert der Sozialismus, weil die politische Klasse über den Unterdrückungsapparat in der Verwaltung verfügt. Er sorgt für den nötigen Hitzeschild zwischen der wachsenden Wut der Bürger über den failed state und seine dienstbaren Schergen. Das sogenannte 'hoheitliche' Handeln, der Gralskelch aller Etatisten, hält den Durchschnittsbürger laufend an der Kandarre: ist der Vorsteuertermin erledigt, müssen die Belege gesammelt, geordnet und aufgehoben werden, es gab gestern keinen Parkplatz beim Kunden - macht nix kost eh nur so 36,- Euro - also noch Strafmandate zahlen, sie verwalten ihre Liegenschaft selbst - ein gefährlicher Eigentümer: Gemeindeabgaben, Müllabfuhr, Schneeräumung, Betriebskosten, Rauchfangkehrer, im Winter Schneeräumen - was ein Aufzug noch dabei: TÜV - dann die ganzen 'Beliehenen: wie toll, die Metastasen der Bürokratie erzeugen weitere Herde der Krankheit: Rauchfangkehrer, die sich wie Djangos aufführen, wenn einmal ein Kamintürl wackelt, Pickerl Überprüfung - alles endlose Systemketten von mühelosen Kostenziehungsmöglichkeiten - und am Ende noch die Hilfstruppen und Alliierten der Feindmächte: die Kämmerer und Innungsmeister. Die Folterknechte mit ihren - von ihren Lobbyisten durchgedrückten windigen 'technischen Notvorschriften', an Elektrikern beispielsweise gehört ohnehin ein Genocid verübt, vorher verdient die Freiheit ihren Namen nicht, dann die ganzen blödsinnigen Ländervorschriften aus dem Baurecht - sie können auf dem eigenen Grund und Boden kein Wegerecht begründen, also dürfen sie über drei Grundstücke hinweg nicht bauen (auch wenn alle drei Ihnen gehören) - NÖ (besonders verblödet) - tausend und abertausende von teils im Ergebnis unsinnigsten Normen: kosten allesamt Geld, bremsen und verschleppen, tragen Sand ins Getriebe und sorgen oft mals für Unklarheit: was beleibt am Ende ? die Gerichte: die fleischgewordene Verbindung von Hohlweg und Sackgasse. Und überall sitzen welt- und lebensfremde Beamte, deren hauptsächliche Beschäftigung darin besteht, Last auf den Bürger zu bringen. Seien Sie ehrlich. Wer hat da nicht insgeheim schon einmal an Pol Pot gedacht?

    • Riese35
      11. Oktober 2016 12:43

      ******************************************!
      ******************************************!
      ******************************************!

      Leider sieht das aber kaum wer. Auch hier in diesem Blog.

      Z.B. hat man teils auch hier auf VW herumgetrampelt (mag teils wahrscheinlich sogar bereichtigt sein). Daß aber die ganze Regelung der Abgasmessung bei der Typengenehmigung wahrscheinlich purer Unsinn ist, war hier leider kein Thema. Wie so viele Vorschriften der Behörden, die oft etwas ganz anderes bezwecken als sie vorgeben.

      >> "an Elektrikern beispielsweise gehört ohnehin ein Genocid verübt"

      Wie wahr. Denn offenbar sind es jene Elektriker, die in ihrem Berufe scheitern und dann in die Kammern ...

    • Riese35
      11. Oktober 2016 12:50

      ... gehen, um dort die Vorschriften zu erlassen. Mir erkläre einmal jemand, warum eine Mindestkabelstärke für einen Hausanschluss vorgeschrieben ist, anderenfalls eine Elektroinstallation nicht abgenommen werden könne. Der einzige Sinn einer solchen Regelung ist es, den Elektrikern künstlich Geschäft zuzuschanzen. Was geregelt gehört, sind Fragen der Sicherheit, d.h. die Absicherung der Leitung.

    • Almut
      11. Oktober 2016 23:38

      @ Helmut Oswald
      *******************************************************************************************************************************************************************************************************!!!

    • Shalom (kein Partner)
      13. Oktober 2016 09:53

      Helmut Oswald: "Wer hat da nicht insgeheim schon einmal an Pol Pot gedacht?"

      Ich, Hr. Oswald, ich! Selten noch so eine billige, undifferenzierte, intelligenzfreie, ja geradezu hasserfüllte Abqualifizierung der Menschen im Öffentlichen Dienst ("Schergen"!) gelesen!

    • Shalom (kein Partner)
      13. Oktober 2016 10:08

      Helmut Oswald Ergänzung: "...an Elektrikern beispielsweise gehört ohnehin ein Genocid verübt,..."

      Allein diese Ihre Äußerung ist nicht lustig, sondern läßt mich an Ihrem Verstand zweifeln!!!
      Bevor Sie die Begriffe "Scherge" und "Genocid" in Verbindung mit österr. Mitbürgern im Öffentlichen Dienst verwenden, sollten Sie deren Bedeutung kennen. Wenn Sie jedoch die beiden Begriffe bewußt verwendet haben, haben Sie sich als ernstzunehmender Diskussionspartner disqualifiziert! Und mit Ihnen auch all´ jene, die Ihren völlig daneben geratenen Beitrag mit Sternchen versehen haben!!!

    • Anmerkung (kein Partner)
      14. Oktober 2016 08:05

      @Shalom, was ist denn mit Ihnen los? Sie schreiben doch sonst nicht solchen Unsinn.

      Da @Helmut Oswald unübersehbar eine drastische Zuspitzung bezweckt hat, ist sein Beitrag eher als zu mild zu bezeichnen. Zum Beispiel den Korpsgeist unter dem Motto "Wer hier mit guter Arbeit das Betriebsklima vergiftet, fliegt!", wovon viele passionierte Stubenhocker in den Beamtenburgen erfüllt sind, könnte man noch viel drastischer geißeln.

      Dass es hier nicht um all jene Beamten geht - von der Polizei bis hin zum Schulpersonal -, die sich tagtäglich um irgendwelche Leute kümmern müssen, ist sowieso selbstverständlich.

  14. Kein Partner
    11. Oktober 2016 08:58

    Ich hoffe immer noch auf die wirtschaftliche Vernunft des Finanzminister Schelling, welcher bei allen diesen Wünschen nach zusätzlichen Staatsausgaben einfach sagen kann: "Dafür gibt es leider kein Geld - punktum".
    Gibt es noch weitere Leute in den politischen Führungsebenen, welche ähnlich handeln?

  15. Bob
    11. Oktober 2016 08:40

    Die Ausführungen von AU beweisen wieder einmal, daß sich schwarze Vollpfosten spielend in rote Vollkoffer verwandeln lassen. Und dieses Zauberkunststück gelingt nur weil die Grundeinstellung schon lange dieselbe ist.

    • Applaus
      11. Oktober 2016 12:09

      Ja richtig:

      Egal ob Fascho-Ordnung, ob Bolschi-Ordnung oder ob sonstiges Systemversagen mit Elend und/oder Massenarbeitslosigkeit:

      Den Beamten ist alles gleich, ihr "gerechter" Anteil bleibt stets bewahrt und bewehrt.

    • Gandalf
      11. Oktober 2016 22:14

      Schon richtig. Aber ein roter Koffer bleibt ein roter Koffer, sogar wenn er einmal nicht mehr Burgamasta von Wien sein sollte....

  16. Ingrid Bittner
    11. Oktober 2016 08:21

    Und wie passen da jetzt die mehr oder weniger unkontrolliert ausbezahlten 210 Millionen Euro für ÜBerstunden in Wien hinein??

    • Kapuzerer (kein Partner)
      15. Oktober 2016 12:50

      Oh Gott, Wien! Ich bin nicht grundsätzlich ein Beamtenhasser so wie viele hier - aber in Wien da stinkts wirklich gewaltig! Geht man auf ein Amt in Wien, z.B. wegen eines neuen Reisepasses, da können Sie was erleben an Grant!
      Aber das ist auch sonst in Wien so, etwa in einem berühmten Kaffeehaus! Dort ist es eine Gnade überhaupt was zu bekommen!
      Oder: Vor einiger Zeit mußte ich für meinen Dienstgeber telefonisch Anbote einholen, bei einer Firma in Wien bei einer Firma in Salzburg. Welch ein Unterschied! In Wien Grant, in Salzburg zuvorkommende Freundlichkeit. Beim Auftrag spielte dann der Preis keine Rolle mehr, klar dass die Salzburger den Auftrag bekamen!

  17. Brockhaus
    11. Oktober 2016 07:36

    Wann, wenn nicht jetzt, wäre der richtige Zeitpunkt für eine echte Reform. Hat doch Fritz Neugebauer nahezu alle Reformpläne blockiert.

    Aber der Herr Schnedl ist ein Schnösl. Er hat nicht kapiert, daß man, wenn am viel arbeitet, auch viele Fehler macht. Ergo dessen, wer wenig arbeitet macht wenig Fehler. Ich will mir nicht ausdenken, wann man keine Fehler mehr macht.

    Aber Österreich hatte schon immer ein starkes Heer an Beamten. Das war schon in der Monarchie so.

    • oberösi
      11. Oktober 2016 09:16

      Gemessen am heutigen Verwaltungsmonster, der Flut an Gesetzen und Erlässen, die jedes Jahr dazukommen, ohne daß längst obsolete gestrichen werden, war die Monarchie das reinste Paradiese. Mit nur einem Bruchteil der Beamten von heute. Heutige Staatsquote über 50 %, damals meist unter 10 %. Aktuelle Steuerbelastung um ein Vielfaches höher als damals.

      Was wir heute haben, ist ein ganzes Heer von (beamteten) Historikern, die nichts anderes mehr als Apologeten eines den Alltag zu 100 % durchdringenden Kontrollsystems sind, weil sie von ihm gefüttert werden. Und machen uns bei jeder Gelegenheit weis, daß die Monarchie vor allem auch an ihren angeblich so vielen Beamten gescheitert wäre.

  18. simplicissimus
    11. Oktober 2016 06:55

    Wie diese Geistesriesen reden, so daemlich sieht auch die heutige Politik aus.
    Unertraeglich, wenn auch zum (Aus)lachen.

  19. Cotopaxi
    11. Oktober 2016 06:39

    Was kann man sich von einem im System hochgekommenen Schwarzen Landgendarmen schon anderes erwarten? Ist Schnedl Neugebauers Sinowatz? ;-)

    • logiker2
      11. Oktober 2016 12:37

      der hat den Platter als Vorbild genommen.

    • Shalom (kein Partner)
      13. Oktober 2016 09:09

      Cotopaxi, ist er nicht, aber vielleicht finden Sie (und andere inkl. AU!) die Zeit, sich über Dr. Norbert Schnedls Lebenslauf zu informieren...
      MfG





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden