Abtreibung als Grundrecht? - "Mein Bauch gehört mir!" - "Mein Gehirn vor dem Beischlaf auch?" drucken

Lesezeit: 9:00

Die Bestrebungen der polnischen Regierung, eine Verschärfung des Abtreibungsverbotes einführen zu wollen, lösen zurzeit heftige Diskussionen aus. Nicht nur in Polen. Und der wortgewaltige US-Präsidentschafts-Bewerber Donald Trump verkündete, dass Frauen in den USA für Abtreibungen bestraft werden sollten. Etwas später meinte sein Wahlkampfteam, die Ärzte sollten bestraft werden, nicht die Frauen, Trump sei falsch verstanden worden. Grund genug, sich unabhängig von den Bestrebungen in Polen oder den USA mit diesem Thema auch in Österreich öffentlich auseinander zu setzen.

So setzte in einigen Medien rasch die Diskussion ein, dass so „ein hart erkämpftes Recht der Frauen in Gefahr gerät“. Konkret äußert sich zum Beispiel eine Redakteurin in ihrer Kolumne ‚Frauensache’ (Rheinische Post vom 6.4.2016) und konkretisiert: „Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper war so etwas wie die Mondlandung der Frauenbewegung. Dieses Recht infrage zu stellen, mag für die Rechtspopulisten nur ein kleiner Schritt sein, für eine gleichberechtigte Gesellschaft aber ist es ein großer Rückschritt.“

Sollte es eine Verschärfung des Lebensschutzes geben?

Nun gibt es sicherlich etliche Gründe, eine – wie in Polen oder den USA geplante – Verschärfung des Abtreibungsverbotes zu kritisieren. Und es gibt noch mehr äußerst gewichtige Gründe, „das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper“ nicht anzutasten. Aber die Frage, was ein Abtreibungsverbot bzw. Bestrebungen zu einer drastischen Reduzierung von Tötungen im Mutterleib mit einem „Rückfall in alte Rollenbilder“, einer Beschneidung des „Selbstbestimmungsrechtes von Frauen“ und einer Reduzierung von ‚Gleichberechtigung’ zu tun hat, ist für denkende Leserinnen und Leser nicht nachvollziehbar.

Schon der Slogan der Frauenbewegung: „Mein Bauch gehört mir“, mit dem in etlichen Ländern die Abschaffung des Abtreibungsverbotes gefordert wurde, war so hohl, dass man sich wunderte, wieso er von den sich in die Öffentlichkeit zu katapultieren versuchenden Protagonistinnen so deutlich eingebracht wurde.

Vom Grundsatz her ist einem Aufruf: „Mein Bauch gehört mir“ nur zuzustimmen, wenn damit die Zeitspanne vor dem Beischlaf gemeint ist. Kein Mann sollte sich dem „Bauch“ – oder anderen Intimbereichen – einer Frau für einen angepeilten Sexualkontakt nähern, ohne das die „Bauchbesitzerin“ dem zustimmt. Lehnt sie diesen nicht ab oder stimmt sie ihm offensiv zu, dann ist damit gleichzeitig das Selbstbestimmungsrecht der Frau, Wochen später alleine über den Abbruch einer Schwangerschaft als Folgen dieses „Aktes“ entscheiden zu können, verwirkt.

Ging es dabei um einen einvernehmlichen Sexualkontakt, würde ihr für sich reklamiertes Recht auf Selbstbestimmung auch dadurch reduziert, dass der Mann ein 50-prozentiges Mitspracherecht hätte. Diese Zusammenhänge scheinen die Protagonistinnen von „Mein Bauch gehört mir“ konsequent auszublenden.

Statt dessen existiert in großen Teilen der Frauenbewegung folgender Denkansatz: Für eine Abtreibung besitzt eine Frau das alleinige Entscheidungs-Recht; die Kosten dieser persönlichen Entscheidung (für Lohnfortzahlung und evtl. später notwendig werden psychotherapeutische Aufarbeitungen) werden aber ungefragt der Solidargemeinschaft aufgehalst; und bei einer nicht vorgenommen Abtreibung wird eine 100-prozentige Zuständigkeit für die Zahlung von Alimenten beim Kinds-Erzeuger vorausgesetzt.

Mein Bauch gehört mir – Vor oder nach dem Beischlaf?

Es geht hier nicht um eine moralische Beurteilung von Beischlaf-Situationen vor, außerhalb oder innerhalb von auf Ehe oder sonstwie auf Zukunft angelegten Beziehungen, sondern es geht um die Verantwortung der Auswirkungen von eingegangenen Sexualkontakten gegenüber dem Partner beziehungsweise der Partnerin und um die Verantwortung, ob die Entstehung neuen Lebens eingeplant wird oder ausgeschlossen werden soll. Eigentlich müsste es entbehrlich sein, hier noch einmal auf die verschiedenen Methoden oder Wege der Empfängnis-Vermeidung bzw. Empfängnis-Verhütung hinzuweisen.

Dass dennoch einige Verdeutlichungen notwendig zu sein scheinen, hängt wohl damit zusammen, das bestimmte politische Kreise uns kollektiv viel zu lange ins Hirn einzuträufeln versucht haben, das die Abtreibung eine – halt etwas später organisierte – Geburten-Planungs-Methode sei. Wer auf diesen – jede Logik entbehrenden – Denkansatz reinfällt, wird vielleicht morgen auch andere Menschen, von denen sich jemand im persönlich beanspruchten Freiraum beeinträchtigt sieht, per Tötung „entsorgen“ wollen.

„Schwangerschafts-Unterbrechung“ oder Abtreibung?

Wie stark die Diskussionen zur Freigabe der Abtreibung zu kaschieren gesucht wurden, wurde auch durch den von Frauenrechtlerinnen gerne verwendeten Begriff „Schwangerschafts-Unterbrechung“ deutlich, weil sich Abtreibung ja wirklich wie ‚Abort’, ‚weg damit’ oder ‚abtöten’ anhört. Aber was ist das für eine Unterbrechung, die mit dem Tod endet? Es dauerte, bis erste Stimmen die Wort-Gaukelei offenkundig werden ließen, indem sie mutig fragten, wann denn die Unterbrechung beendet und die Schwangerschaft fortgesetzt würde? 

Was die meisten Menschen nicht zu wissen scheinen: Auch nach der Strafrechtsreform zur Abtreibungs-Gesetzgebung gibt es kein Recht auf Abtreibung, wie dies im § 96 StGB klar zum Ausdruck gebracht wird. Stattdessen wird im § 97 StGB Absatz 1 geregelt, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, dass die Tat nach § 96 nicht strafbar ist:

  • „wenn der Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der Schwangerschaft nach vorhergehender ärztlicher Beratung von einem Arzt vorgenommen wird; oder
  • wenn der Schwangerschaftsabbruch zur Abwendung einer nicht anders abwendbaren ernsten Gefahr für das Leben oder eines schweren Schadens für die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren erforderlich ist oder eine ernste Gefahr besteht, daß das Kind geistig oder körperlich schwer geschädigt sein werde, oder die Schwangere zur Zeit der Schwängerung unmündig gewesen ist und in allen diesen Fällen der Abbruch von einem Arzt vorgenommen wird; oder
  • wenn der Schwangerschaftsabbruch zur Rettung der Schwangeren aus einer unmittelbaren, nicht anders abwendbaren Lebensgefahr unter Umständen vorgenommen wird, unter denen ärztliche Hilfe nicht rechtzeitig zu erlangen ist.“

Dass öffentliche Institutionen in Österreich diesen gesetzlichen Rahmen unter positivem Vorzeichen als besonders „restriktionsfrei“ herausstellen und wertschätzend hervorheben, dass so die Beratung und Begleitung ausschließlich an den „individuell sehr verschiedenen Bedürfnissen der betroffenen Frauen auszurichten“ würde, ist keinesfalls ein Beleg dafür, dass dem Schutz des ungeborenen Lebens keine eigene Bedeutung zukommt.

Auch die Anmerkung der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung, dass die Entscheidung einer Frau oder eines Paar für einen Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich „ein wohlüberlegter Entschluss“ sei, „der von anderen nicht in Frage gestellt werden soll“, greift zu kurz. Denn welche Entscheidung – erst recht in einer Konfliktsituation – wird so klar getroffen, dass nicht selten schon nach kurzer Zeit starke Selbstzweifel einsetzen können? Und die vielen Schulgefühle, welche nicht wenige Frauen oft über viele Jahre an psychotherapeutische Praxen binden, sind auch kein Beleg für eine richtig abgewogene Entscheidung. 

Eine Ethik der Verantwortung ist nicht an eine Religion gebunden

Beim Thema Abtreibung geht es nicht um moralische Appelle, sich an christlichen, jüdischen, muslimischen oder fernöstlichen Religionen orientieren zu sollen, sondern darum, die uns – als Konsequenz unserer Freiheit – auferlegte Verantwortung deutlicher wahr zu nehmen. Dies macht z.B. Hans Jonas in seiner zum Lebenswerk gewordenen „Ethik der Verantwortung“ deutlich und Hans Küng engagiert sich seit Jahren mit vielen Gleichgesinnten – auch jenseits christlicher Wertvorstellen – um eine ‚Welt-Ethos-Basis’.

Je intensiver Handlungen des Einzelnen das Leben anderer sowie den Umgang mit der uns zur Verfügung gestellten Schöpfung betreffen, desto umfangreicher sind allgemeinverbindliche ethische Standards zu berücksichtigen. Auch wenn viele Zeitgeist-Menschen Sexualkontakte als Spaß sehen und Erotik konsumieren wollen, bei der Abtreibung geht es um Leben oder Tod. Das haben alle Menschen – egal ob mit oder ohne religiöse Basis – zu berücksichtigen. Und wenn sich Egoisten dieser Verantwortung entziehen, haben die Gesellschaft und der staatliche Gesetzesrahmen darauf deutlich zu reagieren.

In meinen Hochschul-Vorlesungen „Einführung in die Ethik“ begreifen dies nicht nur die christlich Orientierten, sondern alle. Dass die Übertragung in den Alltag oft nicht so wie gewollt oder notwendig klappt, wird immer wieder deutlich.

Töten per Abtreibung ist kein Menschenrecht

Wer in einer festen Partnerschaft lebt, hat in der Regel das Thema Geburten-Planung zu einer passenden Zeit thematisiert und geklärt. Fehlt diese Basis – vielleicht weil ein sexueller Kontakt ohne Beziehungsperspektive eingegangen wird – und trotzdem ein zeugungsfähiger Akt gewollt ist, dann muss halt die Möglichkeit der Entstehung neuen Lebens wenigsten verhütet werden. Auch Paare, welche nur für einen Kurz-Intervall ihre Körper vereinen wollen, haben eine große Verantwortung für ihr Tun: Dass keiner gegen den Willen des Anderen handelt bzw. keine Gewalt zum Einsatz kommt, dass ein Gegenüber nicht durch fehlende Achtsamkeit mit einer Krankheit infiziert wird und dass nicht leichtfertig ungewollt neues Leben entsteht.

Die meisten Abtreibungen werden übrigens nicht in der Folge von Vergewaltigungen oder Kurzzeit-Beziehungen, sondern in 'ganz normalen auf Dauer angelegten Beziehungen' vorgenommen, weil halt ein weiteres Kind nicht mehr vorgesehen war und eine in Verantwortung gelebte Empfängnisregelung ausgeblendet wurde. Diese in Statistiken nachlesbaren Fakten und auch nach Gesprächen mit Schwangerschaft-Konfliktberaterinnen erhalten Infos machen Menschen mit einer durchschnittlichen Empathie einfach sprachlos.

Ja, das hart erkämpfte Selbstbestimmungsrecht der Frauen darf nicht torpediert werden! Ja, alle Menschen – ob winzig-klein oder über-groß, jung oder alt, weniger oder mehr begabt, arm oder reich haben gleichermaßen das Recht, dass ihr Körper – aber auch ihre Seele – in guter Vorsorge und Umsicht geschützt wird. Ja, alle Menschen haben sich für eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern immer neu einzusetzen. Und der Staat hat durch klar gefasste Gesetze dafür zu sorgen, dass diese Rechte den Lebensalltag prägen.

Aber ein Recht auf Tötung, welches aufgrund einer fahrlässigen oder grob fahrlässigen Ausklammerung der eigenen Verantwortung für die Folgen eines Zeugungsvorgangs für sich zu reklamieren gesucht wird, meist auf Eigennutz basierend, ist ein nicht hinnehmbarer gesellschaftlicher Rückschritt. Die Konsequenz: Ja, auch ein ungeborenes kleines Kind hat ein Lebens-Recht.

Dr. Albert Wunsch ist Psychologe, Diplom-Sozialpädagoge, Diplom-Pädagoge sowie promovierter Erziehungswissenschaftler. Bevor er 2004 eine Lehrtätigkeit an der Katholischen Hochschule NRW in Köln (Bereich Sozialwesen) begann, leitete er ca. 25 Jahre das Katholische Jugendamt in Neuss. Im Jahre 2013 begann er eine hauptamtliche Lehrtätigkeit an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Essen / Neuss. Außerdem hat er seit vielen Jahren einen Lehrauftrag an der Philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf und arbeitet in eigener Praxis als Paar-, Erziehungs-, Lebens- und Konflikt-Berater sowie als Supervisor und Konflikt-Coach (DGSv). Er ist Vater von 2 Söhnen und Großvater von 3 Enkeltöchtern.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Mai 2016 09:23

    Heutzutage kann jede ungewollte Schwangerschaft leicht verhindert werden und somit müßte das Thema Abtreibung gar nicht so überrepräsentiert werden.
    Es ist die pure Verantwortungslosigkeit, Egoismus und ein gerüttelt Maß Blödheit, die eine Schwangerschaft "passieren" lassen.

    Es ist die sehr freizügig und ach so fortschrittlich gewordene Sexualität, man redet immer und überall über die intimsten Details. In Zeiten des Mobiltelefons bekommt man Informationen, die man gar nicht wissen will. Da hört man von einem regelrechten Wettkampf, wer denn schon die meisten im Bett hatte....

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie man sein eigenes Fleisch und Blut einfach dahinschlachtet.
    In der außer Kontrolle geratenen Feminismusbewegung lassen sich Frauen mit ihren ungeborenen Kindern gewissermaßen zu "Dingen" degradieren, die man nach Belieben entsorgen kann. Hier nochmal der Link des Grauens:

    https://www.unzensuriert.at/content/0020587-Vagina-zu-schoen-fuer-herauskriechenden-Foetus-Kekse-Babyform-fuer-Abtreibung

    Ich nehme explizit Vergewaltigungsopfer aus. Diese Frauen sind in einem Ausnahmezustand, gut verständlich, daß sie dieses Kind nicht austragen wollen. Manchmal gibt es hier eine Lösung, das Kind nicht zu töten.
    Auch in diese Ausnahme fallen für mich Schwangerschaften, bei den Leib und Leben der Mutter und/oder des Kindes gefährdet sind.

    Nichtsdestotrotz muß der betreffenden Frau jede Aufklärung über körperliche, wie seelische Folgen einer Abtreibung zugestanden werden um nicht in einer falsch verstanden Fortschrittlichkeit ihren Seelenfrieden und das Leben des unschuldigen Kindes wegzuwerfen.
    Und letztendlich bleibt die Verantwortung über die Entscheidung immer der Frau, mit der sie für den Rest ihres Lebens - so oder so - klar kommen muß.

  2. Ausgezeichneter KommentatorDr. Bárdossy
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Mai 2016 13:54

    Der Verfasser dieses eigentlich wertvollen, aber sehr naiven, weil allzu liberalen Aufsatzes kann zwar auf eine qualifizierte Laufbahn als Psychologe, Berater und Lehrbeauftragter an Katholischen Hochschulen und Jugendämtern zurückblicken. Obwohl er das Töten per Abtreibung als „Menschenrecht“ kategorisch ablehnt, vertritt er doch die seltsame Ansicht, dass das unantastbare Existenzrecht des werdenden Kindes nicht mehr aus dem klassischen katholischen Naturrecht, sondern als lose „Konsequenz unserer Freiheit und Verantwortung“ und somit aus der Beliebigkeit eines jeden Einzelnen wahrzunehmen sei.

    Dass die „netten“ Ansichten eines religionslosen Außenseiters wie Hans Jonas (1903-1993) oder eines falschen Prophet wie Hans Küng (*1928) dabei gelobt werden, aber nichts nützen, ist auf weiter Flur ersichtlich.

    „Dass [diese] Übertragung in den Alltag oft nicht so wie gewollt oder notwendig [sondern überhaupt nicht] klappt, wird immer wieder deutlich.“

    Liberalismus, Hedonismus und Verantwortungslosigkeit feiern heute die größten Triumphe der historischen „Aufklärung“, worunter heute das aussterbende Abendland leiden und die Konsequenzen bis zum bitteren Ende ertragen muss.

    Der Blogbetreiber und alle seine Leser sind herzlich eingeladen, am „Marsch für die Familie“ am Samstag, den 18. Juni 2016 um 15 h teilzunehmen. Dort wird man sehen können, wer wirklich für das Leben – und nicht nur für das Reden ist.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBob
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Mai 2016 10:44

    Erstens hat keine Frau das alleinige Recht auf das ungeborene Kind. Schließlich gibt es auch einen Vater.
    Zweitens ist es mir total unverständlich, warum der Staat die ungewollt werdende Mutter nicht finanziell unterstützt, und das Kind statt es zu ermorden zur Adoption freigibt. Es gibt viele Menschen die keine Kinder bekommen können, aber gerne einfacher ein Kind adoptieren würden.

  4. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Mai 2016 10:36

    Im 21. Jahrhundert gibt es keine ungewollte Schwangerschaft bis auf EINEN Fall: Den der Vergewaltigung.
    Und neben den zwei weiteren Fällen der Erbkrankheit / Behinderung und der Gefährdung des Lebens der Mutter sind das die einzigen drei Gründe, die eine Abtreibung rechtfertigen.

    Solange sozi-Verbrecher aber die Gesetze machen, wird das Morden an Ungeborenen weitergehen und wenn sie nach Belieben schalten und walten können, wird auch das Morden nach der Geburt erlaubt sein. Machen sich Linke doch schon für die postnatale Abtreibung stark.

    Man argumentiert das auch:
    In den ersten Tagen und Wochen fehle einem Baby aber eben noch dieses "minimale Level an Selbst-Bewusstein", argumentieren die Autoren. Also fehlten ihm - wie auch einem Fötus, der abgetrieben werden darf - "die Eigenschaften, die es rechtfertigen, einem Individuum das Recht auf Leben zuzusprechen".

    In einem zweiten Schritt erörtern die Ethiker, dass es keinen Sinn mache, davon auszugehen, dass einem Neugeborenen oder einem Fötus Schaden zugefügt werde, "indem ihm verweigert wird, eine tatsächliche Person" zu werden. Da die geistige Entwicklung nicht ausgeprägt sei, sei ein Neugeborenes demnach auch nicht in der Lage, diesen Schaden - den Verlust des eigenen Lebens - zu empfinden. Aus diesem Grund stünden die Interessen "tatsächlicher Leute (Eltern, Familie, Gesellschaft), ihr eigenes Wohlbefinden anzustreben" über dem Recht von Föten und Neugeborenen, sich zu entwickeln.

    http://www.sueddeutsche.de/leben/artikel-ueber-kindstoetung-ethiker-fordern-post-natale-abtreibung-1.1300098

    Sozialismus ist eben eine Mordideologie, wer wagt es, daran zu zweifeln?
    Es fehlt nicht mehr viel und ein Befürworter dieser Thesen wird österreichischer Bundespräsident. Er würde auch ein Gesetz für postnatale Abtreibung unterschreiben.

  5. Ausgezeichneter KommentatorFranziska Malatesta
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Mai 2016 13:38

    Die Abtreibungen nach Vergewaltigungen sind so selten, daß sie in der deutschen Abtreibungsstatistik nicht ausgewiesen werden. Sie liegen im Promillebereich.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Mai 2016 14:56

    Ich bin ebenfalls gegen die Abtreibung außer in den schon geschilderten Fällen von Vergewaltigung, sehr hoher Gefahr für Leib und Leben der Mutter und schwerer erwarteter Behinderung des Kindes, zusätzlich auch unter einer gewissen Altersgrenze (zB bei einer Dreizehnjährigen).

    Sobald Samenzelle und Eizelle verschmelzen, ist es ein eigenes Lebewesen, abhängig von der Mutter zwar, aber nicht mehr deren Körper. Abtreibung ist deshalb genauer gesehen Mord, der jedoch für die oben geschilderten Fälle straffrei bleiben soll. Die Ausnahmefälle werden relativ gering sein.

    Das fehlende Bewusstseingeschwafel der Linken muß zu 100% abgeschmettert werden. Letztlich könnte ich ja dann einen nach einem Unfall bewußtlos umbringen, um seine Brieftasche zu klauen, das wäre dann nur Entwendung, so hätten's unsere Selbstbereicherer es vielleicht gerne.

    Finanziell schwache Mütter und solche, die das Baby partout nicht wollen, sollen staatlich bis zur Geburt unterstützt werden (je nach Bedürftigkeit), dann kann das Baby zur Adoption freigegeben werden.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Mai 2016 10:58

    Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper hat aber nichts mit Abtreibung zu tun. Der Mensch ist ab der Zeugung ein eigener Körper. Er wächst lediglich vorerst im Körper der Mutter heran.

    Diese Verharmlosungen, dass das in einer Phase passiert, wo der Mensch noch kein Bewusstsein haben soll, wird mittlerweile schon über die Geburt hinaus gedehnt. Vor ein paar Monaten habe ich einmal davon gelesen, dass "Abtreibung" innerhalb des ersten Lebensjahres ja auch noch möglich sein müsste, weil der Mensch noch nicht wirklich ein Bewusstsein haben soll.

    Bald sind wir bei der Euthanasie, sobald der Mensch nutzlos wird. Es geht schrittweise immer weiter.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFranziska Malatesta
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Mai 2016 13:38

    Die Abtreibungen nach Vergewaltigungen sind so selten, daß sie in der deutschen Abtreibungsstatistik nicht ausgewiesen werden. Sie liegen im Promillebereich.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Mai 2016 10:58

    Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper hat aber nichts mit Abtreibung zu tun. Der Mensch ist ab der Zeugung ein eigener Körper. Er wächst lediglich vorerst im Körper der Mutter heran.

    Diese Verharmlosungen, dass das in einer Phase passiert, wo der Mensch noch kein Bewusstsein haben soll, wird mittlerweile schon über die Geburt hinaus gedehnt. Vor ein paar Monaten habe ich einmal davon gelesen, dass "Abtreibung" innerhalb des ersten Lebensjahres ja auch noch möglich sein müsste, weil der Mensch noch nicht wirklich ein Bewusstsein haben soll.

    Bald sind wir bei der Euthanasie, sobald der Mensch nutzlos wird. Es geht schrittweise immer weiter.

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  1. Jan Deichmohle (kein Partner)
    16. Juni 2016 11:25

    Zunächst ist es wichtig und lobenswert, einige feministische Irrtümer zu erkennen. Seit mindestens 50 Jahren wurde radikalfeministischer Unsinn ungefragt akzeptiert, übernommen und zur Norm erhoben.
    Lobenswert ist, mit dem Aufwachen zu beginnen. Doch auch dieser löbliche Anfang verwendet noch feministische Irrtümer. Biologische Fakten wie sexuelle Selektion sorgen auch vor dem Beischlaf für eine uns unsichtbare massive weibliche Dominanz. Der Bauch des Mannes ist nicht gleichberechtigt mit dem weiblichen. Alle Phrasen von "Gleichberechtigung" waren tatsächlich eine Verschlimmerung zeitloser Ungleichheit zulasten von Männern.
    Siehe meine Buchreihen, seit 30 Jahren ignoriert wie die Wahrheit.

  2. Mariahilferin
    05. Mai 2016 00:37

    Zum Thema "Spätabtreibung"

    kath.net Jänner 2010:

    Die FPÖ wird in Österreich einen Antrag zur Abschaffung der "Eugenischen Indikation", die ein Teil der österreichischen Abtreibunggesetzgebung ist, einbringen. Dies teilte FPÖ-Behindertensprecher Norbert Hofer am Dienstag in einer Aussendung mit. Hofer kritisiert in diesem Zusammenhang, dass behinderte Kinder in Österreich bis zur Geburt getötet werden können. Wörtlich schreibt Hofer: "In der Praxis können behinderte Kinder bis knapp vor der Geburt durch Herzstich getötet werden. Dass eine Abtreibung über die Fristenlösung hinaus und bis zum Geburtstermin für behinderte Kinder in Österreich vorgesehen ist, das ist eine Schande, es ist unmenschlich und es ist bestialisch."

    http://www.kath.net/news/25380

  3. Torres (kein Partner)
    04. Mai 2016 12:45

    Und was ist mit einer Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung? Entweder darf ein ungeborenes Kind getötet werden oder nicht. Da infolge einer Vergewaltigung entstandene Kind ist ja daran nicht "schuld" - folglich darf es logischerweise auch nicht getötet werden. Und der vergewaltigten Frau wird aber wohl zugemutet, so ein Kind auf die Welt zu bringen - oder?

  4. simplicissimus
    03. Mai 2016 14:56

    Ich bin ebenfalls gegen die Abtreibung außer in den schon geschilderten Fällen von Vergewaltigung, sehr hoher Gefahr für Leib und Leben der Mutter und schwerer erwarteter Behinderung des Kindes, zusätzlich auch unter einer gewissen Altersgrenze (zB bei einer Dreizehnjährigen).

    Sobald Samenzelle und Eizelle verschmelzen, ist es ein eigenes Lebewesen, abhängig von der Mutter zwar, aber nicht mehr deren Körper. Abtreibung ist deshalb genauer gesehen Mord, der jedoch für die oben geschilderten Fälle straffrei bleiben soll. Die Ausnahmefälle werden relativ gering sein.

    Das fehlende Bewusstseingeschwafel der Linken muß zu 100% abgeschmettert werden. Letztlich könnte ich ja dann einen nach einem Unfall bewußtlos umbringen, um seine Brieftasche zu klauen, das wäre dann nur Entwendung, so hätten's unsere Selbstbereicherer es vielleicht gerne.

    Finanziell schwache Mütter und solche, die das Baby partout nicht wollen, sollen staatlich bis zur Geburt unterstützt werden (je nach Bedürftigkeit), dann kann das Baby zur Adoption freigegeben werden.

  5. Franziska Malatesta (kein Partner)
    03. Mai 2016 13:38

    Die Abtreibungen nach Vergewaltigungen sind so selten, daß sie in der deutschen Abtreibungsstatistik nicht ausgewiesen werden. Sie liegen im Promillebereich.

  6. fewe (kein Partner)
    03. Mai 2016 10:58

    Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper hat aber nichts mit Abtreibung zu tun. Der Mensch ist ab der Zeugung ein eigener Körper. Er wächst lediglich vorerst im Körper der Mutter heran.

    Diese Verharmlosungen, dass das in einer Phase passiert, wo der Mensch noch kein Bewusstsein haben soll, wird mittlerweile schon über die Geburt hinaus gedehnt. Vor ein paar Monaten habe ich einmal davon gelesen, dass "Abtreibung" innerhalb des ersten Lebensjahres ja auch noch möglich sein müsste, weil der Mensch noch nicht wirklich ein Bewusstsein haben soll.

    Bald sind wir bei der Euthanasie, sobald der Mensch nutzlos wird. Es geht schrittweise immer weiter.

  7. Sensenmann
    03. Mai 2016 10:36

    Im 21. Jahrhundert gibt es keine ungewollte Schwangerschaft bis auf EINEN Fall: Den der Vergewaltigung.
    Und neben den zwei weiteren Fällen der Erbkrankheit / Behinderung und der Gefährdung des Lebens der Mutter sind das die einzigen drei Gründe, die eine Abtreibung rechtfertigen.

    Solange sozi-Verbrecher aber die Gesetze machen, wird das Morden an Ungeborenen weitergehen und wenn sie nach Belieben schalten und walten können, wird auch das Morden nach der Geburt erlaubt sein. Machen sich Linke doch schon für die postnatale Abtreibung stark.

    Man argumentiert das auch:
    In den ersten Tagen und Wochen fehle einem Baby aber eben noch dieses "minimale Level an Selbst-Bewusstein", argumentieren die Autoren. Also fehlten ihm - wie auch einem Fötus, der abgetrieben werden darf - "die Eigenschaften, die es rechtfertigen, einem Individuum das Recht auf Leben zuzusprechen".

    In einem zweiten Schritt erörtern die Ethiker, dass es keinen Sinn mache, davon auszugehen, dass einem Neugeborenen oder einem Fötus Schaden zugefügt werde, "indem ihm verweigert wird, eine tatsächliche Person" zu werden. Da die geistige Entwicklung nicht ausgeprägt sei, sei ein Neugeborenes demnach auch nicht in der Lage, diesen Schaden - den Verlust des eigenen Lebens - zu empfinden. Aus diesem Grund stünden die Interessen "tatsächlicher Leute (Eltern, Familie, Gesellschaft), ihr eigenes Wohlbefinden anzustreben" über dem Recht von Föten und Neugeborenen, sich zu entwickeln.

    http://www.sueddeutsche.de/leben/artikel-ueber-kindstoetung-ethiker-fordern-post-natale-abtreibung-1.1300098

    Sozialismus ist eben eine Mordideologie, wer wagt es, daran zu zweifeln?
    Es fehlt nicht mehr viel und ein Befürworter dieser Thesen wird österreichischer Bundespräsident. Er würde auch ein Gesetz für postnatale Abtreibung unterschreiben.

    • glockenblumen
      03. Mai 2016 11:26

      Diese anmaßende Haltung, daß ein Neugeborenes oder ein noch Ungeborenes nur ein minimales "Selbst-Bewußtsein" hat - mir fehlen die Worte! Wer weiß denn das so genau? NIEMAND!
      Spätestens sei Lennart Nielsen weiß man, wieviel ein Baby bereits intrauterin mitbekommt.
      Keiner von diesen entmenschten Ungeheuern hat jemals ein Baby auf seinem Arm gehabt, ein Neugeborenes, das im Schlaf lächelt, gibt es etwas Schöneres, Ehrlicheres, ein Baby das sich allein durch die Nähe seiner Mutter beruhigt - das soll nichts mitbekommen, kein Bewußtsein für sein Leben haben?
      Diese kaltblütigen Henker halten sich wahrscheinlich noch für wahnsinnig fortschrittlich, ich möchte schreien vor Wut!

      In meiner Ausbildung vor vielen Jahren lernte ich ein Baby kennen, das aufgrund einer angeborenen multiplen Fehlbildung ein entstelltes Köpfchen wie Gesicht hatte. Doch diese Augen werde ich nie vergessen, immer wenn die Mama ihr Baby auf den Arm nahm, haben diese Augen gesprochen, regelrecht gestrahlt und die Mama angehimmelt, so was Schönes, Rührendes - ich werde es niemals vergessen. Das Baby lebte etwa 8 Monate, bevor es aufgrund seiner - angeborenen - Erkrankung starb, umhüllt von der Liebe und Fürsorge seiner Mama...

    • simplicissimus
      03. Mai 2016 14:08

      ************! Sensenmann und glockenblumen!

    • Sensenmann
      03. Mai 2016 15:46

      @glockenblumen: Sehen Sie, genau an solchen Erlebnissen sieht man den Menschen. Die eigene Nachkommenschaft zu töten ist nichteinmal beim Vieh normal. Wer so wie die Sozis argumentiert und das Töten der eigenen Nachkommenschaft auch noch durch Argumente rechtfertigt, hat mit "Mensch sein*" nichts, aber auch gar nichts gemein und stellt sich selbst außerhalb der menschlichen Spezies.

      *Leider glauben noch immer Leute, daß alles was auf zwei Beinen geht oder seine Jungen 9 Mionate austrägt, auch Mensch genannt werden dürfe. In Verkennung der Tatsache, daß es da Abstufungen gibt, die weit unterhalb des Tierreiches eingestuft werden müssen.

    • glockenblumen
      03. Mai 2016 20:46

      @ Sensenmann

      Ich werde es nie verstehen können, wie man einem Baby, egal ob geboren oder ungeboren, etwas antun kann.
      Ich möchte aber auch keine Frau verurteilen - das steht mir nicht zu - die sich für diesen (schweren) Weg entschließt, wenn es triftige Gründe - wurden alle in den Kommentaren genannt - dafür gibt.

    • Torres (kein Partner)
      05. Mai 2016 15:34

      Wenn Sie eine Abtreibung als "Mord" bezeichnen, muss das ja wohl auch für eine Vergewaltigung gelten. Oder ist das daraus entstandene Kind etwa "schuld" daran, sodass es also in diesem Fall umgebracht werden darf? Mord ist also nicht gleich Mord, oder wie? Aber der vergewaltigten Frau wollen Sie doch hoffentlich auch nicht zumuten, das so entstandene Kind auf die Welt zu bringen, oder? Sie geraten da sehr in Argumentationsnotstand, genauso wie die Kirche.

  8. franz-josef
    02. Mai 2016 23:03

    glockenblumen
    Danke für Ihre Stellungnahme.

  9. Dr. Bárdossy
    01. Mai 2016 13:54

    Der Verfasser dieses eigentlich wertvollen, aber sehr naiven, weil allzu liberalen Aufsatzes kann zwar auf eine qualifizierte Laufbahn als Psychologe, Berater und Lehrbeauftragter an Katholischen Hochschulen und Jugendämtern zurückblicken. Obwohl er das Töten per Abtreibung als „Menschenrecht“ kategorisch ablehnt, vertritt er doch die seltsame Ansicht, dass das unantastbare Existenzrecht des werdenden Kindes nicht mehr aus dem klassischen katholischen Naturrecht, sondern als lose „Konsequenz unserer Freiheit und Verantwortung“ und somit aus der Beliebigkeit eines jeden Einzelnen wahrzunehmen sei.

    Dass die „netten“ Ansichten eines religionslosen Außenseiters wie Hans Jonas (1903-1993) oder eines falschen Prophet wie Hans Küng (*1928) dabei gelobt werden, aber nichts nützen, ist auf weiter Flur ersichtlich.

    „Dass [diese] Übertragung in den Alltag oft nicht so wie gewollt oder notwendig [sondern überhaupt nicht] klappt, wird immer wieder deutlich.“

    Liberalismus, Hedonismus und Verantwortungslosigkeit feiern heute die größten Triumphe der historischen „Aufklärung“, worunter heute das aussterbende Abendland leiden und die Konsequenzen bis zum bitteren Ende ertragen muss.

    Der Blogbetreiber und alle seine Leser sind herzlich eingeladen, am „Marsch für die Familie“ am Samstag, den 18. Juni 2016 um 15 h teilzunehmen. Dort wird man sehen können, wer wirklich für das Leben – und nicht nur für das Reden ist.

    • Riese35
      01. Mai 2016 22:35

      *****************************************!

    • mater familias
      02. Mai 2016 01:37

      *********

      Am "Marsch für die Familie" wollte ich letztes Jahr teilnehmen. Wegen des brüllenden und geifernden linken Mobs im Abstand von ein paar Metern – Gegendemos der Linken dürfen in Tuchfühlungsnähe zu den von ihnen auserkorenen Zielscheiben stattfinden – haben die Kinder gleich nach unserer Ankunft am Stephansplatz vor Angst zu weinen begonnen. Ich selbst bin nicht sehr ängstlich, aber meine Kinder hätte ich dieser Gefahr auch nicht ausgesetzt, wenn ihnen das keine Angst gemacht hätte.

    • Sensenmann
      03. Mai 2016 11:11

      Nun ja, der "Liberalismus" ist in keinster Weise dafür, Menschen das Recht auf Leben abzusprechen. Ihn in einem Atemzug mit Hedonismus und verantwortungslosigkeit zu nennen, ist nicht korrekt.

      Es ist der Sozialismus in all seinen widerwärtigen Spielarten (vom Klerikalsozialismus bis zum Ökobolschewismus), der nicht früh genug zu morden beginnen kann und alles der Beliebigkeit anheimstellt.
      Es ist der Sozialismus, der an sich ja nur eine Irrlehre ist, vorsätzlich betrieben jedoch ein crimen exceptum darstellt, dessen Austilgung an keinerlei rechtsstaatliche Grundsätze gebunden sein darf, außer einem Entsozifizierungsgesetz.

      Marsch für die Familie ist gut, werde dabei sein, aber nur mit den großen Söhnen...

    • Dr. Bárdossy
      03. Mai 2016 13:44

      @ Sensenmann zur Klarstellung

      Wer noch ein wenig LATEIN gelernt hat, der weiß, dass die Herkunft der Wortfamilie "Liber, Libertas, Liberalitas" im Altertum bis zum Herbst des Mittelalters eine leuchtende Sinnfülle repräsentierte: Nämlich Freiheit, Edelmut und Großzügigkeit, die früher einmal die Charakterzüge und der Stolz eines Römischen Bürgers waren.

      Wer noch ein wenig GESCHICHTE gelernt hat, der weiß auch, dass diese Sinnfülle während der Französischen Revolution (1789-1799), im Keimzustand aber bereits vorher in der Protestantischen, und schließlich in der Proletarischen Revolution des finsteren XX. Jahrhunderts definitiv vernichtet worden ist.

      Alle "Liberalen Bewegungen" des XIX. Jahrhunderts (zB. Josef Bem in Polen oder Ludwig Kossuth in Ungarn 1848 / 1849) unter der Ägide der "Liberalen Freimaurerei" dienten der Aushöhlung der Abendländisch-Katholischen Überlieferung, und bekämpften insbesondere das katholische Österreich. 1918 präsentierten sie die Endabrechnung dafür.

      Eine Restauration ZU WAHRER FREIHEIT UND GERECHTIGKEIT wird seitdem immer unwahrscheinlicher.

      "Liberté, Égalité, Fraternité" sind heute – leider Gottes – linkslinke Synonyme von "Liberalismus, Hedonismus und Verantwortungslosigkeit". Ein Liberaler, d. h. Freidenker zu sein, heißt heute klar und deutlich "FREI VON ÜBERLIEFERTEN WERTEN UND TUGENDEN..." zu handeln.

      "Liberalismus" ist also ein Neologismus der sogenannten Aufklärung zu Irreführung der Massen.

      Bellen oder Obama sind in diesem Sinne echte, unmoralische LIBERALE. Hofer oder Ronald Reagan, Margaret Thatcher sind dagegen als KONSERVATIVE zu werten. Die Freiheitlichen sind keine TTIP-Liberalen!

      Die Antwort auf die Frage: Wann haben Sie das letzte Mal gebetet? HOFER: Heute. BELLEN: Mit 15 Jahren.

      Es sind zwei verschiedene Welten: Einmal muss man – spätestens am Ende des Lebens – Farbe bekennen und die Geister unterscheiden. Der kompromisslose Schutz des werdenden Lebens und der wohlverstandene Schutz des geistigen und materiellen Eigentums der Familie und des Vaterlandes gehören zusammen.

      Eine FUNKTIONSTÜCHTIGE, KONSERVATIVE, WERTGEBUNDENE MARKTWIRTSCHAFT (oder wenn man es so sagen will: EIN GEMEINSAMER MARKT DER EUROPÄISCHEN VATERLÄNDER ist kein Privileg der entfesselten Neoliberalen. Moral und Handel gab es bereits im griechisch-römischen Altertum. Und wo sie funktionierte, dort war dies immer wieder nur auf der Grundlage des Naturrechts möglich.

    • simplicissimus
      03. Mai 2016 15:01

      Gut gebrüllt Dr. Bardossy, aber man kann "liberal" sein und sich dennoch zu Werten bekennen, die praktisch unumstößlich sind. Dazu braucht es keine Religion, sondern Charakterstärke.
      Ich kenne unzählige "Christen", die fleißig beten und beichten gehen, um dann umso unverfrorener alle Gebote zu brechen.

    • Dr. Bárdossy
      03. Mai 2016 15:32

      PS: Noch ein kurzer Nachsatz! Selbstverständlich ist die Schlussfolgerung des Verfassers richtig: "Töten per Abtreibung ist kein Menschenrecht."

      Aber die allzu liberale Begründung ist unzureichend: "Eine Ethik der Verantwortung ist nicht an eine Religion gebunden" – heißt es weiter oben. Woran denn sonst?

      Nachdem die Naturrechtslehre praktisch ausgestorben ist – und sie hie und da nur noch von den konservativsten Katholiken (wie Papst Benedikt XVI und den Pius- und Petrus-Brüdern) vertreten wird, bleibt der Lebensschutz sehr wohl an die Überlieferung der katholischen Religion gebunden. Sie ist die letzte Bastion gegen die Unkultur des Todes. Offensichtlich sind der religionslose Hans JONAS oder gar ein vielfacher Häretiker wie Hans KÜNG keine Aktivisten dafür. Und die Liberalen aus aller Welt schon überhaupt nicht.

      Wie lautet schnell das BÖCKENFÖRDE-DIKTUM: Der liberale, säkulare, laizistische Staat lebt von moralischen Voraussetzungen, die er selbst weder garantieren noch hervorbringen kann.

      So schaut heutzutage die Realität und demnächst unser eigener Untergang aus. Die nächste, spätestens die übernächste Generation wird von den Frauen der Dritten Welt ans Licht gebracht. Unsere Zivilisation ist bereits eine abgelaufene Geschichte.

    • Dr. Bárdossy
      03. Mai 2016 15:38

      @ Lieber Sensenmann!
      Erstens: Ich brülle nicht!
      Und vielleicht suchen Sie Ihre Freunde nicht unter den schlechten Christen aus!

    • Sensenmann
      03. Mai 2016 16:08

      Sehr geehrter Herr Dr. Bárdossy, ich hatte Ihnen ja gar nicht geantwortet!
      Ich gebe Ihnen mit der Definition dessen, was sich heute "liberal" schimpfen darf, durchaus Recht!

      Für mich ist es aber IHRE Definition (die ich mir erlauben werde, weiter zu verbreiten):"Freiheit, Edelmut und Großzügigkeit, die früher einmal die Charakterzüge und der Stolz eines Römischen Bürgers waren."

      Genau DAS. Wir lassen uns diese Definition nicht wegnehmen.

    • simplicissimus
      03. Mai 2016 16:18

      Dr. Bardossy, ich habe Sie "angebrüllt". Diese Christen sind nicht meine Freunde, leider habe ich aber mit Ihnen zu tun.

    • Dr. Bárdossy
      03. Mai 2016 21:00

      Ich möchte nicht das letzte Wort behalten, aber ich muss mich dafür entschuldigen, in der Hitze des Gefechtes "Sensenmann & Simplicissimus" verwechselt zu haben.

      @ Sensenmann & Simplicissimus

      Es freut mich, wenn Sie "meine" Definition des Römischen Bürgers als Gentleman von "Freiheit, Edelmut und Großzügigkeit" akzeptieren. In der Tat ist diese aber gar nicht von mir, da sie in jedem Lateinischen Schulwörterbuch nachgeschlagen werden kann.

      WICHTIGER scheint mir zu sein, dass die kulturtragende Institution für die Überlieferung dieses Begriffes Jahrhunderte hindurch die Katholische Kirche war. Historisch und institutional erst der grob fahrlässige, primitive "LIBERALISMUS" der sogenannten Aufklärung hat in Wirtschaft, Politik und Recht der klassisch humanistischen "LIBERALITÄT" den Garaus gemacht.

      Wenn wir uns darin einigen könnten, dann wäre ich auch stolz und bemüht, "LIBERAL" genannt werden. Aber aus dem Vokabular, den Umgangsformen und den Geschichtsbüchern ist diese Art von "LIBERALITÄT" sogut wie spurlos verschwunden. Machen wir uns nichts vor, der "LIBERALISMUS" ist bis heute nur ein ideologisches Feindwort geworden. Der bereits mehr als 200 Jahre alte Bedeutungswandel der Sprache lässt sich nicht mehr zurückdrehen.

  10. Bob
    01. Mai 2016 10:44

    Erstens hat keine Frau das alleinige Recht auf das ungeborene Kind. Schließlich gibt es auch einen Vater.
    Zweitens ist es mir total unverständlich, warum der Staat die ungewollt werdende Mutter nicht finanziell unterstützt, und das Kind statt es zu ermorden zur Adoption freigibt. Es gibt viele Menschen die keine Kinder bekommen können, aber gerne einfacher ein Kind adoptieren würden.

    • fewe (kein Partner)
      03. Mai 2016 11:13

      ES ist einfach wohl ein Teil der Bestrebung den "weißen Mann" zu dezimieren. Diese Abtreiberei und Empfängnisverhütung "greift" ja in allererster Linie bei Weißen. Lediglich Japaner scheinen da eine Ausnahme zu sein. Alle anderen vermehren sich ja wie verrückt.

      Nachdem die erste Phase gelungen ist - Rückgang der Bevölkerung vor allem in Europa -, kann man jetzt mit dem Argument kommen, dass sich der Weiße nicht genügend vermehrt und daher durch Buntheit ersetzt werden muss.

      Der Plan ist jedenfalls nicht schlecht durchdacht und funktioniert wie man sieht. Das vorrangige Ziel war also sicher nicht die Befreiung der Frau. Auch nicht die Berufstätigkeit, die lediglich dazu führt, dass dem Einzelnen weniger bezahlt werden muss - schließlich muss ja nicht einer allein eine Familie ernähren können - und es bis zu doppelt so viele Steuerzahler gibt. Dass es Selbstverwirklichung sein soll, am Fließband oder einer Billa-Kassa zu stehen, kann mir niemand erzählen.

    • Sensenmann
      03. Mai 2016 11:15

      So ist es! Aber eigene Kinder zu Adoption? Wie uncool!
      In besseren Kreisen holt man sich da was von negroidem Teint.
      Das passt besser zu den weißen Schleiflackmöbeln.
      Bekommt man auch einfacher als ein weißes Kind.

      Natürlich ist da System dahinter! Wie sagte der Hochgrad-Freimaurer Couenhove-Calergi: Der Mensch der Zukunft muss Mischling sein. Wegen eurasisch-negroider Zukunftsrasse und so...

    • simplicissimus
      03. Mai 2016 15:22

      Sie sind wirklich böse, Sensenmann! :-)

      Ich habe ein zu den weissen Schleiflackmöbeln perfekt passendes Baby mit leicht negroidem Teint. ABER EIN EIGENES! Dazu drei blankweisse eigene Kinder, eines davon allerdings auch interkontinental gemischt, der Rest aus Mater Austria. Insgesamt Ei- und Samenzellen über 4 Kontinente vermischt, ein bißchen Blutauffrischung wird nicht schaden. Vom Indianer- über den (nicht mehr ganz rassenreinen) Urgermanen bis zum Negerstammhäuptling ist da alles drin.

      Das Hauptproblem ist doch, daß wir - also unsere Mitbürger - nicht ausreichend eigene Kinder bekommen und unsere grenzgenialen PolitikerInnen die Lücken mit unpassenden Afrikanern und Asiaten zu unser aller Kosten auffüllen wollen.

      Also Ösis, Pille abgesetzt, Kondome weggeschmissen (außer bei Aidsverdacht) und FAMILIENMANIA anstelle von SCHWULEN- und FEMINISTINNENMANIA, so einfach wäre das! Eigene Kinder machen viel Freude, auch wenn sie manchmal mühsam sind. Alleinsein im Alter ist ja auch nicht das Gelbe vom Ei.

    • Sensenmann
      03. Mai 2016 16:11

      Ja, "selbstgemacht" ist was ganz Anderes! Ich habe da das Meinige in gleicher Zahl schon beigetragen... :-)

  11. glockenblumen
    01. Mai 2016 09:23

    Heutzutage kann jede ungewollte Schwangerschaft leicht verhindert werden und somit müßte das Thema Abtreibung gar nicht so überrepräsentiert werden.
    Es ist die pure Verantwortungslosigkeit, Egoismus und ein gerüttelt Maß Blödheit, die eine Schwangerschaft "passieren" lassen.

    Es ist die sehr freizügig und ach so fortschrittlich gewordene Sexualität, man redet immer und überall über die intimsten Details. In Zeiten des Mobiltelefons bekommt man Informationen, die man gar nicht wissen will. Da hört man von einem regelrechten Wettkampf, wer denn schon die meisten im Bett hatte....

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie man sein eigenes Fleisch und Blut einfach dahinschlachtet.
    In der außer Kontrolle geratenen Feminismusbewegung lassen sich Frauen mit ihren ungeborenen Kindern gewissermaßen zu "Dingen" degradieren, die man nach Belieben entsorgen kann. Hier nochmal der Link des Grauens:

    https://www.unzensuriert.at/content/0020587-Vagina-zu-schoen-fuer-herauskriechenden-Foetus-Kekse-Babyform-fuer-Abtreibung

    Ich nehme explizit Vergewaltigungsopfer aus. Diese Frauen sind in einem Ausnahmezustand, gut verständlich, daß sie dieses Kind nicht austragen wollen. Manchmal gibt es hier eine Lösung, das Kind nicht zu töten.
    Auch in diese Ausnahme fallen für mich Schwangerschaften, bei den Leib und Leben der Mutter und/oder des Kindes gefährdet sind.

    Nichtsdestotrotz muß der betreffenden Frau jede Aufklärung über körperliche, wie seelische Folgen einer Abtreibung zugestanden werden um nicht in einer falsch verstanden Fortschrittlichkeit ihren Seelenfrieden und das Leben des unschuldigen Kindes wegzuwerfen.
    Und letztendlich bleibt die Verantwortung über die Entscheidung immer der Frau, mit der sie für den Rest ihres Lebens - so oder so - klar kommen muß.





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