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Die Uni als leistungsfreie Sackgasse drucken

Lesezeit: 5:00

Schweizer Studentin auf Gastsemester in Wien: Wenig Wochen nach Beginn ihres Gastspiels an der Wiener Universität zeigt sich die junge Kollegin total schockiert. Sie war von ihrer Schweizer Uni einen viel größeren Leistungsdruck und deutlich höhere Qualität der Lehrveranstaltungen gewohnt.

Dort hat sie beispielsweise in einem Studienjahr nicht weniger als 35 Bücher verpflichtend lesen müssen. Hier bisher gar keines. Am meisten fassungslos machen sie die Französisch-Vorlesungen. Denn die finden auf Deutsch statt! Ihre früheren Kollegen können das gar nicht glauben und halten das für einen Scherz der Wien-Besucherin.

Die Beobachtungen der Schweizerin sind kein Einzelfall. Sie decken sich ja auch voll mit dem fast ständigen Rückfall der heimischen Unis bei vielen internationalen Rankings (sofern sie dort überhaupt noch aufscheinen). Rektoren und Professoren verwenden zwar viel Energie darauf, um jedes einzelne dieser Rankings für wertlos zu erklären. Vielleicht sollten sie jedoch mehr Energie darauf verwenden, den Unterricht anspruchsvoller zu machen.

Viel Energie verwenden die würdigen Damen und Herren Professoren auch dafür auf, ständig vorzurechnen, wie viel besser – etwa – Schweizer Hochschulen finanziell und personell ausgestattet sind. Vor allem wenn man sich die Relation Professoren-Studenten anschaut. Wird schon alles stimmen, auch wenn man weiß, dass praktisch alle diesbezüglichen Studien interessengeleitet sind. Aber: Eine Französisch-Vorlesung auf Französisch zu halten, ist wohl eine Anforderung, die man auch dann erfüllen könnte, wenn man vor mehr Studenten vortragen muss als möglicherweise in anderen Ländern. Man sollte als Professor nur selbst ausreichend Französisch können.

Längst wird das Image der österreichischen Unis durch die Tatsache geprägt, dass sie von deutschen Numerus-Clausus-Flüchtlingen überschwemmt werden. Rund um die Wiener Universität hört man fast nur noch deutschdeutsch. Wobei ja nicht die Nationalität das Problem ist, sondern das Faktum, dass viele nur deswegen hier studieren, weil der Notenschnitt ihres Abiturs zu schlecht war, um in Deutschland den gewünschten Studienplatz zu bekommen. Und weil es in Österreich in vielen Fächern auch keine sonstigen Aufnahmehürden gibt. Dass eine solche Auslese keine Qualitätsverbesserung auslöst, liegt auf der Hand.

Seit langem habe ich keinen ausländischen Studenten mehr getroffen, der wegen eines tollen Professors nach Wien gekommen wäre, den man unbedingt erlebt haben sollte. Wer zweifelt, dass da ein intellektueller Verfall stattgefunden hat, der soll selbst beim nächsten Cocktail- oder Party-Gespräch die Umstehenden fragen, ob ihnen eigentlich ein herausragender Gelehrter mit internationaler Anziehungskraft einfällt, der in Wien lehrt. Man wird nicht viel zu hören bekommen (Und wenn jemand den Namen "Zeilinger" sagt, sollte man ihn darauf hinweisen, dass der Mann schon über 70 ist. Und bei "Penninger", dass der nur forscht, aber nicht lehrt). Und zugleich sollte man daran denken, wie die gleiche Frage in den Jahrzehnten vor 1938 beantwortet worden wäre, aber auch noch in den Sechziger und Siebziger Jahren.

Weg in die Arbeitslosigkeit

Noch viel beklemmender macht es, wenn man (in der Eurostat-Datenbank) auf die Zahl 13,2 Prozent stößt. So hoch ist nämlich der Anteil jener Unter-35-Jährigen, die in den letzten drei Jahren zwar ein Studium abgeschlossen haben, die aber noch immer keinen Arbeitsplatz haben. Diese Zahl ist signifikant höher als die der offiziell gemessenen Arbeitslosigkeit in Wien. Die ist zwar weit schlechter als in allen anderen Bundesländern, beträgt aber „nur“ 11,6 Prozent.

Dabei sind in diesem Wert auch die vielen älteren Menschen enthalten, die keinen Arbeitsplatz mehr finden. Und die vielen Menschen mit Migrationshintergrund ohne Job. Und jene ohne irgendeine Berufsausbildung.

Aber während über diese drei Problemgruppen in der politischen und öffentlichen Debatte intensiv und viel geredet wird, ist niemandem bewusst, dass in den letzten Jahren auch ein akademisches Proletariat entstanden ist. Das ist besonders frappierend, da doch von vielen Politikern und Universitäts-Professoren noch immer der Irrglaube verbreitet wird, ein Studium wäre die beste Garantie gegen Arbeitslosigkeit.

Das stimmt einfach nicht (mehr). Ganz im Gegenteil. Nur noch ganz bestimmte Studien eröffnen jungen Menschen Chancen in der Berufswelt. Medizin- und Technik-Studien stehen dabei an der Spitze. Während vieler anderer Studien können zwar junge Menschen schöne und bequeme Jahre in der zu einer permanenten Partymeile mutierenden Stadt verbringen. Ihre Lebensperspektiven für die Zeit danach haben sie aber keineswegs verbessert.

Um noch ein weiteres Beispiel anzusprechen: Einem seit seiner Kindheit bekannten Steirer haben die sechs Jahre eines Politikwissenschafts-Studiums in Wien jedenfalls absolut nichts gebracht. Sie haben seinen bäuerlichen Eltern jedoch sehr viel gekostet! Jetzt ist er seit acht Jahren Hausaufseher bei der Reinigungsfirma Attensam. Das hätte er auch einfacher, ohne marxistisch-genderistische Dauer-Indoktrination, haben können.

Auch die Tatsache, dass manche andere Länder eine noch viel höhere Akademikerarbeitslosigkeit haben, ist absolut kein Trost. Sie ist viel eher eine Bestätigung für alle Warnungen. Denn in jener EU-Statistik, die für Österreichs Jungakademiker eine 13-prozentige Arbeitslosigkeit zeigt, liegen Griechenland und Italien weit an der Spitze. Sie leiden unter Jungakademiker-Arbeitslosigkeit von über 50 Prozent.

Aber auch dort haben ja jahrzehntelang „Experten“ Schwurbel-Sätze verbreitet wie: „Ein Studium ist die beste Zukunftsinvestition“; oder: „Wir brauchen Bildung statt Ausbildung“.

Hingegen sollte man in Österreich allen Politikern den Satz des Wiener Pädagogikprofessors Stefan Hopmann in goldenen Lettern ans Hirn schreiben: „Die Fixierung auf die Akademikerquote ist fatal.“ Das Land braucht Fachhochschul-Ingenieure und Facharbeiter und keine Politologen, Psychologen, Komparatisten, Historiker und Publizisten. Um nur die aussichtsärmsten Massenstudien zu nennen.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2015 06:46

    Es ist seltsam, die Spitzen des Staates (BK, Minister, demnächst der BP) kommen ohne Matura und Studium aus, dafür sollen demnächst die Krankenschwestern und die Kindergärtnerinnen mit Gewalt akademisiert werden. Es stimmen in diesem Lande die vernünftigen Relationen nicht mehr.

  2. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2015 10:21

    Als Absolvent eines naturwissenschaftlich-technischen Studiums im Ausland kann ich die düsteren Ansichten von Dr. A.U. nur bestätigen. An den renommierten Universitäten in England, der Schweiz, in Deutschland und auch anderswo weht ein gänzlich anderer Wind als an unseren verschlafenen Unis in Österreich.

    Ich beobachte daher seit Jahren einen interessanten Trend. Brillante Jugendliche aus dem Bildungsbürgertum gehen vermehrt an die ETH Zürich, nach München, Heidelberg, Freiburg, Oxford usw. Das kostet zwar was, aber der Druck dort ist enorm und der Studienabschluss eine Jobgarantie.

    Was die Orchideenfächer wie Psychologie, Soziologie, Politologie, Publizistik usw. bei uns betrifft, so gibt es auch hier Jobgarantien und zwar in Pommes-Buden, bei Wach- und Schließfirmen und im Gastgewerbe.

    Als Alternative böte sich ein SPÖ-Parteibuch, eine Nicht-Matura und ein nicht-Studium an. Dann kann man Bundeskanzler werden.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    8x Ausgezeichneter Kommentar
  4. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2015 09:13

    Von den Begabten wanderten die einen wegen Hitler aus, jetzt wandern sie wegen Fayman aus!

  5. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2015 02:04

    Ich bin etwas verwundert. Ist es nicht oberstes Ziel unserer Universitäten, Quoten zu erfüllen? Genderquoten, Frauenquoten, Behindertenquoten, Homoquoten, Analphabetenquoten ....?

    Und ist es nicht auch gleich ein zweites Ziel, die Posten demokratisch zu vergeben?

    Wo kämen wir denn hin, Professoren zu berufen, die des Binnen-Is nicht mächtig sind! Das wäre doch ein internationaler Skandal ersten Ranges!!!

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2015 09:29

    Unsere derzeitige Bildungssituation bestärkt mich in zwei Forderungen:
    1) Schluss mit der Matura! Ein positives Abschlusszeugnis einer AHS oder einer BHS erfüllt die grundsätzliche Voraussetzung für ein Uni- oder FH-Studium. Den ganzen Stress und die enormen Kosten rund um die Matura kann man Schülern, Lehrern und dem österreichischen Steuerzahler ersparen.

    2) Aufnahme-, Eignungs- - oder wie immer man sie nennen mag - Prüfungen in ALLEN Studienfächern an Unis und FH!

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Mai 2015 09:00

    Das akademische Proletariat ist die Konsequenz aus der Tatsache, dass die Diplome 'verschenkt' werden und der Tatsache, dass sich Menschen an die Uni begeben, um ein Diplom 'billig' zu 'erwerben', dass sich Menschen in eine Firma begeben um einen 'Lohn' zu erhalten, die Arbeit wird viel zu oft minimiert, oder viel zu viele sind unqualifiziert dafür, und viel zu oft als notwendiges Übel angesehen.

    Will denn niemand mehr die Arbeit ? Das Einzige, was uns retten könnte. Die Arbeit besteht aus Arbeit einfordern und aus Arbeit tun. Beides versagt im linken Gleichheitswahn.

    Die Gewerkschaften vertreiben professionell die Arbeit aus Österreich und nehmen sie den Österreichern damit weg, die Politiker lassen medial den Gleichheitswahn trommeln, die Arbeit verachten und somit die Faulheit predigen.

    Dass da die noch wesentlich normaleren Schweizer die Nase rümpfen, sind sie doch Arbeit, Qualifikation von klein auf gewohnt. Bei uns zum Unterschied geht es von der leistungslosen Schule über die leistungslose Uni zur leistungslosen Arbeit ... in das marxistische 'Paradiese', bloß wir verhungern dabei.

    Ich beschuldige SPÖ, Grüne und ÖVP das zu initiieren, bzw. zu unterstützen und den Österreichern damit diesen enormen Schaden zuzufügen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorClemens Taferner
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2015 14:57

    Na ja, dafür gibt es an unseren Universitäten durchaus ein paar abgehalfterte Altkommunisten aus der DDR, die selbst in Deutschland keiner mehr haben will.

  2. Ausgezeichneter KommentatorTik Tak
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juni 2015 11:59

    Wenn ein Nichtmaturant und Nichttaxischeinbesitzer Bundeskanzler werden kann, warum sollte dann ein akademischer Genderwissenschafter nicht auch Taxifahrer werden können?

    Österreich ist doch das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten.

    Wer hier studiert hat nichts besseres verdient, von ein paar Studienrichtungen mal abgesehen.

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  1. hasdrubal (kein Partner)
    03. Juni 2015 10:50

    Ich bin studierter Philosoph und habe einen gut bezahlten und sehr interessanten Job im Bereich internationale Beziehungen. Durch meine humanistische und geisteswissenschaftliche Ausbildung weiß ich anders als der Journalist Unterberger, dass man "Politikwissenschaftsstudium" ohne Bindestrich schreibt. Es ist auch immer wieder unterhaltsam, wie Unterberger "das Gehalt" und "der Gehalt" verwechselt. Vielleicht hätte ihm, dem Journalisten, so ein Orchideenstudium gar nicht geschadet.

  2. jetnweewgjn (kein Partner)
    03. Juni 2015 09:13

    naja, ganz so ist es auch nicht. ja die österreichischen unis sind mies, ja im internationalen vergleich hinken wir hinterher und ja die nummerus-clausus flüchtlinge sind ein ärgernis.
    aber hier wird ja gerade so getan als ob jeder einzelne professor an der uni ein quoten trottel und kommunisten urgestein ist, der in seinem leben nichts geleistet hat. und das stimmt einfach nicht.
    sowohl am juridicum als auch an der wu lehren teilweise höchst fähige, international mehr als annerkannte juristen. diese machen natürlich das kraut in der gesamtbetrachtung nicht fett; es sind aber eben nicht alle leistungsverweigerer.

  3. Clemens Taferner (kein Partner)
    02. Juni 2015 14:57

    Na ja, dafür gibt es an unseren Universitäten durchaus ein paar abgehalfterte Altkommunisten aus der DDR, die selbst in Deutschland keiner mehr haben will.

  4. Tik Tak (kein Partner)
    02. Juni 2015 11:59

    Wenn ein Nichtmaturant und Nichttaxischeinbesitzer Bundeskanzler werden kann, warum sollte dann ein akademischer Genderwissenschafter nicht auch Taxifahrer werden können?

    Österreich ist doch das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten.

    Wer hier studiert hat nichts besseres verdient, von ein paar Studienrichtungen mal abgesehen.

  5. AppolloniO (kein Partner)
    02. Juni 2015 10:42

    Wie so oft hat A. U. auch diesmal recht. Nämlich dass uns der anvisierte Akademiker- Tsunami, vor allem wenn diese aus den Politstudien oder Orchideenfächern kommen, nicht den Wohlstand halten lassen wird. Im Gegenteil, erst kosten sie uns horrend Ausbildungskosten, danach Arbeitslosengeld und zuletzt auch noch die Pensionen ohne je eingezahlt zu haben.
    Dagegen müssen wir uns die benötigten Handwerker aus dem Ausland holen. Gott sei Dank leisten die jedoch meist hervorragende Arbeit.

  6. cmh (kein Partner)
    02. Juni 2015 09:27

    ... Hingegen sollte man in Österreich allen Politikern den Satz des Wiener Pädagogikprofessors Stefan Hopmann in goldenen Lettern ans Hirn schreiben: „Die Fixierung auf die Akademikerquote ist fatal.“ ...

    Wie soll das gehen? Die haben doch alle ein Brett vor ihren Kopf genagelt (100er - wem das was sagt). Zudem ist das Hirnkastel die Stelle, wo sie nie hinschauen können und wenn, dann müssten sie in Spiegelschrift lesen.

    Und warum sollten sie lesen, wenn sie nicht hören wollen? Ihre Vernunft haben sie ja schon bei der Marxrezeption abtrainiert bekommen, hören/reden nutzt also auch nix mehr.

    Doch halt, ist da nicht der Maoismus? Wir sollten Politiker u.Professoren zum Arbeiten schicken!

  7. Gasthörer (kein Partner)
    • GH (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:17

      Anlässlich eines Seminares an der Uni Wien- ich besuche dieses Masterstudium berufsbegleitend - müssen wir in diesem Semester ein Referat ausarbeiten. Dieses Seminar besucht auch ein junger Türke. Ob er Zuwanderer ist oder Gaststudent, vermag ich nicht zu sagen. Er kommt nicht immer zum Seminar, wenn, dann aber zur Halbzeit und setzt sich in die letzte Reihe. Er hat keine Unterlagen bei sich und wartet auf die Anwesenheitsliste. Neugierig war ich auf sein Referat.
      An diesem Tag kam er mit einer jungen hübschen türkischen Frau, die, obwohl nicht Teil des Kurses, an diesem Tag neben ihm saß, dauernd Blätter beschrieb und sie ihm hinschob. Er war auch pünktlich. Der Vortrag selbst bestand darin, dass er in nicht verständlichem Deutsch ca. 10 Minuten einen Text - genau genommen Buchstaben für Buchstaben - vorlas. Die Zuhörerschaft suchte untereinander Blickkontakt, so wie es Menschen tun, wenn sie gerade nicht verstehen, was gerarde passiert.
      Diese Darbietung wurde vom Dozenten wortlos hingenommen, was eine Absegnung seines Beitrages bedeutete. Das heißt, er wird ohne auch nur annähernd mitzubekommen, was wir durchnehmen, eine positive Note bekommen. Ich dachte mir: Dieses Studium hier ist doch die reine Verarschung.

  8. peter789 (kein Partner)
    02. Juni 2015 07:19

    DIe Eiterbeulen des gelebten Sozialismus sieht man halt überall, nicht nur in den Wirtschafts- und Arbeitslosenzahlen.

  9. Helmut HGR.
    01. Juni 2015 21:44

    Vorgestern habe ich am Flohmarkt der American International Shool eine Maturaabsolventin getroffen. Hat in Deutsch maturiert.

    Ihr Thema: Kriminalromane. Solche von weiblichen Autoren.
    Die Bücher hat sie mir verkauft.

    Früher hat man Goethe oder Schiller als Thema gehabt.

    • Helmut HGR.
      01. Juni 2015 21:48

      Nachtrag:
      Da kann dann das Niveau auf den Unis auch nicht zu hoch sein.

    • cmh (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:32

      Füher hat man den Maturanten nur eine recht genaue Kenntnis der Literatur und der sonstigen Fächer zugemutet. Eine recht genaue wohlgemerkt.

      Heute bekommen alle eingetrichtert, dass sie selber besser wären als die ganze Welt vor ihnen.

      Und genau so schaut auch das Ergebnis aus: wie soll den ein junger Mensch wissen, was ein Wert ist, wenn er sich den Maßstab dazu selber zurechtfummeln muss?

    • fewe (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:32

      Als nächstes wohl Arztromane und Jerry Cotton.

      Man bemüht sich redlich, das Bildungsniveau der Bevölkerung zu senken. Matura mit Hauptschule-B-Zug-Niveau, Volksschule mit Sonderschul-Niveau, Universiät mit Volkshochschulniveau etc.

  10. Erich Bauer
    01. Juni 2015 07:56

    Man sollte vielleicht von...

    Die Uni als "laktosefreie" Sackgasse

    ... sprechen.

    • Konrad Loräntz
      01. Juni 2015 11:55

      .. weil die dort eintretenden Damen allzu oft nur mit krankem Unsinn hirngeschwängert werden. Da kommt nix raus was Hand und Fuss hat und gestillt werden könnte.

  11. Konrad Loräntz
    31. Mai 2015 22:09

    ABER wir haben in Wien schon 4 Rektorinnen ! Das zählt doch auch was. AU sollte die wesentlichen Kriterien beachten.
    Und blaue Flecken gibt es (ausser vielleicht in Leouben) auch keine.

    • schlechter Geschmack (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:34

      Hat "Rektor/in" etwas mit Rektum zu tun? Mittlerweile ist es fast schon so.

  12. Sensenmann
    31. Mai 2015 14:25

    Zuwenig brauchbare Studien, zuviel Geschwätzwissenschaften.
    Der Staat hat zu fördern, was gebraucht wird. Wer Geschwätzwissenschaften studieren will, der soll das bitte auf eigene Kosten tun.

    • Zraxl (kein Partner)
      02. Juni 2015 11:08

      Das kann man so nicht sagen. In der Bundes-, Landes-, und Gemeindeverwaltung werden gerade diese Qualifikationen dringendst gebraucht. Ohne Gendx-Expertx läuft da nämlich gar nichts mehr. Allerdings reicht selbst ein Studium in Soziologie oder Genderwissenschaften allein nicht aus um eine adäquate Position zu bekommen. Hervorragende Kontakte zu Entscheidungsträgern und Bereitschaft zu persönlichem Engagement (Besetzungscouch) werden selbstverständlich ebenfalls vorausgesetzt.

      No und die Privatwirtschaft spielt ohnehin eine immer kleiner werdende Rolle im Land. Da soll man sich keine Hoffnungen mehr machen.

  13. HDW
    31. Mai 2015 12:22

    Vielleicht wird die Französisch Vorlesung auf Deutsch gehalten, weil die Studentiger Sie sonst nicht verstehen würden. :-D:O
    Ich freue mich jedesmal, wenn bei AU's analytischem Teil des Artikels der Begriff (Neo)Marxismus auftaucht!

  14. socrates
    31. Mai 2015 11:37

    O.T. Nichts für schwache Nerven:
    Auf YouTube ist ein Video von den Separatisten veröffentlicht worden, das angeblich Mitglieder der als rechtsextrem geltenden Asow-Miliz zeigt, die in der Nähe von Schyrokyne einen gefangenen Separatisten kreuzigen und verbrennen. Einer der Männer sagt: "Wir sind Kämpfer von Asow." Dieses Schicksal drohe allen Separatisten.

    Ob das Video, das ganz nach Islamischer Staat aussieht, echt ist, ist schwierig einzuschätzen, es sieht jedenfalls nicht nach einem Fake aus. Sollte das grausame Video authentisch sein, müssten die Nato und Deutschland deutlich auf Distanz zu Kiew gehen, wenn man weiterhin vertreten will, auf der Seite von Demokratie, Völkerrecht, Menschenrechten und Freiheit zu stehen.

  15. Politicus1
    31. Mai 2015 10:54

    Der Name allein macht's nicht ...
    Vieles an Neugründungen darf sich in Österreich "Universität" nennen. Hinter manchem steht ein Landeshauptmann, aber manchmal auch nur kommerzielles Interesse.
    Viele dieser neuen Privatuniversitäten haben eines gemeinsam: eine kaum existierende Forschung. Auch die Qualifikation so mancher dort lehrenden Universitätsprofessoren ist manchmal hinterfragenswert.
    Aber Hauptsache, wir haben viele Universitäten und zahlende Studenten - auch wenn dann an einer von diesen nicht einmal 2% an der ÖH-Wahl teilnehmen.

    • cmh (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:37

      Jede Maurerschule schimpft sich heute schon Bau-"Akademie". Da wird man wohl den Begriff einer Unität auch inflationär gebrauchen dürfen.

  16. perseus
    31. Mai 2015 10:28

    Der staunenden bis schockierten Schweizer Kollegin könnte man die österreichische universitäre Situation am besten mit folgender Ausschreibung des von Herrn Mitterlehner geführten Ministeriums (das vorgibt, die Wissenschaft zu fördern) erklären:

    „Ausschreibung des BMWFW

    Der Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft verleiht 2015 zum zehnten Mal den Gabriele Possanner-Preis – Österreichischer Staatspreis für wissenschaftliche Leistungen, die der Geschlechterforschung in Österreich förderlich sind. Der Preis wird seit 1997 zum Gedenken an die 100 Jahre zuvor erfolgte erstmalige Verleihung eines akademischen Grades an eine Frau durch eine Universität auf dem Staatsgebiet der Republik Österreich verliehen.

    Im Rahmen der Vergabe dieses Preises schreibt der Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zwei Gabriele Possanner Förderungspreise für wissenschaftliche Leistungen aus, die der Geschlechterforschung in Österreich förderlich sind.

    Mit diesen Förderungspreisen, die mit je 6.000,00 Euro dotiert sind, sollen wissenschaftliche Einzelleistungen (Dissertationen, Masterarbeiten oder Forschungsarbeiten (Studien), die ab 2013 verfasst oder herausgegeben wurden – ausgenommen Habilitationen) ausgezeichnet werden, die auf die Stärkung der Geschlechterforschung in Österreich förderliche Auswirkungen haben. Für die Gabriele Possanner-Förderungspreise sind Eigenbewerbungen erwünscht.

    Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2015.

    Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft“

    Wenn man sie dann noch über die Tatsache informiert, dass
    Frau Hanappi-Egger (derzeit Professorin für „Gender and Diversity in Organizations“ an der Wirtschaftsuninversität) ab Oktober 2015 Rektorin an der Wirtschaftsuniversität sein wird, wird sie sich wohl über nichts mehr wundern, was sie hier in Österreich erlebt.

    • cmh (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:41

      Ich wäre dafür, endlich einen Alice Schalek Preis für Journalismus zu vergeben.

      Als erste Preisträgerin würde ich irgendeine Medientusse vorschlagen und mich an die säuerlichen Gesichter bei der Ehrung erfreuen.

  17. Sandwalk
    31. Mai 2015 10:21

    Als Absolvent eines naturwissenschaftlich-technischen Studiums im Ausland kann ich die düsteren Ansichten von Dr. A.U. nur bestätigen. An den renommierten Universitäten in England, der Schweiz, in Deutschland und auch anderswo weht ein gänzlich anderer Wind als an unseren verschlafenen Unis in Österreich.

    Ich beobachte daher seit Jahren einen interessanten Trend. Brillante Jugendliche aus dem Bildungsbürgertum gehen vermehrt an die ETH Zürich, nach München, Heidelberg, Freiburg, Oxford usw. Das kostet zwar was, aber der Druck dort ist enorm und der Studienabschluss eine Jobgarantie.

    Was die Orchideenfächer wie Psychologie, Soziologie, Politologie, Publizistik usw. bei uns betrifft, so gibt es auch hier Jobgarantien und zwar in Pommes-Buden, bei Wach- und Schließfirmen und im Gastgewerbe.

    Als Alternative böte sich ein SPÖ-Parteibuch, eine Nicht-Matura und ein nicht-Studium an. Dann kann man Bundeskanzler werden.

    • Frusti
      31. Mai 2015 15:07

      @ Sandwalk

      *************************************
      traurig aber wahr.

    • Schlechter Geschmack (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:46

      ad Gastgewerbe

      Hierzulande hat man ja schon ein zu dünnes Nervenkostüm für einen Abschluss an der Kellnerschule. Die Bedienung hierzulande kommt daher immer mehr aus dem Ausland.

      Auch mit den eigentlichen sozialen Berufen happert es: Nicht nur das Pflegepersonal kommt aus dem Ausland, auch die Nutten müssen in Österreich importiert werden.

  18. Politicus1
    31. Mai 2015 09:29

    Unsere derzeitige Bildungssituation bestärkt mich in zwei Forderungen:
    1) Schluss mit der Matura! Ein positives Abschlusszeugnis einer AHS oder einer BHS erfüllt die grundsätzliche Voraussetzung für ein Uni- oder FH-Studium. Den ganzen Stress und die enormen Kosten rund um die Matura kann man Schülern, Lehrern und dem österreichischen Steuerzahler ersparen.

    2) Aufnahme-, Eignungs- - oder wie immer man sie nennen mag - Prüfungen in ALLEN Studienfächern an Unis und FH!

    • cmh (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:51

      Die Matura erfüllt - sollte das noch niemandem aufgefallen sein - eine ganz wichtige Funktion: die jungen Menschen lernen dabei, unter einem unsubstanziierten Generalverdacht zu stehen. Jeder Kandidat ein potentieller Schwindler und Betrüger für die Nichtigkeit der Matura. Als Steuerzahler ist das dann dringend erforderlich, wenn einem auf nichtigen Verdacht hin die Fingerabdrücke genommen werden.

  19. socrates
    31. Mai 2015 09:27

    O.T. So macht man heutzutage Karriere: Saakaschwilii, gegen den mehrere Haftbefehle vorliegen und der mehrere Staatsbürgerschaften hat, wurde zusätzlich Ukrainer und sorgt für liberale Demokratie.
    http://www.heise.de/tp/artikel/45/45072/1.html
    Wirtschaftsflüchtling Saakaschwili wird Gouverneur von Odessa. Ulrich Heyden 31.05.2015
    Der ehemalige georgische Präsident Michail Saakaschwili steht in Georgien wegen Korruption auf der Fahndungsliste. Doch der ukrainische Präsident Poroschenko braucht ihn dringend
    Der ehemalige georgische Präsident Michail Saakaschwili wurde am Sonnabend in der Gebietsverwaltung von Odessa vom ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zum neuen Gouverneur des Gebietes Odessa ernannt. Saakaschwili tritt die Nachfolge von Igor Paliza an, der am 6. Mai 2014, vier Tage nach dem Pogrom im Gewerkschaftshaus von Odessa (Die Tragödie von Odessa), von der Werchowna Rada als Gouverneur des Gebietes am Schwarzen Meer eingesetzt wurde.

    Der ukrainische Präsident Poroschenko setzt in Georgien strafrechtlich verfolgten Ex-Präsidenten Saakaschwili als Gouverneur von Odessa ein.
    Bereits am Freitag hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko dem georgischen Ex-Präsidenten die ukrainische Staatsbürgerschaft verliehen. Das kam nicht überraschend, denn Saakaschwili, der selbst Ukrainisch spricht, hatte dem Oligarchen Poroschenko im Kampf gegen den 2010 gewählten ukrainischen Präsidenten, Viktor Janukowitsch, in schweren Stunden beigestanden. 2013 und 2014 rief der georgische Wirtschaftsflüchtling auf dem Maidan in Kiew zum Sturz von Janukowitsch auf. Schon zuvor war er zum Präsidentenberater ernannt worden, das hat ihm sicherlich neue Einkünfte verschafft.

    Bereits der vierte Ausländer mit hohem ukrainischen Staatsamt

    Saakaschwili ist bereits der vierte Ausländer, der von Poroschenko eingebürgert und mit einem hohen Staatsamt betraut wurde. Im Dezember 2014 bekamen drei Ausländer Ministerposten. Natalia Jaresko (aufgewachsen in den USA) wurde Finanzministerin, Aivaras Abromavi?ius (Litauen) Wirtschaftsminister und Alexander Kvitashvili (Georgien) Gesundheitsminister. Die drei seien geeignet, "unorthodoxe", radikale Reformen durchzuführen, erklärte der ukrainische Präsident damals.

    Die Ernennung von Saakaschwili zum Gouverneur ist heikel, denn Saakaschwili ist Ausländer und auch noch auf der Flucht. Nach dem Ablaufen seiner letzten möglichen Amtszeit im Oktober 2013 hatte er Georgien verlassen. Unmittelbar darauf eröffnete die georgische Staatsanwaltschaft mehrere Strafverfahren gegen den Flüchtigen und schrieb ihn zur Fahndung aus. Bei den Strafverfahren geht es um die Entwendung von fünf Millionen Dollar aus der Staatskasse für den persönlichen Verbrauch.

    Poroschenko drängt Kolomoiski weiter zurück

    Was hat Poroschenko nun veranlasst, eine solch windige Figur wie Saakaschwili zum Gouverneur zu ernennen, fragen sich Kritiker der Regierung in Kiew. Offenbar wird Saakaschwili - wie auch die drei ausländischen Minister in der ukrainischen Regierung - gebraucht, um unpopuläre oder auch gefährliche Maßnahmen durchzuführen.

    Saakaschwili übernimmt in Odessa ein Amt, das bisher Igor Paliza innehatte. Paliza ist ein Vertrauensmann des Oligarchen Igor Kolomoiski. Dieser konnte Paliza nach dem Progrom im Gewerkschaftshaus von Odessa am 2. Mai 2014 als neuen Gouverneur durchsetzen. Im März 2015 kam es jedoch zwischen Poroschenko und Kolomoiski zu einem Streit um staatliche ukrainische Energie-Unternehmen (Oligarch Kolomoiski lässt ukrainisches Pipeline-Unternehmen stürmen), in dessen Folge der ukrainische Präsident Kolomoiski von seinem Amt als Gouverneur der südostukrainischen Region Dnjepropetrowsk abberief (Will der ukrainische Oligarch Kolomoiski nun auch eine "Republik"?). Der US-Botschafter in Kiew machte offenbar seinen Einfluss auf Kolomoiski geltend und sorgte dafür, dass der Oligarch angedeutete separatistische Pläne der von ihm kontrollierten Region Dnjepropetrowsk nicht weiter verfolgte.

    Möglicherweise wird Saakaschwili auch als "Enteiser von vereisten Konflikten" gebraucht. Das vermutet zumindest der Chefredakteur des oppositionellen Internetportals Timer aus Odessa, Juri Tkatschew.

    Das Gebiet Odessa grenzt direkt an die von Moldau abtrünnige und von Russland unterstützte Region Transnistrien (Pridnestrowskaja Moldawskaja Resublika). In den letzten zwei Wochen hatten die Spannungen zwischen Moldau und Russland um die international nicht anerkannte "Transnistrische Moldauische Republik" zugenommen. Bereits fünfmal wurden auf dem Flughafen in der Moldau-Hauptstadt Chi?in?u Inspektoren des russischen Militärs festgehalten, welche die im abtrünnigen Transnistrien stationierten Einheiten der russischen Friedenstruppe besuchen wollten. Wie diese Vorfälle zeigen, bekäme Russland im Falle eines Konflikts Nachschubprobleme. Denn Transnistrien kann von Russland nur aus der Luft mit Nachschub versorgt werden.

    1992 wurde ein Bürgerkrieg zwischen Moldau und Transnistrien mit Hilfe der in Transnistrien stationierten 14. Armee unter dem russischen General Aleksandr Lebed 1992 beendet. Seitdem ist in Transnistrien eine mehrere hundert Mann starke Friedenstruppe der russischen Armee stationiert, was der EU und der Nato, welche die Zusammenarbeit mit Moldau gerne vertiefen würden, Kopfzerbrechen bereitet. Transnistrien ist zwar arm, aber ein Industriegebiet und lässt sich durch seine multinationale Zusammensetzung schwer auf eine Seite ziehen. Die 500.000 Einwohner der nichtanerkannten Republik sind etwa zu drei gleichen Teilen Moldauer, Ukrainer und Russen.

    Doch mit der Staatskrise in der Ukraine rückt auch Transnistrien wieder in den Fokus der Militärs. Der Nato-Oberbefehlshaber in Europa, Phillip Breedlove, hatte im Februar vor einer russischen Aggression im abtrünnigen Transnistrien gewarnt. Die russischen Truppen seien dort, "um Moldau von einer Annäherung an den Westen abzuhalten" hatte der Vier-Sterne-General erklärt.

    Saakaschwili hat Erfahrung mit Protestbewegungen

    Ob Saakaschwili nun als Enteiser eines vereisten Konflikts tätig wird, wie der Kommentator aus Odessa meint, müssen die nächsten Wochen zeigen. Der ukrainische Präsident kann sich auf Saakaschwili auf jeden Fall verlassen. Bei der Amtseinführung am Sonnabend lobte Poroschenko den ehemaligen Präsidenten Georgiens als "großen Freund der Ukraine, als Menschen, den ich seit 25 Jahren kenne, noch aus der Universität" (Saakaschwili machte seinen Uni-Abschluss 1992 in Kiew), "als Menschen, der ein ganzes Land verändert hat" . Damit spielte Poroschenko auf die von Saakaschwili in Georgien angeführte "Rosenrevolution" von 2003 und die anschließenden radikalen Reformen an. Diese Reformen hatten zwar zu einer Straffung des georgischen Polizeiapparates geführt, das Lebensniveau der einfachen Menschen jedoch nicht verbessert.

    Wegen der anhaltenden Armut in Georgien und wegen des autoritären Regierungsstils von Saakaschwili entwickelte sich in der Kaukasusrepublik 2007 eine Massenbewegung gegen den "Rosenrevolutionär". Die Protestbewegung versuchte Saakaschwili mit Notstandsmaßnahmen und Polizeiterror einzudämmen. Offenbar als Ablenkungsmanöver startete der georgische Präsident im August 2008 auch noch den Versuch, die seit 1990 abtrünnige und international nicht anerkannte "Republik Südossetien" zurückzuerobern. Das Abenteuer scheiterte ("Saakaschwili hatte die Rückendeckung der USA"). Nach der Niederlage der georgischen Armee erkannte Russland die abtrünnigen "Republiken" Südossetien und Abchasien als Staaten an, was eine Wiedereingliederung der beiden Gebiete in den georgischen Staatsverband in weite Ferne rückte und die Bevölkerung in Georgien noch mehr gegen Saakaschwili aufbrachte.

    Mit Oppositionsbewegungen hat Saakaschwili keine gute Hand. Trotzdem präsentierte er sich am Sonnabend gegenüber der Presse in Odessa als Schlichter zwischen den Anhängern und Gegnern der Kiewer Regierung in Odessa. Es sei nötig, "die Stadt zu vereinigen und eine Verständigung unter den Bürgern" herzustellen, erklärte der neue Gouverneur.

    Saakaschwili bat die Bürger auch "um eine Chance für einen großen Umbau". Der neuernannte Gouverneur versprach gegen die Korruption -besonders im Hafen - vorzugehen. Leitungsfunktionen bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft werde er neu besetzen und aus dem "multinationalen Odessa" mit seinem "großen Potential" wirtschaftlich eine so erfolgreiche Stadt machen wie die georgische Stadt Batumi.

  20. socrates
    31. Mai 2015 09:13

    Von den Begabten wanderten die einen wegen Hitler aus, jetzt wandern sie wegen Fayman aus!

  21. Josef Maierhofer
    31. Mai 2015 09:00

    Das akademische Proletariat ist die Konsequenz aus der Tatsache, dass die Diplome 'verschenkt' werden und der Tatsache, dass sich Menschen an die Uni begeben, um ein Diplom 'billig' zu 'erwerben', dass sich Menschen in eine Firma begeben um einen 'Lohn' zu erhalten, die Arbeit wird viel zu oft minimiert, oder viel zu viele sind unqualifiziert dafür, und viel zu oft als notwendiges Übel angesehen.

    Will denn niemand mehr die Arbeit ? Das Einzige, was uns retten könnte. Die Arbeit besteht aus Arbeit einfordern und aus Arbeit tun. Beides versagt im linken Gleichheitswahn.

    Die Gewerkschaften vertreiben professionell die Arbeit aus Österreich und nehmen sie den Österreichern damit weg, die Politiker lassen medial den Gleichheitswahn trommeln, die Arbeit verachten und somit die Faulheit predigen.

    Dass da die noch wesentlich normaleren Schweizer die Nase rümpfen, sind sie doch Arbeit, Qualifikation von klein auf gewohnt. Bei uns zum Unterschied geht es von der leistungslosen Schule über die leistungslose Uni zur leistungslosen Arbeit ... in das marxistische 'Paradiese', bloß wir verhungern dabei.

    Ich beschuldige SPÖ, Grüne und ÖVP das zu initiieren, bzw. zu unterstützen und den Österreichern damit diesen enormen Schaden zuzufügen.

  22. Pennpatrik
    31. Mai 2015 07:43

    Vor kurzem wurde, wie bei der TU und WU eine Genderin Rektor der Musikuniversität.
    Ich bin sicher, dass das bei FHs bereits durchgezogen und bei einigen Universitäten nur noch nicht bekannt ist.

    Jeder gute Mann, der eine akademische Karriere anstrebt und in Österreich bleibt, wäre ein Dummkopf.

  23. Cotopaxi
    31. Mai 2015 06:46

    Es ist seltsam, die Spitzen des Staates (BK, Minister, demnächst der BP) kommen ohne Matura und Studium aus, dafür sollen demnächst die Krankenschwestern und die Kindergärtnerinnen mit Gewalt akademisiert werden. Es stimmen in diesem Lande die vernünftigen Relationen nicht mehr.

    • Pennpatrik
      31. Mai 2015 07:38

      Da geht es nur darum, höhere Gehälter zu scheffeln.

    • peter789 (kein Partner)
      06. Juni 2015 11:07

      "Da geht es nur um höhere Gehälter"
      Zumindest in den einfachen Gehirnen unserer Sozis.
      Dass damit eine Inflation der Bildung stattfindet (wie in dem Artikel beschrieben ist), begreifen sie nicht oder ist ihnen egal.

  24. cicero
    31. Mai 2015 06:40

    Am Weg zum Bundeskanzler oder Bundesminister hält studieren nur auf.

  25. Cotopaxi
    31. Mai 2015 06:32

    o.T.

    Irgendwie passen die italienischen Feiern anlässlich des Kriegseintrittes gegen Österreich-Ungarn vor 100 Jahren nicht zu den sogenannten Europäischen Werten und dem Selbstbild der EU als große Friedensbringerin des Kontinents.

    http://www.pi-news.net/2015/05/linke-italienische-regierung-feiert-den-kriegsbeginn-gegen-oesterreich/#more-462930

    • cmh (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:57

      Ich habe diesen Rotkolb gefragt und der meinte, wir müssten uns darüber freuen. (NIcht wirklich natürlich.)

      Wie kann man da nur mehr Östereicher bleiben ohne den Mut zum aufrechten Gang zu verlieren?

      Klappen wir doch den Laden zu verkaufen alles an den Billigstbieter und vertschüssen wir uns in einen pragmatisierten Posten bei der AK. Haben wir Kinder, lassen wir die im Ausland an Eliteunis studieren, oder noch besser, wir verzichten überhaupt auf eine Brut.

      Es ist doch nur mehr zum Kotzen!

  26. zweiblum
    31. Mai 2015 06:04

    Handwerk hat goldenen Boden!

  27. Riese35
    31. Mai 2015 02:04

    Ich bin etwas verwundert. Ist es nicht oberstes Ziel unserer Universitäten, Quoten zu erfüllen? Genderquoten, Frauenquoten, Behindertenquoten, Homoquoten, Analphabetenquoten ....?

    Und ist es nicht auch gleich ein zweites Ziel, die Posten demokratisch zu vergeben?

    Wo kämen wir denn hin, Professoren zu berufen, die des Binnen-Is nicht mächtig sind! Das wäre doch ein internationaler Skandal ersten Ranges!!!

    • socrates
      31. Mai 2015 12:27

      Wo kämen wir denn hin, Professoren zu berufen, die des Binnen-Is nicht mächtig sind! Das wäre doch ein internationaler Skandal ersten Ranges!!!
      Eher ein nationaler Skandal, der mit Hilfe unserer Medien internationalisiert wird.

    • fewe (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:25

      Ich denke Genderquoten und veganes Pausenbrot.

      Ich finde es schockierend, wie abgesandelt die österreichischen Universitäten offenbar sind.

      Es ist auch deprimierend, wie dumm offenbar viele Studenten sind, indem sie sich Studienrichtungen aussuchen, als ob sie nachher als Privatgelehrte sich damit beschäftigen könnten ohne Anspruch, damit auch Geld zu verdienen. Zu viele sind offenbar vollkommen weltfremd. Ein starkes Zeichen für hohes geistiges Niveau dürfte das nicht sein.

  28. machmuss verschiebnix
    31. Mai 2015 01:55

    Oskar Bronner war Speziallist dafür, die Namen genialer Köpfe aufzuzählen, die
    alle vor den Nazis fliehen mußten - jedesmal wenn er vor irgendeinem Mikrophon
    die Stimme erhob, gab es immer wieder neue Namen. Es muß damals in der Tat
    Heerscharen von top-ausgebildeten und begabten Köpfen gegeben haben.

    Und da die ja nicht alle Österreicher waren sondern Zugewanderte, beweist das
    gleich zweierlei: erstens wanderten damals die Leute in den gesamten deutschen
    Sprachraum zu, weil es hier eine ganze Reihe von Unis mit Weltruf gab ( wer
    heutzutage zuwandert wissen wir und auch warum ) , und zweitens wissen wir,
    daß heute die begabten Köpfe ABWANDERN - aber nicht wegen Hitler , sondern
    weil sie hier keine Chance haben, ihr großes Talent auch entfalten zu können.

    Diese zwei Dinge hatte uns Oskar Bronner nicht verraten und auch nicht das
    Dritte, daß nämlich beides haarsträubende Ergebnisse von sozialistischer
    Nivellierungs-Politik sind ! ! !

    • fewe (kein Partner)
      02. Juni 2015 09:13

      Oskar Bronner hält halt die Seinigen für den Nabel der Welt, das sei ihm unbenommen.

      Es ist aber auch so, dass im Dritten Reich in der Entwicklung von Technik und Naturwissenschaften allgemein derart viel weitergegangen ist, wie vermutlich nie zuvor und danach in der Geschichte.

      Nach dem Krieg gefehlt hatten halt dann eigentlich eher die Wissenschaftler, die die USA und Sowjetunion mitgenommen hatten.

      Der wirkliche Einschnitt in der Forschung und Entwicklung in Österreich war das Ende der Monarchie. Davor kamen extrem viele Entwicklungen im Bereich von Technik, Medizin und allgemein naturwissenschaften aus Österreich. Schon auch von Juden, aber nicht hervorstechend.

    • machmuss verschiebnix
      02. Juni 2015 19:58

      @fewe,
      mich stört es nicht, wenn ein intelligenter Mensch zufällig auch Jude ist, wenn
      aber dieser Jude dann mit den Sozis packelt , dann ist entweder seine Intelligenz
      zur Hure geworden, oder sie ist grade mal hoch genug, um zu packeln !





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