Jeder Beitrag kann um 36 Cent gekauft und sofort gelesen werden (Button unter Einstiegsabsatz). Wenn Sie Abonnent werden, können Sie jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten, die blitzschnell hochladen, und viele andere Vorteile (jederzeit stornierbar! monatlich 10 Euro). Sollten Sie schon Abonnent sein: einfach rechts Balken „Anmelden“ anklicken.

weiterlesen


Gratismedizin: Das Ende einer Wohlfahrtsstaats-Illusion drucken

Lesezeit: 6:00

Die kostenlose öffentliche Gesundheitsversorgung in Wien ist am Kollabieren. Was alle Wiener sehen, Patienten erst recht, wird aber von der Stadtverwaltung und allen anderen für die öffentliche Medizin Verantwortlichen weiterhin zumindest nach außen ignoriert.

Das ließ sich in den letzten Jahren schon allein an der geradezu explosionsartigen Vermehrung von privaten Krankenanstalten, Labors und Ambulatorien ablesen. Man kann fast durch keine größere Straße der Stadt mehr fahren, in der nicht solche privaten Einrichtungen ganz neu entstanden wären.

Gewiss haben etliche davon auch Verträge mit den gesetzlichen Krankenversicherungen. Aber ganz eindeutig sind sie ein dramatischer Schritt Richtung Zweiklassenmedizin. Denn nur dort kann man durch private Zahlungen rasch einen Operationstermin, eine CT-Untersuchung oder sonst eine therapeutische oder diagnostische Behandlung bekommen. In den Gemeindespitälern steht man hingegen unweigerlich auf meist monatelangen Wartelisten. Fast für jeden Patienten sind diese Wartezeiten psychologisch unerträglich. Ganz abgesehen davon, dass auch aus medizinischen Gründen Schnelligkeit oft sehr notwendig ist.

Seit Jahresbeginn kommt in den Gemeindespitälern aber auch noch die dramatische Krise als Folge der durch eine EU-Richtlinie reduzierten Ärzte-Arbeitszeiten hinzu. Es ist geradezu heuchlerisch, wenn Wiener SPÖ-Politiker überrascht tun und sich auf die EU als Ursache der Probleme ausreden. Denn das Inkrafttreten dieser Ärztearbeitszeitrichtlinie war zum ersten schon seit Jahren bekannt. Zum zweiten war die EU-Richtlinie einst gerade von sozialistischen Politikern – auch aus Österreich – betrieben worden.

Dennoch hat man (die SPÖ genauso wie der damalige Chef des Hauptverbandes und jetzige ÖVP-Finanzminister Schelling) noch vor zwei Jahren gemeinsam eine Gesundheitsreform verkündet und bejubelt. Diese würde auf Jahrzehnte alle Finanzierungs- und Organisationsprobleme lösen. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Es ist den Ärzten und ihrer Leistungsfähigkeit zwar durchaus zu gönnen, dass sie jetzt nur noch viel kürzer arbeiten und viel weniger Nachtdienste machen müssen, um das gleiche – oder nach Rathaus-Behauptungen sogar mehr – Geld zu bekommen. Aber nach allen Gesetzen der Logik bedeuten weniger Arbeitsstunden durch die bisherige Ärzte-Mannschaft zwingend: Man braucht zusätzliche Ärzte, die künftig die bisher in diesen Stunden geleistete Arbeit erledigen.

Weniger Ärzte, weniger Arbeit pro Arzt

Aber absurderweise passiert genau das Gegenteil: Es werden nicht zusätzliche Ärzte gesucht, sondern es werden massiv Ärzte abgebaut! Allein in den Wiener Gemeindespitälern (zu denen weder AKH noch Hanusch-Krankenhaus noch die kirchlichen noch die privatwirtschaftlichen Krankenanstalten gehören) sollen sage und schreibe binnen weniger Jahre 382 Ärzteposten abgebaut werden. Das sind mehr als zehn Prozent aller Ärzte in den Gemeindespitälern.

Ein ganz unvorstellbarer Plan, der aber in den letzten Tagen vom Rathaus und Wiener Krankenanstaltenverbund KAV mehrfach zugegeben und bestätigt worden ist. Selbst wenn mancherorts durch bessere Organisation und mehr Ausbeutung der Ärzte eine bessere Effizienz erzielbar sein sollte, ist es absolut unvorstellbar, dass gleichzeitig in diesem Ausmaß Köpfe und Arbeitsstunden reduziert werden können.

Das geht nur durch signifikanten Abbau der medizinischen Leistungen. Wäre es anders, dann hätten die Verantwortlichen für die Gemeindespitäler in den letzten Jahren und Jahrzehnten grobe Untreue begangen. Dann hätten sie die Spitäler katastrophal schlecht organisiert. Dann hätten sie die Ärzte fürs Nichtstun bezahlt.

Das kann ich nicht glauben. Auch wenn im KAV, dem Verband der Gemeindespitäler, manches recht übel riecht, wie etwa auch die jüngst von der „Presse“ aufgedeckte Affäre um die zwei KAV-Sozialwohnungen, die eigentlich für Krankenpflegeschülerinnen bestimmt sind, die aber statt dessen rechtswidrig der neue KAV-Chef bekommen hat. Mehr als seltsam ist es auch, dass Gemeinde und Ärztevertreter plötzlich davon reden, dass zur Lösung des Problems künftig „medizinisch nicht notwendige Rettungszufahrten“ unterbleiben sollten. Das ist eigentlich unfassbar: Da finden offenbar völlig überflüssige Rettungsfahrten statt! Weil da jemandem fad ist? Oder damit die Rettungsfahrzeug-Betreiber etwas verdienen?

Der private Boom hat auch positive Seiten

Wie auch immer. Jedenfalls beweist der private Spitals- und Ambulatorien-Boom, dass da schon in den letzten Jahren in den öffentlichen Spitälern dramatisch Leistungen abgebaut worden sind.

Es ist im Prinzip freilich durchaus nicht unbedingt schlecht, wenn die Menschen de facto gezwungen werden, auch selbst etwas für ihre medizinische Betreuung zu zahlen. Sie werden sich dann viel mehr gegen sinnlose Doppelbefundungen und überflüssige Therapien wehren. Manche werden auch gesundheitsbewusster leben, wenn sie nicht mehr ihren Körper regelmäßig auf Kosten der Allgemeinheit in Gratisreparatur geben können. Für Geringverdiener werden die Zeiten freilich hart.

Absolut unerträglich sind aber die immer noch verbreiteten Wohlfahrtsstaats-Lügen der Politik. Deren Kernaussage: Das beste Gesundheitssystem der Welt (das Österreich im übrigen längst nicht mehr hat) sei zum Nulltarif zu haben. Die Menschen vertragen etwas mehr Ehrlichkeit. Sie vertragen aber überhaupt keine Politikerlügen mehr.

Das AKH „löst“ das Problem mit einem Maulkorberlass

Wie sieht's anderswo aus? In den meisten Bundesländern gibt es natürlich ähnliche Probleme. Nur greifen diese zum Teil tief in ihren Geldbeutel, um das Ärztearbeitszeitproblem zu lösen. In Wien hingegen ist die Lage der in den letzten Jahren total heruntergewirtschafteten Stadtfinanzen heute schon viel zu katastrophal, als dass man sich eine teure Lösung noch leisten könnte.

In den kirchlichen Spitälern werden viele Probleme des neuen Arbeitszeitgesetzes durch anhaltende Selbstausbeutung der Ärzte gemildert. Die privaten Spitäler profitieren hingegen davon.

Und im AKH, das ja ein Bund-Gemeinde-Zwitter ist, gibt es noch überhaupt keine Idee, wie man das Problem lösen könnte. Dort weiß man nur eines: Seit Jahresbeginn sind schon 300 Operationen abgesagt worden. In der Radiologie gingen die Untersuchungen um zehn Prozent zurück (obwohl der Patientenanfall größer geworden ist). Und wenn es keine Lösung gibt, muss überhaupt die Zahl der 40.000 Operationen auf die Hälfte reduziert werden. Diese Daten teilen Ärzte unter dem Schutz der Anonymität mit.

Das allergrößte Problem der Universitätskliniken: Dort sollte eigentlich Spitzenmedizin für die allerschwersten Fälle auf wissenschaftlichem Niveau stattfinden. In Wahrheit aber kann jeder auch nur mit einem verstauchten Finger ins AKH gehen. Er braucht nicht einmal eine Überweisung dafür. Ausländische Gesundheitsexperten schütteln über all das nur noch den Kopf.

Besonders pikant ist, wie der Rektor der Medizin-Universität, also der oberste Chef der AKH-Mediziner, auf das Problemgemenge reagiert: Er schweigt und verhängt einen totalen Maulkorberlass über alle Ärzte.

Ob man so ein Problem lösen kann?

Das Problem wird natürlich auch dadurch ständig größer, dass weltweit die Medizin immer mehr Krankheiten mit immer größeren Kosten behandeln kann. Man denke nur an die vielen neuen Chemotherapien, die tolle Erfolge, aber auch tolle Preise haben. Zugleich werden die Menschen immer älter und können dadurch immer mehr Krankheiten bekommen. Aber man schweigt . . .

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

 

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter KommentatorProConsul
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2015 13:38

    Der Chefarzt des AKH Dr. Peter Husslein berichtet von schlimmen Zuständen in seiner Klinik: Beschimpfungen, Übergriffe, Gewalt - die Attacken auf Personal in Krankenhäusern werden immer häufiger. Jüngster Vorfall im AKH: Ein Iraner rastete im Kreißsaal aus, weil seine Frau keinen Kaiserschnitt bekam. Rufe nach mehr Sicherheit werden laut, der Chefarzt warnt.

    "Ich scheue mich nicht, darauf hinzuweisen, dass die Auseinandersetzungen häufiger mit gebrochen Deutsch sprechenden Patientinnen - vor allem aber deren Angehörigen - stattfinden. Die Rate der keiner geregelten Beschäftigung Nachgehenden (wiederum hauptsächlich Angehörige) ist in dieser Patientinnengruppe auffallend hoch. Ich empfinde es als meine Pflicht, eine 'Rückmeldung von der Front' zu geben", so Husslein weiter.

    Das importierte Wahlvolk der Sozialisten, verhält sich offenbar nicht ganz so wie gewünscht. Aber es scheint unsere Politiker nicht zu interessieren. Sie lassen immer mehr Ausländer ins Land und überhäufen sie mit Sozialleistungen aller Art. Die so herangelockten Scharen an Sozialschmarotzer bringen uns ihre derben Sitten und Gebräuche inkl. einer totalitären Religionsideologie. Und später wundert man sich dann über die Zustände im Österreich 2015!

    http://www.krone.at/Oesterreich/Mehr_Sicherheit_fuer_Wiens_Krankenhaeuser_gefordert-AKH-Chefarzt_warnt-Story-440217

  2. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2015 08:44

    Wie richtig erwähnt wurde, sind auch die Patienten am Schlamassel des Gesundheitssystems schuld.
    1. Oft gehen Patienten wegen Kleinigkeiten zum Arzt, welche bei vernünftigem Denken selbst kuriert werden können. Besonders unsere Zuwanderer und Asylwerber machen von dieser kostenlosen Betreuung sehr oft Gebrauch. Neben dem Arzthonorar fallen dabei auch Kosten für Medikamente an, welche später im Müll landen, was alles "von allen" bezahlt werden muss.
    2. Viele Krankentransporte werden aus Bequemlichkeit bestellt, obwohl diese Leute durchaus auch privat zu den Ordinationen und Therapien fahren könnten.
    3. An sehr vielen Schildern von Privatordinationen findet man den Hinweis "Primar oder Oberarzt vom Krankenhaus XY", also brauchen diese Leute noch mehr Geld.
    4. In Krankenhäusern wird man diskret oft auf die Privatordination des Abteilungsleiters verwiesen, wo es dann besser und schneller zugeht. Mögliche Operationstermine sind über diesen "Umweg" auch schneller zu bekommen.
    5. Die Kassentarife sind für viele Untersuchungen und Behandlungen derart niedrig, dass viele niedergelassene Ärzte gezwungen sind, auf "Masse" hinzuarbeiten.
    6. In den Spitälern werden Patienten mit Zusatzversicherung mit oft (unnötigen) zusätzlichen Befunderhebungen und etwas längeren Aufenthalten konfrontiert, damit das KH-Budget verbessert wird.
    7. Kassenverträgen werden sehr "geizig" vergeben, denn die Ärztekammer will damit den damit bereits "Etablierten" das maximale Einkommen sichern und die Krankenkassen (vorw. GKK) glauben damit, die Kosten möglichst niedrig zu halten. Die Folgen sind dann - besonders am Land - oft wochen- und monatelange Wartezeiten bei Fachärzten.
    8. Der Zulauf zu den sog. Wahlärzten ist in den letzten Jahren stark angestiegen, denn die Patienten fühlen sich dort besser betreut. Sie geben sich damit auch ab, dass bei späterer Honorareinreichung die GKK nur deinen Bruchteil des finanziellen Aufwandes refundiert.
    9. Bei medikamentösen Dauertherapien werden von den Kassen meist nur kleine Packungen akzeptiert (obwohl man derzeit schon einen Selbstbehalt von € 5,55 leisten muss). Damit ist man gezwungen, regelmäßig die Ordination aufzusuchen (ohne den Arzt zu sehen/sprechen), um zu einer neuen Packung zu kommen. Dies ist für die Industrie, den Pharmagroßhandel, die Apotheken, die Ärzte und scheinbar auch für die Krankenkassen besser.
    10. Leider gibt es nur vereinzelt Bestrebungen, in kleinen Dosen dem Auswuchs des Vollkaskodenkens zu begegnen. So wurden die Verschreibungen für Behandlungen der physikalischen Medizin stark reduziert, da man erkannte, dass der Therapieerfolg langfristig vielfach nicht gegeben ist.

    Ein Ausweg aus diesem Dilemma besteht nur darin, dass sofort ein Selbstbehalt für alle Arztbesuche eingeführt wird und damit das Vollkaskodenken ein Ende findet. Der Arzt hat dadurch für den einzelnen Patienten mehr Zeit und sollte dafür auch dementsprechend honoriert werden. Die Schweiz zeigt, dass z.B. der allgemeine Zustand der Zähne in der Bevölkerung wesentlich besser als in Österreich ist, da man nur über die eigene Geldbörse (= Selbstbehalt) die Menschen zur besseren Gesundheit erziehen kann.

    P.S. Natürlich sollte es für wirklich bedürftige Menschen unter strengen Auflagen auch weiterhin kostenlose Arztbesuche, Medikamente und Operationen geben. Derzeit fahren diese "Armen" aber mit schönen Autos zur Ordination, haben das neueste Smartphone und anderen Schnickschnack in der Wohnung und genießen jährlich mehrere Auslandsurlaube.

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2015 08:54

    In den 80er Jahren gab es einen Bestseller: Wann kommt der Staatsbankrott? Von Paul C. Martin.

    Darin wurde die zwingende Konsequenz von Staatsschulden, wirtschaftsfeindlicher Bürokratie und wachsendem Sozialstaat gezeigt.
    Damals haben noch führende Politiker das Buch diskutiert.
    Eine Kernaussage war, der Bankrott wird nicht mit einem Knall kommen, so etwas tun Staaten nur nach Kriegen. Sonder die Steuerquote wird steigen, die freie Wirtschaft mehr und mehr erdrosselt werden und die Leistungen des Staates schleichend gegen Null gefahren werden. Bis der Staat nur mehr kassiert und nichts mehr zurückgibt.

    Das Buch hat sich sehr gut verkauft. Es gab Diskussionen im TV zum Thema, dabei wurde auf die dringende Notwendigkeit einer Umkehr hingewiesen.

    Jeder Wähler musste zwingend wissen was kommt. Die Wähler haben sich entschieden.
    Es braucht daher keiner zu jammern. Demokratische Ergebnisse soll man akzeptieren! Oder die Demokratie ablehnen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorhellusier
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. März 2015 12:10

    Gedankenstriche zur Entlastung des Gesundheits und Sozialbudget:
    1)Eine Pflege,Freizeit und Sport-Pflichtversicherung -unter AUVA Administration
    wobei man genau denselben Arbeitgeberbeitrag zahlt;kein Pflegegeld ,sondern
    entsprechend einem Assessment - Pflegebereistellung..
    2)Wettbewerb unter allen Krankenversicherungen
    3)Eine Grundversicherung für alle Österreicher und eine für Nicht-Österreicher
    wobei ein SV Beitrag von jedem zu bezahlen ist-
    4)Transparente Kontrolle -auch der Verwaltungsebenen
    5)Keine Extras für Gewerkschaft,Bauern,Politiker,Beamte etc vom Staat!
    6)Sozialkontrolle für alle Anspruchberechtigten - sanft ,aber bestimmt!
    7)Behandler -Freiberufler -keine Verträge mit jedweder Krankenversicherung
    aber strenge Ethikrichtlinien ,Qualität u-Fortbildungsauflagen;keine Ausnahmen
    bei streger universitärer Auslese!!
    8)Zugänge zu Kliniken,Spitälern,Privatambulatorien mit Taxen oder Zuweisung
    dann mit Selbstbehalt;Medikamente ,Anforderungen,Kuren,Rehabilitationen,
    nur nach prognostisch ausichtsreicher Notwendigkeit -

    Vorteile:
    Verwaltungen und Kontrolle absolut getrennt und ohne Partei /oder Gewrkschaftsbücheln,transparent dh.von jedem einsehbar
    Soziales Netz ebenfalls transparent von jedem abruf-u.einsehbar , sodass jeder Steuerzahler die politische Verantwortung für etwaige Untreue bzw.Ver-
    schwendung an das Wählervolk beurteilen kann!
    Schöner Sonntag

  5. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2015 09:23

    zu den Wahlärzten:
    angeblich verpflichtet ein Kassenvertrag den Arzt zu fixen Ordinationszeiten mit einer Mindestanzahl von geöffneten Stunden.
    Das ist für die meisten angestellten Spitalsärzte nicht machbar, daher kann nur eine Wahlarztordination geführt werden.
    Andererseits ist mir ein Facharzt mit Spitalspraxis viel lieber, als einer, der sein "Geschäft" vor zwanzig Jahren gelernt hat, aber inzwischen von einer umfangreichen Praxis abgeschnitten ist.

    Als Patient genieße ich den Vorteil, vom Arzt ohne den Zeitdruck (niedriger Kassentarif) untersucht zu werden. Da zahle ich z.B. einmal im Jahr beim Augenarzt gerne aus der eigenen Tasche dazu.

    PS: die gut verdienenden Spitalsärzte ist eine Mär. Ihr Gehalt entspricht weitgehend dem eines gleichaltrigen Beamten in der Verwaltung.

  6. Ausgezeichneter KommentatorDas Pingerle
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2015 09:41

    Aber das Rathaus sagt, Wien wird bald 2 Mio. Einwohner haben und das ist super. Also ist es auch super - und Schluss!

  7. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. März 2015 12:36

    Ich höre immer, daß die Dichte der Ärzte in Österreich im absoluten Spitzenfeld ist.

    Vielleicht sollte man nicht wegen jedem Sch... ins Spital rennen.

    Und vor allem: man könnte die Flucht in die heimischen Sozialsysteme einbremsen oder am besten ganz beenden. Die Unverschämtheiten, wie sie ProConsul berichtete, sind ja unerträglich.

    Und man könnte auch den administrativen Aufwand wieder auf ein erträgliches Maß reduzieren. Heute beschäftigt man sich in Spitälern offenbar mehr mit dem Dokumentieren als dem Behandeln; sozusagen Beweissicherung im Falle von immer häufiger werdenden – oft unberechtigten – Klagen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. März 2015 12:36

    Ich höre immer, daß die Dichte der Ärzte in Österreich im absoluten Spitzenfeld ist.

    Vielleicht sollte man nicht wegen jedem Sch... ins Spital rennen.

    Und vor allem: man könnte die Flucht in die heimischen Sozialsysteme einbremsen oder am besten ganz beenden. Die Unverschämtheiten, wie sie ProConsul berichtete, sind ja unerträglich.

    Und man könnte auch den administrativen Aufwand wieder auf ein erträgliches Maß reduzieren. Heute beschäftigt man sich in Spitälern offenbar mehr mit dem Dokumentieren als dem Behandeln; sozusagen Beweissicherung im Falle von immer häufiger werdenden – oft unberechtigten – Klagen.

alle Kommentare drucken

  1. Leitwolf (kein Partner)
    04. März 2015 18:47

    Eine kleine, aktuelle Anekdote zum Thema:

    Es besteht der Verdacht einer Nebenniereninsuffizienz. Jetzt wären ein paar Tests notwendig. Dazu bräuchte es eigentlich nur ein paar Blutabnahmen. So what?

    Die Kasse übernimmt im niedergelassenen Bereich grundsätzlich die Kosten hierfür nicht. Ambulant würde es im Klinikum gehen, allerdings mit mehreren Monaten Wartezeit.
    Die Lösung: ein stationäre Aufnahme, geht innerhalb einer Woche. Unbequem für mich, teuer für die Kasse, aber so ist das halt.

    Nachfrage bei der Kasse: ja so ist das halt, wir halten uns nur an unsere Richtlinien.

  2. entrepreneur11 (kein Partner)
    03. März 2015 17:41

    Da es in Österreich bezüglich Gesundheitssystem keinen freien Markt gibt, kommt es auch zu Verzehrungen in den Preisen und was noch viel wichtiger ist im Angebot.
    Deshalb wird das Angebot und die Leistung immer schlechter (z.B. wegen Preiskontrollen). Gebe es einen freien Markt würden auch die Armen ein Angebot zu vernünftigen Preisen bekommen (z.b. Generika statt teuere Medikamente). Vor allem würden sehr viele dann das Gesundheitssystem nicht mehr missbrauchen können.
    Und für die wirklich Bedürftigen die unverschuldet in eine Notsituation kommen, kann man ja Spenden, da man ja weiniger Steuern und Sozialabgaben zahlt.

    PS: Zwangssysteme führen immer zu Ungerechtigkeiten und Misswirtscha

    • F.V. (kein Partner)
      04. März 2015 17:01

      Wie der Nick-Name Entrepreneur schon andeutet spricht hier ein Marktwirtschaftler. Und seine Vorschläge sind, wie immer in solchen Fällen, wie der Brief ans Christkind, obwohl er daran sicherlich gar nicht glaubt.

      Die „wirklich Bedürftigen“ sollten dann per Spenden ob der geringeren Steuern freigehalten werden. – Das ist ein Appell an die wahre christliche Nächstenliebe, die es aber in Europa kaum noch in verdünnter Form gibt.

      Das staatliche Gesundheitssystem ist schon richtig, jedenfalls einen privaten bei weitem vorzuziehen; man müßte nur den Mißbrauch erschweren.

      - Den der Patienten, die eigentlich nichts ernsthaft haben, indem man einen 20-%-igen Selbstbehalt einführt, der bei vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen ermäßigt werden kann.
      - Den der „Optimierer“ von „erbrachten Leistungen“, indem man sie deckelt bzw. indem man mit statistischen Methoden gegen die groben Abweichungen von der Norm vorgeht.
      - Den des Spitalssystem mit Primarii, die das Wasser auf ihre privaten Mühlen umleiten, indem man ihnen von der Ärztekammer den Betrieb einer Privatpraxis oder medizinischen GmbH neben dem Hauptberuf nicht gestattet.
      - Dem Betrug der ins Sozialsystem „Geflüchteten“, indem man den Zugang strikter regelt und kontrolliert.

      Daß es bei gegebenen Kapazitäten zu Wartezeiten kommen kann, ist unvermeidlich. Aber auch hier ließen sich einheitlich geführte Wartelisten einrichten, die man nicht willkürlich manipulieren kann bzw. wo dies bei gröberem Mißbrauch auch auffiele. Indem Überweisungen für bestimmte Operationen einen vom System vergebenen Datumsstempel bekämen, der nur für Notfälle übersprungen werden kann, ließen sich „Handsalbe“, „Briefkuvert“, „private Reihung“, etc. abstellen.

      Man müßte das wollen bzw. gegen die derzeitigen Partikularinteressen politisch durchsetzen.

  3. peter789 (kein Partner)
    03. März 2015 09:54

    In den kirchlichen Spitälern wird die Situation durch die (leider immer weniger werdenden) geistlichen Schwestern erleichtert. Diese arbeiten für Gotteslohn (also unentgeltlich) bis an ihr Lebensende im Spital mit. Dadurch hatten die Ordensspitäler wesentlich mehr finanziellen Spielraum, waren nicht auf Bittgägnge zur öffentlichen Hand angewiesen und hatten in der Regel als erste die modernsten Geräte.
    PS.:
    Sowas wird man natürlich in keinem "Qualitätsmedium" lesen. Weil Kirche = Kindesmissbrauch, ewiggestrig und Kreuzzüge.

    • Karl Sepp (kein Partner)
      05. März 2015 22:27

      Das wär wohl das Ideal: Privatisieren und die Arbeitnehmer arbeiten aus Idealismus unentgeltlich.
      Das ist es doch was ihr Neoliberalen wollt!

  4. F.V. (kein Partner)
    02. März 2015 12:36

    Ich höre immer, daß die Dichte der Ärzte in Österreich im absoluten Spitzenfeld ist.

    Vielleicht sollte man nicht wegen jedem Sch... ins Spital rennen.

    Und vor allem: man könnte die Flucht in die heimischen Sozialsysteme einbremsen oder am besten ganz beenden. Die Unverschämtheiten, wie sie ProConsul berichtete, sind ja unerträglich.

    Und man könnte auch den administrativen Aufwand wieder auf ein erträgliches Maß reduzieren. Heute beschäftigt man sich in Spitälern offenbar mehr mit dem Dokumentieren als dem Behandeln; sozusagen Beweissicherung im Falle von immer häufiger werdenden – oft unberechtigten – Klagen.

  5. Tik Tak (kein Partner)
    02. März 2015 10:59

    Gratis Medizin?

    Zahlt der Unterberger keine Krankenkassenversicherungsbeiträge oder kennt er die nicht?
    Dann wäre er auch nicht versichert.
    Oder ist das nur wieder so eine Wissenslücke vom Unterberger?

    • Robert Bond (kein Partner)
      02. März 2015 13:48

      Wollt ich grad schreiben. Jedes Monat führe ich einen schlappen Tausender an die Sozialversicherung ab. Da werd ich mir dann aber schon auch ein paar Leistungen wünschen dürfen.

    • haro
      02. März 2015 20:58

      Bei der steigenden Anzahl an Gratisleistungsempfängern (nicht zu überhören in den diversen Spitälern und Ärztewartezimmern) und der geforderten Solidarität und "Gleichheit" mit jedem und allen die ins Sozialparadies Österreich gelangen reichen halt die Beiträge nicht mehr. Die ethnischen Konflikte auf Straßen, in Gefängnissen, zwischen Familien und die hohe Geburtenanzahl einer Kopftuch tragenden Bevölkerungsschicht fordern auch immer höhere medizinische Ausgaben die von den Betreffenden nicht selber bezahlt werden können (Heimaturlaube, BMW und Handys sind teuer) sondern von Leistungsträgern wie Ihnen gefordert werden müssen.

      Teure Behandlungsmethoden wie Samen-, Eizellenspenden demnächst vermutlich Leihmutterschaften "auf Krankenkasse" damit unsere Lesben und Schwulen -die von der Natur aus so ungerecht ungleich gestellt wurden- endlich gleichgestellt werden und einzigartig Recht auf ein Kind geltend machen können, werden auch noch Tribut fordern.

      Nächstens gibt es Enteignung äh Vermögenszuwachssteuer dann wird es wieder besser ...

      versprechen unsere hochdotierten politischen Experten ...

      Übrigens : tausend Euro monatlich für eine private Versicherung würde Ihnen jede Krankenhaussuite samt Privataudienz beim Primar öffnen, aber damit unterstützen Sie keinen der täglich x-fach neu angekommenen Sozialhilfeempfänger wie dies unser System vorschreibt ...

  6. fewe (kein Partner)
    02. März 2015 01:55

    Gratismedizin ist wohl ein guter Scherz, wenn ich mir meine Beiträge anschaue. Gratis ist das bei den Barmherzigen Brüdern so viel ich weiß und für Arbeitsscheue. Unverschuldet Arbeitslose haben auch einbezahlt.

    Will man uns jetzt einreden, dass die Leistungen der Krankenversicherung eine Sozialleistung sind? Die Krankenkassen machen doch sogar Gewinne, soviel ich weiß.

    Wenn sie keine Leistungen mehr erbringen wollen, dann müsste das Verfassungsgericht aktiv werden. Das ist ja glatter Betrug. Und sowas in einer angeblichen Demokratie und angeblichem Rechtsstaat.

  7. hellusier
    01. März 2015 12:10

    Gedankenstriche zur Entlastung des Gesundheits und Sozialbudget:
    1)Eine Pflege,Freizeit und Sport-Pflichtversicherung -unter AUVA Administration
    wobei man genau denselben Arbeitgeberbeitrag zahlt;kein Pflegegeld ,sondern
    entsprechend einem Assessment - Pflegebereistellung..
    2)Wettbewerb unter allen Krankenversicherungen
    3)Eine Grundversicherung für alle Österreicher und eine für Nicht-Österreicher
    wobei ein SV Beitrag von jedem zu bezahlen ist-
    4)Transparente Kontrolle -auch der Verwaltungsebenen
    5)Keine Extras für Gewerkschaft,Bauern,Politiker,Beamte etc vom Staat!
    6)Sozialkontrolle für alle Anspruchberechtigten - sanft ,aber bestimmt!
    7)Behandler -Freiberufler -keine Verträge mit jedweder Krankenversicherung
    aber strenge Ethikrichtlinien ,Qualität u-Fortbildungsauflagen;keine Ausnahmen
    bei streger universitärer Auslese!!
    8)Zugänge zu Kliniken,Spitälern,Privatambulatorien mit Taxen oder Zuweisung
    dann mit Selbstbehalt;Medikamente ,Anforderungen,Kuren,Rehabilitationen,
    nur nach prognostisch ausichtsreicher Notwendigkeit -

    Vorteile:
    Verwaltungen und Kontrolle absolut getrennt und ohne Partei /oder Gewrkschaftsbücheln,transparent dh.von jedem einsehbar
    Soziales Netz ebenfalls transparent von jedem abruf-u.einsehbar , sodass jeder Steuerzahler die politische Verantwortung für etwaige Untreue bzw.Ver-
    schwendung an das Wählervolk beurteilen kann!
    Schöner Sonntag

  8. ProConsul
    28. Februar 2015 13:38

    Der Chefarzt des AKH Dr. Peter Husslein berichtet von schlimmen Zuständen in seiner Klinik: Beschimpfungen, Übergriffe, Gewalt - die Attacken auf Personal in Krankenhäusern werden immer häufiger. Jüngster Vorfall im AKH: Ein Iraner rastete im Kreißsaal aus, weil seine Frau keinen Kaiserschnitt bekam. Rufe nach mehr Sicherheit werden laut, der Chefarzt warnt.

    "Ich scheue mich nicht, darauf hinzuweisen, dass die Auseinandersetzungen häufiger mit gebrochen Deutsch sprechenden Patientinnen - vor allem aber deren Angehörigen - stattfinden. Die Rate der keiner geregelten Beschäftigung Nachgehenden (wiederum hauptsächlich Angehörige) ist in dieser Patientinnengruppe auffallend hoch. Ich empfinde es als meine Pflicht, eine 'Rückmeldung von der Front' zu geben", so Husslein weiter.

    Das importierte Wahlvolk der Sozialisten, verhält sich offenbar nicht ganz so wie gewünscht. Aber es scheint unsere Politiker nicht zu interessieren. Sie lassen immer mehr Ausländer ins Land und überhäufen sie mit Sozialleistungen aller Art. Die so herangelockten Scharen an Sozialschmarotzer bringen uns ihre derben Sitten und Gebräuche inkl. einer totalitären Religionsideologie. Und später wundert man sich dann über die Zustände im Österreich 2015!

    http://www.krone.at/Oesterreich/Mehr_Sicherheit_fuer_Wiens_Krankenhaeuser_gefordert-AKH-Chefarzt_warnt-Story-440217

    • peter789 (kein Partner)
      03. März 2015 10:04

      Wir haben sogar die schlechtesten Sozis von ganz Europa.

      Die Franzosen haben wenigsten einen (sozialistischen!) Manuel Valls als Premierminister, der Roma-Lager auflöst, das Wort "sozialistisch" aus dem Parteinamen streichen will und für unsere "konservativen" ÖVP-Politiker ein Vorbild sien sollte.

  9. Das Pingerle
    28. Februar 2015 09:41

    Aber das Rathaus sagt, Wien wird bald 2 Mio. Einwohner haben und das ist super. Also ist es auch super - und Schluss!

  10. Politicus1
    28. Februar 2015 09:23

    zu den Wahlärzten:
    angeblich verpflichtet ein Kassenvertrag den Arzt zu fixen Ordinationszeiten mit einer Mindestanzahl von geöffneten Stunden.
    Das ist für die meisten angestellten Spitalsärzte nicht machbar, daher kann nur eine Wahlarztordination geführt werden.
    Andererseits ist mir ein Facharzt mit Spitalspraxis viel lieber, als einer, der sein "Geschäft" vor zwanzig Jahren gelernt hat, aber inzwischen von einer umfangreichen Praxis abgeschnitten ist.

    Als Patient genieße ich den Vorteil, vom Arzt ohne den Zeitdruck (niedriger Kassentarif) untersucht zu werden. Da zahle ich z.B. einmal im Jahr beim Augenarzt gerne aus der eigenen Tasche dazu.

    PS: die gut verdienenden Spitalsärzte ist eine Mär. Ihr Gehalt entspricht weitgehend dem eines gleichaltrigen Beamten in der Verwaltung.

  11. dssm
    28. Februar 2015 08:54

    In den 80er Jahren gab es einen Bestseller: Wann kommt der Staatsbankrott? Von Paul C. Martin.

    Darin wurde die zwingende Konsequenz von Staatsschulden, wirtschaftsfeindlicher Bürokratie und wachsendem Sozialstaat gezeigt.
    Damals haben noch führende Politiker das Buch diskutiert.
    Eine Kernaussage war, der Bankrott wird nicht mit einem Knall kommen, so etwas tun Staaten nur nach Kriegen. Sonder die Steuerquote wird steigen, die freie Wirtschaft mehr und mehr erdrosselt werden und die Leistungen des Staates schleichend gegen Null gefahren werden. Bis der Staat nur mehr kassiert und nichts mehr zurückgibt.

    Das Buch hat sich sehr gut verkauft. Es gab Diskussionen im TV zum Thema, dabei wurde auf die dringende Notwendigkeit einer Umkehr hingewiesen.

    Jeder Wähler musste zwingend wissen was kommt. Die Wähler haben sich entschieden.
    Es braucht daher keiner zu jammern. Demokratische Ergebnisse soll man akzeptieren! Oder die Demokratie ablehnen.

    • brechstange
      28. Februar 2015 09:14

      Da war ma grad in Deutschland. Es wird Zeit für Einsatz für uns.

    • socrates
      28. Februar 2015 11:58

      Unter Franco haben die Spanier besser und sicherer gelebt.

    • fewe (kein Partner)
      02. März 2015 02:01

      Das hat der aber eben in den 1980er-Jahren geschrieben und das war eher kurzfristig erwartet gewesen. Es ist dann eben nichts passiert. Damals wurde erwartet, dass jeden Augenblick das Geldsystem zusammenbricht. Deswegen gab es vom selben Autor auch ein Buch "Sachwert schlägt Geldwert".

      Der hat alles mögliche an Katastrophenszenarien geschrieben. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwas davon irgendwann eintritt, ist also sehr hoch.

  12. Gerhard Pascher
    28. Februar 2015 08:44

    Wie richtig erwähnt wurde, sind auch die Patienten am Schlamassel des Gesundheitssystems schuld.
    1. Oft gehen Patienten wegen Kleinigkeiten zum Arzt, welche bei vernünftigem Denken selbst kuriert werden können. Besonders unsere Zuwanderer und Asylwerber machen von dieser kostenlosen Betreuung sehr oft Gebrauch. Neben dem Arzthonorar fallen dabei auch Kosten für Medikamente an, welche später im Müll landen, was alles "von allen" bezahlt werden muss.
    2. Viele Krankentransporte werden aus Bequemlichkeit bestellt, obwohl diese Leute durchaus auch privat zu den Ordinationen und Therapien fahren könnten.
    3. An sehr vielen Schildern von Privatordinationen findet man den Hinweis "Primar oder Oberarzt vom Krankenhaus XY", also brauchen diese Leute noch mehr Geld.
    4. In Krankenhäusern wird man diskret oft auf die Privatordination des Abteilungsleiters verwiesen, wo es dann besser und schneller zugeht. Mögliche Operationstermine sind über diesen "Umweg" auch schneller zu bekommen.
    5. Die Kassentarife sind für viele Untersuchungen und Behandlungen derart niedrig, dass viele niedergelassene Ärzte gezwungen sind, auf "Masse" hinzuarbeiten.
    6. In den Spitälern werden Patienten mit Zusatzversicherung mit oft (unnötigen) zusätzlichen Befunderhebungen und etwas längeren Aufenthalten konfrontiert, damit das KH-Budget verbessert wird.
    7. Kassenverträgen werden sehr "geizig" vergeben, denn die Ärztekammer will damit den damit bereits "Etablierten" das maximale Einkommen sichern und die Krankenkassen (vorw. GKK) glauben damit, die Kosten möglichst niedrig zu halten. Die Folgen sind dann - besonders am Land - oft wochen- und monatelange Wartezeiten bei Fachärzten.
    8. Der Zulauf zu den sog. Wahlärzten ist in den letzten Jahren stark angestiegen, denn die Patienten fühlen sich dort besser betreut. Sie geben sich damit auch ab, dass bei späterer Honorareinreichung die GKK nur deinen Bruchteil des finanziellen Aufwandes refundiert.
    9. Bei medikamentösen Dauertherapien werden von den Kassen meist nur kleine Packungen akzeptiert (obwohl man derzeit schon einen Selbstbehalt von € 5,55 leisten muss). Damit ist man gezwungen, regelmäßig die Ordination aufzusuchen (ohne den Arzt zu sehen/sprechen), um zu einer neuen Packung zu kommen. Dies ist für die Industrie, den Pharmagroßhandel, die Apotheken, die Ärzte und scheinbar auch für die Krankenkassen besser.
    10. Leider gibt es nur vereinzelt Bestrebungen, in kleinen Dosen dem Auswuchs des Vollkaskodenkens zu begegnen. So wurden die Verschreibungen für Behandlungen der physikalischen Medizin stark reduziert, da man erkannte, dass der Therapieerfolg langfristig vielfach nicht gegeben ist.

    Ein Ausweg aus diesem Dilemma besteht nur darin, dass sofort ein Selbstbehalt für alle Arztbesuche eingeführt wird und damit das Vollkaskodenken ein Ende findet. Der Arzt hat dadurch für den einzelnen Patienten mehr Zeit und sollte dafür auch dementsprechend honoriert werden. Die Schweiz zeigt, dass z.B. der allgemeine Zustand der Zähne in der Bevölkerung wesentlich besser als in Österreich ist, da man nur über die eigene Geldbörse (= Selbstbehalt) die Menschen zur besseren Gesundheit erziehen kann.

    P.S. Natürlich sollte es für wirklich bedürftige Menschen unter strengen Auflagen auch weiterhin kostenlose Arztbesuche, Medikamente und Operationen geben. Derzeit fahren diese "Armen" aber mit schönen Autos zur Ordination, haben das neueste Smartphone und anderen Schnickschnack in der Wohnung und genießen jährlich mehrere Auslandsurlaube.

    • socrates
      28. Februar 2015 10:45

      Absolut richtig! Der Wohlfahrtsstaat kann ganz einfach gerettet werden. Es beginnt mit einem Foto auf der e-card.

    • hamburger zimmermann
      28. Februar 2015 12:40

      @ socrates

      dieses e-card-foto verhindert die linke spövp zur förderung des mißbrauches durch besatzer und sonstige kültürbereicherer und wird wertkonservativ belobigt.
      .

    • M.S.
      28. Februar 2015 18:49

      @socrates

      Die Heuchelei der Roten ist unerträglich. Die Wiener Linien stellen ab heuer die Jahreskarten nur mehr mit Fotos aus (was ja durchaus zu bejahen ist). Was für die Wiener Linien möglich ist, wird aber doch auch für die e-card leicht durchzuführen sein. Ja wenn es um die eigenen Einnahmen geht ist man sehr einfallsreich.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden